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$d*groinm«»reffe: ZegNtit äBicrtelm.

82. Jahrgang.

Donnerstag, 1. Mürz 1934

Nr. 59.

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Puji Kaiser von Mandschukuo

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f. 6<dlaü>ergi*e tzofd»chrruck«ni, .tagBlatt. &*m. Eeschüftrzeit: 8 Uhr morgens Bis 7 Uhr abend», auber Sonn- und Feiertags.

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»erttigli* nachmittags, S-msiag, »or- u. nachmttlage Fl-rniprecher-Sammel-Nr. 59631. Berliner Büro: Berlin-Wilmersdors.

I

«m die Existenz ist «in Kampj.um le in DeLtfch- t u m. Deutschland hat aus eigener Kraft die Parteien über­wunden. Eine einzige gemeinsame Front gibt es in Deutsch­land: Die Deutsche Front. Da können wir an der Saar nicht zurückstehen. Wir wollen auch aus innerer Kraft die Parteien, Las, was uns trennte, überwinden und uns zu- fammenfchließen und uns eingliedern in die große Deutsche Front, in die Deutsche Front an der Saar. Der historische Prozeß ist längst über die Parteien hinausgegangen.

2m Reich sind sie liquidiert, auch wir wollen sie restlos liquidieren Der Nationalsozialist hangt nicht an dem Wort Partei". Er weiß, daß er in der großen deutschen Bewegung steht. Es geht ihm um die große Sache allein: Unser Deutsch­land!

Mit dem heutigen Tage fallen die Parteien! Das große Einigungswerk ist endlich gelungen! Was der .12. November für Las innere Reich bedeutete, bedeutet bet i. März für Las deutsche Saaroolk. Wir treten nun gemeinsam unseren Marsch an. Wir werden eine verschworene Voltsgenossen- schaft sein, eine Gemeinschaft aller Deutschen an der Saar, wo sie auch in der Vergangenheit standen. Durch den einen Ring sind wir alle zusammengeschweitzt: Unser Deutschland!

Die Metallarbeiter verlassen die Freien Gewerkschaften.

St. Ingbert, 1. Mär.;. Der Verstand der Ortsoerwal- tung St. Ingber', des deutschen Metallarbeiteroerbandes <ca. 20 Ortschaften umfassend) hat folgende Erklärung abge­geben ".

Die unterzeichneten'- Borit-m.-'-nukglieder der Ortsver-

Eden in Paris.

Die wichtigste Etappe der Rundreise. Die französische Presse sehr zurückhaltend. Reue Rüstungsforderungen.,

Deutsche Einigung an der Saar

Restloses Aufgehen aller Parteien in der Deutschen Front.

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Für die Aufnahme eon 9In eigen au bestimmten Tagen und PILgen wird keine «ewShr Vernommen. - -chlr.st der «nzei-en-Annahme 10 Uhr vormittags Srötzere Anzeigen mayen spätestens einen Tao vor dem (Ertäieinungstage aufgegeben werden ---------------

Pariser Kreisen wird erklärt, daß mit einer höflichen, aber ziemlich bestimmten Ablehnung der Vorschläge zu rechnen sei.

Wie weit die Frage des D o n a u x a u m e s in den Pariser Gesprächen diesmal eine Rolle spielt, ist schwer zu sagen. Bei der ersten Anwesenheit Edens in Paris ist Las österreichische Problem bekanntlich eingehend er­örtert worden. Offensichtlich ist die französische P o l i t i k zur Zeit darauf eingerichtet, in dieser Frage die Kleine Entente nachdrücklich zu unter­stütze n. Ob man aus diese Weise hofft, die Italiener zu Zugeständnissen in der Abrüstungsfrage geneigt zu machen, ob also die Donaufrage als Druckmittel benutzt weiden soll, mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls aber interessiert man sich in Paris wieder auffallend stark für die Fragen des Donauraumes. Wenn man dabei sehr gute Fühlung mit Prag halt, so mag dafür die Furcht vor einem angeblich geplanten deutsch- tschechischen Verständigungspakt nach dem Muster der deutsch-polnischen Vereinbarungen maßgebend^ sein. Minister Eden dürfte sich wohl bemühen, diesem Thema möglichst auszuweichen und beim Abrüstungsprobiem zu bleiben. ... . .

Charakteristisch für die gesamte Lage i|t im übrigen dir Begleitmusik zu Len Pariser Gesprächen. So wird nämlich gemeldet. Laß der französische Festungs­gürtel, der angeblich bei Bitsch noch ein Loch aufweuen soll, in dieses Gegend weiter ausgebaut werden soll und es wird ferner hinzugefügt, daß auch an der Nord­grenze die Befestigungen a u s.ge'L a u t__ werden müßten, da man hier eine zweite Linie schaffen wolle für den Fall, daß der belgische Festungsgürtel über­rannt werden sollte. Kaum hat der Draht der oui- horchenden Welt diese Nachricht übermittelt, so liegt schon wieder eine Pariser Meldung vor, daß Kriegs­minister Marschall Pötain außer dieser Verstärkung des Festungsgürtels auch Truppenver stärk un- gen fordert. Er hat im Heeresausschuß der Kammer darauf verwiesen, daß durch die Äufstellung der soge­nannten Deckungstruppen an der Grenze sich die Truppen im Inneren des Landes zahlenmäßig ver­ringert hätten. Tas aber bedeute eine Verschlechterung der Ausbildungs- und Mobilijationsbedingungen. Des­halb müsse die'Stärke dieser Truppen erhöht und eine verstärkte Einstellung von Spezialisten und Kapitulanten erfolgen. Daß eine solche Forde­rung ausgerechnet am Vorabend der Besprechungen Edens über das Abrüstungsproblem erhoben wild, kennzeichnet die Situation und läßt den französischen Willen zur Abrüstung" in bengalischer Beleuchtung

i erstrahlen.

waliung Et Ingbert des deutschen Metallarbeileroerbandes haben in ihrer am 26. Februar 1934 stattgefundenecn Vor- itandssitzung beschlossen, als Ortsverwaltung aus dem Be­zirksverband Saar des deutschen Metallarbeiterveibaudes auszuscheiden und ihre Geschäfte in der bisherigen Form selbständig w e i terz u s ü h r e n. Die Rechte fämtlicher Mitglieder sind selbstverständlich in ihrer alten Form garantiert. Der Zweck des Ausscheidens liegt darin begründet daß wir als deutsche Männer die f r a n k o p h i-l e Politik der Führung der freien Gewerkschaften an der Saar nicht mehr mitverantworten wollen und können. Als Sozialisten der Tat sind wir gewillt, ehr­lichen deutschen Sozialismus in die Tat umzusetzen. Wir rufen allen wirklich deutschgesinnten Mitgliedern des deut­schen Metallarbeiterverbandes und der sonstigen freien Ge­werkschaften im Saargebiet auf, diesen notwendigen Schritt zu vollziehen und erwarten von der gesamten Arbeiterichasr, daß sic uns in diesem unserem Kamps für Deutschland unter» stützt. Deutsch im Handeln, Fühlen und Denken! Auf zur Tat!

gez Georg Rees. 1. Bevollmächtigter, Karl Kirchner, Adolf He i b,'Oskar Weber.

Rur ein Gedanke: Unser Deutschland. >

Saarbrücken, 1. März. Mit dem 1. März hat sich das restlose Aufgehen aller Parteien in die Deutsche Front an der Saar vollzogen. Dieses Ereignis findet feinen Niederschlag in folgenden von der saarländischen Presse ver­öffentlichten Aufrufen:

Deutsche Männer und Frauen! Mit dem heutigen Tage geht der Wunsch in Erfüllung, desien Verwirklichung wir Saarländer ausnahmslos ersehnten. Es ist Schluß mit allem Parteihader. Wir haben.die große Pflicht und Ehre, der Welt zu sagen, daß in der Stunde das Gebot heißt: Deutscher zu sein.

Am heutigen Tage schließen wir das h e r r l i ch st e Bruderbündnis. Der Katholik geht in die katholische Kirche, der Protestant in die seine aber beide sprechen das gleiche Gebet: Unser Deutschland. Der Arbeiter, der Bauer, der Unternehmer, der Beamte, jeder tut an seiner Stelle seine Pflicht, alle aber tragen sie das Gemeinsame in ihrem Herzen: Unser Deutschland. Der Sozialdemokrat, der Kommunist, der Zentrumsmann, der Nationalsozialist, der christliche Gewerkschaftler, der freie Gewerkschaftler, jeder mag politisch anders gedacht haben, nun aber treffen sie sich alle bei dem einen Gedanken: Unser Deutsch­land. Non diesem geschichtlichen Augenblick an sind wir eine eix.gefchworene Genossenschaft, in der einer für den an­deren e hsteht und keiner gegen den anderen auf« stch!. Mit diesem Wollen gehen wir nun an die Arbeit! Der Sieg wird unser sein! Es lebe die Deutsche Front!

Der Landesleiter der Deutschen Front, gez. P i r r o.

Aufruf an alle Nationalsozialisten.

3n einem weiteren Aufruf an alle Natio nal- sozialisten der Saar wird ausgeführr:Der National­sozialismus hat ein Ziel, das heißt: Deutsche Volks­gemeinschaft. Wo sind die Voraussetzungen, diesen Bund zu schaffen, mehr gegeben als bei uns an der Saar? Kein Deutscher will etwas anderes als dis deutsche Volks­gemeinschaft. Er mag in dieser oder jener Partei bisher ge­standen ljaben. Als aufrechte Männer, die übet allen Psr- leiegoismus die Schicksalsveibundenheit aller , an der Saar stellen, erkennen wir als höchste Ehrenpflicht an, einzu­schlagen am heutigen Tage zu dem Bündnis mit allen Katholiken mit Protestanten, Arbeiter mit Bauern, Be­amten mit Gewerbetreibenden, Nationalsozialisten mit den Männern und Frauen aus allen Parteien. Fort mit allen Gegensätzen! Mr echten Nationalsozialisten erklären an diesem 1. März: Bei uns gibt es bei Aner­kennung gleicher Rechte und Pflichten an der gleichen Front nur eines: Unser Deutschland!

Eine einzige verschworene Volksgemeinschaft.

Zu dieser restlosen Einigung im Saargebiet auf der ge­meinsamen Linie der Deutschen Front schreibt^ der neue Landesführer Pirro im Organ der Deutschen Front u. a. folgendes: .

Der deutscheeiter an der Saar ist deutscher Sozialist. Der deutsche Sozialismus ist die Voraussetzung seines Lebens. Seine Verwirklichung ist sein einziges Sehnen. 3m Reich ist Gewaltiges geschehen: Durch eine Resolution ist endlkchÄer wahrhaft sozialistische Gedanke durchgebrochen und hat den deutschen Ar­beiter wieder in feine natürlichen Rechte eingesetzt. Den deutschen Arbeitern an der Saar ist es unter den furchtbaren Nackenschlägen der letzten 14 Jahre bewußt geworden, wer ihm seine völlige Existenz nehmen will. Sein Kampf

»Magsereik: Für eine Z^ugsgeit von 1 Wachen 80 Rpf., für einen Monat RM. 1.70, zuzüg. li* 30 Roll Traglohn. Durch die Post biogen RM. 2.85, zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld. SkiugsbelteUungen nehmen an: der Werlau, die AusgadesteNen, die Trüger und alle Polranftalten. - In hälfen HSHcrer Gewalt. BetrichsftSrungen ober streik» hohen die Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder auf Rückzahlung bes Bezugspreises,

Opfern dar, darunter einen weißen Stier, den die Priester töteten, während der Kaiser betete. Bor dem Monarchen lag eine Roklacktasel, aus der der Name feines fruheiten Abn- herrn ausgezeichnet war. Acht Beamte überreichten dem Kaiser die Opfer gäbe, Weihrauch, ein Amulett aus 3ade, eine Rolle heimischen Tuchs und einen Kelch mir Reis- roein. Jede dieser Gaben streckte der Kaiser zum Himmel empor. Dann wandte er sich nach Süden und entzündete »as heilige Feuer, desien Rauch seine Gebete zum Himmel empor- trugen. Nack der Opferung empiing der Kaiser 'ein Amts­siegel, woraus ein Salut von 101 Schuß ertönte

In sonderbarem Eegeniätz zu dem uralten Zeremoniell stand es. daß von einzelnen Szene« i o n - Filmaufnahmen gemacht wurden, daß Zlugiruge in der Lust kreisten und daß ein Bericht über die Feier durch Rund­funk verbreitet wurde. Für die Krönunzsfeierlichkeiten hat die Regierung 8,5 Millionen Dollar bewilligt.

Abrüstung und Donauraum.

as. Berlin. 1. März. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) In Paris haben heute vormittag die Be­sprechungen des englischen Ministers Eden mit dem französischen Ministerpräsidenten Donmergue und dem Außenminister Barthou begonnen. Damit hat der englische Lordsiegelbewahrer die letzte, aber auch die schwierigste Etappe seiner diplomatischen Rundreise er­reicht. Über die Wichtigkeit dieser Pariser Besprechun­gen, so sagt heute derVölkische Beobachter" mit Recht in seinem Kommentar,braucht man sich keinen Täuschungen hinzugeben, wie das vor allem auch in der Londoner Presse nicht geschieht. Der Standpunkt, daß di« Entscheidung über das Schicksal der augenblick­lichen Verhandlungen in den Händen der französi­schen Regierung liege, kann von deutscher Seite nur unterstrichen werden. In der augenblicklichen Lage, die dadurch gekennzeichnet ist, daß England und Italien einer Erhöhung der deutschen Wehrstärke zuftimmen, nachdem es sich als unmöglich herausgestellt hat, zu einer Herabsetzung der Kriegsmacht der hochgerüsteten Staaten zu gelangen, sieht sich Paris vor die Frage ge­stellt, ob es durch Zustimmung zu dieser Einsicht ein Abkommen für eine wirkliche Befriedung in Europa die Wege bahnen will." Die Aussichten hierfür erscheinen nach wie vor recht ungünstig. Die französische Presie lägt sehr deutlich erkennen, daß Frankreich den Vereinbarungen, die Eden mit Mussolini getroffen hat, nicht zuftimmen werde uns auch in maßgebenden

Wirtschaftlicher Wahnsinn.

Kohlen aus Indochina für das Saarland.

Mannheim, 28. Febr. Wie die öaarfroni meldet, wird gegenwärtig das erste Schiff mit Kohlen aus Jndochina im Saarbrücker Hafen entladen. Das Blatt bemerkt hierzu: Das ist die neueste Errungenschaft auf dem Gebiet ausge­klügelter Koirtmgentwirtichaftstheorie. Der Transport bleie» Anthrazit geht taufende Kilometer über dir Erde während im nahen Ruhrgebiet Millionen Tonnen gleichwertiger Kohlen nicht abgefetzt werden können, da für sie die Grenzen geipmt sind. Importeur dieier Kahlen ift die saarländische Firma Eeraldi."

Die feierliche Thronbesteigung.

Hiinking (Mandschukuo), 1. März. Am Dvnnerstagoor- mittag erfolgte die feierliche Thronbesteigung Pujis. der unter dem Namen Kangteh Kaiser von Mandschukuo geworden ist.

Kurz vor 8 Uhr Ortszeit führte ein Krastwagen, der mit dem aus goldenen Orchideen gebildeten Wapxen- zeichen geschmückt war, den künftigen Kaiser nach dem Himmelstcmpel, wo die religiSse Zeremonie abgehalten wurde. Die eindrucksvolle Zeremonie, die nach dem Ättiu der Evow-Dimwtie dnrchgeführt wurde, dauerte nur etwa eine Viertelstunde. Etwa 200 der höchsten Beamten von Mandschukuo standen achtungsvoll am Fuße des Altars. Der Kaiser stieg zum Altar hinaus und warf sick zu, Boden, um mit den Geistern feiner Ahnen Zwiesprache ,u führen. Er brachte dem Himmel eine Anzahl von