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Seite 6. Nr. 65.

Wiesbadener Tagblatt

Donnerstag, 18. März 1937.

Ttlusik- und Vortragsabende.

* Vortrag in der Deutsch-Britischen Gesellschaft. In seiner Vortragsreihe über Wechselbeziehungen des deutsch­englischen Geisteslebens sprach Studiendirektor Dr. W. Baake (in den Räumen der Deutsch-Britischen Eesell- schast am Kaiser-Friedrich-Platz) über das Thema von Entdeckung der menschlichen Individuali­tät und Entwicklung des Romans." Er gab da­mit sehr lebendig gezeichneten Abritz jener Epoche von Wand­lung in der seelisch-geistigen Grundhaltung, die aus dem barocken Zeitalter von Absolutismus und Gegenreformation zu moderner, individualistisch gestaltender Weltanschauung, zum Wesen der Bürgerlichkeit überleitete. Calwinistische Ge­danken gaben die Einstellung von tätigem Schaffen innerhalb der Welt, die nun nicht mehr als fertiges Bild übernommen wurde. Solchen Zusammenhängen entspringt auch die neue Kunstform des Romans als einer Erzählung, die das Schick­sal des einzelnen in den Mittelpunkt stellt, den Helden aber in der Auseinandersetzung mit der Welt wachsen, und sich bewähren läßt. Aus kleinen Ansängen hat sich der Roman gerade zu jener Literaturgattung entwickelt, die zu breitesten Schichten spricht. Der Abenteuer- und Schelmenroman (etwa im Stil von GrimmelhausensSimplizissimus"), die Schäfer­dichtung, die in Deutschland zuerst Ansätze persönlicher Charakterisierung aufweist, sind seine Vorläufer. Dann er­scheinen in England, das am frühsten dem Barockzeitalter entwuchs, jene weltbekannt gewordenen Romane der Defoe und Swift, Porrick und Goldsmith schließen sich an, ihr Ein­fluß wird umso größer durch das von England ausgehende neue Raturempfinden. So bleibt auch in Deutschland der Widerhall nicht aus; der ältere Kleist und Brockes etwa sind Namen, die zu Goethes Romanen die Brücke schlagen. Politisch ist das Bürgertum in die Adelswelt eingedrungen, im Roman offenbart es seine neue, bürgerliche Moral, von Arbeit, Beschaulichkeit, Bescheidenheit, gegenüber der durch die Allongeperücken betonten gespreizten Würde des Barocks. Und das bürgerliche Empfinden weitet sich dann zum Geist einer echten Humanität. Ein neues Lebensbild spiegelt sich in der Kunstform des Romans, das Sehnen, die Welt als Wunder in sich selbst zu erleben, die Menschen in ihren Ver­schiedenheiten kennen zu lernen und zu verstehen, damit zum Allmenschlichen vorzustoßen, aufzuklären, das Leben schöner und besser zu machen. Sehr anschaulich wußte Dr. Baake die Charakteristik zweier Zeitalter gegeneinander zu stellen, die seelische Wandlung vom Barock zur Bürgerlichkeit verständ­lich zu deuten und im Roman den Niederschlag neuer Ge­dankenwelt überzeugend nachzuweisen. Die Schwierigkeiten des Themas bewältigte leicht die weitschichtige Erfahrung und der klare Blick des Redners, in logisch-einleuchtender Folgerichtigkeit entwickelte er die Beziehungen, daher trotz dem umfaßenden Rahmen sicher und zwingend in der Eedan- kcnführung. Die Zuhörer folgten mit gesammeltem Interesse und spendeten Dr. Vaake herzlichen, verdienten Beifall.

Heinrich Leis.

Wiesbadener Lid)tspie(e.

* Thalia-Theater. Durch Ida Wüsts Gastspiel ist die KomödieFrau Polenska" auch in Wiesbaden bekannt ge­worden ; unter dem TitelEin Hochzeitstraum" darf die lustige Geschichte von der Schankwirtin, die sich zur Fürstin berufen glaubt, nach ihrem Bühnenerfolg nun auf der Leinwand ihre Zugkraft erproben. Dem originellen Stoff mit seinen Möglichkeiten frischzupackender Charakter­komik kommt die Regiearbeit eines so erfahrenen und ein­fallsreichen Spielleiters wie Erich E n g e l, der seinerzeit schon für die FilmerfolgePygmalion" undMädchenjahre einer Königin" verantwortlich zeichnete, naturgemäß ganz besonders zugute. Ausgezeichnet sind die Schauplätze ge­staltet, das polnische Erenznest mit dem Trubel russischer Flüchtlinge, dann die landschaftliche Schönheit und das Leben in feudalen Hotels der Azurküstc. Und die lustspiel- haften Verwechslungen mit angeblichen Fürstlichkeiten, die in Wirklichkeit gar keine sind, und mit dienstbaren Geistern, die sich als große Herren entpuppen, haben in zeitgeschicht­lichen Schicksalen russischer Emigranten glaubwürdigen Hintergrund. Nicht zuletzt verdient die witzige Diolog- führung hervorgehoben zu werden, die auch ihresteils den Stil der Charakterkomödie betont. Stärkste Trägerin von Wirkung und Erfolg aber ist, im Film nicht weniger als auf der Bühen, die unverwüstliche, in ihrem derb-gesunden Humor unerreichte Ida Wüst. Sie hat die rechte Resolut­heit der Besitzerin jenesSchnapsladens", die Widerspenstige mit dem Besenstiel zur Ordnung bringt und bei der weder die Tochter noch derdurchlauchtige" Eemahl viel zu melden hat, so eitel sie sich auch im Glanz des erheirateten fürstlichen

Schwedens jüngst« Prinzessin.

Anläßlich der Taufe der Prinzessin Birgitta von Schweden, die am 16. März 1937 in Stockholm stattfand, wurde diese Aufnahme des Prinzen Gustav Adolf, seiner Gemahlin Prinzessin Sibylla von Schweden und ihrer Kinder, der Prinzessin Margareta und der kleinen Prinzessin Birgitta, gemacht. (Associated Preß, M.)

Namens plustert; ganz köstlich ihre nicht immer gelingen­den Bemühungen, die große Dame zu spielen. Ein würdiges Gegenstück hat sie in Heinz S a I f n e r, dessenFürst Narisch- kin" ein komisches Kabinettstück wird, mit einer erschüttern­den Grandezza und Alkoholseligkeit, dabei rührend treuherzig in all seinem Schwindel. Inge List als Tochter Polenska erwirbt sich die Sympathien durch ihr schlichtes warm­herziges Spiel, und trefflich ist der fürstliche -Schofför" Ferdinand Merians, weltmännisch gewandt, liebens­würdig überlegen. Für kleinere Chargen sind keine Ge­ringeren eingesetzt als Theo Lingen und Hans Junker- mann. Im Vorprogramm läuft ein feiner Film von Tieren in der Großstadt", der voll reizender Beobachtun­gen ist und mit den Tierseelen etwas belauscht, das als Ur­sprünglichkeit unverfälschter Natur anmutet mitten in der steinernen Starrheit der Straßen. Heinrich Leis.

* Apollo-Theater. Eine Millionürstochter kreuzt nebst Papa und Bräutigam auf dem Ägäischen Meere. Sie weiß nicht, wie sie vor Langeweile die Zeit totschlagen soll. Auf der Insel Anthos macht sie einen kleinen Seitensprung an Land und trifft dort einen jungen Archäologen bei seinen Ausgrabungen. Auf Grund eines Kusses reist er ihr nach bis New Port, um hier zu erfahren, daß die schöne Kay sich nur einen Spaß erlaubt hat. Trotz aller Grobheit von beiden Seiten kriegen sie sich aber schließlich doch. Das wäre un­gefähr der Inhalt des Metro-Goldwyn-FilmesIch lebe mein Leben". Aber mit einer Inhaltsangabe ist dieser köstliche, ja einzigartige Film nicht genügend gewertet. Der Held ist ein Ire, und man wird vielleicht nicht zufälliger­weise durch den spritzigen Dialog an den irischen Dichter Bernard Shaw erinnert. Es sind eigentlich zwei, die ihr Leben nach ihrem eigenen Kops leben wollen: die Millio- närslochter, indem sie jeder Laune nachgeht und Tausende von Dollars für ihre Maniküre ausgibt, der junge Alter­tumsforscher, dem Geld und Geldeswert unverständlich sind,

indem er mit ungebügelten Hosenfalten herumläuft und einem gutbezahlten Direktorposten das Buddeln nach alten Statuen vorzieht. Der Kamps der Geschlechter zieht sich durch den ganzen Film und tobt um so heftiger, als hier die Welt des Geldes und die der geistigen Kultur aufeinander­platzen. Aber selbst in Amerika scheint schließlich der Geist über die Kulturlosigkeit zu siegen, und man könnte den Film auch nach dem Vorbilde Shakespeares als der Wider­spenstigen Zähmung bezeichnen. W. S. van Dyke als Spielleiter hat in den einzelnen Szenen ein erschreckendes Bild der amerikanischen Gesellschaft gezeichnet. Welch eine blöde Welt des Dollardünkels, die nichts kennt als Tanzen, Modefexerei, Polo, Wetten und Skat! Die Statue des Praxiteles als Aschenbecher: Das ist der Gipfel des ameri­kanischen Kitschismus. Auf der anderen Seite steht Europa mit seinem Fingerspitzengefühl für alte Kultur. Prachtvoll dieser junge Idealist, der trotz seinen Träumen doch ein zäher Arbeiter ist. nur kein Betriebsdirektor, der nur auf die verschiedenen elektrischen Knöpfe zu drücken braucht, um ein Heer von Angestellten auf die Beine zu bringen. Ob­wohl der Filmdichter mit dem Herzen auf der Seite des jungen Mannes steht, läßt er doch an beiden Parteien seinen Spott aus. Eine prachtvolle Kay ist Joan Crawford, verwöhnte Puppe, jeder Laune nachgebend, spröde und ver­liebt zugleich, zerstörungswütig selbst ihr schönes Braut­kleid reißt sie in Fetzen und trotzköpfig bis zu den Stufen des Altars. Ihr Partner ist Brian A h e r n e, auch ein Dickkopf, aber männlich und bestimmt, an unseren Willy Fritsch erinnernd. Aus der großen Zahl der ergötzlichen Typen sei Jessie Ralph als zänkische und tyrannische Schwiegermama genannt. Die deutsche Synchronisierung ist vorzüglich gelungen. Im Beiprogramm läuft der inter­essante FilmWie ein Plakat entsteht" und der König der Hunde, Prince, ein wahres Wunder der Dressur. Dr. Wolfram W a l d s ch m i d t.

AusDauunülllram'nfi.

Taunus und Main.

= Naurod i. T., 17. März. Am Dienstag feierten die Eheleute Gastwirt Moritz Raab und Frau, Christiane geb. Christ, das Fest der silbernen Hochzeit. Ebenso begingen die Eheleute Hemrich Hoffmann und grau, Luise geb. Vecht, das Fest der silbernen Hochzeit. Der MEV.Germania" hat den Jubilaren ein Ständchen gebracht.

= Bad Schmalbach, 17. März. Der Haushaltsplan 1937 des Untertaunuskreises liegt nunmehr int Entwurf vor. Ein­nahmen und Ausgaben gleichen sich mit 702 690 M. aus und zwar entfallen auf die ordentlichen Einnahmen und Ausgaben 676 000 und auf die außerordentlichen Einnahmen und Aus­gaben 26 690 M. Der Haushalt 1936 wies noch einen Fehl- . betrag von 30 000 M. auf. Anstelle von Rektor L a ck n e r, der zum 1. April in den wohlverdienten Ruhestand tritt, wurde Hauptlehrer Wengenroth, Kreisobmann des NSLB., Idstein, nach Bad Schmalbach berufen.

= Strinz-Trinitatis, 17. März. Am Dienstag fand der diesjährige Frühjahrsmarkt statt. Es hatten sich sehr viel Kauflustige und Interessenten eingefunden. Es waren elf Stück Vieh aufgetrieben. Diese wurden bis auf zwei Stück verkauft. Jungrinder im Alter bis zu % Jahr kosteten 140 bis 160 RM. Trächtige Rinder wurden je nach Quali­tät und Ware für 460 bis 500 RM. verkauft. Ein etwas schleppendes Geschäft war bei dem Ferkelmarkt. Die zum Verkauf gestellten Ferkel und Läufer wurden nicht restlos abgesetzt. Für 5 bis 6 Wochen alte Ferkel wurden 14 bis 16 RM. bezahlt. Läufer kosteten je nach Qualität und Ware entsprechend mehr.

# Michelbach, 17. März. Wie im vergangenen Jahre so wird auch in diesem Jahre wieder am dritten Ostertage in Michelbach ein Rindvieh-, Schweine- und Krammarkt statt­finden. Der Auftrieb des Viehes ist morgens um 8 Uhr auf dem früheren Turnplatz.

Mus dem Rheingau.

Eltviller Nachrichten.

)( Eltville, 17. März. Die aus Hans Derftroff-Winkel, Georg Eietz-Johannisberg und Chr. Mayer-Oberwalluf be­stehende Mannschaft der Weinbauschule belegte bei den Waldlausmeisterschaften der Landwirtschaftsschulen in der Landesbauernschast Hessen-Nassau den zweiten Platz. Bei den Reichsberufswettkämpfen des Reichs­nährstandes war bei den Gärtnern Kreissieger Franz Wittkampf-Winkel, bei den Winzern Eberhard von Oetinger- Erbach und bei den Winzerinnen Betti Treber-Kiedrich. Die Ortswaltung der 316(5.K rast durch Freude" be­absichtigt, eine Eesangsgruppe einzurichten, für die am Donnerstag beiWahl" an der Pfarrkirche Anmeldungen entgegengenommen werden. Sämtliche 1927 geborenen Schüler der Volksschule werden in das Jungvolk ein- ireten. Die Altmaterialsammlung der SA. erbrachte 40.60 RM. AmAlten Holztor", der gefährlichen Stelle der Stadt, kam es am Montag zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Personenwagen. ' Der Schaden war un­bedeutend.

Rheingauer Schuljugend und Film.

)( Geisenheim, 16. März. Im verflossenen Schuljahr sanden für die Rheingauer Schulen mit 4 Großfilmen 40 Filmvorführungen statt, die insgesamt von 10076 Schülern besucht waren. An Eintrittsgeldern wurden hierfür 1195.11 RM. von den Schülern selbst aufgebracht. Für 15103 Schüler und Schülerinnen aller Schularten wurden in dem Schuljahr 1936/37 im Rheingaukreis 3020.60 RM. der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm überwiesen. An eigenen Filmgeräten besitzen die Rheingauer Schulen 8 Schmalsilmgeräte mit einem Wert von 3443 RM., 46 Schmalfilmkopien und 9 Stehbildreihcn, im Ganzen also ein reichhaltiges Anschauungsmaterial aus diesem Gebiet, mit dem auch im letzten Schuljahre wertvolle Aufbauarbeit geleistet worden ist.

Ein gefährlicher Bergrutsch.

!! Aßmannshausen, 17. März. Unter starkem Getöse stürzte nach Feierabend hinter dem Hause der Weinaroß- handlung 3. Jung u. Söhne (Willy Jung) die acht Meter hcchstrebende Stützmauer auf etwa 30 Meter Breite zu­sammen und riß dabei viele hundert Kubikmeter des darüberliegenden Weinbergs mit in die Tiefe. Die nieder­gegangenen Erdmassen samt zentnerschweren Betonblöcken und Mauersteinen richteten große Verwüstung an. In dem unterhalb liegenden Garten wurde alles zerstört, ein Kaninchenstall liegt metertief verschüttet, sodaß die Tierchen ersttckt sind. Es ist als ein großes Glück zu bezeichnen, daß

keine Menschenleben zu beklagen sind. Von der Hinterfront des Wohnhauses von Willy Jung wurde ein* Teil der Fenster durch das Erdreich verschüttet. Das Unglück ist auf die vielen Regengüsse in der letzten Zeit zurückzuführen. Der verursachte Schaden ist groß, zumal ein jung angelegter Weinberg fast zur Hälfte abgerutscht ist und nun auf lange Jahre keinen Ertrag bringen kann. Mit den Aufräumungs- und Stützungsarbeiten für weitere bedrohte Mauerstücke ist inzwischen begonnen worden.

) ( Kiedrich, 16. März. DieSängervereiniauna" hielt unter Kreischormeister, Musikdirettor I. Mahle-W.- Schierstein, ein gut besuchtes Chorkonzert ab und zeigte einen Ausschnitt aus der gleisteten Winterarbeit. Den instrumentalen Teil des Konzertes bestritt das Streich­orchester Weiß-W.-Schierstein.

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Riidesheim, 17. März. Am Dienstag fand in der Aula der hiesigen Volksschule eine Werbeveranstaltung für das hauswirtschaftliche AnIernjahr statt. Die an Ostern aus der Schule ausscheidenden Mädchen ans Aß­mannshausen. Aulhausen, Elbingen und Rüdesheim waren vollzählig erschienen, ferner viele Eltern derselben, sowie Hausfrauen, welche ab Ostern ein Anlernmädchen in ihren Haushalt aufnehmen wollen. Gelegentlich einer Jahres­versammlung der - Rüdesheimer Landwirtschaftlichen B e - zugs- uni) Absatzgenossemschaft wurde u. a. die Anlage einer Rebschule und Beschaffung der zur Veredlung von Pfropfreben erforderlichen Materialien beschlossen.

Rhein und Mosel.

Sohn und Vater begehen Selbstmord.

Worms, 17. März. In Hangen-Weisheim hat der 32jährige, seit zwei Jahren verheiratete Paul Bicking sich im elterlichen Anwesen mit einem Revolver erschossen. Als der Vater, der Landwirt Jakob Bicking II., von dieser Tat Kenntnis erhielt, nahm er ein Jagdgewehr und brachte sich ebenfalls einen tödlichen Schutz bei. über die Gründe zu der furchtbaren Tat ist nichts bekannt.

Die finge fjausfrau befteüt ihre G/kee- fuchen rechtzeitig bei ihrem ISäcfermeifter

Starkenburg und Oberhessen.

An der Starkstromleitung den Tod gesucht und gesunden.

(Siegen, 17. März. Am Mittwochnachmittag fand man bei der Starkstromleitung in der Nähe des Tonwerkes Abendstern bei dem Kreisort Heuchelheim den 32jährigen Ernst Hofmann tot auf. Der Mann, der schon seit etwa zehn Tagen vermißt wurde, war an dem Mast der Stark­stromleitung emporgeklettert und hatte durch Berühren der Hochspannungsleitung Selbstmord verübt. Er stürzte mit schweren Verbrennungen ab und fiel in eine Acker­furche. so daß er unbemerkt blieb und dort mehrere Tage lag, bis er nun am Mittwoch aufgefunden wurde.

Meteorologisch« Beobachtungen in Wiesbaden. (Klimastation beim Städt. Forschungsinstitut.)

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