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Wiesbadener Tagblatt

13,

MtsDauunüMovin

Taunus und Main

Die Hitler-Freiplatzspende in unserem Gau an erster Stelle des Reiches.

Aus der Staatlichen Versuchs- und Forschungsanstalt.

)( Geisenheim, 27. Okt. Auf ein 65jähriges Bestehen kann in diesen Tagen die Staatliche Versuchs- und For­schungsanstalt zurückschauen. Mit ganzen zwei Schülern hat bic Anstalt damals ihre Lehrtätigkeit begonnen, und wie­viel junge Menschen haben sich im Laufe der 6% Jahrzehnte in ihr das Rüstzeug für das Leben geholt, und wieviel Männer haben durch die vielartigen BeobachtuWsmöglich- keiten in den Arbeitsstätten der Anstalt der Wissenschaft neue Erkenntnisse geschenkt! Heute arbeiten 30 Wissen­schaftler und ebensoviele technische Mitarbeiter in der An­stalt, und die Gesamtzahl der Gefolgschaft beträgt fast 300 Mitglieder. Um aus den zahlreichen Arbeitsgebieten der Anstalt einige zur Zeit in ihr besonders gepflegte Arbeiten ?vu nennen und die Blüte der Ehrysanthemen macht diese Angaben eigens interessant, seit 1928 werden in der Geisenheimer Anstalt Chrysanthemen geprüft mit dem Ziel, aus der Fülle der unübersehbaren Sorten hochwertige Arten festzustellen, die für Früh-, Mittel- und Spätblüte in Frage kommen. 460 Arten umfaßt die Sammlung. Von 1938 ab dürfen dann keine neuen Sorten mehr in" den Handel ge­bracht werden, die nicht einer Prüfung unterzogen worden sind. Auf der Internationalen Chrysanthemen­schau am 7. November d. I. in der Schweiz werden Geisenheimer Züchtungen vertreten sein. Bei dieser Gelegen­heit wird als einziger deutscher Redner Gartenbauinspektor Marggraf -Geisenheim im Rahmen dieser Schau einen Vortrag halten.

)( Niederwalluf, 27. Okt. Ihre silberne Hochzeit feierten die Eheleute Ernst Kirch und Frau Klara, geb. Bopp.

) ( Geisenheim, 27. Okt. Der seit 20 Jahren im Staat!. Realgymnasium Geisenheim/RLdesheim bedienstete Haus­meister Karl Sternüerger feiert am kommenden Same-

Eine segensreiche Einrichtung der NSV. ist die Hitler- Freiplatzspende, die seit ihrem Bestehen gewaltig ausgöbaut wurde und in unserem Gau auf große Erfolge zurückblicken kann. Von ihr werden alle erholungsbedürftigen Partei­genossen und Angehörigen der Gliederungen der Bewegung er- fatzt und tn unentgeltlichen Urlaub geschickt. Es soll dies ein ?'.anL.!£in an bfe Männer, die tagaus, tage in ehrenamtlich fur Führer und Volk tätig sind. Jode freie Stunde benutzen sie dazu, um sich für den Dienst in der Bewegung zur Ver­fügung zu stellen und in ihrer Hingabe für ihr Vaterland gönnen sie sich kaum Zeit, sich von ihrer Arbeit in den Maschinensalen und Vürostuben zu erholen. Diese Volks­genossen, die auch meist das Geld nicht dazu haben, in Er­holung zu fahren, werden dann im Rahmen der Hitlerurlauber- s^eiplatzspende für einige Wochen in eine andere Gegend ge­schickt, wo sie von ihrer unermüdlichen Arbeit sorgenlos aus- spannen können. So werden die Männer aus dem Norden bei

tag mit seiner Ehefrau Emilie, geb. Zerbe, das Fest der silbernen Hochzeit. Aus einer Rotte von sieben Sauen L'e 'n einen Weinberg eingedrungen waren, schoß Justiz- Inspektor Allendorf, von Leserinnen auf die Schwarzkittel aufmerksam gemacht, zwei Tiere.

)( Stephanshausen, 27. Okt. Ihr 92. Lebensjahr vol- lni>et am 1. November Frau Katharina Lietz, Wwe., die Etter des Bürgermeisters, dessen mutterlosem Haushalt Mit fünf unmündigen Kindern sie in Rüstigkeit und Umsich­tigkeit noch vorsteht.

Rhein und Mosel.

nötigt sah, strenge Maßnahmen zur Beseitigung dieses Miß­standes zu treffen. So hatten zum Beispiel eine größere An­zahl Futzgünger, die täglich den gleichen Weg zu ihrer Ar­beitsstelle zurücklegten, über eine lange Feldgewann hindurch einen etwa drei Meher breiten Weg ausgetreten und dabei wertvolles Volksgut vernichtet. Auch in anderen Gemarkungs­tellen werden Nicht immer die Feldwege eingehalten und dadurch die junge Saat zertrampelt. Die Feldpolizei schreitet nun mit aller Schärfe ein.

Altersjnbilarm. Heute, Donnerstag, 28. Okt., begeht Frau Karoline Wintermeyer, Frauensteiner Str. " ihren 75. Geburtstag.

Sette 8. Nr. 252.

Ein beliebtes Volksfest.

^Rückershausen, 27. Okt. Der schon über 400 Jahre alteRuckershäuser Markt", das beliebte Volksfest der Aar- und Einrichbevölkerung, wurde am Dienstag wie­der in altgewohnter, froher Weise begangen. Das Dorf hatte sein Festgewand angelegt. Ein reger Handel ent­wickelte sich schon in den frühen Morgenstunden aus dem Schweinemarkt. Es waren etwa 200 Ferkel und Läufer an- gefahren. Bei flottem Handel wurden diese fast restlos ver­kauft. Für 5 bis 6 Wochen alte Ferkel wurden 1012 RM. bezahlt, 6 bis 8 Wochen alte kosteten 1216 RM. Läufer je nach Qualität und Ware entsprechend mehr. Im einzelnen wurden auch Läufer verkauft für 50 Pfg. je Pfund. Zu Dutzenden waren auf der breiten und langen Hauptstraße des Dorfes wieder die Marktftände aufgestellt. In dem Festzug wurde ein Stück der Geschichte des Marktes wieder lebendig. In feierlicher Weife wurde der Amtmann, der ehemals von den Bauern in Idstein abgeholt werden mußte, am Eingang des Dorfes abgeholt. Zwei Reiter ritten dem Zug voran. Mitten im Dorf entbot der Schultheiß dem Amtmann den Willkommensgruß, der den Markt dann in altüblicher Weise als eröffnet erklätte.

Idstein i. T 27. Okt. Ihre Meisterprüfung bestanden vor dem Prüfungsausschuß des Metzgerhandwerks in Wiesbaden: Anton Josef Ernst (Oberjosbach), Karl Link tOberseelbach), Karl Presber (Bad Schmalbach) und Adolf Schauß (Wehen).

Rus dem Rheingau.

Kameraden im Süden untergebracht und aus dem Osten fahren sie nach dem Westen, wo sie bei Volksgenossen mehrere Wochen der Erholung verbringen. Gestärkt kehren sie dann an ihren Arbeitsplatz zurück. Mit neuer Kraft können sie sich in ihrer Heimat für die ihnen gestellten Aufgaben einsetzen. Aber nicht nur erholungsbedürftige Parteigenossen werden von der Hitlerurlauber-Freiplatzspende erfaßt, sondern auch bedürftige Parteigenossen werden durch sie in Erholung geschickt. Damit gewährleistet sie die Gesunderhaltung der wertvollsten Men­schen der Ration.

Nachdem die Verschickung im Rahmen der Hitlerurlauber- Freipkatzspende in diesem Jahre fast zu Ende ist, zeigen die Zahlen aus unserem Gau, daß dieser, wie im vergangenen ->ahr, in der Verschickung wie in der Aufnahme wieder a n erster Stelle aller Gaue des Reiches steht. Ein Beweis zur die sozialistische Opferbereitschaft unserer Bevölkerung.

Seit 1934 bis Mitte Oktober 1937 wurden rund 11050 Parteigenossen, Parteigenossinnen und Angehörige aller Gliederungen unseres Gaues im Rahmen der Freiplatzspende verschickt. Der Gau hat seit 1934 bis Mitte Oktober d. I. 12 700 Familien Freistellen der Reichsleitung zur Belegung im Gau zur Verfügung gestellt. Diese Zahlen werden von keinem anderen Gau übertroffen. Ferner wurden im Jahre 1937 bis Mitte Oktober rund 700 Plätze für Hitlerurlauber-Kamerad- schaften geworben.

Dem Walter und Helfer der RSV., der jahrelang in beispielloser Einsatzbereitschaft der RSV. und dem WHW. sich zur Verfügung stellt, und von dessen Tätigkeit in vorderster <yront im wesentlichsten der Erfolg aller Arbeit abhängt, gibt der Gau Hessen-Nassau die Möglichkeit, sich auch einmal Ruhe und Erholung zu gönnen. In das Amtswaltererholungs­lager, in dem die Walter und Helfer für kürzere Zeit ihren Urlaub verbringen können, wurden feit 1933 bis Mitte dieses Monats über 2000 Amtswalter der NSV. geschickt.

Es geht nichts über einen guten Appetit.

Mayen, 27. Okt. Im allgemeinen soll es uns ja wenig kümmern, wieviel der liebe Mitmensch zu essen pflegt. Die Mägen sind ja verschieden groß, und nicht alle haben den gleichen Appetit. Einen Hunger aber, der ver­dient als Seltenheit bezeichnet zu werden, entwickelte hier ein Bauersmann, der von auswärts zum Mayener Lukas- markt gekommen war. Nach Erledigung seiner Handels­geschäfte zog er sich in eine Gaststube zurück, um seinen knur- renden Magen zufriedenzustellen. Dies tat er mit folgender Speisenfolge: einem halben Pfund gebratenem Gehackten, anschließend zwei dicken Mettwürstchen und zweieinfachen" Würstchen sowie zum Nachtisch einer guten Portion Braten. Der Vollständigkeit halber sei natürlich nicht zu vergessen, dag dazu die entsprechende Menge Bier di« Kehle hinunter- floß. _____________

--- Bacharach, 27. Okt. Die Traubenlese im hie­sigen Gebiet ist zum Teil beendet. Rur noch die größeren Weingüter, die in diesem Jahr besonderen Wert auf einen Qualttatswein legen, sind noch bei der Lese. In den besten Lagen des Bacharacher Gebiets steht die Lese noch aus. Die milden Herbsttage.haben immerhin noch einen nicht zu unter­schätzenden Einfluß auf die Güte. Im allgemeinen ist mit einem guten halben Herbst zu rechnen. Die Qualität der Trauben ist überall ausgezeichnet.

Frankfurter Nachrichten.

Bezirkstagung der Edeka.

Frankfurt a. SB., 27. Okt. 3m Palmengarten zu Frankfurt a. M. fand am Mittwoch die Bezirkstagung der Edeka statt, an der die Geschäftsführer aus Hessen-Nassau. Hesien und Kurhesien teilnahmen. Zu der Tagung waren Vertreter der Landesbauernschaften Hessen-Nasiau und Kur­hessen, sowie des Instituts für Genoffenschaftswesen er­schienen. Das Hauptreferat hielt Direktor A. Werner- Berlin. Bei Gründung des Verbandes im Jahre 1907 be­teiligten sich 13 von den damals vorhandenen 60 Einkaufs­genossenschaften des Kolonialwaren- und Lebensmittel- Einzelhandels. Heute zählt der Verband 470 Genossen­schaften. Der Umsatz von 466 Genoffenschaften bezifferte sich 1936 auf 330 Mill. RM. Die Umsätze der Einzelmitglieder werden auf 1,5 Milliarden RM. geschätzt. Als eine der wichtigsten Aufgaben bezeichnete Direktor Werner die Durch­führung der Barzahlung. Ein Problem von höchster Be­deutung sei die Nachwuchsfrage. Die Spar- und Arbeits­gemeinschaft der Jungkaufleute zähle heute 150 Ortsvereine mit 6500 Mitgliedern. 500 Kaufmannsgehilfen hätten sich mit Hilfe der Spara selbständig machen können. Als Ver­treter der Landesbauernschaft Hessen-Naffau sprach Dr. Fabia n-Frankfurt a. M. über die Ausgaben der Einkauss- genoffenschaften und des Großhandels bei der Sicherstellung der Ernährungswirtschaft im Dritten Reich. Als eine Haupt-

Donnerstag, 28. Oktober 1937,

Feierabendgemeiuschasteu im Vogelsberg.

Bom Jungkameraden zum Alten Herrn.

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Fragen der NS. -Studentenkampfhilfe werden st einem Merkblatt erklärt, das vorn Amt Studentenkampfhilsr der Reichsstudentenführung herausgebracht worden ist. Da­nach kann jeder ehrenhafte Volksgenoffe Mitglied sty Studentenkampfhilfe werden, der den AufnahmeS» stimmungen eines angeschlosienen Verbandes der NSDW genügt, eine deutsche Hoch- oder Fachschule besucht hat, oder der sonst für das Leben der studentischen Jugend stärkste Am teilnahme zeigt und gewillt ist, sich auf den Grundsatz Oer unbedingten Genugtuung mit der Waffe zu verpflichten d

gegründet. Für einen monatlichen Beitrag von 50 Pfg. halten die Mitglieder dieser Feierabendgemeinschäst« freien Eintritt zu neun Veranstaltungen im Laufe die» Winters, und zwar zu vier Theaterabenden, einem BallD abend, zwei Konzerten und zwei Vorträgen. In der Erim dungsversammlung wurde auch mitgeteilt, daß für den M wenden Sommer für die Kreise Büdingen und Schotten fjM KdF."-Urlauberzüge mit insgesamt 5000 Urlauber, vorgesehen sind, die in den genannten VogelsbergstäM untergebracht werden sollen.

Aus dem Vogelsberg, 27. Okt. Don der NS-Gem-i». schäftKraft d u r ch F r e u d e" werden für die Voo^ bergftädte Büdingen, Schotten. Nidda, Laubach und GeV~ - Feierabendgemeinschaften gegründet, deren Zweck es i4j i X01; soll, die Volksgenossen in bester Weise mit den Darb» Pa » tungen vonKdF." bekannt zu machen. Ein« derartz« i 5's Feierabendgeineinschaft wurde jetzt in Laubach herein « (jeariinhet SViir einen nrnnntfirfien Rei^rnn nnn 50 sns.» -3

glieder einer früheren Korporation derselben Kamyrch schäft zugeteilt werden. Der Alte Herr wird von seine! Kameradschaft zu allen größeren Veranstaltungen im o» mester, insbesondere zum Hochschulfest im Sommersemesch eingeladen. Jrn Rahmen dieses Hochschulfestes findet au^ das große alljährliche Attherrentreffen statt. Weiter ist M Alte Herr jederzeit im Kreise der Kameradschaft, herzlq willkommen und wird sich auch während der Ferien nach Möglichkeit regelmäßig mit den jungen Kameraden trefftg Zwischen Alten und Jungen soll ein herzliches und petjäg liches Verhältnis herrschen. Die Altherrenschaft hat dvl Recht und die Pflicht, der Kameradschaft in allen gerne« schaftswichtigen Angelegenheiten mit Rat und Tat Helf« zur Seite zu stehen. Sie läßt ihren jungen Kameraden td

der Regel sollen die in die Kampfhilfe eintretenden Mit» s sahn«

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aufgabe bezeichnete er die Verbrauchslenkung bei u Lebensmitteln, wobei der Einzelhandel eine große AuseS zu erfüllen habe. Der Bezirksstellenleiter Behrens-^, furt a. M. sprach kurz über die Entwicklung des Bezirks x!

38 Genossenschaften mit 1600 Mitgliedern umfaßt, die »iS ! Umsatz von 17 Millionen RM. erzielt haben. I

Mus Hessen.

jeder Hinsicht ideelle und notfalls auch materiell« Hilfe zu «M werden. In Zukunft ergänzt sich die Ältherrenschaft in elfte® Linie aus ihrer Kameradschaft. Der Weg ist dabei solgendeiM Mit seinem Eintritt in die Kameradschaft wird der jungt ? Student zunächst Jungkamerad. Im Laufe von zwei ? mestern hat er sich auf sämtlichen Gebieten der neuen Kam» radschaftserziehung zu bewähren. Danach wird er endgul- , tiges Mitglied des RSDStB. und in seinem dritten mester wird er Hauptträger des Kameradschaftslebens, wft Abschluß seines Studiums wird et in feiner Kameradschaft Alter Herr und als solcher Mitglied der Studentenkamp!' Hilfe. Die Tradition und Ausgabe der früheres Altherrenverbände werden übernommen und tnsv» sondere in folgenden fünf Arbeitskreisen gepflegt: Finanz--, LeibesetMehung, Volkstums- und Grenzlandarbeit. Stube» tengeschichte und studentisches Brauchtum, Presse und Prop» ganda In diesen Arbeitskreisen sind die führenden PerM lichkeiten der früheren studentischen Verbände als attt« Mitarbeiter vertreten.

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Einladung zur Internationalen 3agbau-_

Göring besichtigt den Aufbau der Jagdausstellunz- Mittwochvormittag stattete der Schirmherr der kommen denInternationalen Jagdausstellung", Reichsjägermerfl« Generaloberst Göring, den Berliner Ausstellungshalle am Funkturm einen mehrstündigen Besuch ab. Er stell» mit Genugtuung fest, daß alle Nationen von jagdlicher beutung feiner Einladung zur Internationalen Jagdau- fteHung gefolgt find und eine Trophäenschau nach Bern» gebracht haben, wie ste in der Welt wohl noch nicht gezeiA wurde. Besonders anerkennend äußerte sich der Reichsjägev meister darüber, daß das Jagdwesen umfassend auch in hi|t^ rischer Beziehung dargestellt wird und daß die wirtschaftliche Bedeutung der Jagd voll zur Geltung kommt.

DR. OETKERS

Aromen