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Sette «.

Morgew-AMgaVe, 1. Matt.

Ein Antrag für sofortigen Bau von Bahne« an der rnfsischen Westgrenze, hd. Petersburg, 28. März. Der Abgeordnete Demozemko hat m der Budgetkommiffion der Reichsdmna gestern eine Rede gehalten, in der er die sofortige Durchführung der Eisen­bahnbauten an der deutsch - österreichischen Grenze und in der Gegend von W a r schau dringend empfahl. Der Nreöner wies u. a. auf die Rußland seitens Deutschlands drohenden Gefahren hin und motiü-iert-e seinen An trag über den Bau der Eisenbahnlinie mit verschiedenen Sin gaben rein strategischer Natur.

Die Kämpfe der Italiener in Tripolis, wb. Benghasi, 28. März. General Pantore, der Kenntnis davon erhalten hatte, daß die Gegend von Maraua, im Osten Von Teknis, von starken Abteilungen der Aufständischen besetzt sei, rückte am 33. März mit einer gemischten Kolonne vor und grrff am 24. den Feind an, der 900 Mann stark war, darunter 400 Mann reguläre Truppen, sich auf einer Anhöhe stark ver­schanzt hatte und über 4 Geschütze verfügte. Die italienischen Truppen rückten schnell vor und bedrohten in Zügen die Rück- ziigsftraße der Aufständischen. Diese verließen, von einer Panik ergriffen, ihre Stellung und flüchteten in Unordnung,

. 15 Kilometer weit von den Italienern verfolgt. Einige Kager .vurden in Brand gesteckt. Die Italiener erbeuteten zahlreiche Gewehre, Munition und Material und nahmen zahlreiche Aufständische gefangen. Der Feind hatte 90 Tote und zahl­reiche Verwundete. Auf seiten der Italiener wurden sechs ASkaris verwundet. Am 26. März rückte dann die italieni­sche Kolonne bis Kasbar-Darguba vor und fand in dem von dem Feind verlassenen Lager Vieh. Material und Lebens­mittel. Darauf kehrte die Kolonne nach Maraua zurück. In­folge dieser Aktion haben sichzahlreicheOberhäupter der Dorsa unterworfen.

Die Lage in Albanien.

** Wien, 28. März. Nach Meldungen aus Valona wurden die albanischen Gendarmerieabteilungen in den von griechi­schen Truppen beherrschten Gebieten wiederholt von militä­risch ausgerüsteten und unter dem Kommando griechischer Offiziere stehenden griechischen Banden überfallen. Im Ver­lauf der heftigen Kämpfe wurden über 80 Gendarmen ge­tötet. Größere Abteilungen der „heiligen Bataillone" sind auf dem Marsch gegen Koritza, das die albanische Gen­darmerie eingenommen hat.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Albanien.

** Korist-mtinopel, 28. März. Die Nachricht von der Auf­nahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Albanien ist unrichtig, jedoch sollen demnächst türkische und albanische Spezialdelegierte ernannt werden.

Das große Wettrudern Oxford-Cambridge.

** London, 28. März. Das große jährliche Wettrudern zwischen den Universitäten Oxford und Cambridge ist heute nachmittag van der Cambridge-Mannschaft mit 4% Längen gewonnen worden. Die vorgeschriebene Strecke wurde in 20 Minuten 23 Sekunden zurückgelegt.

Ein englischer Passagierdampfcr aufgelaufen.

* London, 28. März. Aus Thameshaven wird gemeldet, daß der Passagierdampfer „Persia" der Peninsular and Oriental Company, der von Bombay nach London ging, auf der mittleren Blythe-Sandbcmk aufgelaufen ist und festsitzt.

Nachricht von einem verschollenen Polarforscher.

. m „detf^burg, 28. März. Das Komitee zur Erforschung der Polarlander erhielt die Nachricht, daß der verschollene Nordporforfchec G. I. Sedow auf den Pankratiusinseln Bescheid uver ferne Expedition hinterlassen hat. Er besitzt noch Nahrungsmittel für zwei Jahre, doch sind die Kohlen ver­braucht. Daher ist ihm die Weiterreise sowie die Rückkehr unmöglich. ’

, Räuberischer überfall auf rin Gemeindehaus, hd. Wladiwostok, 28. März. In einem benachbarten Ort ubersielen mehrere Bandilen das Gemeindehaus und töteten ■f” Verwalter, den Kassierer und einen Schreiber. Zwei Polizisten wuroen durch Rebölverschüsse schwer verletzt. Einer ist bereits gestorben. Es gelang den Banditen, mit 20 000 Rubeln zu entkommen.

r Verkitt, 28. März. Der «Reichsanzeiger" veröffent­

licht eine Bekanntmachung vom 26. März, betreffend Ll u f- wandsentschädigungen an Familien für im Reichsheere, der Marine oder Schutztruppen dienenden Söhne.

. wh. Berlin, 28. März. Dem Bankier Frhrn. v. Oppen­heim in Köln und dem Geh. Rechnungsrat K l e i n in Berlin, bisher im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, wurde der Kronenorden 2. Klasse verliehen.

■wb. Lychen, 28. März. Der Schatzmeister der Heilstätten des Noten Kreuzes in Hohenlychen, Kommerzienrat Pohrs (Berlin), wurde zum Ehrenbürger von Lychen. ernannt.

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh' das Gute liegt so nah." In der Hauptversammlung des Vereins „Süd- Wiesbaden" kam das Projekt der Wiesbadener Wald-- und Rund bahn bezw. die Verbindung der „Beauüte" und Rinter den Eichen" zur Sprache. Anstatt dem Projekte des Stratzen-bsuinspektors Scheuermann, die gelbe Linre mit der grünen Linie durch eine kurze Verlängerung über die Serpentine vor dem Wolkenbruch zu verbinden, — was nach

£tus unterem Leserkreise.

verwendete Einsendungen können weder zurückgesandt. noch nufbewadrt werden.)

m * 3n erhöhtem Matz trifft der EntrüstungZlchrei in Nr. 146 über die Bevorzugung der LariMasse und des Kranz- watz.es. verglichen mit dem S t ra tz c nba hn v e r r e h r am Kreuzungspunkt der Taunus-, Wilhelm- und Sonnenberger Stvatze, zu. Um den Gästen einiger (?) Hotels und Bade- hüuser der Langgasse und am Kochbrunnen eine ungestörte dtackstruhe zu sichern, hat man für die Früh- und Abendstunden mi der vorderen Sonnenberger Straße eine Kopfstelle der Sonnenberger Linie geschaffen. Jede Kopfstelle aber ver­ursach. mehr Lärm als ein glatter Durchgangsverkehr. Hier Mt noch hinzu, daß zahlreiche Fahrgäste, deren Ziel der Bahnhof ist. rn den betreffende» Stunden an der Taunus- strasc umstelgen müssen. Die Schaffner sind dadurch ge­zwungen, von ihren Trillervfeifen ausgiebigen Gebrauch zu nmcheli. Ein störendes Geräusch mehr! Wie kommt man Überhaupt dazu. den Kochbrunnen und die Langgasse kurz als «das Kurviertel" zu bezeichnen? Die vornehme WilhelmstvaLe und die Sonnenberger Stratze mit ihrer äußerst beschrankten Bebauunssfähigkeit (es stricht dies doch für ihren Charakter) nächst dem Kurhaus verdient diesen Namen doch weit eher. Viel treffender würde man die Langgasse und den Kcanzplatz das Geschäft-Viertel nennen. (Sind denn in der Langgasse und am Kochbrunnen nicht auch Gast- und Bade- bauser. Badehäuser mehr als stnst in der Stadt? Die Schriftl.) Die Anlieger der oberen Wilhelmftraße. der Taunus- und der Sonnenberger Straße samt deren Nebenstraßen würden es mit Freuden begrüßen, künftig nach dem Besuch des Residenz- und Thaliatheaters, ohne am Kranzplatz umsteigen zu müssen, mir der Sonnenberger Linie durchfahren zu können. Auf alle Falle ist es aber eine große RücksichtslosiAeit. den Bewohnern und Hotels eines der vornehmsten Viertel Wiesbadens einen erhöhten Lärm zusunsten einiger Hotels und Ba-deläuser in der Langgafse aufzubürden. Hoffentlich wird- diese Ungerech- )tarnt nach Fertigstellung der Gleisarbeiten vor dem Berliner Hof endgültig beseitigt.

_ . . _ _ ... __jede __

auSgeführt werden könnte —. wurde eine zweite Dal- überführung des hinteren Nerotals verlangt. Möge uns der Magistrat vor einer abermaligen Verschandelung dieses entzückenden WaldtaleS bewahren! Der Backsteinviadukt der Ne,obergbahn liegt uns schon schwer genug im Magen, und wir hoffen eher, daß es einem unserer Ingenieure gelingt, denselben durch einen großen Fahrstuhl nach Art des­jenigen von Motite-Carlo zu ersetzen. An dem einfachen, billigen und einzig richtigen Projekt des Herrn Scheuermärm muß unter allen Umständen festgehalten werden, und wir hoffen, daß dasselbe baldmöglichst zur Ausführung kommt.

Ein Vorstandsmitglied des B.-B. ..Altstadt" uns des .,Kurvereins".

Handelsteil.

Wirtschaftliche Wochenschau.

Zn; Lage des Geldmarktes. — Die neue österreichische Schatzanleihe.

Die Geldflüssigkeit hält »ach wie vor an, so diaß, wie aus den gestrigen Börsenberichten bervorginlä, sidh ein glatter Verlauf des Ultimos vollzieht. Während des Verlaufs der jetzt im Gange befindlichen Monäfsabwicfching hat sich der Satz für Schiebungsgeld von 5 Proz. auf 4% Proz. ermäßigt, und zu letzterem Satz bleibt Geld weiter reichlich erhältlich. Das ist um so bemerkenswerter, als gerade jetzt erhebliche Summen, die in kurzem zur Zahlung von Dividenden auf die Aktien unserer großen Banken und anderer Gesell­schaften dienen sollen, dem Markt als Schiebungsgeld nicht zur Verfügung gestellt werden können. Wohl gelangen jetzt täglich auch Dividendenscbeine zur Einlösung; indessen handelt es sich dabei doch im Vergleich zu den oben er­wähnten, erst demnächst fällig werdenden nur um verhältnis­mäßig geringe Beträge. Für die gegenwärtigen günstigen Geld- verhäiinisse bildet auch der letzte Reichsbankausweis (vergi. Donnerstag-Morgen-Ausgabe) einen deutlichen Beweis. Der Stand der Dinge auf dem Geldmarkt läßt unbedingt die Erwartung berechtigt erscheinen, daß wir nach dem Viertel- jahrswechsel, wenn die Gelder zurückgeflossen und die Dividenden zur Auszahlung gelangt sind, außergewöhnlicher Leichtigkeit des Geldstaödes uns erfreuen werden. Dem ist es auch zuzuschreiben, daß langsichtige Wechsel stark gesucht sind, und zwar mit jedem Tage mehr, weil mit jedem Tage die Verfallzeit dieser Papiere besser wird. Das in dem­selben angelegte Geld wird im Laufe dies Monats Juni, je weiter in denselben hinein, desto besser, wieder frei, d. i. zu der Zeit, zu der man es für den Ha'lbjaihreswechsel wieder gut brauchen kann. Schnittwechsel, die zu einer Zeit fällig wer­den, zu der Geld voraussichtlich sehr billig, weil schlecht ver­wendbar sein wird, bleiben weiter angeboren. Die Seehand­lung hat ihre Sätze freilich, trotzdem diejenigen der Börse sich ermäßigt haben, belassen wie beim Beginn der Monats­abwicklung (für Schiebungsgeld 4 5 /s Proz.).

Bei dieser günstigen Gestaltung der Geldmarkflage dürfte cs nicht schwer fallen, den auf Deutschland entfallenden Teil­betrag der beabsichtigten. 4%,proz. österreichischen Schatzanleihe unterzubrmgen. In dieser Hinsicht ist es recht bemerkenswert, welche Stellung man heute an maß­gebender Stelle gegenüber den Ausländsanleihen eiimimmt. Auf d?m Festmahl des Deutschen Handelstages hat der Ilandelsminister Dr. Sydow sich vor kurzem dahin geäußert, daß dank der erfolgreichen Entwicklung von Handel und Ge­werbe Deutschland auf dem Wege sei, ein G 1 ä, u b i g er­st a a t zu werden. Der deutsche Geldmarkt sei in der Lage, nach Befriedigung des Inlandsbedarfs noch Anleihen an d*as Ausland zu geben. Diese Auffassung steht zwar in einem gewissen Widerspruch zu früheren Äußerungen dtzs Handels- ministers und anderer maßgebender Stellen über die Investie­rungen deutschen Kapitals im Auslande. Man geht daher wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß der Handelsminister mit dieser Bemerkung größeren Anleihen, die demnächst itn. Deutschland untergebracht werden sollen, aus politischen Gründen die Wege ebnen will, und denkt dabei unwillkürlich an die österreichischen Schatzsiheinc, von denen deutseihe Barken einen erheblichen Teil übernommen haben. Offenbar liegt der deutschen Diplomatie sehr viel daran, daß diese Gelder anstandslos flüssig gemacht werden. Denn der ,

Gläubigerstaat hält den Schuldner an gold'ner Kette und kann damit seinen Kaufleuten und Industriellen gewisse Chancen eröffnen Dies ist in der Tat der Fall und man kann darum der Aufnahme der neuen österreichischen Schatzanweisungen in Deutschland denselben Erfolg wünsdhen, wie den früheren Anleihen dieser und ähnlicher Art aus der Donaumonarchie.

Berliner Nachböi»

5 Frr!in s 28. März. (Per Ultimo).

Brieffiaften.

(23ie Schriftleitunq des Wiesbadener Tagblatts beantworter nur schriftliche

Anfragen nn Briefkasten' und zwar ohne ReGtsverbindlichkeit. Besprechungen können nicht aewäüri werde»-»

. A. Die Räumung einer Wohnung von 3 bis 4 Wohn­zimmern und Zubehör muß am zweiten Ouartalstage, spätestens 12 Uhr mittags, beendet sein. Doch muß ber Wohnungen von 3 Wohnzimmern ein Wohnzimmer, bet Wohnungen von mehr als 3 Wohnzimmern und Zubehör zwei Wohnzimmer schon am ersten QuartaLstage vollständig geräumt dem neu emziehenoen Mieter zur Verfügung gestellt io erden.

H. B. Die Meldung zum einjährig-freiwilligen Dienst kann nn Laufe des dem Einftellungstermin vorangehenden Vierteljahrs erfolgen. Die Berechtigung zum einjährig-frei­willigen Dienst wird hier bei der PrüfungÄommission der Kgl. Regierung nachgesucht. Diestr Meldung ist außer dem Ge- burts- und einem ÜnbescholienhritSzeugnis die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters nrit der Erklärung beizufügen. daß für die Dauer des einjährig-freiwilligen Dienstes die Kosten des Unterhalts, mit Einschluß der Kosten der Ausrüstung, Bekleidung und Wohnung, von dem Bewerber getragen werden sollen, der Vertreter sich dafür als SelbsffchuÄner verbürge. Näheres hierüber und Muster zu Eingaben usw. finden Sie in dem Merkchen: Bestimmungen über den einjährig-freiwilligen Militärdienst von Obersekretär Bierbrauer hier, das in allen Buchhandlungen erhältlich ist.

_.. H- W. 100. Diese Bemerkung bezieht sich auf das Gehör. Hort 6 Meter.

A- L. H. Geschäftsempfehlungen sind vom Briefkasten ausgeschlossen. Solche Adressen kann jeder Buchhändler an­geben.

Frau Risse. Diese Romane sind in den Jahren 1865 bis 1883 erschienen. ..Goldelse" 1866.

L G. Bei 15 M Lohn beträgt der wöchentliche Beitrag zur Krankenkasse 27 Pf. (für den Versicherten 18 Pf., für den Arbeitgeber 9 Bf.), zur Invalidenversicherung 16 Pf., wovon jeder die Hälfte zu bezahlen hat. Eine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Verabreichung von Frühstück besteht, wenn dies nicht besonders bedungen ist. nicht.

Ortskrankenkasse. Die einmalige Versicherung genügt selbstverständlich.

I. R. Eine deutsche Ouadvatmeile hat 5674 Hektar, ein Quadratkilometer 100 Hektar, ein Morgen 25,532 Ar. ein Hektar 100 Ar.

29. Wenden Sie sich an das Standesamt. Rathaus.

R T.. Niedernhausen. Siehe ..Tagblatt" Nr. 133 .

«»!

Kre^ilalctien . .

LOS i/4

Kanada .

2091/2

Rhein. Stahlw.

1591/4

Hand.-Gesell. ,

163 —

Orientbahn. . .

201—

Rombacher. . .

1583/4

Comraerzfeank .

1131/8

Meridional. . .

104-

Paketiahrt . . .

1401/3

Darrastädt. Bank

1233/4

Pennsylvania.

Hambg-.-Büdatn.

1613/4

Deutsche Bank.

26272

Henri.

1567s

Hans.-Dmpfsch.

2771/2

Disk.-Kommand.

1085/8

4®/oRussen(1902)

897/3

122 Vs

Dresdner Bank.

1591/2

Türkenlose .

168-

Dyhamit-Trust..

1743/4

Nationalbank. .

1107s

Aumetz-Friede .

1591/2

Naphtha-Nobel.

403—

Schaaffhausen .

1027/8

Bochumer ..

2237/3

All^.Elektrizität

D-.Uebersee£l.

2473/4

Pet.Int. Hdlsbk.

194V1

Luxemburger Oelsenkirdien .

133 1/3

1773/4

Lüb..-Büchener .

194-

Schantungbalin. Lombarden. . .

144-

213/4

H&rpener. .. .

Hohenlohewrk.

S.S25/S

120/2

Schuckert .. .

Ges. f. elektr. .

ISO—

Anatolier. .. .

Laurahütte . . .

ISO'/,

1711/4

Baltimore. . . .

9072

Phönix.

239—

South-Westafr..

1X81/4

Frankfurter Nachbörse.

— Frankfurt a. Kl.. 28. März. Kurse von 114 bis 2 Uhr. Kreditaktien 205%, Disconto-Commandit —Dresdner Bank 158 7 /s, Petersb. Int. Handelsbank —.—, Staatsbahn 155.—, Lombarden 21 5 /a a %, Baltimore und Ohio —.—, Schantung- bahn —.—, Paketkahrt —.—, Noi’dd. Lloyd —, Deutsch- Luxemburger 131%, Phönix 238/a, Edison IWVk

Banken und Geldmarkt.

— 4proz. reichsmflndelsichere Kommnnalschnidverschrei- bunßeii der Kur- und Neumärkischen Bitteischaltiichen Dar­lehnskasse. Von den an der Berliner Börse bereits notierten Kur- und Neuimärkischen RiiterschafÜicihen Schuldverschrei­bungen wird bis einschließlich Montag, den 6. April, ein Tei'l- hetrag von 7 Mill. M-, eingeteilt in Stücke von 5000 bis 100 Mark, zur Zeichnung aufgelegt, in W i e s b a d e n bei der Deutschen Bank, Zweigstelle Wiesbaden. Der Zeich- mir.gspreis beträgt 95% Proz. zuzüglich i Proz. Stückzinsen bis 1 . April 1914. Bezüglich der Einzelheiten verweisen wir auf die im Anzeigenteil enthaltene^ Zeichnungseinladüng.

~ Bisconlo-Gesellschafi, Berlin. Die Direction der Dis- ccnto-Gc-sellschaft gibt im Anzeigenteil der vorliegenden

Aunu." Pr die Auszahlung der Gewinnanteile bekannt. _

Die gestrige Generalversammlung des Instituts ge­nehmigte die beantragte Kapitalserhöhnnlg um 25 Mill M auf 225 Mill. M. einstimmig.

Dresdner Bank, ln der gestrigen Generalversammlung wurden die Regularien glatt erledigt, ln den Aufsichtsrat wurden die bisherigen Direktoren Geh. Rat Gustav v Klem- perer-Dresden und Waldemar Müller-Berlin sowie Wirkt. Geh. Bai Dr. v. Körner-Berlin (bisher Direktor der handelspoli­tischen Abteilung des Auswärtigen Amtes >n Berlin) und Direktor Ferdinand Grüneberg (Direktor der Sächsischen Bank! neugewählt. Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder wur­den _ "uedergewählt mit Ausnahme des freiwillig ausge­schiedenen Kommerzienrats Albert Heimann-Ivöln.

* Ia > Konkurs des Bankhauses Einem in Selchenbach (Schiss.) wurden auf 2 819 301 M. nicht bevorrechtigte Forde­rungen bisher 15 Proz. verteilt Es wird jetzt eine zweite Ratenzahlung von 8LS Proz. in sichere Aussicht gestellt.

Industrie und Handel.

’ Produktionseiisschränknng m der Zinkindnslrie. jj e r Zinkhüttenverband hat in seiner letzten, Sitzung beschlossen, ,

' m . Anbetracht der ungünstigen Lage dba Zinkmarktes u näcnster Zeit eine Produktionseinschränkung eintreten zu lassen, da sich die Bestände der Gesellschaften in d'er letzter Zeit außerordentlich stack vermehrt haben.

Weinbau und Weinhandel.

B. Großh. Hessische Weinbau-Domäne. Die am Freitag

iu Mainz stattgehabte Versteigerung erfreute sich, wie immer, eines sehr zahlreichen Besuches. Es handelte sich ausschließlich um 1911er Weine aus den Domäne-Weinbergen m Nacken-heim, Bingen, Oppenheim und Budenheirn und bei tier Beliebtheit des 1911er Jahrgangs kann es nicht sonders wundemehmen, daß Preise für die einzelnen Nummern er­zielt wurden, die die Taxe wesentlich überschritten. Es wur­den für 6 Halbstück 1911er Nackeniheimer 2240 M für 24 Halbstück und 1 Viertelstück Ringer 2200 M„ für 25 Halbstück Oppenheimer 2280 M. und für 11 Halbstück Budenheimer 3235 Mark per Halbstück im Durchschnitt erlöst. Es erzielten an Höchstpreisen: 1 Haidstück Nackeniheimer Unterer Ratenberg 2800 M„ 1 Halbstück Büdesheimer Scliarlacihberg 4280 M, Oppenheimer Goldberg 4020 M„ Budenheimer ' St. Alban Riesling 6570 M. und außerdem noch 1 Halbstüor Buden- heimei Ober-Westrum 5010 M. per 600 Liter. Das sind respektable- Preise und die Großh.. Hess. Domäne kann mit diesem Erfolg recht zufrieden sein.

Verschiedenes.

* Der Stand der Wiut srsaaien von Weizen und Roggen

i s t m der letzten Woche allgemein befriedigend geblieben. Doch hat die andauernde Nässe die Entwicklung der Saaten besonders auf den schweren und tieferen Böden mehrfach ge­hindert Auch wahrend der letzten Woche herrschte in Deutschland überwiegend trübes und regnerische Wetter. Die anfangs geringen und im wesentlichen auf das westliche Binnenland beschrankten Niederschläge nahmen an Aus­dehnung und Starke bald wieder zu. Die Temperaturen über­schritten m den Mittagsstunden besonders am Anfang und gegen Ende der Berichtswoche an vielen Stellen 10 Grad Celsius. Auch die Nächte blieben, abgesehen von. wenigen Orten m denen das Thermometer unter den Gefrierpunkt herabgmg, veihaltmsmäßig mild, jedoch leiteten zuletzt etwas irischere nordwestliche Winde in Westdeutschland eine neue Abkühlung ein. Die Schäden durch Schnecken- und Mäuse- fraß smtt größtenteils ausgeheilt; man hofft, daß die Nässe im Frühjahr die Tiere vernichtet hat. Umpflügungen werden mit Ausnahme weniger Gebiete voraussichtlich nur in ganz geringem Umfange stattfinden. Hin und wieder wind berichtet daß [Jmpf ügungen der Kleefelder erforderlich sind. Die Früh­jahrsbestellung leidet vielfach unter der Nässe und wird vor­aussichtlich m den Gebieten, in denen sie normalerweise schon hätte stattfinden müssen, eine Verzögerung erfahren. Es wird deshalb fast allgemein trockenes Wetter herbei-

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Sprechstunde der Redaktion: iS bis l Uhr: in der rolitifche» Abteilnna von 1» bis 11 Uhr