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Sonntag, 25. Februar 1934

Nr. 55

82. Jahrgang

Führerprinzip und Kameradschaft

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- t im Sportpalast gewissermaßen den Auftakt. Hier, wo

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Der Glaube an Adolf Hitler

Das Geheimnis der deutschen Volkwerdung

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SeschSstszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, nutzer Sonn- und Feiertags.

Anzeigenpreise: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Gründ- preis 6 Rpf.. der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 45 Rpf-, sonst laut Tarif.

Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewahr übernommen. — Schluß der Anzeigen-Annahme 10 Uhr vormittags. ErStzere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.

Werktäglich nachmittags, Samstags vor- u. nachmittags Fernsprecher-Sammel-Nr. 59631.

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spruch gegen das am 8. Februar in Kraft getretene Gesetz zum Schutz von Volk und Staat erhoben wird, das sich bekanntlich auf das Memelgebiet erstreckt.

Dr. Goebbels über Kampf und Sieg der Berliner SA. sprach, entstand noch einmal in mannigfachen Bildern der Kampf um Berlin. Der heutige Tag bringt für Berlin eine weiteere höchst beachtenswerte Aktion. Die Führerder SA., und zwar vom Sturmführer aufwärts, sammeln im Rah­men des Win ter Hilfswerks für ihre Kamera­den. Nicht nur die Sturm- und Standartenführer beteiligen sich an dieser Aktion, sondern auch die Gruppenführer. So werden Gruppenführer Ern st sowie Gruppenführer Prinz | August Wilhelm heute auf den Berliner Straßen für die ihnen dienstlich unterstellten erwerbslosen SA.-Männer sammeln. „Dieser Ehrendienst", so sagt der „Völkische Beobachter" hierzu mit Recht, „dem sich die SA.-Führer unterziehen, beweist aufs neue die revolutionäre Struktur der SA., di« radikal überholte Anschauung und Gebräuche niederbrechen, die Führerprinzip und Kameradschaft mit­einander verbindet".

Gruppenführer sammeln für ihre erwerbslosen SA.-Männer.

as. Berlin, 24. Febr. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Sn Deutschland steht das Wochenende völlig im Zeichen der Erinnerung an die Ehrentage der national­sozialistischen Bewegung. München wird zum Mittelpunkt dieser Feier. Aber auch in allen anderen Teilen des Reiches werden machtvolle Eauparteitage und die Vereidigung der politischen Leiter diesem Wochenende ihren Stempel auf- drücken. Überall sind die erforderlichen Vorbereitungen ge­troffen. In Berlin bildete die Kundgebung der Standarte 8

über eine Million Amtswalter werden am Sonntag vereidigt.

Berlin, 24. Febr. Wir veröffentlichen im folgenden eine Übersicht über die Zahl der am Sonntag zur Ver­eidigung kommenden politischen Leiter, Amtswalter, H2.- Führer und Arbeitsdienstunterführer. Es werden vereidigt

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werden:

Leiter der Politischen Organi­sation (Gauleiter, Kreisleiter, Orts­gruppenleiter usw.) mit ihren Stäben

Amtswalter der NSBO.

Amtswalter der NSKOV.

Amtswalter der NS. - Hago

Amtswalter des Amtes für Beamte Amtswalter der NS.-Frauenschaft Amtswalter des Agrarpolitischen

Apparates

Amtswalter des N S. - L e h r e r b u n d e s Amtswalter des NS. -Ärzteb undes Amtswalter des Bundes Nationalsozia­listischer Deutscher Juristen

Amtswalter der NS.-Volkswohlfahrt

Amtswalter des Amtes fürKommunal- politik

Amtswalter der P a r t e i g e r i ch t e Amtswalter der Propaganda Amtswalter der Presse

Führer und Führerinnen der Hit ler- Jugend und des B D M.

Unterführer des Freiwilligen Ar­beitsdienstes

Die gefährdete Memelautonomie.

Protestschritt des deutschen Gesandten in Kowno.

,Kowno, 23. Febr. Der deutsche Gesandte überreicht« am «rerrag der litauischen Regierung «ine Note, in der (Ein*

In dieser Ausgabe:

„Den Helden zum Gedächtnis“

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Sttugspreife: Für eine Bezugszeit von 2 Wochen 80 Rpf., für einen Monat RM. 1.70, zuzüg- lich 30 Rpf. Traglohn. Durch die Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld. — Dezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanstallen. — In Fällen höherer Gewalt, Betriebsstörungen oder Streiks haben die Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung des Blattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises.

München, 23. Febr. Den alten Kämpfern und Amts­waltern der Nationalsozialistischen Partei, die zum Schwur- taa nach München kommen, entbietet der,,V ö l k i s ch e Be­obachter" ein herzliches Wort zum Willkomm. In dem Begrüßungsartikel heißt es u. a.: So gewaltig und wunder­sam das weltgeschichtliche Ereignis unserer Tage, die Macht­ergreifung des Nationalsozialismus, die in einem beispiel­losen Siegeslauf fortschreitende nationale und soziale Er­neuerung unseres Volkes ist, diese er sie eigentliche Volkswerdung der Deutschen überhaupt — das Allergrößte und Wundersamste ist jener Glaube, aus dem dies alles geboren, der Glaube an den einen Men­schen Adolf Hitler. Zum ersten Male in der poli­tischen Geschichte der Menschheit begegnen wir einem solchen ar ” Glauben, einem Glauben, der nicht nur ein Volk, unser Volk, so erfüllt, daß er es hinaushebt über feine Kraft, daß er es unmöglich Erscheinendes Schritt für Schritt voll­bringen, Berge versetzen läßt, sondern mehr und mehr auch andere hochstehende Nationen erfaßt und damit eine Zeiten­wende, «ine Wende der Weltgeschichte bedeutet.

Wenn cs je ein irdisches Wunder gab, der Sieg des deut­schen Menschen Adolf Hitler über jein irregeführtes, ver­hetztes, durch Lug und Trug auf allen Gebieten des poli­tischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesamten öffentlichen Lebens verbittertes Volk und über eine international ver­bündete, materialistisch die Erde beherrschende Welt von Feinden ist dieses Wunder, beginnend von jener ersten großen öffentlichen Kundgebung vor 14 Jahren im Sterneckerbräu und sich fortsetzend durch einen gigan­tischen Kamps bis zur Gloriole des heutigen Tages. Und dieses Wunder ist geboren aus dem Genie eines Mannes, in dem sich von der göttlichen Flamme durch- lodertes künstlerisches Menschentum eint mit einem seherisch klaren politischen Verstand und Weitblick, mit einem un­beugsamen, unverrückbar zielbewußten Willen und todes­mutigen Heldensinn, der sich selbst das Herz aus der Brust reißt, um für feine Idee zu zeugen, um sein Volk zu retten. Der Nationalsozialist, so jchließt der Artikel, wird der Welt Veseeligung bringen, Rückkehr zu den göttlichen Quellen menschlichen Daseins, Überwindung des Tierischen, politische Erneuerung im Geiste des Friedens und strahlender Werte der Kultur, wirtschaftlichen Ausstieg, Wohlfahrt und sittliche Erneuerung.

Die Gesamtzahl der Vereidigten wird also etwa 1 017 00 0 betragen.

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120 000

25 300

57 000

34 000

53 000

Starke Zunahme der Beschäftigtenzahlen

im Januar.

Berlin, 23. Febr. Nach der durch den starken Frost bedingten Abnahme der Beschäftigung, namentlich in den Außen-berufen, im Monat Dezember war nach den Meldungen der Arbeitsämter im Januar wieder ein erheblicher Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, durch den, wie der Bericht der Reichs­anstalt feststellte, die Verschlechterung im Dezember größtenteils wieder wett gemacht wurde. Diese günstigere Entwicklung im Januar kommt auch in den Ermittlungen der Krankenkaffenmitglieder­statistik zum Ausdruck. Nach den vorläufigen Ergeb- niffen hat die Zahl der bei den Krankenkassen gemel­deten beschäftigten Arbeitnehmern im Januar um 230 660 zugenommen. Die Zahl der Beschäftigten betrug am 31. Januar 13 517 898. Gegenüber dem 31. Januar 1933, dem vorjährigen Tiefstand der Ar­beitslosigkeit, beträgt die Zunahme der Beschäf­tigten 2 030 687 oder 17,7 Prozent.

Der deutsche Schwurtag.

Die PO. gelobt Hitler unverbrüchliche Treue.

Wenn am 25. Februar in Deutschland Hundert­taufende von politischen Leitern der NSDAP, die Hand heben werden, um auf die 25 Programmpunkte der NSDAP, und Adolf Hitler feierlich vereidigt zu wer­den, vollzieht sich ein historischer Akt von weittragender Bedeutung. Es ist nicht ein Treuegelöbnis -rote viele andere, rote das -beim Eintritt in die Partei, sondern es ist sozusagen der Markstein in der Geschichte des organi- satorischen Ausbaus der Partei und des Staates ein Jahr nach der Machtergreifung. Staat und Partei verschmelzen symbolisch auch nach außen durch diesen Eid, der der Schlußstein einer zielbewußt durchgeführ- ten Erneuerung des Reiches ist.

Mit einer beinahe „schlafwandlerischen Sicherheit" — -wie es neulich sehr zutreffend ein bekannter Schrift­steller ausdrückte — ist Hitler den Weg der Verschmel­zung von Partei und Staat gegangen, niemals über Kleinigkeiten stolpernd, immer das große Ziel im Auge. So erfolgte zunächst die Beseitigung aller Par­teien, die Eingiederung des Stahlhelms in die SA., schuf die Wahl des 12. November die Grundlagen für die Einheit von Partei und Staat.

Das Gesetz vom 1. Dezember war die erste gesetz­mäßige Auswirkung dieses Vereinheitlichungsprozesses. Die Partei entsandte in der Person des Stellvertreters des Führers und des Stabschefs der SA. zwei offizielle Repräsentanten in die Reichslegierung. Zu gleicher Zeit wurde die Partei Körperschaft öffentlichen Rechtes mit einer durch das Reichsgesetz verankerten Partei- und SA.-Gerichtsbarkeit. Der neue Eid der Wehrmacht und der Beamten leitete in konsequenter Folgerichtig­keit über zu der Gleichsetzung vonParteiuntergliederungen und der Beamtenhierarchis des Staates. Die neue Rangordnung, die die Reichsleiter, SA.-Obergruppen- führer den Reichsministern, die Gruppenführer und Gauleiter den Länderministern gleichsetzte, wurde durch die letzte Verfügung des Reichsjustizministers sanktio­niert, wonach die Justizbehörden angewiesen wurden, den obersten Parteistellen, wie den obersten Amts- stellen der Behörden das Recht zur Einsicht in die Wien zu gewähren.

Der Funktionär der Partei ist durch die Entwick­lung genau so zum Träger der Autorität des national­sozialistischen Staates geworden wie der Staatsbeamte. Es liegt nun absolut im Sinne dieser Entwicklung, wenn durch die feierliche Eidesleistung am 25. Februar diese Gleichsetzung von Beamten und politischen Leitern der Partei auch äußerlich vollzogen wird. Der Eid vom 25. Februar entspricht sozusagen dem Eide, mit dem der Beamte für den Dienst im Staate verpflichtet wird. Die fortschreitende Konsolidierung im inneren Aufbau der Partei machte ohnedies eine solche Klarstellung unab­wendbar.

Schritt für Schritt ist der innere Aufbau der Partei­organisation durchgeführt worden. Die SA. erfuhr ihre restlose Durchgliederung bis zur SA.-Reseroe II, der Eingliederung des NSKK., der Erlasse des Stabs­chefs über die Benennung und Untergliederung der Formationen. Die Neugliederung der Hitler-Jugend und des Bundes deutscher Mädel ist gleichfalls vor kurzem vollzogen worden. Die endgültige Neuordnung der NS.-Frauenschaft steht unmittelbar bevor. NSBO. und Arbeitsfront haben ihre Aufgabe zugeroiesen er­halten unter Abtrennung der Organisation „Kraft durch Freude". Die zuletzt erfolgte Umorganisation der PO. durch den Reichsleiter Dr. Robert Ley war sozu­sagen ein Schlußstein dieser organisatorischen Riesen­leistung.

Sie kommt vielleicht am sinnfälligsten zum Aus­druck in der gewaltigen Zahl derer, die am Sonntag, dem 25. Februar, den Treueeid für Hitler und die Partei und damit zugleich auch dem nationalsogialisti- schen Staat leisten werden. In Berlin allein sind es 60 000 bis 65000 politische Leiter, zu denew. allerdings auch die Führer der HI., die Führerinnen des BDM. und die Unterführer des Freiwilligen Arbeitsdienstes gehören. Wenn man überlegt, daß Groß-Berlin ins­gesamt etwa 160 000 alte Parteimitglieder hat, so er­kennt man in der Tatsache, daß jedes dritte Altmitglied der Partei heute Leiter einer Gruppe ist, sei es in der NS.-Volkswohlfahrt, sei es bei der NSBO., der NSHago usw., so beweist dies allein die ungeheure Arbeit, die auf den älteren Parteimitgliedern infolge

Bon Budapest nach Wien?

Suvichs verschobene Abreise.

Budapest, 24. Febr. Der italienische Staatssekretär 2 u v i ch, per gestern mit dem Nachtschnellzuge abreisen wellte, hat feine Abfahrt auf den heutigen Samstag ver­schoben. Als Grund wird das Bankett angeführt, das Außenminister K a n j a ihm zu Ehren am Freitagabend gab. Nach einer Lesart, die hier verbreitet ist, reift jedoch Suvich erst heute morgen ab, um bei T a g e i n W i e n ernzutreffen, wo er angeblich feine Reife unterbrechen will, um mit führenden Persönlichkeiten zu sprechen. Ob bas zutrifft, ist hier unkontrollierbar. Tatsache ist, daß Suvich mit dem 8-Uhr-Zuge nach Wien abreist.

„Magyarsag" (rechtsradikale Opposition), das seinerzeit | b^te Meldung über eine angeblich« Dreier-Begegnung | Houni-Gombös-Dollsuß brachte, weiß heute als einziges

, zu melden, daß Eömbös und Außenminister ?anI? sich am 10. März nach Rom begeben wer- ?*?• Dre Information des Blattes darüber, ob auch Doll- ’u6 nach Rom reist, sind weniger bestimmt.

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