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Wiesbadener Tasblatt

Seite 10.

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Gleichzeitig mit der Stärkung der Betriebe in der Li- zeugungsschlacht wird die wirtschaftliche Stärkung der Be­triebe verfolgt, indem durch Wegebauarbeiten zur Ei- schlietzung abgelegener Dörfer, Kolonien und Gehöfte die Voraussetzungen für den geregelten Absatz der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse des Landes geschaffen werden.

In allen Gauen Deutschlands sind die Abteilungen bte Arbeitsdienstes am Werk und überall gift die Arbeit am Boden Les Vaterlandes dem Ziel der Brotfreiheit Deutsch­lands!

Arbeitsführer K l a a s e n

im Planungsamt der Reichsleitung des Arbeits- vienftes.

Flugzeugunglück in Chile. Bei O v a l l e, 300 Klio- meter nördlich von Valparaiso, stürzte ein Flugzeug der nationalen Luftfahrtgesellschaft ab. Der Pilot und die vier Fahrgäste wurden getötet.

*1

Wirbelsturm in Argentinien.

Neun Todesopfer.

Buenos Aires, 15. März. In dem 300 Kilometer südwest­lich von Buenos Aires gelegenen Gebiet richtete ein schwerer, Wirbelsturm große Verheerungen an. Am meisten betroffen wurde die Ortschaft Dhillar unweit der Stadt Azul.

Die Sturmkatastrophe forderte neun Todesopfer. 50 Per-: sonen wurden verletzt; auch wurde großer Sachschaden angerichtet, kern Gebäude des Ortes blieb unbeschädigt, viele - Häuser wurden völlig zerstört.

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anderen vier konnten nur als Leichen geborgen- werden.

Es ist dies das erste schwere Lawinenunglück, das sich seit Jahren in Rumänien ereignet hat.

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Eine zweite englische Luftschutz-Division

für das Industriegebiet von North Midlands.

London. 16. März. Die englischen MiMävbohörben haben nunmehr eine zweite Luftschutzdwiston in dem großen Industriegebiet der North Midlands gebildet, nachdem bereits int letzten Jahr sine Londoner Luftschutzdinision geschaffen worden war.

Die neue Division ist, wie in der englischen Hauptstadt durch Umbildung mehrerer Infanteriebataillone der Terri­torialarmee gebildet worden.

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.... daß ..Kleine Anzeigen" immer besonders gern in einer Zeitung veröffentlicht werben, in ber schon viele derartige Anzeigen erscheinen und daß es beshalb in Deutschland in jeder größeren Stadt Zeitungen gibt, die in derKlein-Anzeigen"-Wer- bung eine bevorzugte Rolle spielen und eine aus­gesprochene Sonderstellung einnehmen?

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Der Führer sagte in seiner geschichtlichen Reichs- tagsrebe am 7. März 1936 über die deutsche Frage u. a. folgendes:

Hier leben auf einem sehr begrenzten und nicht überall fruchtbaren Boden 67 Millionen Menschen, bas sind rund 136 auf einen Quadratkilometer." Auf den deutschen Menschen trifft pro Kopf der Be­völkerung 18mal weniger Grund als z. B. auf einen Russen."

Durch die natürlichen Gegebenheiten des Bodens und des Klimas ist der Dichte ber Bevölkerung eines jeden Land­strichs eine Grenze gesetzt, wenn die Lebenshaltung der Be­wohner gesichert fein soll. Nicht alle Gegenden Deutschlands ermöglichen die Unterbringung von 136 Menschen auf einen Quadratkilometer und die hieraus zwangsläufig folgende Zusammenballung in anderen günstigeren Gegenden, in denen die Industrie Lebensmöglichkeiten bietet, führt leicht zu ungesunden sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen.

Wieweit Deutschland jedoch in der Lage ist, die Lebensbedingungen in seinem Wohnraum aus eigener Kraft zu bessern und wieweit die deutsche Jugend im Reichsarbeitsdienst in täglicher, mühevoller Arbeit Neuland erobern kann, soll eine Betrachtung des dünnstbevölkertsten Landstriches Deutsch-

Erdbeben im württembergischen Oberland.

Suttgart, 16. März. Am Sonntag gegen J43 Uhr morgens wurde in verschiedenen Städten und Dörfern des württem­bergischen Oberlandes ein stärkeres Erdbeben wahrgenommen. Die Bevölkerung wurde durch die Erdstöße aus dem Schlafe geweckt und verließ teilweise ihre Häuser. Der Herd dürfte südlich bis südöstlich von Stuttgart, also im Bereich des Bodensees, liegen.

Lawinen-llnglück in Rumänien.

Bukarest, 16. Mörz. In der Ortschaft B u st e n i bei Sinaja ereignete sich am Sonntag ein schweres Lawinenunglück. A ch t Bergsteiger aus Bukarest wurden von einer Lawine erfaßt und verschüttet. Bier von ihnen wurden schwer verletzt gerettet. Die

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Ernährungskraft, neben der Festigung des kleinbäuerlichen Besitzes, die Voraussetzungen für eine dichtere Besiedlung des Landes zu schaffen.

Durch Verbesserung von 50 000 Hektar Acker- und Wiesenland und durch Kultivierung von rund 10 000 Hektar Öd- und Moorland werden zunächst die Anbauflächen für den klein- und bäuerlichen Besitz erweitert. Die Ackernahrung ber ansässigen Erenzbeoölkerung und der Neusiedler wird hierdurch gesichert unb eine weitere Abwanderung der boden- ansäsiigen Grenzbevölkerung verhindert. 2 m größeren Rahmen gesehen, steigern die Arbeiten die Ertragsfähigkeit des deutschen Bodens und sichern dadurch die Ernährung des deutschen Volkes.

Der wirtschastliche Erfolg der Landeskulturarbeiten soll an einer Arbeitsdienstabteilung bargetan werden.

Die Abteilung kultiviert durch Senkung des Wasser­spiegels gewonnenes Neuland im Umfang von rund 80 Hektar. Nach beendeter Kultivierung wird das gewonnene Land ansässigen Kleinbauern als Grünland zur landwirt­schaftlichen Nutzung zugewiesen werden.

Der jährliche Mehrertrag beläuft sich nach Angaben des zuständigen Kulturbaubeamten auf etwa ein Sechstel der für J)ie Entwässerung unb Kultivierung der 80 Hektar großen Fläche einmalig aufgewendeten Kosten.

Noch augenfälliger wird der wirtschaftliche Erfolg durch die Tatsache, daß nach zweijähriger Arbeit der Abteilung von dem Ertrag des neugewonnenen Landes der Futter­bedarf für rund 100 Milchkühe gedeckt werden kann.

Diese 100 Milchkühe wiederum erzeugen:

360 000 Liter Milch oder

15 000 Kilogramm Butter und 320 000 Liter Magermilch sowie

40 000 Liter Buttermilch.

lanbs zeigen.

Es handelt sich um einen etwa 150 Kilometer langen unb 3050 Kilometer Breiten, im Osten an Polen grenzen- ben Landstreifen derGrenzmark Pofen-Westpreußen", der die Landkreise Schlochau, Flatow und Deutsch-Krone um­faßt.

Die Landschaft ist in der Eiszeit entstanden. Der Boden ist meist sandig, leicht und arm an Nährstoffen. Das un­günstige Klima erhöht die Schwierigkeiten der landwirt­schaftlichen Nutzung; da die Temperaturen tief liegen, wird die Vegetationsperiode verkürzt. Von der Gesamtfläche wer­den infolge der ungünstigen Boden- und Witterungsverhält- niffe nur 50 v. H. als Ackerland genutzt und mit Roggen und Kartoffeln bebaut. Die Grünflächen nehmen etwa 6 v. H. der Gesamtfläche ein. Infolge mangelnder Entwässerung find sie jedoch zum größten Teil versumpft und versauert und bringen nur geringe und minderwertige Erträge.

Rund ein Drittel der Gesamtfläche ist mit Wald be­deckt. Das Holz ist neben dem Roggen und der Kartoffel ein wichtigstes Erzeugnis der heimischen Wirtschaft.

Da auch Bodenschätze vollkommen fehlen, beschränkt sich die unbebeutenbe vorhandene Industrie auf die Verarbei­tung ber land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Die wirtschaftliche Tätigkeit von Dreivierteln ber Be­wohner ist daher auf die Landwirtschaft eingestellt.

Das wirtschaftliche Leben wird weiterhin erschwert durch die nach dem Diktat von Versailles erfolgte Grenz­ziehung, die zahlreiche Bahnlinien und Straßen zerschneidet und wertvolle Absatz- und Austauschgebiete abtrennt.

Die Folge der ungünstigen Lebensverhältnisse ist, daß die Geburtenziffer seit 1850 bis zur Machtübernahme um mehr als die Hälfte gesunken ist. Der Geburtenüberschuß wandert zudem seit Jahrzehnten vom Lande in die Indu­striezentren West- und Mitteldeutschlands. Die Vodenftän- digkeit ber Grenzbevölkerung ist aufs höchste gefährdet.

Während hier nur etwa 40 Menschen auf den Quadrat­kilometer wohnen, sitzen jenseits der rotweitzen Grenzpfähle 80. In diesem dünnbevölkertsten Gebiet Deutschlands fehlt

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es also an Menschen.

Hier aber setzt die Arbeit des Reichsarbeitsdienstes ein. Er steckt sich das Ziel neben der Stärkung der deutschen

Ehrung einer Hundertjährigen. Der Führer Reichskanzler hat der Frau Katharina M a r n i___

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