Einzelbild herunterladen
 

Nr. 18V. _Donnerstag, 23. April 1S14

mit 25,4-Zentimeter-Kanonen armiert. Die Mehrzahl der Schlachtschiffe gehörte zur Atlantischen Flotte, ist also zur Verwendung gegen die mexikanischen Küsten jederzeit verfüg­bar. Da die mexikanische Flotte nur aus sechs kümmerlichen Kanonenbooten bestand, deren neuestes nur 1630 Tonnen, Deplacement hat, kann von irgend welchem ernsthaften Wider­stande nicht die Rede sein.

Deutsches Reich-

* Zu den Tauffrstllchkeiten i« Braunschweig. Die

Taufpaten des Erbprinzen sind folgende: Das

Kaiserpaar, das Herzogspaar von Cumberland, der Kaiser von Österreich und der Kaiser von Rußland, die Könige von England und Bayern, der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, Prinz Max von Baden, die Prinzen Adalbert und Oskar von Preußen, Prinz Waldemar von Dänemark und das bayerische erste schwere Reiter-Regiment in München. Das Kaiserpaar trifft am 9. Mai gegen 10 Uhr vormittags ein. Es findet großer Empfang statt. Entgegen anders lauten­den Meldungen steht fest, daß der Herzog Ernst August von Cumberland bei den Tauffeierlichkeiten nicht an­wesend sein wird.

* Eine deutsch-türkische Vereinigung zu gemeinschaft­lichen sozialen Zwecken hat sich in B e r l i n gebildet. Dem Ausschuß gehören unter anderen an Generalfeld- marschall von der Goltz, der türkische Botschafter in Ber­lin Mukhtar-Pafcha, Kommerzienrat Konrad v. Borsig, Generalmajor z. D. Jmhoff und Ministerialdirektor Professor Kirchner.

X Gewinne und Verluste bei den Reichstagsnachwahlen. Bei 7 von insgesamt 32 bis jetzt erfolgten Reichstags ersatz- wahlen ging das Mandat von der einen Partei an die andere verloren. Die Konservativen büßten Hagenow-Grevesmühlen an die Fortschrittler und Salzwedel-Gardelegen an die Ratio» nalliberalen ein, die Reichsparieiler Jütevbag-Luckenwalde und Borna-Pegau an die Sozialdemokraten, die Wirtschaft­liche Bereinigung Waldeck-Pyrmont an die Fortschrittliche Volkspartei, die Nationalliberalen Offenburg-Kehl an das Zentrum und die Sozialdemokraten Jerichow an die Konser­vativen. Insgesamt verlor die Rechte also 8 Mandate an die Linke, die Linke aber nur 2 Mandate an die Rechte. Rechnet man Gewinn und Verlust ineinander, so verlor die Reichs­partei 2 Mandate, die Konservativen 1 Mandat und die Wirt­schaftliche Vereinigung 1 Mandat. Es gewannen dagegen die Fortschrittler 2, die Sozialdemokraten und das Zentrum je 1 Mandat.

Kesr und $Iotte.

Ersatz Z. 1" in Baden-Oos. Karlsruhe, 22. April. Das MilitärluftschiffErsatz Z. 1", das heute morgen um g Uhr in flotter Fahrt die Stadt überflog, kam von Köln urid landete um 10 Uhr vor der Halle in Baden-Oos, wo es für die nächsten 14 Tage stationiert bleibt.

Schiffsnachrichten. Eingetroffen: S. M. S.Straßburg" am IS. April in Punta Arenas. S. M. S.Gneisenau" am 20. Avril in Putu. S. M. S.Zielen" am 20. April von Wilhelmshaven nach Helgoland und am 21. April von dort in See gegangen.

post und Eisenbahn.

Reichspostaml und Dolksversicherung. Der gleiche Vertrag, betr. Arbeitsgemeinschaft, der, wie dieser Tage berichtet, zwischen dem Staatssekretär des Reichspost- amtes und der Deutschen Volksverstcherung, A.-G., geschlossen worden ist, der geeignet ist, den Beamten und Unterbeamten die Segnungen der Volks-Versicherung besonders nahe zu bringen, wurde auch schon vorher zwischen dem Reichspostamt und dem BeribaUde der öffentlich-rechtlichen Ver­sicherungsanstalten, die in unserem einheimischen Bezirk durch die Nassauische L ebe n s Versiche­rungsanstalt (Nassauische Landesibank) repräsentiert wird, getätigt. Die Versicherungsbeiträge dürfen, soweit in den Tarifen vierteljährliche statt monatliche Zahlung vorge­sehen ist, nach dem Satze der vierteljährigen Tarifbeiträge in monatlichen Teilbeträgen gezahlt werden. Die Qberpost- direktion in Berlin vermittelt den geschäftlichen Verkehr der versicherten Beamten und llnterbeamten mit dem Verbände der öffentlich-rechtlichen LebenAverstcherungsanstalten und zahlt die durch die Abzüge vom Diensteinkommen der Ver­sicherten eingezogenen Beiträge ko stensrei an den Verband.

kiuslanö«

<8 sterreich-Ung arn.

Die kommende große Marinevorlage. Wien, 21. April. Anfang nächster Woche treten in Budapest die Delegatio­nen zusammen. Das Hauptinteresse wird sich hierbei den Rüftungssorderungen der Regierung für die Marine zu­wenden. Wie in politischen Kreisen verlautet, sollen durch einen einmaligen außerordentlichen Kredit von etwa 4 2 6 M i l l i o n e n die Mittel zum Bau von Kriegsfahr­zeugen angefordert werden. Nach fachmännischen Berechnun­gen dürften folgende Ersatzschiffe teilweise schon in diesem Jahre auf Kiel gelegt werden: vier Linienschiffe, vier Kreuzer, sechs Torpedobootszerstörer, acht Torpedoboote, zwei Monitor« und etwa sechs Unterseeboote.

Frankreich.

General GallieniS Verbleiben im Dienst. Pari s, 21. April. Der Ministerrat hat beschlossen, den General Gallieni un­ter Aufhebung der Beschränkung der Altersgrenze für ihn im aktiven Dienst zu belassen und ihn nur seines Amts im oberen Kriegsrat zu entheben. Sein Nachfolger wird General d'Amade, der Führer des sechsten Korps, dessen Stelle wieder General de Castelli, der Führer der 20. Infanteriedivision in Perigueux erhält. Das Verbleiben des Generals Gallieni im aktiven Dienst ist darauf zurückzuführen, daß er im Jahre 1896 in dem damals noch nicht vollständig pazifizierten Madagaskar den Oberbefehl über die Besatzungs­truppen geführt hatte, und daß ihm deshalb das Vorrecht jener Generale zuerkannt wurde, wonach alle Generale, welche vor dem Feind ein Kommando innegehabt haben, trotz der erreichten Altersgrenze nicht in den Ruhestand zu treten brauchen.

England.

Die Trennung von Kirche und Staat in Wales. L o n - d o n, 22. April. Das Untedhaus hat mit 349 gegen 268 Stim­men in zweiter Lesung das Gesetz über die Trennung

Wi§SdKdeKW Morgen-Ausgabe, 1. Blatt. «ette 8 *

von Kirche und Staat in Wales angenommen, welches dem Unterhaus zum drittenmal unter der Herrschaft der Parla­mentsakte vorliegt.

Italien.

Die Zulassung fremder Kriegsschiffe. W i e n, 21. April. Wie dieZeit" erfährt, hat die italienische Regierung neue Bestimmungen über die Zulassung fremder Kriegsschifse in italienischen Gewässern erlassen. Hierbei fällt auf, daß Neapel uird Ancona nicht mehr unter den befestig­ten Seeplätzen ausgeführt werden.

Valkanstaaten.

Die Einberufung der albanischen Miliz. Durazzo, 22. April. Die gestern vom Ministerrat beschlossene Aus­stellung der Miliz erstreckt sich über das ganze Land und soll schleunigst durchgeführt werden. Eine Deputation aus den von den Griechen besetzten Gebieten hat militärischen Schutz gegen die griechischen Gewalttätigkeiten erbeten.

Vereinigte Staaten.

Der Kampf amerikanischer Bergleute mit Miliz­soldaten. London, 22. April. ' Der Kampf, welcher zwischen streikenden Bergarbeitern und Milizsoldaten am Montag in der Nähe von Trinidad im Staate Colorado in der Bergavbeiterkolonie Ludlow stattgesunden hat, erinnert an die blutige Schlacht wäh­rend des großen Bergarbeiterstreiks vor 12 Jahren in Crippletrick. Vierzehn Stunden lang wogte der Kampf hin und her. Erst durch die einbrechende Dunkelheit wurde ihm ein Ende gemacht. Elf Bergarbeiter, eine Frau und ein Kind wurden getötet. Auch die Miliz verlor einen Mann. Auf beiden Seiten gab es Hunderte von Verwundeten. Schon am Sonntag war es zu einem Zusammenstoß gekommen. Die Truppen haben Befehl, unter allen Umständen die Arbeiter zu entwaffnen und gefangen zu nehmen. Man rechnet infolgedessen mit neuen blutigen Kämpfen, da die' Arbeiter fest entschlossen sind, nicht nachzugeben.

Ku§ Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

48. Rommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden.

(Zweite Vollversammlung. Schluß.)

Abg. v. Eck (Wiesbaden) ist der Berichterstatter betr. der Herausgabe eines Hessen-Nassauischen Wörter­buchs (Idiotikon). Die Sache ist von der Akademie der Wissenschaften angeregt. Zu den für unsere Provinz aufzu­bringenden Kosten von 80 000 M. trägt der Staat die Hälfte bei unter der Voraussetzung, daß der Rest von den beiden Bezirksverbänden übernommen wird. Verlangt wird hier die Bewilligung von 2000 M. auf die Dauer von 10 Jahren. Hessen hat die Bewilligung abgelehnt. Beschlossen wurde die Bewilligung des angesorderten Betrags. Dem Hessischen Kommunallandtag soll die Bitte ausgesprochen werden, daß auch er seine Zurückhaltung aufgibt. Sollte dem Ersuchen nicht entsprochen werden, dann ist ein Idiotikon für Nassau allein in Aussicht genommen. In dem Fall würde der zu leistende Zuschuß sich verdoppeln. Abg. Dr. Alberti (Wiesbaden) ist der Berichterstatter für den Antrag des Finanzausschusses auf Schaffung eines Darlehnsfonds zur Unterstützung von Neubauten privater Erziehungs- und Heilanstalten. Der Landesausschuß legt die folgenden An­träge vor: Der Kommunallandtag wolle den Landeshaupt­mann ermächtigen, namens des Bezirksverbands in geeigneten Fällen die selbstschuldnerische Bürgschaft für hypothekarische Darlehen der Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau zu Kassel an Angestellte des Bezirksverbands zum Zweck der Erbauung eigener Wohnhäuser zu übernehmen, ferner wegen der Gewährung hypothekarischer Darlehen an die bei der Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau zu Kassel nicht ver­sicherten Bureau-, Kassen- und Verwaltungsgehilfen der Irrenanstalten mit der Nassanischen Lebensverstche- rungsanstalt in Verbindung zu treten, und ebenfalls für diese Zwecke im nächstjährigen Etat Mittel vorzusehen." Die An­träge werden ohne Widerspruch zum Beschluß erhoben. Ein Schreiben der Landwirtschaftskammer verlangt die Bewilligung von B e i h i l f e n für je eine in Höchst und Lim­burg neu zu errichtende landwirtschaftliche Winterschule. Für den Finanzausschuß erstattet Abg. Dr. Wöll (Frank­furt) das einschlägige Referat. Der Abgeordnete beantragt die vorläufige Rückverweisung der Angelegenheit an den Landes- ansschuß zum Zweck der Prüfung der Bedürfnisfrage. Abg. Kammerherr v. Heimburg befürwortet grundsätzlich die Bewilligung der verlangten Beträge und beantragt, gleich im Plenum demgemäß zu beschließen. Es handelt sich um 4000 Mark, von denen 2000 M. lediglich zu Ausstattungszwecken be­nötigt werden. Abg. Geheimrat Duderstadt (Diez) er­sucht, den Landesausschuß zu bevollmächtigen, den Betrag direkt zu bewilligen, sofern das Resultat der Nachprüfung des Antrags ein entsprechendes sei. Abg. LassauIx (Frankfurt) möchte zunächst geprüft wissen, ob man, bevor man an die Einrichtung weiterer Winterschulen gehe, nicht die bessere Ausnutzung der vorhandenen verlangen müsse. Landeshaupt­mann Krekel: Die Anträge zu prüfen, sei absolut nötig. Ob im Kreis Höchst eine Winterschule Bedürfnis sei, müsse fraglich erscheinen. Er bitte, die Angelegenheit an den Lan­desausschuß zur Prüfung und Entscheidung zu verweisen. Abg. Geh. Rat Büchting: Im Kreis Limburg bestehe der Wunsch, noch in diesem Winter mit der Sache Vorgehen zu können. Mg. Dr. H ä u s e r (Höchst) glaubt, doch die Bedürf­nisfrage für Höchst mit Rücksicht auf sein ländlichen Charak­ter tragendes Hinterland bejahen zu müssen. Mg. Schön (Netzbach): Die Landwirte und Kreise wünschten die Errich­tung der Schulen. Der Besuch in den bestehenden Schulen be­weise das Bedürfnis. Er bitte um Annahme des Antrags Duderstadt. Abg. L e x (Weilburg) beantragt die Ablehnung der Zuschüsse, weil die älteren Schulen dieselben auch nicht er­hielten. Er beantrage die Bewilligung einer Gesamtsumme zum Zweck der Verteilung an alle Kreise, in denen Winter­schulen beständen. Landeshauptmann Krekel: Die Weil- burger Schule sei eine staatliche Anstalt. Aus den Bezirks­verbandsmitteln erhalte sie jährlich 2600 M Der Antrag des Abg. Duderstadt wird a b g e l e h n t, der Ausschuhantrag a n- genommen. Der zur Teilnahme an einem UnterrichtS- kurs nach Berlin beurlaubte Taubstnmmenlehrer E f sel­be r g e r beantragt die Bewilligung eines Teils seines ihm nicht Anstehenden Gehalts. Der Landesausschutz hat das Ge­

such abgelehnt, der Beamten- und Eingabenausschnß (Bericht­erstatter Abg. Dr. K n ö d g e n, Ransbach) ersucht, die in Frage kommenden 734 M. bedingungsweise zu bewilligen. Das Haus stimmt dem Antrag zu. Abg. Dr. Hehner (Wiesbaden) ist Berichterstatter in der Angelegenheit des Er­lasses einer neuen Satzung für die Gewährung von Dienst- Prämien an das Personal der Irrenanstalten des Bezirks­verbands. Der Landesausschuß hat einschlägige neue Satzun­gen vorgelegt. Der Landtag stimmt denselben zu mit der einzigen Änderung, daß das WortPflegepersonal" durch Personal" ersetzt werde. Die Dienstprämien betragen nach einer sechsjährigen Dienstzeit 300 M., nach sechs weiteren Dienstjahren seit Gewährung der ersten Dienstprämie 400 M. Ein Gesuch des früheren Wegewärters Peter S t ö r k e l zu Usingen um Erhöhung seiner ihm aus der Unterstützungs­kasse bewilligten Jahresrente oder um Gewährung einer ein­maligen Unterstützung wird dem Landesausschuß zur wohl­wollenden Prüfung hingewiesen. Berichterstatter Abg. Buchsieb (Runkel). Endlich wird die Wahl des Oberbür­germeisters Voigt (Frankfurt) auf Antrag des Abg. Dr. Daniels (Biedenkopf) für gültig erklärt. Die weiteren Gegenstände der Tagesordnung werden der vorgeschrittenen Zeit wegen abgesetzt. Nächste Sitzung am Freitagvormittag 10 Uhr.

Die tturanlagen im §rühlrng.

Niemals im Lauf des Jahres erscheinen die Kuranlagen so anmutig, als gerade um diese Zeit, wo sie rat Schmuck des jungen maiengrünen Laubes prangen, wo der Faulbanm blüht und die Narzissensterne gelbe Blütenteppiche um dunkle Koniferen und weiße Birkenstämme weben. Noch ist alles im Werden, noch durchflutet das Sonnenlicht selbst die dichtesten Baumkronen und lockt allenthalben aus dem Rasen die kleinen Frühlingsblümchen, die Veilchen, Primeln, Anemonen usw., hervor. Von den Bäuinen herab schallt jubelnder, schmettern­der Finkenschlag, die Drosseln singen und bei der Dietenmühle laßt die Nachtigall frühmorgens schon ihr schmelzendes Lied hören. Von den Bäumen sind die Kastanien am weitesten vorgeschritten; sie sind mit aufbrechenden Blütenknospen förm­lich übersät. Dagegen sind die alten Platanen vor dem Kur­haus noch weit zurück; über den weitausladenden Kronen liegt das ;unge Laub erst wie ein grüngoldener Schleier. Im Zier­garten, zwischen ihnen, leuchtet es in satten Farben: glühend rot und weiß, lila, rosa, altgold und azurblau die Tulpen blühen. Mit der Tulpenblüte hat dieser Garten seinen ersten Höhepunkt erreicht, ja, in so reinen, klaren Farben prangen die Beete wohl im ganzen Sommer nicht wieder. Dieses Jahr herrschen die gefüllten Tulpen vor; das Mittel­stück ist in feuerrot und weih gehalten, während die Seiten- beete abwechselnd lilarosa und goldfarben bepflanzt sind. Um letztere schlingen sich tiefblaue Vergißmeinnichtbänder. Be­sonders reizvoll sind die großen Rundbeete an den Eingängen an der Wilhelmstraße. Aus weißblühendem Arabisuntergrund heben sich rosaweiße einfache Tulpen, eine Zusammenstellung, die an Lieblichkeit kaum zu übertreffen ist. Unsere Anlagen sind ein Kurfaktor von gleicher Bedeutung wie das Kurhaus, denn was dieses für die Kur im Winter bedeutet, das bedeu­ten sie im Sommer dafür. Unsere städtische Gartenberwal- tung ist sich dessen wohl bewußt; sie ist unablässig bemüht, die Anlagen in allen Teilen auf die höchste Stufe zu heben. Was ist von ihr in den letzten Jahren alles neu geschaffen worden. Durch die hinteren Kuranlagen, die früher von einem Wegegewirr planlos zerschnitten waren, führen jetzt großzügige Promenaden, und weite Rasenflächen, von blühen­den Stauden belebt, erfreuen das Auge. Auch im letztver­gangenen Winter wurden wieder manche Verbesserungen aus­geführt. Der durch den Warmen Damm führende Hauptweg, der vieles zu wünschen übrig ließ, was sich besonders bei Regenwetter zeigte, ist in monaielanger Arbeit entwässert und vollständig neu eingedeckt worden. Zwischen dem reservierten Kurgarten und dem Gustav-Frehtag-Denkmal wurde der größte Teil des Rasens umgegraben und gedüngt, er wird gegenwärtig neu besamt. Am äußersten Ende der Knranlagen ist ferner die Böschung unterhalb der Wagnerschen Milchkur- anstatt, die bisher einen so unschönen Anblick bot, entlang deS Promenadenwegs durch eine Mauer gestützt und in ordnungs­mäßigen Zustand gebracht worden. Die wichtigste und bedeu­tendste Arbeit dieses Winters war aber die Vergrößerung der Kochbrunnenanlage. Was die Gartenverwaltung aus diesem kleinen Stückchen Land herausgeholt, was sie dort geschaffen hat, das wird wohl jedermann hoch befriedigen.

Oberbürgermeister Glässing ist auf kurze Zeit in amt­lichen Geschäften nach Berlin gereist.

Vom Hauptbahnhof. Außerhalb der hiesigen Hanpt- bahnhofshalle ist eine wesentliche Verlängerung der Bahn­steige in Angriff genommen. Es soll damit erreicht werden, daß bei der Höchstbelastung btt Züge bis zu 60 Achsen die vor­schriftsmäßigen Bahnsteige zum Ein- und Anssteigen vorhan­den sind, um so ohne Störung im Verkehr eine schnellere Ab­fertigung der Züge zu ermöglichen.

Kaufmanns-Erholungsheime" hat das unweit Baden-Baden in herrlicher Lage auf dem Kamm des Schwarzwalds 820 Meter hoch gelegeneHotel Bärenstein" erwmbem Das Hans, das auf das sottdeste gebaut tst, wird mit den Einrichtungen versehen und noch tm Lauf des Monats Juni dem Betrieb übergeben werden.

oesEvangeujcyen Verbands zur Pflege der weibltchen Jugend Deutschlands" für erwerbs- tätige innge Mädchen sind, wie jedes Jahr, von Mitte Mai bis Ende September geöffnet. Es sind: 1. Elchberg bei ^a^Erregau (Schlesien); 2. Friedeburg bei Ploen - (Schleswlg-Holstetn); 3. Kloster Rühn bei Bützow in Mecklen- Stedten bei Bischleben, Bezirk Erfurt; 5.8^ldfrtede -Bnllinghausen bei Külte-Wetterburg (Waldeck); 6 ".^^"waldheim" in Attenkirchen bei Au (Wester- walo). Pensionspreis täglich 1 M. 78 Pf., für 4 Wochen 48 M für Mitglieder der dem Verband angeschlossenen Juna- frauenvereine 1 M. 30 Pf., bezw. 40 M., in Eichberg 1 M. täglich. Erholungsbedürftige junge Mädchen, die im Beruf stehen, wte Verkäuferinnen oder Fabrikarbeiterinnen usw., finden hier Gelegenheit, in guter, frischer Landluft neue Kräfte für die Arbeit zu sanuneln. Da die Häuser in den Sommermonaten sehr besetzt sind, empfiehlt sich baldige An­meldung, bis Mitte Mai an das Bureau desEvangelischen Verbands zur Pflege der weiblichen Jugend Deutschlands", Berlin-Dahlem, Friedberger Straße 26/27, später direkt an die genannten Heimadressen.

Kurhaus. Die Kurverwaltung ersucht uns, darauf auf­merksam zu machen, daß die Anordnung, wonach in den Konzert-, Lese-, Spiel- und Gesellschaftsräumen des Kurhauses nicht geraucht werden darf, auch für den Saal, in welchem das Pferdchenspier untergeLvacht ist, Gültigkeit hat. Die