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Werttäglich nachmittags, Samstags »ar- u. nachmittags

8. Schellenberg'Iche Hofbnchbrnckeret,Zagblatt - Haus».

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Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden.

84. Jahrgang.

Sonntag, 21. Juni 1936.

Nr. 167

Der Reiclissportjührer über unsere Olympia-Erwartungen.

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Klarier Mau bei

Neue Flottenstützpunkte.

;. (Funkmeldung.) DieMorning Post'' er Mitteilung Edens, daß die britische

London, 20. Juni,

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beschäftigt sich mit der Mitteilung Edens, daß die britische Regierung in Zukunst eine stärkere Verteidigung im M i t t « l m e e r unterhalten werde, als vor Beginn des abessinischen Krieges. Das Blatt, das britischen Flotten-

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Voffampf SdjmeltngFoe Cottis.

Ausführlicher Kampsbericht über den Verlauf des für Max Schmeling in der 12. Runde durch t o. siegreichen Treffens im Sportteil dieser Ausgabe.

Deutschland kann sich auf seine Olympiakämpfer verlassen!"

Unterredung mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Ausschusses. Sportliche Vorbereitungen beendet. Voll Zuversicht:Wir werden unter den Nationen keinen schlechten Platz einnehmen!"

Die Pfeiler der Ordnung in Europa

Daily Mail" für sofortige Verständigung mit Deutschland.

Um dm Frieden Europas.

Sowohl in der Rede Edens, wie auch der der des Ministerpräsidenten Baldwin, trat die ganze Sorge zutage, wie man Europa den Frieden erhalten könne. Denn die Aufhebung der Sanktionen, die England in der kommenden Sitzung des Völkerbundsrates be­antragen will, ift weiter nichts als der erste Schritt, zu einem Ausgleich mit Italien zu kommen. Ferner sind sie deutliche Absage sowohl Edens wie Baldwins an einen Krieg zur Lösung der abessinischen Frage, ein weiterer Beweis, für die Sorgen, die England um den Frieden Europas hegt. Damit ist allerdings die Kriegsgefahr von dieser Seite her noch in keiner Weise gebannt. Die politische Spannung zwischen England und Italien hält an. Ein warnendes Zeichen dafür ist, daß England die Ver­stärkung seiner Flotte im Mittelmeer, die stets eine starke Beunruhigung für Italien war, noch dauernd auf Verteidigungsstandpunkt behalten will und daß es im Augenblick noch nicht daran denkt, die gegenseitigen Zusicherungen mit gewissen Mittelmeermächten, die im Dezember vorigen Jahres durch einen Gedankenaus­tausch mit diesen getroffen worden sind, auch mit Auf­hebung der Sanktionen irgendwie als aufgehoben be­trachten. 2m Gegenteil: Eden weist sogar darauf hin, daß diese Zusicherungen bestehen bleiben müsien, um den Zeitraum der llugewißhit zu überbrücken, der not­wendigerweise auf jede Beendigung der Sanktionen folgen müsse. Der Sinn dieser weiterbestehenden mili­tärischen Maßnahmen kann letzten Endes nur der sein, daß die englische Regierung in der Voraussicht, daß der Völkerbund, wie sie auch wohl selbst über eine Auf­hebung der Sanktionen hinaus kaum irgend etwas in der Richtung einer Anerkennung der Eroberung Abessiniens durch Italien, zu tun gedenkt. Es bleibt also die Kluft zwischen den durch Italien geschaffenen Tatsachen und der notwendigen offiziellen Anerkennung durch die übrigen Mächte nach wie vor offen. Aus eben demselben Grunde muß auch noch die Reform des Völ­kerbundes verschoben werden. Die jetzt durch die llnterhausrede vollzogene offene Schwenkung der eng- lifchen Regierung in der Sanktionsfrage bedeutet da­her im Grunde weiter nichts, als daß eine Weichen­stellung in der Richtung erfolgt ist, daß der Zug vom Sanktionsgleis auf das Reformgleis des Völkerbundes umgestellt ist.

Dabei hat sowohl Eden wie Baldwin die Frage Deutschland als Friedensfaktor plötzlich wieder in den Vordergrund gerückt. Während Baldwin gegenüber Deutschland und Adolf Hitler mit seinen Friedensvorschlägen eine positivere Haltung einnimmt und in die Ehrlichkeit des Friedenswunsches und Friedenswillens unseres Führers keinen Zweifel setzt, hat Eden bei aller ruhigen sachlichen Behandlung diese Frage nicht so positiv behandelt. Sicherlich ist, um mit Baldwin zu sprechen,die Rolle, die Deutschland in Europa spielen kann, ungeheuer und die Verständi­gung, die Baldwin zwischen Frankreich und Deutschland wünscht, von allen Staatsmännern Europas und auch von Adolf Hitler und den führenden Politikern Deutschlands seit langem in gleicher Weise anerkannt worden. Gewiß ist es recht erfreulich, wenn

Während die besten Sportler der Welt auf der Reise nach Deutschland find, das herrliche Olympische Dorf empsangsbereit steht und sich die monumentale Stätte des sportlichen Wettstreits der im Frieden vereinten Völker, das deutsche Reichssportseld, vom letzten Bauzaun und Materialstapel befreit, gab der Präsident des Deutschen Olympischen Ausschusses, Reichssportführer von Tschammer und Osten, der Nationalsozialistischen Partei-Kor­respondenz ein er st es umfassendes Inter­view, in dem er eingehend alle die Fragen beant­wortete, die das ganze deutsche Volk angesichts der herannahende« 11. Olympischen Spiele in Berlin bewegen.

Der Reichssportführer, der feit 1933 die deutschen Olym- piavorbereittrngen verantwortlich leitet und während dieser Zeit die noch größere Aufgabe der Einigung, Neuordnung und Festigung des deutschen Sportwesens im Auftrag des

' Führers erfüllte sie ist die Voraussetzung und Ursache für die heutige geistige und körperliche Bereitschaft unserer Olympiakampfer gab in der aufschlußreichen Unterredung Auskunft über den Stand unserer Vorberei­tungen für die Vertretung der Hakenkreuzflagge, über die - Verfassung unserer Kämpfer und über die Erwartungen, die Uwir an sie stellen können. Neben der Darlegung unsere r Aussichten boten seine Worte ein sehr anschau­liches und stolzes Bild der gewaltigen Wandlung und Entwicklung des deutschen Sports unter der Führung nationalsozialistischen Willens und den welt­anschaulichen Forderungen des neuen Reiches. Vor allem aber geben seine Ausführungen jedermann über alle pri­vaten Goldmedaillenberechnungen hinweg (die für jeden von uns erst in zweiter Linie Wichtigkeit haben sollten) die be­glückende Gewißheit, daß Deutschland mit dem Reichsspott- t sührer, dessen Erwartungen sich erfüllt haben, unbedingt und felsenfest auf eine würdige und ehrenvolle Vertretung durch unsere Olympiamannschaft vertrauen kann,die unter den Nationen keinen schlechten Platz erringen wird".

Diese schöne und begründete Zuversicht kennzeichnete die gesamte Unterredung, die der nach seiner Warschauer Reise von einem Krankheitsrückfall betroffene Führer des deutschen Sports vom Krankenlager aus führte. Sie kann jeden, der heute in unserer Gastnation in nur allzu verständlichem nationalen Ehrgeiz brennt, mit einem gesunden Opti­mismus erfüllen, der sich nicht auf Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeit beschränkt, sondern auf die Zukunft des deut­schen Sports ausgerichtet ist.

Der Reichssportführer richtete ausgangs den Appell an das ganze deutsche Volk, sich geschlossen mit seinem Vertrauen hinter die Front unserer Olympiakämpfer zu stellen, damit jeder von ihnen mit gestärktem Bewußtsein seiner Kraft und Verantwortung sein Können für die Ehre der Nation einsetzen kann. Wir geben anschließend den Verlauf der Unterredung wieder:

Wie stehen die Vorbereitungen?

Zu Beginn der Unterredung richteten wir die Frage an den Reichssportführer, wieweit heute die sportliche Borberei- tungsarbeit gediehen ist. Lebhaft und ganz unter dem Ein­druck des Erlebnisses der jahrelangen engen kameradschaft­lichen Zusammenarbeit mit den Sportlern aller Disziplinen bekommen wir Antwort, die getragen ist von der Freude er­füllter Erwartungen, gelohnten Einsatzes und überwundener Sorgen:

Der Abschluß unserer sportlichen Vorbereitungen ist er­reicht, und ich kann sagen, daß er unter Berücksichtigung aller Einzelheiten des Erohgebietes einer Gemeinschaftsarbeit mit de« ungezählten Fragen, die z. B. die Gesundheit, geistige

Baldwin und Eden hätten in der Unterhausaussprache ihrem Wunsch nach einer Zusammenarbeit mit Deutschland für den Frieden Ausdruck gegeben. Deutschland und Jta- lien feien die Pfeiler der Ordnung in Mittel- und Südeuropa. Sie seien der Aufhetzung der Bol­schewiken, die an anderen Stellen so großen Schaden ange- richtet habe, entgegengetreten und hätten sie völlig besiegt. Ihr durchschlagender Erfolg bei der Unterdrückung der Bol- schewifierung stehe im glücklichen Gegensatz zu der Lage in Spanien, Frankreich, Belgien und einigen an­deren Ländern. Sowohl Deutschland wie Italien würden mit äußerster Tatkraft und Wirtschaftlichkeit regiert

Einsatzbereitschaft, körperliche Verfassung, Berufs- und Fami­lienangelegenheiten, Fleiß, Alter und so fort betreffen, im richtigen Zeitpuntt erreicht worden ist."

Schwierigkeiten, die überwunden wurden.

Nach dieser Feststellung schildert der Reichsspottführer die besonderen Schwierigkeiten, die als Voraussetzung für unsere Olympiavorbereitung überwunden werden mußten und uns die völkische Bedeutung des Erreichten im rechten Licht erscheinen lassen:

Zwei Voraussetzungen von weittragendster Bedeutung hatten wir zu berücksichtigen, als wir unsere Arbeit began­nen: Die allgemeine schlechte gesundheitliche Verfassung, in der sich unser Volk als Folge der ungeheuren ihm ausgebür- beten Entbehrung und Notlage befand, und dann die bei­spiellose Zerrissenheit, die bei den Leibesübungen nicht geringer war als auf den anderen Gebieten des deutschen Lebens. Die Versäumnisse der Vergangenheit können nicht in wenigen Jahren restlos eingeholt werden. Ihre Nach­wirkungen sind genau so wie anderswo auch in den Leibes­übungen noch zu spüren. Aber es ist inzwischen alles ge­schehen, was irgendwie geschehen konnte und erreicht, daß der deutsche Sport "auf neuer, gesunder, auf nati onals ozia listischer Grundlage steht."

Nach den Auswirkungen dieser neuen nationalsozia­listischen Sportanschauung und Grundhaltung auf die olym­pischen Vorbereitungen befragt, fährt der Reichsspottführer fort:

Den Erfolg der einheitlichen Planung, Führung und damit auch einheitlichen inneren Haltung kann ich bei allen unseren Olympiakämpfern feststellen, die mir sämtlich wäh­rend der Trainingszeit gute und echte Kameraden geworden sind. Es ist niemand unter ihnen, der als Zweck seines Ein­satzes ober als Ziel der Vorbereitungen seine Leistung oder seinen Sieg ansieht, sondern ein jeder denkt nur an die Mannschaftsleistung und an die Verantwottung und Auf­gabe, zu deren Erfüllung er als Vertreter der Nation und für sein Volk berufen ist."

Neben dieser Grundeinstellung aber haben wir der nationalsozialistischen Sportführung zu verdanken, daß wir erst einmal wieder Anschluß an die internatio­nalen Sportleistungen gewonnen haben. Dieser Anschluß war in den Jahren zuvor völlig verlorengegangen. Wir dürfen heute aber ohne llbettreibung sagen, daß wir (Fortsetzung auf Seite 2.)

Eine große Gelegenheit."

London, 20. Juni. (Funkmeldung.) Unter der Über- schttftEine große Gelegenheit" fordert das Rothermere- Blatt ,D«rily Mail" die Regierung auf, sich nach Aus­hebung der Sühnemaßnahmen der W i e d e r h e r st e l l u n g der europäischen Stabilität zuzuwenden. Die Regierung dürfe die Gelegenheit, die sich jetzt biete, nicht verstreichen lassen, ohne energifche Schritte zu einer um­fassenden Verständigung mit Deutschland und Italien zu tun. Es stille keine Zeit verloren gehen, die Ver­bindung mit Berlin wiederherzustellen.

Die Regierung wolle die Welt wissen lassen, baß Eng­land keine Einmischung in seine Belange dulden werde. Der Beschluß, eine stärkere Verteidigung zu unterhalten, beziehe sich auf sämtliche drei Waffen-Einheiten. Die Regie­rung werde sich daher nicht beeilen, die Flotten-, Heeres- oder Luftwaffeneinheiten aus dem Mittelmeer abzuberufen.

Der Flottenkorrespondent des Blattes teilt auch mit, daß in Zukunft 8 von den 15 britischen Groß-Kompfschiffen im Mittelmeer stationiert sein werben. Ferner werde sie durch kleinere Fahrzeuge, besonders durch U-Boote ver- stärkt werden.

Der Flottenmitarbeiter desDaily Telegraph" berichtet, daß die EroßkampfschiffeHood",Repulse" und Renown" in Zukunft ständig dem Mittelmeergeschwader zugestellt wer­den. Wahrscheinlich werden auch die ersten vier Kreuzer der im Bau befindlichenSouthampton"-Klasse (9000 Tonnen mit 12 15-Zentimeter-Geschützen) ins Mittelmeer gesandt werden. Ursprünglich war beabstchttgt, diese in die Heimat- flotte einzureihen. Der Flottenstützpunkt Malta werde besonders für die Luftabwehr weitgehend ausgedehnt werden. Die Errichtung eines neuen Flottenstütz­punktes in Cypern werde folgen.

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Stellung im Melmer.

kreisen nahesteht, teilt mit, daß die Regierung zurzeit bi< Jrage prüfe, ob neueFlotten st ützp unkte im Mittel- , meer gebaut werden sollen. Ferner sei eine allgemeine Über­prüfung der britischen Vetteidigungsmaßnahmen im östlichen : Mittelmeer vorgesehen.