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Seite 2. Abend-Ausgabe, 1. Blatt.

cegelung auch die Verhältnisse der öffentlichen und privaten Wirtschorl-n beeinflussen, denn diese würden sich im Falle größerer staatlicher Besoldungsmatzregeln voraussichtlich zu ähnlichen Ausbesserungen ihrer Angestellten gedrängt sehen, zu solchen aber namentlich in den Kommunen kaum imstande sein. Im Zusammenhang mit der Novelle werden die Anwärter aus die aufgebesserten Stellen naturge­mäß betreffs ihrer Diäten ebenfalls eine Verbesserung er­fahren müssen. Aus finanziellen Gründen muß auch, heißt es am Schluß der Begründung, die Frage einer Verbesserung der Beamtendiensteinkünste aus dem Wege der Familien- oder Kinderzulagen zurzeit a u s g e s ch i e d e n werden.

* Z«m Wechsel in der Leitung des deutschen Kricger- vereinswcsens erläßt der neue Präsident, General der In­fanterie v. P l o e tz, der in Wiesbaden seinen Wohnsitz hat, in derKyffhäuser-Korrespondenz" folgende Kundgebung: Berlin, den 15. Februar 1914. Seine Majestät der Kaiser und König haben die Gnade gehabt, durch Allerhöchste Kabinettsorder vom 9. d. M. meine am 21. Januar d. I. durch den Vorstand vollzogene Wahl zum Präsidenten des Preußi­schen Landes-Kriegerverbandes zu bestätigen. Ich folge dem an mich ergangenen Rufe und übernehme gleichzeitig gemäß ZZ 4 und 8 der Satzung des Kyffhäuser-Bundes und gemäß 8 20 der Satzung des Deutschen Kriegerbundes die Obliegen­heiten des Präsidenten dieser beiden Verbände. Die durch das Vertrauen des Vorstandes erfolgte Wahl ehrt mich in hohem Maße, sie führt mich in ein schönes, aber vercmtwor- tungsreicheI Amt. Meine Kräfte und mein Wirken gehören von nun an der Kriegervereinssache. Möge der gute Geist, der in unseren 'Kriegervereinen herrscht, die aufrichtige, treue Kameradschaft, die die ehemaligen Soldaten aller deutschen Stämme umschließt, möge der Gedanke der Opferbereitschaft Alle für einen Einer für alle" sich immer weiter ent­wickeln und gute Frucht tragen auch unter meiner Führung. Dies ist mein Hoffen und mein Wunsch. Einmütig wollen wir aber wirken im Sinne des monarchischen Gedankens, der Vaterlandsliebe, der Treue und Hingebung zu Kaiser und Reich und dem angestammten Fürstenhause. Ich entbiete den Kriegervereinen meinen kameradschaftlichen Gruß. v. P l o e tz, General der Infanterie, ü lg suite des Königin-Elisabeth- Garde-Grcnadier-Regiments Nr. 3."

* Das Unbehagen der Offiziösen über die fortschrittliche Stichwahlparole in Jerichow. DieNordd. Allg. Ztg." be­merkt zu der von derFrcis. Zig." ausgegebenen Parole für die Stichwahl im Neichstagswahlkreise Jerichow 1 und 2, die Parole komme auf die Förderung der sozialdemokratischen Kandidatur hinaus.Wie reimt sich damit die Versicherung fortschrittlicher Parlamentarier und Schriftsteller, die Fort- schriitliche Volksparte' sei eine entschiedene Gegnerin der Sozialdemokratie? Die Behauptung, daß es darauf ankomme, die Mehrheit der Linken zu erhalten, kann nur als Vorwand bezeichnet werden. Diese LinkSmehrheit besteht, wie es sich ja auch in der verschiedenen Stellung der liberalen Parteien zu der Stichwahl in Jerichow zeigt, aus Elementen von grund­sätzlich so verschiedenen Anschauungen, das; für sie der Charakter einer positiv wirkenden Mehrheit nicht beansprucht werden kann." DieRassische Zeitun g" bezeichnet heute die Auslassung derNordd. Allg. Ztg." in der freisinnigen Stichwahlparole für Jerichow als offiziöse Anmaßung. DieVoss. Ztg." erinnert an die historische Stichwahlparole für Frankfurt a. M.:Fürst wünscht Sabor", an die Erklärung des Magdeburger Polizeipräsidenten im Oktober 1884,der Reichskanzler sehe lieber 10 Sozialdemo­kraten als einen Freisinnigen", und an das Verhalten der Konservativen bei den Wahlen von 1893, wo in Berlin 2 die Konservativen einen Rudolf Virchow gegen den Sozialdemo­kraten Fischer durchfallen ließen.

* Die Frankfurter Handelskammer über die öffentlich- rechtliche Lebensversicherung. Die Frankfurter Handels­kammer hat nunmehr zu der Frage der öffentlich-rechtlichen Lebensversicherung als Gutachterin Stellung genommen. In ihrem Gutachten, das an den Deutschen Handelstag gerichtet ist, erörtert die Kammer diese aktuelle Frage und kommt dabei, wie wir derFranks. Ztg." entnehmen, zu dem Ergebnis, sie glaube nicht, daß eine Notwendigkeit für die weitere Errichtung öffentlich-rechtlicher Lebensver­sicherungsanstalten vorliegt. Die Kammer sei der Ansicht, daß hierdurch das Versicherungswesen Deutschlands nur eine Zersplitterung erfahre. Sie erhebt Widerspruch dagegen, daß solche Gründungen weiterhin mit den Mitteln und der Unterstützung der Provinzen, Bezirke oder Kommunen vorgenommen werden, da, wie das Aufsichtsamt für Privat- versichcrung (in 1910) in einem Gutachten anläßlich einer an die bayerische Staatsregierung geplanten staatlichen Mobiliar- feuerversicherung ausführte, nureine erhebliche Ver­besserung in der Befriedigung des Bersicherungsbedürf- nisses" den Grund für eine derartige Einrichtung abgeben dürste. Irgend ein neuer Gedanke oder eine Verbesserung des bisherigen Systems sei von den öffentlich-rechtlichen An­stalten jedoch in keiner Weise in das Versicherungswesen hin­eingebracht worden. Insbesondere legt die Kamnier Verwah­rung ein gegen die Verwendung der im Staats- oder Kom- munaldicnst stehenden Beamten sowie gegen die Beein­flussung der öffentlichen Meinung durch die Behörden zu­gunsten der öffentlich-rechtlichen Lebcnsversicherungsanstalten. Im übrigen erklärt sich die Kammer zu der Überzeugung, daß die privaten Versicherungsgesellschaften, die in der Vergangen­heit^ die volkswirtschaftlich so begrüßenswerte Lebensversiche­rung in weitesten Kreisen populär gemacht und durchgeführt haben, auch in Zukunft alle dahingehenden Bedürfnisse er­füllen würden. (Andere Kammern haben sich bekanntlich in ähnlichem Sinne ausgesprochen, so die Aachener; andere da­gegen auch wieder für die öffentlich-rechtlichen Versicherungs­anstalten. Wir verweisen im übrigen auf den Artikel im Handelsteil der Samstag-Abend-Ausgabe, der den Standpunkt der für unseren Bezirk in Betracht kommenden öffentlich-recht­lichen Lebensversicherungsanstalt gegenüber den gegen diese Anstalten erhobenen Vorwürfen zum Ausdruck^ brachte. Schriftl.)

* Eine Kundgebung der katholischen Arbeiterverbände in Berlin. Der Protestversammlung der christlichen Gewerk­schaften in Essen 'st gestern in Berlin eine nicht minder bedeut­same Kundgebung der katholischen Arbeitcrverbände gefolgt, zu der ebenfalls Vertreter aus ganz Deutschland herbeigeeilt waren, und an der vom Zentrum der Abgeordnete Koßmann teilnahm. Es wurden an den Papst und Kardinal Kopp Hul­digungstelegramme gesandt, in denen es u. a. heißt, daß mehr als 2000 Mitglieder des katholischen Arbeiter-, Arbeiterinnen- und Jugendverbandes mit ihren geistlichen Präsides das Ge-

Wiesbadrner Tag!r!ait»

löbnis oblegen, niemals auch nur einen Finger breit von den klaren Weisungen der Eneyclica singulari quadam abzu- weichen, die soziale Aktion vor allem, die auf die Regelung des Lohn- und Arbeitsvcrhältnisses gerichteten Bestrebungen ge­mäß verkündeten Vorschriften zu gestalten, die vom Papste gebilligte katholische Organisation mit aller Kraft unter Führung der berufenen Führer auszubreiten und auf diese Weise dem Frieden unter den Katholiken, unter Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie der Mehrung des allgemeinen Wohles zu dienen.

* Mexikanische Berufskonsulate. DerKöln. Ztg." wird aus Berlin mitgeteilt, daß entsprechend dem Vorgehen der englischen Regierung nunmehr auch die mexikanische Regie­rung beschlossen hat, den bestehenden Konsulardienst in dem Sinne neu zu ordnen, daß die derzeitigen Konsuln fremder Nationalität durch mexikanische Staatsbürger als Berufs­konsuln ersetzt werden sollen. Dementsprechend wird auch das Berliner Generalkonsulat im Laufe des Jahres einem mexi­kanischen Berufskonsul übertragen werden, so wie dies bereits kürzlich in Bremen, Nürnberg und Frankfurt a. M. ge­schehen ist.

* Die Kaufmannsgerichtswahlen für die Arbeitgeber in Berlin fanden gestern unter sehr schwacher Beteiligung statt. Die sozialdemokratische Liste behauptete den bisherigen Be­stand mit 7 Mandaten. Die Mittelstandspartei erhielt 20 Man­date gegen 6 bei den Vorwahlen. Auf die Liste des Zentral- wahlkomitees des Vereins Berliner Kaufleute und In­dustrieller, für die sich diesmal auch die Detaillisten erklärt hatten, wurden 153 Vertreter gewählt, 14 weniger als bei den Vorwahlen.

* Eine nationalistische Studentenverbindung in Straß­burg suspendiert. Wie dieLeipz. N. N." berichten, befindet sich am Schwarzen Brett der Straßburger Universität ein An­schlag, nach dcrn die katholische deutsche Studentenverbindung Erwinia" wegen Anmaßung einer unberechtigten Gerichts­barkeit und Beleidigung eines Kommilitonen auf zwei Semester suspendiert worden ist. Es sollen sich in der Ver­bindung nationalistische Tendenzen geltend gemacht haben, und seit einiger Zeit alle altdeutschen Mitglieder sowie alle deutschfreundlichen Altelsässer zum Austritt aus dem Verein veranlaßt worden sein.

* Ergebnislose Haussuchung bei einem sozialdemokrati­schen Blatte. In der Redaktion desHamburger Echo" fand gestern eine Haussuchung statt, um den Verfasser des jüngst in diesen' Blatte erschienenen RomansFranz Berg, ein Pro­letarierleben" zu ermitteln. Die Haussuchung hängt mit einer Anklage zusammen, die der preußische Kriegsminister gegen den Verfasser des Romans und gegen den verantwort­lichen Redakteur Reitze loegen angeblicher Beleidigung des deutschen Offizicrkorps und Verächtlichmachung von staatlichen Einrichtungen erhoben hat. Die Untersuchung verlief völlig ergebnislos.

In der Budgetkommission des Reichstags unterhielt man sich am Mittwoch zum Kolonialetat längere Zeit mit Bezug auf die dem Reichstag zugegangene Denkschrift über die Kolonialverwaltungen der europäischen Staaten. Ver­schiedene Anträge beschäftigten sich mit der rechtlichen Lage der Eingeborenen. Ein Zentrnmsantrag forderte eine kaiser­liche Verordnung, die Leben, Freiheit und Eigentum der Ein­geborenen sicherstellen soll. Ein Sozialdemokrat betonte, die unmenschliche Behandlung der Eingeborenen habe einen Rück­gang der Bevölkerung zur Folge gehabt. Die Beseitigung der Haussklaverei in Ostafrika dulde keinen Aufschub. In gleicher Richtung bewegt sich auch eine Bittschrift aus Kamerun, unter­stützt durch den Verein zum Schutze der Eingeborenen. Auch die Pflanzer sehen allmählich ein, daß es so wie bisher nicht weitergehe" könne. Ein Zentrumsredner erklärte, wenn der Staatssekretär nicht Garantien gegen eine weitere Aus­beutung der Eingeborenen gäbe, so könne er keine Verant­wortung mehr für die Bewilligung von Geldmitteln über­nehmen. Auf den Plantagen seien mehr Leute zugrunde ge­gangen als bei den früheren Sklavenjagden. In Ostafrika sei auch der Arbeitszwang wieder eingeführt worden. Man müsse endlich ein Einschreiten der Verwaltung fordern im Interesse der Ehre des deutschen Namens, auch wenn einige Plantagen nicht aufrecht erhalten werden können. Der Staats­sekretär erklärte, daß die Verwaltung dieselbe Auffassung habe. Deshalb sei ihm die Resolution dem Sinne nach sym­pathisch. Arbeitszwang sei i" keiner der Anwerbeordnungen ausgesprochen. Aus Privatmeldungen, daß da und dort ein Zwang ausgeübt werde, habe er aber erneut Anlaß genommen, sich an den Gouverneur von Ostafrika zu wenden. Für bte Mißstände könne man die Regierung nicht immer verant­wortlich machen, da die Durchführung ihrer guten Absichten oft sehr schwer sei. In Kamerun sei ein Streit zwischen den Pflanzern und Kaufleuten ausgebrochen eben wegen der Arbeiterschaft. Man müsse also die Berichte und Beschwerden vorsichtig prüfen. Auch die Eingeborenen selbst seien an den Mißständen nicht ohne Schuld. Die Beratung wurde auf Donnerstag vertagt.

Die Spionagekommission des Reichstags regelte gestern eine Reihe von Strafbestimmungen. Nach § 4 der Kom­missionsfassung wird mit Zuchthaus bis zu 10 Jahren, bei mildernden Umständen mit Gefängnis nicht unter 6 Monaten, bestraft, wer sich ein militärisches Geheimnis in der Absicht verschafft, es zu einer die Sicherheit des Reiches gefährdenden Mitteilung zu benutzen. War ihm das Geheimnis öder die Nachricht in seiner Eigenschaft als deutscher Beamter oder deutsche Militärperson zugänglich' so kann auf Zuchthaus bis zu 18 Jahren erkannt werden. Bei den Strafandrohungen für solche Personen, die Verbrechen der erwähnten Art vor­bereiten, ergaben sich Meinungsverschiedenheiten über den BegriffvoÄbereiten". Ein Negierungsvertreter stellte die Beseitigung der Unklarheit b's Sssr nächsten Sitzung in Aus­sicht. Die'Kommission vertagte sich auf Freitag.

Die Reichstagskommissio" tsir Wanderlager und Hausier­handel setzte ihre Beratungen bei dem Anträge des Zentrums und der Konservativen fort, der Uhren jeder Art vom Hausier­handel ausschlicßen will. Der Antrag wurde mit 14 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Der Antrag der Konservativen, auch Herrenanzugstoffe dem Hausierhandel zu entziehen, wurde zurückgezogen, da die Bedürsnissrage später erörtert werden soll. Die Frage des Hausierhandels mit Pfandscheinen wurde bis zur nächsten Sitzung zurückgestellt, da eine Erklärung des Regierungsvertreters, die gedruckt eingehe" soll, noch abzu­warten ist. Die Bestimmungen der Vorlage, die vom Hausier­handel alle Gegenstände ausschl'eßen, die zur Verhütung der Empfängnis oder zur Beseitigung der Schwanger»

Donnerstag, 19. Februar 1914.

Nr. 84.

schuft dienen, wurden angenommen. Das Verbot des Hausierhandels mit Menschenihaaren wurde aufrechterhalten. Die nächste Sitzung findet am Fre'tag statt.

Der Gesetzentwurf, betreffend Wiederaufnahme eines Disziplinarverfahrens. Die Neichstagskommission beendigte gestern die erste Lesung und beschloß eine längere Vertagung, da noch Unstimmigkeiten zu beseitigen sind. Die Kommission hat an dem Regierungsentwurse die wesentliche Änderung vorgenommen, daß die Wiederausncchme auch zulässig sein soll in Fällen, in denen der Beamte sich später eines neuen, die Dienstentlassung bedingenden Verhaltens schuldig gemacht hat.

Die Unterrichtskommiftion des Abgeordnetenhauses hat gestern vormittag Petitionen beraten. Die ordentlichen Lehrer an den Lyzeen weisen in einer Petition darauf hin, daß die Vorschullehrer an den höheren Lehranstalten, von denen ein höheres Examen nicht verlangt wird, bis 4200 M. und die Mittelschullehrer an den höheren Lehranstalten bis 4500 M. steigen, so daß die Lyzeallehrer hinter den Vorschul­lehrern um 300 und hinter den Mittelschullehrern um 600 Mark zurückstöhen. Der Regierungskommissar war der An­sicht, daß eine Änderung nur 'm Wege des Gesetzes, nicht im Verwaltungswege, statiftndcn könne. Er empfahl deshalb Übergang zur Tagesordnung. Die Mehrheit der Kommission entschied sich dafür, die Petitionen als Material zu über­weisen. Die übrige" Petitionen boten kein allgemeines Interesse.

Ein nationalliberaler Antrag zum Handels- und Ge- wcrbeetat. Zur zweiten Beratung des Handels- und Gewcrbe- etats im Abgeordnetenhause haben die Nationalliberalen den Antrag eingebracht, die Staatsregierung zu ersuchen, im Bun- dcsrat dahin zu wirken, daß rechtzeitig Maßnahmen getroffen werden, die bei der in Aussicht stehenden Neuregelung der handelspolitischen Verhältnisse einen wirksamen Schutz der deutschen wirtschaftlichen Interessen gewährleisten.

Heer und Llorre.

Personal - Veränderungen, v. Francois, Gen.-Leut., bocruftcagt mit der Führung des 1. Armeekorps, * von Prustow, Gen.-Leut,, beauslragt mit der Fumung des 11. Armeekorps, zu tommarwieoenoen Generaren der verreisen­den Armeekorps ernannt. * Paetzold. Hauptm. und Staos- hauptm im 1. Naß. Jus. Regt. iitr. 57, zum /nomp.-Ehes er- nannr. * V e r g i n . uoerzähl. Hauptm. im Jns.-Regt. Älark- graf Ludwig Wilhelm (3. Bad.) Ar. 111. unter Verletzung in das 1. Nass. Jn'.-Regt. N. 87 zum Stavshauptm. ernannt.

* Martrn, Leut, im Füß-Regt, General.Fervmarschall Gmf Dioltke (Echte,.) m. 38. zur Unterosf.-Borschute m Weitburg versetzt. * Bührmann. Oberleut, an der Unts.ofs.-Vosschule in Weitburg unter Verletzung in das Nrederrhein. Füs.-Regt. Nr. 39 als Jnsp.-Osfiz. zur Kriegsschule in Kassel konunandm-t.

* John v. Freyend. Oberleut, au der llnteross.-Schute in Mebrrch. in das 2. Echtes. Jäg.»Bat. Nr. 6 versetzt. * Bück» mann. Leut, im 9. Lothr. Ins. Regt. Nr. 173. zur llnteroff.- Schule in Biebrrch versetzt. * Gas Wrang el. Leut, im Füs. Regt. v. Gersdorff (Kurhess) Nr. 80, zur Unteroff. Schule in Jülich versetzt. * Zorn. Hauptm. beim Stabe des 2. Siaff. Fcld-A.t.-Regts. Nr. 63 Frvntfurt, mit dem 22. März 1914 zum Batteriechef ernannt. * N ' c o l a i, Hauptm. im 1. Ober­er lass, Feld-Art.-Regt Nr. 15. mit dem 22. März 1914 zum Stabe des 2. Nass Feld-Art.-Regts. Nr. 63 Frankft'rt versetzt.

* Lauer. Oberstleut, und 1. Art. Offiz, vom Platz in Mainz, zum Kom. des Hohenzollernschen Fuß-Art. Regts. Nr. 13, * des Coudres. Ädaj. beim Stabe des Schlesw.-Holst Fuß- Art. -Regts. Nr. 9. zum 1. Al t-Offiz. vom Platz in chtainz er- nannt » Cr einer. Hauptm. und Komp.-Chef im 2 Nass. Pi an.-Bat. Nr. 25 als Miss-Lehrer zur Haupt-Kad. Anstalt * Ealov. überzahl, Hauptm. im 1, Nass. Pion Bat Nr 91 m das L Nass Pion.-Bat. Nr, 25 mit dem 1. März 1914 ver­setzt Steilberg. Hauptm, und Battr.-Chef im 2 Nass.

Nr. 63 Frankfurt, als Lehrer zur Kriegs schalle m Metz imt dem 22 März 19)4 versetzt. * Perl back, Zeua- seldwebel beim Art -Dep. in Mainz, unter Versetzung zum Art.- Depot in Erfurt zum Zeug-Leut, befördert. * Kampe Ob.- Fenerwerker beim Avt.-Depot in Mainz, unrer Versetzung zum Art.-Depot in Königsbel'g i. Pr., zum Feuerw.-Leut befördert.

* Krauß. Leut, im 2. Nass. Inf-Regt. Nr. 88, * Calm- berg, Leut, und Erzieher am Äad.-Hause in Oranienstein, * Schultz, Leut, im Fuß-Art.-Regt. General Feldzeugmeister lVrandenburg.) Nr, 3, zu Obe, leuts. befördert. * von Blankenburg, Fähnrich im Füs.-Regt, v. Gersdorff (Kur- ücss) Nr 80, »Popp, Fähnrich im 2. Nass, Jns.-Regt Nr 88,

* Ze msch. * K" p er . Fähnrichs Jnf.-Leib Regt. Grotz- berzogin (3. Großherzogl Hess.) Nr. 117. zu Leuts, mit Patent vmn 21. Februar 1912 befördert. * Keim, Unteroff im 1 Nass, Jnf.-Regt, Nr. 87 * Bertram Unteroff im 2 Nass. Jns.-Regt. Nr. 88, * Eisler, Unteroff. im 2. Nass geSL Art Regt. Nr. 63 Frankfurt, * Dellwig. Unteroff im 1. Nass. Pion -Bat. Nr. 21. zu Fähnrichen befärbeci. * F^hr. " Schleinitz, Hauvtm. und Komp.-Chef im 1 Nass. Jnf.- Reg:. Rr. 87. "' Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. * Dr Schmie- bicfc Gen.-Arzt und Korvsarzt des 18. Armeekorvs. unter Befordmuna MM^Oll-Gem-Arzt zum Jnsp der 1, San.-Jnsp..

Or. Walthsr. Gen.-Ob.-Arzt und Div.-Arzt der 17 Div. unter Beförderung zum Gen.-Arzt zum Korpsarzt des 18' Armeekorps. * Dr. K l ivstein, Ob,-StabS- und Regts.-Arzt des 1. Nass. Nr. 87, unter Beförderung zum Gen.-

Ob-Arzt zum D'b-Arzt der 17. Div. ernannt * vr. M ü l l e r, Ob.-Stabs- und Rsgts^-Arzt des 1. Masur. Feld A-t.-Regts.

Nr, 73 zum 1 Nass, Jns.-Regt. Nr.'87 verseht * vr. Bade (Höchst)^ vr. ^Roser ^(Wiesbaden) v Unterärzte der Reserve,

zu Assi st.-Ärzten ^ befördert * Dr Gelderbloom, Stabs­arzt, der Assw 1. Aufgebots (Wiesbaden), der Abschied be- will'gt dohland, Stabsveterinär beim 1. Nass Feld-Art.- Regt Nr- 27 Omnien, zum OberstabSveterinä- befördert * Pid, StaLSvetennar der Lmrdw. 1, AufgÄots, der Abschied bewilligt.

Kommandierender General v. Plüskow. Der bisher mit der Führung des 11. kurhessisch-khürinqischen Armeekorps be­auftragte Generalleutnant v. Plüskow ist, wie erwähnt, zum kommandierenden General des 11. Armeekorps ernannt worden. Exzellenz p. Plüskow ist bei einer Größe von 2,10 Meter. der größtedeutsche Offizier. Er war längere Zeit hindurch Kommandeur der Leibkompagnie, der Schloß­garde-Kompagnie und diensttuender Flügeladjutant des Kaisers. Er steht gegenwärtig im 62. Lebensjahre.

Einer^von der historischen Attacke von Mars-la-Tour ge­storben. Der. frühere Mufikdirigsnt des ersten Dragoner- Regiments Voigt ist gestern im 74. Leibensjcchre in Berlin ge­storben. Nach der historischen Attacke des ersten Garde- dragoner-Regiments von Mars-la-Tour, wobei der Stabs­trompeter Wollenhaupt getötet wurde, ist Voigt zum Stabs- trompeter der ersten Gardedragoner ernannt worden, deren Mustkkorps er seit seinem 19. Lebensjahre angehörte.

9 ~ )c 5 Unteroffizier-Ersatz in der Armee. Durch die Presse liefen kürzlich Mitteilungen über den Unteroffizier- Ersatz im Heere, die zu unzutreffenden Schlußfolgerungen Anlaß bieten mußten. Es wurde dort u. a. ausgeführt, aus einer Übersicht der Unterosfizierfehlstellen nach der Heeres- verinehrung i. Oktober 1913 sei zu ersehen, daß im gan­zen 4036 U n t e r o f f i z i e r f e h l st e l l e n vorhanden seien. Im Jahre 1912 habe man noch mehr als 2150 (genauer: 2159!) Unteroffiziere über den Etat gezählt. Der Rück» gang betrage mithin 4036 + 2150, Ä. fi. rund 6200. Di»