Tette «. Morgen-Ausgabe, 1. Matt. MiesdsdsNLr TkK^lE. Sonntag, 1. Februar 1814. Nr. SS ♦
Abg. Dt. Wendlandt (natl.) begründet seinen auch von den Freisinnigen Unterzeichneten Antrag, die Regierung zu ersuchen, die Ho lz v e rka uf s a nz e igen im Jntev- esse einer weiten Verbreitung nicht einem einzelnen Fachblatt monopolartig, sondern der gesamten Fachpresse gleichmäßig zur Verfügung zu stellen oder ein eigenes Zentralblatt der Forstverwaltung zu schaffen, in dem sämtliche Verkaufsanzeigen der preußischen Forstreviere veröffentlicht werden.
Abg. Freiherr von Wolff-Metternich (Ztr.) lehnt den Antrag ab.
Abg. Rosenow (Fortschr. Vpt.) empfiehlt die Annahme des Antrages Wendlandt.
Oberlandforstmeister von Fresser: Die Forstverwaltung
hat mit einem privaten Fachblatt, dem „Holzmarkt", einen Vertrag abgeschlossen, wonach die Forstverwaltung alle Nachrichten über Hoizverkäufe dem Blatt übermittelt und außerdem die Befugnis hat, in den Lokalblättern zu annoncieren. Die Schnelligkeit dieses Nachrichtendienstes wird von allen Seiten anerkannt. Die Herausgabe eines eigenen Zentral- blattes würde mit großen technischen Schwierigkeiten verbunden sein. Den Antrag Wendlandt bitte ich äbzulehnen.
Der Antrag wird ab gelehnt. Nach einer kurzen Bemerkung des Abg, WeiSsermel (kons.) ist der F o r st e t a t erledigt. Die Tagesordnung ist erschöpft.
Nächste Sitzung Dienstag 11 Uhr: Interpellation
B r u st (Ztr.), betreffend das Grubenunglück auf der Zeche Achenbach; Iustizeta t.
Schluß 31/4 Uhr.
Letzte Orahtberichte.
Zum Regierungswechsel in Elsaß-Lothringen.
# Berlin, 31. Jan. (Eig. Drahtbericht) Zum Statthalterwechsel in Elsaß-LoAringen wird der „Germania" von befreundeter Seite mitgeteilt, daß die Kandidatur des Herzogs Johann Alb recht von Mecklenburg jetzt als ernst angesehen werde. Beim Antritt der Regentschaft seien ihm gewisse Zusicherungen gemacht worden, die es nicht unwahrscheinlich erscheinen : ließen, daß der Herzog eine Anwartschaft auf den Statthalterposten in Straßburg habe.
Der Zivilprozeß der Gefangenen im Pandurenkeüer.
** Straßburg, 31. Jan. Der „Neuen Straßb. Ztg." zufolge haben die Verhafteten vom 28. November nicht den Oberst v. Reuter, sondern den M i l i t ä r f i s k u s auf Grund des Gesetzes vom 22. Mai 1910 ve r k l a gck. Die verhaftet gewesenen Personen verlangen durchweg eine Entschädigung von 100 M. für verloren gegangenen Erwerb, und, da es sich um Freiheitsberaubung handelt, auch für den der. mögensrechtlichen Schaden, den sie erlitten haben. Die bürgerlichen Gerichte werben nicht nur die rechtlichen Fragen, son-
dern auch alle Einzelheiten der Ereignisse vom 28. November in tatsächlicher Hinsicht zu prüfen haben, so daß man aus den Prozeß sehr gespannt sein mutz.
Der Abschluß des Falles Jagow.
# Berlin, 31. Jan. (Eig. Drahtbericht) Die Brieian- gelegenheit des Herrn v. Jagow ist nunmehr endgültig beigelegt. Entgegen anderen Meldungen ist man an Herrn Jagow niemals mit dem Ersuchen herangetreten, eine Recht- sertigungsschrift für sein Vorgehen im Staatsm'inisteriirm vorzulegen. Die Austragung der Angelegenheit erfolgte vielmehr in einer mündlichen Aussprache zwischen dem Minister v. Dallwitz und dem Polizeipräsidenten, dem ein Memungs- austausch zwischen dem Reichskanzler und dem Minister des Innern vorausgegangen war. Hierbei w l"de dem Polizeipräsidenten vom Minister des Innern eröffnet, daß man sein Vorgehen nrcht als richtig anerkennen könne. Die Erwartung wurde ausgesprochen, daß sich ein ä h n l i ch e r Vorfall nicht wiederholen werde. Mit dieser offiziellen Eröffnung ist der Fall Jagow abgeschlossen.
Ein Antrag auf Übernahme der Jrrenpflege auf den Staat.
wb. Berlin, 31. Jan. Dem Abgeordnetenhaus ist folgender Antrag des Abgeordneten Schmedding und Gen. zur zweiten Beratung des Etats des Ministeriums des Innern für das Etatsjahr 1914 zugegangen: Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen, die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach die Fürsorge für die gemeingefährlichen Geisteskranken, so weit sie nicht nach dem Gesetz vom 11. Juli 1891 den Landesverbänden obliegt, vom Staate zu übernehmen ist.
Ein mecklenburgischer Ritter unter der Anklage der Majestätsbeleidigung.
++ Rostock, 31. Jan. Gegen den Großherzoglich mecklenburgischen Kammerherrn v. B ü l 0 w, einem Sohn des früheren Staatsministers, schwebt ein Verfahren wegen Majestätsbeleidigung. Der Angeklagte hatte sich über das nachdrückliche Eintreten des Stre- litzer Großherzogs für eine Verfassungsreform so geärgert, daß er seinem Inspektor gegenüber seinem Ärger in Worten Luft machte, die sich nicht wiedergeben lassen, die aber die Staatsanwaltschaft veran- laßten, gegen ihn ein Verfahren wegen Majestäts- beleidigung einzuleiten.
Ein hoher österreichischer Orden für Benizelos.
vh. Wien, 31. Jan. Kaiser Franz Joseph hat dem griechischen Ministerpräsidenten Benizelos das Groß- kreuz des, Le0 p0ld s 0 rdens verliehen.
102 Jahre alt.
-wb. Braunschweig, 31. Jan. Der frühere Vicepräsident des Landtages Kreisdirektor Lorche vollendete in Blankenburg in voller Rüstigkeit sein 102. Lebensjahr.
Handelsteil.
Wirtschaftliche Wochenschau.
Die DiskontennäBigtmgen. — Der Riesenerfolg der preußischen
Anleihe. — Die Diskontpolitik der Reichsbank.
Die DiskontermäEigumgen folgten einander 'm letzten Drittel des Monats Januar Schlag auf Schlag. Wenn sich dJe Erleichterung des Geldmarktes in ge wißen Grenzen halt, kann sie aJs erfreuliche Erscheinung begrüßt werden. Anders wäre aber die Sachlage, wenn die jetzige Verflüssigung die Konsequenz eines so starken Abflauens der Unternehmungslust im Handel und Wandel wäre. Dann könnte man mit einer lange »dauernden Erleichterung des Geldmarktes, aber vorläufig nicht mit einer kräftigen Belebung der Konjunktur in der ge- werblichen Wareniherstellung rechnen. Die nächsten Wochen werden uns ja zeigen, ob die Freude über die Erleichterung der Geldmarktlage berechtigt War. Danach wird sich auch die Kursbewegung am Markte der Dividendenwerte zu richten haben. Am Anleihemarkt ist die schon lange vorausgesagte Hausse prompt eingetreten und es scheint, als ob das Kursniveau noch mancher Aufbesserung fähig wäre. Angesichts dieser günstigen Situation werden wohl in Zukunft auch die Gemeinden und die Aktiengesellschaften wieder mit größeren Ansprüchen an den Geldmarkt herantreten. So manche im letzten Jahre zurückgestellte Anleihe harrt noch der Begebung Da der Kapitalbedarf dringend ist, erscheint jetzt der Zeitpunkt für Emissionen sehr günstig. Wieviel von einer richtiger. Ausnutzung der jeweiligen Geldmarktlage abhängt, zeigt der krasse Ünterschied in d'em Ergebnis der b a y e - rischen Emissionen, die vor wenigen Wochen einen glatter Mißerfolg erzielten, und der jetzigen Uberzeichnung der preußischen Anleihen. Der neuen Sohatzschem- Emission ist (wie bereits berichtet) ein Erfolg beschieden, wie er in der Geschichte der Staatsanleihen zu den Seltenheiten gehört, und seihst in den lange zurückliegenden Zeiten, wo Anleihen einmal von Hausse sprechen durften, kaum ]e übertroffen sein dürfte. Trotzdem die offizielle Bekanntgabe des Resultats mir von einer mehr als (Machen Überzeicbnung spricht stellt sich das Resultat rechnungsmäßig als eine über 70faohe Uberzeichmung dar. Die wohltätigen Folgen dieses großen Anleihe-Erfolges haben sich bereits in mehrfacher Hinsicht gezeigt. Einmal in der Kurssteigerung der älteren preußischen Anleihen, die sich voraussichtlich noch weiter fortsetzen dürfte, und zweitens darin, daß das Preußen- Konsortium infolge des lebhafteren Interesses, das sich für Anleihe werte geltend macht, einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Konsortialbestände aus der letzten Anleihe, welche es bekanntlich übrig behalten hatte, abstoßen konnte. Die letzten großen Anleiheerfolge in den Jahren 1907 und 1903 batten nur Zeichnungsergebnisse einer ca. 45fachen Uberzeichnung gehabt, die also jetzt weit übertroffen werden. Es bleibt zu hoffen, daß auch die künftigen Staatsanleihen unter einem ähnlich glücklichen Stern stehen mögen.
Natürlich greift die Besserung der Geldimarktveilhältnisse allmählich auf das Hypothekengeschäft über. Die Sparkassen und Lebensversicherungsgesellschaften würden jedenfalls gut tun, wenn sie zu den jetzt noch recht hohen Zins- und Provisionssätzen größere Beträge asm Hvpotheken- markte unterbrächten, denn in kurzer Zeit werden sich auch hier die Bedingungen der Lage des offenen Geldlmarktes mehr und mehr anpassen. Auch die Reich sba n k wird ihren Diskont im Kaufe der kommenden Woche weiter um ein halbes Prozent auf 4 Prozent herabsetzen. Sie wird natürlich den Banken von England und Frankreich (3 bezw. 3%, Prozent) hinsichtlich der Diskontermäßigungen immer einen gewissen Vorsprung lassen müssen, um die gesunde Struktur des deutschen Geldmarktes nicht zu gefährden. Sie kann aber das Vertrauen zur Geschäftswelt haben, daß selbst bei niedrigen Diskontsätzen zunächst keine Überspekulation entsteht. Die deutsche Industrie und Handelswelt hat in den letzten Jahren ein recht anerkennenswertes Maß
vor. Selbstbeherrschung und Einsicht bewiesen. Andernfalls hätte der Balkankrieg dem deutschen Wirtschaftsleben ganz andere Wunden geschlagen. Die Reichsbank muß bei ihrer Diskontpolitik auch berücksichtigen, daß dringende soziale Aufgabe n zu erledigen sind, die bisher mit Rücksicht auf die Geldmarktlage hinausgesohoben wurden. Hierher gehört besonders die gemeinnützige Bautätigkeit, die Errichtung öffentlicher Krankenhäuser, der Bau von Arbeiterhäüsem etc. Für all diese Zwecke werden von Privaten wie von Aktiengesellschaften und Behörden größere Kapitalien verfangt.
Berliner Naehbörs®* Berlin, 31. Januar. (Per Ultimo.)
KrwHtaktien Hand.-Gesell. Commerzbank . Darmstädt. Bank Deutsche Bank. Disk.-Kommand. Dresdner Bank. Nationalbank. . Schaaffhausen . Pet.lnt. Hdlsbk. Lfib.-Buchener . Schantungbahn. Lombarden. . . Anatolier, . . . Baltimore. . . .
2063/4
Kanada .... .
2211/1
Rhein. Stahlw..
162-2
Orientbahn. . .
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Meridional . . .
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Türkenlose . . .
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Boeburner .. .
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Allg - . Elektrizität
212/4
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Gelsenkirchen .
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Siemens. . ... .
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Laurahütte . . .
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99
Phönix.
2451/8
South-Westafr..
1673/4 162 Vs 1361/4 176— 292- 1175/8 1333/8 410- 2461 8 1777s 2213/8 15272
1703/8
1231/2
Frankfurter Naehbörse.
— Frankfurt a. BL, 31. Jan- Kurse von 1% bis 2 Uhr. Kreditaktien 206h'«, Disconto-Coonmandit 19ö 7 /s, Dresdner Bank 1 ö7 7 /8, Petersb. Int. Handels-Bank 216%, Staatsbank 156%, Baltimore u. Ohio 98 7 /*, Paketfahrt —.—, Nordd. Lloyd —.—, Scham turng 133%, Deutsch-Luxemburger 140 3 /», a 142%, Phönix 245 1 /« a % a 245.—, Edison 24NV«, Garo-Hegenscheidt 72.-
Industrie und Handel.
* Aus der Röhrenindustrie. Nach einer aus Düsseldorf zugebenden Drabtmeldung beabsichtigt di« Gutehoff- nungshütte ein Walzwerk für Gas- und Siederöhren zu errichten. Auch die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hüften-A.-G. soll ein gleiche Projekt in Behandlung haben. Die zu erwartende erhebliche Produkhonssteigeruimg war mitbe- stimmend für das definitive Scheitern der Röhreijsynd’ikats-
verhandlumgen.
'wb Die Glas- und SpiegeUaanufaktuien-A.-G. in Gelsen- birchen-Schalke wird eine Dividende von 16 Proz. m Vorschlag bringen. Aus dem Gewinn des vergangenen Geschäftsjahres wurden außer den regelmäßigen Abschreibungen 174 000 M. ' auf Drosten abgeschrieben, welche Fabrik bekanntlich zum Preise von 750 000 M. verkauft wurde und düroh die vorgenommene Abschreibung vollständig aus der Bilanz verschwindet
Marktberichte.
St. Frucht, und Wochenmarkt zu Mainz vom 30. Jan. Per 100 Kilogramm. Weizen, Pfälzer, 19 bis 19.75 M., Roggen, Pfälzer, 16 bis 16.50 M., Braugerste, Pfälzer, 16,25 bis 17.25 M., Futtergerste 12.50 bis 13.75 M„ Hafer, inländischer, 16 bis 17.75 M., Wiesenheu 6 bis b.60 M., Kleeheu 7 bis 7.75 M., Stroh, Flegeldrusch 3.30 bis 4 M„ Maschinendrusch 2.20 bis 2.50 M„ Speisekartoffeln (Industrie) 4.40 bis 4.50 M„ Landbutter per Pfund 1.30 bis 1-40 M., i n Klumpen 1.20 bis 1.30 M„ Eier 25 St. 1.80 bis 2.40 M. — Brotpreise nach Erklärung der Bäckerinnung: 2 Kilo gemischtes Brot 1. Sorte 60 Pf., 2 Kilo Schwarzbrot 2. Sorte 56 Pf., lVa Kilo Weißbrot, allgem. Preis 75 Pf.
St, Viehmaikt zu Mainz vom 30. Jan. Ochsen: a) 91 bis 95 M„ b) 86 bis 90 M., Kühe, Rinder: a) 88 bis 92 M„ b) 78 bis 84 M„ c ) 69 bis 76 M., d) 62 bis 67 M., Kälber 98 bis 104 M., Sdbweine: a) 71 M., b) 69 bis 70 M., Sauen und Eber 60 M. — Fleischpreise nach freier Erklärung der Metzgerinnung: Ochsenfleisch per Pfund 90 bis 96 Pf., Kuh- oder Rindfleisch 60 bis 90 Pf., Schweinefleisch 80 Pf. bis L M., Hammelfleisch 70 Pf. bis 1 M.
Ems unterem Leserkreise.
(Nicht verwendete Einsendungen können weder zurückgesandt, noch aufbrwahrt werdend * Schon seit Immer Zeit, besonders aber gerade in den letzten Wochen ist es wohl manchem Einwohner von Wiesbaden aufgefallen. daß viele der r a d f a h r e n L e n Zungen Burschen von Geschäften während ihrer Arbeitszeit zu mehreren zusammenstchen und sich vieles, oft längere Zeit, zu erzählen haben. Nachher wird, dann, um die vergeudete Zeit einzuholen, unsinnig gerast, wie Las alle Tage zu beobachten ist. Den Geschäften wird, falls die Angestellten lange aus- bleiben, zur Rechtfertiguns wohl sicher gesagt, daß sie in den Häusern, in Lenen sie «Lzuliefern haben, zu lange aufge- halten würden. Die allermeisten Haushaltungen werden, von anderen Gründen abgesehen, schon allein im Einvernehmen mit den Geschäften die Überbringer so schnell «As möglich ab- feriisett.
Reklamen.
Vernachlässige eine Erkältung nicht.
Behebe sie rechtzeitig durch Anwendung des nachstehenden Rezeptes.
Wenn jemand in deiner Familie hustet oder erkältet ist, dann rücke dem Anfall gleich mit nachstehendem Rezept auf den Leib und du wirst sehen, wie swnell man damit solche Störungen beheben kann. Beschaffe dir beim Apotheker 60 Gramm Ansy iund zwar dreifach konzentrierten) und mische das zu Hause mit einem viertel Liter heißem Wasser und einem halben Pfund reinem gestoßenem. Zucker; um- rühren bis alles gut aufgelöst und. vermischt .sitz Von dem fertigen Sirup nimmt man dann ein bis zwei Teelonel voll viermal täglich ein; das verschafft sofortige Linderung und vertreibt in kurzer Frist den hartnäckigsten . Husten. Man braucht also nicht im Bett zu bleiben und kann seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen. Der.Hustensirup schmeckt dabei angenehm, ist vorzüglich gegen Heiserkeit, Erkältung und zur Vorbeugung der daraus entstehenden schlimmeren Erkrankungen der Atmungswege. Er wirkt übrigens appetitanregend und besitzt auch einen leichten tonischen.und stuhlregelnden Einfluß — alles Sachen, die bei Erkaltung und gegen drohende Influenza sehr zu statten kommen. Das Rezept kann in solchen Fällen. nur wärmstens empfohlen werden und ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Es gibt kaum etwas Besseres.
Dieses Rezept förDert wirklich Den Haarwuchs.
Ich las vor einiger Zeit in Ihrem Blatt das Rezept zu einem Haarwasser, das die Schuppenbildung beseitigen und den Haarwuchs erheblich fördern sollte. Obwohl ich schon viele Mittel ohne Erfolg angewandt hatte, und mein Haar sebr gelichtet war und immer noch stark ausfiel, entschloß ich mich doch, mit dem Rezept einen Versuch zu machen. Ich ließ es mir also vom Apotheker laut Vorschrift zusammen- stellen: 85 gr. Bay Kam, 30 gr. Livola de Composee und 1 gr. krist. Menthol. Ich wandte es regelmäßig morgens und abends an, indem ich die Mischung immer sorgfältig mit den Fingerspitzen in,, die Kopfhaut einriob. Wie erstaunt und entzückt war ich, als das leidige Jucken schon nach der ersten Anwendung aufhörte, als die Schuppen verschwanden und der Haarausfall sich verlor. Nach Verbrauch der vierten Flasche hatte ich einen feineren, längeren und luxuriöseren Haarwuchs als le zuvor. Seitdem habe ich das Rezept vielfach empfohlen, und überall war das Resultat in gleicher Weise befriedigend. So viel ich weiß kann man sich das Rezept, in allen Apotheken und Drogerien zusammenstellen lassen; wer es noch nicht versucht hat, unterlasse nicht, es auch einmal zu probieren. Tante Elsa.
Wichtig! Wir hören, daß viele Apotheker und Drogisten dieses großartige Mittel wegen der starken Nachfrage jetzt auch fertig aus Lager hatten, und zwar unter dem Namen Livola-Haarwaffer. F 184
Essen Sie um nehmen Sie ab.
Dieses mag wobl etwas paradox erscheinen, aber eS ist trotzdem eine Tatsache. Seit der Ankunft der „Boranium- Beere" ist eS nunmehr möglich, fast alles zu genießen, ohne zu befürchten, daß es sich. in Fettgewebe umwandelt. „Boraninm-Beeren scheiden Nicht nur Fett aus dem Körper aus, sondern sie verbessern auch die gewöhnlich angeborene Neigung, Fettmassen anzusetzen.. Es ist nur nötig, nach jeder Mahlzeit eine „Beere", zu genießen, und da sie ganz klein und angenehm von Geschmack sind, bilden sie die ideale Behandlung abzunehmen und die Gefahren der Fettleibigkeit dauernd zu beseitigen. .
Die Damen werden diesen Rat ganz besonders freudig begrüßen, da der andauernde Gebrauch dieser Konfekie sie in Stand setzen wird, moderne Kleider zu tragen und sowohl im Gesicht als in der ?rigur um Jahre jünger anszufehen. Außerdem paßt fick die Haut, dem neuen Zgstand an und erscheint nicht lose .und. bauschig, wie man wohl erwarten könnte. Ihr Drogist wird wahrscheinlich „Boranium-Beeren" vorrätig haben; aber in ledem Falle wird er sie Ihnen in wenigen Stunden beschaffen können. F106
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ine Morgen-Ausgabe umfaßt 30 Setten sowie die ®c«a8§Bei(nflen „Der Roman" und „Illustrierte _ Kinder-Zeitung" Nr. 3._
(LhefredaUeur: A. Hegeryorfl.
Verantwortlich für den politischen Teil: A. Heger Horst; für Feuilleton- B. v- Nauendorf; für Aus Stadt und Land: C. Rotherdt: für Gerichtssaal: H. Diefenbach; für Sport und Spiel: Günther; für Vermischtes und
Briefiasten: S. Losacker: für Handel und Letzte Drahttzerichte: 333 Etz: für die Anzeigen und Reklamen: H. Dorn auf; sämtlich in Wiesbaden.
Truck und Berlag der L. Sche llenbergkchen Hof-Buchdruckerei in Wiesbaden.
Sprechstunde der Redaktion: 12 bis 1 Uhr: in der politischen Abteilima von 10 bis 11 Uhr
