Nr. SS. Donnerstag, 26. Februar 1814.
dem Leutnant H a a g e von demselben Regiment ein Duell
statt, bei welchem der letztere erschossen wurde. Der Grund war schwere Beleidigung.
Der gescheiterte Ausgleich in Böhmen.
wb. Prag, 26. Febr. Der akademische Senat der deutschen Universität und das Professorenkollsgium der deutschen technischen Hochschule richteten heute eine Eingabe an die Regierung, in der gegen die Ausgleichs- Vorlagen protestiert wird. Die Professoren der deutschen technischen Hochschule erklärten, unter diesen Umständen gezwungen zu sein, ihre Wirksamkeit aus Prag in die DUtte der deutschen Sprachgebiete nach Nordböhmen zu verlegen.
Zur Vergewaltigung Finnlands, wb. Helsingfors, 26. Febr. Der Abgeordnete Bek hat dem Landtag vorgeschlagen, in die Adresse die Bemerkung einzufügen, daß es dem Landtag unmöglich sei, die gesetzgeberischen Arbeiten auszunehmen, bis nicht die gesetzmäßige Ordnung im Lande wiederhergestellt sei. Der Landtag lehnte diesen Antrag ab- worauf Bek um die Erlaubnis bat, sein Mandat niederzulegen. Dies wurde ihm nach langer und bewegter Beratung bewilligt.
Eine Niederlage der französischen Regierung im Senat.
■wb. Paris, 26. Febr.. Die Regierung hat gestern im Senat während der Debatte über das Steuerprosekt eine schwere, wenn auch nicht entscheidende Niederlage erlitten. Die Regierung unterstützte den Antrag des Senators Perchot, der direkte Kontributions-Einkommensteuer eingeführt wissen wollte, sowie eine weitere Zusatzsteuer auf das Einkommen jedes Familienoberhauptes. Nach lebhafter Debatte wurde der Regierungsantrag mit 140 gegen 134 Stimmen abgelehnt. Da die Regierung die Vertrauensfrage nicht g e st e l l t hat, so liegt zu einem Rücktritt keine Veranlassung vor. Doch hat sich die Lage in der Steuerfrage sehr schwierig gestaltet. .
Der Bergarbeitcrstrcik in Frankreich, wb. Paris, 26. Febr. Einer Blättermeldrrng zufolge faßten die Bergleute von Roche-la-Moliäre (Dep. Loire) einen Beschlußantrag, in dem sie die „wackere und mutige Haltung ihrer militärischen Freunde von St. Etienne billigen, welche die Annahme mörderischer Waffen verweigerten, die dazu bestimmt seien, die Haut der ihre Rechte gegen Herausforderungen verteidigenden Ausständigen zu durchlöchern." — Von offizieller Seite wird hierzu bemerkt, daß weder dem Kriegsministerium noch der Präfektur des Loire-Departements bisher ein Vorfall mitgeteilt worden sei, auf den dieser Beschlußantrag anzuspielen scheine. — Der Streik hat nunmehr auch auf W e st f r a n k r e i ch ü b e r g e- griffen. In St. Laurs (Dep. Deur Sbvres) und in Faymoreau (Dev. Veudcke) sind mehrere hundert Bergleute in den Ausstand getreten.
Ruthenische Drohbriefe an die Lemberqer Universitätsbehörde.
* Krakau, 26. Fe'br. Polnische Blätter melden aus Lemberg, daß die Lemberger Universitätsbehörde eine große Anzahl von Drohbriefen erhalten hat, in denen die Einstellung d°s V-rsabrens gegen den in der O'stmarkemrffäre kompro-
Wiesdadener EagU»«rr.
mütterten ruthenifchen Professor Dr. Zaloziecki verlangt wiro. Andernfalls wird mit der Erschießung der bedeutendsten polnischen Professoren in Lemberg gedroht.
Das Schicksal einer Südpolexpedition.
# London, 26. Febr. (Eig. Drahtbericht) Die „Aurora", Dr. Mansons Expeditionsschiff, das im Dezember 1911 von Australien nach dem Südpol aufbrach, signalisierte letzten Dienstag einem vorüberfahrenden Passagierdampfer, daß sich an Bord alles Wohl befinde. Die „Aurora" wird heute in Adelaide erwartet. Hier- init erreichte eine der interessantesten Südpolexpeditionen ihr Ende. Der Australier Manson ist von drei Expeditionsleitern der einzige Überlebende. Die beiden anderen waren Leutnant Ninnis und Dr. Mertz. Ninnis fiel mit einem Schlittengespann, das einen großen Teil des Proviants trug, in eine unergründliche Gletscherspalte und Dr. Mertz erlag nach 43tägigem Marsch den furchtbaren Entbehrungen und Strapazen. Mit ein paar halbverhungerten Hunden marschierte Dr. Mertz 22 Tage und erreichte schließlich die Commonwealthbucht. Die „Aurora" hatte aber eine Stunde vorher die Anker gelichtet. Dieser Zufall hatte zur Folge, daß Dr. Mertz und die im Polareise zurückgelassene Hilfsexpedition von 6 Mann ein ganzes Jahr später die Heimreise antreten konnten. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Expedition stehen denen anderer Expeditionen in keiner Weise nach, sondern übertrefsen diese sogar in mancher Beziehung.
Aufsehenerregende Verhaftung einer Schwindlerbande.
O Paris, 26. Febr. (Elg. Drahtbericht) Vor einigen Tagen erließ die Staatsanwaltschaft in Paris Verhaftungsbefehle gegen 2 5 Personen, die seit mehr als zwei Jahren eine Bande leiteten, die einen großangelegten Darlehensschwindel betrieben un!d zahlreiche Geschäftsleute uni bedeutende Summen geprellt haben. Am ersten Tage konnten sechs Mitglieder der Bande festgenom- men werden, darunter der ehemalige Notar F. Dupont, der erne abenteuerliche Vergangenheit besitzt. Gestern nahm die Polizei fünf neue Verhaftungen vor, die in ganz Frankreich großes Aufsehen erregen. Es wurden nämlich in Haft genommen der Direktor der Bank für Handelstransaktionen in der Rue Lafitte, Ferdinand Pellevez, der Direktor der Internationalen Bankcompagnie in der Rue Drodot, Paul Ganther, der Direktor der Versicherungsgesellschaft Revoyane, eines der bekanntesten und bedeutendsten Institute dieser Art in Frankreich, Henry Mony, der vierte ist ein gewisser Pransu, der sich „professioneller Kapitalist" nennt, womit offenbar Geldverleiher gemeint ist, und der fünfte schließlich ist ein Ge- schäftsagent namens Lesevean. Nach den Ermittlungen der Sicherheitspolizei hat diese Bande in ganz Europa, vornehmlich aber in Frankreich, Spanien, Rußland und Italien Opfer gesucht und natürlich auch gefunden. Der Umfang ihrer Schwindeleien läßt sich augenblicklich noch nicht angeben. Bis jetzt wurden Betrügereien festgestellt in Höhe von U/ 2 Millionen Franken.
Zum Untergang des englischen Unterseebootes „A 7".
wb. London, 26. Febr. Die Admiralität macht den Versuch, das untergegangeme Unterseeboot „A 7" durch Explosivstoffe zu heben. Gestern wären Taucher mehrere Stunden an der Arbeit, die Kabeltaue, die bereits seistgemacht sind, in eine bessere Lage zu bringen. Die Taue werden an dem Schiffe
Abend-Ausgabe, 1. Blatt, _ Seite 8.
„Exmouth" festgemacht, dann werden kleine Minen in den Sand und Schlamm gelegt, rn die das Unterseeboot zum Teil emgesunken ist, und von der Oberfläche aus wird versucht werden, sie durch eine elektrische Leitung zur Explosion zu bringen. Die Absicht ist, den Sand durch die Explosion zu lockern.
Die Geretteten des Dampfers „Ekliptik«", wb. Bremen, 26. Febr. Bei der Deutschen Dampfschifffahrtsgesellschaft „Hansa" ist vom Kapitän Probst vom Dampfer „W i l d e n f e l s" folgendes drahtlose Telegramm eingetroffen: Ankunft in Lissabon am 25. Februar, abends 6 Uhr. Rest der Mannschaft des Dampfers „Ekliptika" mit Schiff untergegangen. Gerettet Oberleutnant Lisser, zweiter Maschinist Petersen, Steward Wichmann, Leichtmatrosrn Petersen und Sonne, Matrosen Senbarg, Olsberg und Jorgensen, Heizer Haakonson, Koller und Fransen.
Wetterberichte.
Deutsche Seewarte Hamburg.
DK° Februar, 8 Ulir vormittags«
1 — sehr leicht, 2 =• leict.t, 3 — - schwach, 4 — > äss gr, 5 frisch, 6 = stark. 7 = steil, 6 — 8ti rmtsch, S = Sturm, 10 = starker Sturm.
achtung«-
Statien.
E I
-- j
ÜD <v
^ fl
m --
Wetter
u
ÄU
Beob-
achtungs-
Station.
I
' auS
M r
Wetter
g'i
•So
BOrRum . .
720 , 4 !
SO 2
bed< ckt 4- 1
Soilly.
7-19 2
SW 3
wolkig
4- 8
Hamburg. .
.80,8
03
Schnee
- 1
Aberdeen ..
767 7
8 2
4- 4
Swinemünde
78l,0O80 2
- 1
Paris ....
Memei ...
762,7
s-0 3
Neb"l
-4- 1
Vlissingen . .
7598
82
Nebel
+ 3
Aaotien....
759,8 NW 1
bedeckt
+ 3
Ghristiansand 761.0
wolkenl.
6.2
Hannover . .
76)0
bO 3
»
-0,1
?kagsn. . .
7h8 4
bedeckt
-0,4
Berlin.
780.3
02
>
- 0,1
Kopenhagen
7ß2 3
02
-0,1
Dresden .. .
769,3 NNO 1
Regen
+ 1
Stookhoim.
762,7
0 2
- 1
8n*slau . . .
769,«
SO 2
Nebel
-F 1
fiapa'-a-'da
764 4
N 2
wolkenl.
—13
«etr. ....
769.0
N2
Gedeckt
+«
Paterskurg
770,1
-13
Frankfurt. Wl.
7S9 3
N03
+ 2
»arsohau . .
Karlsruhe, B
7o8 4j
N 2
4- 3
Wien.
KUnohen . ..
772
NWS
Nebel
+ 1
Rom.
746,9
NO 1
F10
Zugspitze . .
520,4
SO 6
Schnee
— 7
üorenz. . ..
Valencia...
Seydisfjord.
737,0
heiter
- 2
Beobachtungen in Wiesbaden
?on der Wetterstation des Nass. Vereins für Naturkunde.
25 Februar
Barometer auf 0° und Normalschwere Baroraetrr auf dem Meeresspiegel . .
Thermümeter (Oeieius) ...
Dunstspannung (mm)..
Relative Feuchtigkeit (°/o).«..
Wiud-R.ichtung und -Stärke ......
Niederschiagshöhe (mm)..
Höchste i eraperatur (Celsius) 6.3.
7 Uhr
mortrena.
2 Uhr
nachm.
9 Uhr
abends.
Mittel.
741.7
743.8
745 5
743,7
762 2
734.2
7 5)9
754.1
12
66
5 0
4.2
45
4.9
46
47
91
73
71
78,3
SO 2
SO 4
N 3
—
—
Niedrigste Temperatur 0 8
Wettervoraussage für Freitag, 27. Feoruar 1914,
von der Meteorologischer) Abteilung es Physikal. Vereins zu HVankfnrt a. W ,
Etwas kälter, wolkig, meist trocken, nordöstliche Winde.
Wasserstand des Rheins
am L6 Februar:
Biebrich. l’egel: 2.48 m gegen 2.57 m am gestrigen Vormittag Canb. » 3.20 m „ 3 ÄS m „ „ „
Viainz. „ 1.80 m .. 1,88 ra „ ,» „
Skrofulöse und Äbgemgerte
gebrauchen mit großem Erfolg als Frühstücks- und Vesper- getränk Rotustn — Roths Rährmalz-Kakao —. In Apotheken it. Drogerien d. Pfd. ä Mk. 1.60 zu haben. Jedes Paket enthält ärztliche Gutachten. Fabr. Roth u. Sohn, Meiningen, r 54
Handelsteil.
Berliner Börse.
$ Berlin, 26. Febr. (Eig. Drahtbericht) Die Schwäche der Ausl'indsbörsen ließ eine hoffnungsfreudigere S'immung nicht aufkommen. Die geringen Ansätze einer Aufwärtsbewegung beschränkten sich auf einzelne Werte, ohne den Markt beeinflussen zu können. Kanada verloren l 7 /s Froz., Baltimore 1% Proz. Hohenlohe büßten l'/s Proz. ein und setzten die Abwärtsbewegungen fort. Bochumer und Phönix. 1 Proz. niedriger, ebenso Eiektrizitätswerte. Von Schiff- fahrtsaküen waren namentlich Hansa angeboten und gedrückt. Türkisch • Tabakaktien und Orientbahnen lagen fest. Auf Petersburger Anregung waren später russische Banken anziehend. Als sich schließlich eine erhebliche Erholung ein- slellte und sich dias Interesse in der Hauptsache den Scniff- fahrtswerten zuwandte, wurde die Stimmung etwas freu na lieh er Ultimogeld 4 bis 3 7 /s Proz. Geld einige läge übel Ultimo 4% bis 4% Proz. Privatdiskont 314 Proz. (wie gestern)
Frankfurter Börse.
— Frankfurt a. M., 26. Febr- (Eig. Dralhtbericht) Auch heute war der Umfang des Börsengeschäfts ein nur geringer und dementsprechend das Kursniveau unbedeutenden Schwankungen unterworfen. Am Geldmärkte ist ein gewisser Gegensatz zwischen der Reichsbank und dem offenen Markte nicut zu verkennen. Die Prolongationen, welche als erledigt betrachtet werden können, lassen immer noch Geldbedarf erkennen. Die Tendenz war im allgemeinen behauptet Am Bankenrnarkte sind die Umsätze bescheiden. Bei festerer Haltung sind Deutsche Bank anzuführen. V° u Transporiwerten setzten Kanada und Baltimore niedriger ein. Scfoiffahrtsaktien ruhig und mäßig schwächer. Für Elektro- aküen erhielt sich gute Meinung. Montanwerte durch günstige amerikanische Berichte beeinflußt. Phönix-Bergbau und Gelsenkirchen preishaltend. Heimische Anleihen ruhig. Kursveränderungen der fremden Renten waren nur unwesentlich. Am Kassamarkt für Dividendenwerte war die Haltung ungleichmäßig- Die Börse schloß ruhig. Privatdiskont 3 3 /s Proz. (gestern 3 5 /i« Proz.).
Banken und Geldmarkt.
* Die Frankfurter Bank wird nach größeren Rückstellungen für Wehrsteuer und Bauzwecke wieder eine Dividende von 9 Proz. verschlagen.
vv. Die Dänische Landmaimsbank, Hypotheken- uuä
Wechsclbank, verteilt für 1913 8 Proz. Dividende (wie i. V.).
* Whrttemberflfeche Notenbank, A.-G. in Stuttgart. Der
Abschluß für das Geschäftsjahr 1913 ergab einen Reingewinn von 78ö 903 M. (i. V. 673 922 M.), wovon 96 181 M. (53 784 M .) als Rücklage verwandt werden sollen. Die Dividende soll mit 6% Proz (6 Proz.) verteilt werden- Der Gesamtumsatz auf den verzinslichen Giroscheck-Rechnungen stellte sich für 1913 auf 1340.8 Mill. M. gegen 1371.8 Mill. M. im Vorjahr. Am 31. Dezember 1913 waren Banknoten in Umlauf 21266 000 M. gegen 20 145 000 M. am 31. Dezember 1912.
* A. E.-G. Schnellbahn-A.-G. in Berlin. Die Finanizgruppe der A. E.-G. bringt demnächst 22 500 000 M. Vorzugsaktien mit dem Anspruch auf Dividendennachzahlung und auf Vorzugs Weise Einlösung zu 110 Proz. und 10 000 000 M. Stammaktien
der A. E.-G. Sdhnellbahn-A.-G. zum Verkauf. Der Dividendenschein der Vorzugsaktien wird bis einschließlich 1923 für Rechnung der A. E.-G. mit 5 Proz. eingelöst; vom Jahre 1924 ab gelten alsdann die Bestimmungen der Satzungen, nach welchen ihnen eine Vorzugsdividende von 4%' Proz. zusteht.
* Pie Deutsche Contiaeniale Gasgesellschaft in Dessau beantragt eine Dividende von wieder 11 Proz. (wie i. V.) und die Erhöhung des Grundkapitals um 4.20 auf 28.20 Mill. M. sowie die Genehmigung zur Ausgabe von 6 Mill. M. Obligationen.
Industrie und Handel.
w. Die FluEstahlerzeugunx) in Deutschland. Berlin,
25. Febr Nach den Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und S ! ah,l-Indüstrie!ler beträgt 1913 die Flußstahlen zeugung im deutschen Zollgebiet insgesamt 18 958 819 Tonnen gegenüber 17 301 998 Tonnen im Jahre 1912. Davon entfallen auf Thomasstahl 10 629 697 Tonnen (9 794 300 Tonnen), Bessemerstahl 155 138 Tonnen (187 179 Tonnen), basischen Siemens- Martinstahl 7 339 314 Tonnen (6 650 565 Tonnen), sauren Sie«. Martinstahl 270826 Tonnen (194 924 Tonnen), basischen Stahlformguß 253 587 Tonnen (221 331 Tonnen), sauren Stahlformguß 109 329 Tonnen (100 332 Tonnen), Tiegelstahl 99 173 Tonnen (79 190 Tonnen), Elektrostahl 101 755 Tonnen (74 177 Tonnen) Von den Bezirken sind beteiligt Rheinland und West falen mit 10120 932 Tonnen, Schlesien mit 1422 )44 Tonnen, Siege Hand und Hessen-Nassau mit 388 297 Tonnen, Nord-, Ost- und Mitteldeutschland mit 740 859 Tannen, das Kön: greich Sachsen mit 331 125 Tonnen, SüddeutscMand mit 253 020 Tonnen, dias Saargebiet, mit 2 079 825 Tonnen, Elsaß- Lothringen mit 2 286 354 Tonnen und Luxemburg mit ± 336 - 263 Tonnen.
* Unstimmigkeiten im Fürstenkonzcrn. Die Vorgänge im Fürstenkonzem bilden seit mehreren Jahren den Grund zu ernsten Besorgnissen der Börse, weil man fürchtet, daß eine Katastrophe schließlich doch nicht abzuwenden sein wird, die alsdann zu schlimmen Folgen und zu Rückwirkungen führen Erde, ,ji e we ;| üt> e r die Grenzen der bisherigen Interessensphäre des Fürs lenkotizerns hinausgehen. Zu den finanziellen Schwierigkeiten, die der Fürstenkonzern nur mittelst der Stützung durch die Deutsche Bank bisher bewältigen konnte, sind, wie die „Tägl. Bundseh.' berichtet, neuerdings scharfe Zerwürfnisse persönlicher Natur zwischen dem fürsten Hohenlohe und dem Fürsten Vfax Egon v. Fürslenberg getreten. Das, was hierüber in die Öffentlichkeit dringt, entspricht so wen'g kaufmännischen Überlieferungen und Gewöhn beiten, daß finanziellen Kreisen dafür jedwedes Verständnis fehlt.
Verkehrswesen.
* Zu den Sdrifakrtsverhandlnngen in London. Die in
London beschlossene Vertagung der Atlantic-Conference auf den 17 März nadh Berlin hat verschiedentlich z . u <j (er ^ u {. fassung geführt, als ob dem Abschluß dieses allgemeinen Schifffahrtsabkommens ernste Schwierigkeiten^ erwachsen seien. Demgegenüber äußert man sich in den zus‘and:ige n Schiffahrtskreisen dahin, daß über Schwierigkeiten keinerlei Nachrichten von den Vertretern der Gesellschaften in London eingegangen seien. Es dürfte sich vielmehr nur darum handeln, den einzelnen Gesellschaften Gelegenheit zu geben, eine Reihe neuer Einzelfragen genauer durchzuarbeiten, um alsdann mit einer möglichst abgeklärten Meinung nach Berlin zu kommen. In
den hauptsächlichsten Richtlinien soll eine Übereinstimmung unter den Linien bestehen. Wie der „Köln. Ztg.“ des weiteren hierzu aus Hamburg gemeldet wird, ist der N o r d a 11 antische Dampferlinienverband nunmehr auf fünf Jahre verlängert worden, nachdem jetzt auch die noch unentschiedenen Einzelfragen erledigt worden sind. Die Beratung der Atlantischen Konferenz in Berlin wird nu,r noch Einzelheiten betreffen. Dieses große Abkommen ist im Grundsatz und in allen Hauptzügen ebenfalls so gut wie gesichert. Die Ganada Pacific-GeselLschaft wird allerdings außerhalb der Konferenz bleiben, eine etwas überraschende Meldung, nachdem gerade diese Gesellschaft sich bisher stets bereit erklärt hatte, dem Abkommen beitreten zu wollen.
— Frachtmarkt zu Limburg vom 25. Febr. Roter Weizen (Nassauischer) per Malter 16.20 M., Weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) per Malter 15.70 M., Kom per Malter 12 M„ Futtergerste per Malter 9 M„ Braugersfe per Malter 10.70 M„ Hafer per Malter 8 M„ Kartoffeln per Zentner 2.10 M., Butter per Pfund 1.05 M., Eier per 2 St. 15 Pf.
Schiffs-Nachrichten
über Bewegung und Ankunft der ampfer vom 20. bis 25. Februar 1914.
Dampfer:
Herkunft beiw. Reieesiel:
Ankunft
bexw. Weitrrfahrt:
Stoomvsart Maatschappy Nederland Amsterdam. 31
Passage- und Reise! »ureau b«*rn & Schottenfels, Hotel Nassau.
Grotius.
Boeton.
Flores .
K>ak< tau Prinzess Jnliana Prinzess Juliana Batjan
auf der Ausreise
» > Ausreise
> > Ausreise
> » Heimreise
> » Ausreise
» > Ausreise
» > Ausreise
k eirr. 20. in Singapore.
~ 20. in Sabang.
20. Pomt de Galle p. 20. Gibraltar pass.
20 in Lissabon.
2). von Lissabon.
21 in Genua.
Koninklijke Hollandsche Lloyd, Amsterdam.
General-Agentur: Passage- u. Reisebureau Born & Schottenfels. • - auf der CJ ' >: -—
Frisia. . Geiria . • . Hollaudia • Zeelandia .
Heimreise
He im re ae
Ausreise
Ausreise
Febr. 21. r. Montevi 1eo. 23. von Lissabon. 23. von Lissabon. 23. von Santos-
Deutsche Ostafrlka-UnJe. F 317
Bureau: Amtl. Heisebureau L. Reitenmayer, Kaiser Priedr.-PIatz 1.
auf der Ausreise Heilere se Ausreise Ausrede Mobayfahrt
riamburj£“Südamerikanische Dampfschiffahris-Geselischaft.
von dem La Plata kom.
Uli Woermann .
Gertrud Woermann
Khenania.
König.
Febr. 24. von Ko onou. 24. Sierra i.oone. 24. von Hamhurg. 24. in Marif Ile.
24 v. Daressalam.
Bahia Bianca . . Cat) Vilano. . ..
Sao Paulo..
Buenos Aires. .
Santa F6 .
Tjjuea ..
Bio Pardo . ..
von Brasilien komm.
Febr. 24. von Madeira.
» 25. von Boulogrne
> 25 in Hamburg*
» 25. in Leixoes.
» 2». in Hamburg-
> 25. in Lissabon-
» -5 in Leixoes.
Di« Abend-Ausgabe umfa ß t 10 Seiten.
(ät)ctre6attmr ät. jecgcrOorii
«eranttoortlMi für ten politi'ckkn Teil Ä Hkqrrborst kür ffeittllrtcm
’S- ö. öuenborf; für Aus Sradi und Land C.Rörherdt ft'rr Kfrickrsiaal: H. Diefenbach: für Sport und Sp-el rv Mü'un-er für Lermiichtes und Briefkasten: C. Losa der: für Handel: W Etz: für die Anzeigen und ... Reklamen: H Dornaui: sämtlich in Sresbaden
Lrutk und Berl'aq der L. Schellen derg chen Hof-Buckdruckerer m Wiesbaden.
Sprechstunde der Redaktion: l2 bis \ Uhr. tn oer polttiichen Äbteiluug von 10 biö 'i Ühr
