Montag, 19. Februar 1934.
Wiesbadener Tagblatt
Nr. 49. Seite 3,
Zum Tode des Königs von Belgien.
Proklamation des belgischen Kabinettsrats.
Der Kabinettsrat hat folgende Proklamation an das belgische Volk beschlossen: Der König ist tot. Am Anfang des 25. Regierungsjahres, in dem das von ihm gerettete Vaterland ihn mit doppelter Hingabe und Hochachtung um- ?ab und mehr denn je auf feine Ruhe, Heiterkeit und Weis- eit inmitten der Gefahren der Gegenwart zählt«, hat ein schreckliches Unglück Belgien seines Herrschers beraubt, auf den es so stolz war. Der Schmerz der Nation ist groß. Ihr erster Gedanke ist der einer unbegrenzten Dankbarkeit für den König, der — ein würdiger Nachfolger seines Großvaters und seines Oheims, alle Kräfte seiner hohen Geistesgaben und alle Quellen seines großmütigen Herzens dem Dienste Belgiens gewidmet hat. Das Land hat einen Führer, eine Stütze und einen unvergleichlichen Diener verloren, der im Kriege wie im Frieden nur für sein Land gedacht, gehandelt und gelebt hat. Die Dankbarkeit des Volkes umgibt feine sterbliche Hülle und bereitet seinem Namen den Ruhmeskranz. Albert I. war ein Staatsmann und ein Soldat. Belgien wendet sich an Ähre Majestät die Königin in ehrfurchtvoller tiefer Trauer, dem einzigen Tröste, der ihr gegeben werden kann. Belgien fetzt feine Hoffnungen auf den Nachfolger der drei großen Könige, die das Vaterland begründet, vergrößert und gerettet haben. Er möge mit Hilfe der Vorsehung das Werk seines erhabenen Vaters fortsetzen und die Aufgaben zum Guten führen, die dieser so herrlich verfolgte in loyaler Ausübung der Rechte und Pflichten seiner verfassungsmäßigen Vorrechte.
Der Kriegsminister hat einen Tagesbefehl an die Armee erlassen und die Trauer angeordnet. In dem Tagesbefehl heißt es u. a.: Die Armee beweint ihren obersten Chef, dessen Tapferkeit, Energie und Seelengröße das Vaterland in tragischer Stunde gerettet haben.
Belgien trauert.
Gemäß dem vorgeschriebenen Zeremoniell fand am Sonntagabend im Schloß von Laeken die amtliche Todesfeststellung statt. Es nahmen sämtliche Minister, die Präsidenten der beiden Kammern, Beamte des Justizministeriums und der Staatsanwaltschaft daran teil. Das Protokoll wurde von dem Ministerpräsidenten, dem Justizminister, dem Staatssekretär des königlichen Hauses, dem Oberhof- marschall unb dem Bürgermeister von Brüssel unterzeichnet. Der König ist in seinem Schlafzimmer aufgebahrt, in Khaki-Uniform, auf der Brust das große Band des Leopold- Ordens; der Kopf ist verbunden. Drei seiner Adjutanten, ein Hofgeistlicher und zwei barmherzige Schwestern halten di« Totenwache.
Der Unterrichtsminister hat angeordnet, daß am Montag und am Tage der Beisetzung des Königs der Unterricht in den Schulen ausfällt. Ebenso werden alle anderen Vil- dungs- und Kunstanstalten an diesem Tage schließen.
Lebrun nimmt an der Beisetzung teil.
Paris, 18. Febr. Der Präsident der Republik, Lebrun, wird an der Beisetzung des verunglückten Königs der Belgier in Begleitung des Außenministers Varthou und des Kriogsministers Marschall PStain teilnehmen. Ministerpräsident Doumergue hat beschlossen, sich morgen in Begleitung der Staatsminister Herriot und Tardieu nach Brüssel zu begeben.
London flaggt halbmast.
London, 18. Febr. Der tragische Tod des belgischen Königs hat in England Bestürzung hervorgerufen. Regierungsgebäude und Botschaften flaggten am Sonntag Halbmast. Das englische Königspaar sandte eine Beileidsbotschaft an di« belgische Königin. Später wurde mitgeteilt, daß eine Hoftrauer von zwei Wochen stattfinden werde.
Beileid des Reichspräsidenten.
Berlin, 18. Febr. Der Reichspräsident hat aus Anlaß des Todes seiner Majestät des Königs der Belgier an die Königin folgendes Telegramm gerichtet:
„Tief erschüttert durch die Nachricht von dem plötzlichen Tode seiner Majestät des Königs der Belgier bitte ich Sie, die Versicherung meines aufrichtigen Mitgefühls und den Ausdruck tiefempfundenen Beileids entgegennehmen zu wollen."
Der Staatssekretär des Reichspräsidenten, Dr. Meißner, stattete heute vormittag dem belgischen Gesandten, Grafen de Kerchove, einen Besuch ab und brachte ihm auch mündlich die Anteilnahme des Herrn Reichspräsidenten zum Ausdruck.
Hoftrauer in Italien.
Rom, 18. Febr. Der tragische Tod des Königs Albert von Belgien hat in Italien, wo er häufig weilte, aufrichtige Trauer hervorgerufen. Wie lange die vom italienischen Hof anzuordnende Hoftrauer dauern wird, steht noch nicht fest. Beileidstelegramme an die Königin von Belgien und die italienische Kronprinzessin haben auch Mussolini und der Pap st gesandt. Die öffentlichen Gebäude in Italien flaggen Halbmast.
Stiftung Preußenhaus.
Zur Erinnerung an die Aufgabe Preußens als Einiger des Reiches.
Berlin, 19. Febr. Der preußische Ministerpräsident hat als Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes über die Errichtung der Stiftung „Preußenhaus" jetzt den 1. April 1934 bestimmt. Das Gesetz über die Stiftung Preußenhaus datiert vom 26. Oktober 1933 und war bisher nicht in Kraft gesetzt worden. Nach dem Gesetz wird zur Pflege des Reichsgedankens auf der Grundlage der nationalsozialistischen Weltanschauung als sichtbares Zeichen der auf die Verwirklichung des einigen Deutschlands gerichteten geschichtlichen Sendung Preußens und als bleibendes Denkmal seiner großen Vergangenheit unter dem Namen Preußenhaus eine Stiftung errichtet, in die die Grundstücke des bisherigen Preußischen Landtages und des ehemaligen Herrenhauses eingebracht werden. Die Gebäude sollen zu V e r a n st a l - tungen, Tagungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften und von Organisationen der NSDAP, bereit gehalten werden. Der Staat übernimmt die Verpflichtung, die aus dem Grundstück errichteten Baulichkeiten dauernd zu unterhalten und die Kosten der Verwaltung zur Verfügung zu stellen. Vorstand der Stiftung ist der preußische Ministerpräsident, der die Amtsbezeichnung „Präsident der Stiftung Preußenhaus" führt.
Wirtschaft und Winterhilfswerk.
Die Spitzenverbände fordern erhöhte Hilfstätigkeit.
Berlin, 18. Febr. Die wirtschaftlichen Spitzenverbände veröffentlichen einen neuen Aufruf zur Förderung des Winterhilfswerkes, in dem es u. a. heißt:
Auf dem Wege zum Ziel« allen deutschen Volksgenossen Brot und Arbeit zu verschaffen, sind im ersten Jahre der nationalsozialistischen Regierung gewaltige Erfolge erzielt worden. Aber noch ist das Heer der Arbeitslosen groß, noch ist der Winter nicht zu Ende und die Not dauert unvermindert an. Darum muß die Wirtschaft nicht nur ihre bisherige Opferbereitschaft weiter bezeugen, sondern sie nach Kräften verstärken. Während der Eindruck vorherrscht, daß viele große wie auch insbesondere mittler« und kleinere Unternehmungen bis zur Grenze des
Kurze Umschau«
Zwischen dem Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert 2et), und dem Reichsbauernführer R. Walter Darrs ist folgende Vereinbarung getroffen worden:
Die Mitglieder des bisherigen deutschen Landarbeiterverbandes, sowie des bisherigen Verbandes der land- und forstwirtschaftlichen Angestellten sind mit allen ihren Rechten und Pflichten Mitglieder des Reichsnährstandes.
Der Reichsnährstand ist körperschaftliches Mitglied der Deutschen Arbeitsfront.
Nachdem das tschechoslowakische Abgeordnetenhaus die Währungsvorlage angenommen hatte, wurde sie nun auch vor dem Senat erledigt. Das neue Gesetz tritt sofort in Kraft.
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Der polnische Finanzminister Zawadzki hat in einem Presseinterview erklärt, Polen werde dLr Währungspolitik treu bleiben, die es seit dem Jahrs 1930 verfolge und die auf eine Au f r e ch t e r h a l - t u n g der Stabilität der Währung hinauslaufe. Die Voraussetzungen, die die Tschechoslowakei veranlaßten, eine Abwertung der Tschechokrone vorzunehmen, bestünden für Polen nicht.
Möglichen geholfen haben, sind die Spitzenverbände der Meinung, daß noch an vielen Stellen dies nicht im gleichen Maße der Fall war, und hier noch eine Steigerung der bisherigen Lei st ungen erwartet werden muß. Dies gilt insbesondere für solche Unternehmungen, di« aus den bisherigen Maßnahmen der Reichsregierung, aus den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und aus dem Konjunkturanstieg besondere Vorteile gezogen haben. Daher rufen die Spitzenverbände alle von ihnen betreuten Kreise auf, zu prüfen, ob sie den bisher bereits geleisteten Opfern für die kommenden Monate ein besonderes Opfer folgen lassen können. Einzelne Wirtschaftsgebiete sind in dieser Beziehung mit besonders gutem Beispiel vorangegangen. So hat die Industrie- und Handelskammer Bochum in ihrer Vollversammlung vom 29. 1. 1934 beschlossen, den bisher geleisteten Mindestrichtsatz von % pro Mille des gewerblichen Kapitals für den Rest des Winters zu verdoppeln. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn die übrigen Wirtschaftskreise sich für die Monate Februar und März zu ähnlichen Maßnahmen entschließen könnten, um dadurch dem gewaltigen Winterhilfswerk zu einem vollen Erfolge zu verhelfen.
Eine Ivv vvv-Mark-Spende der Wanderer-A.-G.
Berlin, 18. Febr. Die Wandererwerke-AE. (ohne Autounion) in Chemnitz haben für das Winterhilfswerk 100 000 M. gespendet.
Mussolini läßt sich den Hans-Westmar-Film vorführen.
Rom, 18. Febr. Auf persönlichen Wunsch Mussolinis wurde in Toglonia, dem Wohnsitz des italienischen Regierungschefs, der Hans-Westmar-Film im allerengsten Kreise vor geführt. Mussolini fand sich mit seiner Gattin, seinem ältesten Sohn und seinem Schwiegersohn ein und verfolgt« mit gespanntester Auß- merksamkeit den Film, der ihm von dem ausländischen Pressechef der NSDÄP., Dr. Hanfstaengl, persönlich vorgeführt wurde. Mussolini ließ sich von Dr. Hanfstaengl sachliche Erläuterungen geben und äußerte an verschiedenen Stellen spontan seine Zustimmung. Zum Schluß sprach er Dr. Hanfstaengl ,uni) dem Regisseur des Films, Franz Wenzler, seine vollste Anerkennung aus.
Erster deutscher Aomponistentag in Berlin.
Organisation des Berufsstandes der deutschen Komponisten. — Ansprachen von Staatssekretär Funk und Dr. Richard Strauß.
Äm feierlichen Rahmen wurde am Samstagmittag in der neuen Universitätsaula in Berlin der erste beut« sche Komponistentag eröffnet. Fast alle deutschen Tonkünstler von Bedeutung wohnten der Eröffnung bei, außerdem als Gäste zahlreiche bekannte Komponisten aus fast allen europäischen Staaten. Unter den Ehrengästen befanden sich neben dem Vizepräsidenten der Reichskultur- kanrmer, Staatssekretär Funk, Reichsjustizminister Dr. ELrtner, sowie Vertreter anderer Ministerien und Angehörige des diplomatischen Korps.
Nach einer musikalischen Einleitung eröffnete Staatssekretär Funk
als Beauftragter der Reichsregierung und des Präsidenten der Reichskulturkammer, des Reichsministers Dr. Goebbels, die Tagung. Er begrüßte ^besonders herzlich die erschienenen Vertreter des Auslandes. Alle echte Kunst entspringt, so sagte er weiter, aus dem geben des Volkes. Die nationalsozialistische Regierung hatte daher die Aufgabe, die Kunst wieder an das Volk und das Volk an die Kunst heranzu- brinaen. Auch die deutsche Kunst, die Musik und die deutschesten Künstler, die Musiker, hatten in der Zeit des Liberalismus den festen Boden des Volkstums verlieren müssen, weil es dieses Volkstum nicht mehr gab.
Es geht uns nicht um die Richtung der Kunst, sondern um die Art der Kunst. Das Volk soll wieder in der Kunst und der Künstler im Volke leben. Das ist die erste Aufgabe der nationalsozialistischeu Kunstpolitik. Wird diese Aufgabe erfüllt, so werden wir in Deutschland wieder eine echte und große Volkskunst bekommen. Die heroische Lebensauffassung des uattonalsozialistischen Staates muß auch eiue heroische Kunst gebären.
2n unserer Zeit gibt es kein« Kunstmäzene mehr. Der Staat selbst muß der Mäzen der Künste und der Künstler sein. Er mutz ihr Aufgaben stellen, die im Sinne und Geist des Staates liegen.
Um nun diese Ausgaben zu erfüllen und das künstlerische Schaffen zur Gestaltung bringen, hat das für die deutsche Kunstpolitik verantwortliche Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda eine Reihe von kunstpolitischen, organisatorischen und finanziellen Maßnahmen durchgeführt. Zunächst galt es, die herrschende Zersplitterung im Berufsleben der schaffenden Künstler zu beseitigen und das Partei- und Klüngelwssen in der Kunst auszumerzen. Dies ist durch die Reichskulturkammtt-Eesetzgebung erreicht worden.
Gerade der von der Reichsregierung zum Führer der deutschen Musiker berufene Dr. Richard S t r a u tz ist es gewesen, der seit vielen Jahren für diese Idee gekämpft hat. In seiner großen Rede zur Eröffnung der 'Reichskulturkammer hat Reichsminister Dr. Goebbels feierlich erklärt, daß der nationalsozialistische Staat nicht die künstlerisch- kulturelle Entwicklung einengen, sondern fördern will. Durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsfront in der Gemeinschaft „Kraft durch Freude" werden wir erreichen, daß die Gemeinschaft aller Schaffenden Wirklichkeit wird.
Den deutschen Komponisten haben wir darüber hinaus noch durch besondere Maßnahmen den Schuh des Staates zur Förderung und Sicherung ihres Schaffens zuteil werden lassen. Die Reichsregierung hat am 4. Juli 1933 das Gesetz über die Vermittlung von Musikaufsührungsrechten verabschiedet, das sich bereits in den 6 Monaten seiner Geltungsdauer auf das segensreichste ausgewirkt hat. Das auch für dieses Gesetz federführende Reichspropagandaministerium hat vor drei Tagen eine Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz erlassen, deren Auswirkung eine weitere Festigung der Stellung der Komponisten innerhalb des deutschen Volkslebens zur Folge haben wird und wiederum auch der uns innerlich nahestehenden ausländischen Musikwelt zugute kommt. Dazu ist, wie Ihnen allen bekannt sein wird, in Deutschland ein modernes neues Urheberrecht in Vorbereitung. Gewiß wird auch in diesem Gesetz dem Grundgedanken der Volksgemeinschaft Rechnung getragen werden, so daß die Rechte der Komponisten und sonstigen Urheber keinen völlig einseitigen Schutz finden können. Sie können aber trotzdem unter diesem selbstverständlichen Vorbehalt der urheberfreundlichen Einstellung der Reichsregierung gewiß sein, und zwar in Befolgung eines Satzes, den unser Führer bereits vor drei Jahren gesprochen hat: „Wenn die Künstler wüßten, was ich dereinst für sie tun werde, würden sie alle hinter unseren Fahnen zu finden sein." Seien Sie sicher, daß die deutsche Regierung auch weiterhin die Voraussetzungen dafür schaffen wird, daß der geistig und künstlerisch Schaffende, sofern er nur diesen Namen verdient, zu seinem Recht kommen und den Weg für seine Werke vorbereitet finden wird. In Herrn Dr. Richard Strauß hat der Berufsstand der deutschen Komponisten einen Führer, auf den er stolz sein kann.
Die Rede des Staatssekretärs Funk wurde mit stärkstem Beifall ausgenommen.
Darauf nahm, stürmisch begrüßt, der
Reichsführer des Berufsstandes der deutschen Komponisten, Dr. Richard Strauß.
das Wort. Er dankte der Reichsregierung für ihre Teilnahme an dem Schicksal des musikalischen Schaffens und dafür, daß sie die rechtlichen Mittel für Errichtung einer einheitlichen
umfassenden Berufsorganisation gegeben und dieser Organisation eine innere und äußere Autorität verliehen habe.
Der schaffende Künstler brauche ein Recht und einen festen berufsständischen Rat, um sich ideell und wirtschaftlich behaupten zu können. Die Führer der großen revolutionären nationalsozialistischen Bewegung hätten verkündet, daß dem gesunden Schasse» Bahn frei gemacht werde. Dabei sei keinesfalls an eine Unterdrückung von Kunstrichtungen gedacht, vielmehr vor allem an die Ausmerzung jener höchst unerfreulichen Erscheinungen, daß ererbtes Kulturgut gewerbsmäßig ausgeschlachtet und jämmerlich verschandelt werde.
Er hoffe, daß es gelingen werde, die Drucklegung wertvoller Kompositionen durch finanzielle Beihilfen, die den Verlegern gewährt würden, und in ähnlicher Weise durch Zuschüsse an die Veranstalter die sonst nicht zu finanzierenden Aufführung bedeutender Werke zu ermöglichen.
Richard Strauß teilte u. a. mit, er beabsichtige, durch die Verleihung der Friedrich-Rösch-Medaille eine berufs- ständische Auszeichnung einzuführen und gab bann Kenntnis von der organisatorischen Gliederung des Berufsstandes der deutschen Komponisten. Zu feinen direkten Beauftragten, die die Geschäfte der Reichsleitung zu besorgen haben, berief er Hugo Rasch, Gerd Kärnbach und Dr. Julius K o p s ch. 2n den Führerrat berief er Max Dänisch, Willi Geisler, Professor Dr. Paul Graener, Prof. Josef Haas, Geheimrat Prof. Dr. von Hausegger. Prof. Paul Hindemith, Eduard Künneke, Prof. Hans Pfitzner, Prof, von Reznicek, Clemens Schmalstich, Prof. Dr. Georg Schumann und Prof. Hermann Unger.
Für den großen Rat ernannte er 16 Vertreter der verschiedenen Fachgebiete. Weiter wurden Gauobleute eingesetzt. Als Gauobleute wurden zunächst berufen: Carl Zender (Gau Berlin und Kur-mark), Prof. Hermann Unger (Gau Rheinland und Westfalen). Ludwig Luermann (Gau Nordmark) und Dr. Sachtze (Gau München).
Richard Strauß betonte weiter, für den Erfolg der Arbeit werde es von großem Wert sein, die natürliche Verbundenheit, die zwischen den Komponisten aller Kulturländer bestehe, zu pflegen und auszubauen. Er schloß mit einem Dank an den Schirmherrn der Künstler in Deutschland, den Volkskanzler Adolf Hitler und den Reichsminister Dr. Goebbels.
Es folgten Referate über die organisatorischen Maßnahmen. Sie Grütze der ausländischen Tonsetzervereinigun- gen überbrachten der französische Komponist Carl Bsr ärd, der Italiener Adriant L u o l b i, der Schwede Kurt Atta- b e r g und, besonders herzlich empfangen, der Österreicher Wilhelm Kienzl, der Schöpfer des „Evangelimann" und des „Kuhreigen".
Staätsferetär Funk schloß die Tagung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer.
