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DNB

Wiesbadener Tagblatt

Mittwoch, 29. April 1936.

Seite 12. Nr. 117.

Sache. . . das muj

Herrn Li's Zunge a n g e

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Die Brücke, die gestohlen wurde.

Über die Odina führt bei dem Orte Kndno ei; annähernd 20 Meter lange Brücke, das heißt, sie führte bi '». vor einigen Tagen. Als die Bewohner des polnischen Orte; ' eines schönen Morgens aufwachten, war die Brücke weg Offenbar war sie über Nacht gestohlen worden.

Die Warschauer Polizei zerbricht sich nun den Kopf, wie so etwas überhaupt möglich sein konnte. Die Brücke | war aus Eisen und wog doch mindestens etliche Tonnen. Natürlich hatte man sie auseinandernehmen und in einzelnen t Teilen wegschaffen können. Aber dazu hätte man Wochen 1 gebraucht. In das' Wasser kann sie auch nicht gestürzt sein. : denn der Fluß wurde natürlich genau untersucht. Die Po- lizei weiß bisher nichts, außer der unumstößlichen feststehen- 1 den Tatsache, daß die Brücke verschwunden ist. Sie hat jetzt eine große Belohnung für die Entdeckung des Diebes aus­gesetzt.

Die erste deutsche Tankstelle auf der Autobahn, die am trynmenben Freitag, den 1. Mai 1936, an der Darmstädter Zufahrtstraße in Betrieb genommen wird. (DNB.-Heimatbilderdienst, Photo: Schmidter.)

Peking, Anfang April.

Nun ist also der alte Herr Li auch gestorben! Sollte man doch nicht für möglich halten! So ein rüstiger alter Herr! . . . Was ihm gefehlt hat???? . . . Tja, Dr. Pi-Pa-Po behauptet, es wäre einefeuchte" Krankheit, aber keineheiße" und auch keinekalte" qeweien, und eine andere kommt ja nicht in F ~ ----- - - -

Chinesisches Brauchtum.

Herr Li ist gestorben...

Bon unserem Ferno st- Mitarbeiter Hans Tröbst.

Der Unterricht fand nicht nur in den Hörsälen durch besonders -ausgewählte Lehrer statt, die stets die Kriegs­akademie besucht haben mußten, sondern ein gleich großer Wert wurde auf die praktische Unterweisung und Ausbil­dung im Freien gelegt. Hier wurde besonders die Entwick­lung der körperlichen Fertigkeiten (Turnen, Sport, Schießen, Nachrichtendienst, Reiten, Fechten, Schwimmen) aber auch Geländeerkundung und vieles andere geübt.

Bei ausgedehnten Belehrungsreisen wurden Truppen­übungsplätze, Festungen, Scharfschießen der Artillerie sowie klastische Schlachtfelder besichtigt. Nach etwa 9 Monaten wurde die Offizierprüfung abgehalten, welche in sehr ein- gelsender Forni (schriftlich und mündlich) die erworbenen Kenntnisse der Offizieranwärter zu Tage förderte. Mehr als einmal kam es vor, daß Prüflinge zurückgewiesen und zum

Tja, die arme Frau Li . . . die wird jetzt Sorgen genug haben! Zum Glück hat Herr Li ja seinen Sarg schon zu Leb­zeiten gekauft . . . 3500 Goldmark hat er für die 6 Bretter ausduftendem Holz" bezahlt. Aus Tibet kommen lasten. Steinhart. Dicke Bohlen. Ohne Astlöcher. Die Tischler sind schon im Hause und arbeiten ohne Pause durch, denn Sie missen doch . . . sonst stirbt noch einer im gleichen Hause. Überhaupt . . . aussehen tut es bei Li's! Das ganze schöne Porzellan, die seidenen Bilder, alles haben sie weggepackt, nur damit cs recht öde im Hause aussieht. Auch der Haus- Buddah ist schon kreuzweise mit weißen Papierstreifen be­klebt, die weiße Trauerkleidung ist auch schon bestellt . . . das Beerdigungs-Institut Tsching-Tschang-Tschung kann lachen! Das wird eine teure Leiche! Als Beamter der 2. Rangklaste braucht er ja mindestens 64 Sargträger, und denen allen einen neuen weißen Anzug schenken ... das ist teuer! Vor allem bei den Zeiten! ... Na Li's haben ja genug Verwandte, diees" haben: die von den Blutsverwandten mit Blumen gestickten 9 seidenen Sarg-

Äber 200 Reichssieger im Berufswettkampf.

Die Bewertung der Wettkampsarbeiten abgeschlossen.

Königsberg, 29. April. (Letzte Funkmeldung.) Während am Dienstag die Wettkampfteilnehmer auf ihrer Samland- Küstenwanderung die Schönheit ostpreußischer Landschaft kennenlernten, war die Wettkampfleitung den ganzen Tag über damit beschäftigt, aus den 650 Wettkampfarbeiten die Besten herauszusuchen. Erst spät nach Mitternacht war die j Bewertung abgeschlossen.

Wie von der Leitung des Reichsberufswettkampfes mit- | geteilt wird, find im Reichskampf im ganzen mehr als l 200 Reichssieger aus den einzelnen Wettkampsgruppen er- 1 mittelt worden. Diese Jungen und Mädels, deren Namen - am Mittwochabend bei der großen Abschlußkundgebung von 4 Dr. Ley und Baldur von Schi rach bekanntgegeben wer : den, werden am Tage der Nationalen Arbeit in ihren (So- standorten von ihrem Gauleiter empfangen.

klssen sind schon abgeliefert worden, auch die 9 seidenen Totenkleider sind fertig . . . wenn man so denkt! Vor einer Woche habe ich noch mit dem alten Herrn imRestaurant der trinkfesten Herrn" im ZimmerDust der ausbrechenden Knospe" drei Kannen Reiswein getrunken, beim Fingerspiel hat der alte Herr immer gewonnen und war so lustig, und heute abend wird er schon wie eine Mumie in die seidenen Bücher gewickelt! Frau Li nimmt natürlich keineDoan- Dse"-Seide, nicht die dicke, glänzende Seide, weil sie ja schreck­lich abergläubisch ist. Denn sie behauptet doch steif und fest meine Frau ist übrigens genau soDoan" undDse" bedeute auchKind", undabgeschnitten" und daraus will sie nun schließen, daß ein in Doan-Dse-Seide gewickelter Mann dann in geistiger Hinsichtvon seinen Kindern ab- geschnitten" würde. Komisch, wie die Frauen manchmal so sind ... sie sollte lieber drauf achten, für ihren Mann bald die richtige.Erabstelle zu finden. Denn das wird nicht so einfach sein, denn ich weiß genau, daß der alte Herr Li großen Wert darauf legt, genau über dem Kopf des großen Drachen im Gebirge begraben zu werden. Schon zu Li's Lebzeiten hat der Bonze die Stelle berechnet und gefunden, wo der Kopf des unterirdischen Drachens liegt, aber der Bauer, dem dieses Feld gehört, will den Acker jetzt nicht hergeben und verlangt einen irrsinnigen Preis. Pässen Sie auf, der steckt mit dem Bonzen sicher unter einer Decke und in den Über­preis teilen sich die beiden bann. Ich weiß doch Bescheid cs wird noch so kommen, daß der alte Herr Li ein paar Monate auf freiem Felde stehen kann, ehe er in die richtige Grube kommt. Als der Kaiser noch lebte, wäre so was natürlich auch nicht möglich gewesen, aber unter Tschiang- kaischek'en in der Republik ... na, ich will nix gesagt haben! Früher sehen Sie mal, früher, wenn da einer ge­storben war, da stellten wir immer hohe Vambusstangen auf bet Straße vor unserem Hause auf und beklebten sie in Form einer Treppe mit nachgemachtem Papiergeld, damit die guten Geister über die Mauer klettern und ins Haus kommen konnten und für die dann Eßen hingestellt wurde. Und da­mit die Geister nicht gestört wurden, durste außer dem Toten sich keine Menschenseele im ganzen Hause aufhalten. Und heute? Heute hat die Polizei, die sich in alles und jedes mischt, auch das verboten! Und warum? Weil an­geblich die Einbrecher aus diesen Stangen herauslesen: Hier is teener! Hier is was zu holen!" Jetzt sollen wir die Stangen nur im Hofe Einlegen, und die Geister? Um die kümmert sich die Polizei natürlich nicht! Und das ist doch sooooo wichtig! Als mein Vater in der guten alten Zeit starb, war bei mir alles vorschriftsmäßig und keiner hat bei mir eingebrochen! Dafür habe ich aber in der seinen Asche, die ich um den Tisch gestreut hatte, ganz deutlich die Fußspuren der Geister gesehen. Der Hahn-Teusek war zum Glück nicht gekommen, sondern nur gute Geister mit kleinen menschlichen Füßen. Und das war für mich doch ein großer Trost . . . sich vorzustellen, daß mein Vater womöglich als Ratte ---kommen Sie übrigens auch zu Li's, zumKleinen

Totenfest"? In drei Tagen wird der Sarg geschlossen . . . Was? Sie haben noch keine Einladung bekommen? Nun aber bei der Beerdigung selbst werden Sie doch dabei sein???? Ich denke in 4 bis 7 Wochen wird sie stattfinden können, denn der zehnmal mit Seide umwickelte und jedes­mal neu lackierte Sarg ist dann genau so luftdicht wie ein Zinksarg. Und bis dahin wird ja wohl auch die Lebens­geschichte des Verstorbenen und die Schilderung seiner Taten auf Erden im Druck fertiggestellt und auch Ihnen mit der braufgellebten Photographie des Toten als Einladung zur Beerdigung zugegangen sein. Was werden Sie denn zur Beerdigung schenken? Ich habe das Telephon des alten Herrn aus Pappe und Papier nachmachen lassen und hin­geschickt, der alte Herr telephonierte doch immer so gern . . . zu einem Papier-Auto in Natura hat es bei mir leider nicht gelangt . . . das hat die Familie Fu übernommen. Frau Li selbst hat das Haus ihres Mannes nachbilden lassen, und zwar so groß, daß man es kaum im Trauerzuge wird tragen können ... es wird jedenfalls eine sehr interessante Beerdi­gung werden. Aber teuer! Teuer, sage ich Ihnen... jede Hochzeit ist heute billiger, und als Familienvater muß man sich das Sterben heute dreimal überlegen ... na! Wir sind ja hoffentlich noch nicht so weit . . . also: bei der Beerdigung des Herrn Li sehen wir uns wieder!

wurden.

Diese demInspekteur der Kriegsschulen" unterstehen­den Anstalten haben die Aufgabe, die in der Truppe begon- : neue Erziehung und Ausbildung der Fahnenjunker fortzu- | setzen und den Kriegsschülern jenes Maß militär-wissen- | schaftlicher Kenntnisse zu vermitteln, dessen ein junger Ossi- ,| zier jeder Waffe nicht nur für seinen Beruf bedarf, sondern ; ebenso auch für seine spätere Weiterbildung. Im praktischen Dienst wird das in der Front Erlernte erweitert und vor - allem (was vor dem Kriege nicht der Fall war) jeder Kriegsschüler als Gruppenführer im Jnfanteriegefechtsdienit H ausgebildet.

Nach einem zehnmonatlichen Ausbildungslehrgang aus i diesen Kriegsschulen, bei welchen die Offizieranwärter aller ! Waffen zusammen ausgebildet werden, kommen die Föhn- riche dann zu Sonderaüsbildungslehrgängen für die einzel­nen Waffen. Hier wurden sie bereits für die Verwendung J in bet Front als Zugführer ihrer Waffe sowie als Ausbil- - der von Rekruten vorbereitet, wodurch eine erhebliche prak­tische Vorarbeit für Verwendung in der Front geleistet wird. Die Kriegsschulzeit schließt wie früher mit der Ab­legung der Offizierprüfung ab. Nach deren Bestehen kommen die Fähnriche bann für die letzten zwei Monate ihrer Aus­bildungszeit wieder zu ihrem Truppenteil zurück, bis sie dann nach Ablauf der zwei Jahre durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht zum Offizier be­fördert werden. i

____________eSehen", .Fühlen" gehalten: erst hat er sich .. sehen, dann hat er still zu­

gehört, was die Angehörigen über die Entstehung der Krankheit und ihren Verlauf zu berichten wußten, dann hat er Herrn Li selbst genau ausgefragt und ihm zum Schluß den Puls gefühlt. Mit drei Fingern alle Adern unter verschiedenen Druck gesetzt und dann aus allen vier Ergebnissen die Quersumme gezogen; also, es stimmt schon! Herr Li hat an einer feuchten Krankheit gelitten und Dr. Pi-Pa-Po hat bann das große Pflanzen-Medizin-Rezept verschrieben. Denn die neumodischen Methoden, die die weißen Kurpfuscher anwenden, die sind dem Dr. Pi-Pa-Po ganz piepe ... nur in den Pflanzen steckt die Heilkraft und nirgends sonst! ... Ja ... und dann, dann hak Frau Li die Kräuter sofort aus derGetrockneten Fledermaus- Apotheke" geholt, sie eine Stunde kochen lassen und Herrn Li den Extrakt solange trinken lassen, bis er eben gestorben ist. Ich habe es als erster erfahren, denn ich kam grabe aus meinem Hause, als Frau Li den großen Medizin-Topf auf dem Pflaster zerschmiß. . . . is doch ne schöne Sitte, nich? Hoffentlich kommt der älteste Sohn noch rechtzeitig zur Sargschließung aus Schansi zurück, die Todes-Anzeige in der gestrigenAbendwolke über dem Gebirge" haben Sie doch gelesen? . . . Die letzten Stunden des Herrn Li???? . . . Tja, darüber kann ich Ihnen auch nichts Näheres sagen, ich weiß nur, daß Frau Li gleich nach dem Tode ein Loch in die Decke hat stoßen lassen, damit die sieben guten Kräfte des Organismus entweichen konnten; der tote Herr Li ist auch gleich auf eine Pritsche neben das Bett gelegt worden, damit sich die drei schlechten Kräfte nicht hinten an ihm sestbeißen konnten. Denn sonst passieren ja die schrecklichsten Dinge! Meine Tante hats mir doch selber erzählt, als seinerzeit die grau Wang Sie wissen doch, die hübsche Frau Wang vom chuhhändler aus der Gelben-Lotos-Straße gestorben ist: d i c hatten sie im Bett liegen lassen, schon kommt eine Katze ins Zimmer meine Großmutter sagt allerdings, es wäre eine Ratte gewesen und was geschieht? Die tote Frau Wang steht auf und marschiert als seelenlose Maschine hinter der Ratte vielmehr der Katze her und fällt natürlich wie ein Sack über das erste Stuhlhindernis . . . war eine scheußliche Geschichte! Aber in Tibet habe ich noch ganz andere Dinye erlebt: ob Sies nun glauben ober nicht: wenn dort der Friedhof auf einem Berge liegt und die Leute haben kein Geld den Toten raufzufahren, lassen sie einfach einen Lama kommen, der die Leiche wieder so weit lebendig macht, daß sie selber den Berg rauf, auf den Friedhof läuft." Aller­dings mutz der Lama dann als Führer flötenspielend vorne­weg gehen, weil die Leiche ja einen Korb über den Kopf gestülpt bekommt . . > Hab' ich selber gesehen! Tatsache! Don weitem . . .

Die Organisation der Kriegsschulen.

Die Entwicklung der Kriegsschulen kann bis auf den Großen Kurfürsten zurück verfolgt werden. Dieser schuf in Kolberg eine Ritterakademie, welche von 1653 bis 1701 be­standen hat. Aus den Zöglingen dieser Akademie, welche nach deren Besuch meist alsGemeine" in die Regimenter eintraten, wo sie nach zwei- dis dreijähriger Frontdienstzeit zu Offizieren befördert wurden, ergänzte sich das Offizier­korps des erstenstechenden" Heeres, das durch den Großen Kurfürsten geschaffen worden war. Später wurde die wissen­schaftliche Ausbildung der Junker den Regimentern über- laffen. Erst bei der großen Reorganisation des preußischen Heeres unter Scharnhorst anfangs des 19. Jahrhunderts wurden Kriegsschulen in Berlin, Königsberg und Breslau fürPortepeefähnriche" errichtet. Nach den Befreiungs­kriegen traten an deren Stelle bei den einzelnen Divisionen die 'Divisionsschulen". Diese bestanden bis zur Reorgani­sation des preußischen Heeres durch Prinzregent Wilhelm, den späteren König und Kaiser im Jahre 1859. Jetzt wur­den die eigentlichen Kriegsschulen zur Ausbildung des Offi­ziernachwuchses geschaffen. Im gleichen Jahre wurden die Schulen in PotÄmrn und Erfurt errichtet, denen 1860 Neiße, 1863 Engere, 1867 Hannover und Kassel, 1871 Anklam und 1872 Metz folgten. Im Jahre 1865 wurde die Erfurter Kriegsschule nach Elogau verlegt. Im Jahre 1891 wurden die Kriegsschulen in Hersfeld und Danzig geschaffen, dem sich 1913 die Bromberger Kriegsschule anschloß. Die baye­rische Armee hatte eine eigene Kriegsschule in München, während die Fahnenjunker der sächsischen und württein- bergischen Truppenteile auf den preußischen Kriegsschulen mit ausgebildet wurden.

2m allgemeinen mußten alle Fahnenjunker bei der Truppe sechs Monate lang Dienst tun, wobei ihnen nichts geschenkt wurde, sodaß sie schon mit einer guten Grundlage an Kenntnissen des Truppendienstes zur Kriegsschule ein- rückten. Hier wurde eine Eintrittsprufung abgehalten, um den Stand der Kenntnisse jedes einzelnen Fahnenjunkers festznstellen. Der Lehrgang auf den Kriegsschulen dauerte im allgemeinen 35 Wochen, in welchem die zur Offizier­prüfung nötigen wissenschaftlichen und praktischen Kenntnisse erworben werden mußten.

Besuch eines neuen Kriegsschul-Lehrgangs geschickt werden f mußten.

Als am 1. August 1914 der Weltkrieg ausbrach, wurden | sämtliche Kriegsschulen geschlossen. Nach Beendigung des Weltkrieges wurde im März 1919 in Potsdam die Kriegs- ; schule wieder eröffnet, um hier den während des Krieges i beförderten jungen Offizieren die notwendige allgemein- 1 kriegswissenschaftliche Ausbildung zu geben. Jedoch bereits - im September mutzten die Kurse abgebrochen werden, da die 1 Siegermächte dagegen Einspruch erhoben! Im Friedens- i diktat von Versailles war im Artikel 176 genau festgelegt, j was Deutschland an militärischen Ausbildungsstätten für ' den Offizier nachwuchs haben dürfte. Für jede Waffe der jungen Reichswehr war nur eine Schule zugelassen (wobei Nachrichten- und Kraftfahrtruppe nicht alsWaffe" aner- ' kann! wurden!) So wurden am 27. Mai 1920 die Jnjante- rieschulen mit je einem Lehrgang in München und Wüns- dorf, die Artillerieschule in Jüterbog, die Kavallerieschule in Hannover und die Pionierschule in München geschaffen. Auf diesen Schulen wurden in mehrjährigen Lehrgängen die Offizieranwärter des Reichsheeres ausgebildet. Zunächst kamen alle Fahnenjunker zur Jnfanterieschule, um nach - deren Besuch dann zur eigentlichen Schule ihrer Waffe körn- , mandiert zu werden.

Nach der Wiedergewinnung der Wehrfreiheit durch die - historische Tat des Führers vom 16. März 1935 mußte naturgemäß auch der Ausbildungsgang des Ofsiziernach-

wuchses den Erfordernissen dementsprechend umgestaltet wer- Ä den. Während bis dahin im Reichsheer allgemein eine vier-

Frage. Denn Dr. Pi-Pa-Po versteht seine 1B man ihm lassen! Er hat sich auch bei der Diagnose genau an das vorgeschriebene Hören",Fragen" undF-"'-'"

jährige Ausbildungszeit eingeführt war, wurde diese im Sommer 1935 auf zwei Jahre herabgesetzt. In diesen zwei Jahren findet die Ausbildung wie folgt statt: nach einer neunmonatlichen Frontausbildung beim Truppenteil kom­men die Fahnenjunker dann auf eine der vier bestehenden Kriegsschulen Dresden. Hannover, Potsdam oder München, J in welche die bisherigen Waffenschulen umgewandelt 1