Wiesbadener Tagblatt
Beginn der Frühjahrs-Weinversteigerungen im Rheingau.
X Limburg a. d. L., 14. März. Auf Der Braunkohlen- grübe „Alexandria" bei Höhn wurde ein Bergmann von einem anrollenden Kohlenwagen getroffen und schwer verletzt. Mit verschiedenen Beinbrüchen und anderOk Verletzungen wurde er einem Krankenhause zugefiHrl.
Seite 12. Rr. 73.
ausgebiÄ"^"^ D0" einheitlichen Richtlinien
Der Abwehrkampf der Schiene in USA in Deutschland ein überwundener Standpunkt.
Die Deutsche Reichsbahn motorisiert
Eine Rede des Generaldirektors D o r p m ü l l e r.
Vorbeugender Gesundheitsschutz.
Mütter und Jugend im Vordergrund.
Aus der Erkenntnis, daß die vorbeugende Gesundheitsbetreuung jur die Volksgesundheit, aber auch für die Sozial- »ersicherunasgeiellchasten erheblich vorteilhafter ist als die nachträgliche Heilung entstandener Schäden, hat, wie das VdZ.-Buro meldet, als erste die Landesversicherungsanstalt Hannover die praktischen Folgerungen schon für 1934 gezogen. Der stellvertretende Leiter des Amtes für Sozialversicherung in der Deutschen Arbeitsfront, Anders, berichtet über diese wichtige Neuerung. Er teilt mit, daß die Landes- Versicherungsanstalt erheblich erhöhte Mittel für den vorbeugenden Gesundheitsschutz eingestellt habe. Es seien für den Ansang vorgesehen: Fortbildungskurse für «chwestern in der Tuberkulose-Fürsorge, Sanierung oft n ungen Tuberkulöser und Beseitigung der Schlafbutzen, K u r e n für nichtoersicherte tuberkulöse Er- wachsene, Heil- und Erholungsfürsorge für Kinder, Förderung
Die Einbürgerung des Uhus im Vogelsberg geglückt.
Siegen, 14. März. Wie der bekannte oberheMche Vogelforscher Dr. Karl Rudolf Fischer mitteilt, kann der in den Waldungen des Grafen Solms-Laubach im vorigen Jahr j unternommene Versuch der Wiedereinbürgerung des Uhus J in den oberhessischen Waldungen als geglückt angesehen | werden. Obwohl die im vorigen Sommer aus dem deut- i scheu Osten eingeführten Uhu-Paare nicht gehorstet haben | und damit brüt- und reoierständig geworden sind haben sie 1 von der Möglichkeit der Abwanderung keinen Gebrauch ge- s macht, sondern sind in den Vogelsberg-Waldrevieren ge- j blieben. Um die Reviere der Gräflich Solms-La ubach'scheu 1 Waldungen zur llrzelle für die Wiedereinbürgerung des 1 Uhus in den gesamten deutschen Mittelgebirgen zu machen, 1 wird der Einburgerungsversuch weitere 15 Jahre lang 1 fortgesetzt mit der Maßgabe, daß in jedem Jahr eine 1 Reihe von Uhus unter sorgfältiger Eeschlechterauswahl in s dem Großflugkäfig im Laubacher Wald eingewöhnt und s eingepaart und dann nach entsprechender Behandlung der 1 Freiheit übergeben werden. Der Transport für 1934, der | diesmal wegen der schlechten Brutergebnisse und Bestands- 1 Verringerung im deutschen Osten aus Karpathen-Rußland j besorgt werden mußte, ist bereits gemeldet und vor einigen 1 Tagen abgerufen worden. Die Arbeiten für den Versuch i für 1934 können demnächst beginnen.
Während in den übrigen deutschen Weinbaugegenden insbesondere an der Mosel, in der Pflaz und in Rheinhessen schon mit Beginn des neuen Jahres die Weinversteigerungen in größerem Umfange einsetzten, beginnt der Rheingau gewöhnlich erst Mitte März mit dem öffentlichen Angebot durch seine für den deutschen Weinmarkt so hedeut- samen Weinversteigerungen. Sie erfolgen ununterbrochen während den nächsten drei Monaten und finden gewöhnlich Ende Juni ihren Abschluß.
Die bekannten Weinversteigerungen der Vereinigung Rheingauer We ingutsbesitz e r im Verband der Naturweinversteigerer Deutschlands' bringen auch Jahre wieder traditionsgemäß im Monat Mai ujre Weine zum Ausgebot. Zur Versteigerung gelangen in diesem ^oahre aus den Beständen von 31 größeren Weingütern insgesamt 601 Halbstück und 7 Viertelstück, und zwar: 2 Halbstück 1930er, 19 Halbstück und 1 Viertelstück 1931er, 234 Halb stücke 1932er und 346 Halbstücke und 6 Viertelstücke 1933er.
Dieses Angebot kennzeichnet gleichzeitig die Marktlage und auch die stark verminderten Bestände an alten Weinen, -sm Frühjahr 1933 brachten die Vereinigten Weinguts- bchitz.-r im Rheingau 729 Halbstücke zum Ausgebot, " also etwa 128 Halbstücke mehr als in diesem Jahre. Die gebrauchsfertigen 1931er und 1932er Weine werden jedenfalls sehr gesucht sein. Mit großen Erwartungen sieht man allgemein der Entwicklung des 1933ers entgegen, der sich über- ealLend schnell « klärt hat. Die Preisbildung der 1933er
Die Deutsche Reichspost
ziebunaen gsfieiudjern i»ie mannigfaltigen Be
ziehungen dieses Betriebszweiges zur Automobil- und Kraft- ftl^rzeugzuöehör-2nÄustrle vor Auaen 311 führen V»r .wird vielfach überein. daß^die Deutsth
Reichspost mit ihren rund 13 500 Kraftfahrzeugen dkn Sroßten tn einer Hand vereiniaten Krafr - f?$Js r leb Europas hat. Nach den Übersichten über ^ ^"^icklung des Postkraftfahrwesens verteilt sich der Personenverkehr auf rund 2500 fahrplanmäßig betriebene ^nten. ®te_ Streckenlänge beträgt etwa 48 OOÖ Äilnmeter D. h. sie ist W* 8000 Kilometer länger als der Äquator. Allein ^^g^rnd 4000 Fahrzeuge, vom 15- bis zum 50sitzigen Krakt-
U5’ ,roei^P int Ü'6erIaitÖoerfe5r verwendet. Um zu OmnibnÄbÄ^, bi€ t°ch"ische Entwicklung Der im Omnidus-Überlandverkehr eingesetzten Fahrzeuge gelangt
Diese Verluste wurden zum allergrößten Teil vom Auto aufgefangen.
Das wird schon allein durch die hohe Zahl der Zulassunaen mit insgesamt 22 Millionen Priimtautos deutlich Auchan ben Iayren der Depression sind die Einbußen
der A u t o m o h z l l nd u st r ie nicht so beträchtlicki
m5f>r»nh ^er Prozeß der Verkehrsumlagerung auch
wahrend der Kriseniahre sortgssetzt und verstärkt hat? Für den Personenverkehr ist inzwischen natürlich auch der Auto- ?Mnnn n großer Bedeutung geworden, der zahlenmäßig auf um tft UTt-b !et?e Verkehrsleistung seit 1929
SlJ6!1 v. H. vergrößern konnte. Einen sehr beträcht- lichen Teil der Verkehrsabwanderung von den Eisenbahnen In ?’riFAfa’- ?ebt aIs In Deutschland, die Flug- ^5Uge auf sich ziehen können. Dabei ist allerdings vor Verlangen nach größeren Geschwindigkeiten maßgebend gewesen, das in Amerika mit seinen Riesenentfernun-
SBeine erweckt ebenfalls starkes Interesse. Neben gefälligen Konsumweinen Bringt her neue Jahrgang hervorragende Qualitatsweine und hochfeine Auslesen. Da die Rheingauer M^ntlich kl.uner ist als im Vorjahre, so dürfte mit retfct stabilen Preisen zu rechnen sein. Viele Umsätze, die bis letzt im Freihandoerkauf aus den Kellern der Produzenten getätigt wurden, erzielten eine sehr gute Bewertung
. Auch die Preußische Domäne wird im Mai ins- ge amt 30 Viertelstucke und 3 lose 1930er, 31er und 32er Abmannshauier Spatburgunder, sowie 157 Halbstücke und 7 Viertelstucke 1931er, 32er und 33er Weißweine zur Versteigerung bringen.
Die Rheingauer Winzervereine und freien Vereinigungen versteigern hauptsächlich 1933er Iung- 3 Hallgartener Winzervereine bringen allein in 6 Versteigerungen etwa 400 Halbstück 1933er zum Ausgebot.
Die erste Frühjahrsversteigerung.
?>en-n?.e*®en ber diesjährigen Versteigerungen eröffnete am 12. Marz die Erste Vereinigung' Östlicher Weingutsbesitzer. Die Versteigerung erfreute sich eines ,ehr guten Besuches, und es konnten'bei sehr flottem Verkauf das gesamte Angebot bis auf 7 Halbstücke zuqe- >“>‘aS werden. Es erzielten 8 Halbstücke 1931er Östlicher: 390 400, dreimal 410, 420, 460, und 480 RM. Für 38 Halb- Ifuae 1932er Östricher und Mittelheimer wurden gelöst: 410 fünfmal 420, neunmal 430, sechsmal 440, sechsmal 450 dreimal 460, zweimal 480, zweimal 490, 500, 520, 560 und 620 V,M. / Halbstücke wurden zu Letztgeboten von 420, zweimal 440 4a0, 460 und 530 RM. zurückgezogen. Gesamter- ä^ns.:5:.20620 Durchschnittspreis der 1931er: 423 RM., der 1932er: 454 RM. je Halbstück.
Deutt^bo und Schiene, aus dem in Deutschland dank dem Machtwort des Führers nunmehr eine gemetnfame Front geworden ist, hat naturgemäß in LUNZ anderen Erößenoerhältnissen einqe- und ™ blC|e" ?aSen> wo sich in Deutschland Schiene und Auto zu gemeinsamer Marschlinie verbünd?» ^beu- ’i1 bort seinem Gipfelpunkt, wo die Auseinander- BefelX Brechen geht, nahegekommen. Die
Amerika "wd Forderung des Automobils in
Amerika hat bereits in den letzten Jahren die Verlagerung von der Schiene zum Auto in starkem Maße wirklich werden lasten. Die V e r l u st e d e r E i s e n b a h n e n die früher iü kkänn'7/ LL Erschließung des Landes waren, gehen in lnapp 14 Jahren bis zu 66 v. H. Im Personenverkehr n 1920 no$ 1234 Millionen Personen befördert- 1933 dagegen waren es nur noch 416 Millionen, also rund 34 vH der Zahl für 1920. Auch im Güterverkehr gehen die Ver- hahn-n" E v' .H--Erenze. 1920 wurden auf den Eisen- der Vereinigten Staaten noch 2,259 Milliarden Helen SislfM^fiRW-rr0^16 .foI^nben 2ahre gewaltig ab- fieten dis zu 1,168 Milliarden tut Jahre 1932.
ber Schulzahnpflege, Mütter- und Säug- 1 “Ji1 0 L9 e ’ Beihilfen zur Bekämpfung des i
A -İlmlßbrauchs, des Lupus, der Krebskrankheit und der l Geschlechtskrankheiten, Beihilfen zur Einrichtung von
Schwimmbädern in den Landkreisen.
Vor allem aber kämen in Betracht Erholungskuren für \ männliche Jugendliche von 14 bis 18 Jahren und Kuren für 3 erholungsbedürftige, kinderreiche Mütter. Die Kurmaß- 1 nahmen wollten die aktive Förderung der natürlichen Ab- : Wehrkräfte des Körpers erstreben. Der Referent meint, daß. : nor allem auch den Müttern die Teilnahme an den Kuren ermöglicht werden müsse, ohne daß sie sich Sorge um ihre s Familie und ihren Haushalt machen sollten. Es sei daher : Mliigend erforderlich, daß sich die Organisationen der freien 1 Wohlfahrtspflege, die Frauenschaften, die NS.-Volkswohl- ’ ^drt usw. zu reger Mitarbeit auch in der Versorgung und s Beaufsichtigung der Kinder und der Haushalte zur Ber- -> rügung stellten. _________________
gen viel starker ist, als beispielsweise im innerdeutschen Ver- ] N>r, wo es sich immer nut um Stunden handelt die das Flugzeug als Zeitgewinn herausholen kann. In Amerika lagen die Bedingungen für die stärkere Heranziehung des Flugzeugs im kontinentalen Verkehr wesentlich gün^ r.’9er. Und doch hat es auch hier einige Jahre gedauert I bis diese Vorzüge systematisch ausgewertet und noch mehr 1 gesteigert wurden. Die auf den amerikanischen Luftverkehrs- 1
«r«:Id)ten Geschwindigkeiten lagen in den Jahren 1926 ]
1932 bet 145 bis 160 Stundenkilometer. Das Jahr 1930 ] braftte die Entwicklung zu größeren Geschwindigkeiten: die Maschinen wurden bei den meisten Gesellschaften durch wesentlich stärkere (240 bis 290 Stundenkilometer) ersetzt' bte Douglas Aitcraft Co. in Los Angeles hat sogar 1
Maschinen mit einer Stundenleistung von 350 Kilometer in Betrieb genommen.
Die Verhältnisse für die amerikanischen Eisenbahnlinien ■ wurden dadurch natürlich wesentlich ungünstiger. Die Ge- - genmaßnahmen, die von feiten der Schiene in diesem Vampf um die künftige Verkehrsbedeutung getroffen wurden mstehen vor allem in einer weiteren Erhöhung der Reisebequemlichkeit. Das rollende Material ist durchgreifend modernisiert worden und klimatisiert, das heißt : Et Einrichtungen versehen, die das Reisen bei großen klima- tNchen Unterschieden gleichbleibend angenehm sein lassen. Vor i allem sind auch die Fahrgeschwindigkeiten er- s h o h t worden. Zum Beispiel wurde zwischen New York und - Philadelphia ein % Stundendienst eingerichtet. Neue große 1 Maschinen wurden in Dienst gestellt (bis zu 4000 PS) und gleichzeitig eine leichtere Wagenbauart eingeführt. Der l Vamps zwifchen den drei Verkehrsmitteln Eisenbahn, Auto | unb gtlugjeim ift also in voller Schärfe entbrannt. 1 Vielleicht müssen auch in Amerika erst Jahre vergehen, bis J man sich zu der Einsicht findet,
daß die großen Ausgaben des Warenaustausches und des Güterverkehrs niemals zwischen den Fronten dieser widerstreitenden Jnteresieu, sondern nut auf gemeinsamer Arbeitslime gedeihen können.
Berlin, 14. Marz. Auf einem Presseempfang sprach Dr. 'ug. e. h. Dorpmuller, Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn über das Thema: „Reichsbahn und Motorisierung. Er führte u a. aus: Die Reichsbahn ist diesmal mit einer grogeren Anzahl von Kraftwagen auf der Äusstelluna erschienen, nm zu zeigen, daß der Vorwurf wegen ihrer angeblichen Autofeindlichkeit keine Berechtigung hat. Nicht gegen den Kraftwagen, sondern mit dem Kraftwagen zu arbeiten, ist unsere Ausgabe. Der Urkern jeder Meinungs- verschledenhelt zwischen Reichsbahn, Kraftoerkehrsunter- nehmer, Spediteuren und der Autoindustrie ist nichts anderes gewesen, als die Sorge, der Reichsbahn für die Erhaltunq ihres auf gemeinwirtschaftlicher Grundlage aufgebauten T,arlfgebaudes. Die für die Bevölkerung so wichtigen Maffenguter können wir nur deshalb zu so niedrigen Fracht- ieiL’ met- wir aus den hochwertigen Gütern, unqe- sahr 30 v. H. unserer gesamten Gütereinnahmen heraus- holen. Dieser Grundsatz wurde von den Kraftwagenbesitzern aber nicht beachtet. Nachdem aber jetzt ein autoritärer ' »taat einen ganz anderen Druck im Sinne des Allqemein- nutzens auf eigonnützige Bestrebungen ausüben kann, haben rou die Aussicht daß Kraftwagen und Reichsbahn das gleiche gemeinwirtschaftliche Tarifsystem annehmen.
Es ist klar, daß ein neues Verkehrsmittel, wie der Kraftwagen, dem alten Verkehrsmittel, der Reichsbahn, Abbruch tun mutz. Allein wir müssen anerkennen, daß die Bevölkerung ein Anrecht hat, sich derjenigen Verkehrsmittel zu bedienen, die imstande sind, der Öffentlichkeit am besten zu dienen. Die Eisenbahnen werden nach wie vor ihre großen Vorzüge bchalten, aber derjenige Verkehr, den der Kraft- wagen im Sinne des Gemeinwohles bedienen kann, muß auch auf den Kraftwagen übergehen.
Die Schiene wird also einen nicht unbedeutenden Teil ihres Verkehrs an den Kraftwagen und an die neuen Autobahnen abgeben müssen.
Die Hauptsache ist aber dabei, daß dieser Übergang nicht plötzlich geschieht und zu einer Zerstörung von Werten führt me noch nicht ausgenutzt sind. Deshalb ist es auch von großer Wichtigkeit, daß diese beiden Verkehre in einer Hand bfeiben.
,, Von dem Gesichtspunkt aber aus betrachtet, daß ein allmählicher Ausgleich zwischen den beiden Verkehrsmitteln stattfindet, ist es Pflicht der Reichsbahn,, dafür zu sorgen, daß beide Verkehrsmittel sich natur- gematz weiterentwickeln. Daß wir auf diesem Gebiet arbeiten mögen Sie daraus erkennen, daß Ihnen auf der Autoaus- st e l l u n g neben den Vergasermotoren für die Straßenfahr- öeuge auch ein Wagen vorgeführt worden ist, der mit Holzgas betrieben witd, ja auch ein zweiter Wagen, der nach dem Dobleprinzip mit Dampf betrieben wird.
criei4s l>ie Reichsbahn auch zur Motorisierung der Schiene selbst übergegangen. Der diesel-elektrisch betriebene Hamburger Schnelltriebwagen ist Ihnen bekannt, und ich sage Ihnen nichts Neues, wenn ich Ihnen mitteile,
daß wir bereits eine Reihe von weiteren Schnell- triebwagen in Bestellung gegeben haben, die etwa 23 Hauptstrecken der Deutschen Reichsbahn von zusammen fast 9000 Kilometer Länge bedienen sollen.
Ich gab ja schon vor einigen Tagen bekannt, daß es unsere Absicht ist, die Geschwindigkeit auf unseren Eisenbahnen derartig zu steigern, daß es möglich sein wird, von Berlin aus die Hauptstädte in Deutschland in einem Tage zu erreichen und von dort wieder nach Berlin zurückzukehren, wobei noch genügend Aufenthaltszeit in der fremden Stadt übrig bleibt, um geschäftliche Angelegenheiten zu ordnen. So soll also die Fortentwicklung beider Verkehrsmittel, nämlich Kraftwagen auf den Landstraßen und Autobahnen einerseits und Triebwagen und andere Motorfahrzeuge auf den Gleisen andererseits weiter gefördert werden. Aus diesem edlen Wettstreit wird sich das Beste für die Verkehrsbedienung in Deutschland entwickeln.
Dorpmüller gab dann einen überblick über die tm Betrieb der Reichsbahn entwickelten Motorfahrzeuge, der Triebwagen, Motorschiffe, Kleinlokomotiven, Hilfsmaschinen für die Oberbauhaltung, Eleiskrananlagen, die Frachtflugzeuge usw. und fuhr dann fort:
Die Motorisierung der Landstraßen durch die Reichsbahn mögen Sie daraus erkennen, daß die Reichsbahn sich entschlosien hat, in großem Umfange die Lastkraftwagen in ihr Berkehrsprogramm einzusetzen.
Im Herbst hat beispielsweise die Reichsbahn 1140 Lastkraft- magen in Auftrag gegeben und die Beschaffung von weiteren 720 Wagen eingeleitet. 19 Reichsbahnausbesserungswerke haben anstanÄsetzungsabteilungen für diese Lastkraftwagen erhalten und sind mit besonderen Kraftwagenwerk- stätten ausgerüstet worden. Für-die Ausbesserung der kleinen Schäden stehen 34 Kraftwagenbetriebswerke zur Verfügung und zur Unterbringung der Wagen werden zunächst 2o0 Kraftwagenstationen eingerichtet: In 17 Fahrschulen
__Donnerstag, 15. März 1934.
'st, hat die Deutsche Reichspost drei Kraftomnklb uFt^ * e u e st e r Sauart mit 15, 22 und 50 Sitzplätzen aus«- ftent. Für die Landkraftposten, die bereits runo 10 M^I Honen Landbewohner versorgen, werden Fahrreii^>- ^fj«etShDber«rl^9;-'ii^sen Maschinen verwendet. Soweit di- außer dem Platz tur den Ktaftwagenführer noch vorba/ denen Platze nicht für Postladung, Postbegleiter od» Storungssucher benötigt werden, dienen sie auch zur
jenhmeter-Kraftzwetrad mit Seitenwagen, Dreiradwaoen elektroch angetriebenen %= und 2-Tonnen-Paketwagen und Benzinkraftwagen von 1 bis 5 Tonnen Nutzlast. Aus dem Telegraphenbaudienst werden ferner ein Bautrupp-LastzA €tn Meßkraftwagen und em Ladewagen gezeigt. ’ Sl
Forschungsrat für das Kraftfahrwesen.
... Berlin, 14. März Während der Automobilausstelluna ist der vom Reichsverkehrsminister Frh. v. Eltz-Rübenach seiner Ansprache auf dem Begrüßungsabenid des Reichsver- bandes der Automobllindustrie erwichnte Forschungsrat ^s §n?r*a^rme|!ns ersten Male zusammengetreten. Dem Forschungsrat gehören die Professoren Heidebroek-Dresdem Kamm-S.uttgart; Kluge-Karlsruhe; Kutzbach-Dresden'
' ^aegel-Dresden:Prandt-Eöttingen; Reinsch! «erhn ^Hum-Darmstadt; Warzlmck-Dresden und der Privatdozent Dr. Schmidt-Breslau an. ”
