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Mresse: Tagblatt Wiesbaden.

82. Jahrgang.

Montag, 18. Juni 1934

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einen Völkerbundsaustritt der Schweiz einer Aufnahme Rußlands ab.

Damit ist allerdings noch nicht das dieser Angelegenheit gesprochen. Denn

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Die innere Erfassung der Millionen.

Was hat es zu sagen, wenn bei 42 Millionen noch ein lächerliches Grüppchen glaubt, gegen ein Naturgesetz an«

veranstalteten eine Kundgebung. Plötzlich kam aus einer Seitenstraße ein mit mehreren Personen besetzter Kraftwagen und eröffnete aus die oorbeiziehende "Kolonne Maschinengewehrfeuer. Die Teilnehmer der Kundgebung erwiderten das, Feuer und nahmen die Verfolgung auf. Drei Insassen des Kraftwagens wur­den gelötet, der vierte erlitt schwere Brandwunden.

Anzeioonprcis«: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte tm Anzeigenteil Erund- < preis 6 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 45 Rpf., sonst laut Tarif Nr. 2, Nachlatzstaffel C. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Platzen ivird keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen - Annahme 10 Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.

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verwandelt. Und diesen Wandel sehen wir im ganzen deut­schen Volk. Es ist nicht nur eine äußere Umwandlung, nein, der bessere innere Kern unseres Volkes hat sich nach außen gewandt und das schlechte nach innen zurückgetrieben. Eine Weltanschauung hat gesiegt. Und was wir früher so oft als wesentlich für den Sieg einer Weltanschauung vor­aussagten. ist eingetroffen. Wie oft erklärten mir früher, daß ein Parteisieg bloß ein Regiment verändert, der Sieg einer Weltanschauung aber ein Volk umgestaltet, das ganze Leben mit einem neuen Geiste und Sinn erfüllt.

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diejenigen konservativen Kreise in der Schweiz, die sich schon jetzt in der öffentlichen Meinung bei der Behand­lung dieser Frage stark exponiert haben, die Initiative zu einer Volksbefragung ergreifen werden. In den letzten Jahren ist es mehrfach vorgekommen, daß sich das Schweizer Volk bei Volksabstimmungen gegen Gesetzesvorlagen und die Politik der Regierung ausge­sprochen hat, und da die Völkerbundsbegeisterung überhaupt auch in der Schweiz einen starken Stoß er­litten hat, ist es noch nicht abzusehen, wie die Antwort des Schweizer Volkes auf die Frage, ob die Schweiz nach der Aufnahme der Sowjets in den Völkerbund aus dem Genfer Bund austreten solle, lauten wird.

Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, deutsche Volksgenosien!

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8. Genf, Mitte Juni 1934.

Seit den letzten Tagungen des Völkerbundes, denen auch der russische Außenminister Litwinow in Genf beiwohnte, kann es als sicher gelten, daß Rußland noch im Herb st dieses Jahres seine Aufnahme in den Völkerbund beantragen und von der Völkerbundsversammlung im September als Mitglieds­staat ausgenommen werden wird. Die Haltung der Schweiz zu dieser Frage ist von besonderer Bedeutung, denn die Schweiz ist nicht nur altes Mitglied des Völker­bundes, sondern ihr Gebiet auch zugleich der Sitz des Bundes von Genf. Die Schweiz gehört zu den Ländern, welche mit Sowjetrußland keine diplomatischen Be­ziehungen unterhalten. Die Stimmung in der Schweiz ist, abgesehen von Industrie- und Finanzkreisen, die mit Sowjetrußland Geschäfte machen wollen, und abgesehen von den zahlenmäßig nicht sehr starken Sozialisten, gegen eine Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Sowjetrußland. Der stärkste Widerstand kommt aus kirchlichen Kreisen. So veröffentlichte kürzlich das führende Genfer Blatt, das konservativeJournal de Genbve", einen Aufruf des Konsistoriums der Genfer protestantischen Nationalkirche (Calvinistische Kirche),' der in außerordentlich scharfen Wendungen gegen, einen Eintritt der Sowjets in den Völkerbund protestierte. Es heißt dort, daß es mit der Würde des Völkerbundes nicht vereinbar sei, wenn ein Staat, dessen Regierung die Christen aufs schärfste verfolgte, Mitglied dieses Bundes würde, und daß die Anwesenheit der Russen im Völkerbundsrat eine Schmach für die gesamte Zivilisation sei. In konservativen Kreisen der Schweiz, also in der Geistlichkeit und im Bauerntum, ist die Überzeugung verbreitet, daß die Schweiz im Falle eines Eintritts der Russen den Völkerbund verlassen müsse. So haben mehrere konservative Zeitungen, wie das Journal de Eeneve", dieGazette de Lausanne" und dasBerner Tagblatt" die Forderung aufgestellt, daß die Schweiz im Augenblick, in dem die Russen die Tür des Völkerbundshauses durchschritten, den Völkerbnnds- palast durch eine andere Tür verlassen solle.

Es ist jedoch nicht damit zu rechnen, daß die Schweizer Regierung diese Forderung erfüllt. Der Schweizer Bundesrat Motta, der seit länger als einem Jahrzehnt die Außenpolitik des Landes leitet, hat zwar

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Ribbentrop bei Barthou.

bnislose Gespräche über die Rüstungsfrage. Frankreich möchte Deutschland nach Genf bringen.

kürzlich öffentlich erklärt, daß man in die Vertragstreue Sowjetrußlands berechtigte Zweifel setzen könne, und daß die Schweiz auf keinen Fall bei der nächsten Völkerbundsversammlung für die Aufnahme der Russen stimmen werde. Er ließ aber die Frage offen, ob die Schweiz gegen die Aufnahme der Russen stimmen oder sich der Stimme enthalten werde. Dagegen lehnt er für den Fall

der Bevölkerung ist, wie gesagt, st a r k t i st i s ch, und wir halten es durchaus für möglich, daß

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Paris und Venedig.

Bis. Berlin, 18. Juni. (Drahtbericht unserer Berliner Heilung.) Das Wochenende hat mit der über- Sgung der Geschäfte des preußischen Justizministers 1 den Reichsjustizminister, das heißt mit der F o r t - ihrung der Reichsreform, mit dem thü- Ugischen (Sauparteitag, an dem der Führer jb Reichsminister Dr. Goebbels teilnahmen, zwar «Innenpolitik stärker in den Vordergrund ge- W, aber noch immer werden naturgemäß i n t e r- sttionale Fragen der europäischen Politik im Anschluß an die Begegnung in Venedig lörtert. Reuen Auftrieb verleiht diesen Erörterungen «ümgemäß die Unterredung, die am Samstag der «tsche Beauftragte für Abrüstungsfragen v o n kibbentrop mit dem französischen Außenminister iarthou gelegentlich eines Aufenthaltes in Paris t Nach der Darstellung des Havasbüros hat Herr Ni Ribbentrop dem französischen Außenminister die krdcrungen in der Rüstungsfrage in pn Einzelheiten erörtert, worauf Herr Barthou er- Sit haben soll, Deutschland möge in den Völkerbund 6b zur Abrüstungskonferenz zurückkehren. Dort werde W seinen Wunsch mit der nötigenUnparteilichkeit" pfen. Aus dieser Darstellung ergibt sich, daß die dterredung keineFortschritte gemacht hat, denn sumkreich ist ja nun einmal, wie die der Regierung gestehendeDeutsche diplomatische Korrespondenz" Wde jetzt erneut festgestellt, von dem Stadium der Wabrüstung zur offenen Aufrüstung übergegangen, ttb nicht im mindesten gewillt, dem deutschen Stand- »nkt gerecht zu werden. Wenn aber Herr Barthou ^utschland die. Rückkehr nach Genf empfiehlt, so klingt Äs freilich wie ein Hohn. Gerade die letzten De­uten im Hauptausschutz bei' Abrüstungskonferenz gen ja bewiesen, daß noch immer die Situation, um gentwillen Deutschland Genf verließ, unverändert

fortbesteht, das heißt es besteht nicht die geringste Möglichkeit zur objektiven Erörterung oder gar zur Förderung des Problems der Gleichberechtigung. Daran aber trägt in erster Linie Frankreich die Schuld, das ja nichts unversucht gelassen hat, um eine Verständigung, die sich auf Grund der direkten Rüstungsgespräche zwischen den Mächten hätte anbahnen können, un­möglich zu machen. Damit hat Frankreich oder doch zum mindesten Herr Barthou erneut bewiesen, daß er keine Verständigung will, sondern daß es für ihn nur den Weg der Riesenrüstungen gibt. Man tann es deshalb auch wohl kaum, ernst nehmen, daß der fran­zösische Außenminister jetzt Deutschland auf den Weg nach Genf verweist. Was dazu zu jagen ist, das ist ge­rade im Anschluß an die Aussprache zwischen Mussolini und Hitler mit aller Deutlichkeit von der italienischen Presse ausgeführt worden. Dort hat man nämlich und besonders gilt das für das der italienischen Regierung nahestehendeEiornale d'Jtalia" erklärt, daß eine Rückkehr nach Genf vom deutschen Standpunkt aus nicht aktuell sein könne, so­lange Deutschland nicht die Gleichberechtigung zuer­kannt sei. Das ist zweifellos richtig und wird der deutschen Auffassung voll gerecht. Das italienische Blatt formuliert den Begriff der Gleichberechtigung weiter dahin, daß die Zu sich er ung der Gleich­berechtigung dreierlei in sich schließe, nämlich 1. die Begrenzung der Verteidigungswaffen der Großmächte, 2. die bedingungslose und unbegrenzte Freiheit für Deutschland, den Vorsprung der anderen einzuholen, und 3. die Verpflichtung der anderen Mächte, Deutschland nicht wieder zu überholen, son­dern auf dem gleichen Stand mit ihm zu bleiben. Da­mit erteilt das italienische Blatt Herrn Barthou eine klare und deutliche An wort auf seine heuch­lerische Forderung, wobei nur noch hinzuzusetzen wäre, daß Herr von Ribbentrop dem französischen Außen­minister das Gleiche gesagt haben biirfte.

Zum ersten Male nach dem Siege der Bewegung spreche ich wieder hier in dieser mir bekannten Stadt, und ich darf wohl jagen i Welch eine Wende! Vor kaum zwei Jahren tobte auch in Gera noch der Schrei des Klassenhasses, Rot­front beherrschte die Straße und heute, nach kaum eineinhalb a 15000 Mitglieder der ABC-Organisation Jahren nationalsozialistischer Regierung, ist diese Stadt wie

Eisenbahniktgeitieur und Bürgermeister von Sainarang (Java), früherer Generaldirektor der Regierungsunterneh­mungen und öffentlichen Arbeiten in Niederländisch- Jndien; den Schweden Alan Rhode, früheren Vorsitzenden der juristischen Abteilung des Außenministeriums in Stock­holm, Gouverneur der Provinz Gotland.

Zur gleichen Zeit hat der Rat als technischen Sachver­ständigen der Kommisiion die Amerikanerin Miß Sarah Wambaugh beigeordnet, die nötigenfalls auch ein Mitglied der Kommission vertreten kann. Miß Wambaugh war Ver­treterin der peruanischen Regierung bei der Vorbereitung der Abstimmung von Tacna und Arica und ist die Heraus­geberin verschiedener Schriften über Abstimmungen, die nach dem Kriege stattfanden.

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Die Rede des Führers auf dem Gau« parteilag in Gera.

Gera, 17. Juni. Auf dem thüringischen Gauparteitag hielt der Führer folgende Rede:

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MUHöstszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, Ml außer Sonn- und Feiertags.

^aschinengewehrfeuer auf eine faschistische Kundgebung auf Kuba.

Bisher 13 Tote.

JStttts, 18. Juni. Wie aus Havanna gemeldet » haben Kommunisten einen Feuerüberfall auf die Wstische ABC-Organisation verübt, bei dem. wie 7et festgestellt wurde, 13 Personen getötet und verwundet worden sind.

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Ein Schweizer, ein Holländer, ein Schwede und eine Amerikanerin.

.. ®cnf, 17. Juni. Das Völkerbundssekretariat gibt ofsi- M bekannt, daß die Abstimmungskommisiion, die die Aus- pie hat, die Funktionen und Aufträge des Völkerbunds- Mes bezüglich der Ausführung der Volksabstimmung aus- Whren, ernannt worden ist. Auf Vorschlag des Dreier- Mitees hat der Präsident des Völkerbundsrates nach vor- Mer Fühlungnahme mit den anderen Ratsmitgliedern Würde Persönlichkeiten bestimmt: Den Schweizer Victor ***r n, Kommissar des Berner Jura und Präfekt des Be- Ms Pruntrut; den Holländer D. de Jongh, früherer

Barthous Landoner Besuch am 9. und 10. Juli.

k Paris, 17. Juni. Der Besuch des französischen ^^nministers Barthou in London ist nunmehr PNiültig auf den 9. und 10 Juli festgesetzt worden. Wkthou trifft am 8. Juli in London ein und wird an pK darauffolgenden beiden Tagen mit Premierminister ^acdonald und seinen Mitarbeitern verhandeln.

k Die Abreise Barthous nach Bukarest wird wie vor- W«n am heutigen Montag, den 18. Juni, erfolgen.

Unfece Stücke ist die Weit des SÄniill®

Nationalsozialistische Bewegung» die Schule zur Gemeinsamkeit.