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ktürd,eÄbend-SluSchbiSI2Uhr „ ..
^ ^°rgen-Äusg, di« 3 Uhr nachmittags. Berliner Redaktion des Wiesbadener Tagblatts: Berlin
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„Tagilatt-HauS" Nr. 6650-58.
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ta 9 f 4. Kugust 1914.
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Morgen-Ausgabe.
Nr. 357. » 62. Jahrgang.
Ä 5bS* triw ' :i * A«g.
<* ** nahmen heute vormittacl ir«^ >^1 Hufe C ^ ctl5t ® ä e 11 st ocha n. Auch B e u d
Atzung Werlerev russischer Grte ^Uvch deutsche Truppen.
Deutsche Truppen
x, . ^'ie schon gcineidet, Kali sch sind ^ Truppen besetzt worden.
"1 Zische Szenen bei der Kbsatzrt des
\A ^He»r^^stchen Botschaftspersonals
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tsS!
Aug. (Eig. Drahtbericht) Bei der Ab-
Botschafters, die erst heute mittag
^ouderzliges erfolgte, haben sich g r o fr c ereignet. Ter Lehrter Bahnhof, war militärisch a b g e-
,""idufS* re ” ber französischen Botschaft, die >}> A Äi|! > c , u wollten, wurde das Herantreten Ai rrlveigert. Unter den Linden
H als die ersten Autos den Hof der
.'»t r f •• c «cn, gegen das Portal unter ^ hjja "u b x n d c m Lärm los. Als einer der $ »dj. 1 ' ^ lächelnd der erregten Menge zu- »ey \ be ^ Sturm zum Orkan. Die Menst ^kef? ^ ^ ^ ^ " die schwache Schntz-
>> »>rnLr. und hieben mit Stecken und i?» hj blindlings in den offenen Kraft- x b- ^wei weiteren Wagen, die folgten,
O’ ncnp« cJ“. Die Insassen schützten sich, so'gut r iiij'r die von allen Seiten auf sie niedcr- Hiebe. Die Chauffeure schlugen
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«^Eriieit.
^ lfAdc' ^ ^rrbcigceilt. r'in ^ug animtim:
t MfH u"Ivtzvicrtc heran und drängte die Mcn- d 'f' w- hk ; u f de« Mittelgang zurück. Als dann kurz dicr weiteren Autos der Botschafter mit i|Jii4nT^ 5ten ltllb Sekretären das Palais ver-
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Ui Tempo ein und bald waren die Inzwischen waren Schutzmanns- Ein Zug S ch u ü l e n t c
S.P'r Wagen auf beiden Seiten von be- JltJ' r ‘b eif A 11 bleute n eskortiert, welche die -^c n s ch c n m a s s c n an Handgreiflich- {, . ä, t Brausende Pfuirufe bcglci-
Botschafters.
y '" C *' C deutschen Botschaft aus Petersburg.
rgö (Eig. Drahtbericht) Wie an nnter-
, n - t nt 5t3ctctlt wird, ist der deutsche Botschafter in
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c * l, rt Anzahl RcichSdciltscher von Petersburg s - 1 tzllch Schweden abgcreist. Er wird in kurzer
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Z >, Utif, ^ Rfs „Kricgswcrkzengc" unserer Feinde! »ii. > A^keiblichc französische Gemeinheit.
zo,.^8- Ein französischer Arzt versuchte gestern
jA' cc verkleideter Offiziere, Brunnen mit
'che.?'ll
M°No!5' ° N c n.
c n zu infizieren; er wurde stand-
(Es ist nnS bekannt, daß bei einem
/ V^tcii , zugunsten Rußlands verurteilten Deutschen ' i; ^ fjjj Oer' ■■■■■■■
sind, tzw für den Kriegsfall zur Bergif-
A.^es"°r,f Krieg ebenfalls Cholcrabazillen-
33
Die
^ ^ erlaufe verwendet werden sollten.
\H rns st sch -französi s che n Bündnisses stehen
.
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fi ea'fl-f wurden sic untersucht und man stellte als
^ >'Kulturhöhe". Kein Wort des Abscheus ist ' wt )u’ä ihsten blutig heim! Schrift!.)
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Massenspionage.
bc c don Flugzeugen ins Ausland. — Der
"Nowoje s flr verhaftet.
SS „ D A u fl- (Eig. DrahÄbericht)
."°üi>ittag
Wremja" wegen Spionagcverdacht» verhaftet.
Unter den Linden zahlreiche Passanten zwei Personen Die Polizei wurde hc- brachtc die Frauen nach einem benach-
H;
(iS*' 1 * fet, • u ' > c n männlichen Geschlechts waren, ',X? h,jt"Ut°lungen werden ergeben, ob der Verdacht, , k.'ft. Spionen russischer Nationalität zu tun hat, : "uckit wurden auch in Johannis"
:?!>" russische Staatsangehörige verhaftet,
!o k „, , >t standen, ein Attentat auf die grosie
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tft l,, t «li.° l ir.« nt .r.r j <s ,ucl »er
llt befinden, wurden heute früh dem Ber 4 (,.»ä,t r . ">m .-----
c geplant zu haben. Die Verhafteten, "nch zwei bekannte JohanniSthalcr Flieger
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zugcführt.
Ferner versuchten z w e i den letzten Tagen bei verschiedene» c n Johannisthal Flugappa - itz Konstruktion zu kaufen. Als sich hcraus- ^ctf^ Ochincn ins Ausland gehen sollten, f inhihiert. In Szcnan bei Hanau
wurde der russische Journalist M e l n i k o w, der Berliner Vertreter der russischen Zeitung „N o w o j c Wremja", ein bekannter Deutschenhasser, wegen SpionagcverdachtS verhaftet. Mcknikow soll sich durch photographische Aufnahmen der Spionage schuldig gemacht haben.
chh Hildcshcim, 3. Aug. (Eig. Dralhtbericht) Zwei russische Bergarbeiter, die mit Dynamit eine Eiscnbahnbrücke zu sprengen versuchten, wurden ergriffen.
Weitere Verhaftungen unter Spionagcverdacht.
# Stuttgart, 3. Aug. (Eig. Drahtbericht) Unter dem Verdacht der Spionage wurde heute in Stuttgart eine ganze Anzahl von Russen und Franzosen, darunter mehrere Frauen, verhaftet.
Eine weitere Grenzverletzung durch die Franzosen.
wb. Berlin, 3. Aug. Eine weitcro.Grenzverletzung durch Frantza-en wurde am 1. August abends ‘Eki dem Schlu ch t - Patz KweifÄsfrei scistgcstellt. Die deutschen Posten würben beschossen. Verluste sind nicht zu verzeichnen.
Vier kaiserliche Prinzen befördert und in der Front.
8. Berlin, 3. Aug. (Eig. Drahtbericht) Infolge des Kriegsausbruches sind vier der kaiserlichen Prinzen in ihrem militärischen Rang erhöht worden. Der Kronprinz ist unter Beförderung zum Generalleutnant mit der Führung der ersten Gardedivision betraut, Prinz . Eitel Friedrich wurde, wie bereits gemeldet, zum Kommandeur des ersten Garderegiments ernannt, Prinz August Wil.- h e l m erhielt seine Beförderung zum Oberstleutnant und Prinz Oskar ist, wie ebenfalls schon gemeldet, als Oberst an die Spitze der Königsgrenadiere in Liegnih getreten.
80 Millionen französisches Gold in Stuttgart beschlagnahmt.
8. Berlin, 3. Aug. (Eig. Drahtbcricht) Wie an leitenden Berliner Finanzkreiscn verlautet, sind in Stuttgart achtzig Millionen Franken französischer Goldmünzen, die auf dem Wege von Paris nach Petersburg waren, von der deutschen Negierung beschlagnahmt worden.
Berliner LebensmittelWncherer vertzaftet.
8. Berlin, 3. Aug. (Eig. Drahtbericht) Der unerhörte LebenSmittclwuchcr, der in Berlin verübt worden ist, hat schnell Sühne gefunden. Der Inhaber der bekannten Kolonialwaren-Engros-Firma Kamaschke wurde wegen LebenSmittclwuchcr — er hatte für das Pfund Mehl 70 Pf. gc- »ommen — verhaftet. Er entzog sich dann seinem Richter dadurch, datz er Gift nahm. Ebenso verfiel der Kolonial- warcn-EngroS-Händlcr Wicnccke in Neukölln der Verhaftung.
Kein deutsches Moratorium.
8. Berlin, 3. Aug. (Eig. Drahtbericht) Wie vom Staatskommissar an der Berliner Börse mitgeteilt wird, ist das in Berliner Handelskreisen aufgetauchte Gerücht, es werde dem Reichstag ein Gesetz über den Erlaß eines Zahlungsmoratoriums vorgelegt werden, nicht begründet. Zu erwarten ist lediglich ein Gesetz, das die erforderlichen Vorkehrungen für die Stellen trifft, in denen infolge der kriegerischen Ereignisse durch höhere Gewalt die Vornahme von Handlungen verzögert wird, die zur Haltung eines Rechtes aus einem W e ch s e l oder Scheck nötig sind.
Eine Berliner Bekanntmachung, betreffend Einquartierung.
* Berlin, 2. Aug. Der Berliner Magistrat erläßt folgende Bekanntmachung: „Infolge der Bekanntgabe der Mobilisierung wird . Berlin Einquartierung, erhalten, deren schleunige Unterbringung uns obliegt. ?ln unsere Mitbürger wenden wir uns daher mit der Bitte, uns bei dem Bemühen und der Schaffung von Quartieren nach Kräften zu unterstützen."
Notprüfungcn der deutschen Kadetten.
** Berlin, 3. Aug. Die Kadetten der Lichtenfelder An- stakt, die das 16. Lebensjahr erreicht haben, unterstehen einer N o t p r ü f u n g, um als Offiziere in die Armee eingestellt zu werden.
Freifahrt für das Militär auf den Berliner Strafkenbahncn.
tvb. Berlin, 3. Aug. Auf den Straßenbahnen wurde Militärperföncn in Uniform freie Fahrt zugestanden.
Provokationen einer russischen Kapelle.
wb- Berlin, 3. Aug.' In einam im Innern der Stadt gelegenen Easz, m den: eine aus Russen zusammcngösetzle Kapelle spielt, enbsiand gestern ein großer T-umult. Der Kapellmeister hafte die A n st i m m u n g der russischen Nation« I >h y m n e befohlen. Kaum -waren die ersten Töne hörbar, als ein einzilger Schrei der Entrüstung im Saale die Melodie erstickte.^ Die Anwesenden drangen mit Stühlen auf die Russen ein, die sich nur durch eilige Flucht in Sicherheit bringen konnton. MS die Russen verschwunden waren, wandte sich der Zorn der Gäste gegen das Lola!. Tische und Stühle, Gläser und Spiegel tvuvden zertrümmert.
Städtische Kredite zur Bcschafsnng von Lebensmitteln.
51L!n, 3 Aug. In außerordentlicher Sitzung bewilligte die Stadlbevordneten-Versammlung durch einstimmigen Beschluß einen Kredit bis zu 6 Millionen Mark zur Beschaffung von Lebensmitteln für den Notfall.
Gießen, 8. Aug. In der heutigen Sitzung der Siadtver- ordneten-Versammlung wurden 50000 M. für den Fall einer Lebcnsmittelteuerung zur Verfügung gestellt. In Aussicht genommen ist ein Zusammenschluß der Stadt und der Arbeitgeber. um den Fainilien derjenigen Arbeiter, die zur-Fahne berirfen sind, die Sorge abzunehmen.
Ein Zentral- und Auskunftsbureau deS Reichsmarineamts.
Berlin,. 2. Aug. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts veröffentlicht folgende Bekanntmachung: Beim Rsichs- marincamt in Berlin ist für die Dauer des Krieges ein Zentralnachweisbureau eingerichtet worden. Dasselbe erteilt Auskunft oder Vermittlung der Auskunftserteilung der eigenen oder verbündeten Marine, sowie über die Gefangenen der Seestreitkräfte; auch vermittelt dasselbe die Beurkundung der Sterbefälle von Angehörigen der Marine, für die ein zuständiger Standesbeamter im Inland nicht vorhanden oder nicht zu -ermitteln ist. Die Adresse des Nachweisbureaus ist folgende: An das Zentral- nachweisbureau des Nteichsmarineamts IV. 10, Königin- Augusta-Straße 38/42.
Die gestörte Heimreise ber Kaiserin-Witwe von Rußland.
wb. Berlin, 3. Aug. Die Kaiserin-Witwe von Rußland passierte geistern, von Calais konimend, den Bahnhof in der PoiSdanner Straße in der Absicht, Nach Petersburg weiterzu» fahren. Sie wurde von einem Rat der rnsftschen Botschaft ompfanlgen. Der Rat stellte ihr vor, daß sie die Feuer» l i n ie zu passieren habe. Nach -langen Beratungen entschloß sich die Kaiserin-Witwe, über Hamburg zu reisen, um von dort auf dem Landweg Kopenha ge n zu erreichen.
Die Zahl der Nottrauungen in Groß-Berlin.
* Berlin, 8. Aug. Eine Umfrage bei den Standesämtern der Stadt- und Landgemeinden Groß-Berlins hat ergeben, daß am SamStag und Sonntag rund 1800 Nottrauungen vorgenommen worden find. Die 20 Standesämter hatten durchschnittlich je 50 Nottrauungen vorzunchmen.
Der Miser ordnete einen allgemeinen Bcttag für den 5. August an.
wb. Berlin, 3. Aug. Durch Llllonhöchsten Ersaß für Preuß-sn ist ein außerordentlicher allgemeiner Bettag angeordnet worden, der für den 5. Ilugust bestimmt ist. In dem Erlaß, der an den Kultusminister gerichtet ist, heißt es u. a.: Ich fopdere mein Volk auf. sich mit mir in gemeinsamer Andacht zu vereinigen. In allen gottesdienstlichen Stätten im Lande versammele sich an diesem Tage mein Volk in ernster Feier zur Anrufung Gottes, daß er mit uns sei und unsere Waffen segne. Nach dem Gottesdienste möge dann, wie cs die dringende Not der Zeit crfostdert, jeder zu seiner Atzbeit zu- rückkehren.
Ein Dcpeschenwechscl zwischen dem deutschen und österreichischen Kaiser.
wb. Wien, 3. Aug. Zwischen dem Kaiser van Österreich und 'dem deutschen Kaiser fand ein Depeschenwcchsel statt.
Zur angeblichen Mobilmachung Japans.
wb. Berlin, 3. Aug. Infolge des in den AbendstundÄr entstandenen, bisher noch unbostäftgten Gertichtes, Japan mobilisiere gegen Rußland, setzte sich eine ungeheuere Menschenmenge in Bewegung und zog vor das mn Königs- Platz gelegene B o t s -ch a f t e r p a l a i s, wo sie während mcchrcrer Stunden immer wieder -begeisterte Hochrufe auf Japan, D e u t s ch l a n d und den Dreibund ausbnachtc. Der Botschafter befindet sich zurzeit im Urlaub in Tokio. Sein Vertreter erklärte, er habe. noch kein Telegramm aus Japan empfangen und könne das^Gerücht weder bcjstätigen noch ableugn-en.
Abreise des Kronprinzen von Nmnänien nach Bukarest.
** Berlin, 3. Slug. Der Kronprinz von Rumänien, der bisher bei dem 1. Garde-Regiment in Potsdam stand, ist nach der Heimat abgereist.
AuS dem Reichslande.
A Eolmar, 3. Aug. (Eig. Drahtbericht) Die Erklärung des Kriegszustandes wurde vou der Bevölkerung ruhig aufgcnoinmcn. Der Reichstag- und Landtagsabgeordnete Wetterls, dessen „Nouvelliste" sein Erscheinen eingestellt^hat, ist in die Schweiz abgereist.
Die deutschen Vundesfürsten.
Der König von Bayern an sein Heer.
wb- München, 2. Aug. Der König hat an das Heer nachstehendes Manifest gerichtet: An mein Heer! Alle Versuche, den Frieden- in Ehren zu wahren, haben unsere Nachbarn zu Schanden -gemacht. Die Ehre des Reiches und das -S ch i dtif alt des Vaterlandes stehen auf dem Spiel und zwingen uns das Schwert in die Han-d. Unter dem Obcribef-ehl uns-crcs erhabenen -und geliebten Bundos-feldherrn, des deui- schcn Kaisers, wird die auch schon in manch schweren Tagen erprobte bayerische Armee ihren M-awn stellen, ihrer in eonister Frieden-sarbeit gestählten Kraft bewußt, ein würdiges Glied unseres^ -großen deutschen Heeres, würdig -der Opfer ihrer Väter. Mit diesem Wunsche begleite ich meine brave Armee ins Feld; vertrauend auf
