Seite 2. Nr. 5.
Wiesbadener Tagblatt
Donnerstag, 7. Januar 1937.
einzureden versucht, daß die ganze spanische Krise lediglich einen Trumpfkarte im Spiel des nationalsozialistischen Deutschlands sei. Auch ein Blatt wie der Pariser „Temps", das gerne ernst genommen wird und dessen auswärtige Politik in enger Verbindung mit dem Quai d'Orsay gehalten zu werden pflegt, liest allen Ernstes bei der Besprechung des deutsch-spanischen Zwischenfalles durchblicken, daß schon das Erscheinen und Auftreten deutscher Seestreitkräfte in den spanischen Gewässern, wo sie keine deutschen Lebensinteressen wahrzunehmen und folglich eigentlich nichts zu suchen hätten, eine internationale Provokation darstelle. Die deutschen Einheiten wurden bekanntlich, wie diejenigen anderer Nationen, zu Beginn des spanischen Bürgerkrieges entsandt, umdenSchutzdeutschenEigen- tums in Spanien und das Leben deutscher Staatsangehöriger zu gewährleisten. Wie notwendig dies war und welch gute und menschliche Arbeit hier geleistet werden konnte, ist jedem bekannt, der die spanische Entwicklung verfolgt hat. Auch jetzt noch haben die deutschen Kriegsschiffe, wie diejenigen anderer Nationen, die Aufgabe, den ungestörten Handelsverkehr zu sichern: nicht mehr und nichts weniger. Man erkennt an den gereizten Auslastungen des „Temps", datz man in Frankreich dazu übergehen wollte, die spanische Frage von einer gefährlichen Prestigeseite her zu betrachten.
In den letzten Tagen gewinnt man nun allerdings den Eindruck, als ob sich auf Grund neuer Informationen aus London in Paris ein leichter Stimmungsumschwung anbahnen wollte. 24 Stunden, nachdem der „Temps" sich zu den oben erwähnten gereizten Äußerungen hatte verleiten lasten, greift dasselbe Blatt die Äußerungen der deutschen Presse auf, in denen eine Unterscheidung zwischen den Zwischenfällen zur See und die Unterstützung der kriegführenden Parteien in Spanien gemacht wird. Es wird daraus in ruhiger Weise der Schluß gezogen, daß die Antwort des Reiches auf den neuen französisch-englischen Schritt in der Nichteinmischungsfrage nicht in Abhängigkeit von der Regelung der „Palos"-Angelegenheit gebracht werden solle. Offenbar ist dem „Temps" doch selbst ein bißchen angst und bange geworden bei dem gefährlichen Spiel, das er zu treiben begann.
Der Erfolg der Nichteinmischungspolitik hängt nicht von Deutschland und Italien ab. Gerade eben wieder stellt eine englische Zeitung, der „Evening Standard" fest, daß die sowjetrussische Hilfe der Grund war, weshalb Francos erster Versuch, Madrid zu nehmen, vereitelt wurde. Jetzt aber lägen Anzeichen vor, daß diese Hilfe sich erschöpfe. Falls die roten Machthaber nicht beträchtliche neue Unterstützungen an Waffen und Flugzeugen erhielten, werde die Lager sich wieder günstiger für Franco gestalten.
Diese neuen Unterstützungen zu verhindern, müßte die entscheidende Aufgabe des Nichteinmischungsaus- schustes sein. Es ist völlig sinnlos, die spanische Frage unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, wer mehr und weniger berechtigt ist, dort seine Jnteresten zu vertreten. Die Deutschlands sind genau abgesteckt und entsprechen denen Italiens: Kein Spanien, das unter Moskaus Befehl steht. Diese Parole würde schnell Wirklichkeit werden, wenn der Nichteinmischungsausschuß seine Aufgabe richtig auffaßt und dafür sorgt, daß Spanien wirklich den Spaniern überlassen bleibt. 8.
Wie 6er 6euW Achter „Pluto" von 6en Mn gestellt würbe. Die überraschende Freigabe des Schiffes.
Der Bericht eines Besatzungsmitglieds
WWvNkW Armee Vorgosten 6er Komintern,
Entsetzen und Besorgnis in den bürgerlichen Kreisen
London, 6. 2an
oit, 6. 2an. Der einzige arabisch« Zeuge, der bereit dem britischen Untersuchungsausschuß auszusagen, hat,
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Bremen, 6. Neptun-Dampfers dampfer int Golf veröffentlicht die
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nach Meldungen aus Jerusalem, seine Bereitschaft, sich vernehmen zu lassen, wieder zurückgenommrn. Der Ausschuß hat bekanntlich bisher lediglich nur Juden und Christen gehört. Der Zeuge ist der Araber Hassan Sidky Effendi Dojani, der früher die Boykottbewegung in Jerusalem leitete. Er hat also dem Druck der Stimmung der arabischen Bevölkerung nachgeben muffen.
Widerstand der Palästina-Araber.
Berweigerte Zeugenaussagen vor der britisch-arabischen Kommiffion in Jerusalem.
Die Answer nls Kanonenfutter 6er AoWemWn
Ein zu den Nationaltruppen übergelaufener Franzose erzählt.
zeugenbericht des dritten Ingenieurs des Dampfers, Gerhard Ripper, in dem es u. a. heißt:
Wir befanden uns aus der Reise von Pasajes nach Ferrol und standen ungefähr 20 Seemeilen nordöstlich von Bilbao. Ich war gerade beim Bau einer für unser bescheidenes See- mannswei'hnachtsfest bestimmten Teufelsgeige beschäftigt, als S"'tzlich die Pfeife des von der Brücke in den Maschinenraum renden Sprachrohres ertönte und mir jemand ins Ohr rief: „Könnt Ihr nicht ein wenig schneller drehen? Wir werden von einem bewaffneten Fischdampfer verfolgt!"
Zur Mittelstation hinaufgestürmt und die Maschine mehr aufgelegt war eins. Der Fischdampfer befand sich etwa drei Seemeilen hinter uns und machte alle Anstalten, uns einzuholen. Wir konnten leider trotz guter Gläser nicht ausmachen, welche Flagge dermiteinemEeschütz undzwei Maschinengewehren bewaffnete Dampfer führte.
Als er bemerkte, daß wir ihm fortliesen, setzte er ebenfalls alles daran, uns einzuholen. Dann plötzlich donnerte fein Geschütz los und eine Wafferfontäne stieg ungefähr 40 Meter an Backbord neben uns auf. Das war das Stop- W a r n u n g s z e i ch e n, welches uns bet Dampfer vorsetzte und vor dem wir ja nun nicht mehr ausrücken konnten.
Ein typisches Verbrechergesicht, welches bestimmt mehr Zuchthausjahre als Dampserfahrzeit aufweisen kann, rief in gebrochenem Englisch einige Fragen herüber: „Haben Sie nicht unsere Flaggen gesehen? Haben Sie Benzin an Bord? Woher kommen Sie, wohin fahren Sie?" Wir konnten seine Fragen ruhig beantworten, da wir ja vollkommen neutrale Ladung hatten.
Schon gleich nach Erkennen der Flagge versuchte unser Funker mit großer Energie unserer kleinen Station einen deutschen Kreuzer zu bekommen. Es war
Wie die Hunde behandelt.
Pari«, 6. Jan. Ein Berichterstatter des „Pariser Journal" in Spanien hatte Gelegenheit, mit einem Franzosen zu sprechen, der einige Wochen bei den Roten an der Front von Huesca gekämpft hat und dann zu den National- truppen übergelaufen ist. Dieser ehemalige Angehörige der „Internationalen Brigade" gab eine anschauliche Schilderung, in welch geradezu unglaublicher Weise die ausländischen Söldner von den spanischen Bolschewisten behandelt und ausgenützt werden.
2m einzelnen berichtete der Franzose, er sei mit 200 anderen Ausländern bereits 24 Stunden nach seiner Ankunft in Barcelona an die Front geschickt worden. Dort seien die Ausländer 21 Tage hintereinander Im Schützengraben ge- lasten worden. Es gäbe keine Möglichkeit zu schlafen und von Essen könne keine Rede sein. Wied i «Hunde würden
Jan über die Ausbringung des „Pluto" durch rote spanische Fisch- von Biscaya am 20. Dezember 1936 „Bremer Zeitung" einen Augen-
aber vollkommen unmöglich, da der Fischdampfer seinerseits bazwischenfunkte. IHir mußten unsere Telegramme blindlings in den Äther senden mit der Hoffnung, daß irgendein beutsches Schiff unsere kümmerliche Stimme hörte.
Als der zweite rote Hilfskreuzer längsseits kam, wechselten beide Piratenschisfe einige Signale und vom ersten lief eine anscheinend den Kommandanten vorstellende, mit einem blauweißkarierten Sweater bekleidete Verbrechertype, in Englisch folgenden Befehl herüber: „Folgen Sie mir mit voller Fahrt nach Bilbao und stoppen sie sofort ihren Funkverkehr." Wir mußten nun hübsch artig folgen, allerdings nicht mit „voller Fahrt", wie der Rote es wünschte, sondern nur mit halber Kraft, da wir doch noch bis zum Einbruch der Dunkelheit auf irgendeine Rettung hofften. Etwa fünf Seemeilen von der Hafeneinfahrt von Portugalete, dem Vorhäfen von Bilbao, um 17.40 Uhr forderte der uns folgende Dampfer durch Morselichtzeichen auf, sofort zu stoppen und rief dann hinüber, daß wir beidrehen und zum Hafen von La Coruna dampfen sollten.
Bei uns an Bord war man vollkommen sprachlos und glaubte zunächst, falsch verstanden zu haben. Wir bekamen aber dann zum zweiten Male die gleiche Order. Welche Freudenstimmung dieser Befehl nun bei uns vom Kapitän bis zum Schiffsjungen auslöste, ist kaum zu beschreiben. Unser guter alter Dampfer „Pluto" lief bann lange nicht mehr so gut und schnell wie am Abend des 20. Dezember 1936, als es hieß: „Der roten Mordbubenhand entkommen und in die Freiheit zurück!" Uns war noch bekannt geworden, daß in allernächster Zeit ein Angriff der Nationalisten auf Bilbao ein» fetzen sollte und man wäre wohl kaum mit uns glimpflich um» gesprungen. Die Ursache unserer Freilassung ist uns bis heute noch nicht bekannt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird wohl ein deutsches Kriegsschiff int Anmarsch gewesen sein und hat so die unverschämte Hoheitsverletzung der Roten im allerletzten Augenblick zunichte gemacht.
So wurde unser Weihnachtsfest doch noch wahr. Wenn es auch äußerlich wohl nur sehr bescheiden vor sich ging, so hatte doch jeder an Bord das Gefühl im Herzen, noch nie ein derartig glückliches Weihnachtsfest erlebt zu haben."
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Deranlworfii» für Politik, Xnttnrpottlif an» Kumt: jritz sünther für »en pelltifdien Nochrickiendienö: Karl Heinz A»»n für unpolitische Beiträge und Vermischtes: Sr. Heinrich 3 e i dj e r l; für Siodtnachrichten, wirtschaft» handel unb Gewerbe : Willi P e mp e!; füi Umgebung, Prooinznacbrichten und den Sportteil: Sein, Lenhardt: für den S'lderdienst: die bett. Ressortleiter; für den Anzeigenteil: Gtto Kaiser, sämrlick m Wiesbaden.
Preisliste Nr. 5. — Durchschnitts-Auflag» Dez. 1936: 21702. Sonntags allein: 25465.
Druck und Verlag des Wiesbadener Tagblattsr f. Schellenberg'scheyofbuchdruckens, Wiesbaden,Langgasse ri, Gesamtleimng:
Dr. phil. Gustav Schellend,rg und verlagsdirektor Heinrich
Der „Völkische Beobachter" schreibt zu dem Bericht des „Magyarsag": Auf die täglichen Meldungen von der fort- fchreitenben Volschewisierung 6er Tschechoslowakei weiß das amtliche Prag lediglich mit Verdächtigungen zu antworten, indem es alle Tatsachen-Meldungen über die ungehinderten bolschewistischen Umtriebe der Komintern und die, militärische Susammenarbeit mit den Sowjets, die selbst schon zur reisgabe militärischer Geheimnisse des tschechischen Eeneralftabs geführt hat, kurzerhand als „Propaqandameldungen mit durchsichtiger Tendenz" bezeichnete. Nun entrollt ein ungarisches Blatt ein Bild von den Zuständen der Tschechoslowakei, wie es von uns und der gesamten deutschen Preffe in voller Übereinstimmung gezeichnet. worden ist. Vielleicht hat man in Prag bas Gefühl für die Gefahr des Bolschewismus verloren. Umso notwendiger erweist es sich, wie der veröffentlichte alarmierende Bericht zeigt, die Vorgänge an der Moldau genau zu verfolgen.
Englischerseits behauptet man, daß er zahlreiche Drohbriefe erhalten habe, was angesichts der Stimmung der arabischen Bevölkerung durchaus zutreffen kann.
Das arabische Obeikomitee ist in Jerusalem zusammengetreten, um die Frage der Zeugenaussage vor der britischen Kommission noch einmal zu überprüfen. Es wird eine stürmische Aussprache erwartet. Vorläufig gilt es noch als durchaus unwahrscheinlich, daß das arabische Komitee den britischen Wünschen, eine Reihe arabischer Zeugen zu vernehmen, nachgeben wird.
Gendarmerie auf die politische Zuverlässigkeit im Sinne Moskaus geprüft und kontrolliert.
Die tschechoslowakische Industrie gerate gleichfalls immer stärker unter den Einfluß Moskaus. In den Hauptindustriezweigen würbe jetzt das entscheidende Gewicht nicht auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Zugehörigkeit der Arbeiterschaft zu der Kommunistischen Partei gelegt.
Besonders auffallend sei die äußerst lebhaft betriebene Propaganda in den Minderheiten-Gebieten, in denen Agenten in deutscher, ungarischer und slowakischer Sprache kommunistische Vorträge halten. In den Minderheiten-Gebieten erschienen plötzlich Zeitungen in der jeweiligen Minderheiten-Sprache, dte in getarnter Form kommu- niitische Propaganda betreiben.
Ferner seien allein zu Weihnachten in den deutschsprachigen Gebieten der Tschechoslowakei und Rumänien über 500 000 kommunistische Flugzettel verteilt worden.
Artillerie, dir Flugwaffe und die t leien bereit» aus Grund der sowjetru' umgebildet worben.
Die gesamte innere Berwaltung de, Landes würde jetzt planmäßig auf eine rein politische Grundlage umgestellt. Die Ausbildung der Polizei und Gendarmerie erfolge auf Grund der Lehrbücher des Moskauer Politbüros, in denen das Hauptgewicht auf den inneren Spionagedienst gelegt werde. 3n Zukunft würde das Beamtenütm und Militär von der kommunistisch ausgebildeten und durchsetzten Polini und
die Ausländer von den Rot-Milizen behandelt. Essem Schlafen und Waschen gäbe es nur für die spanischen Bolschewisten, aber nicht für di« anderen. Diese würden ausschließlich als Sturmtrupp« und stets an den gefährlichsten Punkten verwendet.
Aus dem Bericht des Mannes geht weiter hervor, daß die Ausländer der „Internationalen Brigade" von den eigenen Bundesgenossen dauernd mit dem Tode bedroht werden und daß sie damit rechnen müffen, erschaffen zu werden, wenn sie ihre primitivsten Rechte geltend machen oder wenn etwas schief geht. Er erzählt, am vergangenen Samstag sei von den Roten ein Angriff vorbereitet worden. Dabei habe man den Leuten der „Internationalen Brigade" erklärt, daß man nur auf sie rechne. Als sie aber zu essen verlangten, wurde ihnen geantwortet, wenn sie Huesca einnähmen, könnten sie alles plündern. Damit wollten sich die Ausländer nicht zufrieden geben und protestierten gegen die Behandlung. Daraufhin erschien ein Offizier der roten Milizen und erklärte, jeder, der sich weiger« zu marschieren, werde sofort standrechtlich erschaffen.
Als dann der Befehl zum Angriff ausgeführt wurde, machten die Nationaltruppen einen Gegenstoß. Sofort gingen die Mitglieder der Rot-Milizen in voller Flucht zurück und überließen den angeworbenen Ausländern die Verteidigung der Stellung. Erst als der Kampf zu Ende war, kamen sie zurück. In ihrer Wut über den mißglückten Angriffsplan erschaffen sie dann noch feige acht Angehörige der „Internationalen Brigade".
Am Schluß seiner Meldung erklärt der Berichterstatter des „Journals", der übergelaufene Franzos« habe ihm gegenüber den Wunsch geäußert, nach Paris zurückzukehren, um sein« verblendeten Landsleute über di« wahren Zustände bei den Roten in Spanien aufzuklären und ihnen beizubringen, daß sie dort nicht di« Republik verteidigten, sondern lediglich die Interessen der Bolschewisten und die Sach« Sowjetruß- lands.
Ein aufschlußreicher Bericht der Budapester „Magyarsag".
Berlin, 7. Jan. (Funkmeldung.) Der „Völkische.Beobachter" meldet aus Budapest: Der außerordentliche, ständig wachsende Einfluß, den Sowjetrußland heute in der Tschechoslowakei gewonnen hat, und die planmäßige Durchdringung des gesamten öffentlichen Lebender Tschechoslowakei mit der kommunistischen Propaganda wird heute in einem höchst aufschlußreichen Prager Bericht des „Magyarsag" auf Grund reichen Tatsachenmaterials geschildert. Der Bericht stellt zunächst fest, daß heute in führenden bürgerlichen Kreisen der Tschechoslowakei geradezu Entsetzen und Besorgnis über den unglaublichen Einfluß und Druck herrsche, den Sowjetrußland gerade in den letzten 6 Monaten auf allen Zweigen des staatlichen Lebens der Tschechoslowakei ausübe.
Die militärischen Vertrauensmänner und Sachverständigen Moskaus kontrollierten heute tatsächlich die gesamte tschechoslowakische Armee. Wenigstens 2000 militärische Sachverständige der Moskauer Regierung seien heute in der Tschechoslowakei tätig. Neben der offiziellen Kanzlei des tschechoslowakischen Staatspräsidenten arbeite ein militärisches und polizeiliches Büro der Komintern. Mit großer Besorgnis und Angst würde von den älteren Mitgliedern des tschechischen Generalstabes feftgestellt, datz die gesamte tschechoslowakische Armee heute mit großer Planmäßigkeit und geschickt von den militärischen Sachberatern in der Richtung umgebildet würde, daß das tschechoslowakische Heer in Zukunft weniger dem Schutze des tschechoslowakischen Staates dienen werde, sondern vielmehr einen Vorposten der Komintern in Europa bilde.
Die Offiziere des tschechoslowakischen Eeneralstabes seien vor kurzem verpflichtet worden, sich im Laufe von drei Monaten eingehende Kenntnis der Organisation und der Methoden der sowjetruffischen Armee anzueignen.
Die »o« den sowjetruffischen militärischen Ratgebern ge- ferberte volle llmorganisation der tschechoslowakiichen Armee werbe schon nach 8 Monaten abgeschlossen fein. Die
Die Kriegsmaterial-Ausfuhr aus USA.
Washington, 7. Jan. (Funkmeldung.) Der gewaltige Umfang der Kriegsmaterialausfuhr aus den Vereinigten Staaten von Amerika geht aus einem Bericht hervor, den die Bundesbehörde für Munitionskontrolle dem Kongreß zu- gehen ließ. Danach betrug der Wert des in der Zeit vom 8. November 1935 bis zum 30. November 1936 aus den Vereinigten Staaten ausgeführten Kriegsmaterials 26 569 000 Dollar. Insgesamt wurden in dieser Zeit 4205 Ausfuhrgenehmigungen an 149 Einzelpersonen und Firmen erteilt
