Zweites Blatt. Nr. 105.
zwischen allen Vereinen der Landesfachgrupve Hessen-Nassau dar. Sie sehen nur beste und mindestens zweijährige Tauben am Start.
Mus Hessen.
= Gelnhausen, 7. Mai. Im Betrieb der Wächtersbacher Steingutfabrik in Schlierbach konnte der Arbeiter Ferdinand Volz sein goldenes Arbeitsjubiläum begehen. In den 50 Jahren seines Wirkens war Volz nicht allein ununterbrochen an einem und demselben Werksplatz beschäftigt, sondern er hat auch nicht einen einzigen Tag bei der Arbeit gefehlt — hei dieser langen Zeitspanne gewiß eine große Seltenheit.
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77us dem Vereinsieben.
* Die Kameradschaft ehem. 88er in Wiesbaden hielt dieser Tage ihren Kameradschaftsabend ab, welcher im Zeichen der Wiedersehensfeier am 8. und 9. Mai in Mainz stand Der Vortrag des Pg. Dr. Görtz über das Deutschtum im Ausland, brachte den Kameraden einen interessanten Einblick in die Tätigkeit des VDA. Der Kameradschaftsführer Paul Dries konnte an diesem Abend an zwei Kameraden das Kyffhäuser-Ehrenabzeichen 1. Kl. und 3 bronzene Schießauszeichnungen überreichen. Am Schluß gab der Kameradschaftsführer der stark besuchten Versammlung bekannt, daß am Samstag, 8. Mai, 17.15 Uhr vom Voseplatz mit Musik nach Mainz abmarschiert wird.
* Am 5. Mai hielt der Wiesbadener Briefmarkensammler-Verein seine ordentliche Monats- versammlung ab die stark besucht war. Nach Erledigung des geschäftlichen Teils sprach Studienrat Dr. Diener über die von ihm angelegte Sammlung philatelistischer Zeitschriftenartikel und ihren Wert für den einzelnen Sammler. Das neue Unternehmen stellt einen nachahmenswerten Versuch dar, zerstreutes Material systematisch auszuwählen und nach sachlichen Schlagworten geordnet übersichtlich und „greifbar" zusammen- zustellen. Wird dies im Großen und unter Heranziehung des
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gesamten, allerdings kaum noch zu übersehenden, Zeitschrrften- materials des In- und Auslandes fortgesetzt, so kann sich daraus eine sehr wertvolle Bibliographie entwickeln, die außerdem noch den Vorteil hat, die verzeichneten Artikel gleich „in natura" zu bringen. Einem zahlenmäßig beschränkten Leserkreis z. B. einem Fachverein, kann das nur em großer Vorteil sein. Direktor Klostermann sprach anschaulich über seine Erlebnisse auf der „Großen nationalen Vrief- markenausstellung", die im Berliner Zoo stattfand. Man bekam dort ganz hervorragendes Material zu sehen,, nicht nur Sondersammlungen einzelner Gebiete und teilweise sehr in Einzelheiten gehende „Abartenzusammenstellungen", sondern auch einzelne Objekte, die infolge ihrer außerordentlichen Seltenheit geradezu sagenhaft geworden sind. Der ganz außerordentliche Besuch war nicht zuletzt auf die Ausgabe der sogn. „ungezähnten" Hitler-Blöcke zurückzuführen. Man „stand Schlange", und bald genügte trotz seiner Größe das eine Postamt nicht mehr und ein zweites mußte eiligst eingerichtet werden. Die Reineinnahme dieser Blöcke fließt ebenfalls kulturellen Zwecken zu. Der Vorsitzende machte Mitteilungen über den 43. Deutschen Philatelistentag in Kassel (22. und 23. Mai). Jeder Sammler kann daran teilnehmen, an den Mitgliederversammlungen nur die hoffentlich recht zahlreichen Vertreter der Fachvereine. Die Tagung bringt auch eine größere Ausstellung. Feldpostkarten, Sonderstempel usw.
Wiesbadener Tagblatt
Tamstag/Sonntag, 8./S. Mai 1937.
die eine ge-
von
Aus Gau unüVrovim
Taunus und. Main
vormittags 6 Stb. 24 Min.
nachmittags 2 Stb. 18 Min.
Sonntag, 9. Mai, von 2—7 Uhr geöffnet
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Meteorologische Beobachtungen in Wiesbaden. (Klimastation beim Städt. Forschungsinstitut.)
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1652
8. Mai 1937: Niedrigste Nachttemveratur: 10.7.
Sonnenicheinbauer am 7. Mai 1937:
I Der Vierjahresplan dient nicht der Autarkie, sondern er soll Deutschland innerlich so stark werden lassen, daß sich Deutschland mit gesteigertem Selbstbewußtsein und dem Gefühl der Gleichberechtigung jederzeit mit anderen an einen
FINK& CCX, KIRCHGASSE 52
Nationalwirtschaften keine Systeme seien, die in irgendeinem Widerspruch zum Welthandel stünden. Deshalb gipfelte auch der Vortrag in dem immer wieder zu betonenden Grundsatz neuer deutscher Wirtschaftsführung: „Deutschland steht auf dem Standpunkt, daß die Erschließung heimischer Rohstoffquellen den Güteraustausch mit anderen Ländern niemals entbehrlich machen kann."
Dann sprach der Generalsekretär der französischen Elektroindustrie D e t o e u f. Ein klarer wirtschaftshistorischer Rückblick zeigte den Tagungsteilnehmern Ursachen und Wirkungen internationaler Wirtschaftskrisen. Europas Wirtschaft könne nur gesunden, wenn durch eine enge Fühlungnahme aller Länder von einer sich befehdeten Kriegswirtschaft zu einer einigenden Friedenswirtschaft über
Leistungen sind der Garant des Friedens
Tagung der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft in Frankfurt a. M.
7. Mai 1937: Höchste Temperatur: 19.1.
Tagesmittel Oer Temperatur 13.3.
Dio Tagung der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft wurde am Freitagvormittag im Palmengarten in Frankfurt a. M. eröffnet. Bei der Eröffnungssitzung, auf der 25 Nationen vertreten waren und auf der Präsident Gouverneur a. D. Dr. Schnee die Teilnehmer willkommen hieß, gedachten die Mitglieder der Gesellschaft des tragischen Mglückssaues, der unserem Luftschisf „Hindenburg" in der Nacht zuvor zugestoßen war.
Nach den Worten des Präfidenten begrüßte Gauleiter j und Reichsstatthalter Sprenger das Präsidium und die Mitglieder der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft. | (ft gab dabei der Freude Ausdruck, daß die Tagung in Sait, dem Mittelpunkt des rhein-mainischen Gebietes, altet wird, der Stadt, die dem Warenaustausch der Welt so manchen Impuls gegeben hat. Hier treffen sich die Vergangenheit und die neuere Zeit, denn das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet ist der Sitz vieler rohstosfveredelnder Industrien, die nicht nur im Dienste Deutschlands, sondern der ganzen Welt stehen.
Durch die politische Ordnung hat Deutschland einen ; kraftvollen Aufstieg erlebt, der mit dieser Tagung in der Srzen Welt fortgesetzt werden möge. Der Gauleiter wandte besonders an die zahlreichen Gäste aus dem Ausland, die Ms eigener Kenntnis neue Erkenntnisse für die Bewertung ; und Beurteilung Deutschlands gewinnen mögen. Sie finden ein Deutschland der Arbeit und der Leistung vor, das im friedlichen Wettkampf der Leistung steht.
jr Der Vierjahresplan dient nicht der Au " " '
Tisch setzen kann. Ein edler Wettstreit, der nur auf den : Leistungen beruht, ist der beste Garant für den Frieden. ; Die Achtung untereinander wird steigen, wenn die Völker : sich nur an ihren Leistungen messen. Zum Schluß versprach der Gauleiter, den Ausländern alle Möglichkeiten zu geben, Deutschland durch und durch kennen zu lernen: „Jedem besonderen, auch dem absonderlichsten Wunsch werde ich Rechnung tragen, und die Verkehrsmittel dazu zur Verfügung stellen, damit die fremden Gäste alles sehen können."
Im Anschluß an die offizielle Begrüßung der Tagungsteilnehmer referierte der Präsident der Berliner Jndustr'ie- und Handelskammer, Staatsrat Reinhart, über das Thema: „Lage und Aussichten der Weltwirtschaf t". Ausgehend von dem Begriff der „Weltwirtschaft" gab er eine klare Darlegung von dem Rückgang des Welthandels und betonte, wie gegenwertslose Reparationszahlungen und Schuldaufnahmen im Auslande zu den furcht- ; hören Wirtschaftskrisen vor der Machtergreifung führen mußten. Einschränkungen des Güterverkehrs und Devisen- verbot haben nunmehr viele Länder gezwungen, ihren Rohstoffbedarf durch Erschließung heimischer Quellen zu decken. Mit Nachdruck betonte der Referent, daß sorgfältig gepflegte
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beziehungen der Märkte der Welt.
Am Nachmittag des ersten Arbeitstages fand u. a. eine Sondertagung „Weltluftverkehr" unter der Leitung von Staatssekretär Koenigs vom Reichs- und preußischen Verkehrsministerium statt. Diese Sondertagung stand unter dem erschütternden Eindruck der „Hindenburg"-Katastrophe. Prof. Dr. Pirath und Ministerialrat Thomas vom Reichspostministerium hielten Referate. Beide Redner hoben eindeutig hervor, daß der Leistunqswettbewerb zwischen Flugzeug und Luftschiff mit den gleichen Energien wie bisher betrieben wird. Gerade die Deutsche Reichspost wolle auch in Zukunft das deutsche Flugwesen unterstützen, um so den Luftpostdienst der Welt führend dienstbar zu machen.
und Görsroth beteiligten sich an dem Singen. Froher Tanz beschloß die schlichte Jubelfeier der „Concordia".
Mus dem Rheingau.
)( Niederwalluf, 7. Mai. Ein Verkehrsunfall ereignete fich zwischen einem Radfahrer und einem Kraftradfahrer am Eingang von Oberwalluf. Beide Fahrer wurden unerheblich verletzt.
)( Eltville, 7. Mai. Der Unterricht der Ländlichen Hauswirtschaftsschule befindet sich seit Ende der Woche in den unteren Räumen der Städt. Höheren Schule.
)( Mittelheim, 7. Mai. Unter dem Vorsitz von Obermeister Kilian fand die Jahreshauptversammlung der Schuhmacherinnung des Rheingaukreises statt. Der Versammlung wohnten Kreishandwerksmeister Stoll. Geschäftsführer Knies und Ehrenobermeister Reitz bei. Dem Obermeister wurde einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Ihre Gesellenprüfung bestanden: I. Koch, W. Schlosser und A. Lenners. Der Haushaltsplan wurde bewilligt. Kreis- Handwerksmeister Stoll sprach in längeren Ausführungen über die Aufgaben des Handwerks.
Frankfurter Nachrichten,
gegangen würde.
Nach den Ausführungen des französischen Wirtschaftlers sprach über „Das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet und seine Bedeutung für die Weltwirtschaft" der Präsident der rhein- mainischen Industrie- und Handelskammer, Professor Dr. L ü e r. Der Referent ging aus von der Mannigfaltigkeit rhein-mainischer Landschaft und Bevölkerung, die ein- iunbe Mischung von Landwirtschaft und Industrie, Groß-, Klein- und Mittelbetrieben geschaffen hat. Eine ent< scheidende Rolle haben bei dem Exportstreben die günstigen Verkehrsbeziehungen gespielt. Der Rheinstrom, seine Nebenflüsse, ein gutes Straßennetz und der internationale Luftverkehr bildet die Grundlage für die Exportintensität dieses Wirtschaftsbezirkes. Durch rührige Kaufleute, Techniker und Qualitätsarbeiter sind im Rhein-Main-Gebiet weltumfassende Industrien entstanden. Chemische Werke, Automobil-, Eisen-, Stahl- und Lederfabriken, Zellstoff-, Optische und Schuhmaschinen-Unternehmen zeigen die Bedeutung rhein-mainischer Wirtschaft für den Welthandel. So können auch, führte der Redner zum Schluß aus, die Tagungsteilnehmer durch eingehende Besichtigungen des Rhein-Main- Gebietes sich selber einen Einblick in den für den Welthandel so bedeutenden hiesigen Wirtschaftsbezirk verschaffen. Qualmende Schlote, eine arbeitsame Bevölkerung und landschaftliche Schönheit künden von einem Volke der Arbeit, des Frohsinns und des Verständnisses für die stets nötigen Wechsel-
Die Briestaubenflüge beginnen.
— Frankfurt a. M., 7. Mai. Im Mai setzen im Rhein- Main-Gebiet die ersten diesjährigen Preisflüge für Brieftauben ein. Betragen die ersten Flüge von Ansbach 165 und von Neumarkt 220 km Flugstrecke, so steigert sich die Reise von Sonntag zu Sonntag. Die weitesten Entfernungen werden im Juli geflogen, so von Passau 400 km, von Budapest 820 km und von Debreczin sogar 1000 km. Diese letzten Flüge stellen eine gemeinsame Konkurrenz
— Medenbach, 7. Mai. Am Himmelfahrtstag konnten in der Nähe unseres Ortes drei ortsunkundige Knaben im I Alter von 12 Jahren entdeckt werden, die am 1. Mai bereits f ihre Heimat Offenbach verlassen haben und seitdem als ver- i mißt galten. Die benachrichtigte Polizei holte die drei l jugendlichen Ausreißer hier ab und verbrachte sie wieder zu I ihren Eltern.
— Nordenstadt, 7. Mai. Am 9. Mai feiert unsere Ein- | roolinerin Frau K. Kern, Wwe., Junkernstraße 3, ihren |82. Geburtstag.
= Idstein i. T., 7. Mai. Mit Ablauf dieses Monats ! tritt Stadtsekretär Emil Bach nach über 31jähriger Tätig- k leit bei der hiesigen Stadtverwaltung in den wohlver- ; dienten Ruhestand. — Mit den Straßenbauarbeiten in der i Rodergasse ist Anfang dieser Woche begonnen worden. Die ^Bürgersteige sind soweit hergerichtet und die Fahrbahn wird mit einer Teerdecke versehen. Auch die Verschönerungs- l arbeiten am Rathausplatz und die Aufstellung des Löwen- | brunnens werden mit Ablauf der nächsten Woche beendet reilL= Limbach, 7. Mai. Der hiesige MGV. „Concordia" Kbeging am Himmelfahrtstag in einem Liedertaa fein k75jähriges Bestehen. Sängerkreisführer Wüst-Laufen- U jelden überreichte dem Verein für den Deutschen Sängerbund x eine Ehrenurkunde. Der Sängergau Nasiau ließ eine sil- E berne Plakette übermitteln, und der Sängerkreis 4 (Unter« | taunus) ein Ehrendiplom. In einer begeistert auf- k genommenen Ansprache feierte der Sängerkreisführer den U Männergesang als einen Freuden- und Kraftspender, als E den Ausdruck des Hohen, Schönen und Edlen. _ Die Manner- ■ qesangvereine der Orte Daisbach, Wallrabenstein, Kettern- f schwalbach, Hennethal, Niederlibbach, Wallbach, Bechtheim
Datum
7. Mai 1937
8. Mat
Ortszeit
7 Uhr
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21 Uhr
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