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Seite 2 , _ Abend-Ausgabe, 1. Blatt. WröslkKdSMV TagölM.

griffe und Verdächtigungen, die gegen Elsaß-Lothringen

und seine Bewohner erfolgen, geziemend zurückzu- weisen und richtigzustellen; 2. in erforderlichen Fällen die strafrechtliche Verfolgung derjenigen in die Wege zu leiten, die einen Widerruf der von ihnen ausgestreuten un­richtigen Behauptungen und Beleidigungen verweigern. Mit­glied kann jeder Reichsangehörige werden ohne Unterschied des Geschlechts. Die konstituierende Versammlung findet nächste Woche statt.

* Die Aufwandsentschädigung für Familien mit mehr als drei dienstpflichtigen Söhnen werden nach einem Reichstags­beschluß jährlich je 240 M. während der gesetzlichen Dienstzeit betragen. Der Etat für 1614 sieht zu diesem Zweck 480 000 Mark vor. Für die Gewährung der Aufwandsentschädigunaen sind Ausführungsbestimmungen erforderlich. Man darf an­nehmen, daß der Bundesrat die Vorlage in kurzer Zeit ver­abschieden wird, da die Entschädigungen bereits vom 1. April dieses Jahres ab gezahlt werden sollen.

* Bayern und die französische Fremdenlegion. Die „Bayerische Staatszeitung" nimmt offiziös zu den Aus­lassungen des Pariser „Matin" über „Bayern und die fran. zösische Fremdenlegion" Stellung und verweist hierbei auf die bereits früher gemachte Feststellung der bayerischen Staats­regierung, daß die Beschuldigungen, der französische Konsul m München habe mit Agenten der Fremdenlegion in Ver­bindung gestanden, vollkommen haltlos sind.

* Verbot des Durchgangsverkehrs von holländischem Vieh.

Der deutsche Gesandte im Haag hat der holländischen Regie­rung mitgeteilt, daß die preußische Regierung wegen der in Holland verzeichnten Fälle von Maul- und Klauen­seuche den Durchgangsverkehr von holländischem Vieh durch Deutschland vorläufig verboten hat.

* Nene Ankäufe der Ansiedelungskommrffion in der Ost­mark. Der Landwirt Mielcusznh verkaufte in Duschno lein 204 Morgen großes Besitztum für 100 000 M. an die Ansied­lungskommission.

* Die Neichstagsersatzwahl in Braunsberg. Die Reichs-

tagsevsatzwahl im Wahlkreise Braunsberg-Heilsberg findet am 24. April statt. “ 1

parlamentarische«.

Südwestafrika in der Budgetkommission des Reichstags. Ein Zentrumsmitglied empfahl in der gestrigen Sitzung der Kommission nochmals den Antrag, 9 Millionen ans den Über­schüssen von 1913 zur Verminderung des Reichszuschusses zu verwenden. Der Staatssekretär wies darauf hin, wie der Gouverneur noch im Jahre 1910 gerade den Vorwurf abge­wehrt habe, als ob die Verwaltung die Diamanteneinnahmen für das Reich verwenden will. Diese Einnahmen sind nicht dauernd, sondern es handelt sich dabei um die Aufzehruno eines Kapitals, das dem Schutzgebiet gehört. Ein fortschritt­licher Redner erklärte es für kleinlich, wenn man die Erträg- mffe dxs Schutzgebiets zur Deckung eines Reichsdefizits ver­wendete. Es kann sich nur darum handeln, so viel zur Ab- nnnderung des Zuschusses zu verwenden, als man als dauern­den Überschuß ansehen kann, das ist etwa so viel wie der Be­trag, der für 1914 als Beitrag des Schutzgebietes zu den mili­tärischen Lasten in Betracht kommt. Der Staatssekretär stimmte dieser Anregung zu. Das fortschrittliche Mitglied gab seinem Antrag die Fassung: Für 1913 ist ebenso viel an dem Reichszuschuß zu streichen, wie es für 1914 in dem Etat vorgesehen ist. Ein Zentrumsredner bestritt das Anrecht des Schutzgebietes auf die Diamanteneinnahmen, da das Reich auch die Fehlbeträge des Schutzgebietes decken muß. Sein Antrag widerspreche der soliden Finanzgebarung nicht, de^n man rechne noch auf 12 Jahre mit Diamanten­ertragen. Der Staatssekretär warnte vor solchem Opff- mismus. Die Betriebskosten der Diamantengewinnung wachsen, während die Einkünfte zurückgehen werden. Di» Abstimmung wurde ausgesetzt. Die Forderung von 300 000 Mark für die Gründung der Halbscheidgesellschaft zur Er­forschung des Diamantensperrgebietes wird bewilligt. Die Kommission ging dann zur Beratung des Hauptetats für ^üdwestafrika über. Ein sozialdemokratischer Antrag auf Vermehrung der Zahl der Eingeborenenkommiffare wurde angenommen. Dann wurde bessere Fürsorge für die Busch­leute angeregt, um diese seßhaft zu machen.

Die Sonntagsruhekommission des Reichstags erledigte gestern die Beratung der Sonntagsruhe für die B e d ü r f - nisgewerbe und nahm unter Ablehnung der übrigen An­

träge folgenden Antrag unter großer Mehrheit (16 Stimmen) an: In allen Gemeinden ist für offene Verkaufsstellen, in denen lediglich Back- und Konditorwaren feilgehalten werden, eine Beschäftigung bis zu 6 Stunden, in öffentlichen Ver­kaufsstellen,^ in denen lediglich Milch und Molkereierzeugnisse, Fische, Fleisch und Fleischwaren feilgehalten werden, eine Be­schäftigung bis zu 3 Stunden an Sonn- und Feiertagen zu­lässig. Die hohe Verwaltungsbehörde kann, abgesehen von den vorgenannten Verkaufsstellen, in Gemeinden mit über 76 000 Einwohnern für solche Gewerbezweige, deren vollstän­dige oder teilweise Ausübung an Sonn- und Festtagen zur Befriedigung täglicher oder an diesen Tagen besonders hervor­tretender Bedürfnisse der Bevölkerung erforderlich ist, Aus­nahmen von der Sonntagsruhe bis zu 2 Stunden, die un­unterbrochen sein müssen und nicht über 1 Uhr hinausgehen dürfen, gestatten. Die Aussprache wandte sich dann der Frage der hohen Festtage zu. Hierzu wurde beschlossen, daß am ersten Weihnachts-, Oster- und Pfingsttag sowie am Kar- ■ freitag und Fronleichnamstag, so weit diese beiden Tage als Festtage ortsgesetzlich anerkannt sind, Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter überhaupt nicht, am Neujahrstags, am zweiten Weihnachts-, Oster- und Pfingsttag und am Himmelfahrts­tag nur so weit beschäftigt werden dürfen, als Ausnahmen auf Grund behördlicher oder statutarischer Anordnung im Ge­setze zugelassen sind.

Eine Anfrage über bas Arbeitsverhältnis der Straßen­bahner. Die Sozialdemokraten Dr. Quarck und Schu­mann haben im Reichstag folgende Anfrage eingebracht: Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß eine den mehrfach ausgesprochenen Wünschen des Reichstags widersprechende und einseitige^ Regelung der Arbeitsverhältnisse der Straßen­bahner, bei der außerdem lediglich die Unternehmer, nicht aber die Angestellten zur Vorberatung zugezogen wurden, vor kurzem mit Gültigkeit vom 1. April 1914 ab für Preußen allein vorgenommen worden ist? Was gedenkt der Herr Reichs­kanzler zu tun, um eine der einheitlichen Entwicklung der Straßenbahnen im Reich entsprechende einheitliche Regelung der Dienstvorschriften für Straßenbahner herbeizuführen und die Zuziehung der Angestellten und ihrer Verbände neben der­jenigen der Unternehmer für die Vorberatung solcher Vor­schriften zu sichern?

Die Untcrrichtskommisfion des Abgeordnetenhauses be­riet am Mittwochabend Petitionen. Zur Erwägung wurde eine Petition, betreffend Erweiterung der Rechte der außer­ordentlichen Professoren, überwiesen, nachdem ein Regierungs- Vertreter auf das Entgegenkommen des Kultusministers gegenüber den Wünschen der Extraordinarien hingewiesen hatte.

Heer und Flotts.

Der Kaiser in Wilhelmshaven. Der Kaiser verließ gestern um 6 Uhr nachmittags das Linienschiff „Deutsch­land" und fuhr im Automobil nach dem Fort Rüstersiel, von wo er einen Spaziergang am Deich machte. Um 61 /, Uhr kehrte er an Bord der „Deutschland" zurück, die inzwischen in der Schleuse festgemacht hatte und in der Nacht nach Helgo­land in See gehen soll. (Bergt. „Letzte Drahtberichte".)

Äeutsche Schutzgebiete.

Eine Strafexpedition auf Bougainville. Berlin, 5. März. Das Landungskorps S. M. S. „Cormoran" führte, wie auf sunkentelegraphischem Wege gemeldet wird, mit dem Stations­leiter und der Polizeitrnppe von Kreta auf der Bougainville- Jnsel eine sechstägige Expedition nach dem südwestlichen Teile der Insel als Demonstration und gleichzeitig als Strafexpe­dition aus. Eine Stammesfehde der Eingeborenen wurde dabei unterdrückt. Die Haltung der Truppen war vorzüglich.

KuZlanī

Österreich-Ungarn.

Der österreichische Ministerpräsident zur inner- politischen Lage. Wien, 5. März. In der heutigen Seniorenkonferenz betonte der Ministerpräsident, die Verabschiedung der Wehr Vorlage sei eine uner­läßliche Notwendigkeit. Ihre Erledigung sei ein Maß­lab für die Beurteilung der Leistungsfähig­keit des Hauses. Der Ministerpräsident hob noch die Bedeutung der K r e d i t v o r I a g e zur Linderung der

Freitag, 6. März 1914. Nr. 11«.

Wirtschaftskrise hervor, die glücklicherweise allmählich einer Besserung entgegengehe, sowie die Wichtigkeit der bosnischen Vorlage und der Lokalbahnvorlage. Die Regierung strebe nach wie vor auf dem e i n ge­schlagenen Wege die Lösung der Ausgleichs­frag e mit Böhmen an.

Eine stürmische Eröffnungssitzung des österreichi­schen Abgeordnetenhauses. Wien, 6. März. Das Ab­geordnetenhaus bot in der heutigen Eröffnungssitzung der neuen Session genau dasselbe Bild wie vor der Vertagung, tschechische Obstruktion und völlige Rat­losigkeit der Parteien. Gleich zu Beginn der Sitzung sprachen drei tschechische Redner zur neuen Ge­schäftsverhandlung, so daß von einem Eingehen in die Tagesordnung keine Rede sein konnte. Der Präsident Dr. Sylvestre, der die Geschäftsordnung dies­mal etwas schärfer handhabte, hat sämtlichen drei Rednern das W o r t e n t z o g e n. Da der Krawall bei den Tschechen nach jeder Wortentziehung einen progressiven Charakter zeigte, wurde die Sitzung unterbrochen und es trat die Obmänner-Konse- renz zusammen, um M beschließen, was weiter ge­schehen solle. Wie es heißt, wurde der Beschluß gefaßt, das Abgeordnetenhaus aus acht Tage zu vertagen.

Der drohende Paragraph 14. Wien, 6. März. Die „Neue Freie Presse" meldet: Wie aus informierten parlamentarischen Kreisen verlautet, stellt die Regierung, falls sie durch die parlamentarische Situation zu einer neuerlichen Vertagung des Hauses gezwungen werden sollte, die Beschaffung der erforderlichen Geld­mittel im Wege des Paragraphen 14 sicher. In der betreffenden kaiserlichen Verordnung dürfte die Regie­rung ermächtig werden, eine schwebende Schuld aufzu- nehmcn, und zwar sollen langfristige Schatz­scheine ausgegeben werden. Diese Maßnahme wird frühe st e n s nach Ostern verwirklicht..

Frankreich.

Poincarä bei dem Verein für Französisch-Asieu. Paris, 6. März. Bei einem Bankett des Vereins für Französisch-Asien hielt Präsident P o i n c a r 6 eine Rede, in der er u. a. sagte, der Verein beschränke seine Tätigkeit nicht bloß auf die Frankreich ge­hörigen asiatischen Gebiete, er habe auch gemeinsam mit der französischen Diplomatie dafür gewirkt, daß im Orient endlich eine Ära des Friedens und der Arbeit beginne, daß Frankreich in KI e i n a s i e n an der - Seite der anderen großen europäischen Nationen den­jenigen Anteil an den wirtschaftlichen Vorteilen erhalte, auf welchen es kraft seiner materiellen und moralischen Interessen sowie seiner Überlieferungen ein Recht habe.

Eine irrtümliche Mobilmachung. Paris, 5. März. Die Reservisten der Gegend von M o n t b 61 i a r d erhielten vor einigen Tagen Mobilmachungsbefehle, denen sie sofort nachkamen. In B e l f o r t, wo die Reservisten am späten Nachmittag eintrafen, wurde je­doch festgestellt, daß es sich um einen Irrtum han­delte. Den Reservisten wurde die Order erteilt, h e i m- zukehren. Die Untersuchung hat ergeben, daß ein Postbeamter der Urheber dieser irrtümlichen Mobilisierung war. Er hatte aus Versehen einen für die Militärbehörde bestimmten Briefsack geöffnet und die darin enthaltenen Mobilmachungsbefehle den Reservisten zugestellt. — Paris, 6. März. Wie eine Note des Kricgsministeriums erklärt, ist die irrtümliche Mobilisierung der Reservisten von Montbäliard dadurch entstanden, daß der Umschlag,' der die Mobilisierungs­befehle enthielt, Zerriß. Dadurch seien dann die­selben unter die anderen Briefschaften ge­raten und irrtümlich zugestellt worden.

Zum Spionagefall in Cherbourg. 'Cherbourg 6. März. Die Untersuchung in der Spionageangelegen.' heit in Cherbourg wird in größter Heimlichkeit geführt. Es ist jetzt Wester bekannt geworben, daß der richtige Name der Verhafteten Eva Hornetter lautet. Alle an sie aus Deutschland gerichteten Briese wurden zunächst an erne Mittelsperson in Nancy ge-

Feuilleton.

Konxerk.

In seinem Eigenheim, der „Wartburg", gab gestern der „Wiesbadener Männergesang - Verein" das 2. Vereinskonzert dieser Saison. Auf dem stufenweis an­steigenden Podium kann sich der Chor — wohl an hundert Sänger — zweckdienlich ausbreiten, der Ton frei und unbe­hindert entfalten: im vollen Fortissimo erscheint er bei der klaren Akustik des Saales fast allzu dröhnend und wuchtig. Im übrigen war es gerade wieder das saftige Kolorit, die Verschiedenartigkeit der dynamischen Farben, die kluge Ver­teilung von Licht und Schatten, was olles den Vorträgen dieses Vereins seinen ganz eigenen Reiz verleiht. Gesänge, wie „Der Trompeter an der Katzbach" von M. Neumann oder „Totenvolk" von F. Hegar, erfuhren dadurch eine förmlich greifbare Belebung. Was für tüchtige Einzelkräfte im Ver­ein tätig sind, bewiesen die gestern zu solistischem Eintreten berufenen Herrn Gerhard (Bariton) und Arnold (Tenor), und ich meine, alles in allem, den Chor selten so frisch und herz­haft haben singen hören wie gestern. Sehr guten Eindruck hintcrließ da auch das „Salve Regina" von Schubert: vor­nehmlich m den zarter gehaltenen Partien erfreute die Klar­heit und Durchsichtigkeit des Ensembles. Daß alle musiktech­nischen a}or&eunöungen in ber Wiedergabe der Chöre bis zu einem hohen Grade erfüllt waren, bedarf keiner weiteren Versicherung: steht doch Herr Professor Franz M a n n st a e d t als Chormeister an er ^prtze; und er meisterte auch gestern den Chor mit aller erdenklichen Umsicht und Fürsorge.

Daß der treffliche Künstler an diesem Abend auch als Klaviervirtuos solistisch auftrat, überraschte allgemein. Da Herr Mannstaedt gerade jetzt durch die ausgiebigsten „Parstfal"-Proben in Anspruch genommen ist und daneben doch noch zu „lektionieren und in den verschiedensten Kon­zerten zu „dirigieren", „exekutieren" und „akkompagnieren" hat, so muß' eine solche musikalische Elastizität fast unheim- lich und unbegreiflich erscheinen. Und dabei war er gestern, wie immer, mit voller Freudigkeit und Jugendfrische bei der

Sache! Sein Spiel atmete all jene Geschmeidigkeit und Eleganz, durch die es von jeher ausgezeichnet war. Mendels­sohns formschönes „Fis-Moll-Scherzo" „lag" dem Pianisten besonders gut: er spielte es bei aller gebotenen Fixigkeit in subtiler Ausfeilung. Chopin und Liszt folgten: des ersteren „Des-Dur-Noctürne" und „B-Moll-Scherzo" erfreuten noch besonders — jenes durch die zartfühlende Tonbehandlung, dies durch virtuosen Aplomb. Das Publikum feierte den be­liebten Künstler durch stürmische Beifallsovationen.

Eines großen Erfolges durfte sich auch die Gesangssolistin rühmen: es war Frl. Mary Mora v. Goetz (aus Berlin). Schon die Erscheinung dieser Sängerin — diese königliche Gestalt, hohen schlanken Wuchses, die feingeschnittenen Züge, ore Stirn von lichtem Blondhaar umflossen — müßte jedem Konzertsaal zum Schmuck gereichen: zum Glück singt aber Frl v. Goetz auch ganz so, wie sie aussieht. Ihr schlanker Hochsopran ist von edler Kultur, von hellem Timbre und frischem Klang; licht und — blond. Die Sängerin brachte alte und neue Lieder von Schubert, Brahms, von unserm be­kannten Wiesbadener Herrn Artur Fleischer (sie haben schon fr» her in diesem Blatt rühmende Erwähnung gefunden), von M. Reger und Rich. Strauß, und was sie auch sang — mcm glaubte ihr alles; selbst die einen Moment versagende Nachti­gall in Brahms' „Waldeseinsamkeit". Eine nur anfänalick noch bemerkbare Neigung zum Vibrieren des Tones bei stärkerer Anspannung des Organs konnte den durchaus günstigen Eindruck der Vorträge nicht weiter gefährden- von ganz seltener Schönheit ist besonders die Mezzavoce; ' dies Piano der Kopfstimme; ein Piano von süßestem Schmelz und traumhafter Zartheit! Und so sang sich Mary Mora v. Goetz in die Herzen der Hörer. 0. D.

Nus Kunst und Leben.

Theater und Literatur. In der Nennung des Titels der Komödie van Engen B r i e n x hat sich ein Fehler einge­schlichen. Das Werk heißt richtig: „Der Bürger auf d e m Lan d" und nicht, wie uns irrtümlich angegeben wurde, „Der Bauer auf dem Land".

„Die Mutter, eine Bühnenhanülung in drei Ab­schnitten von Johannes Tralo, gölangte im Bremer- Schauspielhaus zur Uraufführung. Der tiefe Ernst, die ethische Wucht des Werkes sichern ihm einen Ehrenplatz inner, halb unserer modernen Dramatik. Die Aufführung, die der Dichter selbst mizernert hatte, erhielt vielen Beifall.

Ein neues Stück von Bernard Shaw „Die große Katharina", das eine Liebesepffode aus dem Leben der großen Zarin behandelt, wird seine deutsche Uraufführung im Apollo-BarietS in W i e n erleben.

In den Münchener Kammerspielen hatte die Urauf­führung des Revolutionsdramas „Die Wölfe" von Romain R o l l a n o, deutsch bürt Wilhelm Herzog, einen starken Dar­stellungserfolg.

Bildende Kunst und Musik. In Berlin wurde in der großen Wandelhalle des Herrenhauses die unter dem Pro­tektorat des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg stehende A u s ft e r l u n g deutscher Edelsteine und Edel­metalle eröffnet.

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Richard Keßler und Heinrich Stobitzer, Musik von Viktor Holländer, errang im Berliner Residenz- theater euren starken Heiterkeitserfolg.

Franz « ch r e k e r s Oper „Der ferne Klang" hatte vor wenigen Tagen am Hoftheater in München unter Bruno WmrerS befeuernder Leitung einen durchschlagenden Erfolg. ~ er Komponist wurde nach jedem Akte hervorge- jubelt und mußte etwa 30 Hervorrufen Folge leisten. Jnten- dant Baron Franckenstein hat am Tage nach der Premiere das Uraufführungsrecht von Schrekers eben vollendeter Oper „Die Gezeichneten" für die Münchener Hofbühne erworben und wwd das Werk im Frühjahr 1916 herausbringen.

"Kkrngsnr", ein lyrisches Drama in drei Akten, Ge­dicht und Munk von M. R. Chanoine-Davranche, ist erstmalig rrn L-tadttheater zu Nim es mit schönem AchtunaS- erfolg gegeben worden. J

Wissenschaft und Technik. Sir Errieft S h a ck I e t o rt teilt msi, daß mm ;eht einschließlich des Zuschusses der Regierung eine M r t 1 1 o n Mark für die Kosten seiner Expedition zur

Verfügung stehe, ' 6

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