Wiesbadener Tagblatt
Freitag, 27. März 1938.
e
2
aus
<kJL ZAHNCREME
kImW? große Tube 40 Pfennig
Wiesbaden-Bierstadt.
;en. Das wird
Seiner
tag,
Ziegelei Ritzel in der unteren Taunusstrage sind nun en letzten Tagen dem Abbruch verfallen. Durch die Ar-
tf
d d e I, I
3 £
2
b
r t
u
L t
u a a r e
t r d
u V d
■f
G - d
r 2
7 d
2
8 u
E
4
2 3
3 n
5 o
2 b n a h
G - ?
v
d T t: d st ü 6 u e
in den letzten Tagen dem Abbruch verfallen. Durch die Arbeiten wird dem starken Verkehr, der sich täglich über Tau- nusstrage. Waldstraße und Nauroder Straße abwickelt, ein
— Residenz-Theater. Wegen der großen Führerrede und der lokalen Wahlkundgebungen wie Fackelzug usw. ist die für Samstagabend im Restdenz-Theater angesetzte Vorstellung abgesagt worden.
Wiesbaden-Schierstein.
Herr Dachdeckermeister Johann Rauh feierte am! 26. März seinen 70. Geburtstag.
r E u , sr tr
I ' ei
3 S ii ß n T n
' 3
<5 d:
■ ol
3 dl v
s- l ti n
Der katholische Kirchenchor Wiesbaden-Schier- stein singt am kommenden Sonntag, 29. März, morgens um 9 Uhr, im Rundfunk über den Reichssender Frankfurt a. M. Zum Vortrag kommen Chöre von Palestrina und Croce aus dem 14. und 16. Jahrhundert. Es ist dies bereits das vierte Mal, daß der Chor unter der bewährten Leitung seines Ehrenchormeisters Karl Reinhard im Rundfunk singt. Die sonntägliche Sendung wird durch das Präludium für große Orgel (Diboldt, op. 102) eingeleitet. An der Orgel Herr Adolf Lessel, Wiesbaden-Schierstein.
„Parole Heimat" beim Arbeitsdienst
3n ganz Hessen-Nassau kam der erste Pflichtjahrgang zur Entlassung.
Eine schone O st erspiel st unde veranstaltete am j letzten Sonntagnachmittag die Leiterin der hiesigen i Kinder schule im Saale der Kinderschule. In bunter l Reihenfolge zeigten die kleinen Volksgenoffen, was sie alles 1 im letzten Vierteljahr bei „Tante Elli" gelernt haben. Ge- J dichte und Gesänge wechselten einander ab, während ein- ] Zelne Gruppen kleine Spiele aufführten. Zum Schluß gab l es noch eine große Freude, als der Osterhase eine kleine 1 Freude brachte.
Am 28. März feiern die Eheleute Christian V i e tz und | Frau Karoline, geb. Zerbe, Nauroder Straße 18, das Fest 1 der goldenen Hochzeit.
Die einst in unserem Stadtteil in hoher Blüte stehenden i Gewerbe der Leinweberei, Töpferei und Ziegelei sind zu 1 Ende des vergangenen Jahrhunderts vollständig einge- | gangen, ersteres Gewerbe schon einige Jahrzehnte früher. 1 Als letzter Zeuge der Töpferei bzw. Häfnerei steht heute noch X das Anwesen des letzten Häfners Meier, Ecke Jgstadter und 1 Kloppenheimer Straße, das bereits seit zirka 40 Jahren 1 als Wohnhaus benutzt wird. An bedeutenden Ziegeleien be- 1 saß Bierstadt die Ziegelei Bücher, in der unteren Wies- 1 badener Straße, und die Ziegelei Ritzel, im unteren Teile ] der Taunusstraße. Die baulichen Reste dieser Ziegeleien ] wurden in den letzten Jahrzehnten als Scheunen, Schuppen z und Lagerräume benutzt. In den Baulichkeiten der Ziegelei < Bücher werden zur Zeit durch umfangreiche Umbauarbeiten 3 moderne Wohnungen errichtet, die noch im Laufe des 1 Sommers beziehbar werden. Die letzten Hallen und Schuppen 1 der Ziegelei Ritzel in der unteren Taunusstraße find nun I
— Deutsches Theater Wiesbaden. (Wochenspielplan.) Sonntag, 29. März, (B 26), „Gasparone". Montag, 30. März, (A 26), „Pique Dame". Dienstag, 31. März, (B 27) „Die Eule aus Athen". Mittwoch, 1. April (D 27), „Die weiße Dame". Donnerstag, 2. April, (G 27), „Seiner Gnaden Testament". Freitag, 3. April, (außer Stammreihe), „Der Kanzler von Tirol", (Kein Kartenverkauf). Samstag, 4. April, (F 27), „Polenblut". Sonntag, 5. April, (Außer Stammreihe), in neuer Inszenierung, „P a r s i f a l".
Der Mviige Donnerstag war ein historischer Tag für ■ Arbeitsdienst, denn der erste Jahrgang des Pslichtarbeitsidienstes, kam zur Entlassung. Die offizielle Ab- -schiedsfeier hatte dieser Tage schon in Anwesenheit der Gruppenführer stattgefunden. Eine Feierstunde ernsten Ehnrakters mit einer Rückschau auf das große Erlebnis des Arbeitsdienstes schloß sich noch am Vortag ber Entlassung an, unb gestern hieg es bei allen 47 Abteilungen des Gaues „Reserve hat Ruh". Der Vormittag war der Ablieferung der Bekleidungs- und Ausrüitungsgegenstände gewidmet. Vor der Entlassung versammelten die Abteilungs- fuhrer noch einmal tbre Arbeitsmänner um sich. Es folgte Die llusgabe der Entlaffungsfcheine für jene Kameraden, di« jetzt zum Dienst in die Wehrmacht kommen, den nicht wehr-
— Nerobergbahn. Wie die Städtische Preffestelle mitteilt, verkehrt die Nerobergbahn ab 1. April von 10 bis 14 Uhr alle 30 Minuten, von 14 bis 19 Uhr alle 15 Minuten.
— Hohes Alter. Am 28. März begeht Frau Marie P r o l l i u s, Scharnhorststraße 28, ihren 85. Geburtstag. Sie ist Bezieherin des Wiesbadener Tagblatts seit über 50 Jahren. — Am 28. März wird Herr Rechnungsrat Romeo Kellner, Karl-Ludwig-Straße 5, 81 Jahre alt.
— Das Fest der silberne» Hochzeit feiern am 28. März die Eheleute Anton E i e r m a n n und Frau Betty, geb. Einwich, Karlstraße 32.
— Evangelische Kirche. Die Wochenendgottesdienste am Samstag, 28. März, fallen wegen der politischen Feiern aus.
— Bergkirche. Der auf Samstagabend verlegte Paffions- gottesdienst findet wegen des Volkstages für Freiheit, Ehre und Frieden n i ch t st a t t.
Wiesbaden-Dotzheim.
Am Dienstag, 24. März, wurde in Dotzheim durch die Ortsgruppe und die Gliederungen ein Fackelzug veranstaltet, der sich bis 9% Uhr durch die Ortsstraßen bewegte. Am Mittwoch fanden in vier Sälen große Wahlversammlungen statt. Vor den zahlreich erschienenen Volks- genoffen sprachen im Turnerheim Gauredner Göbel, in der Krone Eauredner Müller, im Rebstock Gauredner Bullmann, im „Deutschen Haus" Eauredner Koch. Die vier Versammlungen waren in ihrer Gesamtheit ein eindrucksvolles Be-. kenntnis zum Führer.
— Zuschlägen der Türen an Kraftwagen. Zu den Rücksichtslosigkeiten, die manche Volksgenossen sich auf allen möglichen Gebieten zuschulden kommen laffen, gehört auch das Zuschlägen, man kann schon sagen „zuballern" der Krast- wagentüren. Die Türen sind, um ein Klappern zu vermeiden, mit Eummipfropfen gesichert; es muß ein gewißer Druck ausgeübt werden, um die Tür sicher zu schließe... 2___...
nun vielfach übertrieben und führt besonders nachts zu Ruhestörungen der Anwohner. Die Kraftwagenführer werden daher gebeten, Rücksicht zu nehmen.
(DNV.-Heimatbilderdienst, Photo: Spannring.) | pflichtigen Jahrgängen wunden dagegen die Arbeitspäffe » ausgehandigt.
Zur Erinnerung an den Arbeitsdienst hat jeder Arbeits- ' mann beim Abmarsch einen blitzenden Reserve-Spaten, mit Blumen geschmückt, geschultert. Er trägt auf einer i Plakette die Inschrift „Reichsarbeitsdieust 1936. — Arbeit^ adelt." Mit der Arbeitsdank-Nadel am Rock-- auf,schlag, dem S t i m ms ch e i n für die kommendes W a h l in der Tasche und einem frohen Lied auf den Lippen i zogen die Arbeitsdienstmänner dann zum letzten Male ge«J schlossen zum Tor hinaus. Sie denken wohl alle gerne an t das halbe Jahr Pflichtavbeitsdienst zurück, und der Reserve- s Spaten wird von nun an zu Hause einen Ehrenplatz l einnehmen.
Die Entlaflungsfeier der hiesigen Volksschule fand 1 am Donnerstagvormittag im ausgeschmückten Handarbeits- D saale statt. Zu der Feier hatten sich die Eltern, das Lehr- 1 personal, sowie eine Reihe geladener Gäste eingefunden. Nach 1 ^nem Eedrcht und Eingangsspruch hielt Lehrer Dietrich ] ote ^lbschiedsrede. In bunter Folge trugen die Schüler und 3 Schülerinnen Gedichte und Lieder vor. Rektor Nieder nahm 1 dann dre Entlassung vor und schickte den Jahrgang mit den I beften Wünschen in das Leben, wobei er den Scheidenden I lhre Zeugnisse aushändigte. Am Nachmittag trafen sich dann ■
Ättobeg und Mädchen noch einmal, um mit dem Orts-1 geistlichen Pfarrer Steubing einen gemeinsamen Aus- 1 sing nach Schloßborn und dem Feldberg zu unternehmen.
Wiesbadener Nachrichten.
Massenkundgebungen in der Innenstadt.
Am Donnerstagabend waren in den verschiedensten Sälen der Innenstadt Wahlkundgebungen der Ortsgruppen der NSDAP, anberaumt worden, die sich eines überaus guten Besuches erfreuen konnten. Die Redner setzten den Volksgenossen noch einmal die Arbeiten der nationalsozialistischen Regierung und die überragende Bedeutung der Reichstagswahl des 29. März für Volk und Vaterland auseinander. Das deutsche Volk hat in einem vierjährigen Kriege zwei Millionen seiner Besten geopfert. Es hatte eine Hungerblockade erduldet und einen schmählichen Frieden auf sich genommen. Es hat seine Waffen weggeworfen und seine Ehre. Längs den Ufern seines schönsten Stromes hielten fremde Völker die Kulturbasis der deutschen Nation besetzt.
Gleichzeitig war aber dieses ohnmächtige und geschwächte Land einer hemmungslosen iiberfremdung ausgesetzt. Das Gold war in Deutschland zum Gott geworden. Durch die Straßen aber jagte der Ruf: „Deutschland erwache", und es war anfangs so, als käme dieser Ruf aus der Erde herauf. Verzweifelte riefen ihn, einsame Einzelne, für die der Krieg noch nicht zu Ende war.
. Sie waren anfänglich wenige, und selbst unter sich noch zersplittert. Vis sie einen Führer fanden, dem sie bedingungslos folgten. Bis dieser Führer überall im Reich Menschen fand, die an ihn glaubten. Vis aus diesen Männern und Frauen, unbemerkt und in sich geschloffen, durch das Blut derer, die man ihnen erschlug, Volk wurde und schließlich ein der Welt draußen Unbegreifliches: eine Natron, deren Führer eine neue Fahne hielt, in der sich wohl die alten Farben, aber in einer neuen Sinngebung, fanden.
Dann aber steht diese Fahne, das uralte Zeichen der Herkunft vom roten Blut der Lebenden wie der Toten umgeben im unerbittlich weißen Kreis der Idee, über dem Reiche. Die schon vom ersten Tag an heimlich führten, traten nun an die Spitze des Staates. Die Säulen der Novemberrepublik zerbrachen, an die Stelle des parlamentarischen Jnteresienstaates tritt die in dem Bauern, dem Arbeiter und dem Soldaten fest verankerte völkische Nation. Die Vesten des Volkes wurden seine Führer. Sie stellten sich in die vorderste Linie. Ihre Politik besteht nicht aus Worten, sie türmen Taten. Der Führer aber ist, der Schlichtesten einer, dennoch in jeder seiner Gesten, in der scharf ausgeprägten Wucht seiner Schritte, in der gewaltig sich wölbenden Dynamik seiner Reden die Inkarnation des Reiches. In seiner Gestalt wurde die Nation Fleisch.
Sein Zorn ist unser Zorn geworden; seine Liebe ist unsere Liebe geworden; auf seinen Grundsätzen fußt unser Leben. Die Eckpfeiler unserer Weltanschauung heißen nicht „Gold und Wohlleben", sondern „Boden und Blut". Wir haben uns nach außen, Schritt für Schritt, freigekämpft. Wir wollen der Welt zeigen, daß des Führers Stimme unsere Stimme ist, daß Deutschland heute wieder ein Herz hat; das Herz eines Mannes, der in den Trichtern Frankreichs lag, das Herz eines Mannes, in dem zwei Millionen Herzen, die nicht mehr schlagen können, Wort und Stimme neu empfingen; das Herz Adolf Hitlers, des Führers der Deutschen.
Am 29. März bekennt sich Deutschland zu dem harten und ehrliche» Friedenswillen des Führers.
— Frühlingsarbeiten im Kurgarten. 2m geschloffenen Kurgarten hat man bereits die Stühle und Bänke für die Konzerte im Freien auf dem großen Platz am Weiher auf- aestellt. über 600 frisch gestrichene Stühle haben bis jetzt schon Platz gefunden. So rüstet man immer mehr, um zum Osterfest dem Ansturm der Gäste gewachsen zu sein.
— Erneuerungsarbeiten am Kochbrunnen. Die große Trinkhalle des Kochbrunnens wird zur Zeit einer gründlichen Erneuerung unterzogen und zwar soll dort der Anstrich erneuert werden, ebenso wird auch die Wandelhalle und der Musikpavillon frisch gestrichen. Ferner nimmt man die üblichen kleinen Ausbefferungsarbeiten vor. Der neue Anstrich ist sehr zu begrüßen, wird er die etwas grau und düster wirkende Halle doch freundlicher beleben. Die Arbeiten sind bereits im vollen Gange, damit zum Osterfest alles fertiggestellt ist.
— Der Bau der Wiesbadener Autoumgehuugsstraße. Durch den großzügigen Plan des Baues der Reichsautobahn Sin den letzten Jahren der Jnlandsabfatz der deutschen omobilindustrie stetig. Auch die einzelnen Städte tragen in großzügiger Weise dem Vorgehen des Reiches durch die Schaffung von Umgehungsstraßen und die damit verbundene Entlastung des inneren Stadtverkehrs Rechnung. W i e s b a den steht hierbei keineswegs hintenan, gilt es doch gerade hier mancherlei Mängel zu beseitigen. Besonders störend wurde es von den aus dem Rheingau kommenden Kraftfahrern empfunden, wenn sie auf ihrem Wege nach Frankfurt Wiesbaden durchfuhren, daß sie, wenn einmal am Hauptbahnhof angelangt, nicht etwa geradeaus weiter zur Frankfurter Straße fahren konnten, sondern erst in mehrere Straßen einbiegen mußten um endlich auf die Hauptverkehrsstraße zu gelangen. Ilm diesen auftretenden Mißstand zu beseitigen, wurde der Ausbau des Kaiser-Wilhelm-Ringes zur Frankfurter Straße bereits im Wmter vergangenen Jahres in Angriff genommen. Die erforderlichen Kanalarbeiten und sonstige Verleaunasarbeiten sind seit einigen Wochen beendet und augenblicklich sind die Arbeiter dabei, die Planung der Strafe durchzuführen. Mit den Stückarbeiten wird in allernächster Zeit begonnen werden. Nach ihrer Fertigstellung wird die Straße wesentlich zur Entlastung des Jnnenverkehrs Wiesbadens beitragen.
— Postbeförderung mit deutschen Lustschifseu »ach Rord- u»d Südamerika. Die von Mai bis Oktober mit dem LZ. 129 („Hindenburg") stattfindenden Fahrten nach Nordamerika, sollen auch zur Postbeförderung benutzt werden. Die Fahrt nach Nordamerika wird etwa drei Tage, zurück etwa zweieinhalb Tage dauern. Auf diesen Fahrten werden gewöhnliche und eingeschriebene Briefe, Postkarten, Drucksachen, Warenproben usw. nach Nordamerika, Mittelamerika, Weft- indien, Venezuela und Kolumbien, sowie gewöhnliche Pakete bis 20 Kilogramm nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika befördert. Für die Beförderung der Sendungen mit dem Luftschiff bis Lakehurst wird außer der gewöhnlichen Freigebühr ein Luftpostzuschlag erhoben, ebenso für die Weiterbeförderung mit den Luftposten der Vereinigten Staaten. Die Sendungen muffen am Abfahrtstage bis 18 Uhr beim Bahnpostamt 19 in Frankfurt a. M. vorliegen. Sie muffen den Vermerk tragen „Mit Luftschiff nach Nordamerika" oder „Mit Luftschiff nach Nordamerika und mit Luftpost ab New Pork". Die Sendungen erhalten einen besonderen Stempelabdruck mit der Angabe „Deutsche Luftpost Europa-Nordamerika". Für Sammelzwecke können bei der ersten Fahrt des neuen Luftschiffs gewöhnliche und eingeschriebene Briefe und Postkarten an Empfänger in beliebigen Bestimmungsorten eingeliefert werden. Diese Sendungen sind mit freigemachtem Umschlag an das Bahnpostamt 1g Frankfurt a. M. einzusenden. Außer den planmäßigen
— Refideuz-Theater. (Wochenspielplan.) Sonntag, 29. März, 15.30 Uhr: „Der Mustergatte", 20 Uhr: „Der Mustergatte. Montag, 30. Marz, „Lady Windermeres Fächer". Dienstag, 31. März, („KdF."), „Lady Windermeres Fächer". Mittwoch, 1. April, (Stammreihe I, 16. Vorst.), „Der Mustergatte". Donnerstag, 2. April, geschloffen. Freitag, 3. Apnl („Kraft durch Freude"), „Der Mustergatte". Samstag, 4. April, „Der Mustergatte". Sonn- ' g, 5. April, 15.30 und 20 Uhr: „Der Mustergatte".
Fahrten wird vom 30. Marz ab etwa alle 14 Tage mit beiden Luftschiffen eine Reihe von Fahrten nach Südamerika ausgeführt werden. Mit diesen Fahrten werden nur Drucksachen, Warenproben, Geschäftspapiere, Mischsendungen, Päckchen und gewöhnliche Pakete befördert werden.
— Postuachnahme. Es gibt Volksgenossen, die in der Einziehung von Forderungen durch eine Postnachnahme, die ujncn der Briefträger vorlegt, eine Gefährdung ihres guten Rufes erblicken. Die Postnachnahme hat aber nichts mit Zwangseinziehung zu tun und ist auch in keiner Weise einem Zahlungsbefehl oder gar der Eintreibung von Forderungen dur chden Gerichtsvollzieher vergleichbar. Die Post- nachnahme ist vielmehr eine bequeme Verkehrseinrichtung der Deutschen Reichspost, die der Absender zur Einziehung einer Forderung benutzt, um dem Empfänger die Zahlung des Geldbetrages zu erleichtern; erspart sie ihm doch das Ausschreiben einer Postanweisung, Zahlkarte usw., sowie den Weg jum Postschalter. Es ist dabei ganz gleich, ob es sich um die Bezahlung von Waren handelt, ob Mitgliederbeiträge erhoben oder sonstige Geldforderungen ausgeglichen werden sollen. Auch dem Geldempfänger bietet die Post- nachnahme mancherlei Vorteile. Er spart besondere Schreiben um Übersendung des Geldes, erhält rechtzeitig den aus» fte5enben Betrag und verärgert seine Geschäftsfreunde nicht mit Mahnbriefen. Kurz, die Postnachnahme ist ein getreuer Helfer des täglichen Lebens, darauf abgestellt, dem einzelnen zu dienen, und den Eeldverkehr zu erleichtern und flüffiger zu gestalten. Niemand braucht sich daher vor der Postnachnahme zu scheuen, jeder sollte sich vielmehr dieser praktischen Verkehrseinrichtung der Deutschen Reichspost in möglichst weitent Umfange bedienen.
Seite 8. Nr. 88.
Der Arbeitsvaki wird aussebändiat.
Der letzte Ausmarsch.
