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7 Ausgaben

Wöchentlich

««tlägUch nachmittags, Samslags »ar- u. nachmittags

L. Schellanberg'Ich- HafvnchbruNerei, .lagdlatt.Ka»,'.

Unterhaltungsbeilage.

mit einer täglichen

PaiNchecktonta: Sranifurt a. M. Nr. 7W5.

Drahtanlchrtft. lagdlan Wiesbaaen.

84. Jahrgangs

Samstag, 3. Oktober 1936,

Nr. 271.

Blick in die Welt

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Ferniprecher-Sammei-Nr. 59631.

Berit«« Büro: Berltn-lliilmersborf.

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Genf in zweiter Linie.

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Der Wirbeltanz der Währungen.

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Die Nichtabwertung des Schillings.

Vom österreichischen Ministerrat bestätigt.

Wien, 2. Okt.. Der am Freitag zusammengetretene Ministerrat stellte, einer amtlichen Mitteilung zufolge, fest, daß eine Abwertung des Schillings nicht iw Frage! o mm e.

Seschäftrzett : 8 Uhr morgen» bis 7 Uhr abends, nutz« Sonn- und Feiertags.

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Verwirrung in Madrid

Abtransport aller nicht wehrfähigen Einwohner.

Mit der hohen Politik ist auch Genf durch die Währungsfragen in die zweite Linie ge­rückt. So hat auch die große Rede Edens verhältnismäßig wenig Beachtung gefunden, obwohl sie immerhin einige recht beachtens­werte Punkte enthielt. Jedenfalls nahmen wir zur Kenntnis, daß auch die englische Regierung für eine

Trennung derVölkerbundssatzung von den Versailler F ried e n s b e ft i m m u n g e n eintritt Vielleicht könnte in der Tat das Vertrauen zum Völkerbund auf diese Weise leichter wiederherge­stellt werden, wobei es sich freilich nicht nur um eine rein äußerliche Trennung der beiden Verträge handeln dürfte, sondern wobei vielmehr der Geist, oder richtiger gesagt, der Ungeist von Versailles aus der Völkerbunds­satzung verschwinden müßte. Von solchem neuen Geist ist freilich in Genf nichts zu spüren, weder bei Herrn D e l b o s, der sich wieder dreimal sehr nachdrücklich für Regionalpakte eingesetzt hat, dabei aber Vertrage im Auge hat, die, wie der Pakt ParisMoskau, diese Be­zeichnung überhaupt nicht mehr verdienen, da sie tat­sächlich nichts anderes mehr darstellen, als reine Militärallianzen. Am wenigstn aber war etwas von dem neuenGeist bei dem sowjetrussischen Außenkomniisiar Litwinow zu spüren, der einer Blockbildung gegen das nationalsozialistische Deutschland das Wort redete. Freilich muß selbst die jowjetrussische Presse zugeben, daß Litwinow in Genf allein auf werter Flur stand. Man kann das immerhin als etn

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anjetgewreile: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil ®runb- preis 7 tRpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Teilteü 60 <Rpf, long laut Preisliste Sir. 5, Nachlatzstaffel B. Für die Ausnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Platzen wird keine GewShr übernommen. Schluß bet Anzeigen - Annahme 9/i Uhr vormittags, ©rohere Anzeigen müssen svätestens einen Tag vor dem Erschemungstage aufgegeben werben.

Deutschland; vierte; Erntedankfest

Der Bückeberg ist gerüstet.

2n der abgelaufenen Woche hat die Währungsfrage alles andere überschattet. Dem französischen Franken folgte der Schweizer Franken und der holländische Gulden, sodaß man also von einer neuen Abwertungswelle sprechen muß.

Ihre Verteidiger bemühen sich, die Dinge so darzustellen, als ob nunmehr der erste Schritt zur Stabilisierung der Währungen und zur Wiederherstellung eines festen Ver- hältnisies zwischen den einzelnen Währungen getan ser. Daß das nicht der Fall ist, wird in der Erklärung, die Reichsbankpräsident Dr. Schacht im Zentralaus^chutz der Reichsbank abgab, nochmals ausdrücklich bestätigt. Die ll n s i ch e r h e i 1 ist also nicht aus der Welt ge­schafft, sie ist vielmehr noch vermehrt worden. Die Bilanz derAbwertungswoche" ist mithin keines­wegs sehr erfreulich. Was deutscherseits zu diesen Dingen zu sagen ist, das hat der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium in feiner Rede am letzten Sonntag ausgeführt, und es ist ferner in der Erklärung Dr. Schachts nachzulesen.

Reichsobmann Meinberg vertritt den Reichsbauernführer.

Berlin, 2. Okt. Wie wir erfahren, ist der infolge eines Sportnnfalls verletzte Reichsbauernführer, Reichsminister R. Walther Darrs, noch nicht völlig wiederhergeftellt und kann infolgedesien auch nicht an den Feierlichkeiten am Erntedank­tage auf dem Bückeberg teilnehmen. In seiner Vertretung wird der Reichsobmann des Reichsnährstandes, Bauer Wilh. M e i n b e r g, auf dem Bückeberg sprechen und auch die Vor­stellung der Abordnungen des deutschen Landvolkes vor dem Führer in der Kaiserpfalz in Eoslar vornehmen.

Die Ausländsdeutschen feiern mit.

Berlin, 2. Okt. Gemeinsam mit dem deutschen Volk innerhalb der Reichsgrenzen feiern die Ausländsdeutschen den Tag des Erntedankes. Gemeinsam danken die I)eutschen für den Segen der Erde, für den Erfolg, den der Schöpfer ihrer harten Arbeit und ihrem heißen Bemühen verliehen hat. Dieser Erntedank ist für die Volksgenossen in der ganzen Welt ebenso wie die Feier des 1. Mai eine Gelegenheit, ihre Zusammen- gchörigkeit zu der großen Volksgemeinschaft, ihre Verbindung mit der Heimat zu beweisen und neu zu stärken.

In den über 500 Gruppen der Auslandsorganisation der NSDAP, in der ganzen Welt kommen die Deutschen zum 6 ntedank zusammen. Auf den rund 180 Veranstaltungen der reichsdeutschen Kolonien im europäischen Ausland werden 60 führende Männer der Bewegung sprechen, die von der Aus­landsorganisation zu den Deutschen draußen gesandt werden. Gerade dieser Rednereinsatz wird die Verbindungen des Aus­landsdeutschtums zu der Heimat stärken.

Anter den Rednern, die draußen zu unseren Volksgenoften sprechen werden, befinden sich Reichsleiter Buch, Reichsstatt­halter Gauleiter Meier, Reichsstatthalter Gauleiter Hilde­brandt, Reichsstatthalter Gauleiter S a u ck e l, Reichsstatt­halter Gauleiter Kaufmann, Gauleiter und Oberpräsident Wagner- Breslau, Gauleiter Maierhofer, Staats­sekretär Dr. Roland F r e i ß l e r, Staatssekretär Fritz Rein­hardt, SS.-Gruppenführer von den Bach- Z e l e w s k i, der Adjutant des Stellvertreters des Führers, Alfred Leit gen, SS.-Gruppenführer Heißmayer, der Senatspräsident am Volksgerichtshof, Pg. Karl Engert, der Leiter des Raften- politischen Amtes der NSDAP., Dr. Walter Groß, sowie zahlreiche Amtsleiter und andere Mitarbeiter der Auslanbs- organisation der NSDAP.

Rundfunkübertragung des Staatsaktes.

Berlin, 2. Okt. Der deutsche Rundfunk, besten Programm am Sonntag im Zeichen des Erntedanktages steht, überträgt von 12 bis 14 Uhr auf alle Sender den Staatsakt auf dem Bückeberg mit der Rede des Führers.

Bezugspreise: ßrüi eine Bezugszen von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. 2., ein» jchlrehnch Traglohn. Durck die Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 42 Rpf. Bestellgeld, Einzel­nummern 10 Rpf. Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die Trüget und alle Postanstalten. In Füllen höherer Gewalt oder Betriebsstörungen haben die Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder auf Rückzahlung des Bezugspreises.

marriftischeu Brandstifter und Mörder zu vertreiben. Zunächst wurden die Städte A z u a g a und Eranja de Torrehermosa, die beide tm Süden der Provinz Badajoz liegen, besetzt. Am Freitag erreichten die nationalen Truppen Fuente Ovejuna rm Norden der Provinz Cordoba, um von dort aus nach Penarroya vorzustoßen. Alle diese Städte liegen am Nordabhang der Sierra Morena, in einem Gebiet, das durch seine Kohlen­gruben und Bleiminen von besonderer wirtiazaftlicher Be­deutung ist. Die Truppen, die Fuente Ovejuna besetzten, sanden den Ort fast völlig menschenleer vor. Die in die Vor­hut eingereihten Ärzte und Photographen waren wiederum in der Lage, grauenhafte Feststellungen über das Wüten der roten Bestien, die auch hier wahllos Greife, Frauen und Kinder abgeschlachtet hatten, zu machen.

Fortschritte an der Front von Bilbao.

Paris, 3. Okt. Wie der Rundfunksender Sevilla am Frei- taqnachmittag mitteilte, soll es den Nationalisten gelungen sein, an der Front von Bilbao die Ortschaft Marquina zu

An der Straße zwischen Madrid und Alicante sollen zahl­reiche erschostene Angehörige der roten Miliz liegen. Man nimmt an, daß es sich um Milizsoldaten handelt, die sich ge­weigert haben, an die Front zu gehen. Wie aus Toledo ge­meldet wird, soll General Franco beschloßen haben, den ge­fallenen Helden des Alkazars ein M a u s o l e u m zu errichten.

Die Anarchisten fordern Abdankung Largo Caballeros.

Sevilla, 3. Okt. In Madrid, wo inzwischen die Ein­nahme Toledos und das unaufhaltsame Vordringen der nationalen Truppen durch Flüchtlinge in der gesamten Be­völkerung weitgehend bekannt geworden ist, herrscht größte Ve r w i r r u n'g. Sozialisten, Kommunisten und Anarchisten schieben sich gegenseitig di« Schuld an den Niederlagen zu. Die Anarchisten fordern .bereits offen die Abdankung Largo Caballeros.

Die Madrider Regierung verschweigt zwar noch immer die wirkliche Lage, sie gestattet jedoch nunmehr den Ab­transport aller nicht wehrfähigen Ein­wohner nach Valencia und Alicante.

Todesurteile am laufenden Band.

Paris, 2. Okt. In Barcelona wurden am Freitag im Beisein von etwa 6000 Zuschauern ein ehemaliger Militärpriester und zwei Hauptleute er­schossen. Das sogenannteObergericht" arbeitet inzwischen fieberhaft weiter und hat wiederum einen Hauptmann und vier Leutnants zum Tode verurteilt.

Nationalistische Säuberungsaktion im Norden der Sierra Morena.

Sevilla, 3. Okt. (Dom Sonderberichterstatter des DNB.) Der Anfang August begonnene ungestüme Vormarsch der Südarmee des Generals Franco, der, von Sevilla ausgehend, über Merida, Oropesa und Talavera nach Toledo führte, hatte sich darauf beschränkt, die Hauptverkehrsstraßen zu sichern, unbekümmert um bedeutende rote Truppenabtei­lungen, die sich noch im Süden der Provinz Vadajos und nördlich von Cordoba befanden. Eine neu zusammengestellte Gruppe nationaler Kampfabteilungen hat nunmehr mit Er­folg begonnen, auch aus diesen Gebieten die

: Die große Übung der Wehrmacht.

Auf dem Bückeberg, 2. Okt. Am morgigen Sonntag be­geht das deutsche Volk zum vierten Male den Erntedanktag auf dem Bückeberg, den Tag, der mit in die Reihe der großen Feste gehört, die die Führung des nationalsozialistischen : Deutschlands geschaffen hat, und an denen die ganze Ration teilnimmt.

Wir stehen oben auf dem Bückeberg in kerndeutschem Land, an der Stelle, an der bei dem festlichen Staatsakt am Sonntag g der Führer wieder einmal Hunderttausende von deutschen Mvolksgenossen um sich versammelt sehen wird. Die Vorberei- r tungen sind fast völlig beendet. Die Männer vom Ar- Mteitsdienst haben im Laufe des Jahres fleißig gearbeitet. Die Lpoße Umgestaltung des Berges, für die ein Zeitraum von .. mehreren Jahren vorgesehen ist, hat gewaltige Fortschritte gemacht. Die Landstratzen sind überholt und verbesiert worden. Der gesamte Aufmarsch und die Anfahrt werden sich noch rniihe- Mkser vollziehen können als früher. Der große Mittelweg, der MWeg des Führers, ist um einen weiteren halben Meter erhöht ^Worden. Die große Tribüne für die Ehrengäste und die Presse Wan der Spitze des Berges sowie die Tribünen am Fuß des Beiges, von der aus der Führer spricht, sind fertiggestellt. An Eben 600 hohen Masten sind die Hakenkreuzfahnen bereits auf- Wpzogen. Neu sind die auf dem unteren Teil des Festplatzes zu beiden Seiten des Mittelweges errichteten großen Tanz- x-flächen, auf denen Tanz- und Singgruppen aus allen Gauen | Deutschlands ihre Darbietungen zeigen werden.

Hell leuchtend liegt die Sonne über der herrlichen Land- schäft. Höhenzüge, Waldungen und Flußläufe geben diesem reanbe das Gepräge. Sagenumwobene geschichtliche Stätten Ezeugen von germanischer Vorzeit. Das vierte Erntedankfest E wird wieder ein Tag der Freude und des Glückes werden.

Schon rollen aus den entfernter gelegenen Teilen des 4; Reiches die Sonderzüge heran, die die vielen Tausende L von Volksgenoften in das Herz Deutschlands führen., 2n der : Stadt Hameln, in der jeder einzelne Einwohner- an der festlichen Ausschmückung beteiligt wär, sind allein 40 000 ; Privatquartiere bereitgestellt worden. In den kleinen Ort- L schäften um den Bückeberg, herum und in den Niederungen sind L die großen Verpflegungs- und Unterkunftszelte aufgebaut wor­den, die noch zahlreicher sind als in den nergangenen Jahren. 2n Bad Pyrmont werden 5000 Bayern, Württemberger, Schleswig-Holsteiner und Schlesier untergebracht. Im nächsten Iah: soll eine große Zeltstadt in Pyrmont erstehen, um 50 000 Volksgenossen aufnehmen zu können. In Holzminden finden 1000 Rheinländer Unterkunft, in Gandersheim 1000 Sachsen und so geht es weiter: alle deutschen Stämme treffen sich hier auf niedersächsischem, geschichtlichem, heiligem Boden, um den Erntedank abzustatten.

Die an dem großen militärischen Schauspiel be­teiligten Truppenteile sind zum größten Teil schon eingetroffen. Auf den Landstraßen sieht man lange Züge von Kraftwagen und Krafträdern der Wehrmacht. Pioniere sind damit beschäf­tigt, nicht weniger als 5 Brücken über die Weser zu schlagen, um den zu erwartenden gewaltigen Verkehr bewältigen zu können. Am Fuße des Berges ist bereits dasBückedorf" ent­standen, um das herum die Kampfhandlungen sich abspielen werden. Schon am Freitagvormittag fanden hier Übungen bei Wehrmacht statt. Ein ganzes Pänzerregiment marschierte im Tal auf. Die Geschütze donnerten, die Maschinengewehre knatterten, und in der Luft kreisten mehrere Flugzeug­geschwader. Die große Schauübung am Sonntag wird noch umfangreicher werden als im vorigen Jahr.

In Hameln marschierte am Freitagmittqg unter gewal­tiger Anteilnahme der Bevölkerung das Ehrenbataillon ein, das am Sonntag vor dem Führer paradieren wird. 650 Poli­zeibeamte und Tausende von SA.-, SS- und RSKK.-Männern sind zur Regelung des Straßenverkehrs am Samstag und Sonntag allein in der Stadt Hameln eingesetzt. Außerordent­liche polizeiliche Vorsichtsmaßnahmen sind insbesondere an den Dampferanlegestellen getroffen worden. Der gesamte Wagen­verkehr, soweit er nicht direkt zum Bückeberg führt, wird am Scrmstagmittag um die Stadt Hameln herum geleitet werden.

Diplomaten als Ehrengäste beim Staatsakt.

Berlin, 2. Okt. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat wiederum die hiesigen fremden Miftions- chefs mit ihren Damen als seine Ehrengäste zur Teilnahme an der feierlichen Begehung des Erntedanktages auf dem Bücke­berg am 4. d. M. eingeladen. Dieser Einladung werden nach­stehend aufgeführte Missionschefs, teilweise mit ihren Gat­tinnen, Folge leisten: Die Botschafter der Türkei, von Japan, China und Brasilien, die Gesandten von Ägypten, der Schweiz, Österreich, Griechenland, Uruguay, Haiti, des Irak, von Lett­land, Jugoslawien, Belgien und der Dominicanischen Repu­blik, ferner die Geschäftsträger von Luxemburg, Chile, Polen, Bulgarien, Estland, Dänemark, Ungarn, Mexiko, Iran und bei Union von Südafrika.

Die Diplomaten verlaften Berlin mit einem Sonderzug am Sonntagmorqen und kehren am gleichen Tage abends nach Berlin zurück. Die fremden Egrengäste werden begleitet vom Chef des Protokolls, Gesandten von Bülow-Schwante; als Verlierer des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Iptöpaflanba nimmt Ministerialrat Dr. Ott an der Fahrt teil.

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