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* „A u s meinem Leben" von Rosa Sucher. Kgl. Preuß. Kammersängerin. Mit 4 Bildnissen. (Leipzig. Breitkopf und Härtel.) Ohne alle schriftstellerischen Prätensionen, mit herzerfrischender Unbefangenheit und Naivität plaudert hier die „Sucherin" von ihren menschlichen und künstlerischen Erlebnissen. Eine große Künstlerin, von deren Herrlichkeit jeder zeugen kann, der sie auch nur einmal hörte, die ganz in ihrem Schaffen aufging, im Leben fidel und sektfroh, dabei für Auszeichnungen der Großen und Bühnenlorbeer sehr empfänglich, von Bildungsfragen kaum berührt und doch genial in ihrer intuitiven Gestaltungskraft. Man erfährt zugleich in dem Büchlein viel Interessantes über die größre Epoche der musikdramatischen Kunst, an kleinen netten Anekdoten und humoristischen Erlebnissen fehlt es auch nicht; man darf an ihm rechts Freude haben.
* „Das Leben Theodor Herzls" von Adolf Frieden! an n. (Jüd. Verlag. Berlin 1914.) Anläßlich der Wiederkehr des 10jährigen Todestages des bekannten Wiener Schriftstellers und noch bekannteren Zionistensübrers ist von Adolf Friedemann eine Biographie Theodor Herzls erschienen. In bewunderswerter Sachlichkeit hat der Verfasser es meisterhaft verstanden, dem Leser ein getreues Bild von dem Leben und Wirken des Toten zu geben. Der Hauptinhalt des Buches erzählt natürlich von den Arbeiten des Verstorbenen für den Zionismus, war doch Theodor Herzl der Begründer des modernen politischen Zionismus, eine Bewegung, der er die letzten Jahre seines Lebens seine ganze Kraft und zuletzt sein Leben geopfert hat. Alle seine Arbeiten — Erfolge und Mißerfolge — seine Entwicklung vom Schriftsteller zum Voltsführer werden in anschaulicher Weise geschildert und durch Abdruck von Urkunden belegt.
Krince, Marine.
* ..N e i ch s m i l i t ä r g e s e h" vom 2. Mai 1874, mit den bis 22 . Juli 1913 erfolgten Abänderungen. Ausgabe 1914. Nr. 488/486. Inhalt: Organisation des Reichsheeres. Ergänzung des Heeres. Voni aktiven Heere. Entlassung aus dem aktiven Dienste. Voni Beurlaubtenstande und der Ersatzreierve 1. Kl. Schlußbestiminungen. Soeben erschienen in der „Sammlung deutscher Reichsgesctze in Einzelabdrucken. Textausgabe mit Einleitung, Kernworten, Anmerkungen und alphabetischem Sachregister". Herausgegeben von Geh. Justiziar Dr. Karl G a r e i s. o. ö. Professor der Rechte an der Universität München. «Verlag von Emil Roth in Gießen.) Vorzügliche Ausstattung und billiger Preis haben die Gareissche Sammlung deutscher Reichsgesetze, in der man alle deutschen Reichsgesetze in gut kommentierter Textausgabe findet, in der Juristenwelt und beim Publikum cingeführt. Auch das hier genannte neue, für einen großen Teil unserer Leser wichtige Gesetz möge in dieser Ausgabe bestens empfohlen sein.
* „Heere und Flotten aller Staaten der Erd e." Herausgegeben von Hauptmann R o t t m a n n. (Verlag von Zuckschwerdt u. Co.. Berlin-Steglitz.) Jahrgang 1914. Das in weiten Kreisen bekannte und beliebte kleine Werk ist in seiner neuesten Ausgabe wieder einer gründlichen Durcharbeitung unterzogen worden. Die Angaben sind bei einzelnen Staaten von Grund aus umgearbeitet worden, die Gliederung ist nach ein.ätzen Gesichtspunkten streng durchgeführt. so daß ein . .mnelle Orientierung über die verschiedensten Fragen' ermöglicht ist. Unter „Deutschland" sind die auf Grund der vorjährigen Webrvorlage am 1. 10. 1914 noch eintretenden Veränderungen in der Organisation des Heeres bereits berücksichtigt, ebenso unter „Frankreich" und „Österreich", sowie bei den Balkanstaaten die in der Durchführung befindlichen bezw. bevorstehenden Neuerungen und Vermehrungen. Das Buch bringt eine leichtverständliche. umfassende, aber doch räumlich beschränkte Zusammenstellung sämtlicher Wehrmittel der einzelnen Staaten. Es enthält insbesondere Angaben über Größe und Einwohnerzahl. Wehrverhaltnisse, Gliederung und Stärke des Heeres im Krieg und Frieden. Bewaffnung, ferner über Anzahl, Tonnengehalt und Alter der «chiffe, sowie Flottenqlicderung und Flottenbau- vlanr der Grobstaaten. Erstmalig ausgenommen sind auch Daten über das Luftfahrwesen und die Größe der Luftflotten der Großstaaten.
* „Die Ausrüstung des Offiziers und das Packen des O sfiz i erko ff e rs für die Mobil- rnachung." Fünfte gänzlich umgearbeitete Auflage von -„Was Hatz im Mobilmachungsfalle der Offizierkoffer zu enthalten?' (Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. Gr.) Länder- und Völkerkunde.
* „Italien." Verfassung. Verwaltung, Volkswirtschaft. Pon Dr. Franz Schmidt. Staatsbürger-Bibliothek Heft 47.
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die in den weiteren Streifen StcuifcfrlandS nur wenig befall nten dcrfaffungS- unb derWatturigSrecptlidjen Wie auaj wirtfd}aftlid)en Suftänbe Italiens gefebifbezt. (eingehender der weift bie (Schrift bei ber Hage unb bem gegenwärtigen Umfang ber tönigtidjen ®ctvalt unb bem (Sbnrafter des itaiienifcoen parlamentarischen Systems, durch welches Hand- hingSfreibeit und Autorität der Krone bedenklich geschwächt sind. Näher gesckutdert wird auch das Verhältnis des italienischen Staates zum Heiligen Stuhle, wie es die Besetzung Roms im Jahre 1870 geschat»"u und wie es im Garantiegesetz einseitig italienisch-ita --rechtlichen Ausdruck gefunden hat.
* „Jahrbuch über die deutschen Kolonien", herausgegeben von Dr. Karl Schneider. 7. Jahrgang. (Baedeker. Essen.) Das Werk, das im Eingang ein Lebens- abriß des verdienten Afrikaforschers Professor Dr. Hans Meyer aus der Feder von Fritz Jaeger ziert, zeichnet sich diesmal durch eine Fülle interessanter Beiträge namhafter Kolonialpolitiker aus, die sämtlich mehr oder weniger Stoffe berühren, welche im vergangenen Jahre in unseren kolonialen Kreisen zur Erörterung standen und noch stehen. Ein beachtenswerter Artikel von Rohrbach über unfere koloniale Entwicklung im Jahre 1912/13 führt den Leser zuerst zu der Frage der Besiedetungspolitik der Deutschen Kolonialverwal- tuug. Eine andere viel erörterte Frage, wie die schwarze und die Weiße Rasse in Afrika neben- und miteinander leben können, behandelt Karl Meinhof in einem Beitrag „Aus dem Seelenleben der Eingeborenen." Eckert schreibt wieder über die Fortschritte in der geographischen Erschließung unserer Kolonien, Bock von Wülfingen über die militärische Lage in Deutsch-Ostasrika und Strümpell über die Tätigkeit der Schutztruppe für Kamerun; Är. Becker wirft einen Rückblick auf das erste Biertcljahrhundert des Bestehens der Schutztruppe für Deutsch-Ostasrika. Wirtschaftlichen Inhalt hat ein umfassender Artikel von H. Waltz, der über die Pflanzungen der Europäer in unseren Kolonien im Jahre 1913, nach den einzelnen Kolonialprodukten gegliederte Angaben bringt. Den Löwenanteil am Inhalt des Jahrbuchs hat wiederum Fleischmann, dessen Artikel einen Gesamtüberblick über die Verwaltung der Kolonien 1913 bietet. Die stets zum Schluß von Baedeker gegebene Kolonialstatistik mit Bemerkungen dazu sind eine interessante Ergänzung zu . den Artikeln von Fleischmann und Waltz. Die weiteren Artikel besonders zu erwähnen, erübrigt sich wohl.
, * „D i e deutschen Diamanten und ihre Gewinnung." Eine Erinncrungschrift zur Landesausstellung Windhuk 1914. Herausgegeben von den Förderern. Mit 26 Bildertafeln und 1 Karte. (Verlag von Dietrich Reimer (Ernst Vohseri), Berlin.) Die Zeitungen des Schutzgebietes und der Heimat, Landcsrat und Reichstag haben oft genug die Diamantenfrage in Deutsch-Südwestafrika erörtert: Denk- nnd Streitschriften für und wider sind in Menge erschienen.
Die vorliegende Schrift soll keinen Parteiinteressen dienen, sondern sie ist als eine Fest- und Erinncrungsschrift anläßlich der diesjährigen Landesausstellung in Windhuk gedacht und bringt ein zusammcnfasscndes Gesamtbild des heutigen Standpunktes unseres Diamantenbergbaus. Der erste Teil schildert die Entdcckungsgeschichte der südwestafri konischen Diamanten, die sensationeller Momente nicht entbehrt. Der eine der drei Förderer, die mit der Drucklegung beauftragt worden sind. Ä. Stauch, hat bei dieser Gelegenheit persönlich eine hervorragende Rolle gespielt. Das Buch gewährt weiter eine Übersicht über die höchst verwickelten Verhältnitz'e. welche dadurch entstanden, daß das Reichskolonialamt in die Verwertung der Diamanten im Handel eingriff, was zu langwierigen Konflikten zwischen den Förderern und der Regierung führte. Endlich bespricht es den Nutzen des Diamantenbergbaus für das Schutzgebiet. Die zweite Hälfte der Schrift bringt eine Reihe von Einzelberichten der verschiedenen Dia- mantengesellschnften über ihre Entstehung, Entwicklung und Betriebsergebnisse. Eine große Anzahl von aktuellen Ausnahmen aus dem Betriebe der einzelnen Gesellschaften veranschaulicht die Arbeit der Diamantenfördcrung, die wie bekannt, unter außerordentlich schwierigen Bedingungen in vollständig unwegsamen wüsten Gebieten vor sich geht.
Lehrbücher.
* Wichtige Neuerscheinung für jeden Militäranwärter. Soeben ist von dem für alle Militäranwärter ivertvollen Buche von Bernhard Gerbrecht „Geographie für M i l i t ä r a n w ä r t e r" die 4, vollständig neu bearbeitete und verbesserte Auflage erschienen. Der Verlag von Robert Jockusch, Buchhandlung. Wilhelmshaven. Gökerstr. 80, hat die Neuausgabe von diesem seit einigen Jahren fehlenden Buche veranstaltet; bei d-m Übergang in den Zivilberuf sind mit diesem für den Selbstunterricht vorzüglich geeigneten Hilfsbuch ausgezeichnete Resultate erzielt worden, sowohl bei der Vorbereitung auf die Annahme-Prüfung für den Post- und Eisenbahndienst als auch zu allen anderen staatlichen und kommunalen Stellungen. Das Werk ist in folgender Weise cingeteilt: 1. Die Erde (Allgemeines); 2. Die einzelnen Ero- kik; 3. Anhang 1: Wiederholung und Ergänzung und 4. Anhang 2: Grundriß der Bürgerlunde, Staatsverfassung und Gerichtsverfassung.
fflr die Schristleitim,- v. v. Nauendorf in Wierbad«. — XnicT und verlas der L. Schelleubergichen Lok-Buchdruckerei tu Wie'baL-u-
