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Nr. II»« SavStag, V. Marz 1914.

Aufreizung einer öffentlichen Meinung, die sich schon an sich wenig beherrscht, ist ein gefährliches Spiel, bei dem man weiter mithineingerissen werden kann, als man gehen wollte.

Eine deutsch-italienische Fürstenbegegnung.

8. Berlin, 7. März. (Eig. Drahtbericht) Wie wir be- ftätigen können, ist eine Zusammenkunft mit Kaiser Wilhelm H. und König Viktor Emanuel in Aussicht genom­men. Es wird wahrscheinlich nicht nur der italienische Ministerpräsident, sondern auch Herr v. Bechmann-Hollweg der Zusammenkunft beiwohnen, die dadurch den Stempel eines politischen Ereignisses tragen würde.

Zum Tode des Kardinals v. Kopp. wb. Breslau, 7. März. Aus Anlaß des Ablebens des Fürstbischofs Dr. v. Kopp sind Beileidstelegramme vom Kronprinzenpaar und vom Reichskanzler eingetroffen.

Eine Informationsreise des englischen Nnterrichtsministers nach Deutschland.

wb. London, 7. März. Nach einer Meldung der „Times" .'egibt sich der englische Unterrichtsminister heute nach Deutschland, um das deutsche System der Fortbil­dungsschulen, der technischen und der höheren Lehranstalten kennen zu lernen.

Asyuiths bevorstehende Erklärung zur Ulsterfrage.

A London, 7. März. (Eig. Drahtbericht) Der für Mon­tag zu erwartenden Erklärung des Premierministers Asquith über die Lösung der Ulsterfrage sieht man mit wachsender Spannung entgegen. Seine Vermittlungsvorschläge werden die letzte Möglichkeit einer friedlichen Lösung des Homeruleproblems bieten.

Die „Straschnrg" in Buenos Aires, wb. Buenos Aires, 7. März. Der deutsche Kreuzer „S t r a ß b u r g" ist hier eingetroffen. Der Vizepräsident de la Plaza empfing den Konteradmiral v. Rebeur- P a s ch w i tz und die Offiziere des deutschen Geschwaders, die vom deutschen Gesandten vorgestellt wurden. — Zu Ehren der Offiziere des deutschen Geschwaders fand gestern ein vom Marineminister veranstaltetes Festmahl statt, an dem der Kriegsminister, der Minister des Äußern, der deutsche Gesandte und viele andere hervorragende Persönlichkeiten teilnahmen.

Der Tag der Ankunft in Durazzo. wb. Durazzo, 7. März. Ein Funkentelegramm be­sagt, daß das Fürstenpaar von Albanien heute nach­mittag gegen 3 Uhr hier eintrifft.

Die österreichische Presse zur Thronbesteigung in Albanien.

wb. Wien, 7. März. Die Blätter begrüßen anläß­lich der Ankunft des Fürsten von Albanien in Durazzo, die heute erfolgt, den Fürsten und das alba­nische Volk mit großer Herzlichkeit. Sie sprechen die Überzeugung aus, daß Fürst und Volk sich des Ver­trauens der Großmächte würdig erweisen und Albanien einer glücklichen Zukunft entgegenführen würden. Daß sich Österreich-Ungarn mit der engverbündeten Adriamacht eins wisse, gereiche der Monarchie zur besonderen Genugtuung.

WiKSbiLdSKSV ÜÜgtgMfttt* Abend-Ausgabe, 1. Blatt. Gerte 5.

Zur Reichstagsanflösung in Schweden, wb. Stockholm, 7. März. Der Wahrspruch, mit dem König Gustav seine Erklärung anläßlich der Reichs- t a g s a u f l ö s u n g schließt, heißt richtig: Mit

dem Volke für das Vaterland. (Nicht mit Gott für das Vaterland.)

Die neuen rnmänischcn Kammerpräsidenten, wb. Bukarest, 7. März. Die Kammer wählte P h e r - k yd e, der Senat Basil M i s s i r zum Präsidenten.

Der frühere rumänische Minister Carp st. wb. Bukarest, 7. März. Anton Carp, Gouverneur der Nationalbank und früherer Minister, ist gestorben.

Die Aufhebung der Bevorzugung der amerikanischen Schiffahrt im Panamakanal, wb. Washington, 7. März. Die Mitglieder des Senats und des Repräsentantenhauses, die für die Aus­hebung der Gebührenfreiheit amerikanischer Küsten­schiffe in Panamakanal sind, erklärten, durch Umfrage festgestellt zu haben, daß in beiden Häusern die Mehrheit bereit ist, für die unverzügliche Auf­hebung der betr. Klausel zu stimmen.

Blockhäuser und Stacheldraht zum Schutze der mexikanischen Eisenbahnen.

wb. London, 7. März. Die „Times" melden aus Mexiko: Präsident Huerta hat auswärtigen Jounalisten mitgeteilt, daß 6 Millionen Pesos zur Errichtung von Blockhäusern und Stacheldrahtgehegen von der Art, wie sie im Burenkrieg benutzt wurden, aufgewendet werden sollen, um die Eisen­bahnen zu schützen.

Das Befinden des argentinischen Präsidenten Pena. wb. Buenos Aires, 7. März. Das Befinden des Präsi­denten Saenz Pena ist besorgniserregend. Der Kranke nimmt nur wenig Nahrung zu sich. Die Ärzte fürchten für sein Leben, falls Komplikationen hinzutreten sollten.

Folgen der südafrikanischen Arbeiterdeportation.

R. Johannesburg, 7. März. Nach Privatmeldungen aus London haben die Transportarbeiter, die Arbeiter in der Wollindustrie und die Gewerkschaft der Dock­arbeiter auf einer Konferenz in London sich auf den Beschluß geeinigt, als Protest gegen die Jndemnitäts- b i l l sich zu weigern, sich mit südafrikanischen Einfuhr- und Ausfuhrgütern zu befassen. Ferner wird mitgeteilt, daß ein Meinungsaustausch mit dem internationalen Gewerkschafts­verband in Berlin stattgefunden hat.

Der australische Flcischerstreik beendet.

R. Sydney, 7. März. Der Streik im Fleischergewerbe ist beigelegt, Die Arbeiter kehren im wesentlichen zu den alten Bedingungen zur Arbeit zurück. Ihre Forderungen werden an das Einigungsamt verwiesen, und die Gewerkschaf­ten verpflichten sich, in Zukunft das E i n i g u n g s - a m t anzurufen, ohne die" Arbeit einzustellen.

wb. Stuttgart, 7. März. Der OverAeremonienmeiister Baron Bruessele - S ch a u b e ck ist im Alter von 60 Jahren gestorben.

cs Wismar» 7. März. (Eig. DrahWevicht) Der Senator Wilde, der in den bekannten Kommunalkonflikt ver­wickelt ist, wurde erschossen aufgefunden. Der Selbstmord des

stimmte Vermutung vorliegt, daß der Selbstmord im Zu, sammenhang mit dem erwähnten Konflikt geschehen ist.

Wetterberichte.

Deutsche Seewarte Hamburg.

S* März« 8 Uhr vormittags«

3— sehr leicht, 2 — leicht, 3 = schwach, 4 “ iwäss'g 1 , 5 — frisch, $ =stft*fc« 7= steif, 8 = stürmisch, 9 = Sturm, 10 — starker Sturm.

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Hannover . .

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Berlin.

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753,5 NW 8

4- 9

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bedeckt

+ 9

Seyditfjord.

765,6!

- 8

Monats-Uebersichten der Meteorologischen Beobachtungsstation zu Wiesbaden

v. Monat Februar 1914. (Mitgeteilt von dem Stationsvorstand Ed. L a m p 9 .)

Luftdruck.

Lufttemperatur.

Mittel.

Max.

jD&tum.

Min.

ß

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7m.

Co

2n.

CO

9 a. Co

Mittel.

Co

Mittl.

Max.

Co

Mittl.

Min.

C°

Absol.

Max.

CO

E

Absol. g Min. i 2 0° jp

751,6 | 763,6 | 1.

728,2

22J

0.51 5,6

2.4

2,7

6,3

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11,3

16.

-7,7 f »

7m.

2n.

9 a.

Mittel.

7 m. 2 n.

°/o I «/»

Mittel

0/0

7 m.

2n.

9 a.

Mittel.

Sa.

Max. in p

24 Stdn.

4,4 4,9

2,8

4.7

90,4171,6 86,3 82,7

8,6 5,9 4,2

6.2

44,8 13,7 |22.

Zahl der Tage mit

6

SB B

K°

Zahl der

a t» s $

3 dv ■ü * «Eh

Zahl der

Wind-Beobachtungen mit

F1«:= *!£■

11-

11 3| 1-

13 -

10 — 12138 9 4 8 7 2 l| 3

Beobachtungen in Wiesbaden

?on der Wetterstation des Nass. Vereins für Naturkunde.

8 Mär*

1 Uhr I 2 Uhr

morcrensj nachm.

9 Uhr

abends.

Mittel.

Barometer auf 0° und Normalschwer©

738,5

738,0

737.6

738.0

Barometer auf dem Meeresspiegel . .

748.6

748,0

717,6

743.1

Thermometer (Celsius).. • • •

9,9

12,9

11,4

11,4

Dunstspannunjf (mm)..

7,4

6.8

6.9

7,0

Relative Feuchtigkeit (»/•) .«••••••

Wiad-Bichtnng und -Stärk©

83

SW3

59 SW 4

69 SW 4

70,0

Niederflcfelagshihe (mm).. ...

10,5

—

0,0

—

Höchste Temperatur (Celsius) 13,3.

Niedrifste Temperatur 8,7.

Wettervoraussage für Sonntag, 8. März 1914,

von der Meteorologischen Abteilung des Physikal. Vereins zu Frankfurt a.M.

Unbeständig, wechselnde Bewölkung, zeitweise Regenschauer kühler, nordwestliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 7. Märe:

Biehrich. legal: 2,65 m gegen 2,90 m am gestrigen Vormittag Cauh. „ 2,91 m „ 2,37 m „ „ „

Mainz. „ 1.88 m „ 1L4 m „ „ „

Handelsteil.

Berliner Börse.

$ Berlin, 7. März. (Eig. Drahtbericht) Die hier gehandelten amerikanischen Papiere gingen ganz erheblich im Kurse zurück. Kanada verloren 1*/* Proz., Baltimöre 3Vs Proz. Der Montanimaikt litt unter den gestrigen Düsseldorfer Preis­ermäßigungen. Stärkere Einbußen erlitten aber nur einzelne Werte. Sonst bot der Abschluß der G e 1Ls enki c h e n e r Bergwerk A.-G. ein Gegengewicht (vergl. Meldung ,n d r heu­tigen Morgen-Ausgabe). Gelsenkirchen zagen bei Beginn um Vs Proz. an und stellten sich im weiteren Verlaufe noch um 1 k Proz. höher, was nicht ohne Einwirkung auf aas gesamte Kursniveau blieb, ohne daß aber eine nachhaitige^Bessening der Stimmung verbunden war. Elektrowerte und bawi n,- wie Banken und Verkehrswerte ließen bei

aktien, ebenso

Kursveränderumgen

ruhigerem Geschäft meist nur geringe kennen. Ein gutes, Aussehen zeigte der itemem*««»-"" --- Reichsanleihe sowie 1902er Russen und Türkenilose lagen es Tätliches Geld ca. 3Va Proz. Sätze dier Seehandlung unverändert. Privatdiskont 3Vs, bezw. ßVa Proz. (wie gestern) , „

Frankfurter Börse.

- Frankfurt a. M., 7. März. (Eig. Drahtbericht) _ Die

heutige Börse machte zunächst keinen freundlichen Eindruck, da die Spekulation sich durch die scaarfe Er­mattung New Yorks zur Zurückhaltung veranlaßt sah. Amerikanische Bahnen lagen größtenteils schwächer. Was me übriger Transportwerte betrifft, so zeigten Sehantungbahnen behauptete Tendenz. Schiffahrtswerte ruhig und mäßig, schwacher. Im Gegensatz mit der sonstigen Haltung Ständen einige Montanwerte im Vordergrund des Interesses. ^ Im An­schluß an den günstigen Geschäftsbericht der Gelsenkirchener Bergbau-A.-G. machte sich etwas lebhafteres Geschäft auf dem Monianmarkte bemerkbar. Das Geschäft in Banken war gering­fügig Österreichische Banken behauptet- Am Kässaioarkt der Rentenwerte sind heimische Anleihen behauptet. Österreich- Ungarn still, Russen unverändert. Mexikaner neigten zur Ab­schwächung. Dividendenwerte des Kassamarfctes ließen nur geringen Geschäftsverkehr erkennen. Im weiteren Verlaufe be­schränkten sich die Umsätze auf einige Papiere. Die Tendenz war lustlos. Der Schluß der Börse war still. Privat- diskont 3 7 /is Proz- (gestern 3 5 /s Proz.).

Banken und Geldmarkt.

-- 4*/spro*, steuerfreie Anleihe von 1914 der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Im Anzeigenteil findet sich die Zeich- nungseinladunig auf die neue UAproz. Anleihe der Stadt Buda­pest abgedruckt. Von dem Gesamtbeträge der Anieilie in Höhe von 158 Millionen Kronen (worüber wir bereits früher berich­teten) hat. ein internationales Bankenkonsortiuim 150 Mül. Kr. übernommen. Dem Konsortium gehören an in Deutschland 1 die Dresdner Bank, die Bank für Handel und Industrie und die Commerz- und Discontobank in Berlin, die Deutsche Effekten und Wechselhank in Frankfurt a. M. u. a. Von der Anleihe werden 24 MM. Kr. gleich 1 Mill. Lstrl. in London und die restlidhen 126 Milionen in Deutschland, Ungarn, Belgien, Holland und der Schweiz zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. In Deutschland findet die Zeichnung bei den sämt­lichen Niederlassungen der vorgenannten deutschen Banken am Donnerstag, den 12. Marz 1914, zum Kurse von 8 9 Proz statt. Die Abnahme der Stücke kann vom 216. er. ab erfolgen. Bei der Zuweisung werden Zeichnungen mit

Sperrverpflichtunig vorzugsweise berücksichtigt weiden. Bei Beträgen von über 10 200 M. müssen 20 Proz. des Nennbetrages am 26. März, 50 Proz. am 27. April und 30 Proz. am 25. Miai abgenommen werden. Die Zinsscheine der Anleihe lauten per 2. Januar und 1. Juli. Der erste Zins schein ist am 1. Juli 1914 fällig. Die Tilgung der Anleihe erfolgt in regelmäßiger halb­jährlicher Auslosung in 50 Jahren zum Nennwerte. Die erste Verlosung findet bereits per 1. Juli 1914 statt. Die Stücke der Anleihe lauten auf 408 M., 3040 M. und 4080 M. bezw. auf die entsprechenden Beträge in Kronen, LsM., Franken und hollän­dischen Fl. Bis zur Fertigstellung der definitiven Stücke wer­den Interirmsscheme ausgegeben. Die Anleihe ist von allen gegenwärtigen und 1 zukünftigen ungarischen Steuern befreit und in Ungarn rrfündelsicher. Die Stadt Budapest hät ein sehr großes eigenes Vermögen, welches Ende 1912 mit 645 Milt. Kr. ausgewiesen wird. Die Gdsamtsohulden der Stadt Budapest betrugen Ende M13 276 MAI. Kr. fundierte und 82 Mtl. Kr. schwebende Schulden. Von den letzteren werdten nahezu drei Viertel aus dem Erlös der gegenwärtigen Anleihe zurückige- zajhlt.^ Im übrigen dient der gesamte Erlös der Anleihe ebenso wie die zurückziuzaMenlden schwebenden Schulden für wirt­schaftliche Investitionen (Elektrizitätswerke, Gaswerke, elek­trische Bahnen, Schlachthäuser wsw.). Da der gesamte Betrag eer Anleihe nach dem Umtausch der Interimssdheine außer an den deutschen Börsfo in London, Brüssel, Amsterdam, Basel, Genf, Zückest und) Budapest lieferbar sein wird, so erhält das deutsche Publikum in der vorliegenden Anleihe ein außer­ordentlich marktgängiges, international lieferbares Papier. Die Zulassung an der Berliner Börse ist bereits beantragt ui» dürfte binnen wenigen Tagen erfolgen. Berücksichtigt man, daß die Anleihe zu pari rückzahlbar ist, so liegt hierin eine Auslosungsehance von 11 Proz. gegenüber dem Bmissjionskurs von 89 Proz. Mit Rücksicht auf diese Auslosungschance und auf die ■P/sproz. Verzinsung, welche die aus dem Papier sich ergebende Rente auf über 5 Prcz. bringt, dürfte der Emissions­kurs von 89 Praz. als billig zu bezeichnen sein. j n VV i e s - ha d e n nehmen Zeichnungen entgegen: Dresdner Bank, Geschäftsstelle Wiesbaden, Bank für Handel und In­dustrie, Niederlassung Wiesbaden (vorm. Martin Wiener), m Biebrich: Bank für Handel und Industrie, Depositen- kässe Biebrich a. Rh.

w. SSddentsche Disconto-Gesellschaft. Mannheim, <■ März. (Eig. Drahtbericht) In der heutigen Sitzung des Auf- srohtsrats der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft wurde be­schlossen, der Generalversainmlung eine Dividende von 6 Proz., wie im Vorjahre, vorzuschlagen.

* Der Schlesische Bankverein, der der Deutschen Bank uahesteht, weist einen Reingewinn, von 5 112 526 M. (4 864 162 M.) aus, woraus wieder 7vs Proz. Dividende, dies­mal auf das volle Kapital von 50 MAI. M., vorgeschlagen werden

w. Eankeuinsio» in Schweden. Stockholm, 6. März. Zwischen den Direktionen der Stockholms Handelsbank und der Bank-A.-G. Norra Sverrige ist ein Übereinkommen dahin getroffen worden, daß letztere mit Wirkung ab i, Januar 1914 die Führung ihrer Geschäfte der Stockholm« Handelsbank überläßt.

w. Aaglo-Österreichische Bank. Wien, 6. März. In der

heutigen Sitzung des Generalrats der Angio-österreichischen Bank wurde dter Rechnungsabschluß für dias Jahr 1913 vorge­legt, der einen Bruttogewinn von 25 585 482 Kr. gegen 23 214 759 Kronen im Vorjahr und einen R e i n g s w i n n von 13 027 6H4 Kronen gegen 12 701; 124 Kronen im Vorjahr aufweist. Der Generalversammlung wird vorgeschlagen werden, eine Divi­

dende von 20 Kr. (wie i. V.) zu verteilen. Dem ordentlichen Reservefonds sollen 1 Mill. Kr. (1 Mill. Kr.) und' dem außer­ordentlichen Reservefonds zur freien Verfügung der General­versammlung 2 Mill. Kr. (2 Mill. Kr.) zuigelührt weiden. Auf neue Rechnung werden 741) 470 Kr. (502 470 Kr.) vorgetragen. Außerdem wird der Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals auf 120 Mil. Kr. vorgescWagen

* Eisen- und Stahlwerk Hoesch. Wie aus Köln berichtet wird, beabswbifigt die Verwaltung, neue Obligationen aussu- geiien,

Industrie und Handel.

w. Deutsche Steinzeugwareniaferik, A.-G. Friedrichs- feld, 7, März. Der Aufsiclitsrat der Deutschen Steinzeug- warenfabrik für Kanalisation und chemische Industrie schlägt der Generalversammlung che Verteilung einer Dividende von .16 Proz. (wie i. V.) vor.

w. Die Roheisenerzeugung in Deutschland und Luxemburg

betrug während des Monats Februar 1914 insgesamt 1445 511 Tonnen, gegen 1566 505 Tonnen im Januar d. J. und 1493 77 Tennen im Febr. 1913. Die Erzeugung während der Monate Januar bis Februar 1914 stellte sich auf 3 012016 Tonnen gegen 3 105 222 Tonnen in dem gleichen Zeitausschnitt des Vorjahres.

* Faber u. Schleicher, A.-G. in Oifenbach. Die General­versammlung genehmigte die mit 4 Proz. in Vorschlag gebrachte Dividende.

w. Ein Millianeukonkuis in der Hoizbranche, Die Holz­firma Heim. Dyck in Bromberg ist in Konkurs geraten, über 1 Mill. M. sollen die Passiven betragen, die, Aktiven höchstens 170 000 M.

* Die Gesellschaft für Lindes Eismaschinen in Wiesbaden

wird für (1913 wieder eine Dividende von 9 Proz. in Vorschlag bringen

Verkehrswesen.

* Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft, A^G. in

Berlin. Die Bilanz für [1913 ergibt einen Gewinn von 1064 281 Mark (i. V. 936 011 M.), aus dem nie Verteilung einer . Divi­dende von 8 Proz. (7 Proz.) yorgescblagen wird.

w. Drei brasilianische Eisenbahngesellschalten insolvent Rio de Janeiro, 6. März. „Journal dio Gormnerciö“ meldet, daß drei Eilsenbahngesellschaften in Dourado, Araquara und Sao Paulo (Goyaz) bankerott gemacht haben. Die Passiven belaufen sich auf etwa 80 000 Kontos, die größtenteils dem Aus­land geschuldet würden.

k überseeische Auswanderung. Über Hamßurg wan-

derten im lebruar aus 7362 Personen gegen 12644 im Vorjahr. Seit 1. Januar beträgt. die Auswanderungszüfer 14 162 gegen 19 7C0 im Vorjahre. — Die Auswanderung über Bremen betrug im Februar 11672 Personen gegen 13 931 bezw. 10180 in den beidten Vorjahren und im Januar sowie Februar 21336 Personen gegen 22 249 bezw. 17 141.

Die Abenö-Ausgabe umfaßt 14 Seiten und die Verlagsbeilage „Der Landbote".

Chefredalteur: A. Heg-rh»rft.

Verantwortlich sür den xoittüchen Teil: A. He-erbork! < üt Feuilleton »• «. Nauendorf; sür Aus Stadt und Land: C.Nütderdt: für Kerichtss-al:

D- Diesenbach: für Sport und Spiel: S5. Güntper: für Vermischtet und Brieftasten: C. Losacker; für Handel: W. Etz: für die Anzei^n uud . Reklamen: H. Dornaus: sämikich in Wiesbade».

Druck und Verlag der L. Echellenbcrgichen Hof-Buchdruekerec in Wiesbaden.

Sprechstunde der RedaMon: 12 pjz I Uhr: in »er »»kitischen Abteilung »»n 10 bis 51 Ilbr