Wiesb adener Taalilan
Erscheinungszeit:
Druck und Berlag:
85. Jahrgang
Donnerstag, 11. Februar 1937,
Nr. 35.
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HI."
Dr. Ley erinnerte daran, daß der Latz des Führers, Lugend müsse durch Jugend geführt werden, umstürzend ms in allerletzte Tiefen sei, aber nur durch seine Erfüllung sei
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ist, jüngere Ersatzrichter bestellen. Auf diese Weise hoffte Roosevelt bei dem obersten Gericht, das sich immer wieder als Hemmschuh für seine Reformpläne erwies, und seine Wirtschaftsgesetzgebung zerschlug, den Einfluß der alten Richter zu brechen. Von ihnen erklärte der Präsident selbst einmal, daß sie allzusehr geneigt seien, die umwälzenden Probleme der Neuzeit durch die „Brille einer überwundenen Vergangenheit" zu betrachten. Obwohl nun die Regierung bekanntlich im Parlament über eine so starke Mehrheit verfügt, ist das Abgeordnetenhaus dem Präsidenten auf diesem Wege nicht gefolgt. Es soll lediglich den Richtern die Möglichkeit gegeben werden, mit siebzig Jahren aus dem Amt zu scheiden und zwar unter Weitergewährung ihrer vollen Bezüge. In diesem Fall hängt es also ganz von dem freien Entschluß der alten Richter ab, ob sie jüngeren Kräften, von denen Roosevelt hofft, daß sie für die Probleme der
Die DAF. übernimmt die Berufserziehung der deutschen Jugend. — Ein Abkommen zwischen Baldur von Schirach und Dr. Ley.
Durchführung des HJ.-Gesetzes ab 1. April.
Gleichzeitig Eröffnung von sieben Adolf-Hitler-Schulen.
Berlin, 10. Febr. Wie die Dienststelle des Jugendführers des Deutschen Reiches mitteilt, wird die im Gesetz vom 1. Dezember 1936 über die Hitlerjugend verkündete O b e r st e Reichsbehörde zum 1. April 1937 ihre Tätigkeit ausnehmen. Die Durchführungsbestimmungen dieses Gesetzes sowie die übrigen amtlichen Verordnungen sind bereits ausgearbeitet und werden nach diesem Zeitpunkt in Kraft gesetzt. Zur Zeit sind die Vorbereitungen der Reichsjugendführung zur Erfassung des Jungoolk-Jahr- ganges 1927 in vollem Gange. Die Eingliederung des neuen Jahrganges in die Reihen der nationalsozialistischen
Prag in Verlegenheit.
Uber die Erregung, die Jan Schebas Buch über Sowjetrußland und die Kleine Entente in Polen ausgelöst hat, glaubte man in Prag noch hinweggehen zu können. Die jüngsten Vorgänge in der rumänischen Kammer mußten jedoch die Prager Regierung in erhebliche Verlegenheit bringen. Jan Scheba ist aus Bukarest abgereist und hat Herrn Krosta über die Vorgänge Bericht erstattet. Man scheint sich in , Prag darüber klar geworden zu sein, daß man den unvorsichtigen „Diplomaten" nicht mehr halten kann. Aber auch dann, wenn man ihn in die Wüste schickt, ist die Tatsache nicht mehr aus der Welt zu schaffen, daß der Außenminister selbst das Vorwort zu einem Buch geschrieben hat, dessen Umschlag eine Karte der Kleinen Entente und darüber ein sowjetrussisches Flugzeug zeigt und daß außerdem noch mit dem Masarykpreis der Stadt Prag ausgezeichnet wurde.
Inzwischen liegen die rumänischen Zeitungen vor, und man kann nun feststellen, welche Stellen des Buches es gewesen sind, die in Bukarest zu starker Erregung Anlaß gegeben haben. Der Abgeordnete Atta Eon- stantinescu hat vor allem an zwei Stellen des Buches Anstoß genommen. Er zitierte in der Kammer folgende Abschnitte: „Minister Titulescu trug dafür Sorge, daß die Annäherung zwischen Rumänien und Rußland sich in derselben Zeit vollziehe wie die An- »näherung zwischen Prag und Moskau. Er hatte in dieser Beziehung einen schwereren Standpunkt als Benesch. Die rumänische öffentliche Meinung und besonders ihr entscheidender Teil, das bevorzugte Bürgertum, konnte sich nur schwer mit der neuen Orientierung vertraut machen, da es durch die Perspektive, mit einem Nachbar, der die alten Privilegien aufhob, in Beziehungen zu treten, verängstigt ist. Die Idee, daß durch die Beziehungen mit den Sowjets jene Klasien des rumänischen Volkes, die, vom sozialen Standpunkt betrachtet, schwach sind, die gefährlichen sozialistischen Ideen in sich aufnehmen könnten, ruft eine Unruhe in den Reihen der Führer der Gesellschaftsklasse hervor, die in Luxus und ohne Arbeit lebt."
Weiter führte er noch diese Stelle an: „Nach dem herzlichen Telegrammwechsel, den die Herren Litwinow und Titulescu gelegentlich des Jahrestages der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und Rußland austauschten, begann Titulescu mit Moskau zu verhandeln, um einen gegenseitigen llnterstützungsvertrag nach dem Muster des tschechisch-russischen Vertrages abzuschließen. Diese Verhandlungen sind nicht abgeschlossen worden."
Man kann es angesichts dieser unzweideutigen Feststellungen den nationalen rumänischen Politikern nicht verdenken, wenn sie nachträglich das Gefühl des Reiters haben, der über die Eisdecke des Bodensees geritten ist, und wenn sie, in Übereinstimmung offenbar mit der Krone und mit der Mehrheit des rumänischen Volkes, Sicherheiten in dem Sinne fordern, daß sie nicht durch die Eeheimdiplomatie plötzlich vor vollendete und verhängnisvolle Tatsachen gestellt werden. Diese Sicherheit, die auch für Europa eine Beruhigung darstellt, werden sie aus den Worten Antonescus entnommen haben: „Ich erkläre es für die Gegenwart: wir haben keinen Hilfspakt mit der Sowjetunion, und wir haben noch weniger die Absicht, über einen solchen Pakt zu verhandeln." Wie sich die Tschechoslowakei mit dieser Tatsache und mit den Folgen der Entgleisung Schebas abfindet, ist nun ihre Sache.
des Obersten Gerichtshofes.
as. Berlin, 11. Febr. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Die Verhandlungen des amerikanischen Abgeordnetenhauses lassen klar erkennen, daß Roosevelts Pläne, die auf eine Stärkung der Regie- 1 rungsgewalt hinauslaufen, auf sehr großen Widerstand stoßen. So hat der P r ä s i d e n t in der Frage der Pensionierung der höchsten Richter eine Niederlage erlitten. Bekanntlich hat Roosevelt gefordert, daß der Oberste Bundesgerichtshof «inen „Zu ström neuen Blutes" erhalten müßte. Für diejenigen Richter, die über 70 Jahre alt und bereits über 10 Jahre Mitglieder des Bundesgrichtshofes sind, wollte Roosevelt, da eine Zwangspensionierung der Richter nicht möglich
Roosevelt stöbt auf Widerstand
Die Furcht vor dem „diktatorischen Regime".
eine solche total« Betreuung der deutschen Jugend möglich geworden, die es noch nie gegeben habe, weder im deutschen Volk noch sonstwo in der Welt. „Ich erkläre es offen", rief Dr. Ley unter stürmischem Beifall aus, „für mich gibt es in Deutschland für die deutsche Jugend nur zwei Erziehungsmomente: Das Elternhaus und die HI.!"
Lange Zeit habe man der HI. jeden erzieherischen Wert absprechen wollen, durch die Tat habe jedoch die HI. bewiesen, daß sie den einzigen und alleinigen erzieherischen Wert neben dem Elternhaus d a r st e l l t.
Als dritten Grundsatz schließlich betonte Dr. Ley den Wert des Wettkampfes, des Wetteifers als des besten Erziehungsmoments. „Wir wollen die Menschen in unserem Lande wetteifern lassen, sie dadurch zur höchsten Leistung bringen, wir wollen eine natürliche Auslese treiben."
Besondere Dankesworte widmete Dr. Ley dem Obergebietsführer A x m a n n, der im Reichsberufswettkampf etwas aufgebaut habe, was in der Welt noch nicht da war.
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Stehend hotten die Tausende deutscher Jungen und Mädels das Bekenntnis zum Führer Adolf Hitler, mit dem Dr. Ley seine Ausführungen schloß: „Wir glauben auf dieser Erde allein an Adolf Hitler. Wir glauben, daß der Nationalsozialismus der alleinseligmachende Glaube unseres Volkes ist. Wir glauben, daß es einen Herrgott im Himmel gibt, der uns geschaffen hat, der uns führt und lentt und sichtbmlich segnet, und wir glauben, daß dieser Herrgott uns Adolf Hitler gesandt hat, damit Deutschland für alle Ewigkeit ein Fundament seiner Existenz habe. Adolf Hitler — Siegheil!"
Mit dem Liede „Unsere Fahne flattert uns voran" fand die eindrucksvolle Eröffnungskundgebung zum Reichsberufswettkampf 1937 ihr Ende.
Die große Sportpalast-Kundgebung.
as. Berlin, 11. Febr. (Drahtbericht unserer Berliner ■ Abteilung.) Der vierte Reichsberufswettkampf, an dem 1,8 Millionen deutscher Jungen und Mädels teilnehmen, ist : gestern mit einer Kundgebung im Berliner Sportpalast eröffnet worden. Dieser Berufswettkampf vollzieht ; sich im Zeichen des Vierjahresplanes und es ist selbstverständlich, daß di« deutsche Jugend auch ihrerseits alles tun will, um di« Forderungen, die der Führer mit dem Vierjahresplan aufstellt«, erfüllen zu helfen. Dabei braucht nicht noch besonders betont zu werden, daß dieser Leistungskampf der deutschen Jugend im scharfen Gegensatz zu dem Zwangssystem und den Stachanow-Methoden der Sowjet- wirtfchaft steht. In Deutschland bekundet di« Jugend durch ihre Einsatzbereitschaft auch auf der Arbeitsstätte den Willen zur Ertüchtigung der Ration. Der - Reichsjugendführer hat den Sinn des Kampfes noch einmal mit den Worten zusammengefaßt, daß keine Berufs- ftreber, sondern ganze Kerle erzogen werden sollen. Die gestrige Kundgebung erhielt eine besondere Note durch ' die Bekanntgabe der Vereinbarungen zwischen Reichs- : jugendführer und dem Reichsleiter der DAF. Dr. Ley, durch die die Berufserziehung der Jugend der DAF. übertragen wird. Dieses neue Abkommen, das — es fei an die geplanten Adolf-Hitler-Schulen erinnert — die Zusammenarbeit zwischen DAF. und HI. aufs neue kräftig unterstreicht, zeichnet die Sphären ab, in denen die beiden großen Organisationen dos Vorhaben ihres Berufserzishungsplanes ent- wickeln wollen und werden.
Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach erklärte in der Sportpalastkundgebung u. a.: Ich habe mit dem Reichsleiter der DAF. im Zusammenhang mit dem diesjährigen Reichsberufswettkampf ein Übereinkommen geschlossen, das aus den Erfahrungen, die aus der praktischen I Zusammenarbeit zwischen der DAF. und der HI. in den ver- aangenen Jahren gewonnen wurden, die praktische Kon- següenz zieht. Ich babe als Jugendführer des Deutschen Reiches die Berufserziehung der deutschen i- Jugend der DAF. feierlich übertragen. Ich werbe die Jugend aufrufen, sich ihrer berufserzieherischen Pflichten im "Rahmen der DAF. zu unterziehen, weil die DAF. in Zusammenarbeit mit der Jugendbewegung Adolf Hitlers unter Beweis gestellt hat, daß st« prattiich in der Lage ist, berufserzieherische Arbeit zu leisten. Wenn die DÄF. ihre von der ganzen Welt bewunderte Stiftung vollbringen konnte, so ist es ein« nationalsozialistische Pflicht, daß ich meinerseits di« Jugend aufrufe, allein der DAF. ihre Ve- rufserziehung zu überlasten.
Di« S e l b st e r ziehu ng der jungen Generation ist ein Programmpunkt der Nationalsozialistischen Partei geworden. Innerhalb der Millionenbewegung der HI. wurde der Beweis dafür angetreten, daß der Satz: „Jugend mutz von Jugend gefühtt werden", den der Führer mir'einst mit auf den Weg gab, auf allen Lebensgebi eten der jungen Generation feine Richtigkeit und Gültigkeit besitzt. Mit Methoden der Bürokratie ist kein Berufswettkampi gegründet worden, aber mit den erzieherischen Grundsätzen der HI. ist es möglich geworden, datz stch freiwillig 1,8 Millionen - bester deutscher Jungen und Mädchen daran beteiligen Damit ist für alle Zeit die Richtigkeit unserer Forderungen und unserer Anschauungen bewiesen.
Weiter stellte der Reichsjugendführer als praktische Auswertung der voraufgegangenen drei Berufswettkämpfe fest, daß die HI. bei diesen Wettkämvfen in allen Fällen besser abgeschnitten habe als die nichl- organisiette Jugend. Was früher Parteien versprochen, aber nicht gehalten hätten, datz dem deutschen Aobcilerjungen der Weg an die Spitze des Staates frei sein solle, das habe der Nationalsozialismus wahrgemacht. Unter begeisterten Kundgebungen der Jugend schloß der Reichsjugendführer mit dem Ruf: ,',Mit Gott ßir Deutschland, mit Gott für Adolf Hitler!"
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley
Jugendbewegung erfolgt zum Geburtstag des Führers.
Ferner verlautet, datz zur Errichtung der Adolf-Hitler- Schulen nach neuerlichen Besprechungen zwischen dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Baldur von Schirach ebenfalls zum 1. April 1937 die ersten Klassen von sieben Adolf-Hitler-Schulen eröffnet werden.
stellte an den Beginn seiner groß angelegten Rede grundsätzliche Aussührungen über das Verhältnis von Partei und Staat. Während die Partei di« Probleme, fo neu und schwierig st« auch fein mögen, an packe und löse, ,nüsseder Staat hingegen das wahren, was di« Barter er- oberthat, verankern, befestigen und verwalten.
In den Mittelpuntt seiner Ausführungen stellte Dr Ley drei Grundsätze, di« von der deutschen Jugend mit stürmischem . Beifall aufgenommen wurden. „Die Mensche n führ» ng ist Sach« der Partei", so erklärte Dr. Ley, „und, d'.e Pattei wacht eifersüchtig darüber, oaß kein« andere -enstrtu- tion sich in dieses ihr Recht einmischt, und st« ist ouw nicht gewillt, mtt irgendeiner Institution diese Menschenfuhrung zu teilen.“ ~
Als zweiten Grundsatz verkündete er: „D:e Erzieh ung des deutschen Volkes gehört allein der P a r t e i, die Erziehung der Jugend gehört allein der
eflfneAAÜA«« Werktäglich nachmittags.
■ausguoen Geschäftszeit: 8Uhr morgens bis 7 Uhr abends. autzerSonn-u. Feiertags.
Unterhaltungsbeilage. ®erIinec $aro:
