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Wiesbadener Tagblatt

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ülers oder

Arnold, Wiesbaden, ausgeKhrt wurden.

Vom 2. bis S. Mai

werden, daß die von Mittelschullehrer M a r k u s ch ein­studierten und in fein musikalisch formvollendeter Weife zu Gehör gebrachten Musikstücke und Gesänge dem Ganzen einen würdigen Rahmen verliehen haben.

Saarkundgebung der Mittelschule an der Blumenthal- straße. Am 27. April veranstaltete die Mittelschule an der Blumenthalstraße eine Saarkundgebung. Sie den Eltern zahlreich besucht. Die Musikstücke,

Drohender Mangel an Facharbeitern.

Wirtschaft will bessere Ausbildung fordern.

Nachdem bereits der Präsident des Deutschen In­dustrie- und Handelstages die Kammer ersucht hatte, für die vor allem vom Führer der Deutschen Arbeits­front, Dr. Ley, aufgestellte ForderungStellt mchr Lehrlinge ein!" zu werben, wird nunmehr vom Deutschen Industrie- und Hanüelstag die drohende Ge­fahr des Mangels an Facharbeitern unterstrichen. Dieser Mangel machte sich bereits hier und da bedenklich bemerkbar. Es wäre daher verfehlt, bei der Ein­stellung des Nachwuchses von dem Bedarf auszugehen, wie er sich auf kurze Sicht gesehen darstellen möge. Die Sorge um den Facharbeiternachweis sei, so betont der Industrie- und Handelstag ausdrücklich, sehr ernst zu nehmen, wie neuere eingehende Ermittlungen erwiesen. Die Kammern werden auf das Ziel hinzuarbeiten, daß für eine verstärkte und verbesserte Ausbildung des be­ruflichen Nachwuchses in Industrie und Handel alle Möglichkeiten eröffnet werden. Über die Maßnahmen u-nd Beobachtungen in ihrem Bezirk sollen die Kam­mern dem Deutschen Industrie- und Handelstag Be­richt erstatten.

feiner Leitung 1

nassauischem M ,

& Freschenhäuser, Wiesbaden, bewirkt, während die erfor­

derlichen Steinbildhauerarbeiten durch Steinbildhauer Karl

Seite 10. Nr. 118.

Schasst Arbeitsplätze!

Meldet sofort freie Arbeitsstellen der NSBO Wiesbaden, Rheinstratze 74.

, , Musikstücke, Märsche von

Schubert und Willms, die Lieder:An mein Vaterland" und Was unser Führer uns gebracht", die Gedichte:Saar­heimat",Saarlands Einigkeit",Mahnruf und Gelöbnis", der Sprechchor$olf will zu Volk" lockerten in vortrefflicher Weise den Boden in den Herzen der Zuhörer für die treff­lichen Ausführungen des Mittelschullehrers Lehmann, der nachwies, daß geschichtlich, sprachlich, kulturell, wirtschaftlich und landschaftlich da- Saarland stets ein deutsches Land war, sich stets als deutsches Land bekannt hat, und sich auch heute als deutsches Land bekennt. In dem dann folgenden Gedicht: An die Saar", fand die herzliche Verbundenheit zwischen dem Vaterland und unseren Brüdern an der Saar beredten Ausdruck, sowohl was die Worte des Gedichtes, als auch oer eindrucksvolle Vortrag der Schülerin betrifft. Das gemeinsam gesungene Saarlied zeigte deutlich die seelische Ergriffenheit aller Anwesenden. Im Schlußwort forderte Herr Lehmann auf, diese Verbundenheit auch in die Tat umzusetzen, einmal durch eine Spende für die Entsendung eines Schülers oder einer Schülerin unserer Schule zur Saarkundgebung des VDA. zu Pfingsten in Trier, zum andern durch Bereitstellung von Freiquartieren für die Saarkinder in Wiesbaden im Sommer dieses Jahres. Nach einem dreifachenSieg-Heil" für unsere deutschen Brüder an der Saar und unfern unver­gleichlichen Führer klang die Feier aus im Deutschlandlied und Horst-Wessel-Lied. Es darf zum Schluß nicht vergessen

Einweihung eines Gefallenen-Ehrenmnls bei der Nassauischen Landesbank. Am Vorabend des nationalen Feiertages fand bei der Nassauischen Landesbank die Ein­weihung eines Ehrenmals für die im Krieg gefallenen Be­amten der Nasiauifchen Landesbank statt. Der feierlichen Handlung wohnten der frühere Generaldirektor, Geheimrat Klau, sowie Vertreter sämtlicher Landesbankfilialen und eine Reihe von ehemaligen Beamten der Bank bei. Landes- bawk-Generaldirektor A v i e n y wies in seiner Ansprache darauf hin, daß die Landesbank einer selbstverständlichen Ehrenpflicht genüge, wenn sie auch innerhalb ihres eigenen Dienstgebäudes ihren im Weltkrieg gefallenen Mitarbeitern ein Denkmal fetze.. Ein Volk, das nicht die im Kriege ge­fallenen Helden ehre, fei ehrlos und verwirke auf die Dauer I feine Geltung als selbständige Nation. Das neue Reich fei sich bewußt, daß es auf dem Opfer der gefallenen Helden L aufgebaut ist. Generaldirektor Avieny übergab alsdann das Ehrenmal, das der jetzt lebenden und den kommenden Gene­rationen eine dauernde Mahnung für die Opferbereitschaft für das Vaterland fein soll, den Vertrauensmännern der Gefolg­schaft zur Obhut. Fachschaftsleiter LandesbaNk-Oberfekretär Völker sprach den Dank der Belegschaft darüber aus, daß man die gefallenen Krieger in so würdiger Weise ehre. Er versprach, zugleich im Namen der Gefolgschaft, dafür zu wirken, daß der Gedanke an das Opfer der gefallenen Be- I rufskameraben in allen im Dienste der Bank Stechenden I lebendig erhalten werde. Die Feier war umrahmt von musi­kalischen Darbietungen. Der gemeinsame Gesang des ersten Verses des Deutschland- und des Horft-Weffel-Liedes bildete den Schluß der Feierlichkeit. Das Ehrenmal, das sich rn I der Eingangshalle der Landesbank befindet, stammt von der I Hand des Bildhauers Willi Bierbrauer, der es ver­standen hat, mit einfachsten Mitteln ein der gegebenen Si­tuation sich anpassendes Meisterwerk zu schaffen. Unter

" wurde die Ausführung des Denkmals, das in larmor gehalten ist, durch die Firma Kitzinger

Wiesbadener Nachrichten.

Abänderung des Fürsorgerechts.

Das Fürsorgerecht ist in den letzten Monaten durch mehrere Bestimmungen abgeändert worden: Von zahl­reichen Gemeinden, hauptsächlich großen Städten, wird nach Mitteilung desGemeindetages" lebhaft darüber Klage geführt, daß Hilfsbedürftige zuziehen, ohne irgendwelche Beziehungen Zu dem Zuzugs­ort und ohne Aussicht auf Arbeit zu haben. Einen Eingriff in die Freizügigkeit konnte die Reichsregierung nicht verantworten, auch eine allgemeine Einschränkung des Grundsatzes des gewöhnlichen Aufenthalts wurde abgelehnt Dagegen hat die Verordnung vom 10. 2. 34 in Abänderung der Reichsgrundsätze bestimmt, daß die Fürsorge für Personen, die in bestimmte Gemeinden, Notstandsgemeinden, zuziehen, unter streng­ster Prüfung der Voraussetzungen der Hilfsbedürftig­keit auf das Unerläßliche oder auf Anstaltspflege be­schränkt werden kann. Dieses gilt nicht für Klein- und Sozialrentner und ihnen Gleichstehende. Als Zu­ziehender gilt jeder, der in der Notstandsgemeinde Aufenthalt nimmt und dort unmittelbar vor diesem Zeitpunkt keinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Diese Bestimmungen finden auf die Krisenunterstützung keine Anwendung.

Nachdem die Staatsangehörigkeit in den deutschen Ländern aufgehoben und durch die Reichsange­hörigkeit ersetzt worden ist, war es notwendig, die Bestimmung der Reichsverordnung über die Fürsorge­pflicht für deutsche Rückkehrer aus dem Auslande neu zu regeln. Dies ist durch eine Verordnung vom 13. März 1934 geschehen. Wenn die Abwesenheit aus dem Reichsgebiet länger als ein Jahr gedauert hat oder ein gewöhnlicher Aufenthalt innerhalb des letzten Jahres vor dem Auszug aus dem Reichsgebiet nicht zu ermitteln ist, so ist fortan derjenige Landesfürsorgever­band endgültig fürsorgepflichtig, in dessen Bezirk der Hilfsbedürftige geboren ist. In Preußen hat u. a. das Eemeindeverfassungsgesetz formale Änderungendes Fürsorgerechts herbeigeführt. Die wesentliche Neue­rung besteht darin, daß fürsorgerechtliche Entscheidun­gen entsprechend dem Führerprinzip im allge­meinen nicht mehr von Kollegien, sondern von Einzel­personen getroffen werden.

Wiesbadener Gäste. 2mHotel Rose" sind abge- stieqen' Frau Gräfin Isabella von Limburg-Stirum und Tochter aus Arnheim (Holland); Frau Baronin de Welderen- Rengers mit Begleitung aus Venkloster (Holland); sowie Herr Baron Guntram Schenk zu Schweinsberg, Fronhausen (Lahn).

Heute verkürzte Polizeistunde. Der Polizeipräsident schreibt: Auf Grund des § 6 der Polizeiverordnung vom 5. 9. 1930 wird anläßlich einer Kundgebung des deutschen Arbeiterverbandes des Nahrungsmittelgewerbes, Fachschaft Gaststättenangestellte, die Polizeistunde am 2. Mai d. y. auf 12 Uhr festgesetzt.

Der Sanitätsdienst am 1. Mai 1934. Zur Durchfüh­rung des Sanitätsdienstes am 1. Mai 1934 wurden aktiv eingesetzt: 92 Mann Sanitäts-SA. unter Sanitätsobertrupp­führer Bodewig, 138 Mann Freiwillige Sanitatskolonne unter Kolonnenführer Hankammer, 75 freiwillige Sama­riterinnen und Nothelferinnen, 2 Verbandsplätze mit den Ärzten Dr. Althen, Dr. Hans, Dr. Adolf Schmidt, Dr. Volk­mar Dr. K. Hoffmann, 2 fliegende Sanitätsposten wahrend der Aufmärsche am alten Friedhos und Lindenhof, 1 Sani- tätsauto, 3 Lastkraftwagen zum behilfsmaßigen Kranken­transport. Als Reserve waren eingesetzt: die Gruppe des NSD. Ärztebundes unter Führung, von Dr. Reineck, 12 Mann vom Spielmannszug der Freiwilligen, Samtats- kolonne. Die sich vorzüglich bewährte Organisation und Leitung des gesamten Sanitätsdienstes lag in den Händen von Dr. Althen, Sturmbannführer z. b. V., Brigade 148.

Ein heißer Tag. Der 1. Mai war bis jetzt der heißeste Tag im Jahr. Die Sonne sandte ihre Strahlen mit solcher Stärke auf die ohnehin wasierbedurftlge Erde, daß das Thermometer in der Stadt einen Stand von 28,2 Grad erreichte. Noch heißer war es in Frankfurt a. M., wo man 30 7 Grad las. Auch im Hochtaunus wehte kein ersrischen- der Wind drückende Schwüle lagerte überall (das Thermo­meter auf dem Feldberg zeigte 22,4 Grad), und es war da­her kein Wunder, als sich am Horizont schwere Wetterwolken zusammenballten Zu einer Entladung kam es in unserer <aeq-nd nicht Wohl deutete das unaufhörliche Wetter­leuchten in den Abend- und Nachtstunden und hier und da einige Regenfälle auf verschiedene Gewitterherde h,n, die indes örtlich begrenzt waren.

Kunstpslege in der Volksbildungsschule. Wenn heute die wissenschaftliche Bildung zugleich Eharakterbildung sein soll, dann sind alle künstlerischen Bildungsgüter, denen be­reits die Antike eine starke Beeinflussung des Charakters zuschrieb, zu besonders wichtige Faktoren der geistigen und charakterlichen Entwicklung geworden. Mit vollem Recht hat daher die Volksbildungsbewegung die künstlerische Betä­tigung in ihr Arbeitsfeld eingeschlosien; die gemeinsame Kunstübung in Musik, Dichtung und Tanz führt gleichzeitig zu zwei erstrebenswerten Zielen: Sie beschert die veredelnde Bereicherung für Kopf und Herz und sie schafft die ersehnte Gemeinschaft innerhalb der Arbeitskreise. Auch die hiesige Volksbildungschule kennt neben den Kursen für elementare Bildungsgebiete und neben den Arbeitsgemeinschaften für weltanschauliche oder politische Schulung eine Reihe von Arbeitskreisen, die sich künstlerisch betätigen. Außer den Vorlesungen über Fragen aus der Kunst-, Musik- oder Literaturgeschichte kommt den praktisch- tätigen Kreisen, dem Laienspielkreis, den Sing- und Musiziergruppen wie den Tanzkreisen eine wichtige Stellung innerhalb der Laienkunstpflege zu. Hier erarbeiten Laien gemeinsam ein bestimmtes Kunstwerk; hier übt der Laien­spielkreis etwa einen volkstümlichen Schwank von Hans Sachs, um sich so in die Welt der Meistersinger zu vertiefen, hier studiert der Singkreis Volkslieder oder Chorwerke des 17 Jahrhunderts, die heute besonders lebensnah und bei aller Einfachheit künstlerisch besonders wertvoll sind. Diese Laienarbeit will naturgemäß ihr Ziel zunächst durch inten­sive Schulung des Einzelmitgliedes im Rahmen der Gemein­schaft erreichen. Eine künstlerische Ausbildung des einzelnen kann und soll hier nicht erstrekt werden. Alle künstlerische Weiterbildung der Mitglieder geschieht zum Besten der Ee- meinschaftsleistung. Nicht auf dem Podium, sondern in der Ubungsstunde, liegt das erste Ziel dieser Betätigung. Wenn einzelne Kreise in ihren Leistungen heranreifen, dann wer­den am ehesten solche Kreise für das öffentliche Kumt leb en von Bedeutung werden, die ihrer Natur nach eine Gemeln- schaftsleiftung vollbringen wollen, zu der die Mitglieder schon aus der Schule oder aus sonstigem Unterricht wesent­liche Voraussetzungen mitbringen. Da haben die Sing- und Musiziergruppen eine ganz andere Grundlage als etwa die 1 Laienspiel- oder Tanzkreise. Man wird das Laienspiel immer nach anderen Grundsätzen beurteilen müssen, als ein Ensemble von Schauspielern, man wird bei, den Leistungen einer Tanzgruppe stets bedenken müsien, daß hier kein vor­liegendes Kunstwerk nachgeschaffen, sondern eine neue Aus­deutungsform gefunden werden soll, zu deren Ausführung wiederum erst alle technischen Grundlagen erworoen werden müsien. Rhythmische Gymnastik und, schlichte Volkstänze bilden das Fundament, auf dem nach längerer Arbeitszeit mufikalisch-inspirierte Ausdrucksstudien erstehen können. Bei allen künstlerisch tätigen Arbeitskreisen verdient es beson­dere Beachtung, daß eine abgeschlossene Leistung im Lanze I eines einzigen Semesters nicht erzielt und nicht erwartet werden kann. Viel Fleiß und Opferwilligkeit wird in diesen Arbeitskreisen gefordert; begeisterte Kunstfreunde werden jedoch durch die künstlerische Betätigung innerhalb einer nach gleichen Zielen strebenden Gemeinschaft manche,Bereicherung I und Freude rinden, ganz gleich, ob sie sich für die Mit- 1 Wirkung int Laienfpielkreis (Leitung: Dr. Höcker), rn der

Mittwoch, 2. Mai 1934.

Sinaschar oder im Madrigalkreis (Dr. 2aaff), in der Musiziergruppe (C. Dingler), im Ausdruckstanz (L. Reelsen) oder im Volkstanzkreis (2. Slevogt) entscheiden.

Der Christliche Verein Junger Männer veranstaltete' am Sonntag im großen Saale des Evangelischen Vereins- Hauses einen öffentlichen Familienabend mit dem Motto:Evangelische Hausmusik" unter der Leitung von Lehrer Müller. Neben dem Posaunenchor, geleitet von Herrn Georg, wirkten mit: das Streichquartett der Herren Christ, Pongs, Cremers, Walter, Marküsch durch Vortrag aus den Span-Quartetten von Haydn, Frau Christ (Sopran), begleitet von Fräulein Müller mit Liedern von Bach, Schubert und Brahms, em Männeiquattett mit Chören von L. Hellwig und Eastoldi, ein gemischtes Quartett durch geist­liche Lieder von Palestrina und Th. Kopp. Die Begrüßung sprach der Vorsitzende, Hotelbesitzer Häffner, Lehrer Müller trug als literarische Darbietung zwei Gedichte von Lilien- cron und Gerak vor. Die Ansprache hielt Pfarrer H e r r i ch als Ausklang zum Sonntag Kantate unter dem Thema: Der christliche Liederschatz als Ausdruck biblischer Heils- botschaft". Er würdigte die Lieder, die das Erbe des Reiches Gottes bewahrt haben im Anschluß an die biblischen Texte und die besonders im Urchristentum oder in der Reformations- zett entstanden sind. Den Dank an alle Mttwirkenden stattete Sekretär Schütte ab. Das Schlußgebet sprach Pfarrer Herrich. Der Abend fand bei den Teilnehmern starken Anklang.

Ein Wiesbadener im Endkampf des Reichsberufs. Wettkampfes. Der 2g. Heinz Trog vom llnterbann VI/80 der Hitlerjugend Wiesbaden, wurde telegraphisch nach Ber­lin berufen, um an dem Endkampf des Reichsberufswett- kampfes zu welchem die 100 besten Teilnehmer aus ganz Deutschland zugezogen werden, teilzunehmen. 5g. H. Trog ist bei der Firma Karzenira beschäftigt und hat den Reichs- berufswettkampf in der Abteilung Texttlgewerbe mtt- gemacht.

Entlohnung des 1. Mai 1934 im Eaststättengewerbe. Die Reichs-Betriebsgruppe I (Nahrung und Genuß) sowie der Reichseinheitsverband des Deutschen Gaststätten^ qewerbes teilen hierzu folgendes mit: Den un Gaststätten, qewerbe Beschäftigten wird anstelle des 1. Mal etn beson­derer Ruhetag außer den üblichen freien Wochentagen ge- wähtt, ohne daß ein Abzug vom Lohn stattftnden darf. Prozentempfänger erhalten V bes monatlichen Garantie^ lohnes ohne Rücksicht auf Prozenteinnahmen für den 1. Mar besonders ausbezahlt. v

Gesellenprüfungen. Vor dem Gesellenprüfungs-Aus­schuß der Handwerkskammer legten 25 Elektro-Jn- ft al la teure ihre Gesellenprüfung ab.

Versorgung der Schulen mit Lehrbüchern. Der preußische Minister für Wisienschaft, Kunst und Volksbildung hat neuerdings in einem Erlaß über die Versorgung der Schulen mit den vorgeschriebenen Lehr- und Lernbuchern folgendes ausgesprochen:2n Erwartung der demnächst er­folgenden Neuschaffung von Schulbüchern wird fetzt vielfach größte Zurückhaltung im Ankauf der zur Zett tm Gebrauch befindlichen Lehr- und Lernmittel beobachtet. Die Schuler helfen sich untereinander aus und werden hierzu von den Lehrern noch ermuntert. 2n einem fttiherm Erlaß ist ledoch bereits daraus hingewiesen. daß fürdas Schul;ahr 1934/35 neue Schulbücher noch nicht eingesuhrt werden. Ich kann daher das zur Zeit einaerissene Verfahren der Benutzung von Schulbüchern nicht billigen. Ein ordnungsgemäßer Unterricht setzt voraus, daß die Schulkinder auch die. oorgeschriebenen Schulbücher besitzen. Die Schulaufsichtsbehörden haben des­halb darüber zu wachen, daß in den Schulen gemäß der An­weisung in diesem Erlaß gehandelt wird. Die Neuanschaffung der erforderlichen Schulbücher darf auch um deswillen nicht unterbleiben, weil andernfalls umfangreiche ArLetter- entlasiungen in den Schulbuchverlagen unumgänglich sein

würden."

Ein Tuberkulose-Pseunig für die Mittelstandsfürsorge. Während die Kampfmittel gegen die Tuberkulöse als Volks­seuche mit Hilfe des gewaltigen Apparates der Sozialver- icherung und der TuberkuloseMrsorgestellen, organisatorisch gut ausgebaut sind, fehlen diese Hilfsmittel un sogenannten Mittelstand, der alle freien Berufe, die Bauern und die Beamtenschaft umfaßt, so gut wie ganz. Dr. Ernst Seiifert vom Reichstuberkuloseausschuß, betont Er Vero,fent- lichung der Deutschen Arbeitsfront, daß dl« Mtttelstands- fürsorqe eine ganz besonders dringende Aufgabe der Tuber­kulosebekämpfung ist, deren organisatorische Durchführung allerdings erheblich größere Mittel erfordert, als bisher zur Verfügung stehen. Diese Ausgabe sei umso dringlicher, als rine Zunahme der Tuberkulose un Bauernstand bei gleich­zeitiger Abnahme in vielen Industriegebieten zu erkennen sei Ganz besonders bedrohlich sei auch die Zunahme: bei Kindertuberkulose seit 1930. Der Reichstuberkulöseausschuß, ber in Anlehnung an das Reichsinnenminrsterlum die Auf­stellung der Richtlinien für den Tuberkulosekampf zur Aus­gabe erhalten habe, werde sich m seinem besonderen Aus­schuß für die Mittelstands,urzorge des unversicherten Mittel­standes anzunehmen haben. Für die Äoltenbetfung nur her Weg der Selbsthilfe offen. Dr. Sei,fers schlagt deshalb für diese besondere Aufgabe die Schaffung eines Tuberkulo e- Psennigs vor. Monatlich ein Pfennig auf ben Kops sedes Nichtversicherten würde ausreichen, um den vorhandenen Bedürfnissen zu genügen.

Aus dem Fenster gestürzt. Als ein 44 2ahre alter äSTSÄÄ Wohnung eine Arbeit verrichtete, verlor er das Gleich­gewicht und stürzte auf den Bürgersteig. Mit gebrochenem Becken wurde her Verunglückte vom Sanitatsauto ins Städttsche Krankenhaus gebracht.

Personalien. Für den nach Groß-Umstadt versetzten Direktor Schneider von der landwirtschaftlichen SchuleHo, Eeisberz" ist Dr. K r a f t aus Gießen als Nachfolger ernannt worden, und hat bereits die Dienstgeschafte auf derand- wirtschaftsschule ausgenommen.

Filmaufnahme vom Nationalfeiertag. Die bei bet Kundgebung zum nationalen Feiertag J?®

Walhalla-Theaters im StadumUnter, den Eichen gefer­tigten Filmaufnahmen werden un morgigen Programm des Walhalla-Theaters gezeigt.

Biblischer Vortrag. Infolge Ausfalls der Geistlichen Abendmusik in der Marktkirche während dieser ZAche findet Bfarrei Herrichs biblischer Vortrag über den Romerbnef bereits Mittwoch? 2. Mai, abends 8 Uhr, un Dereinshause, Platter Straße 2, statt.