Wiesbs-kmr Tsgblstt.
“ wöchentlich ^ 12Ausgaben. ^ «ÄW
Lchillrr-Halle geöffnet von 8 Uhr morgen» big 8 Uhr »bend». 1 • M t r * *5\ »«„ » m. . „ ... .. .. . , .
Bezugs-Preis für beide Ausgaben: 70 Psg monatlich, M. 2.— vierteljährlich durch den Verlag Langgaffe 2t, ohne Bringer'ohn. M S.— vierteljährlich durch alle deutschen Postanftalten, ausschließlich Bestellgeld- — Bezugs-Bcktellungen nehmen außerdem entgegen: in Wiesbaden die Zweigstelle Bis- marikrmg 22, sowie die Ausgabestellen in allen Teilen der Stadt: in Biebrich: die dortigen Ausgabestellen und in den benachbarte» Landortcn und im Rheingau die betreffenden Tagblatt-Träger,
.Tagblatt-Haus" Nr. 6650-53.
Bon 8 Uhr morgen» bis 8 Uhr abends, außer Sonntag»
Anzeigen-Vreis sür »ie Zeile: lb
in einheillichcr Satzsorm; 20 Psg, ln
Anzeigen; 3» P!g lür alle auswärtigen Anzeigen; I Mt. für lokal« rkellämen; 2 Mk. wr'aürwtMg« Rellainen. Ganze, halbe, drittel und aierte! Seiten, durchlauscnd, nach besonderer Berechnung - Be, wiederholter Ausnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen entshrechender Rabatt,
sur lokale Anzeigen ,m „ArbeitSmarkt" und „Kleiner Anzeiger" Satzsorm, 20 Psg, ln davon abweichender Satzaussührung, sowie für alle übrigen totalen auswärtigen Anzeigen; I Mk, für lokale Reklamen; 2 Mk, für auswärtig-
-stLZ!chkd,eM7r'g-nÄu^^^ Berliner Redakti-N des Wiesbadener Tagblatts: Berlin-Wilmersdorf. Güntzrlstr. 66. Fernspr.: Amt Uhland 450 u. 451.
montag, 16. März 1914. HbCltösBUSCJCtbC. Nr. 126. . 62. Jahrgang.
Deutschland und England.
Von keiner Seite her hat inan ein weiteres erläuterndes Wort zu der kurzen Auskunft gehört, mit der Sir Edward G r e y kürzlich gm britischen Parlament eine Anfrage über die deutsch-englischen Verhandlungen beantwortete. Der Staatssekretär erklärte, daß solche Verhandlungen nicht stattfinden und daß auch kein Abkommen getroffen worden sei. Er beschränkte diese Erklärung allerdings auf „Zentralafrika", und so wäre der Ausweg offen, Verhandlungen über die Zukunft der portugiesischen Kolonien im Osten und im Westen des schwarzen Erdteils aus dem Bereiche der gegebenen Darstellung zu entfernen und somit anzunehmen, daß es sich um eine der nicht seltenen diplomatischen Wortklaubereien handelt. Es muß ja nicht gerade „Zentralafrika" sein, es können eben andere afrikanische Gebiete sein, und das Dementi in der einen Beziehung braucht kein Dementi in der zweiten in sich zu schließen. Aber diese Auslegung scheint uns denn doch allzu spitzfindig, zumal als Gegenstand der deutsch-englischen Verhandlungen immer zugleich die Durchquerung des Kontinents nach gemeinsamer Verständigung bezeichnet wurde, also ein Abkommen über sriedlich-schied- liche Verwendung der wirtschastspolitischen Macht sowohl Deutschlands wie Großbritanniens zur Ausschließung auch der Landstriche von Katanga, die gewiß zentralafrikanisch im eigentlichen Sinne des Wortes sind. Nach früheren, unter der Hand und von unterrichteter Seite gemachten Mitteilungen sollte es zum Gegenstände der zwischen Berlin und London geführten Verhandlungen gehören, daß die Eisenbahn von Lobito in Angola in das Innere dieser portugiesischen Kolonie mit deutschen Mitteln bis Katanga und von da weiter an das Westufer des Tanganjikasees sortzuführen wäre, was freilich wieder die Zustimmung und die Anteilnahme Belgiens erfordern würde. Durch diese Eisenbahnlinie wäre der Anschluß an die mene, etwa 1200 Kilometer . lange: Bahn von Daressalam über T a b o r a zum Tanganjika- s e e ermöglicht, der afrikanische Kontinent würde hiernach vor Ost nach West von einer teils uns gehörigen, teils unter unserem entscheidenden Einfluß stehenden Linie durchquert werden, während Katanga durch die dorthin orientierte englische Rhodestabahn wieder den Anschluß an den britischen Süden des Kontinents und an den in den britischen Machtbereich salleiden vortugiesischen Kolonialbesitz an der Küste von Mozambique erhielte. Diese englische Bahnlinie nach Katanga würde zugleich einen Teil der Kap-Karr o- Bahn darstellen, an der die britische Kolonralpolmk seit Jahrzehnten unablässig arbeitet. Damit diese nord-südliche Durchquerung des Kontinents zustande komme, müßte Belgien an England vom oberen Nil angefangen und längs des Tanganjikasees oi» Rhodcsia dieselben Zugeständnisse machen, die sur die Verknüpfung zwischen der zukünftigen deullMen Angolabahn und der schon gebauten deutsch-ostasnra- niscben Bahn im Bezirk von Katanga notwendig sind. Als England im Jahre 1886 Landkonzessivneu vom Belgisch-Kongo für die Kap-Kairo-Bahn verlangte widersprach Fürst Bismarck unter Berufung aus die K o n g o a k t e. Im .Rahmen einer umfaß enden deutsch-englischen Verstandrgilng Ware drese Sonöer-
srage naturgemäß anders zu behandeln. So ungefähr konnte man es vor einem Monat noch hören, und wir erinnern ferner daran, daß zu jener Zeit auch Herr v. Jagaw in der Budgetkommission des Reichstags, indem er den guten Stand der deutsch-englischen Beziehungen betonte, das Zustandekommen einer Verständigung als ziemlich gesichert hinstellte. Nun kann man gewiß nicht sagen (man hat jedenfalls kein Recht dazu), daß sich seitdem etwas in unwillkommener Weise geändert habe, aber wünschenswert wäre es doch, zu erfahren, wie die Erklärungen im britischen Unterhause eigentlich gemeint sein sollen und ob sie in unseren politischen Kreisen als eine Ettäuschnng ausgenommen werden. Jedenfalls will es festgestellt sein, daß die wiederholt in nahe Aussicht gerückte deutsch-englische Verständigung über die afrikanischen Probleme immer noch auf sich warten läßt. Wir wollen gar nicht davon sprechen, daß schon vor Jahresfrist dieselbe Lage wie heute war, daß also auch damals schon ein Vertrag als so gut wie gesichert erschien, sondern wir wollen uns nur an die Verhältnisse des letzten Vierteljahres halten. Es ist alsdann zu sagen, daß die deutsch-englischen Per- einbarungen über das Schicksal der portugiesischen Kolonien (mit selbstverständlicher Zustimmung Portugals selber, das dabei seinen sichtbaren Vorteil fände) niemals vorher mit solcher Bestimmtheit als eine im Grunde genommen schon abgeschlossene und nur noch der letzten Formali.en bedürfende Angelegenheit behandelt worden sind. Zusammengenommen mit den obenerwähnten Erklärungen, über die übrigens auch die englischen Zeitungen nichts weiter bemerkt haben, bietet sich hiernach eine etwas undurchsichtige Lage dar. Es liegt uns fern, von einem Scheitern der Verhandlungen zu sprechen. An maßgebenden Stellen wird eine durchaus begreifliche Zurückhaltung geübt, und wer auf Tatsachen ousgeht und sich von dem irreführenden Wege allgemeiner Betrachtungen fernhält, der muß sich bescheiden, zu sagen, daß eben nichts bekannt ist. Es wäre zwecklos, auf eine baldige Änderung dieses Zustandes dringen zu wollen, wir haben einfach abzuwarten, was bei der Sache herauskommen wind, aber damit wenigstens müssen wir rechnen, daß ein Vertrag bisber zustandegekommen ist. Auch wer die englischen Erklärungen gar nicht in pessimistischem Sinne auslegen will, muß durch sie doch zur V o r s i ch t in der Beurteilung der früheren, über den guten Ver- lauf der Verhandlungen gemachten Mitteilungen gemahnt werden, ._
Deutsches Neich.
* Ein dritter Nachtragsetat für das Jaffr 1813 wird dem Reichstag in den nächsten Tagen zugehen. Die Vorlage wird dem Reichstag Vorschlägen, den im Vorjahr vielbesprochenen Grundstück saustau sch zwischen dem Kriegsministerium und dem Finanzministerium endlich. vorzunehmen, und zwar in der Weise, daß das in der Viktoriaftratze gelegene Grundstück, auf dem die Bank für Handel und Grundbesitz im Auftrag des Kriegsministeriums den Neubau de» Militärkabinetts errichtet hatte, der vom Reichstag aber nicht bewilligt worden war, nunmehr vom Militärfiskus übernommen werden soll. In einem jüngst ergangenen Schiedsgerrchtsurteil ist bestimmt worden, daß der Reichsfiskus tut Fall der Nichtübernahme einen Schadensersatz zu leisten habe, der fortfallen soll,
Berliner Theaterbrief.
Die Venus mit dem Papage i", keine erottsche Komödie in drei Akten von Lothar Schmidt und Emti Schaefser, wurde im Schauspielhaus sehr heiter aüsgenom- nien. Es ist wohl keine Komödie, sondern ein leicht unrer- haltliches in keiner Weise ärgerliches Theaterstückchen, amüsanterer Witz in^ der ironischen Beleuchtung m Bluff-Politik und Blusf-Wrrstchast auf dem Gebiet der bilden-
Typen des Sammlers, des Forschers, des Museumsdirek- tors erscheinen. Dankbar erweist sich vor allem der ebenso un- wie eingebildete kommerzienrätliche Sammler, der Kom. Meggenscheid mit seinem falschen van Dyck. Man denkt
dessen moderner
bei ihm"an die reizende Geschichte, an den auf seine günstigen Käufe alter Kunst stolzen Berliner Galeriebesitzer, der nach einem Rundgang seinen kennerischen Gast fragte: »Nun, wre gefallen Ihnen meine Originale?" und die Antwort bekam. »Ich habe nur ein Original gefunden, und das sind Sie. Dem Lustspiel-Konsuls geht eS wesentlich besser. Sein kunst- historischer Schwiegersohn zwar spürte in pietätlosem Herv- stratismus die Unechtheit der Papagei-Venus auf. Der Museumsdirektor aber, der für das Bild gutgesagt und nun die eigene Blamage fürchtet, rettet die Situation. Er bestimmt den Mücen, das Gemälde der Staatssammlung zu stiften tm Gegentausch von Orden und Titel, und ein Bild »die büßende Maqdalene" bekommt er noch hinzu,
'Die Pointe wird nun, daß unter der Übermalung dteje» scheinbar wertlosen Schinkens der schnüffeleifrige Schwiegersohn einen wirklich echten van Dyck entdeckt. Aber niemand
hat etwas davon. Der junge Forscher und Assistent mutz aus Angst vor der Feindschaft seines hochmogenden Direktors, der den Schatz nicht erkannt, den Mund halten. Der neue Besitzer darf sich nicht zu seinem Glück bekennen, damit der ganze Kuhhandel nicht herauskommt. Der Museumsdirektor ist blamiert, aber freilich nur itn engsten Kreis, der nicht zu mucksen wagt, und er behält seine eiserne Stirn.
Wissende könnten sich hier än allerlei erinnert fühlen, an Schiebungen, Kunstbörsen-Manöver unv an Despoten- und Generalgewaltige der Museumswelt, die auch hereinfallen. Doch das Stück, zu dem der Kompagnon «chaeffer — Emilio, der Kunsthistoriker aus der Florentiner Schule — allerlei Senf und Salz, Anekdotisches, Intimitäten aus dem »Betrieb" beigestcuert, ist nicht so scharf und atz^d geworden, wie eine echte Komödie aus dieser Eitelkeitssphare ^ hätte werden können. Es begnügt sich mit harmlosem Utk statt der Satire, und so erreichte es ohne Müh' und Not das Hoftheater.
Die Darstellung unterstützte das Spnl nicht sehr. Pohl als Sammler machte den harmlo,en Kunstsnob viel zu forciert und unsympathisch gespreizt- Auch Fräulein von Mayburg, die seine Gattin mit dem differenzierten Innenleben und der Höhenkultur zu agieren hatte, traf nicht den richtigen Ton. Bon einer wirklich chartkaturistischen Zeichnung weit entfernt, brachte sie auch nicht einmal die schwankhafte Komik der Figur heraus. Dre leichte Art des Stücks und dabei doch einen menschlich charakteristgchen Ausdruck für den Tvpus fanden Patry als Museums-Generalissimus und vor allem Vallentin, der Schwiegersohn, Kunsthistoriker, Wahrheitssucher und Narr des Glücks.
Felix Poppenberg.
wenn das Grundstück nachträglich erworben loird. Die Vorlage schlägt nunmehr vor, die erste Rate für den Erwerb des Grundstücks zu bewilligen. Die Summe soll dadurch gedeckt werden, daß das Grundstück an der Königgrätzer und Prinz- Albrecht-Straße seitens des Finanzministeriums dem Kriegsministerium abgekauft wird.
* Bayern und Württemberg zur Frage des militärischen Waffcngcbrauchs im Reichslande. Die bayerische und die württembergische Heeresverwaltung lehnen auch für die Reichslande den von Preußen gewünschten Erlaß gemeinsamer Vorschriften über den militärischen Waffengebrauch ab, sofern nicht die süddeutschen B e st i m m u n g e n zugrunde gelegt würden.
* Eine Friesen-Gedenkfeier in .Berlin. Am gestrigen 100. Gedenktag des Todes Friedrich Friesens versammelten sich vormittags Abordnungen der Berliner Turner an der Ruhestätte des in den Befreiungskriegen Gefallenen, die sich in der Nähe von Scharnhorsts Grab auf dem Jn- validenfriedhof befindet. Nach einer kurzen Rede auf Friesen wurden von den Abordnungen Lorbeerkränze niedergelegt. Später versammelten sich vor dem Jahn-Denkmal mehrere Hundert Turner, um einer Rede auf Friesen zu lauschen, die der Direktor der Königlichen Landesturnanstalt, Diebow, hielt.
* Der Kronprinz bei einer Pfadfinderübung. Kurz vor der gestern um 11 Uhr vormittags in Berlin angesetzten Besichtigung der Pfadfinder, die gestern in einer Stärke von 1500 Jungen im Grunewald eine große Übung abhielten, traf der Kronprinz im Automobil vom Bahnhof Eichkamp ein. Die Pfadfinder waren bereits in voller Arbeit. Der Kronprinz besichtigte mit großem Interesse eine selbstkonstruierte Fernsprechleitung, Übungen im Brückenschlag und erste Hilfen bei Unglücksfällen, wobei die Rettung eines verunglückten Fliegers von einem hohen Baum vorgesührt wurde.
* Tic Heranziehung der Ausländer zum Wchrbeitrag. Die »Köln. Ztg." meldet aus Berlin: Das in einigen Blättern angekündigte Vorgehen der ausländischen Diplomatie gegen die Heranziehung ihrer Landesangehörigen zum deutschen Wehrbeitrag ist noch nicht erfolgt. Es erscheint auch zweifelhaft, ob es zu diplomatischen Anträgen auf Befreiung der im Deutschen Reiche lebenden Ausländer dom Wehrbestrag kommen wird. Möglich ist, daß unter den in Berlin beglaubigten Diplomaten eine Erörterung darüber stattgefunden hat oder noch ftattfindet, ob Schritte auf Befreiung der Ausländer einen Erfolg versprechen dürften. Schwerlich ist der deutsche Wehrbeitrag als eine Kriegs st euer aufzufassen, von der Ausländer auf Grund von Verträgen verschont bleiben, denn als Kriegssteuer kann nur eine Steuer gesten, die im Zusammenhang mit einem bereits ausgebrochenen oder bevorstehenden Kriege erhoben wird. Dies trifft aber beim Wehrbeitrag nicht zu. Der Wehrbeitrag ist auch keine Ausnahmebesteuerung in dem Sinne, daß er die im Deutschen Reiche wohnenden Fremden in schärferer Weise trifft als die Inländer.
* Der siegreiche Herr v. Oldcnburg-Januschan. Auf dem westpreußischen Provinziallandtag zu Danzig sollte ein Mitglied zum Provinzialausschuß gewählt werden. Aus der Versammlung heraus wurde der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Sieg zur Wiederwahl vorgeschlagen. Von der rechten Seite, bei der sich Herr Sieg durch seine politische Haltung mißliebig gemacht hatte, schlug man den Kammerherrn v. Oldenburg-Januschau vor. Bei der Zettelwahl gelang es diesem auch tatsächlich, mit 44 gegen 18 Stimmen durchzukommen. Sieg gehörte dem Provinzialausschuß seit mehreren Jahren an.
Relrderix-Theater.
Samstag, den 14. März, fünfter Kammerspielabend: „Die Sippe". Schauspiel in 3 Akten von Ludwig T h o m a.
Jennys Vater erscheint nach 17jährigem Verschollensein unvermutet im eleganten Heim seines Schwiegersohns Walter, von Jenny glühend, von^ Walter lauwarm ausgenommen. Acht Tage später treffen Walters Schwester und Schwager zu Besuch ein. Der alte Herr Schwiegerpapa hat den Wahrheitskoller wie Gregor Werte (itn der „Wildente"), er hätte vor 17 Jahren — fortgemußt, und jetzt auf der Rückfahrt von Amerika Teller gewaschen, erzählt er mit mildem Lächeln jedem, der es hören will. Walter ist davon nicht erbaut und seine Verwandten, zwei Erzkanaillen, hetzen. Eines Tages verkündigt Herr Henjes, Jennys Vater, freudestrahlend, daß er eine Stellung beim »Altstädter Landesblatt" gefunden habe. Tableau, denn es ist ein sozialistisches Blatt, und Walter ist Reserveoffizier. Er tobt, die Kanaillen hetzen, Vater und Tochter verlassen das Haus.
Der neue Thoma ist für den Verfasser von „Moral' usw. unverantwortlich, unbedeutend, ein fad schmeckender Verstich zwischen Rührseligkeit und Satire. Die Figur des Een Henjes ist ganz verfehlt. Ein Mann, der kraftvoll und über- zeugungstreu im politischen Kampf und 17 Jahre lang ra Getriebe amerikanischen Lebens gestanden bat, muß notwendig aus anderem Holz geschnitzt sein als diese grau gewordene, kindliche Einfalt. Dieses marklose, unangenehm gottergebene Lallen und vertrauensselige Stammeln kann unmöglich rühren, als falscher Ton klingt es vielmehr peinlich ins Ohr. Lebensfremd, wie der Vater, ist die Tochter. .Sie soll die Verkörperung gütigen, reinen Menschentums sein;
