Montag, 19. März 1934.
Wiesbadener Tagblatt
Nr. 77. Seite 3.
MWlBBent Oring ehrt Die W her eportohisföi*
Essener Gedenktag.
Essen, 18. März. Die Bevölkerung Essens und des Ruhrgebiets, die während der gestrigen Veranstaltungen den Führer des neuen Reiches, die SA. und SS. und ihren Stabschef Röhm ehrte, jubelte am Sonntag dem Ministerpräsidenten Göring, dem unermüdlichen Mitkämpfer des Führers und dem Vernichter des Kommunismus zu.
An den Grabstätten der gefallenen SA.- und SS.-Männer.
Ministerpräsident Göring und Stabschef Röhm fuhren sodann mit ihrer Begleitung durch die dichten Reihen der Organisationen und der Bevölkerung zum Ehrenfriedhof am südwestlichen Rande der Stadt. Schutzpolizei und SA. bildeten in dichten Reihen Spalier auf dem Wege zu den Grabstätten. Am Grabmal der im Kampf um das Dritte Reich durch Mörderhand gefallenen Essener SA.- und SS.- Männer Schroen, Karpinski, Eufe und Garthe hielten SA.- Kameraden mit brennenden Fackeln Wacht. Während das Lied vom guten Kameraden erklang und die am Grabe Versammelten in stillem Gedenken die Toten ehrten, legte Stabschef Röhm «inen Kranz nieder mit dem Gelöbnis, daß d i e SA. stets ihren toten Kameraden nacheifern werde.
Ministerpräsident Göring legte sodann ebenfalls einen Kranz nieder.
Dem Gedächtnis der erschossenen Kruppschen Arbeiter.
_3n der Nähe, unweit der Gräber so vieler Soldaten des grosien Krieges, unweit der Grabstätte der an dem blutigen Karsamstag des Jahres 1923 i n den Kruppwerken von französischen Kugeln erschossenen Volksaenoss en liegt das Ehrenmal der Männer, die in bent Kampf gegen die spartakistischen Horden ihr Leben liehen. Angehörige der damaligen Sicherheitspolizei und der Einwohnerwehr, Schutzpolizei. Kameraden der Gefallenen flankierten das Ehrenmal. Wiederum ertönte es leise und eindringlich: „Ich statt' einen Kameraden". Dann pries Ministerpräsident Göring, der Oberbefehlshaber der preußischen Polizei, die Opfer tat der Männer, die in treuer Pflichterfüllung mutig für Heimat und Vaterland eintraten, die sich als erste dem Geist der Vernichtung entgegenstellten. „Zum erstenmal bekennen sich Volk und Staat zu diesen Toten und ihren Taten. Nach Jahren der Schmach und Not hat die nationale Erhebung auch die Ehre der Schutzpolizei wieder hergestellt. Kameraden der Schutzpolizei, wir können stolz sein auf die Toten, die durch Hingabe und Pflichterfüllung bewiesen haben, daß es mehr gibt als das Leben, daß es Höheres gibt als das Dasein. Immer sind es einzelne gewesen, die vorleben und vorsterben muhten, damit das Volk sich wieder fand und in heroischem Geist wieder erstand." Ministerpräsident Göring legte seinen Kranz mit dem Versprechen nieder, dah die Schutzpolizei stets ihre Pflicht erfüllen werde. Mit dem Gelöbnis treuer Pflichterfüllung und Nacheiferung legten weitere Kränze nieder die Polizeigenerale D a l u e g e und Stieler von Heydekamp, «in Vertreter der Sanitätskolonne des Roten Kreuzes und Gauleiter Staatsrat Terboven.
Denkmal für den jüngsten gefallenen SA.-Mann
Während Stabschef Röhm auf dem Friedhof in Essen- Kray in feierlicher Weise das Ehrenmal für Essens jüngsten Nationalsozialisten und SA.-Mann Fritz Felgendreher enthüllte, der am 14. März 1931, am Tage seines 18. Geburtstages, unter den Kugeln kommunistischer Mörder sein Leben lieh, fand am Wasserturm in Essen die Gedenkfeier für die bei den Kämpfen gegen die Spartakisten in den Jahren 1920/23 gefallenen Angehörigen der Polizei und der Einwohner der Stadt statt.
Die Feier am Wasserturm.
Polizeipräsident Zech begrühte den Ministerpräsidenten und gab dem Dank und der Freude über den Besuch des Ministerpräsidenten und des Stabschef der SA. in der Stadt der Arbeit Ausdruck.
Ministerpräsident Göring erinnerte in seiner Ansprache an den grauenvollen Tag, an dem vor 14 Jahren am Wasserturm in Essen eine Tragödie sich abspielte, wie wir sie damals noch mehrfach erleben konnten. Hier an dieser Stelle, so führte er aus, bäumte sich das Verbrechertum auf gegen Pflichterfüllung, gegen Mannesmut. Denkt zurück an die grauenvolle Zeit, da deutsche Menschen, aufgepeitscht und ausgehetzt durch artfremde Verführer, aufgestanden waren gegen ihre eigenen Brüder, um sie abzuschlachten gleich Tieren. Und das nannten sie die Vollendung ihrer Weltanschauung.
Uns aber zeigte es, daß die Weltanschauung des Kommunismus Mord ist, dah sie Anarchie, Vernichtung und Untergang ist. Es zeigte sich aber auch deutlich, dah immer dort, wo sich diese Pest erhebt, ein Volk stürzt, eine Nation zusammenbricht. Und wenn wir heute glücklich sind, daß das Volk zu sich selbst zurückgefunden hat. wenn wir heute wieder stolz das Haupt erheben können in Deutschland, dann dürfen wir niemals vergessen alle die Menschen, die in den vergangenen 14 Jahren des Leidensweges sich zum Opfer brachten, und so wurde auch damals dieser Kampf zum Symbol für die ferne Zukunst. Rückblickend wissen wir, dah ihr Opfer mit dazu Leigetragen hat, dah Deutschland wurde. Wir danken ihnen, den Toten. Wir wollen heute auch an dieser Stelle Lanken Lenen, die noch leben und die damals hier ihre Pflicht getan haben, die damals die grauenvollen Stunden mit durchlebt und mit durchzittert haben.
Zum ersten Male bekennt sich heute aus vollem Herzen der Staat und mit ihm Volk und Vaterland zu die,en Männern und zu Liefer Feier, die nicht mehr ein« interne Feier der Schutzpolizei ist, sondern eine Feierstunde für das
Berlin, 18. März. Der Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten führte am Sonntagmittag mit der Wethe von etwa 100 Fahnen seine erste öffentliche Veranstaltung im Berliner Sportpalast durch. In dem Reichstreubund sind zusammengefaßt der frühere Reichsbund der Zivildienst- berechtigten sowie die Treubünde der Wehrmacht und andere soldatische Organisationen der neuen Wehrmacht. Der Bund umsaht 150 000 Mitglieder in mehr als 1000 Ortsgruppen. Zu der Weihestunde im Sportpalast hatten sich mehr als 12 000 Bundesmitglieder versammelt.
Aus einer Ehrentribüne auf einer Längsseite des Saales nahmen außer dem Reichswehrminister von Blomberg, dem Chef der Heeresleitung, General Freiherrn v. Fritsche, und zahlreichen anderen hohen Offizieren der Reichswehr, der Reichsmarine und der Polizei, die Vertreter der Bundesleitung, der SA. und SS., der politischen Organisationen, des Luftsportverbandes und vieler Verwaltungsbehörden Platz, unter ihnen Staatssekretär Hier! und der Potsdamer Polizeipräsident Graf Helldorf.
Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg
führte u. a. aus: Ein Jahr ist seit dem Tage von Potsdam verflossen, ein Jahr gewaltigen Geschehens in unserem deutschen Vaterland. Die Einheit des Willens, die wir so schmerzlich vermißt und so lange ersehnt haben, sie ist unserem Volke endlich gegeben.
Der Geist wahrer Kameradschaft, der das deutsche Heer des Weltkrieges beseelte, der Geist der Opferbereitschaft und Treue, er ist wieder erstanden und wirkt als lebendige Kraft in unserem Volk! Auch für uns Soldaten im feldgrauen Rock und im Biirgerkleide, als die ich Sie, meine Kameraden vom Reichstreubund, begrüßen darf, galt es daher im verflossenen Jahr die Kräfte zusammenzufügen, denen gleiches Wollen und gleiches Streben innewohnt.
ganze deutsche Volk, von dem jeder einzelne danken muß denen, die damals hier verbluteten. Mit besonderem Stolz aber muß es heute die Schutzpolizei erfüllen, wenn sie hier an dieser Stelle steht, um ihrer gefallenen Kameraden von einst zu gedenken, denn auch für sie ist dieses Opfer Symbol geworden, auch sie stehen jetzt befreit wieder in ihrem Dienst, denn für sie hat, wie für jeden anderen, das Wort Stolz wieder Sinn bekommen. Und ich weiß, daß so, wie damals eure Kameraden hier gefochten haben in dem Turm und gefallen sind, daß ich dasselbe heute in jeder Stunde von euch verlangen darf. Wir haben Liesen Feind in 10 Jahren schwersten Kampfes niedergerungen, aber glaubt nicht, daß er völlig vernichtet ist. Noch immer schwelt der Brand unterirdisch weiter, und es wäre Wahnsinn, wollten wir die Augen verschließen.
Aber wir sind uns darüber klar: Nicht nur die Faust, nicht nur die Gewalt vermag den Kommunismus nieder,zudrücken, etwas Stärkeres muß kommen, etwas Höheres, das Vertrauen des Volkes muß Garant fein gegen die Wiederkehr dieser Gefahr.
Und so wollen wir nicht nur, wie es unsere Pflicht ist, mit Len Mitteln des Staates scharf zupacken, wir wollen auch alles tun, um Las Vertrauen Les Volkes zu stärken und zu fördern, und wir wollen alles tun, um so zu leben, daß jene Unterwelt keine Möglichkeit zu erbärmlichem Widerstand gegen Deutschland hat und deutsche Brüder nach einer falschen Richtung eingesetzt werden müssen.
Und nun lege ich den Kranz nieder zum äußeren Zeichen des Gedächtnisses und des Versprechens, daß wir der Toten würdig leben werden.
Einem Gelöbnis gleich stimmte die Menge in das Deutschlandlied und in das Horst-Wessel-Lied ein. In feierlicher Stille wurden dann vor der Ehrentafel am Turm die Kränze des Führers, Les Ministerpräsidenten Göring und Les Stabschefs Röhm niedergelegt! Ein Vorbeimarsch der Schutzpolizei, der Kampfteilnehmer der Polizei und der Einwohnerwehr, der SA., SS. und HI. beendete die weihevolle Stunde.
Kameradschaft, das war die Triebfeder, die Sie, welche den Treubünden und dem Reichsbund der Zivildienstberech- tigten angehörten, zu Mitgliedern dieser Bünde werden ließ. Opferbereitschaft und Treue, das war der Inhalt, der Ihren Bünden Leben und Gestaltungskraft gab. Kameradschaftspflege und Fürsorge, das ist der Grundgedanke, in dem beide nunmehr vereinigt sind und durch den sie tief im Urgrund nationalsozialistischen Denkens wurzeln: Nicht der eigenen Person, sondern dem Volksgenossen und Volksganzen gilt Ihre Arbeit, gilt die Arbeit Les Reichstreubundes!
Die Farben des Deutschen Reiches haben Sie in diesen Fahnen vereint mit dem Zeichen der nationalen Erhebung.
Dies zeigt, in welcher Richtung der Bund marschiert, und welcher Geist ihm innewohnt. Der Geist, der vor einem Jahr in Potsdam einen Schlußstrich zog unter alles, was undeutsch war, der seine beste Verkörperung findet in zwei Gestalten: der Ehrfurcht gebietenden unseres Herrn Reichspräsident Eeneralfeldmarschall von Hindenburg und der unseres Volkskanzlers und Führers Adolf Hitler. Der Geist, der an uns Deutsche nur eine, aber so hohe Forderung stellt: die ganze Kraft, das ganze Können, den ganzen Mann für eines einzusetzen: für Deutschland!
In diesem Sinne übergebe ich Ihnen, Herr Bundespräsident, die Fahnen des Reichstreubundes in Ihre Obhut. Mögen sie dem Bunde stets voranwehen zur Ehre deutschen Soldatentums!
Der Präsentiermarsch erklang, der Reichswehrminister und der Bundespräsident schritten die Front der Fahnen ab. Die Ortsgruppen übernahmen die neuen Ehrenzeichen.
Tas Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied bildeten den Abschluß der Veranstaltung. Im Parademarsch zogen die Fahnenkompagnien der Reichswehr, Die Fahnen des Reichstreubundes und die Sturmfahnen der SA. an dem Reichswehrminister und dem Bundespräsidenten vorüber. Vom Sportpalast aus zogen die Teilnehmer in geschlossenem Zuge zum Ehrenmal Unter den Linden.
Der Reichswehrminister weiht die Fahnen des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten.
Kameradschaftspflege und -fürsorge.
Der Meister der k'önigl. Dichtung.
(Zu Börries von Münchhausens 60. Geburtstag am 20. März 1934.)
Von Professor F. Wippermann, Bad Kreuznach.
Die Ballade liebt die mitreißende Wucht der Handlung und der Leidenschaften. Starke Menschen, vielfach hochstehende Männer und fürstliche Frauen, große, edle ober schlechte Menschen mit starkem Willen, klare Ereignisse, mächtige Taten, — das ist das Material der Ballade. —
Nicht nur auf bedeutsame Handlungen und packende Geschehnisse kommt es an; di« echte Ballade weiß, wenn auch mit noch so knappen, oft kantig-herben Mitteln, ihre Gestalten rund und eigenkräftig herauszustellen; noch mehr aber — und das ist die höchststehende Art der Ballade — gilt es, ihre Helden zu Trägern von Gedanken zu machen: die Weltanschauungsballade.
Börries von Münchhausen hegt eine hohe Auffassung von dem Wesen und Wert seiner Kunst. Mit Recht hat er die Ballade eine königliche Dichtungsgattung genannt. Adel des Blutes wie des Herzens birgt sich, be
zwingend, erhebend oder tief erschütternd, in der Kraft und der .Pracht, in dem ritterlichen Spiel wie in dem tiefen Ernst seiner Verse. Wie dieser Dichter stets seinen Edelmannsberuf hochgehalten hat — er kannte und lebte allezeit bett alten Spruch, daß Adel verpflichtet —, so ist sein dichterisches Werk das getreue Spiegelbild einer wahrhaft adligen das heißt einer edlen Gesinnung, einer hochgemuten, einet ritterlichen, einer echt deutschen Seele:
Das sind wir!
Zu Helm und Schild geboren, Zn des Landes Schutz erkoren. Dem König sein Offizier, Treu unfern alten Sitten, I» unsrer Bauern Mitten, Das sind wir!
Wir bauen unsre Felder, Wir hegen unsre Wälder Für Kind und Kindeskind. Ihr spottet der Ahnen! Die Hüter Sind sie der einzigen Güter, Die euch nicht käuflich sind.
Wir steh'tt mit starrem Nacken
In des Marktes Feilschen und Placken In strengster Ritterschaft,
Wir woll'n in stillem Walten
Dem Lande sein Bestes erhalten: Deutsche Bauernkraft!
Das ist rechter Edelmannssinn: Treue zum Führer, Ritterlichkeit, zähes Beharren am Alten, soweit es als wertvoll erkannt ist, Liebe zu Volk und Volkstum, zumal zu den Wurzeln unserer Bolkskraft, zum Bauerntum, und zu Haus und Familie! Aus vielen der Münchhaufenschen Balladen leuchten uns diese Edelkräfte entgegen, mit farbiger Wortkunsi gestaltet, zu reichem, werbendem Leben geweckt. Der vielgewanderte und -bewanderte Freiherr hat seine Stoffe und Gestalten aus allen Ländern und Zeiten gegriffen, aus Heimat und Fremde, aus Vergangenheit und Jetztzeit, aber die schönsten Lieder bot ihm seines germanischen, seines deutschen Volkes Geschichte. Nur einige der Kostbarkeiten aus dem schier unerschöpflichen Schatzbehälter seiner Balladen und Verser-Shlungen seien hier herausge- hoben: „Die Glocke von Hadamar", „Der Marschall", „Halfdan", „Ragnars Sohn", „Die Fischer von Soenbalanb“, „Der Eid derer von Lohe", „Der Todspieler". ..Dreigespräch", der wuchtige Sang vom Bauernaufstand oder die prachtvolle
Gestaltung heldischer Erinnerungen des eigenen uralten Geschlechts wie „Der Letzte seines Geschlechts", ober aus der Ahnen-Reiterzeit in dem großen Kriege des siebzehnten Jahrhunderts „Der alte Stamm" — so „Feiert der tote Stamm sein Auferstehn — In eines Herzens wundertätiger Liebe".
Wie rauscht und glüht und klingt es in diesen Balladen- bücherm deren Titel schon den heldisch-ritterlichen Geist ihres Sängers verraten: „Die Balladen und ritterlichen Lieder", „Das Herz im Harnisch", „Die Standarte", „Schloß in Wiesen". Wie klirrt es darin von Lieb und Haß, von Treu und Dank, von Kampf und Tod! Nicht alle Balladen dieses reimgewaltigen Dichters sind Meisterwerke — schon Lilieneron fand einige zu „spektakulös" —, aber das Große und Starke, das Echte und Schöne überwiegt bei weitem, und mancher seiner Verse, manche seiner Dichtungen sind von unvergleichlicher Bannkraft, gehören für alle Zeit zu dem Nibelungenschatze unserer großen Kunst.
Menschlich oft noch anziehender wirken Münchhausens persönliche Lyrik und seine idyllenartigen Schilderungen von den schlichten Freuden im Heim und am Herd in der Heimat. In ihnen kommt vor allem das soziale Empfinden dieses Dichters zum schönsten Ausdruck. Wie innig findet sich beides vereint in bem Zweizeiler, ber bas Nachkriegsgedicht „Das Ende" abschließt:
Mein Bruder, komm her und reich mir deine Hand: Gemeinsam bauen wir das neue Vaterland!
In seinen Idyllen, von denen eine Auswahl auch gesondert herausgekommen ist, wie in seinen Prosaschriften sehen wir den adligen Gutsherrn — gern bezeichnet er sich selber als Bauern — in einem väterlichen Verhältnis zu seinen Leuten stehen, bereit Freud unb Leib er und „die liebste Frau" warmherzig teilen:
Ach, unvergeßlich ist der breiten Hände
Holzharter Druck in seiner Dankbarkeit!
Das deutsche Volk, namentlich das her Männer und wiederum vornehmlich das junge Volk, hat diesem Dichter große Liebe, ja begeisterte Verehrung entgegengebracht. Sie fühlen, daß der ritterliche Sänger das Beste unseres Deutschtums verkörpert und zu edler Form gestaltet hat. — „Wi hed em True holen, hei heeld de True ök." Ja. Börries von Münchhausen hält dem deutschen Volke die Treue. Wie er für das alte ruhmreiche Deutschland gestrebt und gekämpft hat, so hat er dem frisch erwachten heute seine ganze Liebe und Kraft zugewandt.
