Seite 8 . Morgen-Ausgabe, 1 . Blatt. TaghlalZ. Freitag, 3 . Juni 1914 . Nr. 257 .
schäften (Hamburg-Amerika-Linie untz Nordd. Lloyd) zu dem Bewußtsein gebracht worden, daß die Vorherrschaft der britischen Handelsflotte auf dem Weltmeere ernstlich gefährdet sei. In diesem Sinne spricht sich in der „Daily Mail" Sir Owen Philips, der Präsident der R o y a I - Mail- Company und anderer Dampfschiffahrtsgesellschaften, aus. Er erklärt, daß England über dem Wachsen der deutschen Kriegsflotte die ungeheure Vermehrung der deutschen Handelsflotte ganz übersehen hätte. _ Angesichts dieser Tatsache sollten die englischen Dampfergesellschaften ihre heimatlichen Zänkereien vergessen. Der deutsche Seehandel, so fährt Philips fort, ist nur in sieben großen Da mpfergesell- schäften verbunden. Hinter diesen steht der Kaiser, der größte Handelsherrder Welt, der nichts unterläßt, um ein zielbewußtes, harmonisches Zusammenwirken der Schiffahrtsgesellschaften zu sichern. Wo Deutschland Krach macht, stehen sicher Handelsinter^ essen auf dem Spiele; wenn diese irgendwo in der Welt gefährdet sind, wird unfehlbar sich die eiserne Hand der deutschen Regierung fühlbar machen. (Vergl. auch die gestrigen und heutigen Meldungen im Handelsteil betr. die neue deutsche Schiffahrtslinie nach Neuseeland.)
Der Großherzog von Hessen im Münchener Rathaus, wb. München, 4. Juni. Großherzog Ernst Ludwig von Hessen stattete heute mittag dem Rathaus einen Besuch ab. Am Hauptportal des festlich geschmückten Rathauses empfingen den Großherzog Oberbürgermeister Dr. v. Borschi und Bürgermeister Dr. v. Brunner sowie die Vorstände des Gemeinde- kollegiums und geleiteten ihn in den Repräsentationsraum, woselbst der Oberbürgermeister an den Großherzog eine Ansprache richtete, in welcher er u. a. der künstlerischen Beziehungen gedachte, welche die Hauptstädte München und Darmstadt verbinden. Der Großherzog dankte dem Oberbürgermeister für den freundlichen Empfang und trank auf das Blühen und Gedeihen der Stadt München, worauf er sich in das Goldene Buch einzeichnete. Hierauf erfolgte eine Besichtigung des Sitzungssaales und verschiedener anderer Räume. Gegen 1 Uhr verließ der Großherzog unter den lebhaften Hochrufen der zahlreich anwesenden Bürgerschaft das Rathaus und begab sich zum Frühstück zu dem Kronprinzen. Für den Nachmittag ist ein Ausflug in Automobilen nach dem Starnberger See sowie eine Rundfahrt auf dem See geplant.
Kein Wahlprotest in Osterbnrg-Stcndal.
Tangermünde, 4. Juni. (©iß. Drahtbericht) Wie der „Tangermünder Anzeiger" mitteilt, werden die Konservativen im Wahlkreise Osterburg-Stendal kernen Protest gegen die Wahl des Abgeordneten Wachhovst fbc Wente etnfegen.
Die deutschen Schadenersatzansprüche an Haiti ■# Berlin, 4. Juni. (Eig. Drahtbericht) Der deutsche Kveuzer „Straßbuvg" ist nach Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti, beordert worden, um einen Abschluß in der Regelung der Schadenersatzansprüche gegen die Regierung von
Haiti herbeizuführen, welche die Reichsangehörigen infolge der letzten revolutionären Bewegung zur Geltung gebracht haben.
Der neue französische Kammerpräsident.
wb. Parich 4. Juni. Deschanel wurde mit 411 von 433 gültigen Stimmen endgültig zum Präsidenten der Kammer gewählt.
Eine neue Steuerordnung in Holland.
** Amsterdam, 4. Juni. Die Zweite Kammer hat gestern mit 63 gegen 12 Stimmen das neue Einkommensteuergesetz angenommen. Dagegen stimmten nur die Mitglieder der christlichen Opposition. An Stelle der bisherigen Gewerbe- und Vermögenssteuer tritt jetzt eine allgemeine Einkommensteuer, daneben wird die Vermögens- st e u e r als Ergänzungssteuer für die Einkommen aus Besitz gehalten. Die Regierung erwartet von der neuen Besteuerung eine ansehnliche Vermehrung der Einnahmen.
Blockade von Tampico.
wb- Mexiko, 4. Juni. General Blanguet gi>bt bekannt, die Kanonenboote hätten Befahl erhalten, Tampico zu blockieren, um die Aufständischen zu hindern, Zufuhr an Munition zu erhalten. Es soll sich bei diesem Beseht um den Dampfer „Antilla" handeln, der am 2. Junt von New Vork mit 500 Tonnen Munition und einem Flugzeug für die Aufständischen abgefahren ist.
Verhaftung eines internationalen Mädchenhänblerpaares.
** Mislowitz, 4. Juni. Die hiesige Polizei hat gestern abend in einer Gastwirtschaft einen Mädchenhändler und seine Frau verhaftet. Das Paar war ein paar Stunden vorher aus Buenos Aires mit großem Gepäck eingetrofsen und hatte in einer kleinen Wirtschaft Wohnung genommen, um sich nach einiger Zeit nach Rußland zu begeben. Die Verhafteten nannten sich Kaufmann W o l fs - B e r ko w i tz und Frau. Bei der Verhaftung gab das Paar an, in Rußland nach jüdischem Ritus getraut worden zu sein, doch wurde von der Polizei festgestellt, daß der angebliche Wolff-Berkowitz identisch ist mit dem bekannten Mädchenhändler Ignaz Lewitzki in Buenos Aires. Weiter wurde festgestellt, daß Ignaz Lewitzki vor kurzem aus Buenos Aires entflohen ist, offenbar, weil er dort von der Polizei verfolgt wurde. Es scheint ferner festzustehen, daß Lewitzki eine zweite Frau in Buenos Aires hat. Die eine seiner Frauen eröffnete vor einiger Zeit in Buenos Aires ein öffentliches Haus, in dem Lewitzki als Wirt und die zweite Frau als Gouvernante, d. h. als Aufpasserin der gewaltsam zurückgehaltenen Mädchen fungierte. Auch die zweite Frau Lewitzkis ist der Polizei als internationale Mädchenhändlerin bekannt. Lewitzki hatte eine große Summe russischen Geldes bei sich. Man vermutet, daß er wieder neue weiße Sklavinnen kaufen und in einer großen Stadt Südamerikas ein Bordell eröffnen wollte.
Ein Ehedrama.
* Berlin, 4. Juni. Ein Ehedrama spielte sich heute morgen gegen 6 Uhr in der Bozener Straße 14 ab. Dort gab der 42 Jahre alte Töpfer Schmidt auf seine Frau zwei Schüsse ab und verletzte sie schwer. Hierauf jagte sich Schmidt selbst zwei Kugeln in den Kopf. Beide wurden sterbend ins Krankenhaus verbracht.
Ein Motorboot gestohlen.
wb. Berlin, 4. Juni. Ein dem Restaurateur Meyer gehöriges Motorboot, das in Zeuthen verankert War und einen Wert von 8000 M. hatte, ist nachts gestohlen worden.
wb. Berlin, 4. Juni. Der Kaiser verlieh dem Land- tagsabgeordneieu Graf Wartensleiben - Schwirsen (Kreis Kamin) den Kronenorden erster Klaffe, und dem Geh. Kommerzienrat Cofte-Biere (Kreis Calbe) den Kronenorden zweiter Klasse.
wb. Berlin, 4. Juni. Für den verstorbenen General der Artillerie z. D. v. Deines fand heute mittag auf dem Garnisonfriedhof Haaserkheide eine Trauer- f e i e r statt. ■
wb. Frciburg i. B., 4. Juni. Professor Dr. Alfred Maaß in Berlin hat der Universität Freiburg i. B. eine Stiftung von 20 000 M. zugewiesen, welche bezweckt, als „Alfred-Maaß- Stiftung" Professoren, Dozenten, Assistenten und Doktoranten an der hiesigen Universität sowie Studierende der Geographie in ihren wissenschaftlichen Arbeiten finanziell zu unterstützen.
wb. Leipzig, 4. Juni. Der Rat der Stadt Leipzig beschloß, als besondere Auszeichnung für Verdienste um das städtische Gemsindswesen eine goldene Bürger- Medaille zu stiften.
wb. Bremen, 4. Juni. Die Rettungsstation Borkum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: „Am 3. Juni von der deutschen Galeasse „Frida", Kapitän de Witt, gestrandet bei Borkum, mit Steinkohlen von Westwomhß nach Greetsiel bestimmt, vier Personen gerettet durch das Rettungsboot „Otto Heß" aus Station Borkum-Süd."
wb. Riga, 4. Juni. Baron Wolfs, Besitzer eines Rittergutes in Livland, ist bei der Verfolgung von Wilddieben durch mehrere Schüsse getötet worden.
Briefkasten.
(Die Schriftleituna des Wiesbadener Ta-blattr beantwsrtet nur icdrlftliche Anfragen im Briefkasten. und zwar ohne Rechtsoerbindlichkeit. Besprechungen können nicktt aewäbrt werden.»
A. M. Die Tochter' des Königs von Württemberg ist die Gemahlin des Fürsten zu Wied. Der Fürst von Albanien ist ein jüngerer Bruder des letzteren und mit der Prinzessin von Schönburg-Waldenburg verheiratet. — Frau Cosima Wagner ist die Tochter Franz Liszts und der Gräfin d'Agoult. mit der Liszt jedoch nicht verheiratet war. Geschwister hatte sie keine. Liszt war überhaupt nicht verheiratet. 1861 verlegte er seinen Wohnsitz nach Rom und empfing dort 1865 die niedere Weihe (Abbe). Aus der Ehe mit Hans v. Bülow hat Frau Cosima Wagner drei Töchter.
M. P. Neurasthenie ist Nervenschwäche, die sich besonders durch leichte Erregbarkeit, unruhigen Schlaf, nervöses Herzklopfen. Appetitlosigkeit, Stuhlverstopfung und Gemütsverstimmung bemerkbar macht. die sich zu voller Schwermut steigern kann.
42jährige Abonnentin. Im Jahre 1864 fiel Pfingsten auf
den 15, Mai.
Frau S. B. Nur wenn eine tatsächliche Schädigung vor- liegt, können Sie einen Mietsnachlaß beanspruchen.
Rhein. Derartige Empfehlungen sind vom Briefkasten ausgeschloffen. _
E. B. Wir empfehlen Ihnen, sich an den Trainerklub in Hopvegarten bei Berlin zu wenden.
Handelsteil.
Die Schäden des Verachachtelnngssystems.
Zu Sanierung der ScheidemandeLGesellschaft.
Es gibt Vorgänge auf dem Gebiete des Aktienwesens, die sich immer wiederholen, die bei jedem neuen Fall gewisse gemeinsame Wesenszüge aufweisen. Zu diesen Vorgängen gehören die finanziellen Katastrophen, die sich auf dem Entwicklungsgänge fast jeder Gesellschaft einstellen, die das Versehaohtelungssystem anwendet. Das System, durch eine unübersehbare Reihe von Tochter- und Unter-Gesell- sdhaften, die ihrerseits wiederum Untergesellschaften gründen, den finanziellen und technischen Grundgedanken eines Unternehmens verschwommen und undurchsichtig zu gestalten. Dieses Verschachtelungssystem hat den Krach der Hypo- theken-Banken in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, den Zusammenbruch der Pommerschen Hypotheken-Bank und der Spielhagen-Bank ihervorgerufen. Und dieses Versdhachtelungssystem war letzten Endes der Grund des Zusammenbruchs der Kasseler Treber-Trock- nungs-Gesell schaft, dem die leipziger Bank zum Opfer fiel. Ja, man kann sogar sagen, daß der Treber- Sckmidt dieses VeESchaohtelungssystem zur höchsten Vollendung gebracht hat.
Die Aktien-GeseHschaft für chemische Produkte, vormals H. Scheidemandel in Berlin hat, um sicih ein internationales Monopol für Knochenleimfabrikation zu verschaffen, immer neue Unter- und Tochter-Gesellschaften gegründet und erworben und dadurch ihre Basis immer umfangreicher gestaltet. Nun ist dieses Streben nach einem Monopol in irgendeiner Branche durchaus nichts Ungewöhnliches, ebenso wie auch die mächtigen großen Industriekonzerne eine Reihe von Unter- und Tochter-Gesellschaften zu haben pflegen. Aber die Seheidemandel-Gesellschaft ging dabei unorganisch zu Werke. Sie gründete oder erwarb neue Gesellschaften, ohne gleichzeitig auch auf die Stärkung ihrer finanziellen Mittel bedacht zu sein. Wer eine so ausgesprochene Expansionspolitik treibt, der muß auch seine Barmittel und seine Reserven erhöhen. Die Scheidemandel-Gesellschaft dachte aber in den letzten Jahren nur an das Agio. Hohe Dividende verteilen, ohne die Reserven zu stärken, um den Kurs möglichst hoch zu halten und dadurch die neuen Aktien, die bei dem Erwerb von Untergesellschaften in Zahlung gegeben wurden, mit einem möglichst hohen Agio herausbringen zu können, — so sah in den letzten Jahren ungefähr die Finanzpolitik der Scheide- mandel-Gesellschaft aus. Dazu kam noch, daß die Gesellschaft, um eben ein Monopol ausüben zu können, mit relativ hohem Aufwand auch schwache Unternehmungen aufkaufen mußte. Die Gesellschaft hat sich auch durch die rücksichtslose Art, mit der sie den Knochenleimhan del auszuschalten suchte, viele Feinde geschafft. Die deutsche Bankwelt beobachtete schon seit einigen Jahren das Unternehmen infolge seiner allzu großen Expansionspolitik mit Mißtrauen. Infolgedessen versuchte die Gesellschaft ausländische Finanzkräfte sich dienstbar zu machen, und sie arbeitete in den letzten Jahren mit österreichischen, französischen und belgischen Bankhäusern. Aber schließlich wollten auch diese Kreise keine weiteren Geldmittel hergeben. Vor etwa einem Jahr beschloß die Gesellschaft (wie seinerzeit berichtet), um ihre 7 Millionen Mark betragenden Verbindlichkeiten abzulosen und neue Geldmittel für den Konzern zu beschaffen, das Aktienkapital um 3 Millionen zu erhöhen. Aber die neuen Aktien waren nicht unterzubringen. Um sich Geld
zu verschaffen, versuchte die Gesellschaft jetzt von der großen Anzahl ihrer Beteiligungen einige abzustoßen. So verkaufte sie die Aktien der Neukranz-Gesellschaft in Salzwedel und die Superphosphat-Fabrik in Heiligensee. Aber auch dieser Ab- stofhmgsprozeß konnte den finanziellen Zusammenbruch nicht aufhalten, und nun muß sich die Gesellschaft einer tief- einschneidenden Sanierung unterziehen. Das verhängnisvolle Verschachtelungssystem hat ein neues Opfer erfordert.
Zu dem Scheidemandel-Konzern gehören unter anderem folgende Gesellschaften: die Zentrai-Gesellschaft für chemische Industrie m, b. H. in Berlin, mit Tochtergesellschaften in Ortrand in Sachsen, in Brüssel und in Ebsdorf in Hannover. Diese Berliner Tochtergesellschaft des Scheidema.nd'elkonzerns besaß auch die Anteile der chemischen Fabrik Eutritzsch in Leipzig; ferner die Firma Tenher u. Co., Strehla in Sachsen. Ferner war sie an schweizerischen und italienischen Finnen beteiligt. Die Scheidemandel-GesellsChaft gründete auch Tochtergesellschaften in Paris und Spanien, in Frankfurt a. M., ferner die Anton Weber G. in. b. II. in Leipzig, die Ceres- Aktien-Gesellschaft für chemische Produkte in Ratibor, die L. Pahl G. m. hi. H. in Magdeburg. Sie errichtete Knocheneinkaufsstellen in Argentinien, und schließlich kaufte sie die Aktien einer großen Anzahl von Gesellschaften in Wien, in Lemberg, in Brüssel, in Rom und in Budapest auf.
Zur Baisse an der Petersburger Börse.
w. Petersburg, 4. Juni. (Eig. Drahtbericht) Das offiziöse Organ des Finanzministeriums weist in einem Artikel zur Börsenlage auf das Fehlen irgendwelcher wirtschaftlicher Grundlagen für die Baisse an der Börse in der letzten Zeit hin. In Rußland sei keine Spur einer wirtschaftlichen Krise vorhanden. Die industriellen Unternehmungen, seien auf Jahre hinaus mit privaten und staatlichen Aufträgen versorgt. Die Dividenden der industriellen Unternehmungen ständen für Rußland auf normaler Höhe, nämlich auf etwa 6 Proz. Wenn dabei die Kurse der Aktien niedrig stunden und dem kapitalisierten Gewinne dieser Unternehmungen nicht entsprächen, sei dies nur durch Baissespekulationen zu erklären. Bei den jetzigen Kursen seien die industriellen Aktien höchst rentable Papiere, da die Dividenden viel höher seien, als man nach dem Kursstand der Aktien erwarten könnte. Die Zeitung schließt daraus, daß die Verhältnisse gegenwärtig im schärfsten Gegensatz zu den psychologischen Ursachen stehen, welche bei Börsenipaniken mitspielen. Der Artikel fordert das Publikum auf, die Lage richtig einzuschätzen, da die Grenzen eines sachlich begründeten Rückgangs schon längst überschritten seien.
Berliner Nachbörse.
" Berlin, 4. Juni. (Per Ultimo).
dilaktien . , id.-Gesell, lmerzbank . ntstädt. Bank tsche Bank.
:.-Kommand. sdnerBanlc. onalbank.. laffhausen .
Int.Hdlsbk.
.-Buchener . mtungbahn.
Garden. . .
1005/8
Kanada .
1977/8
Rhein. Stahlw.
150—
Orientbahn. . .
199J/8
Rombacher. . .
1075/4
Meridional. . .
Paketfahrt . . .
1161/4
Pennsylvania. .
Hambg.-Siidam,
239%
Henri..
148-
Hans.-Dmpfsch.
1871/s
4“/oRussen(1902)
895/3
Lloyd.
149—
Türkenlose .
Dynamit-Trust..
1101/4
Aumetz-Friede .
1573/4
Naphtha-Nobel.
1091/s
Bodiumer ..
2213/3
Alle-Elektrizität
1775/8
Luxemburger
128—
D-.UeberseeEl.
Gelsenkirchen .
1821/2
Siemens.
1381/4
Harpener. .. .
1781/s
Schuckert ..
19—
Hohenlohewrk.
1043/4
Ges. f. elektr. .
1171/2
Laurahütte . „ .
147—
Untern.
91-
Phönix.
8353/s
South-Westafr..
1591/4 155 — 1537 — 158 — 2483/1 111 -
35702
243 -
1143/s
Frankfurter Nachbörse.
— Frankfurt a. M., 4. Juni. Kurse von 1% bis 2% Uhr. Kreditaktien jlfiOVs, Dresdner Bank 149%, Petersb. Int.
Handelsbank 177%, Staatsbahn 160%, Lombarden 18 7 /s Baltimore und Ohio 91%, Paketfahrt 128.— a 127%, Gelsen’ kirchner 183% a 183.—, Phönix 236.— a 235%, Edison 243 t / 2 .
Banken und Geldmarkt.
wb. Zwei Bankinaolvenzen. K ö 1 n, 4. Juni. (Eig. Drahtbericht) Das Bankgeschäft von Blum u. Schmitz ist in, Konkurs geraten. Die Kundschaft ist um 200 000 M. geschädigt. Eine Berliner Firma büßt 90 000 M. ein. Der Inhaber Blum ist geflüchtet. — E 1 b i n g , 4. Juni. Die 66 Jahre bestehende Elbinger Vereinsbank ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten und hat heute vormittag den Konkurs angemeldet.
* österreichische 1864er Lose. In der letzten Ziehung
wurden verlost: Serien 13, 36, 63, 81, 275, 325, 430, 713, 781. 945, 997, 1042, 1079, 1167, 1292, 1580, 1592, 1653, 1720, 1742 175-5, 1897, 2001, 2018, 2187, 2188, 2383, 2539, 2654, 2578 2686, 2726, 2905, 3176, 3213, 3225, 3322, 3323, 3404, 3654, 3688, 3897, 3905, 3931 und 3949. Haupttreffer von 300 000 Kr. gewann 1592/38, 40 000 Kr. 1742/12, 20 000 Kr 3949/98
10000 Kr. 2539/100, 3404/94, 4000 Kr. 2564/61, 3404/46 2000 Kronen 2188/79, 2188/99, 3654/14, 800 Kr. 36/66, 36/84 36/93 6Ü/38. 63/41, 81/14, 325/56, 713/5, 713/7» 713/86, 1079/8
1079/13, 1167/31, 1580/21, 1580/67. 1742/41, 1742/98, 1897/10 ,2018/72, 2187/34, 2187/70, 2187/82, 2383/67, 2383/79, 2383/90, 2539/73, 2539/791, 2539/93, 2554/86, 2554/89, 2578/19, 2686/79, 2686/66, 2905/86, 3323/90, 3404/15, 3688/35, 3897/19, 3931/24 und 3031V81; übrige in verlosten Serien enthaltene 4450 Lose gewannen Kleinsttreffer von 400 Kr.
Verkehrswesen.
* Deutsche Schiffsverbindung nach Neuseeland. London, 4. Juni. Die Deutsche Austral-Linie und der Norddeutsche Lloyd nehmen den Dienst nach Neuseeland ab Hamburg und Bremen am 1. Juli auf.
hd. Die Orienibahn-Verhandiungen. Belgrad, 4. Juni: (Eig. Drabtbericht) Eine definitive Lösung der Orientbahnfrage scheint unmittelbar bevorzustehen. Die Verhandlungen zwischen dem Direktor Müller und den Vertretern der serbischen Regierung sind abgeschlossen. Man hat sich über alle Fragen geeinigt und der Rückkauf der Bahn durch Serbien ist beschlossen worden. Der Kaufpreis beträgt 10 Mill. M Die Dividende der Orientbahn - Gesellschaft wird ' auf 8 Proz. (wie i. V.) geschätzt.
Handelsregister Wiesbaden.
ln das Handelsregister B. Nr. 161 ist bei der Firma „Mombour u. Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung“, mit dem Sitz in Wiesbaden, eingetragen worden: Heinrich Mombour ist als Geschäftsführer ausgeschieden. Durch Beschluß der Gesellschafter von 19. Mai 1914 ist der Gesellschaftsvertrag dahin abgeän-dert, daß fortan jeder Geschäftsführer allein die Gesellschaft vertritt.
iHe Morgen-Ausgabe umfaßt X6 Seiten und die BerlagSbeilage „Der Roman".
Chefredakteur: A. Hegerhorst <Verreist). I. SB.: Dr. Phil. ®. Schellenderg.
Verantwortlich für den Politischen Teil: J.B.: Dr. Phil. G. S che l lc n be r a: für Feuilleton: B. v. N au cndorf: für Aus Stadt und Land und das qesamre Provinzielle: LS.: H. Dicscnbacki: für S-rjchtStaal H. Di efe n ba ch • für fr oL ?*}* SWtfoW: %■ Günther: für Vermischtes und Brief!asten - C. LoLaeker: fnc den HandelStcil und Letzte Drahtb-richte: W. Etz: für die anzeigcn und Nettamen. H. Dorn auf: iämtlich in Wiesbaden.
Druck und Verlag der L. Schellenbergschen Hof-Buchdruckerei in Wiesbaden.
Sprechstunde der Redaktion: 1 Uhr^in der politische» Abteilung
