Nr. 54.
Montag, 3. Februar 1914.
Wiesbadener TagbiaLt.
Abend-Ausgabe. 1. Blatt.
Leite 5.
Petroleummonopol einzubeziehen. Der Grund soll in dem Bestreben der Militär Verwaltung zu suchen sein, daß der Benzinbedarf sichergestellt werde.
Rücktritt des Bizekönigs von Indien? wb. London, 2. Febr. Aus Bombay und Kalkutta wird telegraphiert, daß der Rücktritt des Lord Hardinge von seinem Posten als Vizekönig von Indien nunmehr direkt bevorstehe und daß aller Wahrscheinlichkeit nach Lord K i t ch e n e r zu seinem Nachfolger ernannt werden wird.
Ein Volksschullehrerstreik. . wb, London, 2. Febr. In Hereford-Shire beginnt heute ein Streik von V o lks sch u l leh r e r n. Nicht weniger als 230 Lehrer haben gekündigt und über 60 Schulen müssen geschlossen werden, während in vielen anderen der Unterricht wegen Mangel an Lehrkräften eingeschränkt werden wird. Die Ursache des Streiks liegt in Gehaltsverhältnifsen.
Ein blutiges Gefecht der Spanier in Marokko, wb. Tetuan, 2. Febr. Die Strcitkräfte des Generals Belleguirterres sind in der Hingebung von Mellenen von zahlreichen Feinden angegriffen worden. Der Feind hat zahlreiche Verwundete und 5 0 Tote. Er verlor zahlreiche Gefangene. Ein Major, ein Leutnant und 16 Soldaten sind getötet worden. Fünf Offiziere und 22 Soldaten wurden verwundet.
Drei Bergleute von Gcsteinsmaffen erschlagen, wh Dortmund, 2. Febr. Auf der Zeche „Vereinigte Wiendahls" in Kruckel bei Annen gerieten drei Bergleute unter fallende Gefteinsmafsen. Alle drei waren auf der stelle tot.
Erhängen gespielt.
wb. Templin, 2. Febr. Ein Tertianer des Joachünthal- schen» Gymnasiums wurde von seinen Mitschülern, in einer Schlinge hängend, t o t aufgefunden, die er mit einem Taschentuch und zwei Handschuhen ausgepolstert hatte. Diese auffallende Zurichtung, wie auch eine Äußerung, die er vorher einem Mitschüler gegenüber gemacht hatte, legte die Vermutung nahe, daß der Knabe erhängen gespielt und dabei verunglückt ist. Irgendwelche besonderen Gründe für einen Selbstmord lassen sich nicht erkennen.
Auch ein Dampfer bei Skye gescheitert, wb. London, 2. Febr. Außer dem Segler „Hera" ist auch 0et Sichtdampfer „Doris" . bei - Skye auf den westlichen Hebriden gescheitert und die aus 10 Mann bestehende Besatzung ertrunken. ____________
wb. Johannesburg, 2. Febr. Einer der deportierten Arbeiterführer hat ferner Familie geschrieben, daß die Regierung ihren Frauen und Kindern freie Überfahrt gewähren will.
wb. Schönhausen, 2. Febr. Der Bahnmeister Mönke aus Hemmersen wurde heute nacht, als er auf einer Draisine die Strecke abfv.hr, vom Berlin-Kölner Schnellzug erfaßt und getötet.
wb. New Aork, 2. Febr. Der Aeroklub kündigt an, daß er einen Aeroflug um die Welt auf der Weltausstellung in
San Frcnrcisco genehmigt habe. Der Flug soll in San Francisco beginnen und binnen 90 Tagen dort wieder endigen. Der Preis wird 100 000 Dollar betragen. Der Wettbewerb wird allen Typen von Motorflugzeugen offen stehen und unter den Auspizien der Weltausstellung und des Pacific Aeroklubs stattfinden. Für diesen Flug um die Erde ist folgender Weg beabsichtigt: San Francisco, New Dorf, Bellc- Jsle, Grönland, Island, Hebriden, Edinburg, London, Paris, Berlin, Petersburg, Moskau, Mandschurei, Korea, Japan, Kamschatka, Beringstraße, Banconver, San Francisco.
Kus unserem Leserkreise-
(Nicht verwendete Einsendungen können weder zurückgejandt, noch ausbewahrt werden.)
* Das Zentrum hat in Wiesbaden entschieden Pech. Nachdem ibm der Kuhhandel mit dem ÄtugistvatSoecheordneten borbeigeglückt ist, sind ihm auch in der Allgemeinen Ortsk.ankenkasse die Felle weggeschwommen. Die „Rheinische Bolkszeitung" schreibt in ihrer Ausgabe vom 31. Januar, die bürgerlichen Arbeitnehmer hätten gegen die Wahl des 2. Vorsitzenden Protest eingelegt. Das ist durchaus nicht der Fall. Lediglich die Zentrums Vertreter tun dies. Ein solcher, erst seit Anfang Januar d. I. Mitglied der Kaste, kam. me.kwürdig genug, sofort in Ausschuß und Vorstand. Er wollte ans Präsentation des Zentrnmsführers auch gar zu gern gleich 1. Vorsitzender der Krankenkasse werden. Als das nicht durchging» wollte er sich mit dem zweiten Bor,'.tz begnügen. Aber die einsichtigen bürgerlichen, nicht zentrumspflichtig eu Aibeitgeber sowohl !vie auch die Mehrzahl der Arbeitnehmer wollten einen solchen zentralen Neuling nicht. Darüber sind die Herren vom Zentrum natürlich sehr betrübt und möchten das durch Protest ändern. Das ist aber.' vergebliche Liebesmühe. Das stellvertretende Vorstandsmrtglred. ent gut Bürgerlicher, ist auf Grund des 8 10 der RVO. nachgezogcn worden du ein verunglücktes Mtlglchd voraussichtlich langer? Zert aktionsunfähig ivar. Das Merkwürdige an der ganzen Sache ist aber das. daß niernand bei Beginn der Borstanüs- srtzung gegen den Stellvertreter protestierte. Den Zentrnms- anhängern wäre es gar nicht eingefallen. zu prot^sti-ren, wenn der Stellvertreter ihnen zu Gevatter gestanden hätte. 8 10 der Reichsve sicherungsordnung lautet: Für die Mitglieder sind Stellvertreter in der erforderlichen Anzahl zu bestellen. Dre rn dem bisherigen Gesetz nicht vorhandene Bo-schrift will den Un° zuträgltchkeiten Vorbeugen, die durch Fehlen der erforderlichen Zahl der Vorstandsmitglieder entstehen können.
Wetterberichte.
Deutsche Seewarte Hamburg.
S» Februar, 8 Sir tormiitagi,
1— lehr leicht, 2—- leicht,3 —- schwach, 4 - mäss g, 5 frisch, 6— stark 7— steif, 8 = stürmisch, 9 — Sturm, 10 — starker Sturm.
Beob
achtungs-
Station.
Borkum. . . .
Hamburn
Kamel Aachen Hannover . .
Berlin.
Dresden ... Breslau . .. «Beta.
Frankfurt,«!. Karlsruhe, B manchen . .. Zugspitze . . Valencia...
s
5
Wetter
Beob-
achtimgg<
Station.
8
PS
4 fl
« 0
Wetter
767.2i SWS
762,7! SW 2 769,61 WS W3
wolkenl,
halbbed.
+ 3 + 3 +4
Scilly.
761,0
761, e
SS SSO 2
welkig
bedeckt
+10
+10
Aberdeen .. Paris.
764,2 W 4 771,1| SW4
Dunst
beiter
+i + 6
Vlissingen . . Christiansund
769,6
SSW 3
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+ 2
771,11 W3
wolkenl.
4- 4
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768,S
W 8
bedeckt
+ S
772,01 8 2
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+10
KGusnhaoen
7*5.7
WSW5
Baust
ti
773,61 SSO 2
1:1
Stockholm. .
763,2
W 6
bedeckt
773,8! S1
Haparanda . Petersburg .
734,2
82
Schnee
- s
773,7 SSW 2
— 4
763,1
W 3
wolkenl.
+ 1
774,4!
Nebel
-1
Warschau . .
771.6
WSW2
bedeckt
+ 3
774.3! 01
wolkenl.
- 5
Wien.
778, f
SOI
Nebel
- 8
,776,71 S 2
heiter
- s
Rom.
773,4
N 1
wolkenl.
- 1
536,4 SOS
1 t
— 4
Florei«. . .. Seydisfjord.
774,0
739,2
SO 1
N4
«
Schnee
— 2 - 3
Veobachtuugeu in Wiesbaden
von der Wetterstation des Nass. Vereins für Naturkunde.
31. Januar
7 Uhr
«aoreren».
2 Uhr
nachm.
9 Uhr
abends.
Mittel.
Barometer auf 0° und Normalschwere Barometer auf dem Meeresspiegel . .
7693
770,1
0,1
4.4
96
W 1
758,4
763,9
4,2
4,1
68
0 i
sl?
759,4
770,1
0,6
3.7
4,1
86
82,7
Wiad-Richtung und -Stärke .
02
Höchste TeB'peratui (Celan®) 4,6.
Ni»r
lipetr Temperatur
-1,0.
1. Februar.
7 Uhr
morgen«.
2 Uhr
pschm.
9 Uhr
Mit: ul.
7*31
773,7
+3,4
2.7
47
SOI
782,6 773 7 —3,0 3,1 94 NO 2 0,1
Niedrigste Temperatur —3,1.
763.6
774,4
+02
4,2
90
01
763,1
7739
+ 0,2
34
77,0
Barometer auf 0° und Normalschwere Barometer auf dem Meeresspiegel . .
Thermometer (Celsius).
Dunstspannung (mm) .........
Relative Feuchtigkeit (°/o)..
Wiud-Richtung und -Stärke.
Niederschlagshöhe (mm) . ........
Höchste i emperatur (Celsius) +4,0.
Wettervoraussage für Dienstag, 3. Februar 1914,
von der Meteorologischen Abteilung -es Physikal. Vereins zu Frankfurt a. Sa.
Ziemlich heiter, vielfach dunstig, trocken, tagsüber mild, Nachtfrost, ruhig.
Wasserstand des Rheins
am 2.Februar:
Biebrich. Pegel: 1,34 m gegen 1,38 m am gestrigen Vormittag Caub. „ 1,74 m „ 1,77 m „ „ „
Mainz. „ 069 m „ 0,64:
Für deine Gesundheit ist das Beste gerade gut genug.
Verstopfung und andere Verdauungsbeschwerden kann man auf einfache, angenehme Weise prompt beheben, wenn man nur das richtige Mittel bei der Hand hat. Und das ist der bekannte Californifche Feiaen-Syrup „Califig". Er nt angenehm einzunehmen, denn sein feines Aroma sagt jung und alt zu; Kinder sind immer dafür zu haben. Ebenso angenehm ist aber auch seine Wirkung; und darauf kommt es besonders an. „Califig" reizt nicht, schwächt nicht, macht gar keine Beschwerden; er bewirkt vielmehr eine e.ininalige gründliche Entleerung, welche der natürlichen Funktion am nächsten kommt. Man wird also in seiner beruflichen Tätigkeit gar nicht gestört und kann den Gebrauch ruhig fortsetzen, bis die Organe ihren Dienst wieder von selber tun. Bei Kindern und Frauen wird der Gebrauch des „Califig" wegen feiner Unschädlichkeit zur absoluten Notwendigkeit. Durch die Behebung des Grundübels, Verstopfung, verschwinden auch die lästigen Folgeerscheinungen, wie Appetitmangel, Migräne und dergleichen. F104
„Califig", Californischer Feigen-Shrup, ist in jeder Apotheke käuflich zu Mk. 1.50 die Flasche; extra große Flchche Mk. 2.50. Best.: Syr. fiei Califora. 75, Ext. Senn. Ich. 20, Elix, Caryoph, comp. 5.
Handelsteil.
Berliner Börse.
<t Berlin, 2. Febr. (Eig. Drahtberidht) Die Aufwärts-
esung der vorigen Woche übertrug sich nicht in ähnlicher !??lp au! die neue Woche, Die Spekulation war bestrebt,
'■ p rz jelten Gewinne sicher zu stellen, zumal nriprhafb der Börse stehende Kreise wenig Neigung zeigen Xn -ich am. Ultimogeschäft zu beteiligen. Immerhin, über- oa" bei" Beginn die Kauflust das Angebot, sodaß nicht nur die tbgak-en rasche Aufnahme fanden, sondern auch die Kurse urchwe" mit Besserungen einsetzten. Erheblicher waren etztere jedoch nur für einzelne Werte. So gewannen Deutsoh- „uxemburger 2*/a Proz., weil, wie es hieß, dieses Papier das Jpekulationsuiteresse auf sich gezogen hat. Oberschlesische (jopuindustric erfuhren eine Steigerung von 2°ls Proz. Von ilelrtrowerten erhöhten A. E.-G. und 8. & H. ihren Kursstand i'm mehr als 1 Proz. Can&dä schlossen sich der New Yorker VufwärtSbewegung an. 3proz. Reichsanleihe zogen weiter :twas an. kür Türkenlose zeigte 'sich einiges Interesse bei stechenden Kursen. Die Geschäftstätigkeit flaute im weiteren /erfüllte etwas ab, womit ein teilweise leichtes Abbröckeln ler Kurse verbunden war. Erheblicheren Schwankungen niterlagen Hansa, die mit mehr als % proz. Besserung ein- :etztcn.r dann aber um 2 Proz. gedrückt wurden und trotz zeitweiliger kräftiger Erholung ihren niedrigen Kursstand bei- jehielten. Naphtha-Nobel gewannen im weiteren Verlaufe etwa 3 Proz, Russische Banken zeigten keine gleichmäßige Haltung. Sesterreidhische Werte gingen allgemein mit Kursbesserungen ms dem Verkehr hervor Tägliches Geld 4% bis 4 Proz. Etrivatdiskont o ls 1 roz. (wie am Samstag).
Frankfurter Börse.
— Frankfurt a. M., 2. Febr. (Eig, Drahtbericht) Die Börse lenkte in ruhigere Bahnen ein, obgleich, sich bei Beginn 'une freundliche Tendenz zeigte. Das Geschäft wickelte sieh zunächst nur auf dem Industrie markte ab. Da sich auch das Privatpublikum beteiligte, so zeigte dieses Gebiet r.jne feste Tendenz. Die Aussichten des Eisenmarktes werden 3.1s hoffnungsvoller bezeichnet. Von den führenden Papieren wurden Phönix-Bergbau, GelsenfciTchen und Bochumer höher bezahlt Deutsch-Luxemburger fest und in größeren Umsätzen gehandelt. Sdhiffahrtsaktien ruhiger bei gut behaupteter Tendenz. Von Bahnen Schantung lebhafter. Österreicher ruhig und behauptet. Amerikanische Bahnen zeigten, nur geringe
Kursveränderungen. Elektrowerte lagen fest. Die Umsätze in Bankaktien waren bescheiden. Diseontocommandit und Deutsche Bank bevorzugt. Österreichische Banken preishaltend. Am Kassamarkt der Rentenwerte ® m d Reichsanleihe und preußische Konsuls gut behauptet Österreichische und ungarische Fonds wurden weiter beachtet. Am Markte der fremden Renten war das Kursniveau nur wenig verändert. Türkeniose lebhaft und höher. Dividendenwerte des Kassamarktes lagen fest unter Bevorzugung von chemischen Aktien und Maschinenfabriken. Im weiteren Verlauf war das Geschäft lebhaft bei allgemein fester Tendenz. Die Börse schloß im wesentlichen fest, aber ruhiger. P rlva td.iskont 3% Proz. (wie am Samstag). , _
Banken und Geldmarkt.
= Türkenlase. (Eig- DrahLbeticht) Wie uns die Bankfirma A. H. Heymann u. Co. m Berlin meldet, fielen bei der heutigen Ziehung der Türkeniose auf die Nr. 1441 006, 200 000 ■Franken, auf die Nr. 354 681, 191 /60 je 4000 Franken,
wb. Eine Bankinselvenz in Frankreich. Paris, 31. Jan. Eine Bank in der Rue Reaumur ist in Schwierigkeiten geraten; einer der Direktoren, Lecomte, ist verhaftet woiden. Die Passiven betragen angeblich 2 Mill. Franken. Die Durchsicht der Bücher soll ergeben haben, daß die Bank an den von ihr finanzierten Unternehmungen 30 Mill. Franken verloren hat.
Berg- und Hüttenwesen
wb. stfleimsch-Westfälisckss Kohlensyndikat. In der
Zechenbesatzerversammlung des KoMensyndäikats, an der als Vertreter des Handelsministers Geheimrat Bennhoid, Geh. Oberbergrat Raiffeisen und Bergwerksdirektor Tegeler leiinahmen, wurden die Ernennungen der Beiratsmitgtieder bekannt gegeben. Die Versammlung setzte die Beteiligungsanteile für Februar 1914 in Kohlen auf 80 (bisher 85) Proz., in Koks auf 55 Proz. (unverändert) und in Briketts (unverändert) fest. Geschäftlich wurden einige Veränderungen in defr Kok sb e teil igungsz iffer mitgeteilt.
wb. Stillegung von. Hochofenanlagen in ElsoH-Lothringen.
Ilagendingen 1. Febr. Sicherem Vernehmen nach werden am 1. März die Hochofenanlagen des Hüttenwerks Sambre et Moselle in Meziöres, die zum Thyssen-Konzern, gehören, stillgelegt. Das in Mezieres erzeugte Roheisen wird in dem neuen Stahlwerk Thyssen erblasen. Der Grund: der Stillegung ist darin zu suchen,, daß die Selbstkosten des alten Werkes gegenüber denjenigen der neuen Hochofenanlage zu hoch waren. Die Beamten und Arbeiter des Werkes Mäziöre werden nach Möglichkeit in dem Stahlwerk Beschäftigung finden und können ihre Wohnungen in Mözieres behalten.
Industrie und Handel.
wb. PieiserhähuBgen. der schlesischen EäsengroBfimen.
Breslau, 2. Febr. Die schlesischen Eisengroßfirmen haben ihre Lagerpreise für Eisen und Eisenblech« bei sofortiger Gültigkeit um 2.50 M. pro Tonne erhöht,
hd Eine Fabrik der Gehr. Mannesmann j n England.
London, 1. Febr. Die Stadtveroraheteniversairaniung in Newport in Südtwailes hat einen vorläufigen Vertrag mit den Gebr. Mannesmann Unterzeichnet, die dort n«us Werke für 3000 Arbeiter errichten wollen. Die Baukosten und die Einrichtung werden auf 15 Millionen Mark geschätzt. Die Stadt verpflichtet sich, den Werken täglich 3 Millionen l,+ ci . Wasser und nach Ablauf von 3 Jahren. 4 Millionen Liter zu liefern. Die Verträge für die Grundstücksankäufe stehen vor dem
Abschluß.
wb. Die Bfiikoppwerke, A.-ß- i» Bielefeld, verteilen aus dem Gewinn inklusive des Vortrages von. 1087 781 M. (i. V. 1067 025 M.) 22 (i. V. 28) Proz. Dividende, wobei die jungen Aktien bestimmungsgemäß nur zur Hälfte an der Dividende teitnehmen. Für Neuaufwendungen wurden 150 000 M. (1QOOOO Mark) zurückgestellt und 36 144 M. (40 289 M.) auf neue Rechnung vorgetragen. Der Vorstand bezeichnet den gegenwärtigen Geschäftsgang als befriedigend.
* NaphthaprodukiioEsgeseUschaft Gsbr. Nobel in Petersburg. Der Voranschlag für 1914 sieht bei 9g 139583 Rubel Einnahmen 5 915148 Rubel Gewinn Zsgen 4349367 Rubel Voranschlag in 1913 vor.
Das Comptoir d’Escompte de llduihanse in Mülhausen
wird für das abgelaufene Geschäftsjahr 1913 ebenso wie im Vorjahre 8 Proz. Dividende ausschütten, und zwar erstmalig auf 45 Ali 11. Franken Aktienkapital.
Marktberichte.
— Frnchtmarkl zu Frankfurt a. M. vom 2. Febr. Weizen, hiesiger und kurhessischer 19.50 bis 19.60 LI., Roggen, hiesiger,
16.30 M., Gerste, Wetterauer, 17 bis 17.50 M., Gerste, Franken, Pfälzer, Ried, 17.50 bis 17 M., Hafer, hiesiger, 16 bis 17.50 M„ Mais_14.75 M., alles per 100 Kilo.
— Kartofiebnarkt rn Frankfurt a. M. vom 2. Febr. Kartoffeln m Wagenladung 4.60 bis 5 ML, im Detail 6 bis 6.50 M alles per 100 Klo.
Amtliehe Notierungen
vom Wiesbadener und Frankfurter Schlaehtviehmarkt vom 2. Februar.
_(Eigene Berichte des Wiesbadener Tagblattsj
Ochsen.
Vollfleischige, ausgemästete, höchst. Schlachtwerts, die noch nicht ge-
zogen haben (ungejoohte).
Volia., ausgemäst., im Alter v. 4—7 J. Junge, fleischige, nicht ausgemästete
und ältere ausgemästete.
MäS. genährte jg. u. gut genährte ält.
Bullen.
Vollfl., ausge wachs.,hchst, S chlach tw.
Vollfleischige, jüngere.
Mäß.genährtejüng.u. gut genährte Bit.
Färsen und Kühe.
V ollfl.,ausgem.Färs. hchst.8ohlachtw. Vollfl., ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren . . Aeltere ausgemäst. Kühe u. wenig gut entwickelte jüng. Kühe u. Färsen Mäßig genährte Kühe und Färsen . . Gering genährte Kühe und Färsen .
Kälber.
Doppellender, feinste Mast.
Fernste Mastkälber.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber Geringere Mast- u. gute Saugkälber Geringer® Saugkälber
Schafe.
Mastlämmer u. jüngere Masthämmel Geringere Masthämmel und Schafe Aeltere Masthämmel, genug. Mast- lämmeru. gut genährte jg. Schafe Mäßig genährte Hammel und Schafe
Wiesbadener
Preise.
lebend- j teblachi' gewicht. ! eewieht.
Frankfurter
Preise.
Lebend- j Schlecht, frewiclit. ; gewicht.
Per 50 kg
1? er 50kg
Per60kg.lPer50kg.
49-63
87—95
5»-61
89-95
50-54
90-93
45-48
80-86
46-49
32—8?
43-15
79-83
44-46
76-80
48-51
50-65
41-43
33 75
45-47
78-81
48-63
85-94
47-50
84-90
39-42
70-76
44-47
82-84
34-38
61-69
89—43
72—8»
29—33
58-62
33-38
66-76
24-29
55-66
66-68
110-113
58-62
97-103
58-62
93-105
b 2—57
87— 95
52—56
88— 95
46—50
78- 88
48-51
81- 86
47
96
45
98
-
-
-
-
53-64
68—69
52-55
65-83
52—63
67-68
53—55
65-67
54-55
68-69
53—55
65-61
Ö2V?53V«
68-67
53-53
65-67
49-/--W
62-65
(Merzschafe)
Mastlämmer..........
Schweine.
bis zu. 100 ker Tjobftnfic'Aw Vollfleisch, über 100 kg Lebendfew.'
fSlibpr U t g ^ebendgevv. etle wber 150 kg Lebendgewicht . . i
Hleischige unt. 100 kg Lebendgewicht |
lesbLdever Sehlavhtvlehwsrkl betrug der Xuttrieb:
, KAk« und Färsen 104, Kälber 239, Schafe 63, Marktrerlauf j Bei ruhigem Geschäft bleibt in (jrqyvien und Schweim n Ueberstand. — Von den Schweinen wurden S’JSv Freise von 69 Mk. 182 Stück, 68 Mk. 63 Stück, 67 M& 23 Stuck, 68 Mk. 33 Stück.
4 m n * J’ankfarter Sehlaelitvielimarkt betrug der Auftrieb: Ochsen ioh Bullen 4h, Färsen und Kühe 813, Kälber 351, Schafe .117, Schweine 21/1.— Marktverlauf: Geschäft in Rindern lebhaft, Ueberstand gering; im übrigen gut, kein Ueberstand.
Die ADend-Ausgabe umfaßt 14 Seiten und die Berlagsbellage „Der Landdote".
Lhefredatteur: A. Hegerhorst.
verantwortlich für den politischen Teil: Hl Heqerborst; für Feuilleton:
v. Nauend orf; für Ans Stadt und Land: C.Rötherdt: für Gericktssaal: H. Di e fe n b ii ch; für Sport und Spiel: sy Günther: für Vermischtes untz Briefkasten: C. Losacker: für Handel: W. Etz: für die Anzeigen und ^ Reklamen: H. D o r nauf : sämtlich in Wiesbaden.
Druck und Verlag der L. Schellenbergichen Hof-Buchdruckerei m Wiesbaden.
Sprechstunde der Nedattion: 12 bis 1 Uhr: in der polMschsn Abtsümt- von 10 bi« v nbr
