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8. Sch-Ilenbrrgfchr $>ofbud)6raderei, Jtogblaa.SaM*.

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Unterhaltungsbeilage.

mit einer täglichen

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Drahtanschrift: Xagblatt Wiesbaden.

Postscheckkonto: (yrantfurt a. M. Dir. 74U5.

Nr. 296.

Mittwoch, 28. Oktober 1936.

84. Jahrgang.

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Die Leitidee des Rundfunks

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damit der Volksgemeinschaft nie verschließen.

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Schwierigkeiten für den Nichteinmischungsausschuß

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Moskau läßt sich mit der

Antwort Zeit. Zweite und Dritte Internationale drohen Paris und London.

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Funke des Verstehens wird hinüber und herüber springen, der Städter wird Anteil nehmen an den Notwendigkeiten Bauern, über die der Funk unterrichtet, und umgekehrt Bewegung, das Zentrum unseres völkischen Lebens,

Fernsprech er-Sammei-Nr. 59631. Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf.

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spricht zum Volk, und die Jugend kommt zu Wort und unsere Brüder im Ausland nehmen teil an dem deutschen Erleben. Der Rundfunk wird so zu der in Worten und Tönen gefaßten deutschen Seele^ die in einer bisher ungekannten Weite und Tiefe den Einzelnen erfaßen und in die lebendige deutsche Ge­meinschaft hineinstellen wird.

Das Winterprogramm des Rundfunks bringt eine Neuerung, die gerade, vom Gedanken der Gemeinschaft aus betrachtet, eine besondere Würdigung verdient. Es sind die Werkpausensendungen. Sie sollen zusammen mit der Verschönerung der Arbeitsplätze und der Schaffung freund­licher Ruheräume die Eintönigkeit der Arbeit auf. Hellen. Freude soll das oft schwere Werken auflockern, damit die Gedanken nicht verhärten und für große Ideen zugänglich bleiben, und damit die Herzen sich öffnen für alles Schöne. Diese offenen Herzen werden sich dem Du und seiner Not und

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Geschäftszeit. 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends außer Sonn» und Feiertags.

Anzeigenpreise: Ern äJhUnneter Höhe der 22 Mttlnneter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund« preis 7 iRpf., bet 85 SJiiuinieter breiten Spalte tm Xeittetl 60 Rps«. sonst laut Preisliste 9lr. 5. Nuchlaßstaftel B. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Platzen wird lerne Gewähr übernommen. Schluß bet Anzeigen«Annahme 9'/, Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor bem Erschemungstage aufgegeben werben.

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Volksgemeinschaft als Aufgabe

Das deutsche Volk ist eine Gemeinschaft geworden. Daran ändern die wenigen Einzelnen, die sich ihr zu entziehen wußten, nichts. Sie fristen ihr Dasein als armselige Meckerer int Schatten der großen Gemeinschaft. Sie müßten, wenn sie nicht zu verkalkt dazu wären, erkennen, daß sich niemand vom Saft­trieb des Volkes lösen kann, ohne ein morscher Ast abzu­dorren. Es wäre jedoch falsch, wenn man glauben wollte, der junge Baum der Volksgemeinschaft sei schon stark genug, um ihn sich selbst überlassen zu können. Noch wirken unterirdisch die Kräfte des Liberalismus, der Vereinzelung, des persön­lichen Egoismus, die jahrzehntelang dem deutschen Volk einge- slößt wurden. Noch sind nicht alle Risse, die der Standes­dünkel brach, zugeschüttet. Volksgemeinschaft ist nicht nur ein beglückendes Erlebnis, sie ist auch Aufgabe, eine Aufgabe, über der die Bewegung mit scharfen Augen wacht, eine Aufgabe aber auch für jeden Einzelnen, der guten Willens ist. Der nationalsozialistische Rundfunk, der sich stets als Sprachrohr des Volkes empfunden hat, hat die Aufgabe, zur Gemeinschaft zu erziehen, in den Mittelpunkt seines Winter­programms gestellt. Er geht in die Arbeitsstätten und trägt die Kunst zu den Männern mit schwieligen Fäusten. Er be­richtet aus ihrer Arbeit für die, die in anderen Pflichten stehen

Feierabend-Gestaltung.

I».A"""bendstundenm Winterhalbjahr wird der deutsche Wudzunk mit seinen Arbeitskameraden abhalten und neben $ stphlichen Werk- und Tanzpause große Meister der 2? u li t interpretiert vom ersten deutschen Dirigenten M,. Misten, mitten zwischen Maschinen und Drehbänken zum Msichen Erlebnis machen. Generalmusikdirektor Kraus, "th, Böhm, Pfitzner, Weißbach und Solisten ^Marcel Wittrisch, Erna Sack, Kelge Roswae na e stehen im Dienst dieser wunderbaren wahrhaft sozialen

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Heute tagt

der Nichteinmischungsausschuh.

as. Berlin, 28. Okt. (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung.) Nach einer Meldung derTimes" hat die portugiesische Regierung die Franco-Regierung bereitsanerkannt. An sich kann dieser Schritt Portugals, das seine diplomatischen Beziehungen zum roten Spanien vor einigen Tagen abbrach, kaum über­raschen. _ Man hat allerdings im allgemeinen angenom­men, daß auch Portugal mit der Anerkennung bis nach der wohl in aller Kürze zu erwartenden Eroberung Madrids durch die Fronco-Truppen abwarten würde. Ob andere europäische Staaten jetzt dem Beispiel Por­tugals folgen, bleibt abzuwarten. Im allgemeinen be­stand bisher die Tendenz, den Fall Madrids abzu­warten, da die Eroberung der H a u p t st a d t General Franco gewissermaßen zum rechts- mäßigen Herrn Spaniens macht. Zunächst bringt der Schritt Portugals eine Verschärfung der Situation im Nichteinmischungs­au s s ch u tz. Man erinnert sich, wie sehr sich seinerzeit England, um die Teilnahme Portugals an den Verhand­lungen des Nichteinmischungsausschusies bemühte, weil ein Arbeiten dieses Ausschußes ohne Portugal als un­möglich erscheint. Man kann sich aber nach dem jetzigen Schritt Lisiabons schwer ein weiteres Verbleiben in diesem Ausschutz vorstellen.

Andererseits ist nicht zu verkennen, datz der Ausschutz ohnehin nur nochin der Theorie existiert. Moskau hat ihm längst mit seiner- Unterstützung des roten Spaniens den Todqrstäß verätzt, häufen sich doch

die Meldungen über die Lieferung sowjetrusstschen Kriegsmaterials an das rote Spanien. Trotzdem hat Moskau bisher den Schein aufrecht zu erhalten ver­sucht, als ob es im Ausschutz mitzuarbeiten gedenke. Demgegenüber hatten die Italiener bereits in der letzten Sitzung des Nichteinmischungsausschusses auf die Zwiespältigkeit der Sowjetpolitik verwiesen und unter Bezugnahme auf die letzte sowjetrusiische Note betont, es sei unmöglich, datz ein Land an einer Konferenz teil­nähme, an deren Bestimmungen es sich nicht mehr ge­bunden halte. Eine sowjetrusiische Antwort auf diesen Versuch einer klaren Stellung lag bis gestern abend in London noch nicht vor, sodatz die für gestern nachmittag angesetzte Sitzung des Unterausschußes des Nichteinmischungsausschußes verschoben werden mutzte. Die für heute in Aussicht genommene Voll­sitzung soll aber unter allen Umständen stattfinden, gleich, ob die sowjetrusiische Antwort vorliegt oder nicht. Man steht sich in dreser Sitzung also einer neuen Lage gegenüber, die, wie nochmals betont werden mutz, eine Folge der Sowjetpolitik ist.

Für die weiteren Kämpfe um die Nichteinmischung versucht sich Moskau auch die Zweite Internationale dienstbar zu machen. Wie derVölkische Beobachter" berichtet, hat nämlich in Paris eine gemeinsame Tagung der Zweiten und Dritten Inter­nationale hinter verschlosienen Türen stattgefunden. Die hier angenommene Entschließung stellt die beiden Arbeiterinternationalen in den Dienst der bolschewisti­schen Weltrevolution und fordert zur Auflehnung gegen die Nichteinmischungspolitik ihrer Regierungen auf. Auf die Kabinette in Paris und London soll der stärkste Druck ausgeübt werden. Wir haben also in den beiden

Einheitliche Regelung der Werkpausen.

München, 27. Okt. Reichssendeleiter Hadamovsky ver- s kündete im Auftrag von Reichsminister Dr. Goebbels im Koronen Senderaum des Reichssenders München vor den 3nten= [ tonten und Mitarbeitern des Rundfunks und Vertretern von Battei und Behörden das Winterprogramm des M«utschen Rundfunks.

1 Der Reichssendeleiter bezeichnete als die Leitidee der ^kommenden ArbeitFreude zu schaffen und die ^Eemeinschast zu festigen. Deshalb heißt das neue Programm:Freude und Gemeinschaft".

Dr. Ley gibt seine Zustimmung.

i Das Programm bekommt seine besondere Bedeutung da- ß durch, daß es nicht in der Idee des einzelnen geboren und f verankert wird, sondern daß es einen fruchtbaren Wider- BaII bei allen schaffenden Menschen Deutschlands Fn»n vornherein finden wird. Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. -Ley hat als Führer der Deutschen Arbeitsfront für dieses vom Mundfunk gestaltete Programm seine Zustimmung und volle t Unterstützung gegeben. Die Deutsche Arbeitsfront und die r Organisation der NS.-EemeinschaftKraft durch Freude" wer- l Den alles unternehmen, um die Aufnahme des vom Rundfunk | neu gestalteten Programms in der Hörerschaft zu sichern. Der | Rundfunk sichert seine Sendezeiten und seine Pro­fgramme nach den Bedürfniffen der schaffenden Deut- f sch en. Die Deutsche Arbeitsfront steht ihm mit Rat und Tat E zur Seite und sorgt durch großzügigste Maßnahmen in den Be- i trieben, durch einheitliche Regelung der Werk­pausen, durch eine intensive Propaganda unter der deutschen k. Arbeiterschaft und durch ihre Feierabendgestaltung für die Wnlbar größte Aufnahmebereitschaft unseres Volkes."

Ein Kalender der großen nationalen Feiern.

K Über den Inhalt des Programms kündigte

Reichssendeleiter Hadamovsky an:

- Zum ersten Male Übergabe eines geschlossenen Vor- l Programms mit allen wesentlichen Sendungen des Winter- - Halbjahres an die deutsche Öffentlichkeit und an die Rundfunk- s Hörer im Ausland. Das Programm enthält die politischen i Übertragungen der Reichssendeleitung, die großen Sendefolgen | und Sendungen der Reichssender und des Programms des ; deutschen Kurzwellensenders. In dem AbschnittDie Partei (hat das Wort" findet man die großen politischen Über- | »agungen des Winterhalbjahres, sodaß zum ersten Male den f 2n- und Ausländsdeutschen ein Kalender der großen knationalen Feiern, soweit sie über den Rundfunk gehen, t vorliegt.

Sendungen für die Werkpausen.

K Unter dem MottoFreude im Betrieb und zu Mvau se" erfolgen die Sendungen für die Werkpausen der deut- - toer, Arbeiter. Millionen Schaffende, die Tag für Tag schwere UArbeit für Volk und Führer leisten, sollen in den Werkpausen Wrholung, Entspannung, Freude und dadurch Kraft finden. ^Deshalb beginnen die Werkpausensendungen im Reichsbahn- UMbbesserungswerk München-Freimann in einer Feierstunde, unter der Parole steht:Musik und Tanz im Betrieb".

k Die Werkpausen-Konzerte finden statt: Von 6 | «5 3 Uhr morgens, von 8.30 bis 9.30 Uhr morgens, von 12 g " 13 Uhr mittags.

E. Durch entbrechende Verlegung der Vetriebspausen B diese Zeiten soll der deutsche Vetriebsführer helfen, die WMioleFreude im Betrieb durch Rundfunk!" zu verwirk- Wchen.

Zn den Domen der Arbeit.

Wz Als der Führer und Reichskanzler nach der wunderbaren, Mitreißenden Schlußkundgebung des Märzwahlkampfes am ^Nnstag, 28. März 1936, spät in der Nacht von Köln aus das Ruhrgebiet nach Berlin zurückkehrte, stand er lange ?weigend im dunklen Abteil am Fenster und blickte in die *uhrlandschaft der brennenden Hochöfen und hell- «teuchreten gigantischen Fabrikbauten hinaus. In dieser Lunde, seiner Arbeiter gedenkend, nannte der Führer diese «erkftStten deutschen Fleißes und deutscher Genialität mit *nt unvergeßlichen WortDome der Arbeit".

Bauerntum und Landschaft.

Alle deutschen Sender bringen Berichte und Sendungen, die über die Aufgaben unseres Bauerntums be­ständig ausklären und neben den Wetternachrichten, den Saat- unb Ernteratschlägen, den Marktberichten usw. zum stetigen Handwerkszeug unserer Rundfunkhörer auf dem Lande ge- wzrden sind, Insbesondere die Reichssender Breslau und Königsberg und der Deutschlandsender bringen darüber hin­aus ein breites Programm von Bauern- und Landschaftssen- dungen, welche die neue Haltung des Bauern zum Volk und der Volksgemeinschaft zum Bauerntum in das Bewußtsein aller Rundfunkhörer hämmern.

Für die Jugend.

Die Hitler-Jugend und der National­sozialistische Lehrerbund arbeiten aufs engste zu­sammen, um bewegungs- und schulmäßig die Aufgaben des Rundfunks in der Jugend zu lösen. DieStunde der jungen Nation" am Mittwoch und dieMorgen­feiern" am Sonntag sind die großen Höhepunkte dieses Programms.

Ausbau des Musikprogramms.

Der Reichssendeleiter entwickelte in seinen weiteren Aus­führungen im einzelnen das Musikprogramm des Rundfunks. Seit der Machtübernahme sei das Mustkpro- gramm des Rundfunks beständig erweitert worden, von 25 000 Sendestunden im Jahre 1932 auf über 40 000 Sende- stunden im Jahre 1935. Die Reichssender werdend i e schönsten Opern aus zwei Jahrhunderten" bringen. Ebenso liege ein reichhaltiges Operetten- und Sing- spielprogramm vor. Die Unterhaltung-, Tanz-und Volksmusik werde zunächst von festen, bekannten und beliebten Sender reihen getragen. Ebenso werden Vorspiele, Hörfolgen und die großen dramatischen Werke der Weltliteratur in Zukunft stärker als bisher den Vor­trag, die bloße Vorlesung ersetzen.

Werk-Reportagen.

Der Deutschlandsender werde mit Zeitfunk die Reichs­autobahn, die Flugplätze der Lufthansa, die deutschen Kohlen­reviere und die Welt der Hochöfen, die Porzellanmanufak- turen und Bernsteinwäschereien, die Tuch- und Leinenweber,

(Fortsetzung auf Seit« 2.)

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Das umfassende Sende-Programm für den Winter 1936/37.

ß Seätigsprdfe: Für eine Bezügen von 2 Wochen 94 Rvl., für einen lüionat RM. 2.-. ein. " -chveb ich Troglohn. Durch die Post bezogen !RJ)L 2.3b. zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld, Einzel.

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