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' Donnerstag, 2. September 1937.

Zweites Blatt. Nr. 204.

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Stein uni Beton statt Eisen und Stahls Mauerwerk, Vimsbeton und Eipsdielen statt Holz: Gewölbedecken aus Mauerwerk treten an die Stelle von Stahlträgerdecken, eiserne Balkongitter werden durch Mauerwerkbrüstungen er­setzt, eiserne Treppengeländer durch Holz: Zäune und Gitter durch Hecken und Mauern; die Stelle von Metallbeschlägen

nur die Aufgabe, beratend einzugreifen, um offenbare Miß- griffe zu verhindern.

Die Ausstellung hat eine Fülle von wertvollen An­regungen geboten, sie hat insbesondere bei einigen grögeren Anlagen — wie bei der Akademie der deutschen Jugend­führung in Braunschweig, bei der Reichssportschule des BdM. in Berchtesgaden und bei dem Italienischen Haus, das am Wannsee entsteht, — mustergültige Lösungen gefun­den. Dasselbe lägt sich aber auch von vielen kleineren Mo- dellen sagen. Mancher Bau dieser Art, der 40 000 bis 50 000 RM. kosten würde, ist mit einem Fünftel des Kostenansatzes errichtet worden, weil die Jugend selbst und die Mithilfe der Volksgemeinschaft einen Teil der Gelder sammelte, oder durch 'Handleistung die Baukosten verminderte. Gewiß ein schönes Zeichen der Solidarität! Solche Heime, an denen der Fleiß und der Eifer unserer Jungen sich betätigte, wer­den ihnen selbst und denen, die nach ihnen kommen, einmal besonders ans Herz gewachsen sein. Zu der Aufgabe des Heimbaus tritt an anderer Stelle noch die Errichtung von

" dern solche Not-Unterkünfte festgehalten, auf die unsere Jugend einst angewiesen war.

Nun ist die HI. keineswegs der Auffassung, daß mit der ' Herstellung zweckmäßiger Gebäude allem ein Gewinn erzielt M sei. Sie stellt ihre Ansprüche höher. Nicht auf die äußere Aufmachung kommt es ihr an, sondern auf die Baugesin- nung, die dem Geiste unserer Tage entsprechen soll. Die k Innenausstattung soll zweckmäßig sein, den Aufgaben der L Jugendheime entsprechend, schlicht und gediegen. Den Er- F fordernissen des Vierjahresplanes ist bei der Auswahl der Materialien selbstverständlich Rechnung zu tragen. Die er­wähnte Ausstellung bringt daher auch eine L i st e der sch stosse" für den Heimbau:

im „Haus der Deutschen Presse" zu Berlin. Hier besichtigt Baldur von Schirach (rechts) das Modell für das H2.-Heim Coswig (Gebiet 23), das von Architekt Dipl.-Jng. Dustmann (2. von rechts) entworfen wurde.

(Weltbild, Zander-K.)

Schwimmbädern oder von Jugendherbergen. Unsere Jugend macht es sich nicht leicht, auf den Einsatz' des Staates zu warten, sondern sie greift ihre Aufgaben mutig an, mögen die vorhandenen Mittel noch so bescheiden sein.

Nach dem Reichsparteitag wird die Ausstellung ihren; Weg durch die verschiedenen Städte des Reiches nehmen, um für den Gedanken zu werben: Schafft Heime für die! Jugend! ________________

* Verluste durch Abnutzung. Ein amerikanischer Sta-s tistiker hat kürzlich einen Bericht herausgegeben, der dies Verluste aufzeichnet, die auf der ganzen Welt durch Ab-» Nutzung entstehen. So wurde u. a. festgestellt, daß der Verst lust an Stahl auf den Bahnen sehr groß ist, und man nichh übertreibt, wenn 250 000 Tonnen Stahl angegeben werdens die jährlich auf der ganzen Welt durch die Wucht der rollen-j den Züge infolge Reibung an den Schienen verloren gehen. Sehr groß ist auch der Verlust, der durch das Abtreten der S ch u h s o l e n entsteht. In dieser Statistik wird angeführt^ daß acht Ozeandampfer notwendig wären, um das Sohlen­leder aufzunehmen, das jährlich durch Abtreten zu Staubs verrieben wird. Man kann die Zahl der Personen auf der ganzen Welt, die Schuhe tragen, mit 800 Millionen angeben. Die Abnützung des Sohlenleders bei jedem Menschen durste im Laufe eines Jahres ein Pfund Sohlenleder betragen, was eher zu tief als zu hoch gegriffen scheint Der größte Verlust durch Zermalmung und Zertretung rührt vom Auto her, das den Straßenbelag in feinen Staub zerreibt.

* Die Kunst, nicht den Verstand zu verlieren. Die Med^ zinische Akademie von Cleveland in USA. rief kurztny ihre Mitglieder zusammen zu einem Wettbewerb auf, m dem es sich darum handelte, die wertoolksten Regeln für die Er­haltung seelischer Gesundheit in einer jedem Laren verständ­lichen Sprache abzufassen. Der in den Berichten der Akademie veröffentlichte preisgekrönte Entwurf verlangt u. a.: Lene deine Gedanken mit anderen, pflege,Kameradlchaft im Denken und Fühlen, vertraue dich anderen an und berate dich mit ifmen — tritt deinen Befürchtungen mutig entgegen, zer­gliedere sie nüchtern. Das Tageslicht vertreibt Gespenster- — schaffe ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen deiner Wantaste und den Tatsachen. Träume, aber' handle auch Wunsche, aber baue auch aus. - Hüte dich vor der Flucht vor der Wirklichkeit. Alkohol, Rauschgifte und Schlafmittel sind un­getreue Freunde.

Meteorologische Beobachtungen in Wiesbaden. (Klimastation beim Stöbt. Forschungsinstitut.)

*2.Sept:

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1. Sept. 1937: Höchste Temperatur: 26.0.

Tagesmittel der Temperatur - 19.3.

2. Sept. 1937: Niedrigste Nachttemperatur 16 1. öonuentchetndauer am 1. Sept. 1937:

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nehmen solche aus Pretzstsff, Porzellan, Kunstharz oder Glas ein, ja, die Anforderungen des Vierjahresplanes sind selbst bis in die kleinsten Einzelheiten berücksichtigt, so daß u. a. statt der Verwendung von Roggenmehlkleister bei Tapezier­arbeiten Zellulosekleister vorgeschlagen wird.

Ein reger Wettbewerb der Architekten hat eingesetzt, um die beste und sinnvollste Form für das Bild und die Aus­stattung der HJ.-Heime zu schaffen. Der Reichsjugendführer von Schirach sprach bei der Eröffnung der Ausstellung davon, daß man weit davon entfernt sei, einen einheitlichen Heimtyp zu fordern, daß vielmehr nur Anregungen gegeben werden sollen, weil die Heime aus dem Wesen der Landschaft heraus gestaltet werden sollen. Daher haben junge und alte Architekten gemeinsam an den Formen ge­arbeitet und der Arbeitsausschuß für Heimbeschaffung hat

Der Reichsjugendführer sprach über die Heimbeschaffung der HI.

52000 Heime.

ein würdiges Bauprogramm für Deutschlands Jugend.

Die Hitler-Jugend hat sich ein großes Programm ge­setzt ' 52 000 Heime sollen im Laufe der nächsten Jahre ent­stehen "Diese Zahl entspricht dem tatsächlichen Bedarf, wenn die Einheiten der HI. in der Unterbringung ihrer schu- lunasräume nicht auf unzulängliche und unzureichende Ver- hältniisc angewiesen sein sollen. Die Zeiten ,sind vorbei, daß die £3 in alten Fabriksälen, leeren Hinterhäusern oder pri­mitiven Hallen ihre Abende verbringen mußte. Die Aus­stellung „Schafft Heime für die Hitler-Jugend die in Berlin gezeigt wurde und die nun auf dem Reichspar­teitag der Öffentlichkeit zugängig ist, hat in großen Bil-