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Sette

Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.

Wil>sbadeuer TagNatt»

Freitag, 17. Juli 1S11-

Nr. 327.

sieht. Es sei mehr als wahrscheinlich, daß man sich auch jetzt wieder beim Besuch des Präsidenten Poincarä in Petersburg über den Plan unterhalten werde, der jetzt allerdings nicht mehr der englischen Diplomatie, sondern der englischen Admirali­tät zur Prüfung vorliege. Der russische Vor­schlag e x i st i r e tatsächlich; es sei zwar von eng­lischer Seite keineswegs angenommen, aber auch noch nicht ab g e I e h n t, und die russischen Bemühungen gingen toetter. Von Petersburg dränge man sogar zu einem baldigen Abschluß. Es heißt in einer von einer unbedingt zuverlässigen informierten Pariser Persön­lichkeit stammenden Zuschrift, die LasTaaebl. ver­öffentlicht. wörtlich Wie folgt:Die militärischenStellen in Rußland wünschen nicht nur eine Kooperation der beiden Flotten, sondern auch weitgehende Unterstützung ihrer militärischen M aßnahmen zu Lande durch England i m F a 11 e e i n e s K r i e g e s m t t Deutschland. Sie wünschen etwas Ähnliches, wie in den Zusagen lag, die Frankreich von England wäh­rend der Marokkokrisis erhalten hat."

«aittcuistaaten.

Zur Annahme der bulgarischen Anleihe. Sofia,

16. Juli. Die Majorität der Deputierten beschloß, wegen der Vorgänge in der gestrigen Sobranje die Ab­stimmung über den Anleiheentwurf s ch r : f t I r ch zu bekräftige!:.

Von der bulgarischen Geistlichkeit. Sofia, 15. Juli. Die verwitweten bulgarischen_ Geistlichen verlan­gen kategorisch von der Synode die Erlaubnis, zum zweitenmal in den E h est a n d z:l treten und drohen falls diese Forderung ihnen nicht gewährt Wrrd, aus dem geistlichen Stand auszutreten. Die Synode ist damit in eine außerordentlich schwierige Lage der- seist, da sie durch die verlangte Konzession an die Geist­lichkeit eine der uralten Kirchenregeln verletzen wurde. Die Frage erregt Spannung im ganzen Lande.

Ansiedlung in Ncuscrbien. Belgrad, 16. Juli. Das serbische Volkswirtschaftsministerium hat bisher 15 000 Familien, etwa 700 000 Köpfe, in Neuserbien angesiedelt. Eine große Anzahl von Personen haben

un

Laufe dieses Monats im Kumanowodistrikt Lände­

reien erhalten. Die meisten Ansiedler stammen bisher aus altserbischem Gebiete. Im August soll eine Anzahl tschechischer Kolonisten an die Reihe kommen.

Ciirkei

Ein neuer Hafen in Palästina. N.J.K. Jeru­salem 14. Juli. Die jüdische Kolonie Chederah zwischen Jafta und Haifa wird bald eine Hasenanlage besitzen, die dem dortigen Handel zugute kommen wird. Baron Edmund Rothschild aus Paris läßt die Anlage auf seine K o st e n Herrichten _ und er wird auch der Feier der Grundsteinlegung beiwohnen.

Ilordafrika.

Neue Kämpfe in Französisch-Marokko. Rabat, 16. Juli. Am 13. Juki schlug Oberst Odry einen heftigen feindlichen Angriff bei Heuifra zurück, wobei die Feinde funs Tote zuruckließen. Als Odry bereits in das Lager zuruckiehrte, er­folgte'ein neuer Angriff. Die Eingeborenen wurden

längerte. da konnte man sich des Eindrucks fast nicht erwehren, als sagten sich seine Richter: Latz ihn laufen: er ist durch een Verfall seiner Kaut i o n von 25 000 M. mehr gestraft, # » wenn er seine Zeit bei uns abbrummte Mag lein, datz feme französischen Freunde und Verehrer, die ihm schon den Tausend-Franken-Preis der Academie franyaise für Htn deutschfeindliches Buch zuschanzten, ihm uba- diesen B«- verlust hinweghelfen. mit dem Hut in der Hand sammetnr für diesen Vorkämpfer französischer Kultur, dieses Opfer deutscher Brutalität. Auch das sei ihm gegönnt. Die Haupt­sache ist. datz die Kosten des Verfahrens mit den 25 Mme ge­deckt find. .

Über den Kreuzermangel in unserer Hoch­seeflotte schreibt die linksliberaleKieler Zeitung":

In diesen Tagen vereinigen sich bei Stagen die ein­zelnen Verbände der Hochseeflotte zur Vornahme ver zweiten «roßen Verbandsübung des- Dienstjahres der yiotte. der Sommerüüung. Während nun die Linienschiffe. ore Torpedoboote und daS sonstige zu den grötzeren Übungen heran­gezogene Material in voller Anzahl an der Sommerreise teil­nehmen, eröffnet sich bei den Kreuzern eine f uht var e Lücke. Nach dem FlottenübungSplan sollen,an ver Sonuner- reise beteiligt sein die großen KreuzerSeydlitz".Moltke .uno von der Tann" sowie die kleinen KreuzerKöln .Mainz . Stralsund".Kolbera". Der gesamte Verband, der Lus. klä-ungsschiffe. der zur Verwendung für drei Limenschms- geschwader gelangen soll, umfaßt nur sieben Kreuzer, wahrend die etats mäßige Stärke fast die rappelte Anzahl, nämlich zwölf, beträgt. Es fehlen die Linlenschiffskreuzer Goeben". der der Mittelmeendivision als Flaggschikf ment, fermer der kleine KreuzerRostock", der als jüngstes Schiff dieser Gattung die KaiserjachtHoh-enzollern" am der Icord- landreise begleitet und hierbei gleichzeitig seine große Probe­fahrt erledigt, sowieDresden".Breslau" undStratzourg , die alle drei zum Schub der Deutschen im Ausland tätig find. Zweifellos ist ih-e Anwesenheit dort unbedingt, erforderlich. Es kann aber nicht in Abrede gestellt Weden, daß ihr Fahlen tn der heimischen Schlachtflotte als ein schwerer übel stand empfunden wird. Bei der Lösung der schwierigen Aufgaben, welche heute einem Flottenführer gestellt werden, smelt die Aufklärung durch die Kreuzer eine ganz hervorragende Rolle. Es träre deshalb dringend zu wünschen, datz die der Front ent­zogenen Kreuzer bald wieder den Dienst aufnehmen konnten, zu dem sie bestimmt sind. Freilich gibt die Gestaltung der politischen Verhältnisse im Mittelmeer und in , Mexiko kaum Anlaß zri der Hoffnung auf eine baldige Heimkehr dieser Kreuzer. Wenn dein Kreuzermangel endgültig abgeholfen werden soll, so wird über kurz oder lang doch an die Bildung eines auch wiederholt vom Staatssekretär von Tirpitz befür­worteten sogen,fliegenden" Kr e u z e r g e s ch w a d e rs gedacht werden müssen. Nach der Flottennovelle vom 27. Junr 1912 sollen an Kreuzern vorhanden sein: bei der Schlachtflotte 12 große und 80 kleine Kreuzer, bei der Auslondsflotte 8 große und 10 kleine Kreuzer. In diesen Bestand müssen auch die älteren Kreuzer, die zum Dienst in der .Hochseeflotte nicht mehr verwendbar sind, mit eingerechnet werden.

durch Artillerie und Maschinengewehre in die Berge zurückge- schlagen. Auf französischer Seite wurden 7 Mann verwundet, darunter drei Europäer.

SüöomeMttfi

Revolution in Venezuela. Bogota, 16. Juli. Nach­richten von der Grenze melden: In Venezuela ist eine

Revolution ausgebrochen, die sich weiter ausbremet. Eine Feuersbrun st zerstörte bedeutende Geoau.de und reiche Warenlager.

Zeitungsschau.

In der neuesten Nummer derHilfe" setzt Dr. G e r t r u d B ä II m e r ihre Betrachtungen über die Jugendbewegung (vergl. Nr. 321 des Wiesb. Tagblatts" unterZeitungsschau") fort. Sie schreibt:

Die Jugendbewegung wird die Idee der Selbstver- wkeit für die sie heute als für ein innerstes persönliches Lebensbedürfnis eintritt, <rls Mntzst-ab. in^ ihr Arbeitsleben mir hinausnehmen. Dann wird sie un einze.nen sehen 'was sie heute im ganzen wer« daß die rA^hunK- svsteme immer nur Schatten eines geringen, sozialen, politu Gesamtzustandes sind, daß man die Dinge s e l b st ändern mutz wenn sie einen anderen Schatten werien.sollen. Ob sic diese' Zusammenhänge heute schon suhlt oder nrcht die Jugendbewegung ist das liberale Jungdeutschland Dieser Liberastsmus trägt ein neues Element in sich, das dre alten etwas verästdert: das ist die Eugenik va? Rassen­

ideal Augenscheinlich stehen die meisten Gruppen der Jugendbewegung unter dem Einslutz, der damit zusammen- ßgueeriden (6 e da ul e u a än 6 e Der Antisemitismus des Wander- vonsts^ist" ein einsestmer und abseitiger Ausdruck dafür Im Grunde liegt die Anziehungskraft der Ranenreformgedanken für die Jugend nicht m irgend welchen a 11 b eu t: f ch e n Äbfchlietzungsgelüsten. sondern rn dem I u itin11 dafür daß die Qualität des Menschen das höchste Gut eines'V olkes . der endgültige Matzstab für seine ^Kultur, der eigentliche entscheidende Zweck der Zwecke ist. ^ndem dre Jugend ihr eigenes Menschentum gegen dre Überlastung mit Zivilisation jeder Art verteidigt, indem sie Gesundheit. Natur. Einfachheit sucht, schafft sie in sich selbst die Swrbedingungen zu den Wer ideen. in deren Licht sie spat« die Welt sehen und - im guten Fall! - gestalten wird. Die Qualität des den?scheu Menschentums als letzter Matzstab für Volkswirtschaft soziale Ordnung und Politik das ist der Neuliberalismus der Jugend.

Ein herzliches Lebewohl wird Hanfs auch vom Hannoverschen /kurier" über dre Grenze ge­rufen:

Wir werden zuletzt, dafür aber, am besten ^chen. Mit reinem Vergnügen sehen wir Hnnsi über öle Grenze ver- schwinden. Er hat als richtiger dummer Schwöb gehandelt, indem er, sich wurzellos machte. In Deutschland war er em Schädling, drüben in Frankreich ist er eine auf­geblasene Null, der binnen Monatsfrist die Luft aus­geht Warum hat denn Wetterte lieber diestickige Luft deut­sche' Gefängnisse" geatmet, als daß er sich wie Hansi aus­gebürgert hättet Werl er klüger ist. Leider, leider!"

DerH a m b u r g i s ch e schreibt zu dem gleichen Falle:

iorrespond e>nft

5lu§ §taöt nnh £anb.

UHesba&eiter Nachrichten.

Als ras winiamrtncn eine zwei-

uwe Frist für den Antritt seiner Strafe ^billigte, djese Frist batm ohne besondere GrundanMbe aus dos Doppelte ver-

Gastspiel des Kurthcatcrs im Garten desCafes Orient". Die Direktion des Wiener Residenz-Ensembles (Kurtheater) beabsichtigt, im. schattigen Garten desCafös Orient"Unter den Eichen" auf einer eigens errichteten Sommerbühne Samstag, den 13., und Sonntag) den 19. d. M nachmittags und abends, ein Gastspiel zu absolvieren, für welches Stella Nicht e r als Gast gewonnen wurde. Zur Auf­führung gelangen die LustspieleDer Herr mit der langen Nase",Weiberrätsel", sowieDas erste Auftreten der Fürstin Stojanoff". Diese Vorstellungim Grünen" soll vorläufig ein Versuch sein, der, falls er sich bewähren sollte, wiederholt und unserem Sommerpublikum gewiß willkommen sein dürfte. Der Vorverkauf der Plätze findet imCafe Orient" statt. Die Hauskapelle desCafes Orient" wird die Zwischenaktsmusik besorgen.

Die Bautätigkeit in Hessen-Nassau. Über die Bautätig keit in der Provinz Hessen-Nassau im Juni d. I. sagt der Baumaterralien-Markt": In der Stadt Eschwege ist die Bau tätigkeit gleich Null gewesen, auf dem Lande war sie gut. Eine Besserung in der Stadt steht noch bevor. Dasselbe ist von Frankfurt a. M., Fulda, Hanau, Marburg, Wiesbaden und auch von Kassel zu sagen. Vollständig darnieder lag der Baumarkt in Hanau, hier auch auf dem Lande, weil die ver­meintliche gute Ernte des vergangenen Jahres sich qualitativ geringer erwies, als vermutet war, und weil daher auch der Erlös hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Die Ent­wicklung der privaten Bautätigkeit in Hessen-Nassau hängt ebenso wie in anderen Bezirken einzig und allein von her Bessergestaltung der Hypothckenverhältnisse ab. So lange diese noch ungünstig sind, wird der Baumarkt keine Anregung er­fahren. ,. r] , .

Schutzmannschaft und Geselligkeit. Die dienstfreien Beamten der hiesigen Schutzmannschaft waren Mittwochnach­mittag imWaldhorn" in Clarenthal, nachdem eine Polizei- hundeborführung mit interessanten Übungen stattgefunden hatte, zu einer geselligen Feier versammelt. Auch Polizei­präsident v. Schenck und Polizeiinspektor Rech mann waren zugegen. Die Veranstaltung nahm bei Konzertvor­trägen seitens der Schutzmannskapelle einen gemütlichen Ver­lauf. Der Hin- und Rückmarsch erfolgte in geschlossenem Zug.

Wandernde Zuschneidcunterrichtsinstitute. DieZwangs­innung für Damenschneider- und -Schneiderinnen" ersucht uns um folgende aufklärende und warnende Veröffentlichung: Zuschneideunterrichtsinstitute sehr zweifelhafter Art geben des öfteren bei uns Gastrollen. So hatte sich in diesem Jahr in der Luisenstraße eineBerliner Lehranstalt für Zuschneiden von Damengarderobe' niedergelassen", die in ihren Offerten vollständig kostenlose Unterrichtserteilung anbot. Die Schüle rinnen erlebten jedoch bald eine Enttäuschung über die an dere FürLehrmaterial" mußten erst 10 M., dann nachein ander noch einmal bis 10 M. entrichtet werden. _ Ferner er- Melten die Schülerinnen zugeschnittene Blusen, die zu Hause angefertigt werden mußten, ohne daß hierfür eine Vergütung gewährt 'wurde. Schließlich wurde noch ein schwunghafter Handel mit ziemlich teuren Stoffen getrieben, bei dem sich die Schülerinnen wider willen in sehr hohe Ausgaben fügen mußten. Das Schlimmste aber war: der Unterricht bestand vornehmlich im Abzeichnen von fertigen Mustern, die für die Schülerinnen zur Benutzung an der Wand hingen. Etwas über 70 Schülerinnen wurden sobelehrt". DieDirektion aber verduftete spurlos, nachdem sie von mehreren Schüle­rinnen, die erst beigetreten waren, dieMaterialent­schädigung" eingezogen hatte, ohne denselben auch nur eine Stunde Unterricht zu- geben, bezw. den anderen den Unter­richt fertig erteilt zu haben. Eine ganz^ ansehnliche Summe wurde so in ganz kurzer Zeit mühelos eingestrichen. Da nun ' in diesen Tagen wiederum eine ähnliche Einladung erging, er­

scheint es angebracht, auf diese Geschäftsgebaren aufmerksam zu machen und zu loarnen. Wer in der Lage ist, seine Fähig­keit als Zuschneidelehrer oder -Lehrerin zu bekunden, braucht zurEinführung" nicht umsonst zu unterrichten. Eine der­artige Reklame ist, zum wenigsten unlauterer Wettbewerb. Die zuständigen Organe: Innung und Handwerkskammer sorgen bei wirklicher Befähigung, schon für Einführung. Üm weitere Schädigungen zu verhüten, wird diesenInstituten jetzt eine besondere Aufmerksamkeit zuteil, so daß dem Treiben^ bald ein Ende gemacht wird."

Eine Hausarbeitswärterin. Unsere Nachbarstadt Frank­furt a. M. hat eine vorbildliche Einrichtung getroffen. Man ist zu der Überzeugung gelangt, daß in den meisten klein­bürgerlichen Familien ein Rückgang der wirtschaftlichen und häuslichen Ordnung zu beobachten ist. Sie stammt aus der Unkenntnis der Hausftau, sie stammt aus der mangelhaften Vorbildung in der wirtschaftlichen Schulung, gerade bei den­jenigen Mädchen, die vielleicht vorher Arbeiterinnen, Ver­käuferinnen oder auf anderem Gebiet tätige Frauen waren. Bei anderen Frauen sieht man wieder die Unfähigkeit, die Habe zusammenzuhalten, mit dem Geld auszukommen, das der Mann' verdient. Viele der unglücklichen Ehen sind unbe­dingt darauf zurückzuführen, denn über häusliche Sorgen, über einen schlecht geleiteten Haushalt könneu sich wohl kaum große Geister selbst hinwegsetzen, während der Mann aus dem Volke, der Taglöhner und Arbeiter, ebenso wie der kleine Be­amte.die wirtschaftliche Störung als sehr unangenehm empfin­det. Die von der Stadt Frankfurt a. M. eingesetzte Haus- arbeitswärterin ist vom Magistrat angestellt worden, um in den Arbeiterfamilien Ordnung zu schaffen. Sie soll die Frauen zur guten und gediegenen Wirtschaftsführung an­leiten, sie muß sich auch darum kümmern, daß ihre Ratschläge befolgt werden. Sind Sorgen materieller Natur in einer Familie bemerkbar, dann ist es das Amt der Hausarbeits­wärterin, Anträge bei der Armenverwaltung zu stellen, damit hier Abhilfe geschaffen werden kann.

Das Staubschüttelii und Ausklopfen. Anfragen aus unserem Leserkreis veranlassen uns, die Vorschriften wegen Staubschüttelns und Ausklopfens kurz hier anzuführen: Be­züglich des Staubschüttelns heißt es im 8 81 der Polizeiver- or'dnung vom 10. Oktober 1910:1. Auf öffentlichen Straßen und in Vorgärten sowie an straßenwärts gelegenen Türen, Fenstern und Baikonen ist das Auslegen, Klopfen und Aus­stäuben von Kleidern, Betten, Matratzen und ähnlichen Gegen- ständen verboten. Ausgenommen hiervon ist das Anslegen von Teppichen zur Ausschmückung bei öffentlichen Festveran­staltungen. 2. Das Ausklopfen der zu 1 genannten Gegen­stände ist in Höfen und Gärten innerhalb der Stadt nur an Werktagen von 8 bis 12 Uhr vormittags gestattet. Zimmer- teppiche und Läufer, deren Flächeninhalt 16 Quadratmeter übersteigt, dürfen innerhalb der Stadt sowie in der Nähe von öffentlichen Straßen, Plätzen und Promenaden im Umkreis der Stadt überhaupt nicht geklopft oder gestäubt werden.

Personal-Nachrichten. Dem Suverintendenten a D. B i n ae l in Wiesbaden ist der Kronenovden 3. .Nasse verlieben worden Dem Oberlehrer an der stadt,scheu Oberrealschule Dr. E. M e y e r ist das Prädikat Professor verliehen worden.

Israelitischer Gottesdienst, Israelit ij che Ku I t us-

«emeinde. Stznagoge: Michelsberg Gottesdienst tr. der Hauvtstmaaoae:. Freitag: abends 7.15 Uhr. Sabbat : morgens 8 45 Uhr. nachmittags 3 Uhr. abends 9.25 Uhr. Gottesdren t im Gemeindesaal: Wochentage: morgens P.45 Uhr abends 7 15 Uhr Die Gemeindebibliothek ist geöffnet Dienstagabend von 8 bis 9.30 Uhr und Donnerstagnachmrttag von 3 bis 4 Uhr.

Altisraelitische Ku l t n s a e m e i nd e Synaaoge: cr>-iodri.ck,stratze 83 Freitag: abends 7.30 Uhr. Sabbat:

morgens 7 Uhr: Mussaph 9.15 Uhr nachmittags 4 Uhr abends 9.25 Uhr. Wochentage: morgens 6.45 Uhr, abends 7.30 Uhr.

klus dem vereinsleben.

vorberlchte, Vereinsversanrmlungen.

* DerFreidenkerverein" veranstaltet Sonntag­nachmittag einen Familienausflua nach ^ "Eisernen Hand. Abmarsch erfolgt um 3 Uhr vom Rondell der Ulbrecht-Durer- Anlagen. Beteiliaung von Gästen erwünscht.

* Der Atbletik-SvortklubAthletia" hält am kommen­den Sonntag, dm 1U Juli. imSaale Zur Wa-Äust" Putter- Stvatze. eine Unterhaltung mit Tanz ab. verbunden mrt Preis­kegeln.

5lus dem Landkreis Wiesbaden.

= Biebrich, 15. Juli. DerTagespost" zufolge sollen an drei Baustellen (Pionierkaserne, Unteroffiziervorschule und neue Volksschule) seit Montag die organisiertenMau. r e r, etwa 80 bis 90 Mann, in A u s st a n d getreten fern. Es handelt sich um Differenzen wegen Beschäftigung eines nicht organisierten Kollegen.

Biebrich, 16. Juli. Die Verleihung des Kgl. Kronen- oudens 4. Klasse an den aus dem Dienst geschiedenen Magistratsaberfekretär Becker Hierselbst wurde gestern rm .Staatsanzeiger" veröffentlicht.

Aus dem Landkreis Wiesbaden, 16. Juli. Auf Gnind der Verfügungen der Kal. Regierung Abteilung für toto- uni Schulwesen in Wiesbaden, vom 18. AprU 1904. II, 4290 und vom 29. Juni 1910. II. 6654, sind,vom Kgl. Landrat ip Einvernehmen mit den HerrenlireiSschuUnsveklorm iue Sommerferren für dr e faulen

Landorten und in den Städten mit ländlichen VerhAtnrsien in unserem Kreise für 1914 wie folgt, festgesetzt: vom 19 Julr bis chnsSließlich 8. August ftir Auringnn. Bterstadtz Erben-

W, Hetzloch. Klovvenbeim, Rambach und Sonnenberg: v-m

19. JuU biS' einschstetzlich 10. Andrst für Flörsheim: .vom iult bis einschließlich 11. August pur Eddersheim, Werlbach

ärrÄTW.:»»

18 . Juli bis 17. August für Schierstern; vom M. Juli bis einsckl 8 August für Breckenheim. Delkenherm, Diedenbergen, Hockcheim.' Igstadt, Massenheim. Medenbach Nordenstadt Wallau und Wildsachseu: vom 20. ^ulr bis ernschl^ ^ August für Georgenborn und vom 27. Julr bis ernfchl 8. AuMst Krauenstein Mit Stolz können wieder unsere Pferde- züchter^auf die tomMittel-chemischen Pferdezuchtverem" m & « L. veranstaltete Haupt-Stuten- und

Fohlenschau zurückblicken. So erhielten "^f, 4- J> l Ä 5jährige tragende Stuten schweren Schlages Landwirt Adolf Born den 1 Staatspreis, Landwirt Beter Koch den 4 und foentndö Neinomov Ir den 5. Preis, ^luf 3 mhrigo gedeckte Stuten erhielt der Landwirt Iriedrich August Merten den 2 Staatspreis: auf 5- bis 8jähnge tragende Stuten mit Fob'en bei Fntz Landwirt Adolf Born den 1. mtb und

Gastwirt Heinrich Merten den 5. Staatspreis. Dem Land- wstt Friedrich Auaust Merten wurde der l Familien-Staats- preis auf leichten Schlag und Gutspackster Heinrich Weber l Meckstildsbausen) ein solcher auf schweren Schlag zuge-

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Zur Prämierung waren 150 Tieie vorgeiuyrl. ...

ei. Breckenheim, 16. Juli. Bürgermeister Heuß der 32 Jahre an der Spitze der Gemeinde gestanden und sich u die Entwicklung derselben große Verdienste erworben hat. h^ wegen vorgerückten Alters sein A mt ni eder gelegt. D

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