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einen schweren Autounfall. Auf dem Wege nach Amsterdam fuhr der Prinz, der seinen Wagen selbst steuerte auf einen schweren Lastkraftwagen. Der Prinz wurde durch die Wind- schutzscheibe geschleudert. Mit einer tiefen Kopfwunde und einer leichten Gehirnerschütterung wurde er in das Bürgerkrankenhaus in Amsterdam eingeliefert.

Franyois-Poncet:In der Gewißheit, auf dem richtigen Wege zu fein."

Schwere Kämpfe nördlich vom Tai-See.

Die Stadt Jihfing von den Japanern eingeschlossen.

Schanghai, 29. Roo. (Funkmeldung. Ostasiendienst des DNB.) Am Sonntag lag die Hauptkampftätigkeit am Nord­flügel der Tai-See-Front bei Kiangyin, wo'die Japaner stark vordrängten und die chinesischen Verteidigungs­linien heftig beschossen. Westlich vom Tai-See haben die Japaner die Stadt Jishing eingeschlossen und rücken von Norden und Süden auf Kuangteh vor. Südlich vom Tai- See haben keine Veränderungen stattgefunden.

Autounfall des Prinzen Bernhard der Niederlande.

Tiefe Kopfwunde, leichte Gehirnerschütterung.

Amsterdam, 29. Nov. (Funkmeldung.) Prinz Bernhard Niederlande erlitt in den Morgenstunden des Montags

. Gruppe junger empfangen, und der , u .

\ habe im Schloß Rambouillet eine Gruppe i Deutscher begrüßt. Der Redner wies weiter auf

Dankgruh an den Führer.

Telegramm des ungarischen Ministerpräsidenten beim

. Verlassen Deutschlands.

Berlin, 29. Nov. (Funkmeldung.) Der königlich ungarische Ministerpräsident von Daranyi hat aus Passau an den Führer und Reichskanzler nachstehendes Telegramm gerichtet:

Tief bewegt von dem so überaus warmen, vom Geiste wahrer Freundschaft beseelten Empfang, ist es mir beim Verlassen des deutschen Reichsgebietes ein Herzens­bedürfnis, Ihnen Herr Reichskanzler, und in Ihrer Person dem gesamten deutschen Volke für den an großartigen Ein­drücken so reichen Aufenthalt in Deutschland auf das aller- innigste und aufrichtigste zu danken. Diese Tage sowie die mannigfaltigen Beweise der deutsch-ungarischen Freund­schaft, deren Zeugen wir gewesen sind, weiden für immer in meiner Erinnerung bleiben. Gleichzeitig möchte ich mich auch im Namen meiner Frau für die in Berlin erlebten schönen Tage herzlich bedanken."

Ein Ivv-Mil!ionen-Pfund-Kredit für China?

Tokio Nichi-Richi" über Eeheimoerhaudlungen in Brüssel.

Tokio, 29. Nov. (Funkmeldung. Ostasiendienst des DNB.) WieTokio Nichi-Nichi" aus Paris meldet, werden Geheimoerhandlungen zwischen Vertretern Chinas einerseits und der Vereinigten Staaten, Englands, Frank­reichs, der Sowjetunion und Belgiens andererseits mit dem Ziel geführt, der Nanking-Regierung die Fortführung des Krieges durch einen Kredit von 100 Millionen Pfund zu er­möglichen. Tschiangkaischek habe als Sicherheit die Ein­nahmen aus Zöllen und Steuern sowie wirtschaftliche Konzessionen angeboten, wofür unter anderem 1000 Flug­zeuge, Geschütze jeder Art, 20 000 Maschinengewehre und zahlreiche Nachrichtenmittel zu liefern seien. Die chinesischen Vertreter hätten auf die Gefahr hingewiesen, daß die fremden Mächte int Falle eines Unterliegens Chinasalles zu verlieren" hätten.

Das Blatt bemerkt, daß die Nachricht aus bester Quelle stamme und daß Japan deshalb die weiteren Schritte der fünf Staaten wachsam beobachten müssen.

endgültig auf jede feindselige Haltung gegenüber England ver­zichtet habe. Das sind nur wenige Beispiele aus den zahl­losen Kombinationen der französischen und englischen Blätter. Es rauscht wieder einmal gewaltig im Blätterwald des Aus­landes und es hat kaum einen Sinn, all die Lügen im einzelnen zu widerlegen. 2n den amtlichen englischen und französiischen Kreisen ist man wesentlich zurückhaltender. Im amtlichen Communiqus über den französischen Ministerrat vom Samstag ist nicht einmal erwähnt worden, daß außen­politische Fragen behandelt wurden, was man wohl als einen Wink an die französische Presse betrachten kann, sich ebenfalls großer Zurückhaltung zu befleißigen. Freilich ist diesem Appell der Erfolg versagt geblieben.

Wir unsererseits haoen nicht den minde st en An­laß, uns an dem großen Rätselraten zu be­teiligen. Wir lassen uns durch irgendwelche Ministerbe­sprechungen in dieser oder jener Hauptstadt nicht aus der Ruhe bringen. Wenn sich die englischen und französischen Minister letzt zusammensetzen, so kann das unter Umständen recht vor­teilhaft sein. Es gibt ja eine ganze Reihe internationaler Probleme, die gelöst werden müssen und die deshalb gar nicht oft genug ausgesprochen und beraten werden können. Wir können also in Seelenruhe abwarte n, was bei den Londoner Besprechungen herauskommt. Ist zu den Ergebnissen von deutscher Seite etwas zu sagen, so wird das zweifellos ge­sagt, werden, wenn der Augenblick dazu gekommen ist. Die Rätselraterei aber wollen wir den ausländischen Blättern überlassen. Ob diese Rätseltaterei für die Staatsmänner, die sich jetzt zu den Besprechungen zusammensetzen, sehr angenehm ist, erscheint uns fraglich. Soweit sie sich auf das französisch- englische Verhältnis beziehen, mögen sich die Herren in Üo.nöon und Paris damit so abfinden, wie sie es für zweck­mäßig halten. Gegen Verdächtigungen der deutschen Politik werden wir uns, das mögen sich Blätter vom Schlage des Evening Standard" gesagt sein lassen, auch weiterhin mit aller Energie zur, Wehr setzen und werden nicht dulden, daß einige gewerbsmäßige Lügner und Märchenerzähler die inter- | nationale Atmosphäre vergiften.

sammenkünfte ehemaliger Frontkämpfer beider Länder in tyretfiurg im Breisgrau und in Vesanyon und auf die Ein­weihung des Goethe-Hauses in Paris hin. Alle diese Fort­schritte dienten der Vorbereitung einer Lösung. Sie schafften um das deutsch-französische Verständigungsproblem eine Atmosphäre, die diese Lösung erleichtere.Wenn mir, so er- tlärte der Botschafter unter lebhafter Zustimmung,feststellen können, daß sich dies alles in diesem einen Jahr abwickelte, wahrend vorher nichts dergleichen da mar, so können wir daraus, in der Gewißheit, auf dem richtigen Weg zu fein, den notroenbigen Optimismus schöpfen, der uns erlaubt, weiter vorwärts zu schreiten".

ön freundschaftlichem Sichkennenlernen und angeregtem Gedankenaustausch klang die Jahresveranstaltung aus.

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Chautemps und Delbos in London. Alte Lügen. Deutschland wird wieder verdächtigt.

ä Führers erfolgte IM Grünewald die Grundsteinlegung zur Wehrtechnischen Fakultät der Technischen

Hochschule. Man erkennt von links: Reichslustfahrtmtnister Generaloberst Göring, Reichskriegsminister Eeneral- seldmarichall von Blomberg der Führer, General der Artillerie Prof. Becker, ReichsoMnisationsleiter Dr »en Reichsminister Frank und Reichsfuhrer SS. Himmler. Am Rednerpult Reichsminister Rust. '

(Presse-Hoffmann, 3aabtxȀ.)

as. Berlin, 29. Nov. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung). Heute Beginnen in London die auf zwei Tage berechneten Besprechungen zwischen den englischen

( Staatsmännern und dem französischen Ministerpräsiden- i ten Chautemps und dem Außenminister Delbos. Daß bei dieser Gelegenheit über die int Vordergrund stehenden . Probleme der internationalen Politik gesprochen werden wird, i ist selbstverständlich. Englische und französische Blätter er­gehen sich nun in endlosen Kombinationen darüber, in welcher Form diese internationalen Fragen erörtert wer­den. Dabei tauchen auch die alten Gerüchte von deutschen Forderungen auf, die Lord Halifax bei seinem Besuch in Deutschland übermittelt worden sein sollen. Demgegenüber muß auf die amtliche englische Feststellung verwiesen werden, die Reuter am 22. dieses Monats verbreitete und die dahin lautete, daß die Vermutungen, es wären Lord Halifax bei feinem Besuchs in Deutschland Forderungen vorgelegt worden, als frei erfunden zu bezeichnen seien. Auch diesmal tut sich derEvening Standard", der seinerzeit ver­suchte, die Reise Lord Halifax' nach Berlin zu torpedieren, durch öeionbers unsinnige Lügen hervor. So weiß er u. a. 5u berichten, Chautemps und Delbos würden in London französischen Kolonialbesitz in Afrika als Beitrag zur Befrie- i>er deutschen Ansprüche anbieten. Bedingung sei aber, daß Deutschland dieterritorialen Klauseln der Friedensver- trage reipeftiert, das heißt, wie ergänzend hinzugefügt wird, . dag die Tschechoslowakei nicht angetastet wird. Man sieht, daß es demEvening Standard" darauf ankommt, durch Märchm- l erzahlungen über deutsche Absichten und Pläne die inter- nationale Atmosphäre zu vergiften.

DasJournal de Debats" ist entsetzt über den Artikel der Times, m dem das deutsch-englische Flottenabkommen als außerordentlich wertvoller Beitrag zur Lefriedu », gewertet ; wurde. Das englische Blatt, so meint die französische Zeitung, ' |et völlig verblendet, wenn es behaupte, das deutsch-englische 1/ Flottenabkommen von 1935 habe bewiesen, daß Deutschland

Botschafter Fran?ols-P oncet beglückwünschte die L Zeutsch-Französische Gesellschaft in den Hansestädten zu dem M Werk, das |tc in so kurzer Zeit vollbracht habe. Die Deutsch- V französische Gesellschaft bezeichnete Franeois-Poncet als eine \ Vereinigung friedlicher Gärtner, die den Boden 1 vorbereiteten, in dem die Politik tiefe und starke Wurzeln schlagen könne. Es sei in der Tat klar, daß die V e r st ä n d i - s g u n g eine der Bedingungen des Friedens sei. Der Botschafter . betonte, daß im Jahre 1937 gute Fortschritte zu verzeichnen seien. Außer vielen französischen Besuchen in i Deutschland hätten fast 100 000 Deutsche die Weltausstellung - in Paris besucht. Die deutsche Kulturwoche in Paris habe einen gr1*6-- rc-t-1---"

sönlichkeiten ... _ _ ,_ 3 a

sondern vor allem auch durch die französische Bevölkerung ein herzlicher und freundschaftlicher Empfang bereitet worden. Der Führer und ^Reichskanzler habe persönlich eine ~ "en auf dem Obersalzberg

Französischen Republik

Gute Fortschritte im Fahre 1937.

Hamburg, 28 . Roo. Die Jahresveranstaltung der E Den t-sch-Franzä fischen Gesellschaft in Hanse- : städten, die am Samstag in Hamburg unter Beteiligung zahl­reicher französischer Gäste und der Mitglieder und Freunde der Gesellschaft in glanzvollem Rahmen vor sich ging, stand L !i ganz im Zeichen der Bemühungen um einedeutsch- I französische Verständigung. Die Veranstaltung g. i erhielt ihr besonderes Gepräge durch die Anwesenheit des I : französischen Botschafters Fransois-P o n c e t. Auch der fran- ? zofifche Kriegsopferführer Pichst mit feiner Begleitung W sowie Professor Fourneau vom Institut Pasteur und weitere namhafte französische Persönlichkeiten nahmen an der W Jahresveranstaltung teil.

< Der französische Frontkämpferführer Pichot übermittelte k den Grug der franzogghen Frontkämpfer an die Deutsch- Französische Gesellschaft.

3m Dienste der Verständigung Men VeWlnnd und Frunkreilij

Wiesbadener Tagblatt

p ( uh» Erscheinungszeit:

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Nr. 278.

Montag, 29. November 1937.

85. Jahrgang

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