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Tett« 4« _ Abe«d-A«sgabe, 1. Blatt. WresimdeNSV Tagbltttt. Montag. 3«. März 1914. Nr. ISO.

sprechenden Ausdruck. die mehr volkstümlichen Lieder, wie die „Tiroler Nachtwache" (achtstimmig) von R. Heuberger oder das heitere BolkÄiod „Bier Wunsche" von I. Pembaur. Allen Bor- trägen spendeten die Zuhörer — unter denen die „Meenzer" besonders stark vertreten schienen stürmischen Beifall. Der verdiente Chorleiter mutzte wiederholten Hervorrufen Folge leisten. Die Kurkapelle brachte Beethovens „Egmont- Ouvertüre". die stimmungsvolle Peev-Gynt-Suite von Grieg und Wagners „Tannhäuser-Quvertüve" zu Gehör und errang, unter der umsichtigen Direktion des Herrn Kapellmeisters G. Jrmer, mit der glänzenden Wiedergabe dieser Nummern ebenfalls reichen Beifall. Der Saal war ..a-usverkauft"! -n.

aus dem vereinsleden.

Vorberichts, Veretnsversammlungen.

* Der „Verein der Künstler und Kunst- freund e" veranstaltet ein Sonder-Konzert, welches am Donnerstag im Saale des ZivilkasinoS stattfindet. Professor Karl Klingler aus Berlin wird im Verein mit der am Hoch- schen Konservatorium in Frankfurt wirkenden Pianistin Paula Stebel die Sonate für Violine und Pianoforte von Brahms, ein Rondo für Pianoforte und Klavier von Schubert und ein Werk eigener Komposition — eine Sonate für Bratsche und Bmnosorte — Vorträgen.

Mitteilungen aus dem Geschäftsleben.

(Für Redaktion wie Verlag unverantwortlich )

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Äus dem Landkreis Wiesbaden-

Der Abschied der Unteroffizierschule.

FC. Biebrich a. Rh., 29. März. Eine Feier, die jedem Teilnehmer lange gedenken wird, fand am Samstagabend in der „Bellevue" statt. War es doch die Abschiedsfeier der König l. Unteroffizier schule von ihrem lang­jährigen Garnisonsort Biebrich a. Rh. Veranstaltet war die Feier von den städtischen Körperschaften, den Behörden und der Bürgerschaft. Die Festleitung hatte Oberbürgermeister Bogt übernommen. Landrat Kammerherr v. Heimburg eröffnete mit einer Ansprache das Fest und brachte das Kaiser­hoch ans. Im Verlauf der Feier überreichte er namens des Kreiskriegerverbands ein schön gerahmtes Bild mit den Photographien der Vorstände des Vereins. Er wünschte da­bei, daß die Poesie des Rheins im Einklang mit der Romantik der Lahn der Schule stets zu frohem Gelingen jeder Arbeit ein Ansporn sein möge. Landrat v. Heimburg überreichte des weiteren zwei Aschenbecher. Oberbürgermeister Vogt über­brachte unter gleichzeitiger Überreichung von vier Bildern die Abschiedsgrüße der Stadt und betonte, daß die Verwaltung der Gemeinde keine Schuld bei der Versetzung der Schule treffe. Höhere politische und militärische Interessen hätten es nötig gemacht. Ebenfalls ein Bild überreichte Pfarrer Dr. Gerbert namens der Kirchengemeinde, desgleichen der Vorsitzende des „Kriegervereins" Draudt, der für die Bieb- richer Militärvereine sprach. Professor Dr. L e w i n stiftete als Abschiedsgedenken im Auftrag des Reserve- und Land- wehrofsizierkorps ein Kaffeeservice für das Kasino zum Ge­brauch der nicht verheirateten Leutnants. Für die .tTurnver- eine" sprach Herr W ö h r l e. Beigeordneter Kranzbühl er überreichte dem Obermusikmeister Zwirnemann und der Kapelle einen elfenbeinernen Taktstock, auf dem die. Namen von 38 Biebricher Vereinen verzeichnet sind, sowie einen Geld­betrag. Oberstleutnant v. W u r m b dankte für alle Gaben und für die Teilnahme der Bürger und versprach, bei der 60- jährigen Jubelfeier 1917 mit den Mannschaften der Schule Biebrich wieder zu besuchen. „Wir scheiden", so sagte er, „aber die Pioniere stehen vor dem Tor." „Wir sind da!" sagte der Kommandeur des am 1. April einrückenden Korps der Pioniere und brachte herzlichen Gruß dem scheidenden Bataillon. Der Gesangverein „Eintracht" und die Kapelle der Schule umrahmten mit Musikvorträgen das Ganze.

Aus der Sonnenbergcr Gemeindevertretung.

y. Sonnenberg, 30. März. Die letzte Sitzung der Ge­meindevertretung wurde vor Eintritt in die Tages­ordnung mit einer Ortsbesichtigung begonnen, welche über den Ausbau der Rathausstraße Aufklärung schaffen sollte. Die zurzeit abgesteckte Straßenflucht hat es als zweckmäßig er­scheinen lassen, die ganze Straße um mehrere Meter nach der Bergseite zu verschieben, weil nach der jetzigen Fluchtlinie die Straße zu weit von dem Rathaus ab zu liegen kommt. Die Versammlung erkennt die Zweckmäßigkeit der Verschiebung an. obgleich es sich nicht vermeiden lassen wird, daß einige Baustellen hierdurch verloren gehen. Bevor jedoch diese Ver­legung endgültig beschlossen wird, soll das Kanalbauamt um Auskunft darüber ersucht werden, ob durch diese Straßenver-- schiebung eine Verzögerung in den bereits in Auftrag ge­gebenen Kanalisierungsarbeiten der Rathausstraße eintritt. Diese Arbeiten sollen unter allen Umständen beschleunigt werden, damit der unbedingt notwendige Ausbau des Kreuz­bergwegs, welcher seinen Anschluß an den Kanal der Rathaus­straße erhält, erfolgen kann. — Zu dem Entwurf einer Polizeiverordnung über die Entwässerung von Grundstücken und die Beseitigung von Abfallstoffen hat der Herr Regie­rungspräsident Abänderungen verfügt, ebenso zu dem Ent­wurf eines Ortsstatuts über die Kanalisation. Bevor jedoch von der Versammlung zu diesen Ortsgesetzen Stellung ge­nommen werden kann, sollen die zur Verteilung gelangten Abdrücke einer genauen Durchsicht unterzogen werden. _ Es mußte deshalb Vertagung eintreten. Zur Errichtung eines Landhauses im Pfahlgrschen Baugelände, Distrikt „Ober der Lehmkaut", seitens des Architekten Wilhelm Lücke wurde die Ausnahme an einer noch nicht für den Ausbau fertig ausge­bauten Straße bewilligt. Zur Enteignung der für die Frei­legung der Kaiser-Friedrich-Strahe notwendigen Gelände­flächen hat mündliche Verhandlung durch den Enteignungs­kommissar stattgefunden. Die Verhandlung hat eine Einigung mit drei Grundstücksparteien herbeigeführt, während mit der vierten Parier das Verfahren durchgeführt werden muß. Da jedoch die letztgenannten Besitzer der Gemeinde gestattet haben, alle für den Straßenbau notwendigen Arbeiten vorzunehmen, dürfte rn den bereits in Angriff genommenen Straßenaus- bauarberten keine Verzögerung eintreten. Die Versamm­lung nimmt hiervon Kenntnis. — Das erneute Angebot auf Ankauf der Sonnenberger Mühle wurde, ohne in eine längere Diskussion einzutreten, abgekehnt, weil eine Notwendigkeit hierzu nicht anerkannt wird.

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• ■— Schierstein, 30. März Die Ehsleute Arbeiter Adam Hüfam und Maria, nev. ^ho. hierselbst. haben Güter- i r c n n u n a vereinbart.

wc- Erbenheim, 29. Marz. Unter dem Vorsitze des Hoch­heimer Kolonnenführers Klein und in Anwesenheit des Kgl. Landrats Kammerherr von Heimburg sowie des Bürger­meisters Merten war heute nachmittag im Gasthaus „Kim Schwanen" der Kreisverband Wiesbaden-Land der Sama- riter-Abteilung des vaterländischen Frauen­

vereins zu einer wichtigen Beratung versammelt. Es handelte sich dabei, ; einem Referate des Schriftführers Sieg­fried (Hochheim) nach, zunächst um die Versicherung der Mannschaften gsgen Schaden, den sie während der Ausübung ihres Amtes nehmen. Es wurde ein Satz von 4 M. für die Zeit der Erwerbsunfähigkeit und von 4000 M. für den Todes­fall und den Fall dauernder Erwerbsunfähigkeit für ange­messen gehalten und beschlossen, Schritte zu tun, daß die Ver- stcherungAkosten, welche nicht allzu hohe sind, von den Ge. meinden übernommen werden. Im weiteren handelte es sich um die Schadloshaltung für bei Hilfsleistungen erwachsenden Lohnausfall- und sonstigen Schaden. Die Versammlung war der Ansicht, daß die Zahlungen am besten durch die Gemein­den erfolgen, welche sich dann ihrerseits mit den zum Ersatz Verpflichteten auseinander zu setzen haben. Der Kreisver­band des vaterländischen Frauenvereins soll angegangen wer­den, sich in diesem Sinne an maßgebender Stelle zu verwen­den. Zu ihren Übungen und auch zur Anwendung bei vor­kommenden Unglückssällen bedürfen die Kolonnen eines Transportshstems. Die Versammlung war der Ansicht, daß -es sich durchaus empfehle, an den Vaterländischen Frau-en- verein mit der Bite um Beschaffung dreier Systeme, des Linxweilerschen, Grundschen und Hamburger für seine eigenen Kbsten iheranzutreten und diese drei Systeme in Bieb­rich zur jederzeitigen Benutzung durch die VeribandÄolonnen unterzubringen. Ein Beschluß in dissem Sinne wurde ein­stimmig gefaßt. Ein weiterer Gegenstand der Beratung be­traf die Einführung fester Sätze für die Tätigkeit der Kolonnen sowie die Ausschaltung der auswärtigen Kon­kurrenz. Auch zur Erreichung dieses Zieles sollen Schritte getan werden. Landrat Kammerherr v. Heimburg regte die geschlossene Teilnahme der Verbandskolonnen. welche eine Gesamtstärke von 120 Köpfen haben, an der Kaiserpa- r a d e durch Ausstellungnahme in der Wilhelmstraße an. Die Teilnahme wurde beschlossen und Kammer-Herr v. Heimburg übernahm die Veranlassung des weiteren. Eine Anregung des Erbenheimer Kolonnenführers Steeger, alljährlich mindestens eine Verbandsübung abguhalten und dem Kolonnenisührer desjenigen Platzes, an welchem diejseWe stattfindet, die Fest­setzung des Programms !sür dieselbe anheim zu stellen, fand allseitige Zustimmung. Ebenso eine solche aus Veranstaltung einer Marschübung nach Wallau. Die nächste Versammlung wird in Flörsheim abgehalten.

Ku§ der UmgekAng«

Mitteldeutscher Viehhänblerverein.

FC. Frankfurt a. M., 29. März. Der Mitteldeutsche Viehhändlerverein hielt heute hier im „Jägerhof" eine außer­ordentliche Generalversammlung ab, die von Mit­gliedern aus den Regierungsbezirken Kassel und Wiesbaden, den Grotzherzogtümern Hessen, Baden, dem nördlichen Württemberg und Unterfranken sehr stark besucht war. Der Bund der Viehhändler Deutschlands beabsichtigt eine Seuchen­versicherung . gegen die Maul- und Klauenseuche, gegen Schweinepest und -seuche und Backsteinblattern für' das Reichsgebiet zu begründen. Mit großer Majorität beschloß die Versammlung, dieser Versicherung beizutreten. Da am ver­gangenen Freitag auf dem Magerviehhof zu Friedrichsfelde wieder ein Fall von Maul- und Klauenseuche konstatiert wor­den ist, beauftragte die Versammlung den Vorstkenden. sofort eine entsprechende Eingabe an den Minister für Landwirt­schaft, Domänen und Forsten zu richten. Dem Antrag, dem Beschluß des letzten Bundestags der Viehhändler Deutschlands nachzukommen, eine Abänderung der jetzt am Magerviehhof Friedrichsfelde bestehenden Handelsgebräuche herbeizuführen, stimmte man zu. Der Vorsitzende gab bekannt, daß im Früh­jahr 1915 in Frankfurt a. M. eine Fettvieh-Ausstellung statt­finde. Zum Schluß entspann sich eine eingehende Debatte über den Anspruch der Viehmarktsbank in Frankfurt a. M. auf eine Umsatzgebützr — betreffend Verkauf ohne Währ­schaft — von den Händlern, die den Frankfurter Aichhof mit Kühen oder Rindern befahren. Zum Schluß sprach man sich mit großer Mehrheit für den Verkauf ohne Garantie und ohne jeden Abzug aus..

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, =f Frankfurt a. M., 29 März. Der Obevlandesgerichts- vat Louis Maau et Hievselbst ist zum Konsistomalrat und Mitglied des Konsistoriums in Frankfurt a. M. im Nebenamt ernannt worden.

vb. Marburg, 30. März. In Cndbach bei Gladenbach wurde ein 13jähriger Schüler aus Schlierbach von einem Zug überfahren und zerstückelt.

— Kassel, 29. März. Der Amtsrichter Paul von Beneckendorff und v. Hlndenburg aus Franken­berg. zurzeit in Breslau, ist zum Regierungsrat. Justitiar und Verwaltungs-at bei einem Provrnziatschulkollegium ernannt und dem ProbinzialschulkolleMUM rn Breslau überwissen worden. ___

Gerichtssaal.

w. Die Offizialklage gegen den „Zaberner Anzeiger".

Zubern, 28. März. In der Of fiz i a lk lag e s ach e gsgen den Herausgeber und Redakteur H. W i e b e ck e vom „Zaberner Anzeiger" und dessen Sohn August Wibbecke wur­den heute beide Angeklagten nach stebenstüudiger Nachmit- tagsvevhandlung f r e i g e s p r o ch e n. Wiebecke (Vater), der verantwortliche Redakteur des Blattes, wurde sreige- 1'prochen im Hinblick auf § 20 Abs. 2 des Paßgesetzes, indem angenommen wurde, daß besondere Umstände Vorlagen, die seine Täterschaft ausschließen; Wiebecke Sohn, obwohl ihn der verantwortliche Redakteur (sein Vater) als den . Verfasser des Mrtmmietten Artikels namhaft gemacht hatte, wurde freige- sprochen, weil in der Verhandlung nachgewiesen wurde, daß nicht er, sondern sein Bruder Erich der Verfasser jenes. Ar­tikels über den Hauvtmanu Ude war. Gegen Erich Wiebecke war Strafantrag nicht gestellt.

Neues aus aller WM.

Unwetter und Hochwasser.

Schneefall in Berlin.

Berlm, 29. März. Bei zwei Grad Kälte trat gestern nxorgen 8 sthx heftiger, andauernder Sch nee fall ein.

Tiefster Winter im Salzkvmmcrgut.

Gmunden, 28. März. Im Satzkammergut hält der Schneefall an wie im tiefsten Winter. Berg und Tal liegen im Neuschnee.

Sturm an der französischen Küste.

* Paris, 29. März. Der seit einigen Tagen an der fran­zösischen Küste wütende Sturm hält in unverminderter Stärke an und hat von neuem zahlreiche Schisfsunfalle verursacht sowie mehrere Opfer an Menschenleben gefordert.

Der englische Dampfer „Carnsdal" ist in der Nähe von Bre,st ausgelaufen. Bei dem Versuche, den Dampfer wieder flott zu machen, ertranken mehrere Mann der Besatzung. Me Schaluppe „Felix Faure" ist in der Nähe von Lorient ge­sunken. Drei Mann der Besatzung fanden den Tod in den Unten. Der Schoner „Alexandria" wurde ebenfalls in der Nähe von Lorient von den Wellen gegen einen Felsen ge­schleudert und v ö 11 i g zertr ü mmert. Es gelang nur mit großer Mühe, die Mannschaft zu retten. Auch von aus­wärts laufen Meldungen über Unwetter und dadurch ange­richtete Verheerungen ein. Die Maas ist derart gestiegen, daß sie fast die gleiche Höhe erreicht, die den Über­schwemmungen des Jahres 1910 vorausging. Die User- bswohner mutzten in aller Eile ihre Behausungen räumen.

Hochwasser in Serbien.

* Belgrad, 28. März. In ganz Serbien sowie in den öst­lichen Gebieten Ungarns regnet es seit vier Tagen ununter­brochen. Die Donau, Drina und Murawa sind aus den Usern getreten. Tie ganze Umgebung von Semlin steht unter Wasser und bildet einen großen See.

Große Überschwemmungen in Amerika.

* New York, 29. März. Der nördliche Teil des Staates New York und der nordwestliche Teil des Staates Ohio sind von neuem, wie bereits vor einem Jahre, von furchtbaren Überschwemmungen bedroht. SämÄiche Ströme sind durch die heftigen Regensälle der letzten Tage und durch dir Schnee­schmelze angeschwollen und haben eine ganze Anzahl Städte und Ortschaften des Staates New Y-ork unter Wasser gesetzt. Hunderte von Pepsonen mutzten ihre Wohnstätten in den Tälern des Hudson-Flusses, des Mohawk und anderer Flüsse verlassen. Auch der Alleghany und der Cohoclon sind in starkem Steigen begriffen, ebenso ihre Nebenflüsse. Eine ganze Anzahl Brücken ist durch den starken Eisgang zerstört worden. Die Bewohner der kleinen Stadt Tonawanda bei Buffalo mußten in aller Eile in Booten ihre Häuser verlassen und konnten nur das Notwen­digste mit sich nehmen. Die Schienenstrecken der Erie R a i l r o a d stehen vollkommen unter Wasser. Sämtliche Züge werden über die Linie der New Nork-Zentralbahn ge­leitet. . Auch aus Cincinnati kommt die Meldung, daß der Big Aiami-Fluß und der Whitewater eine starke Steigung ausweisen.. Ter gesamte Eisenbahnverkehr zwischen Cincinnati und Indiana ist unterbrochen; alle Brücken sind zerstört. Selbst in Chicago besteht Überschwemmungsge­fahr. In verschiedenen Vorstädten steht das Wasser bereits sieben Fuß hoch, über 200 Familien mußten sich, um ihr Leben zu retten, aus die Dächer der Häuser flüchten.

Panik bei einem Unwetter in Japan.

ivtz, Tokio, 28. März. Rach dem Stapellauf des Schlacht- ichifses „Fuso" brach ein schweres Unwetter aus. Bei der dadurch entstehenden Panik wurden mehrere Personen aetötet und etwa 20 bis 30 verletzt.

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Murmgen), 28. Marz. Das bekannte Kurhotel „Thüringer Wald in Oberhof, dessen Bösitzer Hoflieferant Fleischer ist, wmmt am 14. Mai zur Zwangsversteigerung. Die amtliche Taxe betragt 725 378 SK.

,, Der. Revolver in der Hand eines Geisteskranken

30. Marz. Me Revolversch ießerei eines ^ ^ r

gestern in früher Morgenstunde in der MüllAwsi? „rosie Aufregung hervor. Dort «h der 60 6

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den' *5*^, «räwwJBerfonen durch Streifschüsse verwundet wur- e? kurz?Ze??dLs'vLb E^-Kmnkenhaus gebracht, wo

Berbeerende Lawinenstürze. Chamonix 29 März Eine -gewaltiae Lawine a>ma gestern vom Cal Montets nieder und zerstörte mehrere Hauser des Dorfes Tülechamv Eine zweite Lawine die von Jiguille Perte 4000 Meter hoch stim rck zahlreiche Tannen um. zerstörte drei Sennhütten und be- nicht^verleh? Dm res Lawostere. Menschen wunden

Zu dem Attentat geam den Bischof von DeC'eSrin

Lis'abon, M. Marz. Die Polizei hat in Caldas-De- Ramba einen Russen namens Ratorcn verhaftet va er unter dem Bericht stM -mer der Urhaber des Attentats gegen den Bischor von Debreszm in Unaarn zu sein

m Arbeiter an Gasvergiftung erkrankt. Peters- bnra. 29. Marz ^n^der Petersbungcr Maschmeniabrik von Bodanow erkrankten 400 Arbeiter an Gasvergiftung 18 be­sonders schwer.

Beraubung eines russischen Fürsten. Paris 29 März Ein Misoilied der französischen HochgristakEie ' ^

Pani Lwosf. der von der ruistschen Reqieruna nach Frankreich aesanot worden, war. um die svortlichen Einrichtungen des Landes zu studieren, istt das, Ovfe- eines dreisten DiebstaUs aeworden. In Abwesenheit .des Fürsten und seines Meners wurden aus der kostbar eiwnnichteten Wahmina Geaeustände besonders Kunstwerke iin Werte von über 200 00g Franken entwendet. Emer der Diebe konnte bereits festgenommen werden.

letzte Drahtberichte.

Ein neuer Antrag -des Zentrums zum Leuchtölgesetzentwurst

8. Berlin, 30. März. (Eig. Drahttbericht) Die Zentrums­mitglieder der Relchstagskommissio-n zur Beratung des Ge­setzes, betr. das Petrolcummonopol, haben für die dritte Lesung einen neuen Gesetzentwurf eingebracht, der im wesent­lichen an Stelle des geplanten Monopols ein K a r t e l l g e - setz vorschlägt, das die Einfuhr und den Handel von Leuchtöl, Benzin, Treiböl, Gasöl rusw. vegeli, und so das Entstehen eines Privatmonopols verhindern will/ Der noch näher zu be­stimmende soll so bemessen sein, daß aus keinen

Fall eine Verteuerung eintreten kann. Es ist des­halb die Kontingentierung der Einfuhr und Festsetzung des Höchstpreises vorgesehen. Zur Wahrung der Interessen der Heeres- und Marineverwaltuwg zwecks hinreichender Deckung ihres Benzin- und Leuchtölbedarfs wird vorgeschrisben, daß die bestimmen Mengen dieser Mineralöle von den Einfuhr- berechtigten lnnerhalb des Reichsgebietes ständig vorrätig zu halten sind. Weiter wird die Verpflichtung der EinfuhLberech- tigten hervorgehoben, jährlich ein bsstimmtes Quantum aus dem D o n a uw e g e einzuführen. (Hierdurch sollen die be­sonderen Interessen Bayerns berücksichtigt werden.) Die Vorschriften dieses Gesetzes sollen vorläufig bis 31. Dezember 1980 gelten.

Ein neuer Bund deutscher Werkvereine.

# Berlin, 30. März. (Eig. Drahtbericht) Die Werk- versine Berliner Richtung, die im vergangenen Jahre aus dem Bund deutscher . Werkvereine ausgeschieden sind, weil sie an ihrem Koalitionsrecht festhalten und ihren politischen und religiösen Gharakter nicht ansgoben wollen, haben sich jn einer in Berlin obgehaltenen Vertroterversammlung zum Kartell-