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Verlag Langgasse 21 „Tagbiatl-HaiiS".

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«mo0: iur die Moroen-AuSg bi, » llbr nachmittag» Berliner Re daktion j

SsmZtKg, 16 . Mar 1914 .

12 Ausgaben,

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„„„ „ ... „Tagblatt.Hans" Nr. 6650-53.

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MÄSSSSSiSS?#?«!

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Das russische GSLreiöemGUGPox.

Rüstungen bl?«aren r SDeutschland gerichteten von U n f r e « n b Ti £f aift § - iene ganze Kette

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ÄÄ'ffis äs >5 KÄii i ^ n r u ' ft rÄ£Äf|

stellung im letzten Augenblick unter niS„

Wänsten abgebrochen. mrt)Ü9 ' en Vor-

, ®^n r m erster Reihe gegen Deutschland gerichteten Unfreundlrchkerten und den nicht gerade friedfertin aussehenden äußeren Rüstungen stellen sich plangemäß ie inneren Stujtungen zur Seite, soweit diese bei den immer noch nchr zerrütteten Verhältnissen im Zarenreiche sich ermöglichen lassen. Über die nach die er Richtung hrn geplante , wichtigste Maßnahme die an-

SÄ5Sfct?t: t&ffX isti

3°°!" di° N-.w°udigk-it. <k &£?&£**#. Wernmonopols Staatseinkü nfte ausfinstch t madm, „bte auf den unerschöpflichen Quellen der Reichtumer des Staates und aus der produktm^ wl beit des Volkes stammen". Daß man in Rußlands Urals freiwillig auf die 900 Millionen Rubel verachten wurde, welche das Branntweinmonopol bringt finfim Ernst niemand geglaubt. Dagegen hat aber der neben jener noch eine zweite gewaltige Einnahmen«^-! ..aus der produktiven Arbeit des Volkes" Z TS bZS'ts greifbare Gestalt und feste Forinen gewonnen Schon damals verlautete, daß es sich hierbei um nirfi+s anderes als um die Schaffung eines staatlichen Getreidemonopols handele, von dem man sich eine noch weite größere Einnahmequelle verspricht irs von dem Branntweinmonopol, denn selbst im Lanste w Wutki wird natürlich noch weit mehr Getreide als Branntwein, konsumiert. Aber der russische ^inan-- minister beeilte sich, jene Vermutung in Grund und Boden zu dementieren, indem er erklären ließ, daß die in der Presse laut gewordene Nachricht von der Ein­führung eines staatlichen Getreidemonopols in Rußland den Tatsachen nicht entspreche, da ein derartiges Pro­jekt im Finanzministerium nicht nur nicht ausge­arbeitet, sondern nicht einmal in Betracht gezogen wor den" sei.

Morgen - Kusgabe.

Uv. 227 « ♦ 62 . Jahrgang.

Man weiß aber zur Genüge, was russische Dementis ^1x7 and, uno eine unverkennbar von sehr gut unter ^cht?ter Seite stammende, in der „Tägl. Rundschau" veroffenüichte ^ar^gung weist einwandsfrei nach, daß es sich her lenem Dementi um eitel Schaumschlägerei handelt und daß das Getreidemonopol bereits auf dem Marsche ist. >;a, es besteht in gewissem Sinne schon letzt, wenn, es sich auch bisher nicht um ein staatliches Monopol, sondern um eine Monopolisierung des Ge- trerdehandels handelte. Aber schon unter Kokowzow begann man, mit Hrlfe der Elevatoren oder Silos, in denen das eingelagerte „Getreide gereinigt, vertypt und unter Staatsgarantre für Reinheit und Typus verkauft wird, wahrend der Einlagerer einen sogenannten Warrant erhalt, der „ seinen sicheren Kurswert hat, den Getreidehandel allmählich aber sicher von den privaten Monopolisten auf den Staat überzuleiten. Die zu ei IL toecf errtd£)tete Abteilung für Getreidesilos der Staatsbank, ist mit dem Bau von 84 Silos beauftraat worden, die den gesamten Getreidebau des europäischen Rußlands umfassen sollen, und das von dem Staatsbankdlrigenten Herrn Konschin gemeinsam mit dem Leiter der Abteilung für Getreidesilos Herrn ausgearbeitete geheime Projekt führt den °nicht mitzzuverstehenden amtlichen. Titel „Maßnahmen zur

• L}" ! ^ ^ r t .b & t € n 33 c v nt 1 11I e r §

im Getreidehandel". 111 e r *

Der Zweck dieser Maßnahmen ist nicht nur den l"« 11 Zwischenhandel auszuschalten, sondern auch die A u s f u h r zu monopolisiere n, so daß also 1*1 i G J h Q wte Gewrnn, den jetzt Getreidehändler und Importeure ernhermsen. dem Staat zufiele der zugleich dre freie Verfügung über die Ausfuhr—'oder Nlchtausfuhr des Getreides hätte. Darin bwgt me Bedeutung, liegt die große Gefahr für das auf russisches Getreide angewiesene Ausland. Und des­halb werden die Regierungen der beteiligten Staaten gut daran tun, diesen Vorgängen ihre Aufmerksanikeit zWUwenden. Mögen dem gewaltigen Plan, der sicher- lrch nicht überstürzt werden dürfte, auch noch manche Hindernisse gegenilberstehen, so wird man seine Aus- fuhriing doch nicht als unmöglich erklären dürfen Es bedarf aber keines weiteren Hinweises darauf ' daß diese eine , U m w ä l z u n g des gesamten Welt- Handels m Getreide und zwar eine höchst be dro hliche Umwälzung mit sich bringen würde.

Nositische Übersicht.

Von Lüneburg zum Elbestrand.

Eine Maienwanderung durch Geeist und Marsch.

Bon H. Wisliceny (Hannover).

Roch immer findet man in weiten deutschen Landen von der „Lüneburger Heide" recht unklare Vorstellungen. Daß sie ein ödes Wüstenland, eine Heidesteppe sozusagen, nicht ist,, weiß schließlich jedermann, und wer auch nur einmal die Reize eines Stückes Lüneburger Landes, ein Stück der Zentral- oder der Südheide, mit eigenen Augen geschaut hat, weiß, welch prachtvolle LanLschaftsWder die Heide zu bieten vermag, wie waldreich sie vor allem ist. Wie es ihr nicht mangelt an schön .geschwungenen Höhen, an lieblichen Flutz- tälern, anmutigen Dörfern und an weiten Heidestrecken und ' eingestreulen Moorgebieten. Sie ist eben recht vielseitig in ihren Reizen, die Jungfer Heide; m'an weiß nicht: ist sie Ichöncr im Mai, wenn frisches Birkengrün, oder im August, wenn das violette Kleid der HeideÄüte sie schmückt.

Aber gemeinhin stellt man sich die Lüneburger Heide außerhalb Riedersachsens noch viel zu klein vor. Der Begriff ..Lüneburger Heide" ist eiben nicht präzise genug. Ja, man kann sagen, daß gerade bei Lüneburg die Heide in fort- v geschrittenstem Maße der Kultur erschlossen und zurück- gedrängt worden ist und daß die eigentlichen Heidegebiete beträchtlich weit von der alten Heidestadt entfernt liegen: Südwsstlich von Lüneburg, schon mehr nach Celle zu' die Südheide — Celle ist die Köni>gin der Süidheide — und west­lich die Zentralheide, als deren Herrscherin man die Stadt Soltau nennen kann. Von diesen Gebieten zweigen weite

Pfarrer Rubel gegen Professor Seeberg.

, r .. ^fcrrrer Kübel in Frankfurt a. O., der in seiner Bro- Wu«: Seeberg .positiv" oder „liberal"? die mannigfachen Abweichungen Seebergs von den theologischen Positionen der S P wr? ä ' tott|Cn - I)aite ' veröffentlicht jetzt in der - e!1 J e umfangreiche Antwort auf Seebergs RLchtfertigung m der „Reformation". Kübel stellt Zweierlei wr ®i- nnta o I,at Neeberg zugegeben, daß der Bericht der Zeitung" tatsächlich in großen Zügen die Haupt- gedanken seines Vortrages dargestellt habe und daß der Hel- smgfor,er Referent „vielfach in der Tat wörtlich das Gesagte wledergiüi . Damit aber find die Berichte an sich von See- fcruptsache als zutreffend anerkannt. ^ zweitens stellt Kübel aus Grund der Schrift Seeberns ."--äs Wesen des Christentums" fest, daß Seeberg in seiner

HeidKeile nach vielen Richtungen ab: von der Südheide über , | Het ,7^ '?vem weiten Wiesental hinaus bis fast vor f “r 1 H"vnover; östlich von Celle, jenseits der ISfi? 1 “' Hannover-Hamburg reichen prächtige Heidc- geblete^biI in die Gegend des Städtchens Gifhorn und' zum Braunschweiger Lande hin. während von der Zentralh^ide Z i be fc weitbekannten „Wilseder Höhenzug nach Norden Lj?m noch ursprünglicher Schönheit und Unberührt- ft-^arbnrg zu und werr ins Stader Gebiet sich aus- So reckt d,e Heide wie ein mächtiger Baum starke ^ na ß aECe " Richtungen, gleichsam einladend

Üblichem Wandern und Genießen.

nick,?^ ift l in -® eBiet itn weiten Heidelande, das bis ^*ur K t in -* DCrben bars, das Gebiet östlich von Lüneburg Äs Bei ”J n weiteren Kreisen kaum mehr

gerade ^'"t.che Jagdrevier, bekannt ist.. Und

Wanderung J ZRuel erkor ich mir, für meine diesmalig« nordweNN^' -> das Göhrdegebiet, sondern das

Ä be SÄegene, von Lüneburg bis zum

kulturell »?^m^^siburg sich dchnende Land, landschaftlich,

luuurell, und historisch gleich reizvoll.

Lieber [ e I»0e Zeit! Wie wandert es sich da prächtig!

vertraut hi* •?'' imint ' 1° bu e§ vermagst, dein Fahrrad und sich im "" zu „ munterer Fahrt. Wenn die Sonne

aokdiaen Dn^??ammer über die Erde -erhebt und mit ihrem Strauch äl! rs a? ^»frische junge Grün an Baun, und men . fflrfifeÄ vergoldet, dann eile ihr -nt-

Lünebura J* ;r T vl-bscyiednehmen hie alte malerische Stadt imvolanwn ‘vt- ^ r v eu ^?vakteristischen Bürgerhäusern, dem MichaeU« ber Kirchtürme von St. Johannis, St.

^ ' b s>r. Nikolai. Eine wundervolle, für Rad-

Beschrerbung des Wesens des Christentums als den Kern des- Ecn die Herrschaft Gottes und das Reich Gottes nennt und

2Borten " toas fonft no<% seforbert

„Wer so schreibt, der rechnet diese Heilstatsachen - und um ste und ihre religiöse Würdigung dreht sich der ganze ^reit zwischen „liberal" und „positiv" -. der rechnet auch bwf ?ckenntms zur Auferstehung Jesu eben nicht zum des Christentums", der hat aber auch das Recht ver- wirti, sich gegenüber den „Liberalen" als Vertreter der „posi- Geologie zu gerieren: wie immer er religiös gestimmt ™ - Elchen theologischen Ersatz er immer für die abge- ^^/^chlnhe Chrrstologle gefunden hat. Daran ändert auch nichts datz sich Seeberg feierlich zu der Gotth-eit Christi und zum trmitarischen Gott bekennt; das sind dehnbare Worte.

Seeoerg gibt, ist ganz anders als ihre ..rchliche Bedeutung. Mithin hat Seeberg erstens die Berichte nter seine Rigaer und Helsingforser Vorträge in der Haupt­sache und zweitens seinen Bruch mit der kirchlichen Christo- log-e unumwunden anerkannt. Es wird ihm nichts übrig bleiben, als auch dies noch anzuerkennen, daß er, der sich selbst theologisch nach links hin entwickelt hat, trotzdem bis zuletzt aenommer/hat markanten Fällen gegen die Linke Stellung

Natürlich wird die kirchliche „Rechte" versuchen, die Be- deutung der Kubclschen Feststellungen abzuschwächen. Es wird ihr aber schiver werden, der Schlußfolgerung sich zu ent Swhen, d.e ihr Kübel mit den Worten zürnst: °Erzeiat uns endlich, endlich einmal Gerechtigkeit und räum auch uns

em, was rhr ernem Seeberg zuerkennt!"

Ein Nachwort zur Militäröebatte.

In der „Dorfzeitung" schreibt Abg. Dr. Müller-Meinin- wber die letzten großen Militärdebatten u. a.: Mein per­sönlicher ^Eindruck über den neuen Kriegsmimfier ist troü mancher gerben Kritik, die auch ich an der Militärverwaltung und ihrem Chef üben mußte, kein übler. Daß er eine gute >we,se hatte, mmmt mich nicht wunder. Jeder forsche, frisch mausgehende Kriegsmimster hat erfahrungsgemäß zuerst eine vorzu-glich- Presse. Der Kriegsminister, der gm durch ech eigenes Pr-tzreferat die Verbindung mit der Presse bAsem will, wurde die Sympathien der Presse erst recht besitzen. Wie lange? Das wird die Zukunft, ergeben. Pressegunst ist oft ein schwankendes,Ding! In den einzelnen untergeordneten Streit- !vagen glaubt Dr. Müller-Meiningen, daß es oelinaen mli-v

Mit dem neuen Herrn churchzuraufen", falls auch er w.c sein Vorgänger sich davon überzeugt, daß auch der Links liberalismus das Beste der Armee ebenso will wie jede andere Partei, die es mit unserm Heer ehrlich meint. Dr. Müller- Meiningen bespricht ferner die Hauptmomente der Debatte TO b J"fr nt l r bafe bcr preußische Kriegsminister nicht die Mach t hat, semen Willen so energisch dure^usetzen wie sein r s' ber - ^umfassendere Zuständigkeit be- sttzt. Und das war der eigentliche Mittelpunkt der Debatten- Die staatsrechtlich-aus d.e Dauer ganz unhaltbare Stellung oe- preußischen Kriegsministers, der vom Reich bezahlt, doch

f^J4fÄÄ'Äfi' 1 2?*Ä , 35iäS

bemerkt schließlich Abg. Dr. Müller-Meiningen zu der lärmen­sich oft'WrTn^ ^ehrverelnZgenerale: „Draußen macht man s.ch oft keinen Begriff davon, welche Schwierigkeiten die pen-

T« r f e S e r r ? in Zivil uns in der Welt bereiten lc£, b ^ ^ v- Kiderwn-Wächter nicht mehr lebt, um seine An-

wioa^in»»«^^ ib-ale Chaussee führt nördlich aus Lüue- buvg hinaus vorbei -zunächst an dom alten Kloster Lüne * »--.^cuediktrner-Klostcr gegründet, jetzt als adeliges rnit prächtigen Parks und Gärten, zum „Rauhen , erstem, hübschen Gehölz auf sanfter Höhe. Noch gewahren wir hie -und da ein Stück Heide, aber ste herrscht h.er nirgends mehr vor. Eine blühende Acker- und Weide- wrrtschaft t^at an ihre Stelle, nur die Waldungen hat man meist geschont, «oer immerhin, dort, wo der Boden allzu san^ia ha: sich noch manch ein Stuck alten HeidelanLeZ erhalte'^- - lange noch? Dringt doch der Pflug jetzt selbst in er,t' .e-genste Gebiete und wandelt mit. Hilfe der und Kultivierungsmethodcn auch das Dunge,

tragreichen Acker. ’ ^ ^vnd in er-

Von der Höhe des „Rauhen Gebe»??» ^ i mm n Blick aus Lüneburg U

das Land, dessen Charakter inan w rrM- ^ ^cisstcht auf ist ein überaus freundliches Bild

liegen da lieblich im Moi-ge"sonn^-,-^?lder. Auen, Dörfer allem, die man auf der l™L nC ' 1,< l e " 1 ' Die.Dörfer vor bieten zur Maienzeit ein 'stberan?^ ^ur Elbe passiert, wenn die ApfeWäume so berrtt^''«7"^^Es Bild, zumal segneten Frühjahr. An-g F^rlich Auhen wie in diesem ge- jenem reizvollen nieder^n^ 6ut erhaltene Bauernhöfe in auch die neue Zest manAE" 5°ustile finden sich, wenn glückliche Neuerungen Z« T‘ b nicBt immer

Artlenburg sichtbar v.s? , S ? nb ^bracht hat. Bald wird rechtsseitigen' Mbustrs ^ ^r b » bewaldete Höhenzug des

hier ^as GreÄ^Ä^-^d^"- Im fernen Mittelalter war Artlen-bnr-, r n - aia ^ i> .,^ cnl ^ en Sachsen und ©laben, und Ser eiMenburtz befand sich im Mittelalter lange Zeit hindurch