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Nr. 36i*

Sonntag, V. Juni 1914.

Mesbaderres TaME.

Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.

Seite 3.

lang, in der erziehliche und unterrichtliche Fragen sowie Ver­eins- und Standesangelegenheiten erörtert wurden. Zu der sich daran anschließenden Hauptversammlung waren folgende Herren, die zum Teil auch am vorhergehenden Tage zugegen waren erschienen: Oberpräsident Exzellenz Hengstenberg

(Kassel), Provinzialschulrat Kanzow (Kassel), der Dekan der philosophischen Fakultät zu Marburg, Prof. Dr. Busch, Pros. Tr. Strecker (Marburg), Landrat v. Zitzewitz (Dillenburg), Bürgermeister Gierlich (Dillenburg), Pros. Dr. Lohr (Wies­baden), als Ehrenmitglied des Vereins, und Prof. Dr. Reeb, als Vertreter des nachbarlichen heffen-darmstädtrschen Vereins. Aus den Verhandlungen der Hauptversammlung fet neben der Besprechung pädagogischer Fragen, zu der ein Vortrag des Direktors Dr. Endemann die Anregung gab, vor allem der Jahresbericht hervorgehoben, der in gewohnter umfassender und gründlicher Weise von dem Vorsitzenden des Vererns, Prof. Bleckmann (Kassel), erstattet wurde Am späten Nach­mittag vereinigte ein Festessen, an das sich noch ein geselliges Zusammensein anschloß, die Festteilnehmer m-.t rhren Damen im Saale des städtischen Kurhauses. Für den nächsten Morgen waren Ausflüge nach Oberscheld zur Befichtrgung des neuen Hochofenwerkes und der elektrischen Zentrale des Dill- kr"iscs sowie nach Greifenstein und der Dranaburg vorge­sehen, die darin die Festteilnehmer wieder rrach allen Richtun­gen in die Heimat entführten.^

r. Ans dem Rheingau, 6. Juni. Die Köln-Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellschaft hat Montags,^ Mittwochs und Freitags zu billigen Preisen ein n e u e^- Sch r f T zu Tal ein­gelegt An diesen Tagen fährt das Schiss m Oestrich morgens 8,20 Uhr ab und hält an allen Stationen Abwech­selnd bat der Dampfer Doppel- oder Promenadedeck. Der Vorkajütenpreis berechtigt zur Benutzung des^ Promenade­decks und Salons. Zu Berg gcht dasselbe Schiss ab Oestrich Dienstags, Doiinerstags und Samstags, abends 7,2o Uhr, Dieses Entgegenkommen verdient Anerkennung.

st. Höchst °. M., 6. Juni. In seiner Wohnung Kasino- strake 14 bat sich gestern abend der unverheiratete Chemiker Dr Arnulf L e ch n e r v e r g i f t e t Das Motiv des Selbst­mordes ist unbekannt. ...

= Bad Hamburg v. d. H., 6. Jum. Eine Persönlich ert die nicht genannt seiii will, schenkte der Stadt al. Grunds ock für ein historisches Museum die Balmersche umfang­reiche Altertnmssammlung, die vor allem wertvolle Or.gmal- handfchriften und Bilder des Homburg, chen Furstengeschlcchw und aus der ehemaligen Landgraf^ast Heßen-Hombur^ ent­hält -^ie Sammlung hat einen Wert von über 100 000 M.

; ?imbura 6 Juni. Die Stadtverordneten wähl­te in ih-er gestrigen Sitzung den Rentner Joseph Heppel als Beigeordneten' Zun, Nassauischen Städtetag wurde Äs Vertreter der Stadtverordneten-Versammlung der Vorstand Juitizrat Naht und Stadtverordneter Busch gewählt. . tfut Zwecke des Grundstücksfonds lvurde -eine Anleihe von 300 000 Mark genehmigt. __

mit -der Faust auf den Gegner ein. Die Wiesbadener Straf­kammer verurteilte Schauß zu fünfzig, Wilhelm ^ B 3 zwanzig Mark Geldstrafe, Albert -Groß aber,we l er, ohne dazu aus der Situation heraus -gezwungen gew-eien z sein, ein M-esier gebraucht habe, zu fünf Monaten. G> - fängnis sowie zu einer an den Verletzten zu zahle e. Butze (Aufwand für die Kur. Schmerzensgeld und Schaden­ersatz für einen verdorbenen Anzug) in Hohe von 87,85 Ji.

_- Bicrstadt kontra Wiesbaden. Vorggstern fand vor ) cm Amtsgerichte zu Wiesbaden eine Verhandlung statt

-Echl» de, Wiesbaden und de-

Gemeinde Bierstadt. Die Stadt will ein unter- irdisches Kabel durch die Bierstadter Gemarkung nach Kloppenheim legen, die Gemeinde Bierstadt will be

nur unter gewissen Bedingungen genehmigen. Vor allem ioll der W a s s e r b e z u g s p r e i s für die Konsumenten de selbe sein wie der in Wiesbaden. Da der Magistrat auf keinerlei Verhandlungen einging, wurde der Klageweg be­schritten. Als Vertreter der Bierstadter Gemeinde waren ui | dem Termin anwesend Bürgermeister Hofmann und Ge- l meindevertreter Direktor Müller. Das Urteil wird in 8 Tagen verkündigt werden. .,,

wb. Der „Lorraiu" abermals vor G-ncht. Metz, 6. Juni. Wegen Beleidigung des Kommandeur- der 60. Bri­gade, Generalmajor Bausch, wurden heute von der

Strafkammer der politische Direktor des ..LorraiN ,

Ehrendomherr Coli in, und der Chefredakteur desielioen Blattes Houpert zu je 300 M. Geldstrafe und in die Kosten des Verfahrens einschließlich der Rebenklage verur- ieilt. In einem Artikel des Blattes vom 15. November v. ^., betitelt „Wie man germanisiert", hieß es, dn_ General (ge­meint damit konnte nur Generalmajor Bausch ft,n) habe, an, er sich ein Pferd vorführen ließ, an der Mosel kprelende Kin­der und junge Leute mit Ausdrücken, wie „ihr Schangels, ihr Franzosenpack, ihr Franzosenvolk" angefahreu und vom Platz verjagen wollen. Dem Strasantrag des Generalmafors Bausch hatte sich der kommandierende General des 16. Armee­korps als Nebenkläger angeschlosscn. VergleichSverhand- lunaen scheiterten, da letzterer sich auf Verhandlungen nicht einlassen zu können erklärte. Die Angeklagten traten den Wahrheitsbeweis nicht an. Aus der Verhandlung ging her­vor. daß wahrscheinlich ctite Verwechselung mit-einem anderen Offizier Vorgelegen hat, der die Jungen mit einigen vielleicht ähnlichen Äußerungen angefahren hat.

Sport und Luftfahrt.

Nachbarstaaten u. -Provinzen.

Bslkstrachtenfest und kein Ende.

’% Mainz, 5. Juni. Die Festleitung des Trachtenfestes und ihr Spiritus rector sehen sich bemüßigt, auch nach Schluß des Festes ihre Stilübungen fortzusetzen. Sw versMen, m üorm von Berichtigungen, die meist ihre verdiente Ruhestattmi in den Papierkövben finden, ihr Tun und ^raaiteiiz s, -

gen. Auf ein -derartiges Elaborat antwortet der Marnzer Ben treter der „Franks. Zig.", der wegen seiner fre,mutigen Kritik nicht nur durch Entziehung der Pressekarte „bestraft . sondern obendrein im Festzug verhöhnt wurde, u. a. folgendes: „Nach dem Intermezzo habe ich in höflichstem Ton Herrn Rüßler, ei, n der maßgebenden Heroen des Festausschusses, gesprochen, d^r mir in denkbar ungehöriger F° rm erklärte: Wir danken für eine Berichterstattung, die das «est als "Maskerade" bezeichnet. Sie können gegen Ihr Eintritts- " ld Mi Festplab betreten, nicht aber mehr auf Ihre Presse- ka e " Iw übrigen wird jetzt bekannt, daß eine Anzahl Ver­eine für ihre Mitwirkung k l i n g e u d e u L o h n erbitten, wodurch die gemeldete und sofort bezweifelte Nachricht daß 1500 M. zu wohltätigen Zwecken gespendet werden sollen guten Weg hüben wird. Auch bxt Auffassung, daß das Fest Ken Goldregen nach Mainz gebracht habe, halt nicht mehr r., al . r “ m ,s f t 81 e u t e klagen über direkte Schädigungen, Äe ihiier/durch den Verkehr aus dem Festplatz erwachsen. Am Sonntag vor Pfingsten (Verkehrstag) soll ein großes Warenhaus 10 000 M. weniger eingenommen haben, als an dem Paralleltag im Vorjahr. (Uber de Be de u t u n g der Volkstrach teufe st e unterrichten dw Antworten berufener Persönlichkeiten, die auf eine von uns veranstaltete

find -»d

im heutigen „Landboten begonnen wird. ~te Schrift!.)

wb. Gießen, 6. Juni. Beim Rangieren auf dem hiesigen

Erstarb bftm^Transport in die Klinik. Ein zweiter Arbeiter wurde am Kopf erheblich verletzt. - Ein Ingenieur aus Russisch-Polen, der seit einigen Tagen ,n Stockholm in nber- hesseu weilte, wurde unter P o ck e n v er d a ch t- ,u dw hiesige Klinik eingeliesert.

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tum Bier welches sich rn seiner G tz ^, Ehest andssingen" ?and am^ 2 . Märk vorder Behausung einer Schwester der

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tzch stDt 1 l e "w* aS Schauß abspielten. Das Brüder- alteren Landwirt Adolf vielst der Faust verhauen,

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Der Sport des Sonntags.

Kaum hat sich -die Erregung über die großen Berliner Renntage der letzten Woche -etwas gelegt, als auch schon neue sportliche Genüsse besonderer Art winken. In Hamburg wird aus der Groß-Borsteler Bahn das erste der drei 100 000- Mark-Rennen, das die deutsche Zucht zu vergeben hat, ge­laufen. Für den aus Österreich herübergekommenen Blonde! dürfte die Distanz des Großen P r eis e s von Ham- bürg schon zu weit sein. Die besten Chaiicen besitzt Herrn R. Haniels Terminus, dem die Steuerung von Archibatd zu­gute kommt, vor Orelio und Einwandfr-ei. In der Reichs Hauptstadt nimmt das Frühjahrs-Meeting in Hoppe- garten seinen Fortgang. Das Holländer-Rennen sollte Festarok gegen Graphit gewinnen, während in der recht mäßi­gen Gesellschaft des Silbernen Pferdes Rancho und Crnro ,n Front zu erwarten sind. Am Montag wird das ^Stutenderby, der Preis der Diana, gelaufen. Nach vorjähriger Form ist Freiherrn S. A. v. Oppenheims Kriegsgöttin b« wertem die beste Vertreterin ihres Jahrgangs, um so mehr, als ihre gefährlichste Gegnerin Melba in dieser Saison stets versagte. Ein gut besetzter Hindernisrenntag steht in Frankfurt a. M. bevor. In der Hauptnummer, dem Präsidenten- Preis, sollte der Ausgang zwischen In Dubio, ErfenkLmg und Peter 2 liegen. In H o r st - E m s ch e r bildet ebenfalls •eine aie, bic Renanm, ben SÖlittelpuiilt* bet

stattlichen Bewerberschar ragen St. Theobald und Rebarbcrra hervor. Weitere Rennen finden in Dresden, Kott-bus, Hamm, Lehe-Bremerhaven, Lyck, Straßburg i. Elf., Wittenberge i. M. und Kaflel statt. Als zweites der großen Bollblutzncht trei­benden Länder -wartet Österreich mit der Entschewung seines Derby auf. Wenn auch diesmal keine deutschen Pferde an dem Preis des Jockeiklubs, dem offiziellen Namen des Wiener Derby, teilnehmen, so interessiert der Ausgang die deutsche Sportgemeinde doch insofern ungemein, als der Favorit des Rennens Confusionarius und außerdem noch Saint Denis, Barns und Sleipner ein Engagement im Deut­schen Derby besitzen. Da der berufendste Anwärter auf Öster­reichs „Blaues Band", Haüd-Lassuk durch Nasenbluten außer Gefecht gesetzt ist, sollte Confusionarius gegen Sarkany ge­winnen. . ..

Aus dem reichen r a d s p o r t l i ch e n Programm ragt dw Fliegermeisterschaft von Deutschland in Hannover hervor. In Abwesenheit des in Amerika befind­lichen Rütt sind Otto Meyer, Lorenz, Stabe und Arend die berufensten Anwärter. Weitere Rennen finden in Breslau, Leipzig, Darmstadt, Magdeburg, Brüssel, wo zugleich die Straß-enfahrt Paris-Brüssel ihr^ Ende erreicht, Kopenhagen und Paris-Buffalobahn, statt. Große Amateurrennen kommen in Erfurt und Ranen zum Austrag. Interessant ist der dort vor den Toren der Reichshauptstadt vor sich gehende Militär- Radfahrer-Patrouillen-Wettbewerb übet 50 Kilometer. Mit vollen Kräften setzt jetzt die L e i ch t a t h l e t i k ein. Ihr wich­tigstes Ereignis ist der Stafettenlauf Potsdam- Berlin. Nicht weniger als 3000 Läufer treten, in viele Gruppen geteilt, zum Kampf um die verschiedenen wertvollen Ehrenpreise an, als deren bedeutendster der Kaiserpreis dem ersten Sieger winkt. Die Riesenzahl der Berliner Läufer wird noch in München üüertroffen, wo an dem Stafettenlanf Schl eisheim-Mün che n etwa 3500 Läufer teilnehmen. Im Deutschen Stadion finden anläßlich seines einjährigen Bestehens zum erstenmal Deutsche Armeewett- kämpfe auf Befehl des Kaisers statt. Nachdem am Sams­tag und Sonntag die Vorkämpfe zum Austrag gelangt sind, fallen am Montag im Beisein des obersten Kriegsherrn die Entscheidungen. Auch die D e u t s ch L T ü r n e r sch aft wird im Deutschen Stadion ihr Können zeigen, Auch diesen Vor- s-nhrungcn wird der Kaiser beiwohnen, der von dort traditions­gemäß zur Grünauer Ruderregatta fährt.

* Pferderennen zu Saint-Oucn, 6. Juni. Prix d'Allier. 3000 Fr. 1. Gouthenaire de Tourhs La Bresche (I. BarÄ' 2. Canezor, 3. Saint Leonard. 44:10; 16, 15, 30:10. — Prry du Mervan. 3000 Fr. 1. Gauthier-Lathmilles Cornelia (Roupnel), 2. Moskawa 2, 8. Briolet. 17:10; 13, 58:1 . - Prix de la Margeride. 4000 Fr. 1. Hennegys Muscadrn 4

(A. Carteri, 2. Shbilla, 3. Antonelle. 57:10; 17, 13, 20:10.

— Prir du Nivernais. 3000 Fr. 1. Comte de Coulombitzrs Porta Vecchio (G. Mitchel), 2. Ullapoal, 8. Oise 2. 28:10;

15, 24:10. — Prix Scutch. 10 000 Fr. 1. Gonthenmre de Tourys Baladeur 2 (I. Bara), 2. Gay Boy, 3. Herminctte. 41:10; 28, 87:10. — Prix du Cher. 5000 Fr. 1. Dugas Malefice (R. Sauval), 2. Ramage, 3. Ocyroc. 46:10; 28, 27:10.

» Fußball. Die erste Mannschaft des Wiesbadener Turn­vereins i'ieate am vergangenen Sonnta« über die LigMnanrr- ickaft der Bockenheimer Germania mit 5:4 Toren. Dw dritte AÄnnichaft schlug die pleiche Mannschaft des Brebricher Fnh- ballbereiZ mit 7:1 Toren. Heute Sonntag, fahren dw beiden Wiesbadener Mannschaften nach Gnesherm. »um Ruck- shiei ppnr'x den dortiaen Fußballklub „Alemannia. Abfahrt L ersten Mannschaft lM Uhr. der dritten Mannschaft

l2 '° 8 * »fNtt Bet der Bannerweihe des. Radfahrer- Vereins Hochheim wurden ,m Pr e, s f ah r e n rol- eiende Eraebnisse erzielt: Korsofahren Abteilung A: 1. Preis RadiabrervL-ein Finthen 2. Preis Wallerstädten. 3. Preis Jaitadt^ Abteilung 8 1. Preis Nordenstadt. 2 Preis Weltz-

kirchen' 8 Preis Dotzheim; Kunstreigen: 1. Preis Jgstadsi o Breis Nordenstadt: Schnlreigen mit waalmaMne: 1. Preis Dabbeim 2 Preis Igstadt. 3. Preis Kriftel; Schnlrergen mit Tourenmaschine: 1. Preis Wallerstädten. 2. Preis Annmebnrg.

3 Preis Sprendlingen. Den Ehrenpreis für den schonitcn Radlchmnck erhielt Weißkirchen. ,

** Sport»otiz. Rußlands zweites Grand-Prrx- ANtorennen wurde am 31. Mai. auf Straßen, deren ^uitcmd in bezng ans Schwierigkeit ieben Verg'kenH «anshalt, von Scholl auf Benz mit ..Continental-Pneumati!" gewonnen.

Sturzflüge in Wiesbaden.

Wie wir erfahrest, findet am Sonntag, den 21. ^ u n i, auf der Erben heim er Rennbahn eine größere aviatische Veranstaltung statt, bei welcher der be­kannte deutsche Sturzflieger Fokker, der in der letzten Zeit durch seine hervorragend gelungenen Schauflüge mehr­fach von sich reden machte, dem Wiesbadener Publikum seine Kunst vorführen wird. Außerdem werden noch S a b l a t n i g sowie ein Pilot Fokkers, vielleicht auch noch andere Flieger zu Schau- und Stnrzflügen aufsteigen. Die Verhandlungen mit dem „Wiesbadener Rennklub" sind so weit gediehen, daß der Veranstaltung keinerlei Schwierigkeiten mehr im Wege stehen.

Der Dreieckflug.

- Berlin, 6. Juni. Heute morgen traf noch Reiterer, der gestern bei Jüterbog gelandet war, in Johanmsthm cm. Bon dort starteten heute morgen gemäß ihrer gestrigen Smr.- meldung elf Flieger, die nach Leipzig abflogen. Dort lan­deten: Schüler, Krieger, Höfig und sieben weitere Fliegen Langer mußte bei Bad Schmiedöberg wegen Motordefctt- landen. Mer das Place m ent der Teilnehmer, das offiziell noch nicht festg-estellt ist, wird berichtet: Von 43 ge-

m-eldeten Fliegern, von denen 37 sich am Rennen beteiligten, konnten 10 alle vier Etappen (1107 Kilometer) ohne unfrei­willige Zwischenlandungen innechakb der .vorschriftsmäßig-en Zeit von 4 Uhr nachmittags bis 8Ztz Uhr abends zurückleg-eN. Die besten Zeiten flogen: Schüler <D. F. W. Doppeldecker)

8 Std. 57 Mn., Krieger (Krieger-Eindecker) 10:01, R. Böhm (Albatros-Doppeldecker) 10:22, Langer (Hirth-Albatros- Doppeldecker) 10:34, ferner Freind, Rosenstein, Oelerich, Kahnt und Stagge. Ferner legten 12 Flieger die vwr .Etap- ven zurück, wo-her sie allerbings ^um Teil erst am nächsten Morgen noch innerhalb der vorschriftsmäßigen Zeit am Etappenziel eintrafen. Drei Etappen haben 4 Piloten durch­flogen. Zwei Etappen erledigte Stiefvater. Eine Etappe durchflogen 6 Flieger. Die übrigen 5 Flieger konnten keine Etappe vollenden.

Reue§ ans aller Welt.

Zur Verhaftung des falschen ElektrizitätSdirektors in Schwerin. Schwerin, 5. Juni. Die Affäre des verhafteten Direktors der städt. Elektrizitätswerke, Schröder, zieht immer weitere Kreise. In der Voruntersuchung hat sich herausge­stellt, daß Schröder bereits früher wegen ähnlicher Schwinde­leien mit Gefängnis vorbestraft war. Trotz einer sehr beweg­ten Vergangenheit konnte er hier den angesehenen Posten drei Jahre verwalten. Die Zahl der Kredftschwindeleien

nimmt täglich zu. „ ^ .

t«n hartnäckiger Selbstmörder. Berlin, 6. Juni.

Heute nacht stünitc sich der Arbeiter Hamm: in daL Wasier- becken des Begasbrnnnens auf dem Schloßplatz. Paßanten iwaen ihn jedoch berans. Nunmehr lief Bramer an den ^Mferaräben und sprang in die Spree, wo er sofort unter- aina Die Leiche konnte noch nicht gefunden, werden. Offen­bar handelt es sich um einen Anfall von geistiger Umnachtung. Aushebung einer Spielhölle. Köln, 5. Jnm. -an der mnaenen Nacht wurde in der Bnhnenstraße aberimK eine .„.elholle aufgehoben. 30 Personen wurden »ur Anzeige

"^Racheakt eines Dienstmädchens. Hamm

a Juni Gesterii nachmittag brach auf dem Gut Mundtoh in Ffteftch ein großer BraiL ans, Das Viehhaus brannte vollständig nieder, während ine. .iibriceit 1 ©cbattbc nur m,t Mühe vor den Flammen geschicht werden konntem Der Schaden ist sehr bedeutend, da umfangreiche Vorräte verbrannt sind. Als Brandstifterin wurde das Drenstmädche-n^ Marie Menke verhaftet. Sie hat die Tat bereits eingestanden und scheint aus Rache «egen den Gutsvächter gehandelt zu Men.

Der streikende Krrchenchor. Gebesee Hier ist der Kivchenck>or in Streik getreten. Dw Grande ftir Weiaernna zum Singen werden. ledem Meni-chen mrt

gRSSÄS»%SH!S

SBter und vier Stuck Land uverwieieii. ^ie,e isaoen ff,* hpmltet und entzog sie deshalb- dem hielt die «tadt für vevanel ^ Sängern.

Aw-chenchor. ^^«b g ihrer Kehlen unbedingt

streikten. Der Stadtrat und SI“* lfl ÄS n Ä Senmte z-usmnmen. und da man die eIev,?i^0mmer, der Chorsänger nicht vermiffen wollte, be- lchonen Sftmmen neuem die 400 Liter Bier, aber

d??Än,nÄtücke wurden ihm nach wie vor verweigert. Das Bier^alleft, genügt indes den sangern nicht und sie beharren

deshÄb im^Stren.^^ bei einer Geburtstagsfeier. B erlin - r Von 26 Teilnehmern an einer Geburtstagsfeier in

x^'^-vünbauscr Allee bei einem dort wohnenden Dentisten „vf>v,»Ti:cn 19- davon acht schwer. Ein 5jähriges Mädchen ist bereits gestorben, stur die übrigen besteht keine unmittelbare!

Lebensgefahr, unl) Selbstmörder.

Meiningen, 8. -^uni. Am Donnerstagnachmittag wurde ver Unteroffizier En'der von der 4. Kanwagnie des 32. In­fanterie-Regiments mit einer Abteilung Sol-daten nach den Schießständen am Dra-chenberg geschickt. Dort wunde er von einem jungen Mädchen erwartet. Als Ender dieses erblickte, ließ er seine Truppe vorausmarschieren und- erschoß dann ab­seits vom Wege mit seinem Dienstgew-ehr das junge Mädchen und dann sich selbst., Beide waren sofort tot. Der Bewege «rund der Tat ist noch nicht aufgeklärt, -- ^