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Seite 6. Nr. 98.
it. a. m.; 1 goldene Lorgnette; 1 blauseidener Damenschirm' 1 rotledernes kleines Handtäschchen; mehrere Schlüssel; ein Paar -schwarze wildlederne Halbschuhe. Zugelaufen' 1 deutscher Boxer, Hündin; 1 Hühner- bezw. Jagdhund' Rude, braun mit weiß- 1 Wolfshund, schwarz mit gelben Lausen, Rude; 1 -hellbrauner Boxer, Rüde.
— Nassauriches Landestheater. Wegen mehrfacher Erkrankungen im Personal gelangt am Freitag im Erogen Haus an Stelle der angekündigten Bochellung „Der Voael- händler“ zur Erinnerung an die Wiederkehr der Uraufführung vor 60 Jahren Johann Strang' Operette „Die Fleder- rn Stammreihe F zur Aufführung. Anfang 19.30 Uhr, Ende etwa 22.15 Uhr. Die bereits gelösten Karten -behalten auch für die ,Aledermaus" ihre Gültigkeit.
Wiesbaden-Biebrich.
Der von der Jugendgruppe des Evangelischen Bundes veranstaltete Konfirmanden-Abend am Sonntag rn der Aula der Riehlschule erfreute sich eines guten Bruches Das Streichorchester des Evangelischen Bundes unter Leitung von Herrn W. S t«i n m e tz eröffnete die Dor- tragsfolgs nut der Ouvertüre zu „Banditenstreiche" von Suppe. Nach einem von Fräulein Erna Bröder vorgetraae- arri hielt der erste Vereinsführer der Jugenügruppe Altmannsberger eine Begrüßungsansprache. Pfarrer Lic. Dr Evun, Hochheim a. Main, sprach in seiner inhaltsvollen Ansprache von -den Kämpfen der Reformation bis in die retzrge Zeit und feierte Luther als den deutschen Bekenner und Reformator. Ein Melodrama „Der Fremdenlegionär", eindrucksvoll von Herrn Erich Zorn voraetragen, fand reichen Verfall. Rach einigen Klavier- und Biolinvorträgen von Friedel Romer und Richard Hänel brachten Mitglieder der Jugendgruppe Wirkungsvoll „Der Jüngling zu Rain" zur Aufführung. Auch dre Volkstänze fanden Anerkennung. Um den schonen Erfolg des Abends machte sich das Orchester wie auch Frau Heuser durch ihre Klavierbegleitung recht verdient. In dem Schlußwort, das Herr Pfarrer Dietz sprach, forderte er die Konfirmanden auf, in die HI. und den BdM. einzutreten.
Mit der Errichtung einer Milchsammelstelle wurde dieser Tage im Anwesen des Landwirts Adolf Schneider, Wiesbadener Straße, begonnen. Die Sammel- stelle wird mit einer Tiefkühlanlage ausgestattet. Die Gesamtkosten der Anlage belaufen sich auf zirka 8000 RM. Die Arbeiten dürften aller Wahrscheinlichkeit nach bis 1. Mai d. I. fertiggestellt sein. — Eine Eiersammelstelle wurde hier bei Herrn Hch. Schimmel, Kirchgasse, errichtet.
Wiesbaden-Schierstein.
Heute feiern die Eheleute Karl Steinheim er und Frau Luise, geb. Link, Biebricher Straße 12, das Fest der silbernen Hochzeit. «
Durch die warme Witterung stehen die Obstbäume vereinzelt schon in voller Blüte.
Wiesbaden-Sonnenberg.
Mit Beginn des neuen Schuljahres wurden 22 Knaben und 26 Mädchen neu ausgenommen. Innerhalb des Lehrkörpers sind folgende Veränderungen eingetreten: Lehrer Henrici jun. wurde nach Bierstadt versetzt, für die in Wiesoaden beschäftigte Lehrerin Fräulein Häpfner wurde der Schule Fraulein Annacker als technische Syrerin zugeteilt. über die Besetzung einer weiteren Stelle ist die Entscheidung noch nicht getroffen.
Wiesbaden-Bierstadt.
Ein langgehegter Wunsch weiter Kreise der hiesigen Bevölkerung ging mit der am Dienstagabend stattgefundenen Gründung einer OrtsgruppedesdeutschenRoten Kreuzes in Bierstadt in Erfüllung. Die Eründungsver- sammluna fand int kleinen Saal des Restaurants „Zum Adler" (L. Brühl) statt. Außer einer großen Zahl Interessenten war ein Vertreter des Roten Kreuzes Wiesbaden, Herr Wiesenborn, sowie der Ortsgruppenleiter der NSDAP., Pg. Bierbrauer, anwesend. Nach einleitenden Eröffnungsworten des Herrn Wiesenborn, gab Herr Johann Saigon einen ausführlichen Bericht über früher am hiesigen Orte bestandenen Sanrtätsformationen, die sich im Laufe der Zeit wieder auflösten. Der neugegründeten Ortsgruppe traten sofort 30 Mann aktiv bei. Die Leitung setzt sich wie folgt zusammen: 1. VorsHender Sanitätsrat Dr. Pfann- müller, Kolonnenführer und Arzt der Ortsgruppe Dr. Scheffer, Kolonnenarzt Dr. Pfannmüller jun., stellvertr. Kolonnenführer Johann Bargon, Schriftführer Karl Schwäch, Kassierer Karl Berk, Zeugwart Wilhelm Klotz. Nach Ernennung des Vorstandes und der Leiter, sprach Herr Wiesenborn in längeren Ausführungen über Sinn und Zweck des deutschen Roten Kreuzes. Ortsgruppenleiter Bierbrauer der NSDAP, sprach der neuen Ortsgruppe sodann die besten Wünsche aus.
Zum Leiter des Ortsausschusses für Jugendpflege wurde vom Oberbürgermeister Herr Walter Beiderlinden für den Stadtteil Bierstadt ernannt.
Die Planierungsarbeiten, die während des Winters auf dem hiesigen Sportplatz über den Fichten im Rahmen der Arbeitsbeschaffung durchgeführt wurden, §egeit ihrem Ende entgegen. Der Sportplatz ist-zu einer ervorragenden Sportstätte umgewandelt worden, und wird in Kürze von den Vereinen und der SA. zu fpoitlidjen Wettkämpfen wieder benutzt werden können.
Wiesbaden-Erbenheim.
Während zum 31. März 48 Kinder unseres Stadtteils aus der Schule entlassen wurden, wurden 32 ABE.-Schützen, 20 Knaben und 12 Mädchen eingeschult. Die Einschulung war erstmals mit einer gottesdienstlichen Feier verbunden, die von Rektor Eörnert eröffnet wurde. Nach dem Schul- gebet hielt Pfarrer Weber eine warm empfundene Ansprache. Rektor Görnert sprach mahnende Worte an die zahlreich erschienenen Eltern und Paten der Kinder zu gedeihlicher Zusammenarbeit. Fräulein Amalie Reitz, die die eben entlassenen Schüler durch alle acht Jahre betreut hat, bat jetzt wieder die Jüngsten in ihre Obhut übernommen.
Wiesbaden-Aloppenheim.
Die Ortsbauernschaft Kloppenheim hielt im Gasthaus „Zum Schwanen" eine Versammlung ab. LOF. Herl- hecker verlas die Bestimmungen des Reichsernahrungs- ministers über die Erfassung der Anbaufläche für Frühkartoffeln. Im weiteren Verlauf des Abends teilte er mit, daß von jetzt ab die Geflügelhalter sämtliche — mit Ausnahme der im eigenen Haushalt verwendeten — Eier an die Eiersammelstelle abzuführen haben. Es dürfe lediglich nur noch ein direkter Verkauf von dem Erzeuger an den Verbraucher stattfinden, nicht aber an gewerbliche Betriebe.
Wiesbadener TagKatt
Mittwoch, 11. April 1934.
Fragen des deutschen Handwerks
Mi W-hlt, - An den gebiet, 100 000 Hektar Blößen, 100 000 Hektar Eichenschälwald Reichsberufswettkampfen nehmen 3 Jungbäuerinnen teil. und Kauberge.
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zusammenhängend mit den Äufforstungsarbeiten ist der Bau > der Holzabfuhrwege, die eine wirtschaftlichere Ausnutzung der deutschen Wälder ermöglichen. Durch diesen Ausforstungs-. ’S &des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft: ;
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Ein Muselmann Bürgermeister von Kalkutta. Zum erstenmal in der Geschichte Kalkuttas wurde am Dienstag ein Muselmann zum Bürgermeister gewählt. Stellvertretender Bürgermeister wurde ein Hindu.
Eine wie starke Belebung der Wirtschaft durch diese Auf- forstungsarbeiten ein treten würde, ist daraus zu ersehen, daß allein der Pflanzenbedarf 4,4 Milliarden RM. beträgt. Eng
Neue Funksprüche aus dem Lager Professor Schmidts.
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Dr. Ley bei der Begrüßungsansprache. Links: Reichsminrster Dr. Goebbels, rechts: Reichsminister Hetz.
Im Sitzungssaal der Pank der deutschen Arbeit wurde die erste Eemeinschaststagung der Deutschen Arbeitsfront, der Treuhänder der Arbeit und der Wirtschaftsführer im Beisein der Reichsminister Dr. Goebbels, Hetz, Schmitt und von Eltz Rübenach veranstaltet. Der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, erklärte, daß die Tagung den Zweck habe, die Zusammenarbeit zwischen den Betriebsführern und ihren Arbeitskameraden zu dienen.
Walter Darrs würde eine Vermehrung von 20 Prozent der Waldflächen eintreten und eine Steigerung der Holzerzeu- guna je Jahr um 6,5 Millionen Festmeter erreicht werden. J
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Am dies festzulegen, ist von der Ermächtigung des genannten Eefetzs vom 29. 11. 1933 Gebrauch gemacht und die Satzung des Sammeltages dahin geändert worden, daß Präsident (Vorsitzender des Vorstandes) des Kammertages immer der Reichshandwerksführer ist. Stellvertreter des Präsidenten ist der vom Reichswirtschaftsminister und vom Reichsarbeits- mini-ster ernannte Stellvertreter des Reichshandwerks- führers.
Urteil eines ausländischen Handwerkers, der die nationalsozialistische Revolution miterlebte.
Moskau, 11. April. (Gig. Drahtmeldung.) Nach Funkspruch aus dem Lager Professor Schmidts ist dort mit einem Flugzeug der Bevollmächtigte der Rettungsexpedition für die „Tscheljuskin"-Besatzung, Uschakow, ein« getroffen. Er berichtet von dem heldenhaften Verhalten der Schiffbrüchigen, insbesondere des Professors Schmidt, ber seinen kranken Zustand bisher verheimlicht hatte. Die russischen Flieger warten in Dankarem auf besseres Wetter, um den Flug nach dem Lager Schmidts antreten zu können.
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Führerprinzip im Handwerk.
-Um Unklarheiten zu beseitigen, gibt der Reichsstand des Deutschen Handwerks bekannt, daß die endgültige Durchführung des Führerprinzips in den Handwerkerlichen Körperschaften, insbesondere _ bei den Pflichtinnungen und Kreis- panswerkerschaften, erst in den kommenden Rechtsverordnungen über die Bildung der Pflichtinnungen und der Kreis- Handwerkerschaften geregelt wird. Bis dahin feien die Ober- Eister der Innungen, die Vorsitzenden von Innungsaus- fchuffen und Kreishandwerkerschafien und ähnlichen Orga- nifatumen des Gesamthandwerks im Bereich einer unteren *;n’SÜ1,nSs—, e . dem Handwerkskammerpräsidenten unterfteut. Die Handwerkskammerpräsidenten seien deshalb -ermachtrgt, sich von den ihnen unterstellten Handwerksführern Erklärungen abgeben zu lassen mit demselben Sinn und Wortlaut rote die Verpslichtungserklärung, die die Hand- werkskammerpräsidenten selbst dem Reichshandwerksführer gegenüber abgegeben haben.
Änderung der Satzung des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages.
Wie die Nachrichtenstelle des Reichswirtschafts- minfftermms mitteilt, soll der Reichshandwerksführer Führer der Spitzenvertretung des Deutschen Handwerks sein. Diese Spitzenvertretung soll in Aus- fuhrung des,Gesetzes vom 29 11. 1933 erst geschaffen werden. Zurzeit ist eine öffentlich-rechtliche Zusammenfassung nur für ben einen Zweig der handwerklichen Körperschaften, nämlich die Handwerkskammern, im Deutschen Handwerks- und Ge- roerbefammertag gegeben, während die sachlichen Gliederungen eine Zusammenfassung öffentlich-rechtlich noch nicht er- fahren haben. Daher war bei der Ernennung des Reichs- handWerksfuhrers in Aussicht genommen, daß er Präsident bes Deutschen Handwerks- und Eewerbekammertages würde.
Mit dem Beginn der Frühjahrsbestellung wurde der wahrend des Winterhalbjahres geschlossene Kindergarten wieder eröffnet. Die Kleinen werden wieder von der vorjährigen Kindergärtnerin Fräulein Euntz betreut. — Die hiesige S i e r-f ammeljt e11e wurde bei Herrn August Knoll, Schutzenstraße 8, errichtet.
M Wsullne Oes WMskisles.
Aufforstungsprogramm des Ministers Darrs.
In einer beachtenswerten Schrift vom Arbeitsführer Kretzschmanir und Oberstfeldmeister Edel „Der Weg zum Arbeitsdienst wird auch eine Übersicht über die Arbeitspläne des Arbeitsdienstes gegeben.
8ost zwei Millionen Hektar Moorfläche sind in Deutschland vorhanden, die noch der Kultivierung harren.
Uber 600 000 Hektar Land können in Deutschland noch der Landwirtschaft zugeführt werden.
Eine weitere Arbeit für den FAD. ist der Hoch- m a s sei sch u tz. Für rund 200 Millionen RM. Schaden ent- ftebt jährlich durch Überschwemmungen. Das normale Überschwemmungsland wird auf eine Million Hektar geschätzt, je- woch kann in Katastrophenzeiten die überschwemmte Flache auf zwei bis drei Millionen Hektar anwachsen.
Die Haffs dem Meere durch Eindeichungen wieder abzunehmen, ist eine der großen Ausgaben der Nationalsozia- Irsten. Durch diese Arbeit kann etwa 1,5 Millionen Hektar Neuland geschaffen werden.
_ An zahlreichen Stellen Deutschlands werden gerade zum Hochwasserichutz größere Aufforstungen erforderlich wer- b<n. Aber auch für die deutsche Holzwirtschaft haben die Forstarbeiten eine äußerst wichtige Bedeutung. Beträgt doch der Einfuhrbedarf an Holz zurzeit noch 22,5 Prozent der heimlichen Holzerzeugung. Durch planmäßige Aufforstung wird hier die Herabführung auf die notwendig bleibende Einfuhr solcher Spezialhölzer zu erreichen sein, die im deutschen Klima nicht wachsen, d. h. auf etwa 9,2 Prozent. Nach den Feststel- langen des Reichsernährminifteriums kommen zur Aufforstung in Frage; 1 Million Hektar geringfügiges Ackerland, 800 000 Hektar Ödland, 200000 Hektar Waldschadens
tung der F l u r b e re i n i g u ng für die Landwirtschaft hin- aewiesen. Durch jahrhundertelange Landaufteilung halb der einzelnen Bauernfamilien auf die Söhne und Töchter, durch Erbe und Heirat kam es soweit, daß die einzelnen zu einer Wirtschaft gehörenden Äcker oft stundenweit ausein- anberlagen und eine volle ertragbringende Bewirtschaftung des ganzen Besitztums sehr erschwert, zu teuer oder sogar ganz unmöglich war. Hier hat die nationalsozialistyche Regie- rungssührung sofort erkannt, daß es für das gesamte Bauerntum von ungeheurer Bedeutung, ja sogar eine Lebensfrage ist, daß hier eine neue, der Einzelwirtschaft und dem Volks- ?anzen zugute kommende Neuaufteilung des Bodens statt-
in-ben muß. __________________
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Die der theoretischen Ausbildung der deutschen Augenoptiker dienende Jenaer Fachhochschule für Optiker genießt auch im Ausland hohes Ansehen, was sich dadurch erkennbar macht, daß die Anstalt auch von vielen Ausländern besucht wird. So waren zum Beispiel von dem soeben abgeschlossenen Studiengang 1932/34 von 48 Teilnehmern, 16 Angehörige fremder Nationen. Daß diese hochwertige deutsche Fachschule des Augenoptikerhandwevks nun auch mit dazu beiträgt, die Meinung über das neue Deutschland im Ausland zu beeinflussen, mögen die nachstehenden Worte bekunden, die bei Vertreter der ausländischen Studierenden bei der Abschiedsfeier an die Schulleitung richtete. Er sagte dabei u. a. auch: »Die Zeiten, die wir in Jena verbrachten, waren für Deutsch, land historische Zeiten. Wir haben sie miterlebt. Ich will nicht viele Worte verlieren, aber mir sahen, wie ein eiserner Wille und Begeisterung ein nationalbewußtes und einiges Volk schufen. Keine Kritik, aber Einigkeit und National- bewußtsein sind die Grundbedingungen eines Staates. Alle Ehre dem Volke, das seine Grundsteine so pflegt, wie das vom unheilvollen Weltkrieg niedergeschmetterte deutsche Volk. Wir werden in unseren Heimatländern jeder Lüge entgegen, treten.“
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