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Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.
WesvaSTUAr TatzlüM.
Sonntag, 1. März 1814.
Nr. löl.
Der Buirdesrat.
wb. Berlin. 28. Febr. In der heutigen Sitzung des Bundesrvts wurde dem Entwurf der dritten Ergänzung des Besoldungsgesetzes zugestimMt.
Neue Verordnungen für die dritte Klasse der Q-Züge.
^ Berlin, 28. Febr. (Eig. Draih-bericht) Die internationale Wageubeistellunigskonferenz, die diese Woche in Berlin tagte, hat sich unter anderen! auch mit der Frage beschäftigt, wie man der Unsitte der Fahrgäste, stundenlang in den Korridoren der Q-Züge umherzuftehen, entgegenwirken könne. Es soll in Zukunft verboten werden und unter Strafe gestellt werden. Ferner soll den Reisenden der dritten Klasse in Zukunft verboten sein, sich in den Wagen erster und zweiter Klasse auszuhalten oder die Toilettenräume dieser Wagen zu benutzen. Infolgedessen dürsten die Reisenden dritter Klasse die Wagen erster und zweiter Klasse in Zukunft nur noch als Durchgang zu dem Speisewagen oder zur Zollrevision benutzen. Das Personal ist angewiesen, mit aller Strenge daraus zu achten, daß diese Bestimmungen durchgesübrt werden.
Die Regelung des Waffentragens.
# Berlin, 28. Febr. (Eig. Drahtbericht) Zur gesetzlichen Regelung des Wrffentragens fand heute im Reichsamt des Innern eine Konferenz statt, zu der die Vertreter der deutschen Waffenindustrie zugezogen waren. Die Interessenten vertraten, wie zu erwarten war, bei Len Verhandlungen den Standpunkt, daß sie einen Waffenerwerbschein für zwecklos erachten, weil bereits jetzt Tausende von Schußwaffen im Publikum verbreitet sind und weil Verbrecher auch immer jemand finden werden, der ihnen eine Waffe besorgen kann.
Die Fortführung der Usambara-Bahn.
wb. Berlin, 28. Febr. Me Budgetkommission des Reichstages bewilligte die zur Fortführung der Uscrmbmm- Bahu vorgesehenen 5 460 OM M. mit der Ermächtigung, den Betrag eventuell auch zur Erwerbung der Sigi-Bahn zu verwenden.
Die Zwischenfälle im Reichsland.
A Straßburg, 28. Febr. (Eig. Drahtbericht) Die elsässische Presse stellt heute die Meldung des „Wolfs- Bureaus" über die Zusammenstöße zwischen Militär und Zivilisten richtig; daraus geht hervor, daß es sich bei diesen Zusammenstößen um ganz gewöhnliche sonntägliche Vorfälle handelt, wie sie sich auch in anderen Garnisonstädten ereignen. Von der alldeutschen Presse werden diese Vorfälle zu einer unerhört scharfen Agitation und Hetze gegen die gesamte Bevölkerung Elsaß-Lochringens ausgeschlachtet, demgegenüber ist festzustellen, daß es zu ernsteren Ausschreitungen, die auf einen Zusammenhang mit Zabern zurückzuführen wären, niemals gekommen ist. Unbestritten ist, daß seit Tagen unter der Bevölkerung eine gewisse Spannung, aber einzig und allein aus der Besorgnis, um die ungestörte kontinuier
liche Entwicklung des Landes, da man fürchtet, daß eine gewissenlose Hetze ihren Zweck erreichen dürste, Elsaß- Lorhringen als Feindesland hinzustellen.
Der Empfang der Atlantischen Division in Rio de Janeiro.
wb. Rio de Janeiro, 28. Febr. Die deutschen Kriegsschiffe fanden allerseits eine begeisterte Aufnahme, eine gute Presse und ein besonders aufmerksames Entgegenkommen von seiten der brasilianischen Marine. Zu dem Empfang war der brasilianische Kreuzer anwesend. In Gegenwart des deutschen Gesandten, des Ministers des Äußern, des Marineministers und deS Admirals und des Kommandanten fand ein offizieller Empfang beim Präsidenten statt, dem der Admiral v. R e b e u r - P o s ch w i tz die Grüße des deutschen Kaisers übermittelte. Am nächsten Tage besichtigten der Präsident und der Marineminister die deutschen Schiffe und frühstückten an Bord. Sie sprachen sich über. alles Gesehene sehr günstig aus. Danach wurden die deutschen Offiziere von dem Präsidenten zur Rekrutenver. eidigung zugezogen. Der Marineminister veranstaltete einen Ausflug gemeinsam mit den brasilianischen Offizieren. Das brasilianische Geschwader war, vom Manöver kommend, zur Begrüßung eingelaufen und ist am Mittwoch mit der Division zusammen ^ausgelaufen, wobei der bereits gemeldete herzliche drahtlose Telegrammwechsel zwischen dem Präsidenten, dem Marineminister und dem deutschen Admiral statt- sand. Die Begeisterung der Deutschen fand in vielen Festen ihren lebhaften Ausdruck.
Ernst Haeckel verzichtet auf den erblichen Adel.
c Jena, 28. Febr. (Eig. Drahtbericht) Ztl seinem 80. Geburtstag^ ist bekanntlich Ernst Haeckel mit einem Orden ausgezeichnet worden, mit dem erblicher Adel verbunden ist, allerdings nur insofern der Dekorierte einen entsprechenden Antrag stellt. In einem Brief erklärt Professor Haeckel, daß er „natürlich" diesen Antrag nicht stellen werde, eingedenk seines Großvaters Sethe, der bei Verleihung des Schwarzen Adlerordens durch Friedrich Wilhelm IV. (vor 70 Jahren) ebenfalls auf den erblichen Adel verzichtete.
Der Fürst von Albanien in Petersburg.
wb. Petersburg, 28. Febr. Der Fürst von Wanten wurde heute von der Kaiserin-Witwe empfangen und stattete hierauf der Großfürstin Maria Palowna einen Besuch ah und frühstückte bei ihr.
Tie Räumung von Chimäre.
„ wb. Athen, 28. Febr. Me griechische Resievung hak die Räumung des Distriktes von Chimäre ungeordnet.
Zu dem Doppelfrruenmord im Potsdamer Forst.
Potsdam, 28. Febr. Der Regierungspräsident in'Potsdam hat für die Ermittelung des oder der Täter bei dem Dovvelmord im Potsdamer Forst eine Belohnung von 1000 M. crussssetzt.
Ein Posttaub.
wb. Paris, 28. Febr. Aus dem Postwagen, der Postsachen von den Ämtern nach dem Bahnhose beförderte, sind Leute friih Sendungen von hohem Werte, man spricht von über einer Million Mark, gestohlen worden.
Reklamen.
Seit BsstLherr des coffeiNfreien Kaffee Hag braucht derKaffesgermtz «icht Mehr derbsten zn werden; Kaffee Hag, esffein- freier BolMsnkaffes, Löst feine Erregung des Herzens aus.
Geheimrat Exzellenz von Leyden (Bortrag „Herznenrose u. d. Behandlung").
Ihr überflüssiges Fett wird verschwinden, wenn Sie das innere Uebel beseitigt haben; machen Sie sich also keine Sorgen. Die Neigung, fettige Massen anzusetzen, ist eine Krankheit und kann äußerlich nicht erfolgreich behandelt werden. Versuchen Sie nicht, das fettartige Gewebe nach innen zu treiben, denn hierin liegt eben die Gefahr. Die inneren Organe müffen von ihrem überflüssigen, sie bedeckenden Fett befreit werden, und sobald dies geschehen ist, beginnt natürlich die Gesundheit sich zu bessern. Me be- guemste und zu gleicher Zeit wirksamste Methode, die eine fette Person befolgen kann, ist sich einige „Boranium-Beeren" vom Apotheker zu verschaffen und nach jeder Mahlzeit eine davon zu verzehren. Sie sind ganz klern, angenehm von Geschmack, und man braucht sich keinerlei Zwang in Bezug aus Diät aufzulegen, so lange eines dieser kleinen Konfekt« unmittelbar nach jeder Mahlzeit zu sich genommen wird. Durch rhre Wirkung wird keinerlei Unbequemlichkeit verursacht. Ausgenommen, daß man sich wohl fühlt und ein allgemeines Besserbefinden bemerkt, würden Sie garnicht wahrnehmen, daß Sie allmählich Ihre normalen Proportionen in ganz natürlicher und harmloser Weise wieder erlangen. F106
In Apotheken Depot: Taunus- _ Apoth.
Unübertroffen in seiner vorzügl ich u. raschen Wirkung.
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Der heutigen Stadtauflage liegt ein Prospekt des Warenhauses Julius Bormatz, G. m. b. H., Kirch. gasse 48, betr. SS Pfg.-Tage» bei. F 494
Der heutigen Stadtauflage liegt ein Prospekt der Firma Frau! & Marx, Kirchgasse 31, betreffend Gardinen, Dekorationen, Teppiche, bei. F494
Handelsteil.
Wirtschaftliche Wochenschau.
Die Großbanken im Jahre 4313. — Zum neuen Sckiffaliits.
„Poel“.
Die bisher bekannt gewordenen Abschlüsse der Berliner Großbanken haben sämtlich ein ungünstigeres Ergebnis zu verzeichnen als iw Vorjahre, und drei dieser Institute, die Nationalbank für Deutschland, die Berliner Handelsgesell- sc-haif und der A. Schaaffhausemsche Bankverein müssen bekanntlich Divid'endenermäßigungen vornehmen. Und das ist nicht zu verwundern. Die Unklarheit der politischen Lage und die dadurch lierbeigefiührten abnormen Galdlmarktverhältnisse, die zu einer förmlichen Kreditkrisis führten, bildeten für die Banken eine schwere Belastungsprobe. Die allmählich deutlicher in die Erscheinung tretende Abschwäehung der Konjunktur und die daraus resultierende Senkung des Preisstandes der meisten Wertpapiere übten einen lähmenden Einfluß auf den Geschäftsverkehr im Bankgewerbe aus, das sich namentlich in seiner Emissionstätigkeit beengt sah. Die hohen Geldltihsätze bildeten für alle Gebiete des Wirtschaftslebens eine schwere Bürde und ließen es nirgends zu einem Aufschwung der Unternehmungslust kommen. Die Stimmung der Effektenmärkte war den denkbar größten Schwankungen unterworfen, und wenn es auch hie und da zu einer Belebung des Geschäfts, zu einer Erholung der Kurse kam, so bot doch das gesamte Börsenfold im allgemeinen wenig Erfreuliches. Erst im letzten Jahresviertel, als mit der Beendigung der Balkanwirren eine entschiedene Erleichterung am Geldmarkt sieh einsiellte Und die abnorm hohen Zinssätze allmählich zurück- fäingen, gewann der Markt trotz sinkender Konjunktur ein stetigere! Aussehen. Ausgehend vom Rentengebiet konnte eine freundlichere und hoffnungsvollere Stimmung bis aurn Jahresschluß die Oberhand behalten. Die Erholung der Kurse war freilich nicht durchgreifend genug, um die zuvor erlittenen Verluste auch nur zum kleineren Teile auszugleichen. Die Entwickelung der Dinge hatte es also mit sich gebracht, daß das Konto Effekten- und Konsortialgewimn diesmal in der Gewinn- und Verlustrechruung den schwachen Punkt darstellt. Der Schwerpunkt der Erträgnisse liegt daher diesmal auf dem Zinsen- und Wechselkonto, dem bei einem durchschnittlich um fast 1 Proz. höheren Reichsbanksatze sehr ansehnliche Mehrgewinne zugeflossen sind. Mit Spannung erwartet man in der neuen Woche die Abschlüsse der bedeutendsten Berliner Großbanken. der Deutschen Bank, Disconto-Gesellschäft, Dresdner Bank und der Darmstädter Bank, von denen vor allem die Disconto-Gesellschäft vorteilhaft abgeschlossen haben soll.
Ihn bedeutsames Ereignis in der abgelaufenen Woche bedeutet die Verlä. n g eru ng des nordatlantischen SchifH a hrtspools. Rasch wird nunmehr der große Sohiffahrtsstreit vom Ende des Jahres 1913 seiner Lösung ent- gegengeführt. Die Abwicklung zeigt, daß Werden und Vergehen dieser Schwierigkeiten einzig gebunden war an den ursprünglich kräftig hervorgetretenen, später schwächeren Kampfwillen der Hamburg-Amerika-Linie, an die Frage der Verständigung, die zwischen ihr und dem Norddeutschen Lloyd vordem fehlte Und jetzt erreicht ist. In Wien haben die Ham- burg-Amerika-Linie und der Norddeutsche Lloyd einen Bund geschlossen, der auf absehbare Zeit die Geschicke dieser beiden Riesenuntemehmen beherrschen wird. In London ist am 23 d M der engere festländische „Pool“, der „Nordatlantische Dampferlinien-Verhand". erneuert worden, und zwar durch den Wiedereintritt der Hamburg-Amerika-Linie in den „Pool". Nach der „Frankf. Ztg.“ wird die „Atlantic Conference', die in Paris, im Gegensatz zum „Nordatlantischen Dampferlinten- Vexbamd“, nicht weiter geführt wurde, j n den soeben statt-
lindenden Verhandlungen erneut in im allgemeinen nicht sehr
wesentlich veränderter Form Zustandekommen, mit der Änderung daß nach den Vorgängen im Geschäft der Auswanderung aus Österreich jetzt wieder mit dem Wiederanschluß der Gruppe der Canadäa Pacific Baiiway an die „Atlantic Conference zu rechnen ist. Berücksichtigt mar., daß im Verkehr der österreichischen Auswanderer die neue Regelung so gut wie. gelungen ist und daß die „Austro-Americana" zu einem rein österreichischen Unternehmen gegen Abfindung ihrer bisherigen bedeutendsten Aktionäre, Hamburg-Amerika-Lime und. Norddeutscher Lloyd, geworden ist, so zeigt sich olötzlich das weite Gebiet der internationalen Schiffahrt, soweit" es von den Kampfdrohuragen der letzten Zeit beansprucht war, als in dien großen Gruppierungen nach dien alten Bedingungen und Ordnungen geregelt. Kleine Überbleibsel, wie die noch ungelöste Frage der ungarischen Auswanderer, vermögen das Bild vollkommenen Friedens nicht nennenswert zu beeinträchtigen. Daß die Verständigung zwischen Norddeutscher Hamburgs Amerika-Linie und Lloyd sich räumlich über den Verkehr im Norden des Atlantischen Weltmeers hinaus auch auf die umstrittene Fahrt nach Ostasien, auf die Frage der vom Deutschen Reich unterstützten Linien und auf andere Gebiete bezieht, zeigt, wie weit sich die neue Ordnung bereite heute erstreckt Man ist also im wesentlichen zu den „Pools“ zurückgekehrt, die, besonders soweit es den yNordsatlantischen Verband“ betraf, Generaldirektor Ballin im Monat Juli 1913 ^ „offizieller“ Erklärung als vollkommen ,antiquiert“ bezeichnet hatte, indem er ausdrücklich erklärte, eine völlige Neugestaltung der Vereinbarung im Verkehr im Nordatlantiscben Weltmeer sei für ihn eine conditio sine qua non.
$ Berlin, Kreditaktien . Hand.-Gesell. Commerzbanlc . Darmstädt.Bank Deutsche Bank. Disk-Kommand. Dresdner Bank. Nationalbank. Scnaaffhausen . Pet.Int.Hdlsbk. ^“^•“Böchener .
Schantungbahn. Lombarden. . Anatolier. Baltimore. *
Berliner Naehbörs®,;,
28. Februar. (Per Ultimo.)
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Türkeniose . . • Aumetz-Friede Bochumer . - Luxemburge r Geisenkirchen . Harpener. . -
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Rhein. Stahlw.. Rombacher. . > Paketfahrt . . . Hambg.-Südam. Hans.-Dmpfsch. Lloyd .... . Dynamit-Trust., Naphtha-Nobel. Allsf. Elektrizität D-.UeberseeEI.
Siemens.
Schlickert .. Ges. f. elektr. . (. Untern. South-Vgestafr,.
1643/« 1661/8 1441/2 184- 2981/, 1263/4 1791/« 4081/2 2513/3 179— 2221/2 1535/3
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Frankfurter Nachbörse.
f 1 Frankfurt a. BL, 28. Febr. Kurse von M bis 2 Uhr Krecktakfen 207%, Disconto-Commandot 198%, Dresdner Bank 158,3, Petersb. Int. Handelsbank 212.—-, Staatsbahn 156% Lombarden 22%, Baltimore und Ohio 95'% Sohantuncr ui 7 /*’ Paketfahrt —.—, KordÜ. Lloyd ——, Phönix 246»,,° a Edison 251,—. " ^ '
Banken und Geldmarkt.
w. Essener Creditasstalt- 'Essen, 28. Febr. D er
schloß d'ei Essener Creditanstait für 1913 weist einen Brutto gewinn von 14 129 731 M. gegen U 128 948 M. im Vorjahr auf Der Reingewinn beträgt 10 007 348 M. gegen 7 794 806 M. ini
Vorjahre Der Generalversammlung soll vorgeschlageu wer _
den, auf das Aktienkapital von 90 Mili. jf. gegen 72 • Mili. M im Vorjahr eine Dividende von 8% Proz. (wie i- V.) ver (
teilen.
Külbeimer Bank, A.-G. Der Aufsichtsrat beantragt eine Dividende von o Proz. (i. V. 4% : Proz.). Der Reingewinn beträgt 723 694 M. (653 095 M.).
Bayerische Veielnabaak in München. Der Abschluß für 1913 ergibt einen Reirnewum von 6.292 Q7U J£ ä. V. 5961576
Mark), woraus wiedor eine Dividende von 9 Proz. auf das erhöhte Aktienkapital verteilt werden soll.
V , * A H E8 , a 1 !)0 a0Eejr Kanada-Paoific-Aktien. Nach einer New xorker Meldung soll die Kanada-Pacificbahn beabsichtigen, weitere 75 Millionen Dollars Stammaktien anszugeben.
Berg- und Hüttenwesen.
w. Phönix;. Köln, 28. Febr. In der heutigen Sitzung der Betriebskomimission der Phönix, A.-G. für Bergbau- und Hüttenbetrieb, wurde über das Ergebnis der ersten Hälfte des Geschäftsjahres il/913/14 berichtet. Der Betroebsgerwirm ohne Abschreibungen nach Abzug der Itanclunigssunkosten und Zin.^n beträgt 18 849 874 M. gegen 22 636 121 M. am 31. Dezember 1912. Dazu tritt der Gewinmvortrag mit 8 471 476 M. gegen 6 712 647 M. im Vorjahr. Die Beschäftigung in dem abgelaufenen. Halbjahr kann noch als gut bezeichnet werden. Das Mindererträ/gnis des ersten Halbjahres im Vergleich mit dem vergangenen Geschäftsjahr ist zurückzuführen auf geringere Überschüsse bei den Hütten, während die Kohlenzechen noch einen Mehrgewinn gebracht haben. Die Zechen waren andauernd gut beschäftigt. Am stärksten waren die Preise für Stabeisen und Bleche gefallen. Für diese Erzeugnisse trat am Jahresabschluß eine kleine Besserung der Preise ein, die sich bis jetzt erhalten, eine weitere Steigerung aber nicht erfahren hat. Die Aussichten auf eine Belebung des Geschäfts im Frühjahr haben durch die _ inzwischen cdhgetretene erhebliche Herabsetzung des Bankdiskonts eine Stärkung erfahren Es besteht hiernach die Hoffnung auf eine lebhaftere Bautätigkeit und somit auch ein Anwachsen des Bedarfs an Träfram und sonstigem Baueisen. Im ganzen ist die Stimimun-r auf dem Eisemmarkt aber noch gedrückt. Der Auftragsbestand dier Hütten betrug am 31 Januar 1914 488 994 Tonnen gegen 460 655 Tonnen im Vorjahr und kann als befriedigend angesehen werden»
Industrie und Handel.
vf. Schweizerisch® Gessllschaft für Metallwerte. Frank-
p Uf \ u für' utn Der Rem E ewüll) der Schweizerischen Gesellschaft für Metallwerte in Basel beträgt für das vierte
am 31. Januar 1914 abgeschlossene Geschäftsjahr 2 5/0 752 Fr.
(gegen 2 730124 Ir. 1 V.). Nach der statutarischen Zuweisung von B Pwz. deich 128 537 Fr. (i. V. 136 506 Fr.) an den SpeZialreservefoMs I beantragt der Verwaltungsrat der am 2t. März stattiindeuden Generalversammlung 350 000 Fr. (550 000 l*r. i. V.) in den Spezialreservefonds II zu legen und auf das Aktienkapital von 20 000 000 Fr. wieder eine Dividende von 10 Proz. auszuschütten.
* ObcxscMesischo Kohleinveike und chemische Fabriken in
Berlin. «Oe verlaufet, wird die Dividende der Gesellschaft für das angeidiulene Geschäftsjahr eine Erhöhung von 16 auf 17 Proz. erfahren. x UI
* ®.° Rheinisch-W ostfälische SchweiSeisen-V ereinigung
bat h CJS p“g 0 ®® ell > den Preis für das zweite Quartal auf unver» ändeit 13« bis 141! M. für gewöhnliches Handelseisen bestehen zu lassen-
-llorgen-AAsgaHe umfaft 28 Seiten sowie 'otc ■Hct'lagäGcilsägcn „Der Slomfin". „Der Landbote" nnd --ellusttierte Kinser-Z eitung" Rr. 5.
Chefredakteur: A. Hegerhur:!
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