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Wreobaderrer TagblE»

Sette N

S»8.

Die».-

^ Hessen, die berufen sind. - ' . : -

Alt Bef *. 1 “ 1 Kaiser und Reich zu streu-.-: ii-

^Ibiei't 6 " 'k ins Feld zu ziehen, der crsüüe ,u !.^en. «i r" Aufgaben, die den in der Heimat VH Nt>'„ - ttc§ ® e 0 en begleite unsere tapferen Strei s, ^ures Vaterland."

^h^achx des Großhcrzogs von Mccklcnburg-Strclitz. pfiecti * Äug. Stach dem Festgottesdienst, de

i e» und

abend

der

e, ^ Anwesenheit des Großherzogs stattgefunden

Z d-b^ier Borantritt des großherzoglichen Hoboistcn- !'S°tt^-^°^erschaft

vor

.. - das Residenzschloß, wo der

a»e . bN>t für die Bevölkerung stattfand. Hierbei wurde Ansprache an die Menge gerichtet, die der r * 0 mit einer packenden Ansprache an die Bc- •? eä biii^^^arte, in welcher er auf die Bedeutung des ^rung' te§ ‘ ^ ei: Ö atl 3’ en Stadt herrscht die größte Be-

, wh. "~ n f tNanifest des Königs von Württemberg.

A jy . attgart, 3. Aug. Der „Staatsanzeiger" veröffent- niein"^ Sonderausgabe folgendes Manifest des Königs: z ^sdiit-. p ** An mein Volk wende ich mich mit wärmster ^»beg. Teilnahme, innig an jeden treuen Sohn des

^rcz j, -insbesondere erflehe ich Gottes Segen für unser 3 «te Vaterland und unser heiß geliebtes Württem- jF- "^5 ^butsche Nation gilt es, gegen die haßerfüllten Vaterlandes aufzustehen und in dem ihr aufae.

Kampf '• - -.

Jhtfetg tolgen a

als je leitet uns der heimatliche, so oft be- §ss^ ^nhrspruch: Furchtlos und treu! Große Opfer JfeJ ^ .r bevorstehenden schweren Zeit gebracht werden, a»-?'"de greifen unsere friedliche Arbeit, unsere Un- unsere Ehre an. Aber ich vertraue zuversichtlich

V

b. ® ei ft meines Volkes, das in Entschlossenheit

Me,, 8sbung hinter seinen Bruderstämmen nicht zurück- > liinti ' Schreiten wir mit Mut und Kraft der ^ie entgegen. '

L Der allmächtige Gott wird unsere ge-

schützen. ^ Stuttgart, 2. August 1914. Gez.

m."

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, bayerischen Prinzen in der Armee.

»>>ie k^ünchen, 8. Aug. Der König verabschiedete sich allen Beamten und Bediensteten des

- -M^^ttag von

Mete an v § ' zu den Fahnen einrückten. Der König

]S}tj, b -^..^^ienenen eine herzliche Ansprache. Von den ?" e 5ofie a königlichen Hauses übernimmt der Kronprinz pivi ^°^mandostelle. Am Krieg nehmen ferner teil rj? ä e? tQtI . ä als Kommandeur des 2. Jnfanterie-Regi. i ® tl 1 - Prinz Heinrich als Eskadronschef

" A» f ei1 Reiterregiment, Prinz Georg im Frei S* Ji,->Ä^mobilkorps, Prinz Konrad als Rittmeister s“QIB U ,! ter . tm 1. Schweren Reiterregiment, Prinz '" •in t- Feldartillerie-Regiment, Herzog

ent t l h e l m als Zugführer im 3. Chevauxleger- jStejj ' Außerdem bewarben sich Prinz Alfons und !l &ih cre Prinzen um Verwendung. Prinz Ludwig ^ n d dient als Militärarzt.

»X, ©• Die Studentenschaft Kiels, rb- Aug. Dem Aufruf des Rektors der hiesigen ’itttol“ 3Um freiwilligen Dienst bei der Fahne ist fast die . Ztui, ^ vieler Studentenschaft gefolgt.

für die Landarbeit. Die Organisation der

^ ^nuyuuiuu ä'ic sutyuiu|uuuu uci.

^o--dx E^^uschaft als Landarbeiter ist in die Wege

^ Bekanntmachung für Flugzeugführer!

b- Aug. Diejenigen nicht dienstpflichtigen nA ? e % sich im Besitze eines Flugzeugführer ' ?r ^ ^ befinden und keine vertragliche Verpflichtung

vf e » Yl re§berll5artutt 0 sür die Zeit der Mobilmachung be ' . ^ a„r. . ^u, werden im Interesse des Vaterlandes hier- "^ert, sich dem Dienste des Vaterlandes als Flug-

Ab-

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be| Verfügung zu stellen. Meldungen zum ,,,' «Ad n .Vertrages mit der Heeresverwaltung sind

oder schriftlich unter Beifügung des Flug.

t a^^niffes und eventuell vorhandener Militär- ^ih b-i ^Niegerersatzabteilung in Posen, Darmstadt und 1 Berlin zu richten.

In einer

Die §ürsorgematzncrhmen.

h. sf B kaiserlichen Schlösser als Lazarette.

de? 1} n ' 4. Aug. (Cig. Drahtbericht)

«iiP'Ndri,, "^en-Kre»z-Komitces, an der die Kaiserin und di- ^siin teilnahmen, wurde mitgeteilt, baß der ® BI - Schlösser in Straßburg, Wiesbaden, ,pkr^»,""d Koblenz zur Aufnahme von Verwundeten fj en dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt Lik ^bc°^ Frauenhilfe 13 000 M. als erste Gabe

^^ungen zur Unterstützung des KriegSsanitäts- '■ \ «, Bekanntmachung deS Kriegsministerinms.

4. Aug. (Eig. Drahtbericht) Öffentliche Be- ! Kriegsministerium ersucht alle zur Un-

'Ne^, ^^gssanitätsdienstes bereiten Genoffenfchaf--

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sich nicht schon im

©> ob e ! Personen, so weit sie

r den staatlichen Behörden für Pflegepersonal Pif? faei1 ' ihre Anerbietungen einem kaiserlichen ^iip °^ er Militärinspekteur der freiwilli-

E \ T’rlege Berlin, Wilhelmstraße 8, und Behrend- vVi ,!%i» ^'chien, weiteren Bestimmungen Folge zu '"We,, Freiwilligen Spenden von Geld- und

Ojj.H tj. »ur die Krankenpflege, wie für die bewaffnete ° e tn e ^ lustige Zwecke den von dem kaiserlichen

-»>a° bekanntgegebenen Stellen zuzuweisen. e ‘ t p Un9Ctt für die freiwillige Krankenpflege.

Aug. Anmeldungen für die freiwillige <& «i ,.S e und die freiwillige Krankenpflege nimmt

* iHel” 1 ber C ?^ der kaiserliche Kommissar, Militär- ^!?' l, p^biwilligen Krankenpflege, Berlin W., Bchren-

V ^»^atij^^egen. Falls es im Kriege an Pflegepersonal ^ Reservelazaretien mangelt, errichtet die stell-

K-? i>cz »-^sidantur eines jeden Armeekorps unter Mii- Jl dieses Armeekorps an einxm oder

!» ren Orten ihres Dienstbereichs staatliche

^^egepersonal.

ß Cl&c » des Zcntralvcrbandes des Deutschen Bank- ,, dnd Bankiergcwcrbcs, E. B.

X l b sb! Aug. Der Zcutvalverband des Deutschen ^ VNt^E^^gcwerbes (E. V.) hat unmittelbar nach °| n des Kaiserlichen MobilmachungsbefeW an , ^endes Rundschreiben gerichtet: „Die vom nete Mobilmachung des Heeres und

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- '. otte ruft Tausende von Bankbeamten zur Berteidi»

p- -r > r Vaterlandes ins Feld. Wir wissen, daß es gegeu- . über .-»seren Mitgliedern nicht erst einer Anregung von I unsere- Seite bedarf, um sie zu veranlassen ihren der mili- lü.i dien Dienstpflicht nachkommenden Angestellten die schwere Sorge um ihre und ihrer Familie wirtschaftliche Existenz nach Möglichkeit zu er l e i ch t e r n. Wir ent­sprechen jedoch nicht nur einer Bitte der Leitung des Deutschen Bankbeamtenvereins, sondern auch unserem eigenen innersten Bedürfnis, wenn wir die begreiflichen und berechtigten Wünsche der Bankbeamtenschaft hierdurch bei unseren Mitgliedern auch unsererseits aufs wärmste und angelegentlichste unterstützen." Vorsorgen der Industrie für die Angehörigen der Krieger. Küppersteg, Z. Aug. Das Direktorium Id er Farben­fabriken vorm. F r i e d r. Bayer u. C o. zu Leverkusen hat unter dom 1. August durch öffentlichen Anschlag bekannt gc- gsben, daß bis auf weiteres an die FamLsn der unter die Fahne berufenen, im Lohn stehenden Werksange­hörigen «folgende Unterstützungen iLegahlt werden: 1. Die Ehefrau des Einberusenen erhält 10 M. und jades ihrer Kin­der unter 15 Jahren 3 M. pro Woche. 2. Bei unverheirateten, im Lohn stehenden Werksangshörilgen, die für Anverwandte zu -sorgen haben, bleibt es dem Arbeiter-Unteustützungs-iAus-- fchuß Vorbehalten, das weitere auf Antrag zu veranlassen, 3. Außer den staatlichen Unterstützungen, die im Gchetz vom 28. Februar 1888, betr. die Unterstützung von Familien in «den Dienst eingeiretcner Mannschaften b« Mobilmachungen im Falle der Bedürftigikeit vorgesehen sind, können von dem Ar- beiter-Unterstützungs-Aus-schuß auf Antrag von Fall zu Fall weitere Unterstützungen bewilligt werden. Den Familien der Einberufenen steht es frei, in den Wohnungen wohnen zu bleiben. Die dafür zu entrichtende Miete kann in besonderen Fällen aus Antrag durch den Unterstützungs-Ausschuß gestun­det werden.. Das Direktorium hat ferner zur Unterstützung der unter die Fahne berufenen Beamten mit Monatthzehalt und ihrer Familien folgendes beschlossen: a. diese Beamten beziehen pro Airgust noch ihr volles MonatKgchalt, t>. von da ab werden den Familien der verheirateten Beamten bis auf «weiteres zwei Drittel ihres ftzsten Monatsgehalts, zahlbar jeweilig am Monatsschluß, vergütet. Familien, die von un­verheirateten Beamten unterhalten wevden, sowie solche von verheirateten Beamten können im Falle der Bedürftigkeit auf Antrag vom Beamten-Unterstühungs-Ausschuß weitere Unter­stützungen bewilligt werden. Den Familien der Einberufenen steht es frei, in den Wohnungen wohnen zu bleiben. Die da­für zu entrichtende Miete kann in besonderen Fällen auf An­trag durch den Unterstützungs-Ausschuß gestundet werden.

Die Fürsorgemaßnahmen der Städte, wb. Charlottenburg, 3. Aug. Der Magistrat beschloß, den Familien «der ins Feld ziehenden Bürger aus der Stadtkosse eine Unterstützung von hundert Prozent des.Betvaaes zu zahlen, den der Staat getvährt. — Die Stadtverwaltung in Frankfurt a. M. bewMgte zwei Millionen, die von Aachen 500 000, von Köln 6 Millionen für außerordentliche Zwecke. .

Ein Preis für bas erste heruntergcschoffene französische Luftschiff!

Herr Karl Draing in Köln hat dem Oberbürgermeister «ne goldene Uhr übergeben, die er für denjenigen stiftet, der von heute ab das ep-ste französische Luftschiff bder Luft- fahvzeuig herunierfchießt.

An die Ausländsdeutschen!

Herr Konsul F. Schlaher (Madrid) stellt den „Münch N. N. den folgenden Aufruf mit einer gleichzeitigen Spende von 3000 M. zur Verfügung: „Millionen eurer Landsleute ziehen rn diesen schicksalsschweren Tagen ins Feld für des Vaterlandes Ehre. Hunderttausende lassen mit schwerem Herzen Weib und Kind daheim, dem Hunger preisgegeben. Genug Lasten liegen auf den Schultern eurer Jnlandsbrüder. Ihr habt an Deutschlands Größe euer Teil, doch weder mit Wehrsteuern noch größtenteils mit eurem Blut müßt ihr's erkaufen. Einer der Euren appelliert an euch: Zahlt euren Tribut, um denen, die auch sür euch ihr Leben ins Feld tragen, den Trost zu geben, daß für die Ihren gesorgt wird. Ihr, die ihr jetzt gerade im Vater­lande weilt, gebt rasch, so gebt ihr doppelt! Bei­träge zur Auslandsdeutschenspende für die bedürftigen Familien der Krieger nimmt an fiir das ganze Deutsche Reich der Bund Deutscher Frauenvereine, Fräulein Dr. Gertrud Bäumer, Grunewald bei Berlin, Gillstratze.

Die amtliche deutfche Mitteilung über den Kriegszustand an die italienische Regierung, wb- Rom, 3. Aug. Die „Tribuna" »leidet: Gestern mittag begab sich der deutsche Botschafter in die Consulta und teilte dem Minister des Äußern amtlich nrit, daß Deutschland und Rußland sich im Kriegszustand befänden, di San Gin- liano nahm von der Mitteilung Kenntnis und erklärte, daß Italien gemäß dem Geiste und dem Wortlaute des Dreibund- Vertrages Neutralität beobachten werde. Er drückte da­bei die freundlichsten Gefühle für Deutschland und Österreich aus. Der Botschafter machte keine Mitteilung über die gegen­wärtigen deutsch-französischen Beziehungen. (Zur Vermeidung von Mißverständnissen sei darauf hingewiesen, daß die Erklärung der Neutralität im Kriege mit Rußland ganz k o r r e k t ist. Der B ü n d n i s f a l l tritt erst im Kon­flikt zwischen Rußland und Frankreich in Kraft.)

Der deutsche Generalstab an die Presse.

Berlin, 3. Aug. Der Große Generalstab hat heute früh den Pressevertretern erklärt: Vorerst gibt es nur eine Forderung: Vertrauen, unbedingtes Vertrauen in unsere oberste Armeelcitnng; daS weitere wird sich schon fin­den! Der Generalstab wird mit seinen Meldungen aus keinen Fall Schönfärberei treiben, sondern er wird tachlich und offen alles sagen, was zu sagen ist; wir sagen entweder nichts, aber wenn wir etwas sagen, ist es wahr!

Reine deutsch-russische Seeschlacht.

Eine Warnung vor dem Herumtragen von Gerüchten. w fr- Verfin, 3. Aug. Die im Umlauf «befindlichen Ge- rüchte über eine'Schlacht zwischen dem deutschen Schisssver- «bande und der rnsftschen Ostseeflotte, über deren Vernichtung und den Untergang eines deutschen Schi-fses sind glatt e r- * U a C n " cpgeht an «Ile Stellen das bringende Er­suchen, derartige Gerüchte nicht weiter zu tragen, ohne sie zuvor durch Nachfrage au amtlicher Stelle aus ihre Richtigkeit gaprtüft zu halben.

Dementierungen.

Berlin, 3. Aug. Die in London verbreiteten Gerüchte etni v n Zusammenstoß von deutschen und englischen Schiffen rn der Nordsee sind unbegründet.

Abend-Ausgabe, 1. Blatt.

, Metz, 3. Aug. Die Meldung, daß gestern in Metz durch einen französischen Arzt vergeblich der Versuch einer Infizierung eines Brunnens mit Cholerabazillen unter- riommen worden sei, stellt sich als unrichtig heraus, wie auch andere Gerüchte aus mehreren Städten sich nicht be­stätigen. Es liegt also keine Veranlassung zur Beunruhtgung vor. Aufmerksamkeit scheint aber weiterhin geboten.

Gefangene Verräter.

A Köln, 4. Aug. (Eig. Drahtbericht) In Koblenz wurden gestern 18 Gefangene, darunter der D o m p r o p st von Metz, unter militärischer Begleitung in die Festung ge­bracht. Heute wurden die Frau und die Tochter des be­reits standrechtlich erschossenen Wirtes Nikolai ans Cochem, der den Cochemer Tunnel zu sprengen versuchte und in dessen Keller Sprengstoffe gefunden wurden, eben­falls abgcführt.

Abreise des russischen Gesandten in München.

München, 2. Aug. Dem kaiserlich russischen Gesandten! in München sind heute mittag 12,30 Uhr die Pässe zuge­stellt worden. Er wird am Montag nach Rußland abreifen. Eine weitere anerkennenswerte sozialdemokratische Stimme.

Süddeutsche Parteiblätter rufen aus, daß gegen Rußland alles zusammen stehen müsse, Arbeiter und Bürger, und die „Chemnitzer Volksstimme" schreibt: „In dieser»

Augenblick empfinden wir alle die Pflicht, vor allem ander» gegen die r u s s i s ch e K n u t e n h e r r s ch a f t zu kämpfen. Deutschlands Frauen und Kinder sollen nicht das Opfer russi­scher Bestialitäten werden, das deutsche Land nicht die Beute der Kosaken. Denn wenn der Dreiverband siegt, wird nicht ein englischer Gouverneur oder ein französischer Republikaner, sondern der Russenzar über Deutschland herrschen. Des­halb verteidigen wir in diesem Augenblick alles, was es an deutscher Kultur und deutscher Freiheit gibt, gegen einen schonungslosen und barbarischen Feind. Nicht mit Hurra und nicht mit Haß gegen den russi­schen Arbeiter, nicht mit Gott für den König, aber für die deutsche Freiheit und die Unabhängigkeit des deutschen Volkes werden unsere Genossen in den Kampf ziehen, entschlossen, sich in ihrer Pflichterfüllung gegen das Vaterland von keiner» der bisherigen Wortpatrioten übertreffen zu lassen."

Noch wärmere Töne schlägt' die revisiomlsttsche Mann­heimer „Volksft im me", das Organ des ReichstagSalb,ge- ovdneten Dr. Frank, an. Nachdsm sie die „glänzende und straffe Organifation" unseres Heeres gerühmt uNd offizielle deutsche «bssvistete Anfragen in PeierSbürg und in Paris für notwendig erklärt hat, faßt sie ihre Darlegungen in folgeniden, großenteils fettgedruckten Sah zusamt men: „Wenn der Krieg uns vom rusfifchen Z.aris-

m u S a u f g e z w u n g e n wird, dann mutz und toird die letzte Entscheidung, wie immer sie aussallen mag — über alle Kl«crssenunt er sch jede und Weltanschauungen-, über alle -sonstigen Divergenzen hinweg —, ein einziges, allseit'ig ge-sch-lo ssenes Vo lk -finden, «bereit, mit dem letzten Blutstropfen die Unabhängigkeit und Größe Deutschlands gegen jeden Feind zu ver- teidigen."

In diesen mit der Äußerung eines bayerischen soziakdomo-- kratischen Landtagsabgeordneien übereinstimmenden Auf-« faffungen spricht sich nicht nur das Erwachen des vater­ländischen Gefühls der Sozialdemokratie, sondern auch die Erkenntnis aus, daß die Arbeitermassen mit Nqturgewalt da­zu -gedrängt werden, für die Unabhängigkeit Deutschlands als die -Voraussetzung ihrer eigenen Freiheit -den letzten Bluts­tropfen hinzuge-ben. Wenn solche Erkenntnis schon cm dev Schwelle des Krieges in sozialdembkratiischen Blättenr laut wird, dann darf dies als ein Zeichen dafür gölten, daß es nur noch einer kurzen Frist bedarf, bis die gchamte Sozia-Idemo-« kratie zu der -Einsicht gelangt, daß -es im Kampfe gegen den hinterhältigen Angreifer keine Parteiunterschiöde geben darf. So im Geiste der Väter einig und gäschloffen, wird das deutsche -Volk am schnellsten zur Friedensapbcht zriHWchyen«

fltis dem Reichslande.

über die Begeisterung in Straßburg berichtet uns ein Augenzeuge vom 2. Aug.: „Wir können stolz sein ans unser Elsaß. In Straßburg durchzogen am Abend der Mobil­machung Hunderte die Straßen unter Absingung der Natio­nalhymne und anderer patriotischer Lieder. Für die deutsche Sache herrscht eine Begeisterung, wie sie in Worten nicht aus- gedrückt werden kann."

Lothringens Loyalität.

Metz, 3. Aug. Der Gouverneur macht ein Schreiben einer Anzahl hervorragender Vertreter der einheimischen Bürgerschaft, meistens Gemeinderatsmibi glieder, bekannt, in dem diese elementar unbeein­flußt erklären, daß die loyale Bürgerschaft mit Abscheu sich von denjenigen abwenden und die Gemeinschaft mit den­jenigen ablehnen würde, welche verbrecherische Hand­lungen vornehmen oder ihnen irgendwie Vorschub leisten sollten. Die Bürgerschaft sehe es vielmehr als hohe hei-, lige Pflicht an, ihr Solidaritätsgefühl mit den zum Schutze und zur Ehre des geeinigten Vaterlandes zu den Fahnen berufenen Söhnen und Brüdern dadurch zum Aus­druck zu bringen, daß sie die von den Militärbehörden ge­troffenen Maßnahmen mit allen Kräften nachdrücklichst unterstützt und in ernster Stunde von allen BevMerungs» schichten ein treues Hand-in-Hand-Arbeiten mit den Militär­behörden verlangt. — Ferner gibt der Gouverneur eine Mit­teilung der bischöflichen Behörde bekannt, nach der es sämtlichen Geistlichen verboten ist, sich in fran­zösischer Sprache zu unterhalten und daß angeorbnet ist, daß täglich 20 Geistliche zur Hilfeleistung bei Verprovian-, tierungsarbeitcn zur Verfügung gestellt werden. Der Gou­verneur freut sich, diesen Beweis patriotischer Gesinnung der lothringischen Geistlichkeit der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen zu können.

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Fcldpostsendlmgen an die Angehörigen des Heeres und dev

Kaiserlichen Marine.

3-ik Feldpostsendungen in Privatangelegenheiten an Angehörigen des Heeres und der KaiserNchmr Marine gelte»» während des mobilen Verhältnisses nachbezeichnete Portovev-« günstigung-en: 1. Portofrei werden befördert: a) 'gewöhn­liche Briefe bis z-um Gewichte von 50 Gramm, b) Postkarten und c.) Geldbriefe bis zum Gewichte von 50 Gramm und mit Wertangabe bis zu 150 M. 2. Portoermäßigungen: DaS Porto beträgt für a) gewöhnliche Briefe über 50 Gramm bis 250 Gramm schver 20 Pf., b) Geldbriefe über 50 Gramm bis 250 Gramm schwer und mit Wertangwb-e bis zu 150 M.

20 Pf., c ) Geldbriefe bis 250 Gramm schwer mit einer Wert^ angabe von über 150 bis 800 M. 20 Pf., über 800 M. bis 1500 M 40 Pf., 6) Postanweisungen über Beträge bis zu 100 M. an die Angehörigen des Feldheeres und die Besatzungen der zu den Seestreitkräften gehörigen Kriegsschiffe usw. 1j) W,