Einzelbild herunterladen
 

Seite 8. Nr. 62.

Wiesbadener Tagblatt

Montag, 15. März 1937.

Mesbaden-Kloppsnhsim.

Der Obst- und Kartenbauverein hielt im GasthausZur Rose" seine Jahreshauptversammlung ab. Vorsitzender Ludwig Schmidt 5 erstattete den Jahresbericht. Inspektor Heyelmann, Wiesbaden, sprach an Hand zahlreicher Licht­bilder über die Schädlingsbekämpfung. Im Anschluß hieran sprach der Leiter der Vezirksstelle, Haberstock, Wiesbaden, über Auswirkung der Marktregelung. Der seitherige Vor­stand wird die Geschäfte auch im kommenden Jahre leiten.

Wiesbaden - Schierstem.

Regenslut bei Donnergrollen. Am Samstagnachmittag gegen 5 Uhr ging über unterem Stadtteil ein wolkenbruch­artiger Regen, begleitet von Blitz und Donnertchlag. nieder. Die Kanalisation konnte die unermetzlichen Wassermengen nicht aufnehmen, es bildeten sich an verschiedenen Stellen grobe Wasserlachen. Später setzte dann ein orkanartiger Sturm ein. der mancherlei Schäden anrichtete.

Die Krieger- und Soldatenkameradschast teilt mit: Die bei dem Abbruch des Kriegerdenkmals gefundene Büchse wurde geöffnet und ergab folgenden Inhalt: a) Den geschichtlichen Überblick der Entstehung des Denkmals, b) Ein Mitgliederverzeichnis des Kriegervereins, c) Eine kleine An­zahl Münzen aus der damaligen Zeit. Im Oktober 1873 regten die Kameraden des Kriegervereins die Erbauung eines Denkmals für die in den Feldzügen 1866 und 1870/71 gefallenen Ortsangehörigen an. In einer zu diesem Zweck einberufenen Einwohnerversammlung wurde ein Komitee, bestehend aus den Herren Luis Birk. Carl Dauster, Heinrich Dennemann. Ebristian Horcher. Wilhelm Lohn. Christian Schmidt. Philipp Schuster. Wilhelm Thiele. Lehrer Weber und Wilhelm Wehnert, die Sorge der Ausführung über­tragen. Herr Professor H o f m a n n-Biebrich stellte das Modell zu dem Denkmal unentgeltlich zur Verfügung. Die notwendigen Gelder wurden durch Sammlung der Vereine und Spenden aufgebracht. 339,43 RM. Rückvergütung für Einauartierungsgelder, auf welche die Einwohnerschaft ver­zichtete. flössen ebenfalls in diesen Fond. Der Gesamtbetrag ergab die Summe von 1022,30 RM.. womit das Komitee das Denkmal erbaute.

Kinder stellen ans. Eine Ausstellung der Arbeiten der Mädchenklassen der hiesigen Volksschule in derNeuen Schule" hatte einen schönen Erfolg. Selbstverfertigte Kinder­kleider. saubere Flickarbeiten und geschmackvolle Handarbei­ten gaben einen Überblick über erfreulich fleißige und saubere Arbeit. Der Besuch war sehr rege.

Die Prüfung der hiesigen Konfirmanden fand am Sonn­tag in der vollbesetzten evangelischen Kirche statt.

WissbadeN'Dohhsim.

DAF.-Kundgebung. Die Ortswaltung Dotzheim der DAF. hatte für Samstagabend imTurnerheim" eine gut­besuchte Groß-Kundgebung angesetzt, in deren Verlauf Kreis- walter der DAF. Feickert und Baunführer Koch aufschluß­reiche Ausführungen über das Wirken der DAF. und die Zusammenarbeit mit der HI. gaben. Die Veranstaltung wurde durch Vorträge der HI. umrahmt.

Wiederum Wasserschäden. Die zahlreichen und aus­giebigen Niederschläge der letzten Tage haben sich in mancher­lei Hinsicht schadenvringend ausgewirkt. Die Felder und Wiesen, die bereits der ersten Bestellung bzw. Be­arbeitung harren, sind fast nicht zu betreten. In vielen Feld- distrikten sieht man Grundstücke, auf denen das Wasser in großen Lachen steht und nicht abgeleitet werden kann. Auch an Häusern im tiefgelegenen Stadtteil find wiederum durch die Ungunst der Witterung nicht unwesentliche Nässeschäden, vorgekommen. Oft stehen die Keller voll Wasser, das durch Pumpen entfernt werden muß. Auch der Belzbach ist neuer­dings wieder stark angestiegen, obwohl durch ihn glücklicher­weise keine Gefahren drohen.

70. Geburtstag. Frau Emilie Schleim, Wwe., Diet- rich-Eckart-Straße 4, begeht morgen Dienstag, 16. März, ihren 70. Geburtstag.

Wisskadsn.-Disrttadt.

' "r

Vereinsleben. Die Jahreshauptversammlung des SchützenvereinsFreischütz" fand imNassauer Hof" statt. Vereinsführer K. Lupp erstattete den Jahresbericht. Im letzten Jahre konnte K. Lupp den Titel eines Vereinsschützen- königs erringen, er gewann auch gleichzeitig die goldene

Radel des Deutschen Schützenbundes für Kleinkaliberschießen, während A. Hundhausen die silberne Radel erringen konnte. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde noch angeregt, daß fich die Mannschaften des Vereins für die Zukunst auch an den Fernwettkämpfen und Rundenkämpfen beteiligen sollen. Für das kommende Vereinsjahr blieb der Vorstand in seiner alten Besetzung bestehen. Im SaalbauZur Rose" hielt der MEV.Frohsinn" einen gut besuchten Unterhaltungsabend ab. Der akttve Chor brachte unter Stab­führung von Chorleiter Willi Trarel Chöre und Volkslieder zu Gehör, die allgemeinen Beifall fanden und öfters wieder­holt werden mußten. Rudi Steinberger (Bariton) und Rich. Volk (Stimmungssänger) trugen durch ihre Vorträge viel zur Unterhaltung bei, während Willi Weiland fr. mit Violinsoli aufwartete. Die Kapelle des Musikvereins Bier­stadt gab der Veranstaltung eine schöne musikalische Um­rahmung. Den Abschluß der Darbietungen bildete ein Zweiakter. Spieler und Spielerinnen gaben hier ihr Bestes. Anschließender Tanz hielt die Besucher noch lange in bester Stimmung beisammen.

Färberei Walkmühle

CHEMISCHE REINIGUNG

---.AUSGo» uni'iyrnfnti|

Taunus und Main.

= Naurod i. Ts., 14. März. Zur Zeit find sehr viele hiesige gelernte und ungelernte Arbeiter in Wiesbaden und Umgebung an den verschiedensten Um- und Neubauten be­schäftigt. Aus diesem Grunde sind auch die Autobufie der Linie 12, besonders morgens und abends, gut besetzt. In letzter Zeit sind verschiedene Extrawagen eingelegt worden. Am Sonntag sand in der Schule die diesjährig« Handarbeits- ausstellung statt. Es wurden sehr schöne Sachen, angefangen von den kleinsten Klebe- und Stickarbeiten bis zu den ver­schiedensten Strick-, Näh- und Häkelarbeiten, gezeigt. Lang­jährige Handarbeitslehrerin ist Fräulein Raab.

Bad Schmalbach, 14. März. Heute fand in- der Turn­halle der hiesigen Mittelschule eine Ausstellung von Arbeiten der Schulkinder statt. In einer sehr überflchtllchen Schau konnte man die Entwicklung der Arbeiten vom 3. Schuljahr bis zur Fortbildungsschule verfolgen. Auch dre Knaben hatten ausgestellt. Mit Stolz zeigten ste ihre Flug­zeugmodelle vom einfachen Pappsegler bis zum Flugzeug mit Gummiseilantrieb. Der starke Besuch durch die Eltern und An­gehörigen bewies das Interesse mit welchem ste die Arbeit ihrer Kinder in der Schule verfolgen. Am Montagabend wird die Abteilung 1/93H e r b e r t N o r k u s" des Reichs- arbeitsdienstes Bad Schmalbach verlassen, um wieder ihre Stammunterkunft in Brandenburg a. d. Havel zu beziehen. Am Theodorweg zur Busemachhohe werden Eigenheime errichtet werden. Die Ausschachtungsarbeiten zu den ersten drei Häusern haben bereits begonnen.

Kus dem Rheingau.

Verordnung über den Anbau von Weinrebe».

Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat eine Verordnung über den Anbau von Weinreben ertasten, die nach der Aufhebung der Verordnung über die Markt­regelung für Weinbauerzeugnisse vom 3. November 1934 und nach der Schaffung eines selbständigen Zusammenschlusses der Weinbauwirtschaft notwendig wurde. Während die, Verord­nung über den Zusammenschluß der Weinbauwirtschaft die maritordnenden Befugnisse hinsichtlich der durch den Wein­bau gewonnenen Erzeugnisse enthält, ermächtigt die soeben er­scheinende Verordnung den Reichsnährstand, den Anbau von

Weinreben zu regeln. Zu diesem Zweck kann der Reichsnähr­stand die weinbergsmäßige Neupslanzung von Weinreben ge­nehmigungspflichtig machen und die Vernichtung der ohne Genehmigung angebauten Reben anordnen. Ziel der Maß­nahme ist es, in erster Linie die Ausdehnung des Weinbaues auf Flächen, die für andere landwirtschaftliche Erzeugnisse benötigt und nutzbar gemacht werden können, zu verhindern. Die weitere Beftignis, die Neupflanzung von Bäumen in Weinbergen genehmigungspflichtig zu machen, soll die viel­fach beobachteten Mißstände beseitigen, daß die am Rande eines Grundstücks angepflanzten Bäume den Ertrag des Nach­bargrundstücks beeinträchtigen. Nur wenn dieser Tatbestand vorliegt, kann die Genehmigung verweigert werden.

Reichsnährstand im Reichsberufswettkampf.

) ( Eltville, 14. März. Von den Rheingauer Jung- wfnzern und - Winzerinnen waren am Samstag­vormittag in der Weinbauschule 67 Wettkampfteilnehmer und -teilnehmerinnen angetreten. Zur Eröffnung waren Kreis- bauernführer Werner - Rüdesheim, Bezirksbauernführer Albert-Hattenheim, Ortsbauernführer Hulbert-Eltville, Land- wirtfchaftsrat Dr. Balz mit dem Lehrkörper der Weinbau- fchule, Bezirksjugendwart Groß und Bezirksjugendwartin Krechel, sowie die Vertreter der HI. und des BdM. er­schienen. Die theoretischen Arbeiten fanden in der Weinbau­schule, die praktischen Arbeiten in Betrieben statt. Am Samstagabend trafen sich sämtliche Wettkampfteilnehmer aus dem Reichsnährstand im SaalbauTaunus" zu einem Dorf abend und belebten mit der Aufführung alter Volks­tänze und Lieder altes Rheingauer Brauchtum. Der Lehr­ling Ludwig Schäfer im 2. Berufsjahr erreichte bei den Wettkämpfen der Fachgruppe Maurer im Reichsberufs­wettkampf die höchste Punktzahl. Die von den Mitgliedern der Krieger- und Militärkameradschaft durchgeführte Ein­topfsammlung erbrachte 347,79 RM.

)( Martinsthal, 13. März. 2n einem Eemeinschastsabend des Zweigvereins der Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz sprach die Vorsitzende, Frau Spohr, über die Aufgaben des Roten Kreuzes und die Mitarbeit der Frau am Vierjahresplan. Der Winzerverein hat 36 Halbstück 1936er zu einem günstigen Preis an eine Schaumweinkellerei abgejegt und damit seine letztjährige Ernte bis auf die Aus­schankweine für die Winzerhalle verkauft.

Wiesbadener Lief)(spiele.

* Ufa-Palast.Gleisdreieck" ist ein Film mit kriminellem Einschlag. Ein junges Mädchen, Angestellte eines Modegeschäfts, will sich im Bahnhhof Gleisdreieck vor einem einfahrenden Zug auf die Schienen werfen, weil ihr Bruder einen schweren Diebstahl begangen hat und im Ge­fängnis sitzt. Ein junger U-Vahnbeamter rettet das Mäd­chen und verliebt sich. Trotz des väterlichen Widerspruches wollen die beiden heiraten. Aber der inzwischen entlassene Bruder verlangt Geld und weiß sich brutal in den Besitz einer größeren Summe zu setzen. Der junge Bräutigam kommt nun in den Verdacht, das Geld unterschlagen zu haben und läßt sich in seiner Verzweiflung zu einer Torheit hin- reigen, die erhebliche Komplikationen verursacht, schließlich aber doch zu glücklichen Ende führt. Der Spielleiter Robert A. Stemmte hat den Film, wie zu erwarten war, sehr spannend, ja aufregend gestaltet. Besonders bemerkenswert als Regieleistung ist die Sitzung der U-Bahnbeamten mit den vorüberflirrenden, erregten Köpfen der Teilnehmer in Großaufnahmen. Künstlerisch stehen die Bilder von der Untergrundbahn am höchsten. Das großartige Verkehrs­wesen Berlins ist selten so packend dargestellt worden. Prachtvoll die erleuchteten Bahnhöfe, die ewig vorbei- brausenden Züge, die endlosen Schienen und Tunnels und all die übrigen technischen Wunder dieser tief unter dem Straßenpflaster liegenden Welt. Heli Finkenzeller spielt die Gerda, die durch das Verbrechen ihres Bruders ins Unglück Gestürzte. Eine beständige Angst scheint auf ihrem zarten Gesicht zu liegen, der Ausdruck eines immerwähren­den Gehetztseins. Die Auffassung ihrer Rolle verrät eine wundervoll zarte Einfühlung. Gustav Fröhlich ist der jugendliche Beamte und Liebhaber, der sich gerade in dem Augenblick bewährt, da sein Pflichtgefühl einer schweren Probe unterworfen wird. Welch ein Gegensatz zu dem schur­kischen Max! Paul Hoffmann hat einen Typ geschaffen, der geradeswegs aus dem Verbrecheralbum der Polizei ge­schnitten zu sein scheint. Ein grundehrlicher, rauher, aber im Kerne gutmütiger Aufsichtsbeamtet ist Otto Wernicke. In den Nebenrollen betätigen sich Hilde Sessak, Fritz Eentschow, Toni von Bucovics und Eduard Wena. 3m Beiprogramm läuft ein luftiger Schwank:Sie ist so schön, die Berlinerin", der die Frage aufroirft: Warum verherrlicht die Operette nur immer die Wienerin und das rheinische Mädel, ohne das zu berücksichtigen, was an der Spree wächst? Ein KulturfilmDie schorf- heide" führt uns in eines der schönsten Naturschutzgebiete und feine Tierwelt in bet bet Elch, das Wildschaf und bas fast ausgestorbene Wisent unser besonderes Jnteresie erregen.

Dr. Wolfram Wa 1 dschmidt.

Tlus dem Vereinsleben.

* Der M GV.Unio n", E. 23., mit Frauenchor hielt eine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Nach bei Be­grüßung durch den Vereinsführet Karl D e b u s erstattete der Stellvertreter Fritz Erohmann den ausführlichen Jahresbericht, wobei der verstorbenen Mitglieder gedacht wurde. Aus den Berichten des Vorstandes war es zu ersehen, daß der Verein (Männer- und Frauenchor) ersprießliche Arbeit für das deutsche Lied und den heimatlichen Gesang ge­leistet hat. Rach Anhöten der Rechnungsprüfer wurde bet gesamte Vorstand entlastet. Dem Vereinsführet Karl Debus wurde volles Vertrauen ausgesprochen. Von seinen bisherigen Mitarbeitern berief er wieder in den Bereinsführertat: Die iierren Fritz Erohmann (Stellvertreter), Heinrich Neumann Kassierer), Heinrich Schleim und Frau Paula Petry Notenwarte), August Weber und Peter Erohmann (Ehrm- eisitzer). Neu berufen wurden Franz Hoffmann als Schrift­führer, Frau Auerhammer als Stellvertreter, Fritz Becker, Fritz Esklony, Adolf Tückmantel, Wilhelm Schnua, Heinrich Zimmermann, Frau Ludwig und Frau Emmerich als Bei­sitzer Als Vertreter für den Kreis und Gau Ftrtz Erohmann und Albert Stahl. Als Rechnungsprüfer wurten von der Versammlung gewählt Heinrich Ruthmann und Franz Heim. Die einmütig verlaufene Generalversammlung wurde durch je einen Frauen- und Männerchor beschlossen.

* Taunusbund, Ortsgr. Wiesbaden. Ins Winterparadies des Allgäus führte Herr S ch ne i b e:t die Tauniden in seinem Lichtbildervortrag. Mit begeisterten Worten schilderte er die von der Wintersonne überstrahlte Umgebung von Oberstdorf. Die grotesken Formen iet von der Schneelast gebeugten Bäume, die glitzernden Hange des Walsertales, die herrlichen tropfsteinartigen E'Sgebilde. in bei Breitachklamm, die Fahrt in der Schwebebahn in schwin­delnder Höhe zum fast 2000 Meter hohen Nebelhorn, das lebensfrohe Treiben der sportfreudigen Winterftischler und die romantische Talschlucht, in welcher Deutschlands.südlichstes Dorf Einödsbach, hegt, hinter welchem die gigantiichen Felsiacken der Mädelegabel zum Himmel ragen, wurden an Hand prachtvoller künstlerisch hochstehender Selbstaufnahmen des Redners zum eindrucksvollen Erlebnis.

* Kameradschaft chema 1. 116er. ^n bet stark besuchten Jahreshauptversammlung am 10. März erstattete Kameradschaftsführer Hotz Bericht übet das verfloßene Jahr. Nachdem der Kasiierer, Kamerad Kröning, den Kassenbericht verlesen und der Kafienprüfer, Kamerad Zimmermann, die Kassenverwaltung als ordnungsgemäß und mustergültig bezeichnet hatte, wurde dem Kamerad Kröning der Dank für seine Mühewaltung ausgesprochen und ihm Entlastung erteilt. Die Kameraden Zimmermann und Ries wurden wieder zu Kafienprüfern bestimmt. An stelle des Kameraden Mayer wurde Kamerad ©einer m dre Führerschaft berufen. Für das große Treffen bet 116er m Gießen im Mai d. 3. haben sich bereits 50 Kameraden m die Liste eingetragen, Weitere Interessenten wollen ihre Zusage dem Kameradschasisfähret, Kamerad Hotz, Wiesb.-Brebrrch, Wilhelm-Kalle-Sttaße 18. baldigst noch mitteilen.

/-Frühjahr,sehr sthön\ aber für Siele mit Ermüdungserscheinungen verbunden. Friihstchrs- mM>i«eit sagt man. die wenig Freude an der Natur auftnmmen Mfit Wer dazu netzt und die Erscheinungen kennt, nimmtSie nicht tragisch, sondern er tut etwas dagegen. Er schont in dieser Zeit den Körper und führt ihm etwas Heid-Kast zu, das gute Umstinunungsmlttel aus 27 Stifütern und Erdsalzen. Buch Ihr SBrper wird Ihnen für diese Meter. Stützung dankbar sein seine Lebensvorgünge, also Verdauung. Stoff, wechsel, Siistekrei-kaus. Drüsenfunttchncn, Nerven werden so funttionieren, dab keine Frühjahrsmüdigkeit aufkommt. Originalpackung RM. 1.90 reicht ea.«Tage, Doppehmckg. SM.L50in Apotheke«, Drogerien. Siefornchimfern.

v-Meidekraft'

) ( Raueitthal, 13. März. Der im staatlichen Forstbezirk Rauenthal seit Februar 1917 als Holzhauermeister tätige Johann P f a f f I blickt am 15. März auf eine 50jährige Dienstzeit bei der Staatlichen Oberförsterei Chausseehaus zurück. Der Jubilar ist im Lahre 1886 als Kulturarbeiter in den Forstdienst eingetreten und hat sich in treuer Pflicht­erfüllung zu seiner heutigen Stellung emporgearbeitet. Aus der Volksschule werden zu Ostern 4 Knaben und 4 Mäd­chen entlasten.

)( Hallgatten, 14. März. Frau Katharina Söngen Wwe. geb. Egert, die frühere Hebamme der Gemeinde, wird am 15. März in guter Gesundheit 82 Jahre alt.

)( Lftrich, 13. März. Die Eheleute Guido Schumann und Frau Kath. geb. Steinmetz begingen bas Fest der silbernen Hochzeit. Für den kommenden Schiffsverkehr wird die Dampfer-Anlegestelle instandgesetzt. In den Reichsberufs­wettkämpfen erreichte der Lehrling Peter U l g e s (3. Lehr­jahr) in der Fachgruppe für Maurer die höchste Punktzahl.

Rüdesheim i. Rhg., 14. März. Der Schif fahrts- verkehr hat in letzter Zeit wesentlich zugenommen. Durch die dauernden starken Niederschläge ist der Wasserstand be­deutend angewachsen, so daß ein Verbot für die Flußschiffahrt erneut erfolgen mußte. Begründet wird das Verbot, da der Wasteistand am Koblenzer Pegel erneut die 4,10-Meter- Etenze überschritten hat.

ii Aulhaufen i. Rhg., 13. März. In der Sitzung der Ee- meinberätc wurden anstelle des verstorbenen Paul Schröder und des als Gemeinderechner ausgeschiedenen Joses Dietz b,e von dem Beauftragten der NSDAP, berufenen Eeme'.nderäte Fritz Strieth und Jakob Reutershan in ihr Amt eingefuhrt und vereidigt. In den letzten Tagen wurden hier wettere Verkäufe in 1936er Weinen zu Preisen von 450 bis 650 RM. je Halbstuck getätigt. In einem Falle wurden sogar 900 RM. bewilligt.

Rhein und Nahe.

Aufziehen der Wache der Mainzer Kommandantur.

Mainz, 13. März. Zum Jahrestag der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpslicht, am 16. März 1937, wird die Wache bet Kommandantur Mainz-Wiesbaden im ehemaligen Gouvernement, SMllerplatz 1, wieder eingerichtet und zieht um 13 Uhr erstmalig mit Musik und Ehrenkompagnle auf.