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Seite «. Morgen-Ansgabe, L. Blatt. WLSSlmdKKKx T«ghlM.

Die Hetze der französischen Offiziösen.

/X Paris, 7. März. (Eig. Drahtbericht) „Petit Parisien" läßt sich aus Petersburg melden, daß leitende Kreise sich durch die deutschen Presseartikel nicht be­stimmen lassen, die Rußland ungünstigen Bestimmun­gen des zu erneuernden Handelsvertrags anzunehmen. Zu demselben Thema erklärt der Petersburger „Matin"- Korresvondent, daß Rußlands FriedensliÄ>e oft erprobt, aber nicht ohne Grenzen sei. Man begreife in Peters­burg sehr wohl, daß die deutschen Treibereien in erster Linie deni Zweck dienen sollen, den Widerstand des österreichischen Parlaments gegen die neuen Kriegs­rüstungen zu beseitigen, aber wegen dieser Tendenz sei Rußland genötigt, seine eigenen Interessen energisch zu wahren.

Die Blockade über de» Hafen von Santi Quarada.

wb. Athen, 7. März. , Die Regierung verhängte die Blockade über den Hafen von Santi Quarada ab 7. März, mittags 12 Uhr, vorausgesetzt, daß die Großmächte nichts ein­wenden.

Ein neues Verfahren zur Bekämpfung der Tuberkulose?

O Petersburg, 7. März. (Eig. Drahtbericht) Der hiesige Arzt M a n u ch i n hat ein neues Verfahren gegen die Tuberkulose durch Bestrahlung der Milch mit Röntgenstrahlen entdeckt. Manuchin soll bei Tierver­suchen großen Erfolg damit erzielt haben.

Die Sturmschäden an der Ostsee.

wb. Berlin, 7. März. Die Kommission des Abge­ordnetenhauses beendete gestern die Beratung der An­träge, betreffend die Sturmschäden an der Ostsee. Im Laufe der Debatte wandte sich ein Vertreter des Ministeriums des Inner» gegen die Belastung des Staates mit den gesamten K o st e n für Rettungsarbeiten, Hilfeleistung und gesundheitliche Maßnahmen. Diese Kosten seien in erster Linie von Kommunen und Privatpersonen zu tragen. Der Staat sei hier bereits entgegengekommen durch Übernahme von % der Kosten. Bezüglich der Verteilung der Gelder halte die Regierung an den vom Ministerium deS Innern dargelegten Grundsätzen fest. Die Anträge wurden einstimmig angenommen, ebenso einstimmig eine Resolution sämtlicher bürgerlichen Parteien. Nach derselben sind die K o st e n für außerordentliche Rettungsarbeiten, Hilfe­leistungen sowie besonders dringende allgemeine sanitäre Maßnahmen vom Staate allein zu tragen. Darlehen sind zinslos mit fünf Freijahren und Zurückzahlung in zehn Jahresraten zu gewähren, wobei sich die Provinzen mit 10 Prozent zu beteiligen haben, ebenso wie sich die Provinzen an

der Unterstützung leistungsschwacher Gemeinden und öffent­licher Verbände zu beteiligen haben. Der Uferschutz ist grundsätzlich Sache des Staates. Die vorliegenden Peti­tionen wurden der Regierung als Material Äberwiesen.

wb. Bremen, 7. März. Nach etwa zweistündigem Auf­enthalt im Ratskeller begab sich der Kaiser im Auto­mobil nach dem Hauptbahnhof, wobei er von dem Publikum lebhaft begrüßt wurde. Er fuhr ab, nachdem er sich von dem Bürgermeister Stadtländer herzlich verabschiedet hatte.

wb. Großknhren sSamland), T März. Gestern abend ertranken auf einer Fahrt in die See die Fischer Bollgarn und I. May. Zwei andere Fischer, die sich in demselben Boot befanden, konnten gerettet werden. Die beiden Er­trunken en hinterlassen je zahlreiche Familien. Einer acht Kinder.

»Glkiwitz, 7. MärK. Ans Zabrze wird gemeldet: Aus der Eisengießerei der Donnersmarck-Hütte stürzten drei Monteure von einem Gerüst ab. Zwei Statt wurden so­fort getötet, der dritte erlitt schwere Verletz-mrgen.

wb. Kiew, 7. März. Mehrere Studenten gerieten beim überschreiten der Bahngeleife unter einen Postzug. Zwei wurden getötet, einer lebensgefährlich verwundet.

Bus unserem Leserkreise.

(Nicht verwendete Einsendungen können weder zurückgesandt. noch aufbewabrt werdend

* Dem Einsender wegen des Glockengeläutes auf der Drctfalligscitsnrche mLcht- ich nicht raten falls >r s-me Wohnung aus der Kl o p stock ft ra he verlegeni will, sich näher der Mittelstadt znzuwenden. Das GlockengelLute der Drcifaliigkeit-Sktrche ist fehl minimal gegen das der Boni- satiuSkirchc. Wrc oft kommt es vor, daß diese et ne ganze Stunde, einerlei zu welcher Zeit, läutet. Wie un­angenehm dies für die der Kirche näher Wohnenden ist, wind nicht bedacht. Dieses hat sich in letzter Zeit so vermehrt,, daß es notwendig ist. hier Remrdu" zu schaffen. Einsender dieses möchte dann doch noch lieber das kurze, tattt fünf Mmuten lange Läuten der Dretfaltigkestskircke anhören als dte stunden­lange. eintönige und so häufige Störung von der Bonifattus- kirche.

Briefkasten.

(Die Schristleitung des Wiesbadener Tagblatt« beantwortet nur schriftliche Ansragen im Brieskasten. und zwar ohne Rechtsverbindlichkeit. Besprechungen rinnen nicht aewabrt werden-'

K. D. Wenn Ihre Behauptungen zutreffen, dürfte die Frömmigkeit der Leute Heuchelei oder Eigennutz fein. Es steht Ihnen frei, die Vermittelung dritter anzurusen.

Jnvalidendank. Wir können Ihnen nur empfehlen, sich an die hiesige Zweigstelle zu wenden.

Fkau Paul«. Wenden Sie sich an die Funkentelegraphen- statüm in Nauen.

Handelsteil.

Wirtschaftlich© Wochenschau».

Dio Konzentiatioasbewegung, — Die ivapitalserhöhcmgen der Hamburg-Amerika-Linie. — Die grBEte Brauerei. — Die KanitalserliBhtmgen der Disconto - Gesellschaft and der

Deutschen Saab. — Die La#e des Geldmarktes.

Es ist wieder einmal ein Rekord erzielt worden, ein Rekord im Wirtschaftsleben., ein Rekord aller Rekorde Denn alle die Höchstleistungen im Sport, ein 220-Mometer-Tempo des Automobils, ein Höhenflug mit sechs Passagieren im Flugzeug j a selbst ein Skisprung von 41 Metern, sie alle waren ment möglich, wenn nicht die ungeheure Produktivität unserer modernen Wirtschaft in einer unendlichen Reihe von Ver­suchen die besten Motore und die stabilsten Flugzeuge heraus-

1, ild P ]V a ß die Wirtschaft zu produktiv geworden ist, verdankt sie der kapitalistischen Tendenz und Konzentra­tion der allmählichen Aufsaugung und Zusammenfassung aller kleinen und mittleren Betriebe unter Bildung von Riesen- u ntorn ebmunigen mit ungeheurer Leistungsfähigkeit. Diese Tendenz waltet ununterbrochen. Sie wird durch Wirtschafts­krisen wohl zeitweilig etwas gehemmt, aber niemals versagt ihre Kraft In den letzten Monaten ist sie mit stark be­schleunigter Geschäftigkeit wieder vorangeschritten. Die Kamt urg-Amerika-Linie hat ihr Kapital um 180 Millionen Mark erhöht. Einschließlich Obligationen,, Anleihen r nd Reserven arbeitet nun ein Kapital von 270 Millionen M. m diesem Unternehmen. Diese ungeheure Fmanzkraft hat die Gesellschaft befähigt, gleich drei von den größten Schiffen der Welt in Auftrag zu geben, und durch die Meere ziehen zu lassen. Die imposanten Dimensionen dieser Schiff das Höchstmaß von Bequemlichkeit und Sicherheit, das sie bieten, soll die Auigen der Welt auf sie lenken und ihnen che vielen tausende von Passagieren Zufuhren, die eie brauchen, um rentabel zu sein. Die große Zähl ist es, die der Menschheit imponieren,, einen suggestiven Zwang aut sie aus­üben. Die Schultheiß-Brauerei hat vor kurzem eine andere große Berliner Brauerei in sich aufgenommen und ist dadurch zu einem Hektoliterausstoß gekommen, der sie als größte Brauerei der Welt charakterisiert.

Aber all das wird in dien Schatten gestellt durch die Transaktionen, die sich augenblicklich im Bankgewerbe voll­ziehen Die Diso onto-Gesellschaft erhobt nur Aktienkapital um 25 Millionen M., das dadurch auf ein higen- kapital von % Milliarde kommt. Weit darüber hinaus geht das neuerliche Anwachsen der Deutschen Bank, die be­kanntlich am Mittwoch beschlossen hat, ihr Aktienkapital um 50 Millionen M. zu erhöhen, und die Bergisch-Markische Bank, bisher eins ihrer selbständigen Tochterinsütute, vollständig an­zugliedern. Dadurch kommt sie, wenn man Aktienkapital und Reserven zusammen rechnet, auf eine Summe von 425 Millionen Mark eigenes Kapital. Da aber auf jeder Bank die vom Publikum, von Handel und Industrie ihr anvertrauten Gelder, die großer. Kassenreserven der Volkswirtschaft, ihr vollständig zur Verfügung stehen, in ihrem Betriebe arbeiten, so muß man auch diese 1/L Milliarden M. hiuzurechnen,, um zur wahren Schätzung der Finanzkraft dieses Instituts zu kommen. Das gib: 2 Milliarden M., die dem Dispositionstalent, dem ehrlichen Wollen) der geschäftlichen Regsamkeit und Vorsicht eines aus wenigen Personen bestehenden Verwailtungskörpers anvertraut sind.* 1 Die Deutsche Bank ist dadurch zum größten Bank­institut der Wi eit geworden.

Am internationalen Geldmarkt ist die Lage gegenwärtig nicht mehr so sehr ermutigend. Obwohl der Stand der Reichs­bank in den ersten Tagen des Monate Februar eine ganz zu-

friedenrtellendeEntwicklung gekommen hat, ist die in den letzten

Tagen des Monats Februar am offenen Geldmarkt feingetretene Anspannung doch noch nicht gewichen. Tägliches Geld be­dingt etwa. 4 Proz„ und der Platzwecheslzdnsfuß, der am 5. d. M. wieder auf 3 3 /s P roz - festgesetzt wurde, ist nach oben gerichtet. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß die Flüssigkeit des Geldes ihren Höhepunkt schon überschritten hat; in Bank- kreisen weist man auch darauf nm, daß am 15. Mai 50 Mill. M. Sohatzwechsel zur lählösung fällig westen, dem Geldmarkt

um jene Zeit also ein immerhan bedeutender Betrag entzogen werden wird. Die Eile, mit welcher .gewerbliche Unter­nehmungen, Gemeinden und Banken jetzt zur Deckung ihres Bedarfes an Geld schreiten, zeigt auch, daß man der Fortdauer der Flüssigkeit dodh nicht mehr so recht traut. Wenn der jetzt herrschende Wettbewerb ums Geld, wie bisher, anhält, ist allerdings zum Wechsel des Vierteljahres mit starker Ver­steifung zu rechnen, und die Hoffnung auf eine weitere Diskont- ermäßigung der ReichsBank dürfte, sich — wenigstens einst­weilen — als trügerisch erweisen.

Banken und Geldmarkt.

w. Rheinische Kreditbaab, Mannheim, 7. März. Der in der heutigen Aufsichtsratssitzung der Rheinischen Kredit­bank vorgelegte Abschluß weist das nachstehende recht be­friedigende Ergebnis aus: Pas Jahr 1913 brachte einen Brutto­gewinn von 15 834 289 M. fl. V. 15 436 329 M.) und einen Reingewinn von 11341 908 M. (fl201 857 M.) einschließ­lich des Vortrages. Der Aufsichtsrat beschloß, der' auf den 2. April einzufoerufeuden Generalversammlung folgende Ge­winnverteilung vorzuschlagen; 7 Proz. Dividende (wie

i. V.) gleich 6 650 000 M., Abschreibungen und Rückstellungen 1450 COP M. (1350 000 M.), Pensionskasse 20 000 M. (wie

j. V.). Konto für gemeinnützige Zwecke 20 000 M. (wie i. V.), Aufsichtsrats-, Vorstands- und Prokuristen-Tantiemen il 041 674 Mark (1014395 M.), Talonsteuerrücklage ilj60 000 M. (85 000 Mark), Wehrsteuerböitrag 85 000 M. (0), Organisationsfondis 300 000 M. (wie i. V.), Gratifikationskonto 365 234 M. (362 462 Mark), Zahlungen .an die Pfälzische Bank aus dem Uberschuß nach 7 Proz. Dividende 53 448 M. (72 414 M.), Vor­trag auf neue Redhmiög 1 166 551 M. (1327 586 M.).

* Discaato-Gesellschaft, Berlin. Die Kommanditisten der Gesellschaft werden auf Samstag, den 28. März 1914, nach­mittags 4 Uhr, zu der diesjährigen ordentlichen Generalver­sammlung nach dem Geschäftshaus“ in Berlin eingeladen. Be­züglich der Veifeandlungsgegenstättie verweisen wir auf die im Anzeigenteil der vorliegenden Nummer enthaltene Be­kanntmachung.

Industrie und Handel.

* Die Kosfheimer Cellulose- und Papierfabrik, A.-G., Kostheim, schlägt nur 5 Proz. Dividende vor gegen jll und £L2 Proz. in den beiden Vorjahren.

* Voigt u. Haeffner, A.-G., Frankfurt a, HC. Aus einem Reingewinn von 2 088 846 M. (1526 224 M.) soll eine Divi­dende von 12 Proz. (i. V. 10 Proz.) vorgeschlagen werden.

* Die Hfetallbank in Frankfurt a. M. schätzt ihre Dividende

wieder auf 4% Proz. _ .

* Die A.-G. Grün u. Büfin8 e r m Mannheim beschloß, wieder eine Dividende von 7Fs Proz. (wie seit einigen Jahren) vorzuschlagen.

* Die Deutsche Dampfschiifalirts-Gesellschaft Kosmos er­zielte in 1913 einen Reingewinn, von 8.22 (1. V. 6.28) Mill. M., aus dem eine Dividende von 16 1 rcz - (*• V. 14 Proz.) vorge- sdhlagen werden soll.

Marktberichte.

M Frucht- und Wochenmarkt zu Mainz vom 6. März. Preise per HX) kg. Weizen, Pfälzer, ..0 bis 20.60 M., Roggen, Pfälzer. 16.26 bis 16.75 M., Braugerste, Pfälzer, 16-50 bis

17.50 M„, Hafer, inländischer, l/.ro M., Wiesenheu 6 bis 6.60 M.. Kleeheu 6.60 bis 7.40 M., Stroh, Megeldrusch, 3.60 bis 4.40 M„ MasChinendfusch 2.40 bis —50 M., Speisefcartofieln (Industrie) 4.25 bis 4.50 M„ Landbutter per Pfd. 1.20 bis 1.30 Mark, in Kiuimpen per Pfd. 1.15 bis 1.20 M., hier per 25 Stück

1.50 bis 2 M. -- Brotpreise nach Erklärung der Bäcker- innimg: 2 Kilo gemischtes Brot 1- Sorte 60 Pf., 2 Kilo Schwarz­brot 2 Sorte öfe Pf.. lVs Kilo Weißbrot, allgemeiner Preis, 75 Pf-

M Viohiaarkt zu Mainz vom 6. März. Preise per Schlacht­gewicht. a) Ochsen: 91 bis 94 M., b) 88 bis 90 M„ Bullen 80 bis 84 M„ Kühe, Rinder: a) 89 bis 93 M., b) 73 bis 79 M„ c) 71 bis V 4 M., d) 58 bis 66 M., Kälber per Pfd. 102 bis 105 Pf-, Schweine: a) 64 Pf., b) 64 bis 66 Pf., Sauen und Eber 56 Pf. ._ Fleischpreise nach freier Erklärung der Motzgerinnung: Ochsenfleisch per Pfd. 90 bis 96 Pf., Kuh­oder Rindfleisch 60 bis 90 Pf., Schweinefleisch 70 bis 90 Pf., Kalbfleisch 9Q bis 100 Pf., Hammelfleisch 70 bis 100 Pf.

Ltemttsg, 8 . MSrz 1014 , Nr. 113 .

= Be&omen. s

Ei» cittMtcs Tmkttc-Kchcimms.

Ei» Interview.

Eine berühmte Pariser Spezialistin der Schönheitspflege, die sich vor kurzem vom Geschäft zurückgezogen, nachdem sie durch eine erfolgreiche Behandlung welkgewordener, unschöner Gesichtshaut sich ein hübsches Vermögen verdient hatte, ge­wahrte mir jüngst ein Interview. Mir lag natürlich sehr daran, die Natur des Gehetmmtttels zu erfahren, das ihr einen solchen Erfolg verschafft hatte. Ich mutzte indessen Hören, daß sie überhaupt kein Gehetmmitel für den Teint besitze. „Ein unschöner Teint", sagte sie, „ist fast jedesmal auf eine übermäßige Anhäufung der feinen Hautpartikel zurückzuführen, welche die Epidermis bilden. Die über­flüssigen, abgestorbenen Partikel sind die Ursache aller Linien und Fältchen, aller Unreinigkeiten der Gesichtshaut; ihre ver­gilbte Färbung bildet den mißfarbenen Teint, und sie ver­decken dabei die darunter befindliche junge, frische Haut.

Mein Erfolg ist lediglich der Entdeckung zuzuschrerben, daß ein einfaches vegetabilisches Lösungsmittel, das soge­nannte Parinolwachs, diese verhärteten, abgestorbenen Partikel in inilder Weise entfernt und der Gesichtshaut ihren zarten, jugendlichen Hauch wiedergibi. Das kann jede Dame selbst ausführen. Parinolwachs kann man in jeder Apotheke oder Drogerie bekommen — am besten eignet sich „reines" Parinol­wachs dazu — und man braucht es nur abends in etwas liberaler Weise aufzutragen; wenn man es dann morgens mit warmem Wasser abwäscht und mit einem weichen Tuch trocknet, wird man finden, wie viel reiner und weicher die Haut geworden ist. Eine drei- bis viermalige Wiederholung des Verfahrens vervollständigt die Umwandlung." Allen Damen mit mißfarbener oder runzeliger Gesichtshaut rate ich, dies einmal mit reinem Parinolwachs zu probieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie erfreulich das Resul­tat ist. M. H.

Zum Ausschneiden.

Ein ausgezeichnetes Rezept für einen Hustensirup, mit dem man sich Geld sparen kann.

Angesichts der zurzeit herrschenden regelrechten Erkäl- tungs- und Influenza-Epidemie dürfte nachstehendes Rezept vielen willkommen sein. Beschaffen Sie sich in der nächsten Apotheke 60 gr. dreifach konzentrierten Ansh. fügen Sie das zu Hause zu einem viertel Liter heißem Wasser und 250 gr. gestoßenem Zucker; umrühren, bis alles gut aufgelöst und ver­mischt ist. Davon nimmt man ein bis zwei Teelöffel voll viermal des Tages ein; das verschafft sofortige Linderung und vertreibt meist schon innerhalb 24 Stunden den hartnäckigsten Husten. Dieser Hustensirup ist sehr angenehm einzunehmen. ist vorzüglich gegen Heiserkeit, leichte Erkältungen und zur Verhinderung der sich daraus häufig entwickelnden schlimmeren Erkrankungen der Atmungswege. Da er auch gewisse nährende und kräftigende Eigenschaften besitzt, eignet er sich auch bestens in der Rekonvaleszenz. Wenn Sie nicht selbst, gut Apotheke geben, schärfen Sie dem Boten ein, daß er, dreifach konzentrierten Ansy verlangen mutz. Das Rezept ist schon öfters empfohlen worden, die' Nachfrage in den lokalen Apotheken ist daher eine sehr starke. F184

U«herfliissigeS Fett ist eine «esahr siir » ie «esundhett.

Wir kennen keine Entdeckung der neueren Zeit, die so viel Interesse hervorgerufen hat, wie diejenige der „Boraninm- Beere." Es ist jetzt ein ungewöhnlicher Anblick, eine sehr fette Person in London zu scheu, und wenn irgend ein Leser dieses Artikels mit Fettgeweben behaftet ist, oder wenn er einen Freund kennt, der froh wäre hiervon zu hören, so lassen Sie ihn keine Zeit verlieren,, sich einige dieser ange­nehmen und zu gleicher Zeit äußerst wirksamen und harmlosen kleinen Konfekie von seinem Drogisten zu beschaffen. Die mit überflüssigem Feit behafteten Damen werden die Ankunft der „Boranium - Beeren" mit Freuden begrüßen, denn in sehr kurzer Zeit werden diese Damen ebenso anziehend erscheinen, wie ihre natürlich pro­portionierten Schwestern. Die Behandlung verursacht außer­dem nicht die geringste, Unbeauemlichkeit, und die auffallende Besserung im Allgemeinbefinden ist wahrhaft erstaunlich. Dieses neue Mittel zur Behandlung der Fettleibigkeit ist in diesem Lande noch nicht gut bekannt, aber irgend ein Apo­theker oder Drogist rann „Boranium-Beeren" in einigen Stunden für Sie beichaifen, wenn Sie ihn darum ersuchen. Aus eine Dauer von 2 Monaten verteilt, rechnet man, daß jede ge­nossene Beere 30 Gramm Fett aus dem Körper ausscheidet.

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