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Erscheinungszeit:

85. Jahrgang

Donnerstag, 3. Juni 1937,

Nr. 126

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Adolf Hitler vor dem Führerkorps der Partei

6 Ausgaben

Unterhaldmgsbeilage.

Wöchentlich mit einer täglichen

ametgenpretfe: Em MUlim-t-r Höhe der 22 Millimeter breiten SpaUe un Anzeigenteil Grund, preis 7 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 60 Rpf., sonst laut Preisliste Nr. 5, Nachlabstaffel B. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Platzen Wird keine Getvähr übernommen. Schlub der Anzeigen-Annahme 9 /2 Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungsiag- aufgegeben werden.

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in die Hand. v

Damit tun wir das Veste für den Schutz des europäischen Friedens. Denn es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die bolschewistischen Überfälle auf deutsche und italienische Kriegsschiffe vor allem das Ziel verfolgen, Konflikte zu schaffen und Europa in einen Krieg zu stürzen. Dann sollte der Weizen Moskaus blühen. Das war die Überlegung, die Moskau anftellte, als es den Befehl zu diesem Angriff gab. Das wird nochmals bestätigt in einer längeren Darstellung, die ein Sonderbericht­erstatter desJournal des Dsbats" gibt, der uch längere Zeit im bolschewistischen Spanien aufgehalten hat und die Verhältnisse dort aus eigener Anschauung gut kennt. Er geht in seinen sehr interessanten Ausführungen über die Vorgeschichte des Angriffes zunächst davon aus, daß dis Bolschewisten in der verzweifelten Lage in der sic " " ' ] eines Weißbuches ge-

Aufsehenerregende Enthüllung desGringoire"!

Zwei sowjetrussische Militärflieger haben dieDeutschland" bombardiert.

Paris, 3. Juni. (Funkmeldung). Die politisch-literarische WochenzeitungGringoire" beschäftigt sich mit der Bom­bardierung des PanzerschiffesDeutschland" und liefert den Beweis dafür, daß es sich nicht um einen gewöhn­lichen Zwischenfall, sondern um einen in allen Einzel­heiten vorbereiteten, gewollten Angriff gehandelt habe.

Das Blatt erklärt, daß die s o w j e t r «s si s ch e n Flugstasseln in Valencia selbständig seien, und nickt dem spanischen Militärkommando unterständen. Den Befehl übe der sowjetrussische Oberst Wassilq Tigroff aus. Am 28. Mai habe Tigross aus Moskau ein chiffrier­tes Telegramm erhalte«. Er habe sofort eine Kon­ferenz einberusen, an der 18 sowjetrussische Offiziere teilge­nommen hätten. 5m Anschluß an diese Konserenz hätten sechs Sowjetapparatc vom TypTB 3 Befehl erhalten, sich für eine Sonderausgabe berett ja halten. Am 29. Mai hätten diese Apparate in Gruppen zu je zwei zahlreiche Flüge auf das Meer hinaus gemacht. Das spanische Militärkom­mando sei hiervon nicht nnterrichtet worden. Am Abend des gleichen Tages hätten zwei dieser Apparate daun d,eDeutsch­land" bombardiert. Der erste Apparat habe nnter dem Befehl des Oberleutnants Wassilq Schmidt gestanden, der zweite unter dem Befehl des Hauptmanns Anton P r, g o ri n e.

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Berlin, 3. Juni. (Funkmeldung.) Heute find die Torpedo­booteTiger,, undIltis" nach den spanischen Ge­wässern ausgelaufen.

haben.

Zwei Torpedoboote nach Spanien ausgelaufen.

Botschaft und Glaube.

Wir haben noch den sehr sympathischen Klang im Ohr, mit dem der englische Botschafter Sir Neville Henderson bei Überreichung seines Beglaubigungsschreibens an den Fichrer und Reichskanzler die Aufrichtigkeit seines Wunsches nach einer Ausgestaltung der deutsch-englischen Beziehungen unterstrich. Der britische Diplomat har jene Tendenz seiner amtlichen Ausführungen nunmehr vor der Deutsch-Englischen Gesellschaft, also vor einem größeren gemeinschaftlichen Kreise beider Nationen in sehr dankmrs- werter Weise verstärkt. Der geradezu menschlich warme Ton dieser neuen Ansprache nimmt umso mehr gefangen, als der britische Diplomat, dem man ja schon auf seinem bisherigen Posten eine starke Vorliebe für eine vernunftgemäße Sach­lichkeit nachrühmte, den Gebrauch vieler bei solchen Anlagen sonst üblichen allgemeinen Wendungen und unverbindlichen Höflichkeiten nicht zur Füllung seiner Rede benutzte, sondern mit einer sehr begrüßenswerten Offenheit dieDinge beim rechten Namen zu nennen bemüht war, naturgemäß als Engländer vom englischen Standpunkt aus sprechend. Es ist geradezu erfrischend, aus dem Munde eines hohen britischen Diplomaten ungeschminkte Offenherzigkeiten derart zu Horen, wie etwa die, daß man in gewissen Kreisen Englands fort­gesetzt mit Diktaturbegriffen bei der Betrachtung der deut­schen Dinge jongliert, die sich bei einem Vergleich mit der Wirklichkeit als 'graue Theorie von Unwissenden herausstellt. Und der Botschafter trifft mitten in den Kern des Wesens- inhaltes in diesem neuen Deutschland, wenn er gerade die Behandlung der sozialen Probleme als im besten Sinne charatteristisch für die innere Neubauarbeit des zungen Staa­tes hinstellt. Es ist dabei sehr bemerkenswert, zestltellen zu können, daß Sir Neville Henderson zwar von demgroßen Sozial ex p er im ent" spricht, aber gleichwohl schon im nächsten Satz seinen Landsleuten angelegentlich ans Herz legt, sich einmal die praktischen Erfahrungen des nationalsozia- listischen Deutschlands' aus diesem großenExperiment un­voreingenommen anzusehen und darüber hinauseinige nütz­liche Lehren" aus den Erfolgen zu entnehmen.

Wesentlich bedeutsamer aber für die Praxis der deutsch-englischen Beziehungen ist der zweite, Teil der Aus­führungen des BÄschafters. Er versichert in zwei oerschie- denen, aber gleichmäßig stark unterstrichenen Formukie- rungen, daß England in keiner Weise Deutschland einengen oder ihm Schwierigkeiten machen wolle, und er zählt in un­mittelbarem Zusammenhang damit eine Reihe von Gebieten auf, die wohl in englischen Augen als rühmens- und aner­kennenswert erscheinen und daher, so müssen wir annehmen, unter jene starke Versicherung Hendersons fallen, wie etwa Deutschlands Kultur, Philosophie, Ideale, Gründlichkeit, un­sere Industrie, unser Handel. Ja der Botschafter geht fogar noch weiter und nennt rund heraus anschließend die Roh­stoff-Frage, das heute für Deutschland lebenswichtige Problem. .

Hier aber sind wir an dem Punkt angelangt, an dem wir zwar eine so freundlich vorgetragene Botschaft gern hören, aber ihren Inhalt in einen Vergleich zu der bis­herigen Deutschlandpolitik Englands stellen müßen. Die Botschaft Hendersons verdient zweifellos uneingeschränkten Glauben, soweit sie die Meinung und sicher auch die beruf­lichen Wünsche Hendersons umfaßt. Nur will uns scheinen, daß der britische Diplomat ganz gleich, ob mit oder ohne Absicht in jener vorhin erwähnten Aufzählung gewißer deutscher Arbeits- und Empfindungsgebiete gerade als für das Verhältnis der beiden Nationen entscheidende Wort und ent­scheidende Gebiet nicht erwcchnt hat: die Politik. So­weit er aber dieses Gebiet mit der Erwähnung der Rohstoff- frage anschnitt, müssen wir uns leider daran erinnern, daß die offizielle Londoner Politik ja ihre Ansicht über das Roh­stoffproblem Deutschlands dahin kundgetan hat, Deutschland könne ja Rohstoffe in beliebiger Menge in den Gebieten des britischen Empire kaufen. Es war damals, als diese An­sicht aus London in offizieller Form ausgesprochen wurde, schwer, sie nicht als geradezu zynisch und verletzend in An­betracht der auch in London wohlbekannten Lage zu bezeich­nen. Und wenn uns Botschafter Henderson, sicher im besten

beeinflussen. Dieses Weißbuch, das bekanntlich auf der eben abgeschlossenen Ratstagung in Umlauf gesetzt wurde, habe indes seine Wirkung verfehlt, weil die Bolschewisten tu ihrem blinden Haß als Dokumente für die angeblich von den Nationalisten begangenen ©reueltaien, Bilder aus dem abessinischen Krieg verwendet haben, auf denen z. B. Negerinnen als spanische Mütter dargestellt sind, , die um ihre Kinder meinen. Dieses außenpolitische Manöver sei also vollkommen verpufft. Dazu sei noch gekommen, dich die Umbildung der sogenannten Regierung in Valencia sich als unwirksam erwiesen habe. Man habe dadurch die Herr­schaft der Bolschewisten nach außen tarnen und so noch mehr als bisher Frankreich und England, vor allem aber auch den Völkerbund auf die Seite Rotspaniens drängen wollen. Das sei vollkommen mißlungen. Der Sonderberichter desJournal des Däbats" fährt dann fort: Die glaubwürdigsten Zeugen aus Valencia und Barcelona wiederholen uns,' daß die Enttäuschung im bolschewistischen Lager bei Herrn Prieto eine große Wut verursacht hat. Am 23. Mai hörte man ihn folgendes, sagen:Wenn das demokratische Europa uns ignorieren will, so werden wir es in einen allgemeinen Konflikt stürzen." , Diese Drohung wurde ausgesprochen im Anschluß an einen politischen Kabinettsrat", dem der Befehl, ein zum Kontrollsystem gehörendes Schiff zu zerstören, folgte."

Diese Darstellung überrascht uns nicht. Sie ist für uns nur ein weiterer Beweis dafür, daß Ibiza ein wohl- vorbereiteter Angriff war, ein wohlvorbereiteter Angriff auf das PanzerschiffDeutschland" und auf d en Frieden Europas. Die Welt sollte uns dankbar fein, daß wir diesen Angriff so schnell und so energisch abgewehrt

Die Plime der Bolschewisten.

as. Berlin, 3. Juni. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Der Mitteilung über die Entsendung des Kreu­zersLeipzig" in die spanischen Gewässer folgt nunmehr die Nachricht, daß vier deutsche U-Boote (U 28, U 33, U 34 und U 35) am Dienstag nach Spanien ausgelaufen sind. Es handelt sich um Boote, die eine Wasserverdrängung oon 500 Tonnen haben und die ein 8,8-Zentimeter-Geschütz, ein MG. zur Fliegerabwehr und 5 Torpedorohre besitzen. Durch diese Verstärkung, die den Ankündigungen der Reichsregierung entspricht, soll die Gewähr geschaffen werden, daß die Deut­schen Seestreitkräfte im Mittelmeer imstande sind, zedem etwaigen bolschewistischen Angriff wirksam zu begegnen. Wir vernehmen zwar aus London, daß man eifrig an der Arbeit ist, Pläne zum Schutz der im internationalen Kontrolldienst tätigen Schifte zu schmieden, aber die Verwirklichung dieser Plane dürfte doch wohl noch etwas auf sich warten lassen. Diese langwierigen diplomatischen Verhandlungen können wir nicht abwarten, sondern wir nehmen v i e Im ehr den Schutz der deutschen Flagge zunächst selbst

10 Jagd- und 5 Bombenflugzeuge der Bolschewisten abgeschossen.

Rationalspanischer Heeresbericht vorn Mittwoch.

Salamanca, 3. Juni. (Funkmeldung.) Der nationale Heeresbericht vom Mittwoch meldet:

Front von Aragon: Leichtes Feuer.

Front von Vizcaya: Das schlechte Wetter hat weiter die militärischen Operationen behindert. Zwei feindliche An­griffe auf unsere Stellungen am Lemona-Eebirge wurden zurückgeschlagen. 10 Milizsoldaten gingen über.

Front von Madrid: Der Gegner hat einen großen Brand an der Casa de Campo verursacht.

Im Abschnitt von La Cr anj a wurde ein Angriff auf Cabesa Grande zurückgeschlagen, wobei der Feind große Ver­luste erlitt. Gefangene sagen, daß die Zahl der Toten über 1000 betrage. 5 sowjetrussische Panzerwagen wurden ver­nichtet, 4 sowjetrussische Maschinengewehre, ein französisches Maschinengewehr und über 100 Gewehre wurden erbeutet.

Tätigkeit der Luftwaffe: Über dem Guadar­rama-Gebirge wurden 10 Jagdflugzeuge und 5 Bombenflug­zeuge abgeschossen. Von unseren Flugzeugen hat kein ein­ziges Schaden erlitten. Unsere Flugzeuge bombardierten die feindlichen Stellungen des Guadarrama-Gebirges, die schwer beschädigt worden find. Ferner wurde durch Maschinen­gewehre aus unseren Flugzeugen eine feindliche Autokolonne dezimiert.

Höhepunkt der Berliner Tagung.

Berlin, 2. Juni. Die Nationalsozialistische Parteikorre­spondenz meldet: Am Mittwochoormittag sand in Berlin eine Tagung des gesamten höheren Führerkorps der Partei statt.

Zu Beginn der Tagung gedachte der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß,' der toten und verwundeten Kame­raden, die in Spanien Opfer eines internationalen Ver­brechertums wurden.

Es sprach dann der Reichsführer SS. Heinrich Himm­ler. In außerordentlich eindrucksvollen, mehr als zweistün­digen Ausführungen befaßte et sich mit einer Reihe aktueller Fragen, die bevölkerungspolitisch für die deutsche Nation von entscheidender Bedeutung sind. Er beleuchtete aus seiner Praxis als Chef der deutschen Polizei die sittlichen Gefahren, die das Volkstum und seine Zukunft bedrohen, wenn sie nicht mit der Energie bekämpft werden, die der Nationalsozialis­mus gerade auf diesem Gebiet für erforderlich hält. Zum Schluß seiner mit größtem Interesse aufgenommenen Ausfüh­rungen brachte der Reichsführer SS. zum Ausdruck, daß alte polizeilichen Maßnahmen, so notwendig und wichtig sie auch seien, diese Gefahren nicht zu beseitigen vermöchten, wenn nicht das ganze deutsche Volk an der positiven Lösung

Mo - ein niMtetet Wil.

Deutsche U-Boote auf dem Wege nach Spanien. Das Reich schützt seine Flagge. Wir retteten den Frieden Europas.

Ein Ausschuß aus Vertretern der vier Admiralitäten?

Die englische Presse über Lösungsmöglichkeiten.

London, 3. Juni. (Funkmeldung.) Die Londoner Presse zeigt sich bei der Beurteilung der Entwicklung, die, nach der Bombardierung derDeutschland" zu verzeichnen ist, weiter­hin optimistisch. Ganz allgemein heben die -Blatter Donnerstagfrüh hervor, daßFortschritte gemach r worden seien auf der Suche nach den von Deutschland und Italien geforderten Sicherheiten für die überwachungsschifte. Der diplomatische Mitarbeiter desDaily Telegraph" meint in diesem Zusammenhang, man habe sich englischerseits be­reits vor dem Überfall auf dieDeutschland" mit der, <4rage verstärkter Sicherheiten befaßt. DieMorning Post" be­richtet, daß Sowjetrußland bereits seinen ganzen Einflug auf- biete, um zu verhindern, daß nur die vier Westmachte mit der Nichteinmischung und den damit zusammenhängenden Fragen Beauftragt würden.Daily Herold", der glaubt, dag noch acht bis zehn Tage vergehen würden, bis die <yrage der Sicherheiten für die Kontrollschiffe endgültig geklärt sei, halt die Bildung eines Ausschusses aus Vertretern der vier Admiralitäten für das Beste, der nach Untersuchung jedes etwaigenZwischenfalles" die anzuwendende «tra,- maßnahme zu beschließen hätte.

der bevölkerungspolitisch entscheidenden Aufgaben mithelfe und die weltanschauliche Erziehung der deutschen Menschen den Übeln an die Wurzeln gehe.

Der Stellvertreter des Führers dankte dem Reichs­führer SS. für die seitens der Parteiführerschaft mit starkem Beifall angenommenen Ausführungen.

Die Tagung fand am Mittwochnachmittag ihren Höhe­punkt und Abschluß mit einer mehr als zweistündigen großen Rede des Führers, in der er die außenpolitische Lage, die wirtschaftlichen Probleme sowie die geistigen und kulturellen Grundlagen der Parteiarbeit in der Gegenwart und für die Zukunft umriß. Seine tiefgreifenden Ausführungen waren getragen von dem Gedanken, daß nicht allein die Waffen- st ä r I e, sondern auch die moralische Kraft, die die Führerschaft eines Volkes beherrscht, die Voraussetzung der geistigen und seelischen Wiederaufrichtung und damit auch des Ansehens der deutschen Nation in der Welt ist.

Der starke Glaube an die mit der nationalsozialistischen Partei untrennbar verbundene Zukunft unseres Volkes, der aus den Worten des Führers sprach, fand tiefen Widerhall in den Herzen der Männer der Partei, die dem Führer am Schluß eine eindrucksvolle Kundgebung bereiteten.