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Nr. ISS

Mittwoch, 1. April

Wiesbadener TaMatt.

Morgen-A«SgaS«, 1. Blatt.

Sette S.

Rujsisch.Polen, durch eine exzeptionelle Boykottpropaganda verhetzt, Beschlüsse gefaßt behufs Ausweisung der in dem be­treffenden Orte wohnhaften jüdischen Gesamtbevölkerung. Diese Resolutionen, welche gemäß einer antisemitischen Maß­nahme der achtziger Jahre fast Rechtskraft besitzen und nur durch das Eingreifen höherer Instanzen annulliert werden können, sind im Laufe der kalten Zeit nicht zur Ausführung gelangt. Mit dem Beginn des Frühlings läuft aber die den Tausenden von Ausgewiesenen gewährte Galgenfrist ab, so daß sie jetzt vor einer Katastrophe stehen. So hat schon die gewaltsame Vertreibung der Juden begonnen. Die Polizisten machen kurzen Prozeß. Sie raffen die Habseligkeiten der armen Dorfbewohner zusammen, werfen sie auf die Trans­portwagen und schicken sie nach dem nächsten Städtchen ab. Dieses tieftraurige Bild ist bereits an zahlreichen Orten Russisch-Polens zu beobachten.

Ein Schächtverbot? Petersburg, 30. März. Vom rechten Flügel der Reichsduma wurde ein Gesetzentwurf ein­gebracht, der der jüdischen Bevölkerung das Schächten des Schlachtviehes verbietet.

Eine elektrische Untergrundbahn in Moskau. Peters­burg, 31. März. Die Moskauer Stadtverwaltung und die Eisenbahnverwaltungen des Moskauer Knotenpunktes Unter­zeichneten die Verträge über die Anlage einer elektrischen Untergrundbahn in Moskau. Der Bau soll 1915 begonnen werden.

aus Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

vom „1. april" und seiner Geschichte.

Rosegger erzählt in seinen anmutigen Sittenbildern aus dem Volksleben der Steiermark: „Wer sich über ein April- schicken beleidigt fühlt, dem sagt man, daß Christus der Herr selber in den April geschickt worden wäre von Annas zu Koiphas, von Pontius zu Pilatus (die Bauern machen nämlich aus dem römischen Landpfleger Pontius Pilatus immer zwei Personen)". Diese Erklärung, die auch sonst in deutschen Landen viel verbreitet ist, gibt eine Handhabe für die Deutung des merkwürdigen Brauchs vom In-den-April-Schicken. Der 1. April gilt nämlich seit uralter Zeit bald als Geburts- und bald als Todestag des verräterischen Erzschelms Judas, und ein Etwas von der Schalksnatur dieses argen Sünders scheint auf diesen Tag übergegangen zu sein, denn man spielt an ihm seinen Mitmenschen gern einen Schabernack und sucht die anderen zum Narren zu halten. Freilich ist diese Be­ziehung auf Judas und aus den Herrn nur die christliche Ver­brämung einer ursprünglich heidnischen Sitte. Die Gelehr­ten sind deshalb, um das Rätsel des 1. April zu ergründen, noch viel tiefer in die Vergangenheit hinabgestiegen, haben im alten Rom und im alten Indien die ersten Spuren dieses viel­deutigen Spaßes aufgesucht. Die einen dachten an das alt- lateinische Narrenfest der Q u i r i n a l i e n ; andere haben «in anderes altrömisches Fest, die Apaturien, zur Wiege unserer Aprilscherze gemacht, wobei sie darauf hinwiesen, daß im April zu Ehren der Liebesgöttin, die den Beinamen „Apaturia", die Täuscherin, führte, Mysterien mit allerlei Täuschungen begangen wurden. Spielt hier bereits di« große Verlockerin der Menschheit, die Liebe, die so manchen an der Nase herumführt, eine Rolle, so tut sie das nicht minder in dem indischen H u l. F e st, das man als Parallele zu unserem Brauch des 1. April herangezogen hat. Seit undenklichen Zeiten ist es am letzten Tage des Hul-Festes, das in den Marz oder Avril fällt, in Indien eine allgemeine Belustigung, daß man allerlei Aufträge ausrichten läßt, die mit einer Täuschung enden und den Abgesandten zum Hul-Narren machen. Je mehr Verwirrung und Tollheit dadurch entsteht, desto ärger sind Gelächter und Spott. Das Hul ist eine Fruh- lingsfeicr, ähnlich dem altgermanischen Julfest, und der Liebesgöttin gewidmet, deren Gestirn, die Pleiaden, unter dem Zeichen der Fische dargestellt wird. Hier also tauchen auch bereits die Aprilfische auf, die m den romanischen Ländern die Stelle unserer Aprilscherze vertreten. Man hat auch historische Anknüpfungen für das In-den-April-Schicken gesucht, und z. B. an den Reichstag zu Augsburg ,530 er­innert, bei dem auf den 1. April eine mit einer großen Ent­täuschung endende Münzberatung fiel, und so viele zum Narren gemacht wurden. Dem steht aber entgegen, daß die erste deutliche Erwähnung des Brauchs in Deutschland erst im Jahre 1631 nachgewiesen ist. Älter ist die «rtte ledenfalls in Frankreich; hier läßt sie sich bereits im 16. Jahrhundert Nachweisen, und zwar gibt man das Datum ihrer Geburt mit dem Jahr 1564 an. Damals erließ Karl IX. ein Gesetz, dem­zufolge der Anfang des Jahres vom 1. Äprrl _ auf ^ den 1. Januar verlegt wurde. „Daraufhin", so erzählt eine spatere Chronik, „ersetzten die Franzosen, die damals noch lustiger waren als heute, die Geschenke und Glückwünsche^ die man früher am 1. April ausgeteilt hatte, durch allerlei Spaße und tolle Scherze, die man Fische nannte mit dem Namen eines der zwölf Zeichen des Tierkreises, von dem sich die Sonne um diese Zeit entfernt." Di« Erfindung der „Aprilfische haben jedoch die I t a l i e n e r den Franzosen streitig gemacht. Nach den Angaben einer Neapeler Chronik vom Jahre 1650 soll der wahre Ursprung des Aprilfisches in einer Begebenheit am Hof des Vizekönigs von Neapel, des Grafen Monieret), zu suchen sein. Darnach aß der Graf einen Fisch namens Marcomo besonders gern, der aber nur bis Mitte Marz ge­fangen wurde. Als er trotzdem zu einem Diner am 1. April ein solches Fischgericht befahl, half sich der findige K-ch, indem er einen täuschend ähnlich bemalten und geformten Fisch aus feinem Zuckerteig auf den Tisch brachte. Der Vizekönig rief darauf erfreut aus: „Ist es auch kein Märzfisch, so sei mir doch auch der Aprilfisch willkommen!" So entstand der Name, der dann auf die Scherze am 1. April übertragen wurde. Un­endlich zahlreich sind diese Aprilspäße, und sie haben sich in derselben, gleichsam klassischen Form bis auf unsere Tage er­halten. Schickt der mährische Bauer nach Verstandessamen und Krebsenblut, so läßt der Schlesier „den Windsack holen", worauf der Angeführte einen mit Steinen gefüllten Strohsack zu schleppen bekommt. Der Bayer läßt nach Dukatensamen oder Buckelblau fragen, der Nassauer schickt den Aprilnarren nach der Hufschere, dem Mückenfett und anderen unmöglichem Sachen. Gar lustig erzählt uns Rosegger von seinen Erfah­rungen am 1. April aus seiner Kindheit: „In meinem Vater­haus arbeitete einmal ein Schuster, der mich auf mein Bitten, er möchte mir was singen, an diesem Tage anging: „Bübel, du mutzt schon so gut sein und mir beim Kaufmann zwei Ellen Laß holen. Sag' nur, er gehört für mich und zahlen wollt' ich ihn schon einmal." Ich ging, verlangte zwei Ellen Baß

für den Schuster und wurde tüchtig ausgelacht. Um einen Sternanzünder wurde ich zweimal geschickt. Das erstemal am lichten Tag, da hieß es: „Wenn's finster wird, brauchen wir ihn selber, komm', bis wir angezündet haben." Und spät abends kam ich wieder und wurde ausgelacht." C. K.

— Die Stadtverordneten sind auf Freitag, den 3. April, nachm. 4 Uhr, in den Bürgersaal des Rathauses zur Sitzung mit folgender Tagesordnung eingeladen: 1. Einführung und Ver­pflichtung des Beigeordneten Dr. Gustav Heß. 2. Gesamt­abrechnung über die Hochbauten und die Einrichtung der Leichenverbrennungsanlage auf dem Südfriedhof. Ber. Bau-A. 3. Bewilligung von 5050 M. zur Vornahme bau­licher Verbesserungen auf dem Südfriedhof. Ber. Bau-A. 4. Desgleichen von 2600 M. für die Errichtung einer Spreng­wagenbaracke an der Lorcher Schule. Ber. Bau-A. 5. Des­gleichen von 7069 M. zur Beschaffung von Läufern für die Wandelhalle des Kurhauses. Ber. Fin.-A. 6. Antrag auf Er­höhung des bisherigen Zuschusses an den „Verein für Speisung bedürftiger Schulkinder". Ber. Fin.-A. 7. Des­gleichen auf Erhöhung des bisherigen Zuschusses zu den Be­triebskosten der Kochschule auf dem Schulberg. Ber. Fin.-A. 8. Bewilligung eines einmaligen Zuschusses von 500 M. zu den Kosten der allgemeinen photographischen Ausstellung in hiesiger Stadt. Ber. Fin.-A. 9. Desgleichen des im Haus­haltsplan für 1914 nicht vorgesehenen Gehaltsbetrags für einen Oberlehrer. Ber. Fin.-A. 10. Desgleichen eines jähr­lichen Beitrags von 50 M. an den „Rheinischen Verkehrsver- ein" zu den Schülerherbergen. Ber. Fin.-A. 11. Ankauf von Grundstücken. Ber. Fin.-A. 12. Desgleichen eines Grund­stücks im Distrikt „Rödern". Ber. Fin.-A. 13. Beschwerde gegen die Vergebung der Maurerarbeiten für den Neubau der Volksschule an der Lcchnstraße. Ber. Org.-A. 14. Neuwahl einer Armenpflegerin für den 11. Armenbezirk. 16. Bewilli­gung von 500 M. für Herrichtung eines Kinderspielplatzes an der Coulinstraße. 16. Entwurf eines Nachtrags zu der Ord­nung für die Erhebung von Marktstandsgeld auf den Märkten in der Stadt Wiesbaden. 17. Ankauf eines Hausgrundstücks an der Geisbergstraße. 18. Desgleichen eines Grundstücks im Distrikt „Kinzenberg", Gemarkung Erbenheim. 19. Fest­setzung der Normaleinheitspreise für die durch das Kanalbau­amt im Rechnungsjahr 1914 auszuführenden Hausanschluß­kanäle. 20. Desgleichen für die Reinigung der Sand- und Fettfänge, sowie für die Bedienung der Ölpissoirs in Privat­grundstücken. 21. Entwurf eines Ortsstatuts über die Kran­kenversicherung der Hausgewerbetreibenden und ihrer hausge- werblich Beschäftigten. 22. Neuwahl von zwei Sachverständi­gen und eines Stellvertreters zur Abschätzung der ausgehobe­nen Kraftfahrzeuge im Mobilmachungsfall. 23. Erteilung der Zustimmung zu der erfolgten Bildung eines Gewerbeförde- rungsausschusses im Regierungsbezirk Wiesbaden und Wahl eines Vertreters und eines Stellvertreters. 24. Vornahme der Ersatzwahl für ein Mitglied des Magistrats.

— Bismarckfeier. Wie alljährlich, so veranstaltet auch in diesem Jahre die hiesige Ortsgruppe des Alldeutschen Ver­bands eine Bismarckseier, und zwar heute Mittwoch, den 1. April, abends 8 Uhr, im Festsaal der „Turngesellschaft", Schwalbacher Straße 8. Die Ortsgruppe Wiesbaden des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbands hat beschlossen, sich an dieser Feier mit Damen zu beteiligen und ladet ihre Mitglieder und Freunde des Altreichskanzlers dazu ein.

— Kaufmanns-Erholungsheime. Der „Deutschen Gesell­schaft für Kaufmanns-Erholungsheime" gingen in der letzten Zeit wieder Jahresbeiträge und Stiftungen in sehr großer Zahl zu. Es stifteten u. a.: F. A. Bernhardt und Stadtrat Oswald Weise (Zittau) 5000 M., Eicken u. Co. (Hagen i. W.) 5000 M., Rudolf Herzog (Berlin) 10 000 M., Klippgen u. Co. (Dresden) 6000 M., Oberlausitzer Bank (Zittau) 6000 M., Walzenmühlen N. Simons (Neuß a. Rh.) anläßlich des 60- jährigen Jubiläums 5000 M.

— Kontrollversammlungen. Zu denselben haben zu er­scheinen: Heute Mittwoch, den 1. April 1914, vormittags

9 Uhr: Sämtliche Mannschaften der Provinzial-Jnfanterie mit Ausnahme der bei dieser Waffe gedienten Ökonomiehand­werker, Büchsenmacher und Krankenträger der Jahresklasse 1901. Vormittags 11 Uhr: Jahresklasse 1902. Nachmittags 3 Uhr: Jahresklasse 1903. Die Kontrollversammlungen fin­den im Hof des Bezirkskommandos, Bertramstraße 3, statt.

— Der Fall Weißbrod. Im Dezember v. I. wurde der früher in Wiesbaden in der oberen Kapellenstraße, jetzt in Frankfurt a. M. wohnende approbierte Arzt^ Weißbrod wegen Verfehlungen gegen den 8 175 des Strafgesetzbuchs, wegen schwerer Kuppelei gegenüber seiner Ehefrau und wegen Kurpfuscherei verhaftet. Die Anzeige war von einem Kaufmann erstattet, der mit Frau Weißbrod Beziehungen unterhielt. Den Doktortitel hat Weißbrod dadurch verloren, daß er 1907 von der Strafkammer zu Düsseldorf wegen ver­suchter Erpressung in einer Heiratsvermittlungssache zu 1 Jahr Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt wurde. Die Kurpfuscherei soll darin liegen, daß et Patienten, die an Gonorrhöe erkrankt waren, mit Salvarsan behandelt hat. Ein Angestellter von Weißbrod, Witwitzki, ist vor iy s Jahren wegen Kurpfuscherei zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt wor­den. Das Aufsehen, das seinerzeit diese Sache erregt hat, veranlaßte Weißbrod, seine Praxis urederzulegen. Weißbrod beschäftigte sich vielfach mit Geldgeschäften und Heiratsver- mittlungen. Auf Antrag des Verteidigers wurde Weißbrod auf 6 Wochen zur Beobachtung seines Geisteszustandes der Irrenanstalt überwiesen. Die Untersuchung ergab, daß Weitz- brod als g em ei ngefähr li ch er Geisteskranker anzusehen und für seine Tat nicht verantwortlich zu machen ist. Das Gutachten dürfte voraussichtlich in kurzem die Ein­stellung des Strafverfahrens zur Folge haben.

— Arbeitseinstellung. , ‘ >er „Maschinenfabrik Wies­baden" bei Dotzheim hat eine ganze Anzahl Arbeiter letzten Samstag ihre Kündigung erhalten. Es sollen deren 45 und mangelnde Arbeitsausträge daran schuld sein. Die Fabrik will aus gleichem Grund auch verkürzte Arbeitszeit einführen.

— Gerichtliche Jmmobilien-Versteigerungen. Vor dem hiesigen Amtsgericht standen vorgestern noch zwei Jmmobilien- Versteigerungstermme an, uamlich: 1. zum Zweck der Auf­hebung der Gemeinschaft bezüglich des Wohnhauses mit Hof­raum und Werkstatt Göbeustraße 35, 3 Ar 28 Quadratmeter groß. Die Taxe des Feldgerichts aus dem Jahre 1W9 beläuft sich auf 107 000 M., diejenige der Steuerbehörde auf 110 000 Mark. Höchstbietender war mit 1839,1 M. bei Übernahme von Hypotheken in Höhe von 88 800 M. der Spenglermeister Schmidt, Göbeustraße 35. 2. Handelte es sich um das Wohnhaus mit Hofrauw Rauenthaler Straße Z, Z Ar 90 Quadratmeter groß, geschätzter Wert des Feldgerichts so­wie der Steuerbehörde 90 000 M. Das höchste Gebot legte ein, Fräulein Karoline D i e g e s, Schwalbacher Straße 35, mit

1860 M. Bestehen bleiben an Lasten 55 000 M. Die Steigerin ist selbst Eigentümerin einer Hypothek in Höhe von 20 000 M. 4500 M. Hypotheken fallen aus. In beiden Fällen wurde der Zuschlag gleich im Termin erteilt.

— Zwei Berufe für Mädchen, die vor der Berufswahl stehen. In dieser Zeit stehen die jungen Mädchen vor der Be­rufswahl, wie es ehedem nur die Heranwachsenden Männer taten. Dem jungen Mädchen, das nicht außerordentliche Fähigkeiten und Neigungen für einen bestimmten Beruf zeigt, wäre der Besuch des Kinderlehrerinnenseminars in Berlin zu empfehlen. Der neue Kursus beginnt nach Ostern in der Frauenschule des König!. Elisabeth-LyzeumS und ist nach den Bestimmungen für Frauenschulen zweijährig. Das erste Jahr bietet dem jungen Mädchen Gelegenheit, sich in der all­gemeinen Bildung zu vervollkommnen, das zweite Jahr hin­gegen ist der Kindergärtnerei gewidmet. Für gute und tüch­tig vorgebildete Kindergärtnerinnen findet sich heutzutage stets gute Anstellung in privaten Häusern und in öffentlichen Anstalten. — Auch der Beruf der Dentistin bietet dem jungen Mädchen die Aussicht für einen guten, häuslichen Erwerb. Der Verband deutscher Dentistinnen, Ortsgruppe Berlin, hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der Beratungsstelle Ber­lin W., Motzstratze 58, den Eltern der jungen Mädchen, die sich für einen Beruf vorbereiten, Auskunft über alle Erwerbs­möglichkeiten dieses Berufs zu geben. Auch sieht man hier in einem Lehrstellennachweis offene Stellen und im Stellen­vermittlungsnachweis Stellen für Gehilfinnen.

-^Apollo-Theater. Wie immer zeigt sich die Direktion auch jetzt wieder bemüht, ein hervorrageirdes Programm zu bieten. Diesmal wartet sie mit einer Ringkampf- Konkurrenz auf. in welcher sich eine stattliche Anzahl be­kannter Ringer messen wird. Im übrigen weist das Pvo- gramm Namen von Künstlern auf, wie James Brech. das für Deutschland gänzlich neue Trio Mordents. Miß Dolly mit ihren Girls u. a.

— Personal-Nachrichten. Versetzt sind von hier Güter- vorsteher Andres nach Bad' Kreuznach und Oberbahn­assistent Schmidt nach Niederlahnstein. Ernannt zu Lber-- bahnassistenten die Eisenbahnassistenten Rösel, Hilgen, Mohr: und- G e m m e r.

vorberichte AVer Kauft, Vorträge und verwandtes.

* Kurtheater. Auf die. heute Mittwoch, abends 8 Uhr, stattfindende Gala Premiere des Fritz Steidl-Ensemble sei nochmals hingewiesen.

* Konzert. Am Montag, den 6. April, abends 8 Uhr, findet im Kusinotaal ein Konzert statt. Die ausführenden t nstrumenwlnreu und geborene Wiesbadener: Frl. Hertha Arndt, die beliebte Geigecin, und Herr Fritz Hans Reh- bold. Klaviervirtuose und Professor am Konservatorium zu Köln. Weiter wird der bekannte Bariionist Herr Vernon D' A r n a l l e Mitwirken.

* Orgelkonzert. Im heurigen Orgelkonzert in der Markt­kirche werden Fr,l. Else Koch (Alt) und Herr Paul Hertel (Mitglied des städtischen Kurorchesters, Cello) Mitwirken. Das Programm enthält Kompositionen von Hans Huber (Basel), Rheinberger, Nicodä, Schumann. Reger und Hugo Wolf. Das Programm berechtigt zum Eintritt. Beginn von jetzt ab pünktlich 6 Uhr.

* Geistliche MnsikauffUhrnng. Am Karfreitag veransraltet der ..Evangelische Kivchengesangvevein" in der Marktkirche eine geistliche Muskaufführung. worauf wir schon jetzt hinwrscn.

Kus dem vereinsleben.

oorberichte, Oereinsversammlungen.

* Der „Verein der Handelsagenten Wies­baden E. B." hält am Samstag, den 4. April, abends 9 Uhr. im Vereinslokal „Hotel Wiesbadener Hof" seine Monatsversammlung ab. Auf der Tagesordnung liehen u. a. „Die Bevorrechtigung der Provistonsforderungen des Handels­agenten beim Konkurse der vertretenen Firma" und „Die Registrierung und Bekanntgabe abgewiesener Konkurse und außergerichtlicher Vergleiche". Der VereinsshndUus Herr Dr. jur. K. Milch wird wiederum der Versammlung bei­wohnen und den juristischen Teil der Besprechungen über­nehmen.

* Naturschutzpark. E. V. Wie wir bereits früher mitteilten, findet am Freitag, den 3. April, abends 8 Uhr pünktlich, ein Lichtbildervortraa des Herrn Dr. Kurt F l o e - ricke in der Aula des Lyzeums am Schloßplatz statt. Der Vortragende ist als ausgezeichneter Redner und noch mehr. durch seine beliebten, im Kosmosverlag erschienenen Schriften in weitesten Kreisen bekannt. Ein hervorragend schönes Licht­bildermaterial wird den Vortrag über „Ausgestorbene und auSsterbende Tiere" erläutern. Nach dem Vortrag findet im Vereinslokal („Hotel Einhorn". Marktstraße), die ordentliche Mo:iatsversammluug der Ortsgruppe statt, für die eine außer­ordentlich reichhaltige -Fgesordnung vorliegt. Vevgl. Jnse- rarenteil.

* Die Hauptversammlung der hiesigen Ortsgruppe des „Westdeutschen Stimmrechtvetzbandss" wurde am 28. März unter dem Vorsitze der stellvertretenden Vor­sitzenden. Frl. Zizold. abgehalten. Dem Jahresbericht, den die Schrififührerin erstattete, ist zu entnehmen, daß der Zweig- berein sich günstig entwickelt und eine erfolgreiche Tätigkeit entfaltet hat. Er wirkte in der Theorie und in der Praxis an den Aufgaben mit. die sich der „Westdeutsche Stimmrecht­verband" gestellt hat. Zur Belehrung und Aufklärung wurde eine Reihe von Vorträgen gehalten, die fast alle sehr Mt be­sucht waren; bei den Vorarbeiten zu den Landtagswahlen und später bei den Krankenkaffenwahlen betätigten sich eine größere Anzahl von Mitgliedern. Nachdem der Kassenbericht genehmigt und die Schatzmeisterin entlastet war, wurden Äe satzungsgemäh ausscheidenden Vorstandsmitglieder durch Zuruf einstimmig wledergewahlt. Nach Mitteilung verschiedener B«r- einsangelegenhelten schloß d,e Vorsitzende die Versammlung mit dem Wunsche daß die Ottsgruppe Mch im nächsten Jahre ein wcfteres gedeiUich-es Wachsen und eine weitere ersprieß­liche Tätigkeit zum Besten der FrauenstimmrechtsbeweMng zu

verzeichnen habe. ,

* 2/n Karirnchenzuchtverein Wiesbaden",

gegründet F07 tmrd ku^lrch ein Vortrag über Kaninchen-

Anleitungen über Stallbau., Behandlung der Tiere während der. TwMt^und ^ Fütterung usw. Der Vortrag wurde mit

PH. Zehner und G. Schäfer. Me Herren des ZuchtplatzeS (Kaninchenfarm) erstatteten Bericht und betonten, daß sich diese Einrichtung aufs beste bewährt hat. Der Verein zahlt bereits 130 Mitglieder. Um Mich das Familiäre besser zu pflegen. wurde beschlossen, zwei Sommerfeste abzuhalten Weiter beschloß der Verein, dieses Jahr eine große allgemeine Ausstellung abzuhalten. Am Sonntag, den 5. April sollen etwa 800 bis 400 Felle abgesandt werden. Der Verein' erwarb für dieses Jahr 3 Rammler, und zwar einen U. Wiener einen deutschem Riesenschecken und einen belgischen Rieten' Zum «chluß betonte der Vcxsitzen.de. Herr Zehner daß der Vereiii nnt den Erfolgen der Verbandsausstellung' zufrieden sein könne. Der Verein habe sich Mt entwickelt, sowohl hin- sichilich seiner Mitgliederzahl als mich finanziell. — Nächste Versammlung Samstag, den 4. April, vereinsvorträge.

(Ohne Gewähr.) „Die Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914" Mutete das Thema eines Licht- bildervortrags. den Alfred Ahrndt, Vorsitzender des Kreises Frankfurt a. M. des Verbandes der Deutschen Typographischen Gesell schäften, am Samstag vor der T!h p o g r a p h t f $ e n Vereinigung Wiesbaden und dem Wiesbadener Ortsver-