8. Schellenberg
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— In Fällen auf Lieferung
Der neue Weg zur Leistung
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Madrid, 7. April. Der spanische Innenminister teilt mit, daß die Regierung die sofortige Aufhebung des Alarmzustandes beschlossen hat. Das Kabinett sei der Meinung, daß die ordentlichen Gesetze zur weiteren Aufrechterhaltung der Ordnung genügten, ferner sei die Regierung entschlossen, die energischsten Maßnahmen gegen die Brandstiftungen von Kirchen, die in der letzten Zeit wieder außerordentlich überhand genommen haben, zu ergreifen.
In San Fernando bei Cadiz haben drei Anarchisten mit vorgehaltenen Pistolen den Pförtner des dortigen Gefängnisses eingeschüchtert und fünfpolitische Gesin- nungsge nassen, die des Mordes verdächtig in den Zellen saßen, befreit. In M a d r i d hat eine fünfköpfige Anarchistenbande einen Laden mitten in der Stadt ausg'e- raubt. Die Täter tonnten unerkannt entkommen. Zn Madrid, Valencia, Saragossa und Barcelona dauern die politischen Streiks weiter an. In der letztgenannten Stadt kam die Polizei einer Anarchistenbande auf die Spur, die die Ermordung der maßgebenden dortigen Politiker plante.
die man ihr entgegengehalten hatte, gewesen sind, als durch den großen Berufswettkampf, den sie jetzt veranstaltet.
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Aufhebung des Alarmzustandes in Spanien.
Trotzdem immer noch Ausschreitungen.
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W zu können.
M-Die Jugend ist nie für Sonderinteressen zu ge- Mwinnen gewesen, ihr Herz und ihr junger Glaube hat Msich stets nur für große Ideen begeistert. So ist die | Jugend trotz aller Bedenken und Bedenklichkeiten der Warner zum Träger der nationalsozialistischen Revolution geworden.
Diese Einordnung der Jugend in die große Linie Lei Politik, diese Gleichordnung mit den großen Aufgaben und Zielen der Nation ist für ihre Erziehung und Ausbildung von größerem Wert gewesen als die ; vielen Kleinigkeiten, deren Erfüllung die Nörgler ge- N'ordert haben.
i.. Durch nichts aber konnte die Jugend besser be- Mveisen, wie falsch diese Mahnungen und Schlagworte,
fc Reichspräsident v. Hindenburg empfing am Freitag Wt Waldbauernchor — Holsteinchor Oberried aus der ■» ä.r?i$en Ostmark, der sich zurzeit in Berlin aufhält, um -^Heimatabenden für den Bayerischen Wald und Bayerns k^evrohte Ostmark zu werben.
Japanische Fliegerbomben auf Kalgan.
Peking, 7. April. (Eig. Drahtmeldung.) Wie aus K a l g a n berichtet wird, erschienen gestern sechs japanische Bomben- und Jagdflugzeuge über der Stadt, die Flugblätter abwarsen, in denen die bevor- stebend« Besetzung Kalgans durch japanische Truppen angekündigt wird. Eine chinesische Abwehrbatterie beschoß ein japanisches Flugzeug, allerdings ohne Wirkung. Die Flugzeuge haben den Berichten zufolge, daraus das Feuer erwidert und mehrere Bomben a b - geworfen.
Das alte System veranstaltete zum Beispiel Redner wettbewerbe für Schüler über Pazi- f t 5 mus und Völkerbund und schickte die „Preisträger" dann zu weiterem internationalem Wettbewerb nach Amerika. Das war die „Erziehung zu größerer Leistung im Beruf." Die wirkliche Arbeit blieb der privaten Tatkraft der kleinen und großen Berufsorganisationen überlasten, die natürlich mit ihren beschränkten Mitteln und ihren engsten beruflichen Abgrenzungen nicht das erreichen konnten, was notwendig war.
Inzwischen vollbrachte der Nationalsozialismus das große Werk der Politisierung des deutschen Volkes und seiner Jugend. In jedem Hitler-Jungen wurde das Bewußtsein wach, ein Teil, ein Glied dieser großen deutschen Nation zu sein. Der Beruf jdes einzelnen, gleichgültig ob des Arbeiters der Stirn oder der Faust, erhielt dadurch erst wieder seinen tieferen Sinn.
Der Beruf wurde erkannt als Di e nst an der Gesamtheit, der den Einsatz aller Kräfte und die ständige Steigerung der Leistung erforderte. Die Politisierung der Jugend erreichte also das Gegenteil von dem, was alle Gegner des Nationalsozialismus erwartet haben, statt Abkehr und Ablenkung neue Sinngebung und damit stärkere Hinwendung zum Beruf.
Die neue Idee schuf zugleich die große Einheit verdeutschen Jugend, wie sie sich auch die große Front aller Berufe, die Front der Arbeit, schuf. Was im alten System niemals möglich gewesen wäre, wurde damit erreicht: der Wettstreit der Leistung ungehindert durch alle Gegensätze, Klasten und Zersplitterungen.
Die Leistung, die Arbeit des einzelnen, ist wieder ausgerichtet auf ein Ziel. Jeder weiß, wofür er dient. Das bedeutet Ansporn, Steigerung der Leistung aus der Kraft eines neuen Willens heraus.
Der frühere Kriegsminister und ehemalige Oberbefehlshaber der 3. Armee.
Rüstungs-Locarno?
In einer Woche wird sich in Genf wieder das Büro der Abrüstungskonferenz versammeln, das nun schon seit Monaten die Aufgabe hat, eine Vertagung an die andere zu reihen. Wird auch diesmal nur eine neue Vertagung herauskommen, wenn Präsident Henderson sich selbst nach Genf begibt? In London möchte man die neue Vertagung, in P a r i s möchte man eine allgemeine Abrüstungskonferenz, das heißt, in gemeinverständliche Sprache übersetzt, daß England alle Möglichkeiten der diplomatischen Verhandlungen ausnutzen will, um doch noch eine noch so kleine Abrüstungskonvention zustande zu bringen, während Frankreich es darauf ankommen lasten will, eventuell auch einen Bruch herbeizuführen. Jede neue allgemeine Abrüstungskonferenz würde ja von vornherein zur Aussichtslosigkeit verurteilt sein, wenn die vorangegangenen diplomatischen Verhandlungen, wenn die Vorbereitungen unter den Mächten nicht so weit gediehen wären, daß eine Annäherung zwischen der deutschen und französischen Auffassung stattgefunden hat. In Paris glaubt man offenbar immer noch, daß man mit einem gewissen diplomatischen Druck Deutschland zwingen könnte, während man sich in England darüber klar geworden ist, daß Zwangsversuche gegen Deutschland aussichtslos sind, daß man eine richtige Einigung herbeiführen muß.
Überhaupt ist London während der letzten Wochen zum Mittelpunkt der Abrüstungsbesprechungen geworden. Aber während in diesen Tagen die französifch- englischen Besprechungen hin- und hergingen, hält sich in der englischen Hauptstadt der amerikanische Delegierte Norman Davis auf., So ist es der englischen Regierung stets möglich, sich über jede einzelne Frage sofort mit Auffassungen der Washingtoner Regierung vertraut zu machen. Hinzu kommt, daß demnächst der italienische Staatssekretär des Auswärtigen, Suoich, in London eintreffen wird. Sobald also die französischen Sicherheitsforderungen genau bekanntgegeben sind, wird die englische Regierung sich mit den zuständigen italienischen und amerikanischen Stellen in Verbindung setzen und versuchen können, eine gemeinsame Front herzustellen.
Schon jetzt aber sieht man, worauf sich die Verhandlungen konzentrieren. Es geht um die Frage, ob Frankreich eine Garantieseiner Ost grenze, seiner Grenze gegen Deutschland, erhält. Ursprünglich wollte die französische Regierung auch die Garantierung der Grenzen Polens, der Tschechoslowakei, Südslawiens erreichen. Aber diese Forderung hat man in Paris selbst wohl als zu weitgehend erkannt und ist deshalb wohl etwas bescheidener geworden, freilich nicht bescheiden genug, als daß eine Verständigung zwischen dem englischen und dem französischen Standpunkt sicher erscheinen könnte. Das englische Volk will keine neuen Grenz garantier, übernehmen, für die es eventuell mit allen seinen Machtmitteln, auch mit den militärischen, einstehen müßte. Es hat sich in den letzten Wochen gezeigt, daß eine solche Garantie auf England allein hängen bleiben würde, denn die Vereinigten Staaten haben den französischen Earantie- forderungen mit aller Deutlichkeit abgesagt. Eine gemeinsame englisch - amerikanische Garantie wäre vielleicht noch möglich gewesen, weil sie die von England zu tragenden Lasten eingeschränkt hätte. Aber eine Alleingarantie Englands kann unmöglich von irgend einer englischen Regierung verantwortet werden. Infolgedessen taucht jetzt ein neuer Gedanke auf, der vielleicht in den Verhandlungen der nächsten Zeit eine sehr große Rolle spielen wird. Schon einmal ist ein Grenz-Garantie-Vertrag für die deutsche West-, die französisch-belgische Ostgrenze abgeschlossen worden: der Vertrag von Locarno. Er enthielt- die Bestimmung, daß die ihn unterzeichneten Mächte sich gegenseitig auf die Garantierung ihrer Grenzen verpflichten, daß sie also gewissermaßen eine gemeinsame Garantie übernehmen. Nun handelt es sich bei dem neuen Fall nicht nur um die Erenzfrage, sondern um das Rüstungsmaß, vor allem der mittel- und westeuropäischen Staaten. Deshalb, so argumentiert man in London, sollte versucht werden, ob nicht die Mächte von Locarno, ähnlich wie es seiner Zeit bei der Erenz- garantie geschah, jetzt eine Rüstungsgarantie gemeinsam übernehmen könnten. Dieser Plan würde darauf hinauslaufen, daß Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und England gemeinsam einen Vertrag abschließen, in dem sie die durch den Abrüstungsvertrag bestimmten Rüstungsmaße ausdrücklich als für sich verbindlich anerkennen und sich verpflichten, gemeinsam gegen einen Staat vorzugehen, der diesen Abrüstungsvertrag durchbrechen würde.
Es handelt sich um ein recht kompliziertes und weitgehendes Projekt. Infolgedessen läßt sich schwer sagen, ob es Aussicht auf Verwirklichung hat. Das hängt zum
Em Wettstreit des Friedens.
Am Montag beginnt der B e r u f s w e t t k a m p f der deutschen Jugend. über eine Million Jungen und Mädels aus allen Berufen werden sich an
1 diesem Wettstreit des Friedens und der ; Leistung beteiligen, der im Rahmen von 15 Berufs- | gruppen durchgeführt wird.
-.Immer wieder ist im alten System die Politi- - s i e i ung der Jugend als ein Schreckgespenst be- ^ichnet worden. Eine allgemeine Verwilderung der UZugend, ein Rückgang der Leistung in Schule und Be- Lrufsausbildung sollte bie/ unausbleibliche Folge dieser ; Entwicklung sein. Und im Zusammenhang damit Wurde eine tiefe Entfremdung zwischen Kind und Fa- ^Milie, das Entstehen einer unüberbrückbaren Kluft zwi-
schen Jugend und Erzieher prophezeit.
t- Man hat die verschiedensten weltanschaulichen und Mzieherischen Gründen gegen die Politisierung der deutlichen Jugend, wie sie die Hitler-Jugend herbeiführen Wollte, angeführt. Und auch hinter diesem scheinbar sachlichen Vorwurf der Herabminderung der beruflichen Mistung und der Vernachlässigung der Jugendausbil- -dung haben sich meist nur Sonderinteressen Mgendwelcher weltanschaulichen oder klassen- - mäßigen Gruppen versteckt, die sich mit solchen ^Mch außen hin unpolitischen Argumenten der Entwick- llung des Nationalsozialismus glaubten entgegenstellen
«i* Champagne Wacht. In der Herbstfchlacht 1915 be- AÄ. |’auPtete er sich mit seiner Armee und dann weiter bis zum S S | des Krieges auf den blutigen Schlachtfeldern der Estotpagne. Ende September 1918 führte er seine Armee |S?tet dauernden Gefechten über die Maas und nach dem " ^'fenstillstand über den Rhein zurück. Am 18. Januar 1919 |*°Wi er den Abschied. Rach seiner Verabschiedung lebte er Wnachst in Münster i. W. und siedelte Anfangs 1930 nach a. d. Ruhr über. Noch jahrelang stand er aktiv im
40 Personen vom Meer verschlungen.
Schweres Unglück in Norwegen.
Oslo, 7. April. (Eig. Drahtmcldung.) Am Ta-Fjord in der Nähe von A a l e s n n d ist eine steile Felswand am Meer unter dem Ansturm einer Springflut plötzlich z u- fammengrbrochen und in die See gestürzt. Dabei sind etwa 40 Personen mit in die Tiefe gerissen worden und ums Leben gekommen. Nähere Mitteilungen liegen noch nicht vor.
.. Mülheim (Ruhr), 7. April. Generaloberst von Einem Z I -ty heute früh gegen 4 Uhr gestorben.
r Generaloberst von Einem, genannt von Rothmaler, ist | Vcm: 1. Januar 1853 in Herzberg a. Harz geboren. Als j j. siebzehnjähriger Portepee-Fähnrich des 14. Ulanen-Regi- v s tnents zog er in den Krieg von 1870. Im gleichen Jahre i «uide er im Felde zum Leutnant befördert und am W. Januar 1871 in der Schlacht von St. Quentin bei einer k^»ttacke gegen französische Infanterie verwundet. 2m Jahre | wurde er Kommandeur des 4. Kürrassierregiments in Münster. Als Oberst wurde er im Jahre 1898 als Ab- | teilungschef in das Kriegsministerium versetzt. 1903 wurde als Nachfolger von Eoßlers unter Beförderung zum e Generalleutnant zum preußischen K rie g s m in iste r [ernannt, in welcher Stellung er auch nach feiner Beförde- zum General der Kavallerie bis zum Jahre 1909 ver- -Meb. An seine Stelle trat als Kriegsminister General I Heeringen. Er selbst wurde Kommandierender General t slä I 7r Armeekorps. In seiner Amtszeit als Minister führte t|>|| r ®eneral von Einem eine große Zahl von einschneidenden - ” TI ^"sinahmen auf dem Gebiet der Heeresorganisation und *5 , ®Qifnung durch. Im Weltkrieg führte von Einem
— 8 sein 7. Armeekorps. Im September 1914 wurde er
: Oberbefehlshaber der 3. Armee. Als solcher hielt si mit seiner Armee zwischen Reims und den Ardennen in
Nr. 95.
Sonntag, 8. April 1934.
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