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Nr. SS Damstag, 31. Januar 1914. ZNesbadSttep Tugdlfttl. Abend.Auögabc. 1. Blau. vrite 5.

zum Wohle des Vaterlandes. Wir müssen daher alle Ereignisse auf das tiefste bedauern, die das gute Ein- vernehmen stören und im Auslande den Eindruck erwecken, als ständen ein bürgerliches und ein militärisches Lager einander grollend gegen­über. Den Interessen des Deutschtums wird nicht gedient durch S o n d e r b e st r e b u n g e n, die not­gedrungen dem Reichsgedanken zuwiderlaufen. Der Bau des Reiches ist auf preußischer Grundlage er­richtet und soll es jederzeit bleiben, aber mitunter muß sich der Reichsgedanke auf Kosten der Einzel- staaten betätigen. — An den Kaiser erging folgendes Huldigungstelegramm: Die unter meineni Vorsitz zur Feier des Geburtstages Ew. Majestät in besonders großer Zahl vereinigten Deutschen Londons bitten nach, Ew. Majestät mit den untertänigsten herzlichsten Glück­wünschen das Gelöbnis unwandelbarer treuer Anhäng­lichkeit an Kaiser und Reich zu Füßen zu legen. Lichnowskh.

Die Putilow-Angelegeiiheit.

wb. Paris, 31. Jam In Kammerkreisen verlautet, daß der Ministerpräsident und Minister des Äußern Doumergue am Montag oder Dienstag im Ausschuß für auswär­tige Angelegenheiten Aufklärungen über die Putilow- Affäre geben werde. Man glaubt, daß D c n h s - C o ch i n auf die von ihm beabsichtigte Anfrage verzichten werde, da der Zwischenfall als erledigt anzusehen sei und eine Erörterung in der Kammer nur Unzuträglichkeiten im Gefolge haben könnte. Der „Figaro" will wissen, daß die Vertreter der hiesigen großen Banken gestern eine Sitzung abgehalten haben, in der beschlossen worden sei, der Putilow-Gesellscbaft auf deren etwaiges Ersuchen unverzüglich den erforderlichen finanziellen Bei st and zu gewähren.

* Berlin, 31. Jan. Hier verlautet offiziös, daß der fran­zösische Botschafter Delcassä die formelle Versicherung der französischen - Regierung erhalten hat, daß diese keines­wegs in eine, wie auch immer geartete Teilhaberschaft Krupps an den Putilow-Werken willigen wiirdc.

Eine Beleidigungsklage der Französlingc gegen General Keim.

Berlin, 31. Jan. (Eig. Drahtbericht) Wie die verschie­denen Morgenblätter melden, hat der Führer der Französlinge Abbö Wetterls und Genossen den Vorsitzenden des Deutschen Wehrvereins General Keim wegen seines Auf­satzes im „Tag" „Schwobe und Elsässer" wegen Beleidigung verklagt.

Ein Besuch Poincarös in Kopenhagen.

* Paris, 31. Jan. Präsident Poincar« wird auf seiner Reise nach Petersburg Kopenhagen anlaufen, um dem dänischen Königspaare einen offiziellen Besuch abzu­statten. Die Dauer seines Aufenthalts in der dänischen Hauptstadt wird jedoch 24 Stunden nicht überschreiten.

Der Ehescheidungsprozes? Wcbcr-v. Schönebeck.

chtz Berlin, 31. Jan. (Eig. Drahtbericht) Der Ehe- scheidungsprozetz des Schriftstellers A. O. Weber gegen seine Gattin, die frühere Frau v. Schönebeck, ist gestern vor der Ehescheidungskammer des Landgerichts 3 Berlin zu Ende gegangen. Die Klage Webers auf Ehescheidung wurde

zurückgewiesen. Dagegen wurde auf Widerklage des Vor­munds der Frau v. Schönebeck die Ehe für nichtig erklärt, weil bei Frau v. Schönebeck aus Grund des Gutachtens des Professors Puppe (Königsberg) Geisteskrankheit anzunehmen ist. Frau v. Schönebeck war zu der Verhandlung persönlich erschienen.

Die Revolution in Haiti.

K. Washington, 30. Jan. Kapitän Russell meldete dem Marincdepartement, daß alle Seesoldaten des amerikani­schen Schlachtschiffes „South Carolina" in Port-au-Prmce ge­landet sind, um die Matrosen des Kreuzers „Montana", welche die dortigen ausländischen Interessen schützen, zu v e r st ä r - k e n. Mehrere Präsidentschaftskandidaten rüsten zum Vor- marsch auf Port-au-Prince.

Umtriebe des Exschahs?

II. Teheran, 80. Jan. In russischen Kreisen hegt man Besorgnisse wegen der Umtriebe des Exschahs, der angeblich einen neuen Einfall in Persien plant.

Eine Auszeichnung Pegouds.

wb. Paris, 31. Jan. Die „Acadömie des Sports" hat dem Flieger Pegoud, dem Erfinder der Saltomortaleflüge, den Großen Preis von 10 000 Franken verliehen.

Maeterlinck auf dem Index, wb. Rom, 31. Jan. Der „Osservatore Romano" veröffentlicht ein Dekret des Papstes, wonach s ü m t- l i che Werke des bekannten belgischen Dichters und Schriftstellers Maurice Maeterlinck auf den Index gesetzt worden sind.

Mord an einem indischen Offizier, wb. Kalkutta, 81. Jan. Hauptmann A. Butler von den Grenzjägern ist gestern bei einer Festlichkeit der Eingeborenen in Vana von einem S c p o i er­schossen worden. _ Es ist dies der zweite Mord, der binnen kurzer Zeit van eingeborenen indischen Soldaten an englische n Offizieren begangen wurde. Vor kurzem wurde bekanntlich Oberst Walker vom 9. Infanterie-Regiment erschossen.

Wetterberichte.

Deutsche Seewarte Hamburg.

3t* innar, 8 1 Itr vormittags*

1 — sehr leicht, 2 - leicht, 3 -- schwach. 4 = massig, o — frisch, 6 “Stark 7 steif, 8 = stürmisch, 9 = Sturm, 10 — starker Sturm.

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762,3

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Paris .....

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767,6

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bedeckt

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bedeckt

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765.1

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Kopenhagen.

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767,3

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Stockholm. .

748.8

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Breslau . . .

766,7

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Haparanda .

742 2

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-12

Metz.

770,7

SW 2

wolkig

- 3

Petersburg .

746 7

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Schnee

1

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Frankfurt*!.

Warschau . .

762,9

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Karlsruhe, B

771,3

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Wien .....

773,1

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Nebel

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München . ..

772,0

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wolkig

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Rom .

770.0

N 1

wolkeal.

+ 1

Zugspitze . .

532,2

N3

- 7

Florenz ....

Valencia . ..

748,0

S6

bedeckt

4-12

Seydisfiord .

Beobachtungen in Wiesbaden

ron der Wetterstation des Nass. Vereins für Naturkunde.

30. Januar

7 Uhr

morgens

I 2 Uhr

I nachm.

9 Uhr

abends.

Mittel.

Barometer auf 0° and Normalschwere

717.8

757,8

758,4

758,0

Barometer auf dem Meeresspiegel . .

769,6

769,6

768,2

768,8

Thermometer (Celeius) ..........

0,7

2,3

1,9

1,7

Danstspanmmg (mm).. • • •

4.4

4.8

4,4

„4b

Relative Feuchtigkeit (°/o) .. • «

90

87

84

87,0

Wind-Richtung und -Stärke .... .«

NO 2

SO 1

NO 1

Niederschl&gshöhe (mm)..

03

0,1

—

Höchste Temperatur (Celsius) 2,5. Mediigste Temperatur—0,4.

Wettervoraussage für Sonntag, 1. Februar 1914»

von der Meteorologischen Abteilung des Physikal. Vereins zu Frankfart ft. M

Meist trüb, zeitweise Niederschläge, wärmer, auffrischende westliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 31. J anuar:

Biebrich. Pegel: 1,41 m gegen 1,48 m am gestrigen Vormittag Caub. 1,80 m „ 136 m „ „ „

Mainz. 0,67 m .. 0,74 m „ „ „

Sehneebericht

von der Meteorologischen Abteilung des Physikal. Vereins zu Frankfurt a. M Taunus, F e Id b e rg: Leichter Frost. Schneehöhe 65 cm (Neu Schnee), Schneedecke geschlossen. Bahn nach dem Fuchstanz gul pphneeschuhbahngut. Obe rreifenberg: Leichter Frost Schnee hohe 60 cm (Neuschnee), Schneedecke geschlossen, Nordbahn sehj gut, Schneeschuhbahn gut. Cronberg; Leichter Frost. Schnee­höhe o bis 10 cm (gefroren), Schneedecke unterbrochen. Schvrarzei vfeg- und Kellergrundbahn sehr gut, Schneeschuhbahn gut, Schiit tenbahn gut. Homburg v. d. H.:. Leichter Frost. Schneehöhe 10 bij 15 cm (gefroren), Schneedecke unterbrochen, Rodelbahn Saalburg gut Schneeschuhbahn gut. Vojrelsberg, Hohe Rodskopf: Frost Schneehöhe 100 cm (Neuschnee), Schneedecke geschlossen, Schnee schuhbahn sehr gut. Hoch w al dliausen: Frost. Schneehöhe 6 bis 80 cm (Neuschnee), Schneedecke geschlossen, Schneeschuhbahj

f ut. Herchenhain: Frost. Sohneehöhe 80 cm (Neuschnee), Schnee» ecke geschlossen, Rodel- und Schneeschuhbahn sehr gut- Rhön, Gersfeld: Leichter Frost. Schneehöhe 1.10 m (Pulverschnee),

Schneedecke geschlossen, Rodel- und Sohneescbuhbahn sehr gut. Kreuzberg: Leichter Frost. Schneehöhe 95 cm (Neuschnee), Schneedecke geschlossen, Rodel- und Schneeschuhbahn sehr gut Schwarzwald, Feldberg: Frost. Schneehöhe 100 cm (Pulver­schnee), Schneedecke geschlossen, Schneeschuhbahn vorzüglich, rriberg: Frost. Schneehöhe 50 cm (Neuschnee), Schneedecke geschlossen, Rodel-,und Schneeschuhbahn gut.

Ems er Wasser

Hellbewährt Bei Katarrhen.Husten Heiserkeit Verschleimung. JnHuenza. ,, Magen-Darm? Gicht u Blasenleiden. Ubers ff erhaltlieh in Apotheken Orogen-UBB _4 fanerafwasser-Handfungen.

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gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm Dr. Hommel’s Haematogen. WARNUNG! Man verlange aus­drücklich den Namen Dr. Hommel. F497

Handelsteil.

Berliner Börse.

$ Berlin, 31. Jan. (Eig. Drahtbericht) Der Verkehr war wweregt die Aufwärtsbewegung setzte sich fort. Die Ausführungen des Reichsbankpräsidenten Haven stein im Reichstag hatten einen günstigen Eindruck hmterlassen. Der stramme Schluß New Yorks und die besseren Berichte vom englischen Eisenmarkte stimulierten. Die Führung hatten heute Kafiada bis 4 Proz. und Deütsch-Luxemburger mit 3 Proz. Besserung. Schantung und Baltimore setzten 1 Proz. höher ein. Für Schiifahrtsaktien bestand wie gestern gute Meinung. Hansa schwankend. Otavi- und Südwestafrika gleichfalls an­ziehend. Mit der Neigung zu Gewinmrealisation war ein Ab­bröckeln verbunden, was eine leichte Abschwächung zur Folge hatte. Die führenden Werte zeigten jedoch weitere Neigung zum. Steigen. Für russische Bankenwerte war das Interesse erlahmt; der Kursstand war jedoch behauptet. Tägliches Geld vorbörslich 4 V 2 bis 4^4 Proz. Die Seehand'un-g gab Geld bis zum 15. Februar zu AVs Proz. und bis zum 26. März zu SV» Proz., sonst zu , Tagessätzen. Für heimische und aus­ländische Werte erhielt sich die Kauflust. Privatdiskont 3Vs Proz. (wie gestern).

Frankfurter Börse.

~ Franklurt a. M., 31. Jan. (Eig. Drahtbericht) Den flauptgesprächsstoö an der Börse bildete der glänzende Erfolg der Zeichnung der neuen preußischen Schatz- an Weisungen. _ Das Privatpublikuim dürfte, sich durch 'diesen Erfolg der Börse wieder näher zuwenden. Es hat sich gezeigt, daß Deutschland noch über finanzielle Kräfte verfügt. Dem Geschäft gab auch der New Yorker Markt Anregung- Be­reits in den letzten Tagen bemerkte man ein lebhaftes Treiben am Renten markte, das auch heute anhielt und den Besitzern der inländischen und ausländischen Fonds wieder Beruhigung brachte. Der erste Monat dieses Jahres schließt mit dem heutigen Wochentage günstig ab, besser, als man all­gemein erwartete. Amerikanische Bahnen auf New York leb­hafter. Schantung und Südwestafrika fest. Schiffahrtsaktien zeigten bei regen Umsätzen Kurserhöhungen. Für Bankaktien, bestand weiteres Interesse. Die Steigerung einzelner Papiere betrug 2 bis SA Proz. Petersburger internationale fest. Heimische Anleihen lest. Österreich-ungarische Werte rege umgesetzt. Die Haltung am Montanmarkte war sehr fest, und die Tendenz der führenden Papiere, wie Phönix-Bergbau, Bochumer, Deutsch-Luxemburger und Laura, steigend. Am Kassamarkt für Dividendenwerte war die Haltung fest. Das Geschäft war auf allen Markten sehr lebhaft und die Tendenz bis zum Schluß sehr fest. Privatdiskont 3Vi Proz. (gestern 3stic Proz.).

Deutsche Hypothekenbank, Meiningen.

Irr, abgelaufenen Geschäftsjahre, über dpssen Ergebnisse wir bereits kurz berichtet haben, betrug der Überschuß des Zinsertrags nach dem uns jetzt vorliegenden Jahresbericht aus dem Hypothekengeschäft über die Pfandbriefzinsen 3 564 092 M. gegenüber ■ 3 310 491 M. im Jaßre 1912 und hat sich somit um 253 601 M. vermehrt. Ihc Oesamt-Zinseiimahme belief sich auf 20 313 732 M. gegenüber -b UYd 201 M. i m Vorjahr; nach Abzug des für den Pfandbriefdienst erforderlichen Betrags blieb ein Überschuß von 4 247 14o M- gegenüber 3 837 845 ' M. im Jahre 1913. Somit ist hier eane Besserung von ' 4 Ö 9 300 M. zu verzeichnen. Der Reingewinn des Jahres 1913 beträgt

3 121 948 Mv gegenüber 2 861315 M. im Vorjahr, also 260 632

Mark mehr. Unter Emrechnung des Vortrags ergibt die Ge­winn- und Verhistrechmmjg einen 313 851 M. höheren Über­schuß. Es wird bekanntlich eine Dividende von 7 Proz. (wie in den letzten 15 Jahren) in Vorschlag geibracht und 262 223 M. auf neue Rechnung vorgetragen, und der Rest von 680,698 M. dem Prämienreservenfonds, der laut Bilanz 2 117 472 M. beträgt, zugeführt. Die sonstigen, Reserven haben laut Bilanz . 30 Proz. des Aktienkapitals überschritten. Von den Deckungshypoiheken) entfallen: 4 745 272 M. auf wirtschaftliche Grundstücke,

582 606 792 M. auf städtische Grundstücke, 71 84-3 464 auf Amortisationshypotheken und 515 508 700 M. auf andere Hypo­theken Die Gesellschaft beklagt den schweren Verlust des Aufsichtsrafcs-Vorsitz enden, Kommerzienrat Hermann Köhler (in Firma Gebrüder Sulzbach), Frankfurt a. ML, und des Frei­herrn v. S t e i n, Exzellenz. Das Amt des Aufsichtsrate- versitzenden bekleidet seit dem 13. Oktober 1913 Herr justiz­rat Dr. jur. Albert Katz.ene-llcnbogen, Direktor der Mitteldeutschen Creditbank in Frankfurt a. M„ der bereits seit 1904 Mitglied des Aufsichtsrats ist.

Banken und Geldmarkt.

4proz. reichsiaündelsichere Stadtanleihe Saarbrücken.

Diese Anleihe gelangt in Stücken von 5000,1000,500 und 200 M. bis zum Samstag, den 7. Februar d. J., zum Kurse von 94.40 Proz. zur öffentlichen Zeichnung, in Wiesbaden bei

der Direktion der Disconto-Gesellschaft, Zweig­stelle Wiesbaden, und der 8anh für Handel und Industrie, Niederlassung Wiesbaden, sowie der Depositen- kasse Biebrich a. Rh.

wb -fHLproz. unifizierte inssiisclie Eiseiibaimanleihe.

Petersburg, 30. Jan. Auf dem f manizministerium wurde von den Delegierten der Gruppe französischer Fkoaaztoute die

4 /l“proz. unifizierte Anleihe für Frivateisenbalmen mit

Garantie der Regierung unterzeichnet. Der AnJeihenominaJ- wert yon 665 Millionen Franken ist in 81 Jahren amortiisierbar. Der Emissipnskurs ist noch nicht endgültig festgesetzt, und wird zwischen 93 und 94 fixiert werden., wahrscheinlich zu 93*4, je nach der Konjunktur des Tmanzmarktes. Die Sub- itoiption wird am 15. Februar eröffnet. Der aug der

Subskription .ergebende Betrag wird auf neun EisenbahngeSeil­schaften verteilt, und zwar Atscbmsk, Minussinsk, Buchara, Olon z Fergjhan, Moskau-Kasan, Rjaesan-Ura^ Moskau-Kiew und Woronesch. *

Industrie und Handel.

wfc. Deutsche Maschinenfabrik A.-G. Duisburg. Duis­burg, 30, Jan. In der heutigen Aufsiohtsratssitzung teilte der Vorstand mit, daß noch bis in die zweite Hälfte des Jahres genügend Aufträge Vorlagen. Die Absclilußarbeiten des am 31. Dezember abgelaufenen Geschäftsjahres seien noch nicht beendet, doch könnte bestimmt ® Aussicht gestellt werden, daß wieder mit der vorjährigen Dividende (8 Proz.)' zu rechnen sei.

* Die Rheinischen Stahlwerke errichten auf einem Ge­lände in Meiderich eine neue Koksofenarfigge.

Verkehrswesen.

, = Der Güterverkehr in Maiuz. Der Güterverkehr in den Häfen zu Mainz einschließlich Mainz-Kastel mit Amöneburg und Mainz-Kosfiieim betrug im Monat Dezember 1913: Im Hafenverkehr: Angekommene und abgegangene Wagerdadungs- sendungen: 2603SÄ Im Güterverkehr (in Tonnen): Zufuhr: zu Berg 60 279, zu Tal: 1349b, Abfuhr: zu Berg 9995, zu Tal 17 686, zusammen 107 745, gegenüber Dezember 1912 100 914, ein Mehr von 68 914 Tonnen. i

hd. Der Kampf in der Großschiffahrt. London, 31. Jan. Die englischen und s k a nd ihavi sehen Dampfschiff­fahrts-Gesellschaften hielten hier gestern eine Versammlung ab, um ihre Interessen in dem Tarifkrieg zu schützen, der von der Hamburg-Amerika-Linie 'begonnen wurde. Die Konferenz stand unter dein Vorsitz des Direktors der Cunard-Linie, Booth- Liverpool. Es nahmen daran teil: Anchon-Lmie, die American- Lime, die Ailasntic-Trajisporf-Lirne,. die Canadian-Pacific-Linie, die Canadian-Northem-Lkiie,. Dominion-Linie, Loyland-Lhum White Star-Linie, Skandinavia-Amerika-Linie sowie die Nor- wegen-Amerika-Linie. Es wurde einstimmig der Beschluß ge- laß,, in Zukunft gemeinsam vorzugohen und eine Organisation m schaffen/ die zum Schutze der Interessen der Schiffahrfcs- gesellschaften forfbestrihen soll. Die englische .Presse be­schäftigt sich lebhaft mit den Konsequenzen dieses Zusammen­schlusses von 12 Linien gegen die Hamburg-Amerika-Lmie. Die „Daily Mail" • behauptet, daß dieser Zusammenschluß im­stande sei, jede weitere Herabsetzung des Tarifs durch die Hamburg-Amerika-Lirie wirkungslos zu machen. — Bremen, 30. Jan. (W. B.) Der Norddeutsche Lloyd wird die bisher zusammen mit der Hapag und der Holland-Amerika- Linie betriebene Canadalinie künftig gemeinsam mit der Holland-Amerika-Linie und der Redster-Linie betreiben. Die Dampfer - werden acht- bis vierzehntägig in Abständen ab­wechselnd von Bremen und Rotterdam expediert, und zwar zu­nächst nach Halifax, nach Eröffnung der Schiffahrt auf dem Lorenzstrom direkt nach Quebec.

wb. Amerikanische Bahnen. St. Louis, 30. Jam. Was den gestern gemeldete® zwangsweisen Verkauf der Wabash- bahn betrifft, so darf nach richterlicher Entscheidung ein An­gebot von unter 34 Mill. Doll, nicht angenommen werden. Die rückständigen Zinsen in Höhe von 4 324 000 Doll, müssen innrnhaib 20 Tagen an die EquilaWe Trust Co. in New York bezahlt werden.

Schiffs-Nachrichten

über Bewegung und Ankunft der Dampfer vom 25. Januar bis 26. Januar 1914.

Dampfer:

. Herkunft begw. Reigegiel;

Ankouft

begw, .Weiterfahrt:

, .. Norddeutscher Lloyd In Bremen. F3U

Hauptegent für Wiesbaden J. Chr. Olttaklich WilhalmBtreSe Mi

Königin Luise . . . LUtzow..

großer Kurfürst .

Neckar. ........

Giessen .

Prinz Heinrich .. Pr.-Regt. Luitpold

nach Bremen » Bremen

> H ew York

> Baltimore

> Bremen

» Marseille

> Alexandrien

Jan. 25. von Port Said.

« 26 . in Sicgapore-

> 26. Lizar > passiert. » i6. Cape Henry pass.

> 26. von Punchal.

» 26. in Marseille. -

» 26. in Alexandrien.

Hamburg-Amerika-Linie. FS16

Bureau der Gesellsehatt WilhelamtraGe 10.

Meteor . ....

Numantia . ....

Almeria.

Hamburg.

Oorcövado .

O. J..D. Ahlers. •. Spezia.

erste Mittelmeerfahrt nach Persien

nach Port Said von Mexiko u. Havana ausgehend ausgehend

Dis Abend-Ausgabe umfaßt 12 feiten.

Chefredakteur: A. Hegerhorir.

^erantwortlick für den politischen Teil: A. Hegerhorst; für Feuilleton: B. v. Nauendorf; für Aus Stadt und Land: C.Rötherdt: für GerichtssL-l: H. Diefenbach: für Sport und Spiel: F. Günlher: für Vermischtes und Briefkasten: C. Losacker; für Handel: W. Etz- kur die Anzeigen und ^ Reklamen: H. Dornauf; sämtlich i*

Druck und Verlag der L. Schellenbergscheu Hof-Bnchdrnckerei in Wiesbaden