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84. Jahrgang
Mittwoch, 21. Oktober 1936
r. 289.
Dem Wohle Europas gewidmet.
Die MW des
Ektieilli Mdz-KWll wild MmiAIl von Polen
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Foch bekleidet. Vielfach wird vermutet, baß der 11. November auch der Tag der Verkündung des ideellen Programms »ein wird, das der Kommandant des Legionarverbandes, Oberst Koc int Auftrage des Gencralinfpekteurs ausgearbettet bat und das die Grundlage für die Neuordnung der inneren politischen Verhältnisse sein soll. *
General Ryd.z-Smigly ist der mächtigste Mann Polens, trotzdem er, ebenso wie Piljudski, das Amt des polnischen Staatspräsidenten nicht übernommen hat. Seme Vesugnisic sind weitreichender als die des Präsidenten und seine Autorrtat ist unbeschränkt. Er ist nicht nur Oberster Kriegsherr, sondern auch Politiker und Träger der autoritären Staatsprinzips tn Polen. Mit der Verleihung der Marschallwürde, wird seine Stellung auch äußerlich an die seines große» Vorgängers Viliudlki anaealichen.
» g»dlenberg'id)c Sofbnd)6rutteret, „Zagblatt •Sau«*. W^chäftszett; 8 Udi morgens bis 7 Uhr abends, anker Sonn, und Feiertags.
Werktäglich nachmittags, Samstags vor- u. nachmittags Fernlvrecher^Sarnrnel-Nr. 6963L
Ministerpräsident Generaloberst Göring, der vom Führer mit der Durchführung des Vierjahresplanes beauftragt wurde.
(Heinrich Hoffmann, K.)
Plane und dem Willen Adolf Hitlers erfolgte, war eine Tat. Der erste Vierjahresplan, der in der großen Rede des Führers im März 1933 angekündigt wurde, war ebenfalls eine Tat; denn er blieb nicht nur ein Pro- gramm und eine leere Versprechung, sondern er wurde mit zäher Energie und mit leidenschaftlichem Willen als ein Stück neuen deutschen Lebens in die Wirklichkeit umgesetzt. Noch ehe die vier Jahre, die für diese Durchführung zur Verfügung stehen sollten, vergangen waren, konnte das Gelingen dieses ersten großen
an Hermann Göring.
Das Zeichen, in dem vor nunmehr fast vier Jahren die Machtergreifung des Nationalsozialismus im Deutschen Reiche stand, war der einst von einem Deutschen geprägte Satz: „Am Anfang war nicht das Wort", sondern „am AnfangwardieTat!" Der grundlegende Neubau des Deutschen Reiches, der nach dem
S.P
B Die Gemeinsamkeit W der Interessen.
I" as. Berlin, 21. Okt. (Drahtbericht unserer Berliner Wellung.) Der Besuch des italienischen Außenministers, Graf C i a n o, in Berlin beschäftigt die «lernte Auslandspresse sehr stark. Nach der Veaus- Mgung des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring M der Durchführung des neuen Vierjahres-Pro- ßiamms, ein Vorgang, der ebenfalls im Ausland Wrkste Beachtung fand, bildet dieser Besuch für die Wslandsblätter Gelegenheit, sich erneut mit Deutfch- dmd und natürlich auch mit dem deutsch-italienischen Wrhältnis zu befassen. Da es an zuverläsiigen und amtlichen Angaben über die Gesprächsthemen fehlt, so MVermutungen Tür und Tor geöffnet. In Lo n d o n ist man der Ansicht, daß das ganze Feld der Drohen Politik erfaßt werden wird, und nennt als Schemen vor allem: Belgien, den Völkerbund, den Wauraum und den Westpakt. Gerade in bezug aus Urses letztere Thema, scheint man besonders nach der Achten italienischen Note von einer weitgehenden Abereistimmung der deutschen und italienischen Ansichten überzeugt zu sein. Jedenfalls ist die seitherige, in der Londoner Presse tendenziös vertretene Darstellung von der „locarno- Zrrundlichen Haltung" Roms im Gegensatz zu der ^locarnoseindlichen" Haltung Berlins verstummt. Im übrigen fehlt es in der englischen Presie nicht an Vermutungen über die angeblich geplanten deutschitalienischen Vereinbarungen.
~ 3n Paris verfolgt man die deutsch-italienischen Wrspräche mit ausgesprochenem Unbehagen. Ein Teil der Blätter sucht sich selbst und seine Leesr mit ^er Versicherung zu beruhigen, daß seste Vereinbarungen nicht zu erwarten seien. Andere Pariser Zeitungen wieder wissen heute schon von weitgehenden Bindungen Deutschlands an Italien zu berichten und bringen den Besuch des Grasen Eiano in Berlin in Zusammenhang wit dem Besuch des Generals der Flieger Milch in Aalien. Ganz allgemein hebt man hervor, daß die deutsch-italienischen Gespräche zu einem Zeitpunkt er- iolgen, in dem die eurdpäische Lage voller Spannungen und Ungewißheit sei.
Es fehlt also gewiß nicht an Vermutungen über die deutsch-italienischen Gespräche, und es ließen sich mühe- Jss mit der Wiedergabe ausländischer Pressestimmen mehrere Seiten füllen. So erklärt denn auch das offizielle ungarische Blatt „Budapesti Hirlap", Deutschland bilde gegenwärtig den
«mriaemireile- Ein Millimeter ssöbe Der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Brand. pX9Ä 0«8öM—er Netten Spalte im Wertteil 60 '^wnft laut Preisliste Nr Nachlakstaftel B. — Für die Aufnahme oon Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird leine Bewähr übernommen. — Schlug bei Anzeigen - Annahme 9 h Ul)t oormittags. Brökere Anzeigen müssen wütestens einen Tag oor Dem Enchemungstage aufgegeben werden.
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Nminilte in Wi
erschienen, außerdem der italienische Generalkonsul Vion- d e l I i und zahlreiche Mitglieder des F a s c i o, der Ba- lilla und der italienischen Kolonie. Eine Ehrenkompanie der Leibstandarte Adolf Hitler erwies den italienischen Gästen unter den Klängen der italienischen Nationalhymne die Ehrenbezeigung.
Brennpunkt für das Schicksal Europas und spiele in allen außenpolitischen Kombinationen eine wichtige Rolle. Das Dritte Reich habe die Stellung einer wirklichen Großmacht erlangt, die nach dem Verständigungsabkommen mit Österreich auch in Mitteleuropa immer deutlicher werde. Niemals sei die deutschitalienische Freundschast so stark gewesen wie heute, und es sei jetzt auch England der Überzeugung, daß die sich aus den Friedensverträgen ergebenden Problemstellungen nicht ohne, sondern mit Deutschland gelöst werden müßten. Weit zurückhaltender als diese ungarische Stimme äußern sich die Blätter der Kleinen Entente und des Balkanbundes, die aber auch F e r n - Wirkungen von den Berliner Gesprächen erwarten. In Jugoslawien und in Rumänien, wo Rechtskreise schon seit langem die Notwendigkeit einer politischen Annäherung an Deutschland predigen, werden im Hinblick auf den erwarteten guten Verlauf der deutsch-italienischen Besprechungen jetzt auch Ansätze in der Richtung deutlich, das Verhältnis mit Italien zu verbesiern.
Zum Schluß sei noch eine italienische Stimme angeführt, weil sie gewissermaßen die Antwort auf die ganzen Fragen der Auslandspresse gibt. Das Blatt „Cazetta del Popolo" bezeichnet nämlich die G e m e i n- samkeit der Interessen wichtiger als Bündnisse und sagt dann, der Besuch des Grafen Eiano in Deutschland gelte dem allgemeinen Wohl Europas, das dem Chaos zutreibe, in das es der Bolschewismus, der Völkerbund und die Verständnislosigkeit einiger Regierungen zu stürzen drohten. _________________
Die Vorbereitung
der Fünfmachte-Konferenz.
Italiens Note überreicht. — Belgiens Antwort steht noch aus.
London, 20. Okt. Im englischen Außenamt wurde am Dienstag bestätigt, daß dem englischen Botschafter in Rom, Sir Eric Drummond, die Antwort der italienischen Regierung auf die englische Rote vom 18. September hinsichtlich einer neuen Fünsmächtekonferenz überreicht worden ist. Die Note werde auf dem Luftwege nach London gebracht und hier übersetzt und geprüft werden. Über ihren Inhalt könne daher im Augenblick noch nichts mitgeteilt werden.
Bei dieser Gelegenheit wird darauf hingewiesen, daß nunmehr Deutschland, Italien und Frankreich ihre Antworten erteilt haben und daß nur noch die Antwort Belgiens ausstehe. Wann die belgische Antwort zu erwarten sei, stehe noch nicht fest. Es wird jedoch heroorgehoben, daß eine solche Antwort keineswegs durch die Erklärung König Leopolds überflüssig geworden sei. Sobald sie vorliege, würden die vier Antworten gemeinsam geprüft werden. Erst dann werde sich England über seine Stellungnahme schlüsiig werden.
Verkündigung des ideellen Programms.
Warschau, 20. Okt. Die polnische Regierungspresic bestätigt die seit einiger Zeit nmlausenden Gerüchte über die bevorstehende Ernennung des Generalinspckteurs der polnischen Wehrmacht, General Rydz-Smiglq, zum Marschall.
Wie „Kurjer Czerwonny" erfährt, wird diese Ernennung durch den polnischen Staatspräsidenten am Unabhängigkeits- tage (11. November) erfolgen. An diesem Tage wird dem Oberbefehlshaber feierlich der Marschallstab überreicht werden. Das Blatt fügt hinzu, daß die ganze Nation die Ernennung mit größter Befriedigung begrüße.
Die Würde eines Marschalls von Polen hat bekanntlich bisher außer Marschall Viliudiki nur der franiüiiirbe Markckall
Herzliche Begrüßung auf dem Anhalter Bahnhof.
» Berlin, 20. Okt. Am Dienstag gegen 20 Uhr traf Seine ^Wellenz der königliche italienische Minister des Äußern, EianodiCortellazzo, zu einem offiziellen Be- 1*9 der deutschen Reichsregierung auf dem Anhalter Bahn- - N in Berlin ein. In seiner Begleitung befanden sich die «sandten B u 11, Graf Vitetti, Erazzi, der stellver- -Aende Protokollchef Graf Cittadini, der Vizekabinetts- ' 23. Commendatore Anfuso, sowie die Vizekonsuln Mar- f-Ms Lanze d'A j eta, Marquis Sanfelice di Monte- IBg.te Cao. Bellia und Seine Exzellenz der königlich . muten-fchx Botschafter Attolico, der dem Grafen Eiano |||B München entgegengefahren war.
i 3m Auftrage des Führers und Reichskanzlers begrüßte jy Staatssekretär und Chef der Präsidialkanzlei Meißner ^Wtöniglich italienischen Minister des Äußern und seine Be- Ferner hatten sich $ut Begrüßung der italienischen Bgwte eingefunden der Reichsminister des Äußern v. N e u - F»? * $, der stellvertretende Staatssekretär D i e ck h o f f, der @SJ>es Protokolls Gesandter v. Bülow-Schwante, im Auftrage des Oberbefehlshabers der Luftwaffe " Dransfeld sowie der Kommandeur der
f AWa»darte Adolf Hitler, Obergruppenführer Sepp D i e t - : r $,“”6 der Jtalienreferent im Propagandaminifterium Dr. to111 i s.
Sie WMieiliWli WlW im MtleWll.
Mutmaßungen der Auslandspresse. — Wünsche und Befürchtungen. — Eine ungarische Stimme.
