Einzelbild herunterladen
 

Sette 2.

Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.

Wiesbadener Tagblatr.

Deutsches Reich.

* Zum Besuch des Kaisers in Wien. Die Wiener „Korrespondenz Wilhelm" meldet: Der deutsche Karser wird bei seiner Ankunft am 23 . März in Wien um 11 Uhr vormittags im Penzinger Bahnhof von dem Kaiser oder dem Erzherzog als Vertreter des Kaisers begrüßt werden. Auf dem Bahnhof erscheinen die Erz­herzoge und die Spitzen der Behörden. Im Schön­brunner Schloß begrüßen die Erzherzoginnen den deut­schen Kaiser. Um 1 Uhr 30 Min. findet im Schloß ern Döjeuner dinatoire statt, an das sich Cercle anschließt. Um 5 Uhr 40 Min. erfolgt die Weiterreise des deut­schen Kaisers von: Hetzendorfer Bahnhof.

8. Die Tumulte in der Sankt Paulsrirche zu Berlin beschäftigen gutem Vernehmen unseres römischen Berichterstatters zufolge auch den Vatikan. Der Heilige Vater hat Spezialbericht über die bedauer­lichen Vorgänge eingefordert und seinem Unwillen lauten Ausdruck gegeben, daß die Geistlichkeit, in die­sem Falle, also die deutschen Seelsorger, es überhaupt so weit kommen ließen, daß die Kirche, zum Schau- Platz skandalöser Vorgänge werden konnte. Es müssen dem Papste unmittelbar nach den Tumulten falsche Mitteilungen über Ursache und Verlauf der Szenen auf telegraphischem Wege gemacht worden sein. Denn sonst ließe sich die Erregung im Vatikan gegen die deutsche Geistlichkeit an der Moabiter Kirche nicht be­greifen. Nur dem Kardinal Kopp war es gelungen, die in Rom bestehenden Sympathien für alles Polnische zu dämpfen, soweit es sich gegenüber dem protestanti­schen Preußen bemerkbar machte. Nach dem Tode Kopps dürften die deutschen Geistlichen in den polni­schen Sprengeln einen unweit schwereren Stand haben.

an spricht in Rom in diplomatischen Kreisen davon, daß der Papst aus Anlaß der jüngsten Vorfälle in Moabit einen Monsignore nach Breslau und Berlin entsenden werde „zum Studium der einschlägigen Ver- ältnisse". Von diesem Spezialgesandten des Heiligen Vaters werden die deutschen Geistlichen nicht viel Gutes zu erwarten haben. Denn unter den vatikani­schen Prälaten ist kaum einer, der nicht durch polnisch gefärbte Brillen sähe. Den Papst soll es vor allem geärgert haben, _ daß Polizisten von den Geistlichen gegen die Gläubigen aufgeboten wurden. Es scheint sich da um höchst tendenziöse Mitteilungen interessier­ter Personen zu handeln, auf denen der Papst sein Ur­teil aufbcmt.

* Zur Drage der Schiffbarmachung des Oberrheins. In der badischen Zweiten Kammer erklärte der Minister der Innern Freiherr von und zu Bodman & auf eine Interpellation, betreffend die Schiffbarmachung des Oberrheins: Wir sind nicht allein in der Lage, die Rheinregulierung durchzuführen. Wir befinden uns noch im Stadium der Studien, ob das Unternehmen wirtschaftlich auch rentabel ist. Gewiß ist, daß unsere Eisenbahnen große Verluste erleiden würden. Ein Wettbewerb für die Schiffbarmachung des Rheins von Basel nach Konstanz ist ausgeschrieben. Voraussetzung ist natürlich die Schiffbarmachung der Strecke Straß- burg-Basel. Durch die Regulierung des Rheins wür­den 200 000 Pferdekräfte geschaffen, die zwischen Baden und Elsaß-Lothringen zu teilen wären. Der Rhein­regulierung bis Konstanz stehe die elsaß-lothringische Regierung nicht sympathisch gegenüber, da sie eine Schädigung der Handelsinteressen Straßburgs befürchte. Wir können aber keinen Pfennig für den Großschiff­fahrtsweg bewilligen, wenn er in Basel enden soll, er muß vielmehr bis Konstanz durchgeführt werden. Ferner muß die Schweiz ihrerseits zu den Kosten bei­tragen, auch für die Strecke Basel-Straßburg, da die Schweiz dann direkt mit der Nordsee verbunden wird. Wesentlich ist ferner, daß Holland zu den Schisfahrts­abgaben seine Zustimmung gibt. Wir haben für die Regulierung des Rheins bis Straßburg große Opfer gebracht, obwohl die Befürchtung nahe lag, daß Mann­heims Verkehrs leiden würde. Unsere Sonderinter- essen haben wir zurückgestellt, und wir dürfen deshalb erwarten, daß auch Elsaß uns gegenüber freundlich handeln wird. Die Schiffbarmachung des Rheins von Breisach bis Basel würde 105 Millionen Mark kosten, wobei 50 Millionen Mark auf die Schiffbarmachung und 55 Millionen Mark auf die Anlage von Wasser-

kraftwerken entfallen würden. — In der an die Regie­rungserklärung . sich anschließenden Debatte brachten sämtliche Parteien der Zweiten Kammer ihre Freude über die Einigkeit des Hauses mit der Regierung in dieser Frage einmütig zum Ausdruck.

* Eine Zusammenkunft der nationalliberalen Frak­tionen von Württemberg und Baden. Die national- liberalen Fraktionen des w ü r t t e m b e r g i s ch e n und des badischen Landtages hatten in Pforzheim eine Zusammenkunft. Es beteiligten sich daran 26 Ab­geordnete. Zweck der Veranstaltung war, sich persön» l i ch näher kennen zu lernen und sich über einige be­sonders aktuelle beide Staaten gleichermaßen be­rührende Fragen auszusprechen. Im Mittelpunkt der Besprechungen standen Erörterungen über die Donau­versickerung und die Neckarkanalisation. An die Aussprache schloß sich ein gemeinsames Abend­essen an.

Meer und Hkorie.

Personal - Veränderungen, Till er. Mfl.-Jnt.-Rat von der -anr des 18, Armeekorps, zum 2 März 1914 zu der des 2. Armeekorps versetzt. * Brödan, Mil, Jnt,-Rat, Vorsteher der Int. der 26. Dib.. zur Int. des 18. Armeekorps versetzt

KpC. Topographische Landesaufnahmen. Die dies­jährigen, anfangs Mai beginnenden Arbeiten der Topo­graphischen Abteilung des Generalstabes finden im Osten und Westen des Reiches, im östlichen Teile Ost­preußens sowie bei Metz und Diedenhofen statt.

Deutsche Schutzgebiete.

Eine neue Postagentnr in Kamerun. In Ambam (Kamerun), etwa 150 Kilometer östlich von Kampo, ist am 5. Januar eine Postagentur eingerichtet worden, deren Tätigkeit sich auf die Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefsendungen so- wie auf die Ausgabe von Postpaketen und Postfracht­stücken erstreckt. — Die Postanstalt in U k o k o (Kamerun) nimmt fortan auch am Postanweisungs- dienste, Nachnahmedienst und Zeitungsdienste teil.

KusSand»

Frankreich.

Eine neue deutschfeindliche Preßintrige. Paris, 18. März. Der „Temps" gibt heute ein von der „Nowoje Wremja" heute morgen veröffentlichtes Inter­view mit einer hochstehenden russischen Persönlichkeit wieder, das er als mindestens ebenso wichtig bezeichnet wie das kürzlich von der Petersburger „Börsen- z e i t u n g" betr. die Beziehungen zu Deutschland ver­öffentlichte, das übrigens von einem ganz anderen Ge­dankengang ausging. Nachdem die betreffende Persön­lichkeit von den europäischen Rüstungen gesprochen hat, deren Ende noch nicht abzusehen sei, fügt sie hinzu, daß augenblicklich keiner der europäischen Staaten, weder Deutschland noch Frankreich und Rußland an einen Krieg denke und nur rüste, um den Frieden zu sichern, und erklärt dann weiter, daß hochstehende russi­sche Persönlichkeiten geäußert hätten, ein Bündnis zwischen Rußland, Frankreich, Deutsch­land und England sei die b e st e Fr i e d e n s- garantie. Die elsaß-lothringische Frage, dieses schwierige Hindernis, könnte zur Verwirklichung dieser Hoffnungen in Berlin leicht im beiderseitigen Interesse der beteiligten Parteien gelöst werden. Es heißt dann in dem Interview wörtlich weiter: „Es ist für niemand ein Geheimnis, daß Österreich nach dem Tode des greisen Kaisers in Trümmer gehen wird. In die­sem, für den Dreibund fatalen Augenblick könnte Deutschland die deutschen Gebiete Öster­reichs annektieren und auf die anderen Provinzen (soll wohl heißen: Elsaß-Lothringen. Schrift!.) zu­gunsten seines westlichen Nachbarn verzichten. In die­sem Falle würde Rußland Galizien erhalten, Ungarn und Böhmen würden unabhängige Staaten. (Böhmen dabei also rings von deutschem Gebiet umschlossen?) Italien, auf dem das Bündnis mit Österreich mehr denn fe lastet, könnte neue und vor­teilhafte Kompensationen erhalten. Die neue rumäni­sche Politik zeigt, daß man sich mehr und mehr von dem Verfall der Monarchie des Hauses Habsburg Rechen­schaft ablegt. Dieses neue Programm würde den Rüstungen mit einem Mal ein Ende bereiten. Eine solche

Freitag, 2«. März 1914. Nr. 133.

Lösung könnte gewagt erscheinen, sie kommt aber sich« den Axiomen der diplomatischen Kanzleien entgegen, ich wiederhole es, eine solche neue Gruppierung der Mächte mit dem Sturze Österreichs ist bereits Gegen­stand der Erwägungen sehr einflußreicher Personen an den Ufern der Spree (?) und Seine gewesen. Auch in Petersburg hat man höchsten Ortes davon ge­sprochen." (Das Ganze ist natürlich ein durchsich­tiges Manöver, um in Wien Mißtrauen gegen Berlin zu erwecken. Schrift!.)

Eine neue Prcßfehde gegen Caillaux und Monis. Labori als Verteidiger der Frau Caillaux. Paris, 19. März. Der nationalistische „E c l a i r" beginnt heute eine neue Fehde gegen den früheren Finanz­minister CaiIlaux und den Marineminister Mo n i s. Das Blatt behauptet, Caillaux habe seinerzeit die Grün­dung des deutsch-französischen Kamerun-Kongo-Kon- sortiums Hintertrieben, obwohl er gewußt habe, daß das Scheitern dieses Projektes, welches zwischen dem Kabinett B r i a n d und der deutschen Regierung vereinbart worden war, ernste diplomatische Folgen nach sich ziehen müsse. In der Tat sei dem Ministerium Monis, dem Caillaux angehörte, wenige Tage nach dessen Amtsantritt am 14. März 1911 ein Bericht des Quai d'Orsay vorgelegt worden, der in scharfer Weise auf die Gefahren hingewiesen habe, denen sich Frankreich aussetzen würde, falls es auf die Bildung dieses Konsortiums verzichte. — Ein anderes Blatt be­richtet, der Advokat Labori habe dem früheren Finanz­minister Caillaux erklärt, er könne die Verteidigung seiner Gattin nur dann übernehmen, wenn es als eine ausgemachte Sache angesehen würde, daß er das An­denken Calmettes, für den er die vollste Achtung bewahrt habe, aus dem Spiele lasse. Labori habe auf der Redaktion des „Figaro" eine ähnliche Er­klärung abgegeben.

Lebruu, der neue Marineminisier. Paris 19. März. Marineminister Monis hat seine Demisiion gegeben. Mit der Leitung des Marineministeriums wurde interimistisch Kolonialminister L e b r u n betraut.

Der mißhandelte Deserteur. V e r n o n, 19. März. Vor dem Polizeikommissar fand heute das Verhör eines deutschen Deserteurs namens Helmuth Warten­stein statt, eines 21 Jahre alten jungen Menschen, aus Hamburg gebürtig, wo er beim 15. Husarenregi­ment diente. Er war am 4. März desertiert und kam in Zivil nach Paris, von wo er die Wanderung nach Rouen antrat. Unterwegs geriet er jedoch in einen derartig erschöpften Zustand, daß er liegen blieb und in einer Bauernscheune aufgefunden wurde. Der Körper Wartensteins wies zahlreiche Verletzungen auf, die nach seiner Angabe von Mißhandlungen sei­tens eines Unteroffiziers im Regiment herrühr­ten. Er wurde der Gendarmerie übergeben und nach Evreux geführt, wo er erklärte, daß er in die Frem­denlegion einzutreten wünsche.

Nnftlan»

Ein Verbot der Kinos für Minderjährige. Peters­burg, 18. März. In der Kommission für Presie und

Literatur wurde gestern eingehend über den Besuch Minderjähriger in den Kinematographen-Theatern ver­handelt. Die Kommission beschloß schließlich, den Min- derjährigen den Besuch der Kinos von jetzt an zu untersagen.

Valkanstaaten.

Ausländische Berater im albanischen Kabinett.

Dnrazzo, 18. März. Ministerpräsident Turkhan- Pascha teilte den Korrespondenten der auswärtigen Presse mit, daß jedes einzelne Ministerium einen Generalsekretär bekommt und daß für ein jedes Ministerium ein ausländischer Berater engagiert wer­den wird.

Türkei

Nenadowitsch bleibt in Konstantinopel. Konstan­tin o p e l, 18. März. Die Pforte hat dem neuen ser­bischen Gesandten m Konstantinopel Nenadowitsch das Agrement erteilt.

Vereinigte Staaten.

Die Vertrustung der argentinischen Fleischindustrie. R. Washington, 18. März. Der Landwirtschafts­rat sagt in emenr heute ausgegebenen Bericht, daß die argentinische Fleischindustrie, die monatlich Zehn-

Pünktchen mit seinen weißen Verzierungen an Halsschrld und Nahtsleck ist der Allevschlimmsten eines. Sein Nutzen — nicht für die Blattläuse und ihre Beschützer — ist deshalb lehr groß, wie denn die Kugelkäser als Schädlmgsvertilger m der Tat meistens nützlich sind. Ein verdienter Falscher, Fovbes, hat mit rührendem Fleiß den Darminhalt vieler verichieden- artiger Marienkäfer untersucht und gefunden, daß er zu etwa % aus pflanzlichen Teilen, meist schädlichen Pilzsporen, und zu % aus Bliattlausresten Beistand. Es gibt aber auch Marienkäferavten, die sich als schädliche Pflanzenberwchter mißliebig machen und unter Umständen den Luzernerklee der­maßen verfressen, daß sich der Schnitt nicht mehr lohnt. In Amerika ist eine Art, deren Käfer und Larven die Getreide- ährcn vernichten, fast so gefürchtet wie der berüchtigte Colo­radokäfer. Natürlich schädigen diese „Miss äs bon Dieu' in aller Harmlosigkeit und Unschuld. Sie betragen sich eben so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Ein Tier mit einem Löwcngebih kann kein Gras weiden, ein Schafmaul keinen Ochsen zerfleischen, und wer keine Zähne hat, mummelt ein Breichen hinunter. So sind auch die Kugelkäfer von der Bil­dung '.Heer Muudwerkzeuge in der Nahrungssuche abhängig. Die, deren Mandibeln, Freßzangen, an Spitze und Jnnenrand gazähbt sind, sind vorwiegend Manzenfresser, die. deren Oberkiefer aber nur einfach oder an der Spitze gespalten, er- weisen sich a J® ^ie rechten Blatt- und Schildlausvertilger, wo­bei ihnen ein anderes Geschöpf lebhafte Konkurrenz macht, nämlich die Larve der Florfliege, dieses zarten, goldaugigen Geschöpfs, das zur Winterszeit oft einen Unterschlupf in unseren Wohnungen sucht.

Die Marienkäserchen sind nicht sonderlich nervös und schreckhaft. Wenn man ihnen aber doch einmal sehr quer kommt, bleiben sie wohl auch für ein Weilchen wie tot liegen. .Sie sind schlau; sie stellen sich tot", sagt der Volksglaube.

Der unvergleichliche französische Jnsektenfforscher Fabre aber hat mit diesem Märchen von dem listigen Sichtodstellen der niederen Tiere gründlich aufgeräumt. Er hat bewiesen, daß die Tiere einfach vor Schreck starr werden, sich nber schleunigst davon machen, wie sie wieder zu sich kommen. Das Marien- käferchen sondert bei der Schreckstarre, bei der es seine Extre­mitäten fast wie eine Schildkröte einzieiht, auch eine gelbliche Flüssigkeit ab, sein Mut. Es schwitzt Blut in des Wortes verwsgenster Bedeutung. Und bei ihnen riecht's nach Opium und schmeckt bitter. Vielen Tieren, und zumal Vögeln, ist es deshalb sehr unangenehm. Und so halben sich ,Me Tierchen in ihrer sahrmillionentangen Entwicklung in ihren 'bunten Rückchen eine nützliche Schreckfäübung zugelegt. Hat sich ein­mal ein unerfahrener Jungvogel an einem Marienkäferchen vergriffen und den bitteren Saft zu schmecken bekommen, so sagt er gewiß „Pfui Teufel!", wenn er das rotröckige Tierchen wiedersteht.

Inzwischen krabbeln die Käferchen an meiner Fenster­scheibe weiter auf und nieder und möchten gar zu gerne hin­aus in die Frühlingsluft, Schnabelweide zu halten und während des Jahres ihr wertes Geschlecht noch in zwei bis drei Generationen — sie sind sehr fruchtbar — fortznpflanzen. Wie könnte ich gefühllos bleiben für ihre Not, für den Inbe­griff ihres Daseins: Appetit und Liebe. Mit der Fahne meiner Kielfeder, die mir so oft als Kehrbesen dient und des­halb längst ihrer schneeigen Weiße, verlustig ging, kehre ich deshalb die ganze Gesellschaft ans ein Blatt Papier und ent­lasse sie ins Freie. Schnell heben sie die bunten Flügeldeckchen, entfalten die häutigen Flügel und eines nach dem anderen segelt vergnügt von dannen. Ich gebe ihnen den aufrichtigen Wunsch mit auf die Reise: „Seid fruchtbar und mehret euch, und räumt tüchtig auf unter dem Lausevolk, das mir meine schönen Rosen und meine leckeren Dickebohnen schädigt.

Nu« Limit und Ledert.

Bildende Kunst und Musik. Aus New York wird ge­meldet, daß Onrrco Caruso soeben mit der Metropolitain- Oper für dre Saison 1916 einen neuen Vertrag abgeschlossen hat, der chm eme Gage von 12 000 M. für den Abend zu­sichert, eine Gage, wie sie bisher in Amerika noch keinem Sänger bezahlt worden ist.

^ Das "Marionetten-Theater Münchener Künstler wrrd auf der Deutschen Werkbund-Ausstellung rn Köln von Mai bis Oktober seine berühmten „Faust- Spcele und anderen bedeutenden Neuinszenierungen zur Austuhrung bringen. In dem von Professor Kreis erbauten Teehause, hoch oben auf einem alten Fort, wird Paul Brann ern besonderer Flügel dieses stattlichen Gebäudes der Deut­schen Werkbund-Ausstellung für sein Theater eingerichtet

werden.

Wissenschaft und Technik. Der Rektor der Universität Wien hat einen Aufruf veröffentlicht, in dem der Plan für die Gründung eines Museums für Hochschulen und studenti­sches Leben dortselbst entwickelt wird. Den Grundstock der Sammlung sollen jene Gegenstände bilden, die aus Österreich in der Leipziger BuchgewerbeanSstellung, und zwar in der Sonderausstellung „Der Student", ausgestellt werden.

mundsen, der von Berlin nach Christiania zurückrehrte, erklärte, daß er seine Nordpolfahrt wegen des Zustandes der „Fram" vielleicht noch um ein Jahr hinauö- fchieben müsse. Es sei zweifelhaft, ob die „Fram" in diesen Tagen San Francisco erreichen werde. Dort müsse das Schiff gereinigt werden. Falls es San Francisco nicht bald erreichen könne, Jet es gewagt, die Expedition noch in diesem Iaüre auszifluoreri.

)