Seite 4. Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.
Dis Haltung der Kleinstaaten.
Spanien in Frankreichs Schlepptau?
Köln, 31. Juli. Die spanische Presse befindet sich vollständig im Schlepptau Frankreichs; auch jene Blätter, die sonst eine etwas unabhängige Haltung einnehmen, lassen sich in der schwebenden internationalen Konfliktsfrage ihre Ansichten aus Paris vorschreiben. Besonders unrühmlich ist eS, daß die spanische Presse, ganz wie die französische, Österreich alle Schuld beimißt und die österreichische Note als „übertrieben" ausgibt. Soll „Madrid" denn tatsächlich zu einer Filiale von Paris geworden sein, ebenso wie, nach den Versuchen der belgischen liberalen Blätter, dies mit Brüssel zu werden droht?, so fragt ganz richtig dazu die „Köln. Völksztg.".
Die Mobilisierung der Schweiz, vb. Bern, 1. Aug. Der schweizerische Bundesrat hat die allgemeine Mobilisierung der Armee beschlossen. Die schweizerische Bundesversammlung ist auf Montagmorgen 10 Uhr zu einer außerordentlichen Tagung einberufen worden zur Beschlußfassung über Wahrung der Unabhängigkeit und Neutralität des Landes, über die Wahl des Generals und die Beschlußfassung über die Ausgabe von Fünffrankennoten.
Die Kriegsfurcht in Belgien.
Aus dem belgischen Grenzbczirk meldet die „Kölnische Zeitung": Die fortwährende Hetzarbeit gewisser französischer Blätter, die ausschließlich Deutschland als den Störenfried hinstellen und in der Wallonei schon wegen der Sprache das Übergewicht über die deutschen Blätter haben, steigert die Kriegsfurcht, besonders im östlichen Teil der Provinz Lüttich, in wohl nie zuvor gekanntem Maße. Man spricht von nichts anderem, als einem drohenden Einfall von deutsch e r Se i t e in Belgien, obgleich schon ein Schritt über die Grenze dieses Trugbild völlig zerstören würde. Entgegen allen Lärmnachrichten ist die deutsche Grenze völlig unbesetzt, und trotzdem beginnt gleich hinter ihr auf belgischer Seite bie Panik, die besonders im Geschäftsverkehr ihre Folgen zeigt. Seit 1870 war dieser nicht so gedrückt, wie jetzt. Industrie, Handel, Banken liegen darnieder; die Geschäftsreisenden kehren ohne Aufträge heim, und das Verkehrsgeld wird so zurückgehalten, daß man im Kleinhandel kaum noch Fünf-Franken- stücke sieht. Andererseits können die Lebensmittelgeschäfte den Ansprüchen der Käufer kaum genügen, denn die Käuferinnen verlangen in der Furcht, daß eine gewaltige Preissteigerung unausbleiblich sei, die gewöhnlichsten Viktualien in Mengen, die in ruhigem Verkehr unbekannt sind.
Der holländische Oberkommandierende, wb. Haag, 1. Aug. Eine Sonderausgabe des „Amtsblattes" veröffentlicht die Ernennung des Generalstabschefs General Sncjdcrs zum Obcrkommandie- rcndcn der niederländischen Armee und Marine.
Schwedens Neutralität.
wb. Stockholm, 1. Aug. (Eig, Drahtbericht) Amtlich wird gemeldet, die schwedische Regierung beschloß, daß Schweden in dem österreichisch-serbischen Kriege völlige Neutralität beobachtet.
Norwegens Neutralität.
wb. Christian!«, 1. Aug. Wie das Ministerium des Äußern mitteilt, werden Anstalten zum Schuhe der Neutralität Norwegens getroffen.
Begeisterung der Deutsch-Amerikaner, wb. Berlin, 1. Äug. Aus B r o o k I i n bei New Dork erhielt der Kaiser folgendes Telegramm: Be
geistert von der Nachricht, kifo Deutschland seinem Buindesbruder Österreich-Ungarn in der Stunde der Gefahr in echt deutscher Bundes treue zur Seite steht, entbieten die zum 33. plattdeutschen Volksfest in Brooklin versammelten deutsch-amerikanischen plattdeutschen Bayern, Schwaben und sonstigen Vereine in Gemeinschaft mit Vertretern des deutsch- amerikanischen Nat i o na lb u nd e s von Brooklin ihren Gruß und gratulieren zu dem echt deutsch-patriotischen Standpunkt mit dem Wunsche, daß diese große Stunde eine glückliche Lösung finde. I. A.: Jon D. Brnens, Präsident des plattdeutschen Volkssestvereines von Brooklin.
Die Geschäftslage in den Vereinigten Staaten. wb. New York, 1. Aug. Das Claringhouse Comitß sprach sich dahin aus, daß die Geschäftslage New Jorks und im ganzen Lande gesund und daß augenblicklich keine Gelegenheit zu einer ernstlichen Unterbrechung der Geschäftstätigkeit vorhanden sei. I. P. Morgan gab eine ähnliche Erklärung ab. Er sagte, er hoffe, baß der Krieg noch vermieden werden würde, und betonte den natürlichen und gesunden Zustand der finanziellen Lage der Vereinigten Staaten.
Weitere Zahlungseinstellungen, wb. New Dort, 1, Aug. Zwei weitere kleine Firmen in New Jork und einige kleinere Firmen in anderen Städten haben ihre Zahlungen eingestellt. Die Börsen in den anderen Hauptzentren des Landes wurden geschlossen.
Japan nützt die Stunde aus? wb. Tokio, 1. Aug. Die Zeitung „Nishiuishi" schreibt: Japan müßte eventuelle Schwierigkeiten Rußlands unbedingt zur Regelung der mandschurischen und mongolischen Frage ansnützen.
Japan im Falle eines Weltkrieges.
Angesichts der russischen Mobilisierung an der Westgrenze des Reiches ist die Ansicht des Grafen Okuma, eines genauen Kenners japanischer und russischer Heercs- Verhältnisse, über die Gefahren, in die sich Rußland im Kriegsfälle stürzen würde, besonders lehrreich. Graf Okuma bat vor kurzem eine Bros chm r e veröffentlicht, in der er über einen japanischen Revanchekrieg und einen Krieg Rußlands mit den Weltmächten genaue Untersuchungen anstellt. Aus diesen geht hervor, daß Rußland im Falle kriegerischer Verwicklungen in Europa durch Japan in eine recht u n g ü n ft i g e militärische Lage gebracht werden ivürde, so daß tatsächlich ein Wafsengang im Westen für daS Zarenreich unberechenbare Folgen im fernen Osten zeitigen könnte. Die Broschüre des Grafen Okuma hat großen Eindruck in Japan gemacht, da der Nachweis geführt wird, das; bic Russen gar nicht in der Lage seien, einen sieghaften Krieg mit Japan zu führen. Letzteres werde innerhalb eines Monats ein Heer von anderthalb Millionen Soldaten gegen Rußland aufstellen, das bestenfalls imstande sei, nach 3 Monaten höchstens 1 Million Soldaten im fernen Osten in den Kampf zu schicken. (Dies wäre
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nur denkbar, wenn die europäischen Kräfte nicht durch einen Feldzug im Westen gefesselt würden.) Es wird hieraus gefolgert, daß die Entscheidung zugunsten Japans ausfallen müsse.
weitere Berliner presiestimmen.
Berlin, 1. Au«. Der „Berliner Lokalanzciger" schreibt angesichts der drohenden Kriege: Das in Warheit friedliebende deutsche Volk hat sich damit abgcsunden, nicht leichten Herzens, sonderii in dem Gefühl: Es muß sein; und dieses Muß wird es opferwillig tragen. Wie wir im vorigen Jahre, ohne mit der Wimper zu zucken, eine ungeheure Heeres- vermehruug beschlossen, so senden wir jetzt furchtlos diese große Armee gegen den Feind. Sie wird die Hoffnung des Volkes und des Kaisers nicht zuschanden machen und wird das Schwert so führen, daß sie es mit Ehren wieder in die Scheide stecken kann.
Das „Berliner Tageblatt" schreibt: Aus der amtlichen
Darstellung geht klar hervor, daß die russische Regierung dem deutschen Kaiser und der deutschen Regierung gegenüber ein u n wa hrha f t i g es Doppelspiel spielte. Es ist klar, daß Ssasonow absichtlich auf die Spitze trieb, weil er im Bunde mit einigen Großfürsten und dem anderen deutschfeindlichen Element jede Verständigung vereiteln wollte. Er lud eine Verantwortung auf sich, die selbst tür einen Größeren zu gewaltig wäre. Wer möchte nicht hoffen, daß es trotz allem und allem noch möglich sein werde, dem deutschen Volke die Opfer an Gut und Blut, von denen der Kaiser sprach, zu ersparen? Aber wir sehen kaum, worauf wir solche letzten Hoffnungen noch bauen könnten, und es bleibt uns nur übrig, mit jener ernsten E r g e b c n- h e i t, die über der Rede des Kaisers lag, in die schwere Zukunft hineinzu gehen.
Die „Vossifchc Zeitung" schreibt: Nun denn, so soll es sich bewähren, was in langer Friedensarbeit für des Reiches Schutz gearbeitet und geleistet worden ist. Geschlossen, in festen Reihen findet der Feind das deutsche Volk, ein wahrhaft, einig Volk von Brüdern. Durch Blut und Eisen wurde unsere Einheit errungen. Blutig und eisern werden unsere Armeen das einige große deutsche Reich verteidigen. Vertrauensvoll blicken wir aus unsere Krieger, vertrauensvoll auch zu unseren Schlachtenlenkern. Wir wissen, daß jedermann, aus welchem Platz er immer steht, ohne Wanken - seine Pflicht tun wird, und wir hoffen, daß den Gegner seine Strafe ereilt für die F r e v e l t a t.
Die „Tägliche Rundschau" schreibt: Die Welt wird
staunen, wenn sie hört und und liest, bis zu welchem Grade die Unwahrhaftigkeit dieser Moskowiter Politik gegangen ist. Der Zar selber wird vor der Welt und der Geschichte den Makel nicht mehr von sich ab- waschen können, daß er seinen kaiserlichen Freund in der schnödesten Weise persönlich betrog. Die kaiserliche Erklärung des Kriegszustandes und des Kaisers persönliches Wort an die Berliner haben den Strömen vater- ländiaer Kräfte den Weg frei gemacht. . Wir sind vor die denkbar größte nationale Prüfung gestellt, aber wir basten kein Prüfungsfieber.
Die „Deutsche Zeitung" schreibt. Über alles hinweg schwingt sich nun aber der Erfola, daß das germanisch geführte M i t t e l e u r o v a , in einen Keil zusammen- gedrängt, jetzt um sein Haupt und um sein Leben kämpft. Seit der Schlacht auf den katalanischen Feldern war kei »gewaltigeres Ringen zu erschauen, als das, was jetzt anheben soll. Die allerhöchste Ausgabe ist uns gestellt, der a l l c r s ch w e r st e Kampf ist uns an: gesagt, der Kaiser schreite voran: Dann: das walte Gott und das deutsche Schwert.
Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: Deutschland kann mit gutem,Gewissen in die dunkle Zukunft schreiten und der letzten Entscheidung entgegengehen. In so banger Schicksals- stnnde ist ein gutes Gewissen der b e st e Trost und die sicherste Gewähr sesiscker Stärke. Jetzt muß alles schweigen, was sich sonst trennend zwischen die verschiedenen Volkskreise drängte. Jetzt ailts, sich zu erinnern an die große Zeit und an ihr Erbe. Jetzt werden, Söhne und Enkel nach menschlicher Voraussicht berufen sein, das damals schwer Errungene zu erhalten. Möge aber vor allen Dingen auch das Volk sich sammeln und sich beugen vor seinem Gotte, der. auch wenn kriegerische Entscheidungen drohen und kommen, die Geschicke der Völker führt.
Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt: So ist denn die Entscheidung gefallen. Der russische Frevelmut, dessen unbändiger Haß uns diesen ftlrichtbaren und schweren 5Äieg aufzwingt. hat allen friedlichen Bemühungen unseres Kaisers in frechster Weise Hohn gesprochen. Noch bis zur letzten Stunde hat Kaiser Wilhelm, der durch seine ganze lange Regierungszeit hindurch sich den Namen des Friedreichen durch hundertfältige Handlungsweisen in Ehre verdient hatte, seine Hand über die Grenze gestreckt, um das furchtbare Schicksal, das jetzt ganz Europa bedroht, abzuwenden. Der blindwütige Haß Rußlands, der Haß des niederen Slawentums gegen die germanische Rasse, hat die Machthaber im Zarenreiche diese Hand nicht sehen lassen. So sollen sie sie denn zu fühlen bekommen! Wie einst vor vier Jahrzehnten Kaiser Wilhelm der Siegreiche — der Unvergeßliche — nach dem frivolen Friedensbruche durch Frankreich sich den schweren Entschluß abrang, P Mtzen-Deutschlands Ehre mit dem Schwerte zu verteidigen, so hat auch heute unser Kaiser diesen schweren und ernsten Entschluß gefaßt. Und wie damals sein erlauchter Großvater vom Jubel des gesamten Deutschlands gebagen wurde, so wird auch heute dem Enkel bei dieser gerechten und guten Sache das deutsche Volk z u- jauchzen. Alle Pmteigegensätze werden mit einem Schlage verwischt sein — ja sie sind ja schon in den letzten Tagen Gottlob völlig zum Schweigen gebracht worden. Nur ein Gedanke beherrscht Bürger, Bauer und Arbeiter: Schulter an Schulter z u sa mm e n st e h e n , wie eine eiserne Mauer gegen den drohenden Feind, wie eine furchtbare Welle, die die frechen Friedensbrecher und Friedensstörer hinwegschwetnmen soll. Volk und Fürst stehen zusammen. In allen Bundesstaaten des Deutschen Reiches, ob im Norden oder im Süden, werden heute die engeren Landes- grenzen hinweagewischt sein, die einzelnen Stämme scharen sich treu um ihre Landesfürsten und um das deutsche Reichsbanner, das unser Kaiser trägt. Schweren und ernsten Zeiten gehen wir entgegen und doch auch schönen Zeiten, denn die Volkskraft — unsere ungebrochene und gesunde Volkskrast, deren Seele schon in den letzten Tagen so herrlich gesprochen hat, wird aller Welt beweisen, daß die Deutschen von heute noch dieselben von 1870 sind. Möge der Gott, der uns damals zum großen herrlichen Siege geholfen hat, uns auch heute wieder bei unserer gerechten Sache mit seinem Segen beistehen! In diesem Vertrauen wollen wir hinausziehen in der festen Zuversicht auf ihn mit dem Ruse: „Mit Gott für Kaiser und Reich!"
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Die „Kölnische Bolkszcitung" schreibt: „Aber dies alles mutz nicht bloß in passiver Geduld ertragen werden, dies alles erfordert auch eine opferfrohe, entschlossene Stimmung. Nicht bloß Unabwendbares gilt es über sich ergehen zu lassen, sondern, da es sich um des Reiches Wohlfahrt und Zukunft handelt, mutz sich jeder einzelne auch der Pflicht bewußt werden, daß er jedes an ihn herantretenoe Opfer bringen muß, wie ein Mann, der weiß, um was der große Kampf geht, det weiß, daß jeder deutsche Staatsbürger sich jetzt als ein tätiges Glied der Nation zu zeigen hat. Darum ergeht an jeden Deutschen jetzt der mahnende Ruf der Zeit, alle Stimmungen bei sich und seiner Umgebung niedcrzukämpfen, welche die allgemeine
Sonntag, 2. August 1914.
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Wehleidige Kla^ fei
Spannkraft beeinträchtigen könnten. Wehleidige Kälß'MF „ > bittere und schmerzliche Möglichkeiten dürfen die «WLjjg 'J timmung nicht beherrschen, so menschlich berechtigt a jg ^ ^
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persönlichen Gefühle sind. Jetzt muß die Parole lau für Tag in mutigem Gottvertrauen das zu ertragen, <j(f u Se^ j Stunde bringt/sich nicht zu ergehen in Niederschlagen" x W ( malungen näherer oder fernerer Zukunft, sondern n« ^ innerer Kraft die gegenwärtigen Schwierigkeiten 01l l V “fe nehmen. Das deutsche Volk hat bereits in den öer ® jifl** ^»> Tagen der Welt ein mächtiges Beispiel einer Sicherheit gegeben, die auch im Ausland größte ^ ^ hervorgerufen hat. So muß es auch in den kommende" ^ bleiben. Eine Nervosität, die das wirtschaftliche Leb tj,j ( würde, ein Sturm auf Banken und Sparkassen, nM" Mittelgeschäfte, eine Haltung, die jede ruhige überlegI ^ missen lassen könnte, muß aus den wichtigsten ® patriotischen Gesichtspunkten als ein schweres Übel 0 werden. Dafür mühten um so mehr neben den n ^
auch die religiösen Beweggründe betont
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Der Krieg, wenn er ausbrechen sollte,
zw ung en; er wäre die Notwehr um unsere Existenz, er wäre ein Kampf für H a u s u n d H e r ^
ein gerechter, ein innerlich verpflichtender und BDtl Jf t V li '
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sten patriotischen Gesinnungen getragener Krieg. auf G o t t e s H i l f e, auf den Herrn der Heerscharen^
liches und inniges Ausblicken zum Herrn über Leben soll dann die Grundstimmung bilden, in der das den! p
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die Zukunft unseres Volkes entscheiden soll. Alle j# bfy sinnungen sollen schon jetzt in der Tiefe unserer ® gjeJ 1 ®? jjj f Wurzeln fassen; sie werden uns jene wunderbare . p tu ^ ruhe geben, wie sie dem treuen Sohn des Vateria M
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dem gläubigen Christen eigen sein soll."
Die
Frankfurter Zeitung" schreibt: Es steht
unseres SBoIIeS und Staat es auf d§w ‘;
Es geht um das Letzte, Höchste, was den Mensaiv 5 Uitb Erde gegeben ist, es geht um alles^was wir N'ei»e>»^
Jede letzte Rücksicht ist gefallen. Wir lebten spinst von Lüge. Es ist gefallen. Alle Schleier de sind gefallen, und mit einmal wird es Träumers c r6'^ ^
Es galt nicht die slawische Sorge um . - nle>"stk"i. c Niemand glaubte an Österreichs Böswilligkclt, ^ b 1 ’J
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glaubte an Deutschlands Krieqsgelüste. Aber
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Gewalt, durch jede mögliche Hcrausfo^^ sollte dieses Deutschland zu einer drohenden dck 'b eüe,
seine Gegner vermocht werden, um ihm die chou., j >.
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grsifers zuzuschieben. Mit unerbittlicher deutsche Regierung demgegenüber ihren , , geführt in allen Stücken, die KrieasvorbereitiMg
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beginn bedeuten, denen den Vortritt zu lnsion, § i)V Sic hat gewartet und ihre und unsere c t
gierten.
die höchste Probe gestellt, bis der letzte Maske fallen ließ.
Der „Hannoversche Courier" schreibt: "^Ulg.,
Germania! Krieg also! Der Lotterbube c? 1 j
hat mit dem Feuer gespielt; der große Bruder nab ^
daß man dem Frechling, der schon längst in Fürsorg ^ p ^«tj,
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gehörte, das Streichholz aus der Hand schlagen ^ nun steht dafür nicht mir sein eigenes Haus, '£ n i j e 0 !Uj Europa in Flammen. Wir haben keinen >> wollt; der allmächtige Gott weiß cs. Bis wine»E Ende haben wir gearbeitet, den Krieg auf seinen k zu beschränken. Kaiser Franz Joseph und Kaiser ehrlichere Friedensfreunde gibt es nicht als dre!
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deten und ihre getreuen Völker. Ms zum jt
ihre Nachgiebigkeit gegangen, «lllcin eine die keine Langmut überschreiten kann, weil !« d
Charakterlosigkeit wird. Hätten wir^ ^
Nibelungentreue gebrochen, weil feige Gedanken i
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lichem Schwanken stihrten, dann wäre unsere , ,
Stäub getreten, wir hätten die Sichtung ber « fiit Tj. und den deutschen Namen in der Geschichte besm
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und Ewigkeit. Wir ziehen das Schwert, weil
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Wer aber zwingt uns den bitteren Entschluß ab, ^ ^ zustand zu ernennen? Heben wir den Finger .», wir fest auf den Schuldigen: der C 'j'
cs! Seine Habgier, seine Frechheit haben sai B ^
päischen Kriege entfacht seit dem Tage, an ßWJL'f'
furter Friede geschlossen war. Er tritt
Verteidiger van Treubruch und Mördern; es ist keine Todsünde, der er l c Schutz nicht angedeihen läßt. Das Berbrecmv ^ das ist aber der Frevel frevelhaftester, ist ein - C™ p liche Vcrlodderung und tiefinnerliche Fäulnis^ l $
schild hingegen ist spiegelblank. Wir ziehen }> aj . „ n'd ’ ,# um zu begehren des Nächsten Gut; wir kämpl sst
Kampfgier uns treibt; fiir Haus und , 0'
für Freiheit, für Ehre und V a t e diesem Zeichen müssen wir ß , F
wutztsein einer gerechten Sache wird eine Beg > il»' rufen, wie sie das Jahr 1870 durchpulste, un ^ widerstehlich machen. Wir dürfen trauen auf
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Gerechtigkeit, er, der unsere Großväter $ P*'«!'
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Waterloo, unsere Väter über Sedan , . n
wird bei uns sein, und mit seiner Hilfe^tve^^.
tun, die unseren Ahnen keine Schande i ', pas aber, das da fließen wird in dem heißen 'f
über die Häupter der Frevler, die in h a 1 ^pen- !
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Europa noch nie erlebt hat. Die WeltgesapU .jj t
Mordransch eine Katastrophe angezettei^^ hge
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i rechts uno von nnrs, was es yerpi, o ^ ** v c, dä" % zu wecken! Schlagt deutsche H i e ^ f h C n
gericht. Frisch auf denn ^für^^
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Sachsen, Schwaben und Hessen. Zeigt W'rjteii von rechts und von links, was es heißt, den hgs
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kleinen Japan so leichtfertig vergessen hat, ' nicht mehr wagt, aus seinen Steppen he B den Frieden Europas zu bedrohen!
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Ein Aufruf an bic Pfadfinbc^
der „Mägdeburgischen Zeitung Aufruf an die Pfadfinder als Ernte veröffentlicht, der weitgehendste B 0h J
breitung verdient: „Pfadfinder! Drohende - Himmel, leicht kann Deutschland in das „ e)1 , J, ( ,
sich zu entladen droht, hineingezogen w "L p ,»,i
wünscht nicht den Krieg, fürchtet ihn ab ^ z» r den Deutschen angeborene kriegerische Gen - jAö«,, v! geisterung auf, und aus vielen Anfragen glich ' yfl'U, sehen wir, daß Ihr Pfadfinder am lievl sseu 4 dem Vaterland als Soldaten zur SScrfHH j.u" „plit, „({ Nur wenige von Euch sind gestellungspl . ^ v fte ^ wenn der König sic ruft und das Dater> „ a
und ganz ihre Pflicht tun. Aber Ihr hgr>
wohl auch groß und stark und durch zu«n
