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Nr. 56* Dienstag, 3. Fevruar 1914.

kurzsichtiger Trotz und tatenloses Zusehen, wie sie aus den Erlebnissen der jüngsten Vergangenheit ent­springen könnten, sür unsere Zukunft sehr gefährlich würden, da die nächsten Jahre das Schicksal Elsaß-Lothringens ent­scheiden müssen. Die „Elsaß-Lothringische Bereinigung" er­wartet gerade von den nationalen Kreisen A l t - deutschlands, daß sie den berechtigten Bestre­bungen der großen Mehrheit der Elsaß-Lothringer nach Be­hauptung ihrer baden st ändigen Stammesson.. derart und nach bundesstaatlicher Selbstän- d i g k e i t mehr Verständnis entgegenbringen als «bisher. Auf der anderen Seite hält sie es aber auch für die unbedingt«. Pflicht aller Faktoren des öffentlichen Lebens in unserem Lande, jeder Äußerung deutschfeindlicher Gesin­nung und niedriger Verhetzung seitens einer frieden- störenden Minderheit, der jedes Gefühl der Ver­antwortlichkeit ckbgeht, mit allem Ernst und allen ge­setzlichen Mitteln entgegenzutreten und so endlich das immer neu genährte Mißtrauen im übrigen Deutschland zu beseitigen. Die „Elsaß-Lothringische Vereinigung" fordert daher alle Einsichtigen im Lande dringend auf, jetzt erst recht sich am deutschen Staats- und Kulturleben, unbeschadet der Kritik an einzelnen Vorgängen und Einrichtungen, zu beteiligen, da Elsaß-Lothringen nur auf diesem Wege ein lebenskräftiges Gemeinwesen werden kann."

Der Rückzug des Kardinals Ropp

wb. Paderborn, 3. Febr. Das „Wests. Bolksbl." veröffentlicht folgendes Extrablatt: Kardinal Kopp hat gestern zur Berichtigung seines Briefes an den Grafen Oppersdorfs folgende öffentliche Erklärung abge­geben: Breslau, 2. Februar. Bei einer Vergleichung der Akten des Herrn Bischofs von Paderborn mit den ineinigen hat sich ergeben, daß ich der mir nur zur Kenntnisnahme am 20. November 1912 eingesandten Interpretation am 21. November 1912 freiwillig bei- gcpslichtet habe und daß ich aus freier Entschließung sie am 22. November 1912 dem Bischof von Paderborn gegenüber als eine solche bezeichnet habe, von der die Gewerkschaftsführer in Esten erklären konnten, sie wüß­ten sich in bezug auf sie in überektistimmung mit dem Bischof. Bei dieser Sachlage erkenne ich nachdrücklich an, daß mein Brief an den Herrn Bischof von Pader­born vom 1. Dezember 1912 nicht die große Bedeutung haben konnte, die ihm in meinem Briefe an den Herrn Grafen v. Oppersdorfs beigelegt worden ist. Es hätte einer Zurücknahme meiner Entschließung vom 22. November 1912 vor dem Episkopat als solche bedurft. Ich kann versichern, daß ich mit meinem Briefe an den Grafen v. Oppersdorfs den Herrn Bischof von Paderborn in keiner Weise habe verletzen, noch ihm irgendwelche Angelegenheiten habe bereiten wollen. Gez. Kardinal Kopp.

Die türkischen Anleihcverhandlungen in Paris.

O Konstantinopel, 3. Febr. (Eig. Drahtbericht) Nach Pariser privaten Meldungen nehmen die An­leihsverhandlungen mit Dschavid-Bei einen befriedi­genden Verlauf. Angeblich wird von französischer Seite

Wiesöaoerrer Tagblakr.

gefordert, die 700 Millionen nicht auf einmal zu geben, sondern immer nur die für die jeweiligen Bedürfnisse erforderliche Summe zu zahlen. Man will dadurch die Kontrolle über die Ausgaben der Türkei erlangen.

Der Besuch des englischen Königspaares in Frankreich.

wb. Paris, 3. Febr. Wie der „Figaro" erfährt, werden der König und die Königin von England am 28. April in Cherbourg eintreffen. Sie werden die Reise auf der Königlichen Jacht unternehmen, die von einem starken englischen Geschwader begleitet sein wird. Ein gleichfalls sehr starkes französisches Geschwader wird zur Begrüßung des Königspaares auslaufen. Die Dauer des Besuches wird sich auf drei Tage belaufen. Der Prinz von Wales wird das eng­lische Herrscherpaar begleiten.

Aus Albanien.

wb. Valona, 3. Febr. Heute vormittag begaben sich die hier noch befindlichen Mitglieder der internationalen Kom­mission nach D u r a z z o, um die Unterhandlungen mit Essad-Pascha, die bereits mit zwei Kommissionsgliedern geführt werden, zu beendigen. — Der Miriditenführer Prenk Bibdoda ist mit drei albanesischen Notabeln in Valona eingetroffen.

Das Vorgehen der Mächte in der Jnselfrage. s - Berlin, 3. Febr. (Eig. Drahtbericht) Zu der Petersburger Meldung, daß heute oder morgen in Konstantinopel die Mächte wegen der Jnselfrage vor­stellig werden würden, hören wir von diplomatischer Seite, daß sowohl in Konstantinopel wie in Athen die Großmächte gleichzeitig eine identische Note in dieser Angelegenheit überreichen werden. Die Note dürfte den Hinweis auf die Wünsche der Großmächte enthalten mit der Aufforderung, in der Jnselfrage diese Wünsche zu respektieren.

Ein amerikanisches Unterseeboot überfällig, wb. London, 3. Febr. Die „Daily News" melden aus Washington vom 2. Februar: Von dem Unter­seeboot „bl 2", das zum Wintermanöver im mexika­nischen Golf war, liegen seit einer Woche keine Nach­richten vor. Man befürchtet ein Unglück. Der „E 2" verließ mit drei anderen Unterseebooten am 27. Januar Guatanamo auf Kuba und _ sein nächster Hafen sollte G a l v e st o n sein. Der Offizier, der die Flottille kommandiert, hat dem Marinedeparte­ment mitgeteilt, daß der „E 2" nirgends zu finden sei.

wb. Karlsruhe i. B., 3. Febr. Heute vormittag haben die Ärzte eine leichte Besserung im Befinden der Prinzessin Wilhelm von Baden festgestellt.

wb. Genf, 3. Febr. Vor zwei Werkstätten, in denen deutsche Tischler beschäftigt wurden, kam es gestern abend infolge des Streiks zu schweren Ausschreitungen, bei denen die Polizei einschreiten mutzte. Zwei deutsche Arbeiter sind verschwunden. Man nimmt an, daß sie von den Streikenden zur Abreise gezwungen wurden.

Abend-Ausgabe, 1. Blatt. _Seite 5*

wb. Mailand, 3. Febr. Zu dem Mord an dem Kaufmann

S i g a l l wird noch gemeldet, daß Wolfs dem Sigall wäh­rend der Fahrt die Brusttasche gestohlen hatte. Sigall be­merkte das und drohte mit Anzeige. Um den Diebstahl zu verdecken, hat Wolfs dann den Bestohlenen niedergeschossen.

^Velterbenichte.

Deutsche Seewarte Hamburg.

8. Februar, 8 fiir »ormiitags.

1— sehr leicht, 2 — leicht, 3 — schwach, 4 = näss gr, 5 — frisch, 6—stark 7= ßtfril, 8 = st. rmisch, 9 — »türm, 10 — starker Sturm.

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Borkum . . . Hamburg. . . Swinemunde Memel

Aachen. . .. Hannover . .

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Metz.

Frankfurt. M. Karlsruhe, B München . Zugspitze . . Valencia. ..

761,4 SW 3 bei er 765.6 SW 3 halbbad. 765,8 SSW 3 heiter 76^7 WSW4 weKigr 7> 8 2; SW T 4 woikenl. 7672 SW 4

767,9 770,1 7 1 59 8 '70,4 7717 7717 77*. 1 534,5

S1 i heiter Sü 2 ! «

SO 2 woikenl. SSW 2 «

! Nebel NOl !wolk»nl. SSW 2 heiter NNW 3 woikenl.

-f 2 + 2 + 2 + 3 4- 4 + 4 - 0,1 — 1 - 1 — 2

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- 6 - 5

Scllly.

Aberdeen .. Paris .... Vlissingen . . Christiansund Skagsn... Kopenhagen Stockheim. . naparanda . Petersburg . Warschau . ;

Wien.

Rom.

ierenz. . .. Seydiafjord.

7612 8 4 7a66 SW1

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766 4 SSW 3 745.5 SW 6 755,2 WSW6 761.7 WSW3 7 0,4 W i W6 742 2 N 4

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+ 7 + 3 + 6 + 10 + 4 + 1 + 8 + 1

742 0 SW 2 woikenl.

Beobachtungen in Wiesbaden

?on der Wetterstation des Nass. Vereins für Naturkunde.

2. Februar

7 Uür

mors’ona.

2 Uhr

nachm.

9 Uhr

abends.

Mittel.

Barometer auf 0° nnd Normalschwere

7-3.1

761,9

761.1

762.0

Barometer auf dem Meeresspiegel . .

774,2

772,4

771,9

7723

Thermometer (Celsius).

2,7

3,3

-0,4

0,0

Dunstspannung (mm).. • •

3,3

4.3

3.8

3,8

89

75

85

83,0

Wind-Bichtung und -Stärke ......

0 1

NO 2

»0 1

Niederschlagshöhe (mm).

—

—

Höchste Tetrperntur (Celsius) 3,7. Niedrigste Temperatur—3,1.

Wettervoraussage für Mittwoch, 4. Februar 1914,

von der Meteorologischen Abteilung es Pbysikal. Vereins zu Frankfurt a. Ai #

Wolkig, vielfach Nebel, trocken, keine Temperatur­änderung, Nachtfrost, westliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 3.Februar:

Biebrich. Pegel: 1,30 m gegen 1,34 m am gestrigen Vormittag Caub. „ 1,^9 m „ 1,74 m „ „ „

Mainz. „ 0,55 m 0,59 m „ ,» „

£in bekannter Hervenarzt *S“U

mit Rotusin — RothS Nährmalz-Kakao — gute Erfolge er­zielt: besonders bervorzuheben sind: Gewichtszunahme, An­regung des Appetits, keinerlei verstopfende Wirkung, Hebung des allgemeinen Krästezustandes."

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Handelsteil.

Berliner Börse.

$ Berlin, 3. Febr. (Eig- Drahtbericht) Die gestrige Mattigkeit New Yorks und die Preisermäßigung für Siederohre träte der Spekulation Ge wmn sic her Stellungen nahe. Namentlich auf dem Montanmarkte kam ziemlich viele Ware heraus. Der Realisation s druck brachte hier Kuts- embußen jbis zu 2 Proz. Auch Elektrawerte hatten Kurs­verluste zu verzeichnen. Ebenso Kanada auf New _ York ge­drückt Banken setzten niedriger ein. Naphtha-Nobel 5 Proz. gedrückt. Im Gegensatz zu der sonstigen Schwäche war der Schiffahrtsmarkt auf die Nachricht von der Anbahnung von Verständigungsverhandlungen für einen neuen Zusammenschluß fester. Hapag und Lloyd gewannen 3 bezw. 2 Proz. und zogen später noch weiter an. Die übrigen Schiffahrtswerte schlossen sich der Aufwärtsbewegung an. Von hier ausgehend griff eine Befestigung auch auf die übrigen Marktgebiete über. Tägliches Geld 4 Proz. Privatdiskont 3,Proz. (gestern 3Vs, Proz.).

Frankfurter Börse.

= Frankfurt a. M., 3. Febr. (Eig. Drahtbericht) Bei Be­ginn der Börse war die Tendenz ungleichmäßig. Bei regeren Umsätzen sind zunächst Schiffahrtsaktien zu er­wähnen. Der Ausweis der Reichsbank läßt zunächst eine Ermäßigung des Diskontsatzes nicht zu, obwohl die Ziffern günstig sind. Etwas auffallend ist die verstärkte Nachfrage nach täglichem Geld, was mit der Einzahlung auf die neuen preußischen Schatzscheine in Zusammenhang _ ge­bracht wird. Die von Amerika abhämgemden Papiere schwäch­ten sich ab. Im Anschluß an Wien wurden Lombarden rege gehandelt. Österreichische Staatsbaimen ebenfalls fest. Bank­aktien günstig disponiert. Berliner Handelsgesellschaft fest Deutsche Bank schwächten sich mäßig ab. Schaaffhausen und Dresdener gut preishaltend. Schiffahrtsaktien auf die neuen Einigungsbestrebungen fest. Für Eiektrowerte erhielt sich vereinzelt Kauflust. Edison mäßig abgeachwacht, auch Schuckert wurden realisiert. Am Montan markte wandte sich heute das Interesse den Deutsch-Luxemburgern zu. In den übrigen Werten dieses Gebietes bemerkte man Abgaben der Spekulation. Gelsenkirchen, Harpener und Phönix- Bergbau schwächten sich ab. Heimische Anleihen schwankend. Fremde Renten ruhig und behauptet. Am Kassamarkt für Dividendenwerte war die Haltung behauptet; die Umsätze waren weniger lebhaft als m den letzten Tagen. Mit Ausnahme von Schiffahrtswerten schwächte sich die Tendenz schließlich ab. Im weiteren Ver.aufe wurde das Geschäft ruhig. Montan­aktien etwas stärker gedruckt. Die Börse schloß auf den meisten Gebieten schwacher. Privatdiskont 3 3 /ie Proz. (gestern Proz.;*

Banken und Geldmarkt.

* Piämienziehnng der Eöla-Mindener 3’iproz. lCO-Talei- lose von 1871. Ziehung am 2. Februar. 120 000 M. fielen auf Nr 144138; 12 000 M. auf Nr. -9515; 9000 M. auf Nr. 41233; 6000 M. auf Nr. 79506; 3000 M. auf Nr. 17781; 900 M. auf

Nt 36185.

* Weiler® Ausdehnung der Mitteldeutschen Grediibaak.

Die Mitteldeutsche Öreditbank errichtete in Mainz nach einer Meldung eine Zweigniederlassung, nachdem kürzlich, auch die Bank für Handel und Industrie (Uarmstädter Bank) dort eine solche eröffnet hatte. ,

* Hypotheken-Fiandbnete. ln den letzten Tagen macht sich an der Börse eine große Nachfrage nach den Pfandbriefen der inländischen Hypothekenbanken bemerkbar. Auch gestern

setzte sich die Bewegung fort, und neue Kursbesserungen bildeten auf diesem Gebiete die Regel. Der starken Kauflust gegenüber fehlt das entsprechende Angebot, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß die Kursbewegung der Hypotheken.- pfandbriefe seit Jahr und Tag rückläufig war, so <taß bis jetzt nur ein kleiner Teil des Kursverlustes wieder eingebracht ist.

! * Reichsbankausweis. In der letzten Januarwoche war das Institut naturgemäß recht erheblich in Anspruch ge­nommen. Die Inanspruchnahme kommt in einer Abnahme der Bardeckung um 72 277 000 M. (81 677 000 M.) und einer Zu­nahme ds Notenumlaufs um 127 716 000 M. (108 831 000 M.) zum Ausdruck. Gleichwohl ist der Stand der Bank in diesem Jahre erheblich günstiger als im Vorjahr; denn sie ver­fügt jetzt über einen steuerfreien Notenbestand von 142 911 000 Mark gegen einen solchen von 342 90i 000 M. am 23. Januar 1914 und einen steuerpflichtigen Notenumlauf von 207 736 000 Mark am 31. Januar ,1913.

Wochenausweis vom 31. Aktiva (in Mk. 1000 ).

Januar.

1914 ^gen die Vorwoche

Metall-Bestand..

darunter Gold.

..

Noten anderer Banken.

Wechselbestand.

Lombard-Darlehen ..

Effekten-Bestand.. • • •

Sonstige Aktiva. ••*•

Passiva (in Mk. 1000)

Grund-Kapital.

Reserve-Fonds.

Noten-Umlauf.

Depositen.

Sonstige Passiva ..

1

1

674 877— 26 300 266187— 20 280 62 524 — 8 887

70 699 + 298 201 — 223 676 +

14: 19 111

2

180 000 (unver.) 70 048 (unver.) 052 782 + 127 716 699 579 — 160 680 64 617- 14151

Berg- und Hüttenwesen.

* Fort schritte der Selbsthilfe-Aktion in der Kali-Industrie.

Nachdem der größte Teil der Kali-Unternehmungen der be­kannten Bindungserklärung zugestimmt hat, haben die Ver­handlungen und Prüfungen der Kommission weiter ergeben, daß außerhalb des Syndikats nur noch sehr wenige Felder und Werke etwaige Bindungis- und Stulegungsverhand lungen in Betracht kommen. Es ist daher beschlossen worden, der Ge- selisehßfterVersammlung dtes Kalis vndikats demnächst die Be­willigung von Mitteln vorzuscblagen, um in geeigneter Weise die Selbsthilfe-Aktion zu Ende zu führen, deren Resultat dien zuständigen gesetzgebenden Stellen unterbreitet werden soll.

Industrie und Handel.

* Ermäßigung der RöhrenP r ® se - Die Mannesmann- Rohrenwerke, welche nach dem Scheitern des Röthreneynidikats bisher an den alten Preisen festgehaken hatten, sehen sich jetzt auch zu Preisermäßigungen genötigt. Nach der neuen Liste sind die Rabattsätze für Siederohre auf 80 bis 84V» Proz., je nach Weite, erhöht worden, und für nahtlose Gasrohre auf 80 bis 84 Proz. Die Werke bemerken dazu, daß man diese Maßregel ergriffen habe, nachdem ,die Bemühungen, einen Preissturz zu vermeiden, von den anderen Werken nicht unter­stützt worden sind.

* Die schlesischen BisengrclÄirmen haben die Lagerpreise

für Eisen und Eisenbleche mit sofortiger Gültigkeit um 2.50 M.. pro Tonne erhöht. *

* Bividendenrückgänge sächsischer Spinnereien. Die Kammgarnspinnerei Schedewitz wird, für das abgelaufene Jahr 10 (l V. 15) Proz., die Zwickauer Kammgarnspinnerei 14 (15) Proz., die Baumwollspinnerei Zwickau 12 (15) Proz. verteilen.

* Dividenden. Der Bremer Vulkan schlägt 11 Proz. (i. V. 10 Proz,) Dividende vor, die Hochseefischerei Nordstern A.-G. in Geestemüiute ,10 Proz. (i. 12 Proz.).

Verkehrswesen.

wb, Nene Einignngsverhandlnngen in der Großschiff ahn,

Bremen, 2. Febr. Wie wir erfahren, ging von der Holland- Araerika-Linie die Anregung aus, den am 31. Januar abge- laufenen Frachtenpool bis Ende Februar zu verlängern, um in. der Zwischenzeit Gelegenheit zu neuen Verhandlungen zu haben. Der Norddeutsche Lloyd und die Red Star Line er­klärten sich hiermit einverstanden, falls auch der Zwisehen- deekspool für dlie gleiche Periode erneuert wird. Die Hapag antwortete bislang noch nicht. Heinecken und Baliin werden am Ende der Woche in Wien Zusammentreffen zwecks weiterer V erhandhmgen mit der österreichischen Regierung.

* Hafer.-Schnizgeld. Wie die „Köln. Volkaztg.“ auf eine Anfrage erfährt, ist ein Fahrzeug, welches für den Mainzer Hafen einmal Schutzgeld entrichtet hat und im nämlichen Winter zum zweitenmal zur Einfuhr wegen Eisgefahr ge­zwungen ist, vom Schutzgeld frei. Dagegen wird in den preußischen Häfen in diesem Fall das halbe Sdhutzgelü noch­mals erhoben. In den Ruhrhäfen aber, wo das Schutzgeld für die Schiffer 8 Pf. die Tonne (mindestens 1.50 M.) und für die Boote 10 Pf. der Quadratmeter benutzter Fläche be­trägt, gilt es für den ganzen Winter. Dazu kommt dann noch das einmalige, übliche Hafengeld.

Versicherungswesen

— Nassaiiische. I.ehensversicherungsanstalt Im Januar

hatte die mit der Nässäuischen Landlesbank verbundene Lebens­versicherungsanstalt eine Zunahme der Versicherungsanträge in Höhe von 1% MW. M. zu verzeichnen. Damit hat der Ver- sieberumgsbeistand dieser Anstalt in der kurzen Zeit von 2% Monaten einen Gesamtbestand an Versicherungsanträgen von 3 Müll. M. überschritten.

Handelsregister Wiesbaden.

In das Handelsregister Abteilung B Nr. 84 wurde bei der Firn* „Friedrich Zander, Ivohlen-Konsumanstalt, Gesellschaft mit beschränkter Haftung“, mit dem Sitz zu Wiesbaden, ein- getragen: F. A. Müller zu Wiesbaden und H. Beck zu Kassel sind aus dem Vorstand ausgesebieden und an ihrer Stelle Dr. Hermann Müller zu Biebrich a. Rh. und Ludwig Ambrosia» zu Gustavsburg zu Geschäftsführern bestellt.

In das Handelsregister Abt. B. Nr. 261 ist bei der Firma: „Sanatorium Nerotal Wiesbaden, Gesellschaft mit beschränkte* Haftung“ mit dem Sitz in Wiesbaden, folgendes eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 9. Dezember 1913 ist das Grundkapital der Gesellschaft von 200 000 Mark auf 250 000 Mark erhöht worden.

Marktberichte.

— Heu- und Strohmarkt zu Frankfurt a. M. vom 3. Febr.

Heu 2.80 bis 3.20 M., alles per 50 Kilo. Geschäft« ruhig. Zu­fuhren waren aus Obeiihessen, den Kreisen Hanau und Dieburg

Die Abend-AusgaHe umfaßt 10 Seiten.

Lhefredatieur: A. Heg er Horst

Veranttvortlich sür den politischen Teil: A, He «erHorst; Feuilleton; B »• Nauendorf: fiir Ans Stobt »nd Land; C.RötHerdt; für KenEasI: t>- Diefenbach; für Svort und Spiel; ff. Gnnider; für DermnchteS und Brieflasten; C. Losacker; für Handel; W. Etz; für die Anzeigen «ch Reklamen; H. Dorn auf; sämtlich in WieSdaduu Druck und Verlag der L. Schellendergichcn Hof-Buchdrnckerel m roieSvadeu

Sprechstunde der Redaktion; li dis > Uhr; in der politifchen Abteil,«, von tv bi« Uhr