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Wöchentlich

Verlag Sanggaffe 2L

„Tagölati-Haus".

8ck>alt?r-Halle geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends.

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21 - °tz>° Brmg-rl-Im. SR. 3.- vierteljährlich durch all- deutjchen Postänstalt!?. ausschtt-W-Z Bellellgeld — Bezugs -Beuellnngen nehmen außerdem entgegen: in Wiesbaden di» ilweiasteNe Ria marckrmg IS. lowie die AuSgabekt-ll-n in allen Teilen der Stadt - in Bi-brä' die doKen so! aabeiteBen und in den benachbarren Landorten und im Rheingau die betr-ff-nd-n Tagbla^Träger

»nzeige».Einnahme: Für dieAbend-Ausg. bislSUHr m .. ,

mittag: für die Mo rgen-Ausg. bis 3 Uhr nachmittag?. Berliner Redaktion des Wiesbadener Tagblatts

Dienstag, 14. Juli 1914.

12 Ausgaben.

Fernruf:

„Tagblatt.Haus" Nr. 6650-53.

Von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntag».

Anzeigen.Preis für die Zeile: 15 Pfg. für lokale Anzeigen im „Arbeitsmarkt" und „Kleiner Anzeiger" m emhriilicher Satzform: 20 Pfg. in davon abweichender Satzausführung, sowie für alle übrigen lokalen Anzeigen: 3« Pfg. für alle auswärtigen Anzeigen: 1 SRI. für lokale Reklamen; 2 Ml. für auzivLrtigi Reklamen. Ganze, halbe, drittel und viertel Seiten, durchlaufend, nach besonderer Berechnung. - Bei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen entsprechender Rabatt.

Berlin-Wilmersdorf. Güntzelstr. 66. Fernspr.: Amt Uhland 450 u. 451. I* * *!

Morgen- Ausgabe.

Ne. 321. . 62. Jahrgang.

Oie öritte Zriedenskonferenz.

.. ^f^der zweiten Haager Friedenskonferenz, die vor Neben Zähren im Haag tagte, war man in allerdings unverbindlicher Weise übereingekommen, diese Konfe­renzen in bestimmten Zeitabschnitten aufeinander fol- iiu fassen, und zwar hatte man als Norm den Zeit- 1^800 zwischen der ersten und zweiten Konferenz, 1899 brs 190l, also 8 Jahre, in Aussicht genommen, w daß die dritte Friedenskonferenz eigentlich in das xfghr 1915 hätte fallen sollen. Es stand indessen schon ieit elnger Zeit fest, daß man es so eilig damit nicht haben würde. Schon auf der letzten Konferenz hatte man es als erheblichen und den Fortgang der Arbeiten sehr hindernden Übelstand empfunden, daß die Vor­arbeiten für Las Programm und die Verständigung darüber nicht mit der nötigen Gründlichkeit erfolgt waren, da anderenfalls manche Unstimmigkeiten auf der Konferenz hätten vermieden werden, können, wenn man vorher des Satzes gedacht hätte, daß die Politik die K u n st des Möglichen ist. Es war deshalb aus der zweiten Haager Konferenz der Wunsch nach der Be­gründung eines Ausschusses laut geworden, der von den beteiligten Regierungen gewählt und mit der Aufgabe betraut werden sollte, die der Konferenz zu unterbreitenden Vorschläge zu sammeln, hie Fragen festzustellen, die für eine internationale Regelung reif seien, und ein Programm zusammenzustellen, welches den Mächten so frühzeitig zugestellt werden sollte, daß d'e Regierungen hinreichende Zeit zur gründlichen Prüfung hätten.

Dieser Vorschlag war mit allgemeiner Zustimmung begrüßt worden, da man durch eine solche Vorbereitung hoffen konnte, unfruchtbare und aussichtslose Anregun­gen zu vermeihen, die nicht nur eine überflüssige, 'son- dern zugleich eine schädliche Zeitversäumnis bedeuten wurden. Denn derartige nicht zeitgemäße Vorschläge konnten le'cht als Sprengpulver wirken, eine Ge­fahr, vor der man auf den ersten beiden Friedens­konferenzen wiederholt stand. Als Vorbereitungszeit f iir diesen Ausschuß hatte man etwa zwei Jahre in Aussicht genommen. Da nun beschlossen worden ist, den vorbereitenden Ausschuß, der das endgültige P r o - ara m m für die dritte Friedenskonferenz aufstellen ioll, für den 1. Juni 1918 nach dem Haag einzuberufen, wird man wohl damit rechnen müssen, haß die dritte Konferenz erst im Jahre 1917 zusammentritt.

Was die Stellung der deutschen Regierung zu d'eser Konferenz betrifft, so hat, wie man sich er- 'nnern wird, der Direktor im Auswärtigen Amt, Wirk- l'cker Geh. Regierungsrat Dr. Kriege, Anfang Mai weses Jähes irt her Budgctkommission des Reichstags darüber Auskunft gegeben. Der Regierungs- hrrtr^pr fntTtp aitnächsi mit, daß ein Programm kür

die Konferenz von einer internationalen Kommission (es ist dies der zum 1. Juni 1915 nach dem Haag ein- berufene Ausschuß) ausgearbeitet und alsdann den Re­gierungen zur Genehmigung unterbreitet werde. In­zwischen sei das Auswärtige Amt bereits mit der Auf­stellung der deutscherseits für das Programm zu machenden Vorschläge beschäftigt. Die deutsche Re­gierung stehe der drittenFriedenskonserenz durchaus s y m- pathisch gegenüber, wenn sie auch der Meinung sei, daß vorher die wichtigsten E r ge b n i s s e der früh e- ren Konferenzen sicher gestellt'werden sollten.

, Der Vertreter der deutschen Regierung spielte hier­mit vor allem auf die Frage des internationalen Prisengerichtshofes und der Londoner Seerechtsdeklaratron an, die beide noch immer der Erledigung harren. Die zweite Haager Konferenz hatte bekanntlich die Bildung eines inter­nationalen Prisengerichtshofes beschlossen, zu welchem Endzweck jedoch vorher notwendigerweise eine Fest­legung des Begriffes der Ko n t e r d a n d e erforder­lich war. Mit diesem Problem beschäftigte sich die See­rechtskonferenz, welche, weiter bauend auf den Haager Verhandlungen, vom 1. Dezember 1908 bis zum 26. Fe­bruar 1909 in London tagte und in der sogenannten Londoner Seerechtsdeklaration den Begrkff der Konter­bande festlegte. Als absolute Konterbande wurde nur wirkliches Kriegsmaterial bezeichnet, als be­dingte dL.ge.gen solche, die nicht unter allen Umstän­den dem Kriege zu dienen bestimmt sei, wohl .aber als Konterbande gelten müsse, wenn sie feindlichen Heeren, befestigten Plätzen oder Stützpunkten zugeführt würde.

Die Londoner Deklaration scheiterte be­zeichnender Weise in London. Während sie vom Unterhause mit knapper Mehrheit angenommen wurde, wurde sie vom Oberhause mit 145 gegen 63 Stimmen abgelehnt, infolge der starken Opposition seitens der öffentlichen Meinung, welche von jeder Festlegung des Seekriegsrechts Nachteile für das flottenstarke Eng­land befürchtete. Aus den Erklärungen, welche Staats­sekretär Grey am 6. Mai im englischen Unterhause ab­gegeben hat, ist nun — anscheinend nicht mit Unrecht

— die Schlußfolgerung gezogen worden, daß die eng­lische Regierung jetzt geneigter als früher sei, aus eine Festlegung, der Unverletzlichkeit des Privateigen­tums zur/See einzugehen, und der englische Minister des Auswärtigen betonte ausdrücklich, daß nach seiner Meinung für England kein Grund vorliege, die Rege­lung dieser Frage auf der nächsten Konferenz zu ver­hindern. Sollte dieser.: Umschwung in den Anschauungen der englischen Regierung von Bestand sein, so wird man

— aber auch nur in diesenl Fall! — der dritten Frie­denskonferenz mit der Hoffnung entgegensehen dürfen, daß sie einen weiteren Schritt auf dem Wege vom Kriegsunrecht zum Krieasrech.t bedeuten könnte.

politische Übersicht.

Die Neuordnung der Gberlehrerprüfung.

„Die neuen Bestimmungen über die Oberlehrer- Prüfung, die wir in ihren wichtigsten Punkten bereits Wiedergaben, müssen als ein entschiedener Fort­schritt begrüßt werden. Beim Examen nach vollen- detemUniversitätsbesuch von achtSemestern (diese waren schon früher nötig, jetzt werden sie auch förmlich ver­langt) hat der Kandidat zwei Hauptfächer und ein Nebenfach zu wählen. Während er aber das eine wissenschaftlich beherrschen muß, braucht er in dem anderen, natürlich von ihm selbst bestimmten, nur diejenigen Kenntnisse darzutun, die für den Unterricht in der obersten Klasse erforderlich sind. (Die Detailvorschriften über die Anforderungen sind noch nicht mitgeteilt worden.) Damit ist eine ein­schneidende Änderung vollzogen, die unerwartet kommt, die aber sowohl vom wissenschaftlichen wie vom unter- richtlichen Standpunkte Zustimmung verdient. Denn die erfolgreiche wissenschaftliche Vertiefung in z w ei Fächer ist nicht möglich, und sie ist auch für den Unter­richt nicht erforderlich. Die wissenschaftliche Befähigung, die in einem Hauptsache dargetan wird und bei deren Feststellung allerdings volle Strenge geboten ist, ge­nügt vollständig, um die Gewähr dafür zu bieten, daß der Geprüfte auch beim Unterricht in anderen Gegen­ständen mit der erforderlichen Achtung vor der Wissen- schaft und ihrem .Arschungsstande zu Werk.gehen wird. Wenn man diesem Satze znstimmt, so ergibt sich ohne weiteres, daß alsdann für die Erteilung einer weiteren vollen knenitas die Kenntnis des Unterrichtsstoffes ge­nügt. Wissenschaftliche Schulung und Unterrichts­befähigung sind eben zwei verschiedene Dinge. Das ist durch die besprochene Bestimmung anerkannt, und aus diesem Grundsätze werden in Zukunft vielleicht einmal noch weitere Reformen in der Prüfungsordnung ent­springen. Nebenfakultäten werden, wie mitgeteilt, noch für einige neue Fächer eingesührt: angewandte Mathe­matik, Geologie, Archäologie, Kunstgeschichte, Russisch, Polnisch und Dänisch. (Italienisch und Spanisch wur­den auch bisher schon als Prüfungsfächer zugelaffen, sofern ein zur Abnahme der Prüfung befähigter Exa- minator vorhanden war.) Nach Bestehen der wissen- schaftlichen Prüfung arbeitet der Kandidat also ein Jahr lang unter einem Fachlehrer und ein Jahr im Seminar. Bisher war die Ordnung umgekehrt. Für die Umkehrung sind äußere, technische Gründe maß­gebend gewesen; es kam dabei besonders auf die Frage an, ob die zweite Prüfung in Berlin (bezw. an einer anderen Zentrale) oder an der Anstalt abgehalten wer­den solle, cm der der Prüfling im zweiten Vorberei- tungssahre tätig war. Die Entscheidung ist also im

Die Stadt am ro^en Main.

Bilder aus dem alten und neuen Bayreuth.

Von Dr. Gustav Manz.

Mehr als je ist in den letzten Wochen der Name Richard Wagners und seiner Festspielstadt Bayreuth im Munde der Leute gewesen. Zuerst waren es unerquickliche Familien­streitigkeiten, die der gesamten In- und Auslandspreise Anlatz zu Erörterungen gaben, und dann kam plötzlich wie ein er­freuender Sonnenstrahl durch wolkenverhangenen Himmel die überraschende Kunde, daß die Familie Wagyer mit dem Ge­danken umgehe, dem deutschen Volk mit der Übereignung des Festspielhauses und des dazugehörigen Wirtschaftsbetriebes, des Hauses Wahnfried selbst mit seinen unzähligen Schätzen und Erinnerungen an den großen Künstler, eine Stiftung von Willionenwert zu übereignen und gleichzeitig damit der Welt kin Richard-Wagner-Denkmal zu hinterlassen, wie es groß­artiger nicht gedacht werden kann.

Mit aufatmender Freude sicht man sich dieser Tatsache gegenüber und lenkt unwillkürlich unter diesen Umständen N den Blick nach der Festspielstadt am roten Main, vor deren ( Toren auf dem „lieblichen Hügel" sich der einfache Fachwerk- duu erhebt, aus dem so unendliche Ströme der Beglückung im ^aufe der Jahrzehnte ausgegangen sind. Gewährt doch die geplante Stiftung der Stadt Bayreuth selbst die Zuversicht, auch in künftigen Zeiten ein Wanderziel der Tausende zu uleiben und nicht etwa wieder in den Dornröschenschlaf zu versinken, aus dem es einst von dem Schöpfer des deutschen Wusikdramas als einem gewaltigen Wecker aufgestört wurde. Tenn als zu Anfang der siebziger Jahre der „vielverschlagene Odysseus der Musik" in der schier verschollenen fränkischen Residenz seine letzte Lebens- und Kunstheimat fand, da schieb «Wer, weit in der Welt umherverschlagen, an die Stätte jWattßi, die er sich zur letzten Rast erwählt, beobachtet genau sich ihm aufdrängendcn Anzeichen, denen er eine günstige l Deutung zu geben sucht. . . . Hier sollen die Bayern „ge­nutet" und sich einen Wohnsitz angelegt haben. . . . Eine andere skeptischere Erklärung gibt an, es handle sich hier ein- 'ach um den Namen einer ersten Burg, welche „beim Reuth" angelegt wurde. Immer handelt es sich jedenfalls um das

„Reuth", die der Wildnis abgerunaene, urbar gemachte Stätte." So entstand dem nachsinnenden Künstler eine enge Verknüpfung zwischen dem Sinn dieses Stadrnamens und dem Inhalt seines Lebenswerkes, und mit Recht und Stolz nannte er sich Ehrenbürger des Gemeinwesens, dessen Wappen zwei gekreuzte Reuten oder Rodehacken aufweist.

Ein Blick in die Geschichte der Stadt Bayreuth vermittelt geradezu ein verkleinertes Abbild der deutschen Geistes- und Kulturgeschichte im Großen. Wagner selbst weist darauf hin, wie kräftig sich Bayreuth dereinst von Rom losgesagt, dann aber wieder unter der Herrschaft prunklicbender Fürsten das Gewand des französischen Geschmackes angelegt habe, so daß geradezu das von einem Italiener erbaute alte Opernhaus eines der ragendsten Denkmäler des Rokokostiles wurde. „Hier florierten Ballett, Oper und Komödie. Aber der Bürger­meister von Bayreuth „affektierte", wie die hohe Dame hier­über sich ausdrückte, die zu bewillkommnende Schwester Friedrich des Großen im ehrlichen Deutsch anzureden! . . . . Und beim Deutsch verblieb es endlich doch."

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Was hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht alles zu­getragen in dem stillen Weltwinkel, von dem man ebenso wie von dem nahen Nürnberg sagen könnte, daß es so recht in Deutschlands Mitten liege!

Ende des 12. Jahrhunderts taucht der Name Bayreuth zum erstenmal in einer Urkunde auf, und was wir dann von der kleinen Stadt erfahren, ist mehr Jammer und Elend als Lust und Frohsinn. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts zogen die Hussiten sengend und verbrennend durch die Straßen, und lange dauerte es, bis die Bürgerschaft sich von den mannig­fachen Drangsalierungen erholte. Mancherlei kulturgeschicht­liche Kuriosa treten einem aus jenen Tagen entgegen, wenn man die alten Quellenwerke durchblättert, aus denen neuer­dings Dr. Holle und Ehr. Meyer lesenswerte Bücher zu- sammengestellt haben. Als man im Jahre 1439 die der Maria Magdalena gewidmete Pfarrkirche erbaute, hatte sie neun Altäre und neun Geistliche, der Türmer aber bekam jährlich 18 Gulden Lohn und durfte alle 14 Tage einmal in die Stadt herab ins Bad gehen. Anheimelnd berührt es, daß aber auch schon damals in Bayreuth eifrig Bier gebraut wurde, noch

anheimelnder, daß die Maß Bier nur 2 Pfennig, ebenso viel wie ein Pfund Rindfleisch, kostete. Aber auch das geistige Leben regte sich. Im Laufe des 15. Jahrhunderts wurde eine Lateinschule begründet. Bezeichnend für damalige An­schauungen ist freilich der tägliche Freitisch des Schulmeisters im Pfarrhof sowie das Verbot, mit Laien Gemeinschaft zu haben und mit den Schülern Deutsch zu sprechen.

Späterhin sorgten die Ansbacher Markgrafen in landes­väterlicher Weise für den Aufschwung der Stadt, in welcher namentlich die Leinenweberei und die Tuchmacherei blühten. Markgraf Friedrich residierte gern in Bayreuth, seine Höf­linge aber, die anderer Meinung waren, verleideten ihm den Aufenthalt dort durch — Gespenstererscheinungen. . . .

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Die nächsten drei Jahrhunderte, etwa von der Einführung der Reformation bis zur Abtretung der Stadt an die Krone Preußen (1528 bis 1792), erfuhren in ihrer geruhigen Weiter­entwicklung eine böse Unterbrechung durch den dreißigjährigen Krieg. Es dauerte lange, bis sie sich von all den Belagerun­gen und Brandschatzungen wieder erholt hatte. Denn jammer­voll genug sah es in dem einst so blühenden Gemeinwesen, dem noch im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts Mark­graf Georg Friedrich das stattliche neue Schloß erbaut hatte, nach, den Umtrieben der Wallensteiner und nach dem Wüten der Pest aus! Die Häuser lagen in Asche, die Wölfe liefen in den Straßen herum, die Bewohner nährten sich von Kleie, Eicheln, Hanf und Leinkuchen, die Einwohnerschaft zählte nur noch 121 Personen. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts erhob sich das Gemeinwesen wieder wie ein Phönix aus der Asche. Damals stiftete der Markgraf den Orden cks 1a Sincerite, den Vorläufer des späteren preußischen Roten Adlerordens. ^ 1715 ersmgte die Anlegung des später so prächtig erweiterten Lustschlosses Eremitage. Bayreuth wurde die typische Klernstadtrestdenz. Prächtige Gebäude erhoben sich, das Reithaus, me Münze, das Ballhaus und vor allem das Opernhaus. 1749 wurde es von dem Italiener Bibbiena errichtet und rm Innern in reich vergoldetem Rokokostil aus­gestattet. Ore Buhne, eine der größten Deutschlands, wird heutzutage von winterlich gastierenden Truppen nur zur Hälfte benutzt. Ernst trennte den Schauraum von der Szene